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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Autographs » to the Book Department
Autographs Catalogue Price EURO 15,00
Auction Date Wed, Apr 17, 10:00 CET


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Main Image Description Status

Glassbrenner, Adolf
Brief 1857

Lot 2041

Glassbrenner - politisch verfolgt
Glassbrenner, Adolf, Berliner politischer Schriftsteller, Satiriker und Publizist, Herausgeber der "Berliner Montags-Zeitung" (1810-1876). Eigh. Brief m. U. "Ad. Glassbrenner". 1 S. Doppelblatt mit Adresse. Gr. 8vo. Hamburg 13.II.1857

An den Kreis-Justizrat Strass in Berlin, den er um Rat ersucht, weil er offenbar schon wieder mit der Zensur in Konflikt geraten ist und in Preußen gerichtliche Verfolgung droht. Glassbrenner hatte wohl einen Artikel aus einer englischen Zeitung übernommen. "... Der Autor des betreffenden Artikels aus London giebt mir von dort her noch zwei Winke zur Vertheidigung: Die Unmöglichkeit, an den Wahlen theilzunehmen bei 10 Pfund Steuer - und 2. nicht Offizier werden zu können bei dem Werbesystem - beides ist so specifisch englisch, daß das Lied nur als solches verstanden werden kann, wie es ja auch nur als solches gegeben. - Mein Bruder wird Ihnen meine in der That verzweifelnde Lage geschildert haben; ich habe aber noch keine Antwort von ihm, was sich thun läßt. Wie ist es möglich, daß das Criminalgericht die Sache so lange hinausschiebt! Ein freisprechendes Urtheil wäre mir auch für hier, wo man mich forthaben will, von großem Nutzen ...". - Mit Randnotizen des Empfängers. - Glassbrenner, 1850 des Landes Mecklenburg-Strelitz verwiesen, lebte bis 1858 in Hamburg und kehrte dann nach Berlin zurück.

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€ 450   (US$ 513)


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€ 900 (US$ 1.026)



Goethe, Ottilie von
Brief an Natalie von Herder

Lot 2042

Goethekreis. - Goethe, Ottilie von (geb. von Pogwisch), des Dichters Schwiegertochter (1796-1872). Eigh. Brief m. U."Ottilie v Goethe". 11/3 S. Doppelblatt. Gr. 8vo. (Weimar nach 1844).

"Zu dem Geburtstag von Natalie von Herder" (auf Bl. 2). "Meinen allerbesten Glückwunsch liebe Natalie zu Ihrem Geburtstag, und Sie wissen wohl daß Walther und Wolf [Ottilies Söhne] sich mir anschließen; Ulrike schreibt Ihnen wohl direkt. Ich habe mich sehr gefreut daß Walther Sie doch ganz auf dem Weg der Besserung gesehen, und würde mich nicht auf diese wenigen Zeilen beschränken, wenn ich nicht die Ausssicht hätte Sie recht bald zu sehen. Bertha von Schmeling erwarten wir auch, und dann haben Sie die Wahl ob wir von alter oder neuer Zeit uns unterhalten sollen ...". - Kleine Einrisse.

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€ 200   (US$ 227)


Hammer Price
€ 190 (US$ 216)


Falk, Johannes Daniel
Albumblatt

Lot 2043

[*] - Falk, Johannes Daniel, Schriftsteller (1768-1826). Eigh. Albumblatt mit U. "Herr Johannes von der Ostsee, auch genannt Falk". 8,5 x 17 cm. O. O. u. J.

"Mit 16 Jahren Herr Johann | Fing an der Ostsee das Schreiben an. | Das war denn freylich wohl nicht recht | Und darum schreibt er auch so schlecht | Herr Johann von der Ostsee | auch genannt Falk." - Falk stammte aus Danzig und nannte sich als Dichter oft "Johannes von der Ostsee". - Über sein wechselhaftes Verhältnis zu Goethe vgl. Wilpert, Goethe-Lex. 298 f. - Oben knapp beschnitten. - Aus der Sammlung Röttger mit dessen roter Beschriftung. - Eigenhändige Verse Falks sind sehr selten.

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€ 350   (US$ 398)


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€ 250 (US$ 285)



Gersdorff, Ernst Christian August von
Brief Weimar 1841

Lot 2044

[*] - Gersdorff, Ernst Chr. A. von, Sachsen-Weimarischer Staatsminister und Diplomat, Teilnehmer am Wiener Kongreß (1781-1852). Eigh. Brief m. U. "Gersdorff". 2 S. Doppelblatt. Gr. 4to. Weimar 22.III.1841.

Bei Gelegenheit der Rücksendung von Johann Jacobys (1805-1877) "Vier Fragen, beantwortet von einem Ostpreußen" (1841). Jacoby forderte darin eine konstitutionelle Verfassung für Preußen und eine allgemeinstaatliche Volksvertretung; er berief sich dabei auf das königliche Verfassungsversprechen von 1815. Gersdorff vergleicht Jacobys Schrift mit Abbé Sieyès' vorrevolutionärer Schrift "Qu'est ce que le tiers 'état'?" (1789): "... Die Schrift des Herrn D. Jacoby steht an Dialektik und Form tief unter jenem Meisterwerke sophistischer Kunst des berühmten Abbé ... Aber dennoch ... möchte ich sie für Preußen als einen ähnlichen Vorläufer betrachten! - Herr D. Jacoby ist wahrscheinlich der Hausarzt Sr. Ex. des Herrn Staatsm[inisters Theodor] von Schön, Oberpräsidenten der Provinz Preußen - der Herr Patient hat sich dießmal scheint mir, an dem Herrn Artzte gerächt; er hat ihm Pillen eingegeben und diese giebt der Herr Doctor in den Vier Fragen als Antworten, zum Theil unverdaut von sich ...". - Zu Gersdorff vgl. Wilpert, Goethe-Lex. S. 372. - Faltenrisse.

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€ 300   (US$ 341)


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€ 200   (US$ 227)


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Geyser, Christian Gottlob
Albumblatt mit Aquarell

Lot 2045

[*] - Geyser, Christian Gottlieb, Kupferstecher und Buchillustrator (1742-1803). Eigh. Albumblatt mit Aquarell, Devise und U. "CG Geyser". 1 S. Quer-8vo. O. O. (ca. 1780).

Dargestellt ist ein Wappenschild mit Medusenhaupt, umkränzt von Lorbeer, hinter dem Schild ein Schwert, darüber eine Eule mit ausgebreiteten Flügeln und Flor. Darunter die Devise "Ein Lorbeer welcher nie verblüht." - Geyser wurde 1761 Schüler und 1789 Schwiegersohn Adam Friedrich Oesers. Als Oeser 1764 erster Direktor der neugegründeten Leipziger Kunstakademie wurde, stellte er Geyser als Lehrer für Kupferstich ein. 1770 machte dieser sich als Buchillustrator selbstständig. Sein Erfolg als Künstler - er war der wichtigste Illustrator für Erstausgaben von Autoren wie Goethe und Wieland - ermöglichte es Geyser 1789, ein Landgut in Eutritzsch bei Leipzig zu erwerben. Er schuf 1775 einen Porträtstich Goethes. - Sehr selten.

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€ 450   (US$ 513)


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€ 300   (US$ 341)


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Helmershausen, Paul Johann Fr.
Brief-Fragment 1806

Lot 2046

[*] - Helmershausen, Paul Johann Friedrich, Garnisonsarzt und Medizinalrat in Weimar (1734-1820). Eigh. Brieffragment mit U. "D Paul Joh. Friedr. Helmershausen". 1 S. Kl. 4to. (Weimar 26.V.1806).

Brief-Schluß mit dem Anerbieten, "könte ich vor meinem Ende noch so glücklich seyn, Ew. Wohlgebohren auch einige gefällige Dienste zu leisten ...". - Helmershausen war der Enkel des Erbauers und Besitzers des heutigen Goethehauses am Frauenplan. - Mit Ausschnitt (8 x 5,5 cm) links unten ohne Textverlust. - Aus der Sammlung Rötger mit dessen roter Beschriftung.

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€ 120   (US$ 136)


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€ 60   (US$ 68)


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Lavater, Johann Caspar
Brief 1776

Lot 2047

- Lavater, Johann Caspar, Schweizer Dichter und Physiognom, befreundet mit Goethe und anderen Autoren der dt. Klassik (1741-1801). Eigh. Brief m. U. "J C Lavater". 1 S. Auf grauem Papier. 4to. (Zürich) 20.XI.1776.

An einen "Herrn Canzler", bei dem er sich für einen seiner Zöglinge einsetzt, den Waisenknaben Jakob Zundel. Dieser hatte, wie auch Lavater, nach einem Giftmischer geforscht, der am 12. September 1776 den Abendmahlswein im Züricher Großmünster vergiftet hatte. Der 17jährige Zundel war anschließend mit seinen Verdächtigungen offenbar zu weit gegangen und festgenommen worden. Lavater bittet für ihn um Milde: "... Nur Ein Augenblick vor Abgang der Post bleibt mir noch übrig, Sie, mit dem Zutrauen eines Sohnes zubitten, den armen Zundel so gelind, so gütig, als möglich zubehandeln, und alles, alles zuthun, was ihm seine letzte Stunde, oder wenn er wieder aufkommen sollte, seine künftige Tage zum Seegen machen kann. Auch sein Fehler, oder Verbrechen so leidlich zustrafen, als es ohne Verletzung höherer Pflichten geschehen kann - Ich kenne Ihre Gesetze nicht, aber Sie sind gewiß in diesem Falle der gelindeste Exekutor dieser Gesetze. Die höchstbetrübte anverwandte des unglücklichen, gewiß nicht bösartigen Jünglings stimmt mit in diese Hoffnung u. Bitte ein. - Sollte d. gute arme Mensch verschieden seyn, so bitt’ ich mir alle umstände melden zulassen ...". - Stockfleckig; verso Montagespuren. - Beiliegend ein Kupferstich-Porträt des jungen Lavater, gestochen von Schleuen nach der Zeichnung von Bernhard Rode in Berlin.

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€ 750   (US$ 854)


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€ 1.300 (US$ 1.481)



Lavater, Johann Caspar
Albumblatt 1800

Lot 2048

- (Lavater, Johann Caspar) Eigh. Albumblatt m. U. "L". Mit typograph. Schmuckbordüre. 5,6 x 8 cm. O. O. 25.VII.1800.

"An einen Freünd nach meinem Tode. - Auch dem Verläumder entziehe / Den Stoff zur Verläumdung durch Tugend. 25.VII.1800 L." Eines der zierlichen Blättchen mit moralischen Motti oder Betrachtungen, die Lavater zu den verschiedensten Anlässen an Freunde verschenkte oder verschickte.

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€ 300   (US$ 341)


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€ 200   (US$ 227)


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Nachdruck-Verbot für Goethes Werke
Wiener Umlaufbogen

Lot 2049

[*] - Wiener Nachdruck-Verbot für die Ausgabe letzter Hand von Goethes Sämtlichen Werken. Handschriftl. Umlaufbogen des Magistrats der Stadt Wien an die dortigen Buchdrucker. Mit dem Vermerk "Gelesen" von 22 Buchdruckern unterzeichnet. 2 S. Auf grauem Konzeptpapier. Mit Siegelresten. Folio. Wien 6.X.1825.

Bedeutendes Dokument zur Druckgeschichte von Goethes Werken und zur Geschichte des Nachdrucks überhaupt. Nach üblen Erfahrungen mit Raubdrucken seiner Werke (an dem Wiener Nachdruck der 26-bändigen Werkausgabe 1815-1819 war sogar Cotta beteiligt) hatte sich Goethe über den Herzog Carl August bemüht, für seine Werkausgabe letzter Hand ein Generalprivileg gegen den Nachdruck auf dem gesamten Gebiet des Deutschen Bundes zu erreichen. Das gelang auch, und so wurden vielerorts - wie hier in Wien - die Buchdrucker aufgefordert, das Nachdruckverbot zu lesen, zu unterzeichnen und einem für das Einsammeln delegierten Drucker zu übersenden. Auf vorliegendem Rundbrief schreibt der Wiener Magistrat: "... Nach Innhalt des hohen Hofkanzleydekrets v. 30ten Aug. d. J. haben Se Majestät mit höchster Entschließung v. 23ten des nämlichen Monats geruht, dem großherzogl: sächs: Weimarischen Staatsminister Herrn v. Göthe ein Privilegium gegen den Nachdruck der von ihm veranstalteten neuen Ausgabe seiner sämmtl. Werke auf dem ganzen Umfange der österr. Monarchie zu bewilligen ...". Der Drucker Philipp Bauer als gewählter Vertreter des Buchdrucker-Ausschusses soll die Unterschriften zur Kenntnisnahme der Verordnung einsammeln. Folglich finden sich auf dem an Bauer adressierten Bogen die eigh. Signaturen von 22 Buchhandels- oder Druckereivertretern Wiens, darunter Bauer selbst sowie Wallishausser, Carl Gerold, v. Ghelen, Anton Schmid, Hirschfeld und viele andere. - Der Erlaß war bahnbrechend für die Entwicklung des Urheberrechts, auch wenn man außerhalb des Deutschen Bundes, z. B. in der Schweiz, sich nicht daran zu halten brauchte.

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€ 900   (US$ 1.026)


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€ 2.400 (US$ 2.735)


Goetz, Bruno
Gedichtmanuskript

Lot 2050

[*] Goetz, Bruno, Schriftsteller und Übersetzer (1885-1954). Eigh. Gedichtmanuskript mit Namenszug auf Titel und Umschlag. Titel und 12 Bl., mit blauer und roter Tinte einseitig beschrieben. Kl. 4to. Orig.Kartonage mit eigh. zweifarbigem Deckeltitel. Überlingen (Bodensee) 29.IV.1945.

Schöne Niederschrift des Gedichtzyklus "Der Klausner und der Knabe" (1944) in roter und blauer Tinte. Titel mit eigenh. Widmung an die Künstlerin Edith Telschow (1887-1974): "... zum Zeichen des Beginns unserer Bekanntschaft. Überlingen, 29. April 1945". - Bruno Goetz stammte aus Riga und studierte 1904 bis 1910 in München und Wien, um danach einige Jahre als Theaterkritiker und Feuilletonist für Rigaer Zeitungen zu schreiben. Er litt schon von Jugend an unter Schwermut. Wegen seiner Melancholie konsultierte er Sigmund Freud, erhielt jedoch die Empfehlung, keine Psychoanalyse durchzuführen. Von Wien aus ging Goetz nach Ascona zur Künstlerkolonie Monte Verità, wo er bis 1909 blieb und dem Kreis um Johannes Nohl, Erich Mühsam und Lotte Hattemer angehörte. Er flüchtete mit Carlo Holzer aus Ascona und war dann bis in die 1920er Jahre ein umherschweifender Bohèmien, mit Aufenthalten in Zürich und Berlin, wo er als Korrespondent für verschiedene Zeitungen tätig war. Während seiner Wanderjahre schloss er Bekanntschaften mit Friedrich Glauser und Gusto Gräser. - Vgl. J. von Guenther, Leben im Ostwind, S. 309. - Gering fleckig. - Innendeckel mit Exlibris.

Estimate
€ 450   (US$ 513)


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€ 300   (US$ 341)


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