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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Bibliotheca Scholastica » to the Book Department
Bibliotheca Scholastica Catalogue Price EURO 15,00
Auction Date Wed, Apr 17, 15:00 CET


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Chapter Bibliotheca Scholastica, philosophica et patristica Theophili Unterbergensis (Lose 1001 - 1285) » Chapters

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Main Image Description Status
Gerson, Johannes
Opera

Lot 1131

Gerson, Johannes. Opera und Inventarium. Hrsg. von Peter Schott und Johann Geiler von Kaysersberg. 4 Teile in 3 Bänden. 240; 289, 1 w.; 397 (von 399) num., 1 w., 52 Bl. 2 Spalten. 50 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 14 x 11,6 cm. Format: 21,7 x 16,2 cm. Mit 4 wdhl. ganzseitigem Textholzschnitt und Initialspatien. Honigfarbenes Pergament des 20. Jahrhunderts (leicht geworfen, Vorsätze mit Binderstempel) mit goldgeprägtem RTitel. Nürnberg, Georg Stuchs, 1489.

Hain-Copinger 7623. GW 10716. Goff G-188 . Proctor 2263. Pellechet 5126. Schramm XVIII, 612. Schreiber 4103. Altés-Olivar 98. 99. Baumann, Stuchs, 16. Bodleian G-087. Borm 1116. Collijn 602. Ernst I/2 68. Finger 441. 442. Hartig 269. Hubay 874. Hummel-Wilhelmi 256. 257. Kaplan 218. Schäfer 140. Ohly-Sack 1209. 1210. Sack 1537. Schlechter-Ries 727. Sheehan G-64. Voulliéme 1153. Walsh 812. 813. Wilhelmi 248. 249. BSB-Ink G-185. CBB 1592. CIH 1403. IBE 2644. IBP 2355. IBS 522. IDL 1989. IGI 4240. ISTC ig00188000. Nicht im BMC und CIBN. – Vierte Ausgabe, der zweite Nachdruck der Straßburger Ausgabe von 1488, Vorbild für alle Folgeausgabe der Werke des beliebten französischen Theologen und Mystikers Johannes Gerson (1363-1429), der die Stelle des Kanzler an der Pariser Sorbonne inne hatte.
Der hübsche, vierfach wiederholte ganzseitige Holzschnitt zeigt den Autor als Jakobspilger mit seinem Wappenschild, Wanderstab und den ihn begleitenden kleinen Hund in der Felslandschaft. Im Hintergrund eine Stadt am Wasser. Der Holzschnitt des Monogrammisten "T" (auf dem Wappenschild im Herz) soll auf eine Vorlage Albrecht Dürers zurückgehen. "Alle Bände dieser vierten Ausgabe haben das gleich Frontispiz. Es ist, wie auch der Holzschnitt der Basler Ausgabe, vom Straßburger des Jahres 1488 beeinflußt. Als Schöpfer wird heute der junge Dürer anerkannt, der vor allem den Hintergrund veränderte. Er zeigt das Inntal bei Rattenberg, dessn Schloß Gerson von Herzog Albrecht von Bayern als Aufenthalt angewiesen worden war" (Schäfer). – Es fehlen zwei Blätter im zweiten Band (gG4-5), die Lage I ist im zweiten, die Lage ee im dritten Band verbunden. Das "Inventarium" findet sich am Anfang des Werkes im ersten Band beigebunden. Stellenweise leicht gebräunt, Band III etwas stärker, vereinzelt gering stock- und wasserfleckig, einige ältere Einträge, hin und wieder kleine Papierläsuren, teils restauriert, das Frontispiz mit dem Holzschnitt vom "Inventarium" mit restaurierten Rissen und kleinen Ausbrüchen (wenig Darstellungsverlust), sonst sind die Holzschnitte sehr schön, nur gelegentliche gebräunt oder fleckig, einer bemerkenswert sauber und weiß.

Estimate
€ 2.600   (US$ 2.963)


Hammer Price
€ 2.400 (US$ 2.735)


Gesner, Conrad
Historiae animalium

Lot 1132

Gesner, Conrad. Historiae animalium. 4 Teile in 3 Bänden. Mit Holzschnitt-Portrait, Wappenholzschnitt, 5 teils wiederholten Holzschnitt-Druckermarken und über 800 teils ganzseitigen Textholzschnitten. 39 x 24 cm. Blindgeprägte Lederbände d. Z. (etwas disparat gebunden und im Format minimal abweichend; fleckig und berieben, teils mit Schabspuren, Kapitale teils restauriert) mit goldgeprägten Eckfleurons und Deckelvignette bzw. blindgeprägter Mittelarabaske im Oval. Zürich, Froschauer, 1551-1558.

VD 16 G 1723, 1724, 1730 und 1738. Nissen ZBI 1549, 1550, 1553 und IVB 349. Wellisch A 23.1, 24.1, 25.1 und 26.1. PMM 77. – Erste Ausgabe der ersten vier Teile der fünfbändigen Historia animalium, die 1551 bis 1587 bei Froschauer erschien. Band I: De quadrupedibus viviparis. Band II: De quadrupedibus oviparis. Band III: De avium natura. Band IV: De piscium et aquatilium animantium natura. Es fehlt lediglich der abschließende Teil V über die Schlangen, der erst 1587 erschien und nur 85 Druckseiten umfasste. "His History of animals, is an encyclopedia of contemporary knowledge, intended to replace not only medieval compilations but even Aristotele's work of the same title. Like any modern encyclopaedist Gesner drew upon the best sources of information available to him, and also borrowing a great deal from his predecesors ... Gesner's encyclopedia was enriched by crude but often lively woodcuts. Most were prepared specially for this work" (PMM). Der Teil II ist diesem Exemplar irrig hinter Teil III gebunden. – Titel von Teil I etwas gelockert, im unteren Rand gestempelt, mit Randläsuren und komplett aufgezogen. Vereinzelte schmale Wasserränder. Titel von Teil III im unteren weißen Rand mit größerer ergänzter Fehlstelle, das erste Blatt dort im unteren Rand gestempelt. Wenige vereinzelte Annotationen. Alle drei Bände mit Griffregister. Schönes und kaum fleckiges Exemplar.

Estimate
€ 12.000   (US$ 13.679)


Hammer Price
€ 12.000 (US$ 13.679)


Gesner, Conrad
Historiae animalium libri IIII

Lot 1134

Gesner, Conrad. Historiae animalium libri IIII. Qui est de piscum & aquatilium animantium natura. Cum iconibus singulorum ad vivuum expressis. Band IV (von 5). 20 Bl., 1297 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und über 600 teilweise ganzseitigen Textholzschnitten. 37,5 x 24 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas berieben und fleckig, Kapitale restauriert) über Holzdeckeln mit 4 erneuerten Schließbeschlägen und 2 erneuerten Messingschließen. Zürich, Christoph Froschauer d. Ä., 1558.

VD16 G 1738. Adams G 538. STC 358. Nissen 1553. Rudolphi 487. – Erste lateinische Ausgabe des vierten Bandes der Gesnerischen Naturgeschichte. Die schönen Holzschnitte zeigen in beeindruckender Weise verschiedene Fische und eine Vielzahl weiterer Meeresbewohner wie Krebse, Schnecken, Muscheln, Seeschlangen und merkwürdig anmutende Seeungeheuer. Die sprechende Druckermarke "zeigt vor einem kräftigen Weidenstamm mit angeschnittener Krone ... [einen] nackten Knaben auf einem großen nach rechts gerichteten Frosch. Darum tummeln sich zahlreiche kleinere Frösche. Im Hintergrund eine weite Seee- und Gebirgslandschaft, die an den Zürichsee denken läßt" (Wendland, Signette, S. 239, vgl. Nr. 4). – Titel vollständig hinterlegt und mit gestrichenem Besitzvermerk. Blatt a2 im Rand restauriert und ergänzend angesetzt (ohne Textverlust). Stellenweise etwas stärker feuchtrandig. Leicht gebräunt, minimal braunfleckig, selten mit Textunterstreichungen in roter Tinte. Ohne den vorderen fliegenden Vorsatz.

Estimate
€ 2.800   (US$ 3.191)


After-Sales Price
€ 1.362   (US$ 1.552)


(Sale closed.
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Gesner, Conrad
Lexicon Graecolatinum novissime

Lot 1135

Gesner, Conrad. Lexicon Graecolatinum novissime ab innumeris mendis recognitum, & insigni accessione auctum. 464 nn. Bl. Mit kolorierter Holzschnitt-Titelbordüre von Hans Hermann nach Hans Holbein d. J., zahlreichen Holzschnitt-Initialen und Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 34,5 x 22 cm. Schweinsleder d. Z. über Holzdeckeln (etwas fleckig und berieben, Rückenbezug mit sehr kleinem Brandloch) mit 8 Messingbeschlägen und 2 intakten Messingschließen. Basel, Hieronymus Curio, August 1545.

VD 16 G 1751. Adams G 457. STC 358. Wellisch A 1.4. Haebler II, 15, 20 und 19, 5. – Vierte Ausgabe, die zweite bei Curio, von Gessners erstmals 1537 erschienenem Erstlingswerk, die erste mit Nennung seines Namens. "For this edition, on the title page of which he was named for the first time as the editor, Gessner had to repeat much of his original work since the first manuscript had disappeared ... He dedicated the work to his benefactor Diego Hurtado de Mendoza, the imperial ambassador to Venice, in whose library he had studied the sources for this edition of the dictionary" (Wellisch). – Titel etwas fingerfleckig, verso an mehreren Stellen hinterlegt, die Titelbordüre wohl etwas später koloriert. Insgesamt etwas gebräunt und leicht fleckig, Blatt eee6 im unteren Rand lädiert, das Schlussblatt mit der Druckermarke fleckig und mit etwas größerem hinterlegtem Randeinriss, einige Blatt mittig mit etwas größerem Braunfleck. Ganz vereinzelte Annotationen, vorderes Innengelenk verstärkt. Breitrandiges Exemplar in einem zeitgenössischem Einband mit auf das Jahr 1544 datierter Tugend- und Mittelrolle (Portraitmedaillons und Blattwerk). Die Beschläge möglicherweise etwas späteren Datums.

Estimate
€ 1.800   (US$ 2.052)


Hammer Price
€ 1.100 (US$ 1.254)



Gonet, Jean-Baptiste
Clypeus Theologiae Thomisticae

Lot 1136

Gonet, Jean-Baptiste. Clypeus Theologiae Thomisticae. Editio sexta ab authore recognita ... accedit etiam tomus sextus, continens manuale Thomistarum. 5 Bände. Mit 5 wiederholten Holzschnitt-Titelvignetten. Titel in Schwarz und Rot. 34,5 x 21,5 cm. Moderne Lederbände mit Blindfileten auf den Deckeln und goldgeprägtem RSchild. Leiden, Anissonios und Jean Posuel, 1681.

Leidener Foliodruck des zuerst 1659 bis 1669 in Bordeaux in 16 Bänden erschienenen Hauptwerks des französischen Dominikanerpaters Jean-Baptiste Gonet (um 1616-1681). Gonet gilt neben Johannes a Sancto Thoma (1589-1644) als der bedeutendste Vertreter des Thomismus im 17. Jahrhundert. – Etwas gebräunt und stockfleckig, Titel mehrfach gestempelt. Band VI mit Braunfleck in der unteren rechten Ecke. Sonst wohlerhalten. Zweispaltiger Druck.

Estimate
€ 450   (US$ 513)


After-Sales Price
€ 300   (US$ 341)


(Sale closed.
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Graduale ebroicense
ad usum ecclesiarum quae officio Canonico non t...

Lot 1137

(Graduale ebroicense ad usum ecclesiarum quae officio Canonico non tenentur. Proprium de tempore pars hyemalis). Teil I (von 2) in 1 Band. 236; XLIII, XXII S. (ohne Titelei). Mit einigen Metallschnitt-Initialen, Druck der Noten und Texte in Schwarz und Rot. 51 x 33 cm. Dunkelbraunes Kalbsleder d. Z. (beschabt, bestoßen, Rücken und Lederbezug mehrfach alt ausgebessert, kleine Fehlstellen) über schweren Holzdeckeln mit blindgeprägten Dreifachfileten und mit 8 Buckelbeschlägen aus geschmiedetem, gehämmerten Messing, 2 Stilzapfen auf dem Rückdeckel sowie 6 Kantenbeschlägen (vier oben, zwei durchgehende unten, etwas zerbeult) und mit 2 langen breiten Lederschließlitzen mit Beschlägen zu Einhaken auf die Stilzapfen (Paris, Bibliopolis Ebroicensium, 1740).

Äußerst imposantes katholisches Messbuch zur Feier der Liturgie. Vorliegt der Winterteil, gedruckt auf besonders festem Papier mit großen Lettern und romantischer Quadratnotation und eingebunden in einen gewaltig großen und schweren zeitgenössischen Ledereinband über massiven Holzdeckeln. Ein suggestives Ausstellungstück, das einst auf den großen hölzernen Pulten im Chor einer Kirche oder Kathedrale ausgelegt wurde und woraus der ganze Mönchschor zusammen die Liturgie ablesen und singen konnte. – Ohne die Titelei, Text augenscheinlich vollständig, teils fleckig, Innengelenke und einige Stellen älter restauriert, Bindung etwas gelockert, teils mit leichten Gebrauchsspuren, wenigen Papierläsuren, meist gut erhalten.

Estimate
€ 600   (US$ 683)


Hammer Price
€ 550 (US$ 627)


Gratianus
Decretum. (cum apparatu Bartholomaei Brixiensis...

Lot 1138

Gratianus. Decretum (cum apparatu Bartholomaei Brixiensis omnia a Sebastiano Brant edita). 520 nn. Bl. (le. w.). 2 Spalten, Text von Kommentar umgeben. 67 Zeilen. Got. und etwas rom. Typ. Schriftraum: 170 x 119 cm. Format: 22 x 15 cm. Mit großem, 2/3-seitigem Holzschnitt auf Blatt a1 verso. Text in Schwarz und Rot gedruckt mit eingedruckten, bis zu 8-zeiligen Initialen (Lombarden). Dunkelbraunrotes Kalsbleder d. Z. (beschabt und berieben, mit Wurmlöchlein, kleinen, sauber und fachmännisch restaurierten Läsuren und Fehlstellen, Rücken erneuert, neu aufgebunden) über schweren Holzdeckeln mit reicher Blindprägung und 2 Messingschließen (Lederlitze und Rückdeckelbeschläge im Stil d. Z. erneuert) sowie Eisenöse auf dem Rücken oben mit 7-gliedriger Kette und Ring, alter Schnittitel. Basel, Johann Froben, 13. VI. 1493.

Hain-Copinger 7912. GW 11377. Goff G-384. Proctor 7757. Pellechet 5332. Schreiber 4117. Schramm XXII, 28. 46. 1106. Kaufmann-Nabholz 738. Sebastiani, Froben 4. Hubay 428. Kind 1303. Madsen 1763. Ohly-Sack 1264. 1265. Sack 1596. Sallander 1738. Schlechter-Ries 776. Sheehan G-135. Stewing 47. Voulliéme: 478. Walsh 1225. Zdanevyč 214. CIH 1457. IBE 1791. IBP 2462. IDL 2049. IGI 4410. BMC III, 790. BSB-Ink G-278. ISTC ig00384000. – Fünfte Basler, die erste bei Johann Froben gedruckte Ausgabe dieses bedeutenden Kirchenrechtswerkes, in dem der bologneser Kamaldulensermönch Flavius Gratianus (gest. vor 1160) um das kirchenrechtliche Wissen und Schrifttum aus verschiedenen Sammlungen zum ersten Mal wissenschaftlich zusammentrug, womit er zum Begründer der kanonischen Rechtswissenschaft wurde. Gratians Quellen waren u. a. das Römische Recht Justinians, die Heilige Schrift, die Papstbriefe (Dekretalen), Konzils- und Synodalakten sowie ältere Rechtssammlungen. Das "Decretum" wurde zum kanonischen Recht, es bildet den ersten Teil des Corpus juris canonici. Aus den Vorträgen, welche Gratian in der Mitte des 12. Jahrhunderts zu Bologna hielt, erwuchs somit ein Lehrbuch, welches der Autor selbst Concordia discordantium canonicum nannte. Das Werk ist jedoch weit mehr als eine systematische Sammlung des kirchenrechtlichen Stoffes. Die zahlreichen Stellen der "Canones" und Texte der Kirchenschriftsteller werden durchweg als "Auctoritäten" mitgeteilt und bilden entweder die Beweise der aufgestellten Lehrsätze oder Anlass zu harmonisierenden Interpretationen. Nicht zuletzte durch die Lehrtätigkeit des Gratian wurde das Kanonische Recht an der Rechtsschule von Bologna wissenschaftlich gelehrt und weiterentwickelt.
Der hübsche Autorenholzschnitt des Verardus-Meisters zeigt den Kirchenvater Gratianus im spätgotischen Gewölbe seiner Studierstube mit Flamboyant-Maßwerk, wie er seinen Text verfasst, während eine Schaar von Kirchenlehrern, darunter Päpste, Kardinäle und Bischöfe, ihm ihre weit geöffneten Bücher zur Kompilation entgegen strecken. In einer Guilloche-Ranke wird die Szene von den vier Kirchenvätern links - und den vier Evangelisten rechts flankiert, die ebenso als Gewehrsmänner für die Verschriftlichung des göttlichen Gesetzes dienen - jeweils mit einem Buch in Händen. Darunter ist das Gedicht des Sebastian Brant abgedruckt in Rot und Schwarz. – Sehr gutes und genuin erhaltenes, wenn auch im Einband fachmännisch restauriertes Exemplar. Vorsatz mit altem Papier erneuert (hübsches Wasserzeichen "Einhorn"). Sauberer Druck auf festem Büttenpapier. Das erste Blatt leicht fingerfleckig und sonst im Block leichmäßig leicht gebräunt, kaum fleckig. Einige wenige Blatt in den Außenrändern etwas wasserrandig. Die ersten 50 und die letzten 10 Blatt mit Wurmlöchern in Rand und Text. Blatt C6 mit kleinem Eckabriss ohne Textverlust. Im Bug etwas knittrig. Einige wenige alte Kennzeichnungen. Wohlerhaltenes Exemplar ohne Beschädigungen, Risse oder Fehlstellen. Der bemerkenswert schöne spätgotische Ketteneinband ist mit rechteckig und diagonal verlaufende Streicheisenlinien geziert, in den Feldern reichhaltige Blindprägungen mit Blüten- und Lilienstempeln. Ketteneinbände verwendete man meist in Klöstern und Kirchenbibliotheken. Die Mönche befestigten bei häufig zu gebrauchenden Büchern Ketten an den stabilen Holzdeckeln, die sie entweder mit einem Kettenhaken oder einem Kettenring an das Buchpult hingen und das Buch somit am Lesetisch fixierten und dadurch gegen Diebstahl schützten. Auf überlieferten Illustrationen sieht man die Ketteneinbände auch häufig aufgereiht an Balken hängen. Ketteneinbände sind äußerst rar, da sie meist, da nicht mehr benötigt, dann demontiert wurden.
Das Exemplar stammt aus Kobelin (Kobylin, in der heutigen Wojewodschaft Großpolen), der Titel mit altem Besitzvermerk in schwarzer Tinte: "Ex Biblioteca Cobylinen[sis]".

Estimate
€ 5.000   (US$ 5.699)


After-Sales Price
€ 3.800   (US$ 4.332)


(Sale closed.
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Gregor I., Papst
Moralia in Job

Lot 1139

Gregor I., Papst. Moralia in Job. 328 (statt 329) Bl. 2 Sp. 56-58 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 28,7 x 18,2 cm. Format: 35 x 25,5 cm. Mit 36 8-12zeiligen Fleuroné-Initialen in Rot, Blau und Grün, sehr zahlreichen Lombarden und Kapitalstrichelung in Rot und Blau. Moderner Lederband. (Köln, Konrad Winters, um 1476; nicht nach 11.VI.1478).

Hain-Copinger 7927. GW 11431. Goff G-429. Proctor 1177. Pellechet 5377. Bodleian G-219. Borm 1191. Hartig 288. Madsen 1792. Nentwig 183. Ohly-Sack 1289. Sack 1629. Voulliéme 483. Walsh 396. Wilhelmi 263. Zedler 316. BMC I, 246 . BSB-Ink G-317. IDL 2096. ISTC ig00429000. – Dritter Druck und erste Kölner Ausgabe seines 35 Bücher umfassenden Kommentars zum Buch Hiob, interpretiert nach dem Prinzip des dreifachen Schriftsinns. Zugleich wohl einer der frühesten Kölner Druck aus der Offizin Konrad Winters von Homberg, dessen Tätigkeit für die Jahre 1476 bis 1482 nachgewiesen ist. Winters lernte sein Handwerk bei Ulrich Zell, dem ersten in Köln niedergelassenen Drucker, der seine Ausbildung wiederum bei Peter Schöffer in Mainz absolvierte. Zells Ausgabe von Johannes Chrysostomos Schrift Super psalmo quinquagesimo aus dem Jahr 1466 gilt als das erste in Köln gedruckte Buch, bis zum Jahr 1500 sollten noch rund 1280 weitere Drucke folgen. Die drucktechnische Nähe zwischen Zell und Winters spiegelt sich in der auffallenden Ähnlichkeit der von beiden verwendeten Lettern, der sogenannten Gersontype, von der Winters nach seiner Lehrzeit wohl einen Satz durch Kauf oder Schenkung von Zell erhielt. Später ließ Winters einige Lettern neu gießen, wodurch es zu minimalen Abweichungen kommt. Ein Glücksfall für die analytische Druckforschung, da sich ihre manchmal - so wie hier - unfirmierten Druckwerke ansonsten kaum voneinander unterscheiden lassen. – Es fehlt das erste Blatt der Lage o. Die ersten ca. 30 Blatt mit (abnehmendem) Feuchtigkeitsfleck mit schwachen Sporflecken im unteren Rand, die stärker betroffenen ersten fünf Blatt dort hinterlegt, das Papier dort etwas fragil und teils mit Randeinriss. Blatt dvii mit Riss im weißen Seitenrand, Blatt ki und ii mit Randnotizen (etwas beschnitten), einige Blatt gleichmäßig etwas gebräunt. Am Schluss etwas fleckig und leicht wurmstichig. Bis auf den Feuchtigkeitsschaden zu Beginn von sehr schöner Erhaltung und mit über 30 dekorativen, mit Federwerk weit auslaufenden Fleuronéinitialen reich geschmückt.

Estimate
€ 4.500   (US$ 5.130)


After-Sales Price
€ 3.000   (US$ 3.419)


(Sale closed.
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Gregor I., Papst
Opera omnia

Lot 1140

Gregor I., Papst. Opera omnia. 2 Bände. 54 Bl., 1470 Sp.; 1626 Sp. Mit 4 Holzschnitt-Druckermarken. 37 x 24,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Rücken weiss übermalt, etwas berieben und leicht bestoßen) über Holzdeckeln mit hs. RTitel und 4 (1 defekte) Messingschließen. Basel, Froben und Episcopius, 1564.

Adams G 1171. Graesse III, 150. – Seltene zweite bei Froben in Basel erschienene Werkausgabe des bedeutenden Papstes, dessen Kirchenpolitik die Christianisierung der Angelsachsen begründete und die Bindung des Frankenreiches an den Papst festigte. – Titel mit Besitzvermerk des Jesuitenkollegs in Neuburg an der Donau. Der erste Band anfangs und gegen Ende, der zweite durchgehend mit Feuchtigkeitsspuren, die letzten drei Blätter und die hinteren Innendeckel beider Bände mit kleinen Wurmspuren. – Dabei: Derselbe. Opera omnia. Band I (von 2). 54 Bl., 1470 Sp. Mit 2 Holzschnittdruckermarken. 37,5 x 25,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Rücken mit Montierungsresten eines Schildchens, etwas berieben, leicht fleckig) über Holzdeckeln mit 4 Schließbeschlägen (ohne die beiden Schließen), Schnitttitel. Basel, Froben und Episcopius, 1551. - VD16 G 3124. Adams G 1170. - Erste bei Froben erschienene Ausgabe. - Titel mit zwei hs. Besitzvermerken, leicht fingefleckig, kleine Wurmspur im rechten Seitenrand, sonst wohlerhalten.

Estimate
€ 600   (US$ 683)


Hammer Price
€ 400 (US$ 455)



Gregorius I., Papst
Opera omnia

Lot 1141

Gregorius I., Papst. Opera omnia. Ad manuscriptos codices Romanos, Gallicanos, Anglicanos emendata, aucta, & illustrata notis. Studio & labore monachorum ordinis Sancti Benedicti, e congregatione Sancti Mauri. Bände I-III (von 4). Mit 3 gestochenen Titelvignetten und wenigen gestochenen Textvignetten. 41 x 26 cm. Marmoriertes Leder d. Z. (teils stark berieben und beschabt, Band I mit Nagerspuren, Gelenke teils geschwächt). Paris, C. Rigaud, 1705.

Graesse III, 150. - Wetzer/Welte V, 1091. – Werkausgabe des bedeutenden Papstes Gregorius Magnus. "Nachdem eine Menge anderer Ausgaben ... erschienen waren, wurde von den Maurinern zu Paris 1705 die augezeichnetste in vier Folianten zu Tage gefördert" (Wetzer/Welte). – Band I und II im Seitenrand mit Mäusefraß (kein Textverlust). Oftmals im Seitenrand mit Wurmspuren und mit nachgedunkelten Feuchtigkeitslflecken.

Estimate
€ 300   (US$ 341)


After-Sales Price
€ 200   (US$ 227)


(Sale closed.
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