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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Autographs » to the Book Department
Autographs Catalogue Price EURO 15,00
Auction Date Wed, Apr 17, 10:00 CET


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Friedell, Egon
Brief 1925

Lot 2031

[*] Friedell, Egon, Schriftsteller, Kulturhistoriker, Essayist, Schauspieler und Kabarett-Leiter, einer der geistreichsten und witzigsten Köpfe seiner Zeit (1878-1938). Eigh. Brief m. U. "Egon Friedell". 1 S. Kariertes Papier. 8vo. (Wohl Wien, Herbst 1925).

"Sehr geehrte Administration, ich bitte Sie um eine Bestätigung darüber, welchen Gesamtbetrag ich in der Zeit vom 1. Januar bis zum 1. Juli 1925 für meine Thätigkeit als Schauspieler vom Theater in der Josefstadt empfangen habe. Ich brauche dieses Dokument dringend und umgehend und wäre Ihnen daher für möglichst umgehende Erledigung sehr verbunden. Mit bestem Dank im Voraus ...". - Friedell war 1924-29 Ensemblemitglied des Josefstädter Theaters: "Mein Mangel an Kritik brachte Reinhardt auf den Gedanken, mich unter die 'Schauspieler des Theaters in der Josefstadt' einzureihen." (1938).

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€ 280   (US$ 319)


After-Sales Price
€ 200   (US$ 227)


(Sale closed.
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Dehmel, Richard
Postkarte an Melchior Lechter

Lot 2032

George-Kreis. - Dehmel, Richard, Dichter, galt zu seiner Zeit als einer der bedeutendsten deutschen Lyriker (1863-1920). Eigh. Postkarte m. U. "R. Dehmel". 1 S. Pankow (3.VIII.1898).

An "Herrn Maler Melchior Lechter" in Berlin. "... Würden Sie wohl die Güte haben, mir eine Zeit mitzuteilen, zu der ich Sie zuhause treffe? Ich möchte Ihnen etwas Reizendes zeigen und eine Bitte daran knüpfen ...". - Darunter die Bitte von Dehmels Frau Paula: "Darf ich wohl mitkommen? Ich möchte so gerne. Paula D."

Estimate
€ 120   (US$ 136)


Hammer Price
€ 100 (US$ 113)


Dehmel, Richard
Gedicht in einem Brief von Ida Dehmel

Lot 2033

- (Dehmel, Richard). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "R. Dehmel". 1/2 S. Am Schluss eines Briefes seiner Frau Ida Dehmel (1870-1942). Insges. 4 S. 4to. Blankenese bei Hamburg 16.XII.1901.

"Nur einen Gruß - Die Thäler sind verschneit, / es starrt der Fluß, der gestern noch sich regte, / ich staune durch die bleiche Dunkelheit / wie dort das Licht vom Berg, das unbewegte; / schlaf wohl, mein Leid! - R. Dehmel." - Unter dem Schluß eines eigh. Briefes m. U. "Frau Isi", seiner Frau Ida, die als Kunstförderin und Frauenrechtlerin hervorgetreten ist und sich 1942 das Leben nahm, als ihre Deportation bevorstand. Brief und Gedicht sind an den Maler und Graphiker Melchior Lechter gerichtet. "... Wir danken sehr für das schöne Buch. Ich habe einiges darin gefunden, das ich noch nicht kannte; manche Lieblinge fehlen mir. Merkwürdigerweise kam gleichzeitig mit Ihrem Brief einer von [Karl] Wolfskehl in dem er uns auch das Buch von [Ludwig] Klages und die Blumen des Bösen [von Baudelaire] empfahl. Und, wie gerufen, erschienen die beiden Bände mit der nächsten Post, von meiner Schwester-Freundin gesandt. Wie umfänglich dieser Baudelaire-Band ist, neben dem ersten, den ich besitze! - Daß Sie schweres Leid erfahren haben, sagte uns [Conrad] Ansorge, wenige Tage eh Sie Selbst es uns schrieben. Er sagte es uns, nachdem er drei Beethoven-Sonaten so herrlich gespielt hatte, daß man sich, auf Augenblick wenigstens, frei von Leben und Tod, von Erde und Himmel fühlen konnte: Seele im Weltraum. Wenn Ihnen diese Stimmung in Ihrer Leidenszeit zuweilen genaht ist, und ich zweifle nicht daran, so werden Sie sich gewiß, trotz Ihres Verlustes, bereichert fühlen ...".

Estimate
€ 600   (US$ 683)


Hammer Price
€ 500 (US$ 570)



Gundolf, Friedrich
Gemeinschafts-Postkarte 1915

Lot 2034

- Gundolf, Friedrich (eigentl. Fr. Gundelfinger), Literaturwissenschaftler, Übersetzer, Stefan-George-Schüler (1880-1931). Eigh. Namenszug "Fr. Gundolf" auf einer Gemeinschaftskarte aus Wolfratshausen bei München 12.VIII.1915.

An Marianne Kassner, geb. Eissler, seit 1914 Ehefrau des Philosophen Rudolf Kassner, im Hof Dietfeld in Berchtesgaden. "Herzliche Grüsse in geradezu vorbildlicher Eintracht senden Ihnen Ihre ...". Es folgt die Karikatur-Zeichnung eines Gesichtes mit riesig aufgesperrtem Mund, enthaltend die Namen Fr. Gundolf, Fries, Erich und Brommer; ein verlängertes Ohr enthält noch den Namen Steffy Adams. - Die Bildseite der Karte zeigt den Kaiser und den Feldmarschall Hindenburg. - Dabei: Gedruckte Visitenkarte "Friedrich Gundelfinger. o. Professor a. d. Universität Heidelberg"; mit hs. Notizen: "Holt Sie um 31/2 ab. Sept. 1921." - Ferner Beigegeben: "K. W." (Karl Wolfskehl?) und "S. G." (Stefan George?). Farbige Jugendstil-Postkarte zur Kunstausstellung Darmstadt 1901. (Darmstadt 24.VI.1901). - An den Maler und Buchkünstler Melchior Lechter in Berlin. Originelles Schreiben, dessen Text ohne Farbe nur durch Druck eines spitzen Gegenstandes auf die Karte gekratzt ist: "Jedoch das Schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn. K. W. - S. G."

Estimate
€ 150   (US$ 170)


Hammer Price
€ 300 (US$ 341)



Lechter, Melchior
Albumblatt 1937 + Beilage

Lot 2035

- Lechter, Melchior, Maler, Graphiker, Schrift- und Buchkünstler, als Mitglied des George-Kreises prägte er dessen Veröffentlichungen (1865-1937). Eigh. Albumblatt m. U. "Melchior". 1 S. Kl. 4to. O. O. 26.IV.1937.

Im Jahr seines Todes an seine Geliebte Marguerite Hoffmann (Künstlername: Rita Hardegg). Nach längerem Zitat eines "indischen Weisen" ("Wenn eine Blume Honig enthält, wird die Biene ihn ganz allein finden. Wenn ein Mensch weise ist und stark, braucht er die Menschen nicht zu suchen, denn ungefragt kommen sie zu ihm ...", 9 Zeilen) schreibt der Künstler: "Für meine Marguerite als ewiger Geistesgruss, Trost und Hoffen zu ihrem Jahres-Tag 1937 - am 26. April - in alter Herzlichkeit Melchior". - Geknittert, etwas unfrisch und mit kleinen Randeinrissen. - Dabei: Marguerite Hoffmann (1884-1966). Eigh. Ansichts-Postkarte m. U. "Deine Marguerite". 11/2 S. Berlin 14.X.1920. - An Melchior Lechter in Bad Orb, Hotel Villa Saline. Unter der Abbildung des Berliner Opernhauses unter den Linden schreibt Marguerite: "... Rönnebeck telephonierte mich an, & da erfuhr ich, dass bestimmt der Termin zum Einsenden d. 20. Okt. ist. Er schickte Deine Büste & G's Relief. G. soll sehr krank sein. R. lud mich zu Sonnabend ein. - Wie freue ich mich, dass Du die schönen Tage draussen geniessen kannst! Wäre gern bei Dir! - Ich bin sehr tätig, wie Du aus meinem Briefe wohl schon ersahst. - In Deiner Wohnung war es heilig-feierlich! Abends spiele ich im Tristan - 'Frau Minne kenntest Du nicht? Nicht ihres Zaubers Macht? Des kühnsten Mutes Königin, des Weltenwerdens Walterin?' etc. klingt es in mir ...". - Mit "Rönnebeck" ist der Bildhauer Arnold Rönnebeck (1885-1947) gemeint.

Estimate
€ 300   (US$ 341)


Hammer Price
€ 240 (US$ 273)



Lechter, Melchior
Ansichts-Postkarte, Mai 1928

Lot 2036

- (Lechter, Melchior) Eigh. Ansichts-Postkarte m. U. "ML". 1/2 S. (Berlin-) Dahlem-Dorf, "am Abend im Garten erquickend und labend", 1.V.1928.

An Marga Oppenheimer in Heidelberg. In einer Schrift, deren bekannte Qualität hier durch eine Augenoperation des Künstlers etwas eingeschränkt ist. "... Heut sollst Du liebe Grüsse haben. Schreibe mir bald einmal über Dein Leben dort. Von unserem hier erhälst [!] Du ja stets diese Beweise! ... Der gnadenvolle Maien-Marien-Mond hat heute nun begonnen, / der herrliche! / im bräutlichen Blüten-Überschwang: / möge er beglücken / tief sälig [?] Herz und Seele, Dir offenbarend unnennbare Wonnen!" - Zwischendurch ein Satz einer Eva (Klein?): "Sie werden ahnen können, so glaube ich, wie selig ich bin. Eva." - Die Bildseite der Karte zeigt ein Farbfoto einer Landschaft bei Beuron, von Lechter handschriftlich untertitelt: "Dahlem-Karten-Gruss No. IV".

Estimate
€ 300   (US$ 341)


Hammer Price
€ 200 (US$ 227)


Lechter, Melchior
Ansichts-Postkarte Dez. 1928

Lot 2037

- (Lechter, Melchior). Eigh. Ansichts-Postkarte m. U. "ML". 1/2 S. (Berlin-) Dahlem-Dorf 22.XII.1928.

An Marga Oppenheimer in Garmisch. "Dahlem-Dorf in der Klappe ..., zur Mond-Dämmerstunde am warmen Ofen, aber mit 'förchterlicher' Kaffeeklappen-Feder! - Hurrah! Eben kommt eine neue! - Dies ist also die neue. Fabelhaft, unbegreiflich, es geht wie ein 'geölter Blitz'. - Also gestern Abend, nein Nacht, nein Morgen: 1 Uhr 25 Minut. das Traumland aufgesucht, dann erst die Widmung für Wolters vollendet. Am Vormittag den Brief dazu geschrieben ... Im Bett noch im Inselschiff gelesen: Hofmannsthal, Rilkes Briefe. An ein Kind sind sie, lieb, ganz Rilke ...". - Die Bildseite der Karte zeigt ein melancholisches Foto des Grunewaldsees. - Beiliegend ein Probedruck des von Lechter entworfenen Exlibris für Friedrich Wolters: ein Hase in den Fängen zweier Raubvögel) (15 x 15 cm).

Estimate
€ 400   (US$ 455)


Hammer Price
€ 300 (US$ 341)



Mondt, Richard
Postkarte + Beigabe

Lot 2038

- Mondt, Richard, Komponist und Dichter, Mitglied des George-Kreises, mit dem Maler Melchior Lechter eng befreundet (1873-1959). Eigh. Postkarte m. U. "Richard Mohr". 11/2 S. (Ruswil bei Luzern) 17.VI.1909.

An Melchior Lechter in Berlin. "... Langsahm [!] nähert sich die Vollendung Ihres Werkes! Man ist im Haus d. M. täglich davon angerufen. Ich bin gespannt und gebannt zu hören wie es sein und werden wird. Wie mühsahm [!] Alles zu Tage kommt. Ich bin Müde. Den seeligen [!] Göttern wie geht's? Was ist denn mit Frau Reichl? Sind die Guten in Rom oder Berlin? Grüßen Sie ... im Gedanke [!] an den Gedanke der wirkt und werkt ... Wird es wohl in B. zur Ausstellung des Werkes kommen?" - Dabei: Maria Thilo, Richard Mondts Lebensgefährtin und Muse, als Dichterin mit dem Künstlernamen Here Erdis (1872-1929). Eigh. Kunstpostkarte m. U. "Maria". 1 S. (im Umschlag verschickt). (Wohl Oberbergen bei Luzern), Silvester 1909/10. - Gleichfalls an Melchior Lechter. "... Bevor das neue Jahr hereintritt, drängt es mich Ihnen meinen armen aber reich empfundenen Dank der Seele auszusprechen. Wie war ich mit Richard in hoher Freude über das Botticelli Bild, und nun bekam ich noch eine so liebe Extragabe; nein das ist zuviel, das kann ich mir nicht verdienen. Gestern las ich die ganze Nacht in dem herrlichen Goethebuch, was erlebt man da in diesen keuschen Wahr-Stunden. - Aus Münster erhielten wir seelig beglückenden Odem. Oh! Diese froh sorgende Schwester Anna [Lechter]. Daß der Münsteraner Traum wohl zerfällt ist schmerzlich; doch wer wollte den Schicksalsstern anders lenken? Bald ist's Mitternachts-Jahreswende. Das stille Sofaplätzchen ist mit Tannenzweiglein belegt, damit der Freund hereinkommend seinen Platz findet ...". - Die farbige Bildseite der Karte zeigt Moritz von Schwinds Gemälde "Wieland der Schmied".

Estimate
€ 300   (US$ 341)


Hammer Price
€ 200 (US$ 227)



Vallentin, Bertold
Widmung in einem George-Buch

Lot 2039

[*] - Vallentin, Bertold. Ganzseitige eigh. Widmung m. U. "Bertold Vallentin". "Auf dem Rheine" 8.VII.1904. - Auf dem Vorsatzblatt des Buches: Baudelaire. Die Blumen des Bösen. Umdichtungen von Stefan George. 197 S., 1 Bl. 20,5 x 15 cm. Farbig gemusterter Pappband d. Z. (Kapitale geringfügig angeplatzt) mit rotem Rückenschild. Berlin, G. Bondi, 1901.

Erste Ausgabe. - Vorblatt mit seitenfüllender Widmung "Fuer Diana Tassis als ein abschied fuer wenige tage, ein zeichen waehrender schoenheit. Bertold Vallentin am 8. Juli 1904 auf dem Rheine... Gültiges Denkmal nun DER HEILIGEN STUNDE. Am achtzehnten Tage des Juli Monats eintausendneunhundertundvier ...". - Die Schauspielerin Diana Tassis, geboren 1877 als Feiga Rabinowicz, heiratete 1908 Berthold Vallentin. Dieser hatte im Juli 1904 George in Bingen besucht, woran unsere Widmung anknüpft (vgl. Gespräche mit Stefan George, S. 21). - Vallentin hat 1904 mit Friedrich Wolters, Friedrich Andreae und Kurt Hildebrandt eine Wohngemeinschaft in Berlin begründet. Bereits 1902 hatte er George kennengelernt und, durch ihn inspiriert, auch eigene Dichtungen veröffentlicht. Das Ehepaar gehörte zum engsten Freundeskreis Stefan Georges. Diana Tassis veranstaltete gemeinsam mit Freunden Karl Wolfskehls Aufführungen von dramatischen Dichtungen Georges. Im Herbst 1911, nach Kriegsausbruch 1914 und in den 1920er Jahren wohnte George mehrfach monatelang bei der Familie Vallentin, deren einziger Sohn Stefan, geboren 1909, nach dem Dichter genannt worden war. - Schönes Lebensdokument zwei enger George-Vertrauten. - Druck auf Bütten. - Landmann 161. - Vgl. Stefan George und sein Kreis 1728 ff.- Gut erhalten.


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€ 900   (US$ 1.026)


Hammer Price
€ 600 (US$ 683)



Wolfskehl, Karl
Brief 1930

Lot 2040

[*] "Welt zu Welt"
- Wolfskehl, Karl, Schriftsteller, Mitglied des George-Kreises (1869-1948). Masch. Brief mit eigh. U. "K Wolfskehl". 1 S. Mit Umschlag. Quer-gr. 8vo. München, Gabelsbergerstr. 49 II, 13.II.1930.

An den in die Schweiz ausgewanderten Maler, Schriftsteller und Komponisten Karl Georg Hemmerich (1892-1979) in Vevey, Schweiz. "... Ihr Widerhall auf meinen 'Überlieferungs'-Ruf hat mich sehr stark angerührt. Nicht Sie sprechen darin zu mir, sondern Welt zu Welt. Freilich sind Sie ein Verkünder der Ihrigen wie ich wenige kenne. Über die meine - wahr, falsch, Ausgangspunkt, Tiefenpunkt, Ziel, Absicht und all das stünde ausserhalb meiner Betrachtung als unerweislich, blut- oder schaubedingt - spreche ich zu Ihnen sobald ich Zeit habe. Es wird mir nicht leicht sein, aber sehr lieb, hierin mich Ihnen ganz zu offenbaren. Und es ist mir wichtig genug, über den Anlass hinaus, ja noch über unser Beider Freundschaft hinaus ...". - Wolfskehl wohnte seit Mai 1929 in der Münchner Gabelsbergerstraße bei dem Medizinalrat Dr. H. Sartorius, prakt. Arzt und Bahnarzt. - Oberhalb des Namenszuges Einriß im Papier, wohl durch Strich mit Füllfederhalter.

Estimate
€ 500   (US$ 570)


Hammer Price
€ 400 (US$ 455)



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