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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Valuable Books » to the Book Department
Valuable Books Catalogue Price EURO 15,00
Auction Date Tue Apr 7, 15:00 CET


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Lot 1032 Hollen, Gottschalcus
Praeceptorium divinae legis
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Hollen, Gottschalcus. Praeceptorium divinae legis. 249 (statt 250, ohne das erste weiße) Bl., gez. I-CCXL (teils irrig). 2 Spalten. 44-45 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum 16,5 x 11,8 cm. Format 21,4 x 16 cm. Mit Initialspatien. Braunes Leder (Kapitale abgerissen, Gelenke leicht brüchig, nur minimale Bezugsfehlstellen, beschabt und bestoßen) über schweren Holzdeckeln mit reicher Blind- und (oxidierter, teils abgeriebener) Goldprägung (ohne die Schließen). Nürnberg, Anton Koberger, 22.IX.1497.

Hain-Copinger 8769. GW 12894. Goff H-297. Proctor . Pellechet 6041. BSB-Ink H-319. CIBN H-172. Borm 1373. Ernst I,1 246. Günther 2094. Madsen 2000. Nentwig 218. Sack 1856. Voulliéme 1121. IBE 2930. IBP 2839. IBS 642. IGI 4794. ISTC ih00297000. Nicht im British Museum Catalogue (BMC). – Die vierte Ausgabe des Hauptwerks von dem aus Körbecke bei Soest stammenden Augustiner-Eremiten Gottschalk Hollen (1411-1481): "Nach Studienjahren (seit 1435) in Perugia und Siena wirkte Hollen lange Jahrzehnte, nachweislich seit 1457, als Lektor der Theologie und Prediger im Osnabrücker Konvent. 1465 ist er auch als Distriktsvikar seines Ordens für Westfalen bezeugt. Als Theologe ist Hollen ein typischer Vertreter der via antiqua im Sinn der an Ägidius Romanus orientierten älteren Augustinertheologen. Dabei war seine wissenschaftliche Tätigkeit nicht spekulativ, sondern pastoral ausgerichtet. Seine Bedeutung lag vornehmlich auf dem Gebiet der Predigt. Seine Sermones erweisen ihn als lebensnahen Volksprediger voll kraftvoller Überzeugung und unermüdlichem Eifer. Sie zeichnen sich durch ihre in Schrift und Tradition verankerte Lehre aus. Zum Beispiel betont Hollen in seinen Ausführungen über die verdienstlichen Werke deren Verwurzelung in der Gnade Christi und deren Mängel, empfiehlt den Laien die Bibellesung, übt freimütig Kritik an kirchlichen Mißständen und zeigt kluge Zurückhaltung gegenüber Berichten von Visionen und Privatoffenbarungen" (NDB IX, 541).

Der vorliegende Koberger-Druck ist der erste Nürnberger, ihm gingen seit der Erstausgabe von 1481 drei Kölner Drucke voran, und zwar von Johann Guldenschaff (1481 und 1484) sowie von Johann Koelhoff d. Ä. (1489). – Es fehlt das erste weiße Blatt (a1) aus dem hier dem Werk vorangebundenen Register, der "Tabula" (a10). Innengelenke restaurierend überarbeitet, vereinzelt etwas braun- oder feuchtrandig, wenige Initialspatien mit Tintenbuchstaben, vereinzelte Tintenanmerkungen, meist sauber und frisch, auf festem Papier. Der bemerkenswert schöne zeitgenössische Einband ist ganz im Stil der Inkunabelzeit mit Streicheisenlinien in Rautenfelder geteilt mit auf dem Vorderdeckel Eichenlaub-Blattwerk-Stempeln (wohl einstmal in Goldprägung), kleine Blüten in den quadratischen Eckzwickeln, der Rückdeckel ist in der Mitte mit Streicheisenlinien in Sternform geziert, in den vier Kompartimenten ein weiterer Blütenstempel.

Estimate
€ 4.400  

(US$ 5.060)
(GBP 3.828)
(CHF 4.664)


Lot 1032 Hollen, Gottschalcus
Praeceptorium divinae legis
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