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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Manuscripts, Incunables » to the Book Department
Manuscripts, Incunables Catalogue Price EURO 15,00
Auction Date Tue Apr 16, 16:00 CET


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Main Image Description Status

Äthiopische Gebetbuch
Ge'ez Handschrift auf Pergament. Um 1840

Lot 821

Äthiopisches Gebetbuch. Ge’ez-Handschrift auf Pergament. 2 Teile in 1 Band. 80 nn. Bl. 13 und 21 Zeilen. Text in Schwarz und Rot. Ca. 17 x 11,5 cm. Holzdeckelband mit Hanfschnur-Kordelbindung über offenem Rücken (gering berieben). Äthiopien um 1860.

Einfaches, sehr ordentlich geschriebenens kleines Gebetbuch eines äthiopischen Christen in Ge’ez Schrift in schwarzer und roter Tinte auf festem, wie gewöhnlich leicht öligem Pergament. Der erste Teil mit den Gebeten nach den Evangelien mit Teilen aus dem Psalter, Gebete und Marienoffizien, der zweite enthält weitere, nicht kanonische Gebete. Geschrieben von mindestens zwei verschiedenen Händen. Wie üblich wurden die Zeilen durch kleine Nadelstiche vorgegeben und die Linien dann mit dem Griffel gezogen. Textanfänge und Hervorhebungen sind in roter Tinte eingemalt. – Die ersten beiden Vakat-Blätter mit persönlicher Eintragung, womöglich Besitzvermerk des Eigners, blasse unleserliche Stempelspur. Nur geringe Gebrauchsspuren, wie üblich etwas gebräunt, einige Pergamentlöcher von Knorpelausschnitten, insgesamt schönes Exemplar.

Estimate
€ 300   (US$ 341)


Horae polscae Beatae Mariae Virginis
Polnische Stundenbuchhandschrift auf Pergament,...

Lot 822

Horae polscae Beatae Mariae Virginis. Polnische Stundenbuchhandschrift auf Pergament. Geschrieben in einer gebrochenen Gotica Textura in schwarzer Tinte auf rot durchreglierten Spiegeln. 86 nn. Bl. (davon d. e. und die 3 le. w.), handschriftlich später nummerierte 1-172. 1-2 Spalten. 25 bzw. 17 Zeilen. Schriftraum: 10 x 6,2 cm. Format: 16,4 x 12 cm. Mit zahlreichen großen Initialen und Hunderten von Zeilenfüllern in Gold und Farben, durchgehender Rubrizierung mit kleinen Initialen in Gold, in Rot und Blau mit Federwerk sowie gelber Versalstrichelung. Mit 25 großen, bis zu 18-zeiligen Initialen in Farben und meist auf Goldgrund, 19 (1 großen, 18 kleineren) szenisch-figürlichen Vignetten, 8 großen szenischen Darstellungen sowie 6 ganzseitigen, 7 großen und 22 kleinen Miniaturen, ferner 38 großen Figuren von Heiligen etc. an den Randern, rahmendes Rankenwerk um jede Seite mit Goldpunkten, floralen Elementen und reich belebt mit Menschen und Tieren, alles großzügig in Blatt- und Pinselgold sowie feinsten, leuchtenden Gouache-Farben. Pergament der Zeit über abgefasten Holzdeckeln mit reicher geometrischer Rückenvergoldung und blinden Innenkantenriefeln sowie 2 Messingschließen, ferner auf den beiden Deckeln jeweils eine massive, reich gezierte, teils vergoldete, teils versilberte Messingplatte, auf dem Rückdeckel mit vier Rundbuckeln aus hellroten petrifizierten Korall-Edelsteinen. Polen, Posen (Poznań) um 1910.

Polnisches Stundenbuch im Stil der französischen "Livre d'heures" in überaus reicher, verschwenderischer Luxus-Illumination, die sich allerdings von den üblichen Vorbildern im mittelalterlichen Herbst in der Ile-de-France oder den Niederlanden abhebt und zu eigener künstlerisch Interpretation findet. So ist auch die Anordnung der Texte teils individuell eingerichtet, ein Kalendarium gibt es nicht, ebenso das Totenoffizium. Den Textspiegel flankieren von den phantasievollen Bordüren einbezogen zahlreiche Darstellungen von Heiligen mit ihren Attributen, wobei vor allem typische polnische Schutzheilige erscheinen, darunter Bogumil, Florian, Jadwiga, Jacek, Kunigunda und viele mehr. Die sechs ganzseitigen Miniaturen zeigen eine Sacra Conservatione mit Maria, von Heiligen umgeben, ferner Christus in Gethsemane, die Kreuzigung Christi auf Golgatha, Sankt Stanislaus, Mariae Verkündigung, und die Assumption, die Himmelfahrt Mariae mit ihrer Aufnahme in den Himmel und Krönung durch Gottvater, Sohn und Heiligem Geiste.
Die großen Miniaturen (ca. 8,5 x 6 cm) mit Szenen wie Darbringung im Tempel, Verkündigung an die Hirten, Gemeinschaft der Pharisäer, Jesus reiten nach Jerusalem am Palmsonntag (sehr suggestive, perspektivische Szene), Verklärung Christi auf dem Berg Tabor, das letzte Abendmahl, Kreuzigung mit Maria und Johannes etc.

Von den 22 kleinen Miniaturen sind 14 als Lunettenminiaturen (ca. 4,5 x 6 cm) in den Ornamentbogen der Kapitelanfänge einbeschrieben, sie zeigen Szenen wie die Taufe Christi, die Opferung Isaaks, Johannes auf Patmos, König David mit der Lyra, Christi Geburt, Auferstehung als Christus Triumphans, der lehrende Christus im Tempel... Hinzu kommen die als Endstücke gestalteten Miniaturen im Querrechteck (ca. 5,2 x 8,4 cm), darunter die Kreuztragung, Himmelfahrt Mariae ... Auch die großen und kleineren Initialen sowie die Goldvignetten sind meist noch mit weiteren entzückenden biblischen Szenen ausgestaltet wie etwa Verrat Petri, Pfingstwunder aber auch zu Andachtsbildern verkürzte Szenen wie die Madonna Galaktotrophusa, der Gnadenstuhl, Segnender Heiland und so weiter. Eine Seite ist mit einem kleinen Totentanz ausgestattet in 8 Bildern, darunter 6 Vignetten und 2 Initialen: Der Sensenmann als Gerippe holt den Ritter, den Handwerker, den Wucherer, die hübsche Jungfrau ebenso wie den alten Bettler, den Papst ebenso wie den Kaiser ins Reich der Toten ab.

Nicht zuletzt verdienen auch die fein ausgestalteten Bordüren besondere Beachtung, winden sich in den Akanthusschlingen, in den Blatt- und Knospenwerk doch nahezu unzählige kleine apotropäische Gestalten, Monster, Teufelchen, Mönche und Nonnen, Kinder und Menschen, die wiederum zu kleinen biblischen Szenen gruppiert sind - wie etwa die Hochzeit zu Kana, Christus als Hirte, Anbetung des Kreuzes durch die himmlischen Heerscharen, Christus in der Vorhölle, Lamm Gottes auf dem Weihaltar oder etwa Christi Wohnstube, in der Maria am Spinnrad sitzt, während der kleine Jesusknirps seinem Vater bei Tischlerarbeiten zuschaut und dahinter ein Engel den Boden fegt.

Die Illumination ist zumeist in kostbarsem Blattgoldgrund hinterlegt, aber auch Pinselgold kam für die winzigen Szenen zum Einsatz sowie die gesamte Palette der leuchtendsten, frischesten Farben von Nacht- zu zartem Himmelblau, Rot, hin zu Orange, feinstem, tonigen Lila und Violett, allen möglichen Grüntönen etc., immer wieder durchsetzt von Goldpunkten, Goldbuchstaben und ornamentalen Mustern.

Am Schluss wird um den Segen der obersten polnischen Kirchenherren - und seiner Heiligkeit des Papstes Pius X. (1835-1914) gebeten, was die Datierung zum Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts erlaubt: "Florayana der Bischof von Gnesen und Bischof von Posen, der Heilige Bozicielko und die Heiligen Patrone von Polen mögen für uns beten Amen" (Floryana arcybiskupa gnieźnieńskiego biskupa Poznanskiego. Swieta Boza Bodzicielko i Swieci Patronowie Polski modlciesie za nami Amen).

Einband:
Die überaus reich gezierten, massiven Deckelplatten aus Messing zeigen auf dem Vorderdeckel ein Gitter aus Kreuzblumenbändern (Tempelritterkreuze im Korbreif mit kleinem Mittelkreis), die die Platte außen umgeben und in den Ecken jeweils ein Feld umgrenzen. In jedem dieser vier Felder erscheint ein reliefgearbeitetes, vergoldetes Evangelistensymbol für Matthäus (unten links der geflügelte Mensch), Markus (oben links der geflügelte Löwe), Lukas (oben rechts der geflügelte Stier) und Johannes (unten rechts der Adler).

In dem kreuzförmigen Raum dazwischen ist Christus am Kreuz dargestellt, das Kreuz vergoldet, ebenso der Lendenschurz und das Suppedaneum, während der Leib des Gekreuzigten selbst versilbert wurde, ebenso das "INRI"-Schild sowie oben die Büste Gottvaters und unten die Taube als der Heilige Geist. Links und rechts unter dem Kreuz füllen wilde Akanthusschlingen den punktgehämmerten Grund, auf ihnen sitzt jeweils ein Paradiesvogel (wohl Pelikan) und unten zwei Wildtiere (wohl Rehe), allesamt Symbole für die Reinheit des Herren, für sein Martyrium und seine Auferstehung (vgl. die entsprechende christologische Ikonographie).

Den Rückdeckel bestimmt die Rautenform mit der Gestalt der thronenden Maria nach der Ikonologie der byzantinischen Hodegetria-Darstellungen: Die in Silber gegebene Maria hält den ebenfalls versilberten kleinen Jesusknaben im Schoß, während der Thron in Gold gehalten wurde. Der Bildgrund besteht hier aus einem durch Doppelfileten gezogenen silbernen Muster von Rauten, die jeweils eine stilisierte Blume und einen Stern zeigen. In den Außenzwickeln erscheinen vier weitere Fabeltiere, und auf den radial in die Ecken weisenden Bändern ist mittig jeweils ein korallfarbener Edelstein eingelassen, rund-oval gefasst von Korb- und Blütenreif.
Der Einband ist unten im Rand und auf dem Rückdeckel im linken unteren Zwickel signiert: "BLACHIAK". – Wohlerhalten und kaum mit Gebrauchsspuren, durchgehend sauber, kaum Farb- oder Goldabplatzungen, grandios frisch und in bester Gesamterhaltung. Der massiv versilberte Einband ist teils leicht oxidiert, jedoch kaum berieben (nur ganz vereinzelt kleine Silberabreibungen), alles ist vorhanden (auch die Buckeledelsteine sind vollständig) und nahezu wie im Urzustand erhalten - ein Meisterwerk der polnischen Schmiede-, Handwerks- und Juwelierkunst am Anfang des 20. Jahrhunderts.

Estimate
€ 12.000   (US$ 13.679)



Ausonius, D. M.
Opera

Lot 823

DRUCKE VOR 1600
Ausonius, D. M. Opera [und:] Joseph Juste Scaliger. Ausoniarum lectionum libri duo. 2 Teile in 1 Band. 8 Bl., 318 S., 1 w. Bl.; 255 S. Mit 2 Holzschnitt-Titelvignetten. 17 x 10 cm. Flexibles Pergament d. Z. (Rückdeckel mit kleiner Fehlstelle) mit spanischen Kanten und mit montiertem Lederrücken des frühen 18. Jahrhunderts (mit kleinen Fehlstellen und Klebeschildchen) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung in modernem Pappschuber. Heidelberg, (Hieronymus Commelinus), 1588.

VD16 A 4384. Adams A 2884. STC 57. IA 110.912. Schweiger II, 21. – Heidelberger Gesamtausgabe, die jedoch nicht die "Mosella" enthält. Im gleichen Jahr erschien auch in Genf eine Ausgabe, jedoch mit abweichender Kollation. Der erste Teil enthält die Werke des Ausonius (310-395), der zweite Teil berichtet über Ausonius, einen in Bordeaux geborenen Gerichtsredner, Staatsbeamten, Prinzenerzieher und Dichter. – Häufig etwas stärker gebräunt und braunfleckig.

Estimate
€ 500   (US$ 570)



Bernhard von Clairvaux
Opera omnia

Lot 824

Bernhard von Clairvaux. Opera quae quidem colligi undequaque in huncusque diem potuere, omnia. 6 (le. w.) Bl., 1968 Sp., 30 Bl. Mit 2 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken. 36,5 x 24,5 cm. Späterer Lederband (etwas stärker beschabt und leicht bestoßen) über Holzdeckeln mit schwarzgeprägtem RSchild und 2 Messingschließen. Basel, Erben Johann Herwagen, 1566.

VD16 B 1922. Adams B 710. IA 117.572. Vgl. STC 70 (Ausgabe 1552). – Etwas spätere Ausgabe, des erstmals 1520 von Jeanne Clein in Lyon veröffentlichten Gesamtwerkes. Im gleichen Jahr wie die Baseler Ausgabe erschien eine weitere in Paris. Bernhard von Clairvaux (1090-1153) gilt bis heute als einer der bedeutendsten Mönche des Zisterzienserordens, für dessen Ausbreitung er in ganz Europa verantwortlich war. Er lehnte die Bischofswürde fünfmal ab und wird als Begründer der mittelalterlichen Christusdevotion betrachtet. Im Rahmen der zeitgenössisch-politischen Ereignisse beschäftigte er sich besonders mit der Kreuzzugthematik, verfasste zahlreiche Schriften dazu und plädierte für den Gedanken des 'miles christianus'. – Titel mit hs. Besitzvermerk von 1760, verso die untere Hälfte hinterlegt. Größtenteils im Rand stärker feuchtrandig, stellenweise spor- und braunfleckig.

Estimate
€ 450   (US$ 513)


Bonifatius VIII.
Sextus decretalium liber

Lot 825

(Bonifatius VIII. Sextus decretalium liber a Bonifacio viij. in concilio Lugdunensi editus). Extravagantes viginti Joannis vigesimisecundi [und:] Extravagantes comunes. Additio ultra priorem impressionem huic similem [und:] Constitutiones domini Eugenij. iiij. Pontificis maximi de unione Grecorum Armenorum et Jacobinorum in concilio florentino. Teile III-V (von 5) in 1 Band. LXIIII; LXIII (statt LXIIII); XI Bl. Titel in Rot und Schwarz und mit drei wiederholten Holzschnitt-Druckermarken auf den Titeln. 21 x 15 cm. Modernes Pergament über 3 Bünden. (Venedig, Lucantonio Giunta, 1514).

CNCE 13404. IA 121.990 – Frühe venezianische Ausgabe der Dekrete und Beschlüsse des Florentiner Konzils (1431-1445), das als wichtigstes Thema die Wiedervereinigung der griechischen, armenischen und römisch-katholischen Kirche behandelte. Das Bemühen, ein Abkommen mit der gesamten Ostkirche zu erreichen und damit das Schisma aufzuheben, schlug jedoch fehl.
Der Liber Sextus wurde 1298 auf Veranlassung des Papstes Bonifatius VIII. (1294-1303) vollendet und war der dritte Teil des Corpus Iuris Canonici. Das insgesamt sechs Bücher umfassende Werk ließ der aus Florenz stammende Lucantonio Giunta in fünf Teilen (mit der Kollation CCLXXXVIII, CXX, LXIIII, LXIIII, XI Bl.) im Jahre 1514 in seiner bedeutenden venezianischen Offizin drucken. Das vorliegende Exemplar enthält die drei letzten Teile. – Ohne die beiden ersten Teile. In Teil IV fehlt das letzte, möglicherweise weiße Blatt (fol. LXIIII). Es findet sich an dieser Stelle das letzte Blatt des Teils II (fol. CXX). Der fünfte Teil im Seitenrand mit kleinen Wurmspuren, das letzte Blatt im Seitenrand hinterlegt. Oftmals im Rand etwas feuchtrandig, stellenweise gering stock- und fingerfleckig. Es liegen zwei lose Blätter aus demselben Werk aus Teil I oder Teil II bei (fol. XCI, fol. CXCVII). Beide Blätter mit jeweils zwei Textholzschnitten, die das Leben, das Werk und die Beschlüsse von Bonifatius VIII. wiedergeben. Sehr selten, über den KVK sind nur zwei Exemplare nachweisbar (Universitätsbibliothek Freiburg, Württembergische Landesbibliothek in Stuttgart).

Estimate
€ 800   (US$ 911)



Buchanan, George
Paraphrasis Psalmorum Davidis

Lot 826

Buchanan, George. Paraphrasis Psalmorum Davidis poetica, nunc primam edita. 6 (statt 8) Bl., 336 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 16 x 10 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben, Kapitale etwas abgefast) mit 2 (leicht defekten) Messingschließen. (Straßburg), Josias Rihel, 1578.

VD16 B 3240. Nicht bei Adams. – Straßburger Druck der Psalmenparaphrase durch den protestantischen schottischen Humanisten Buchanan (1506-1582) mit den Anmerkungen Marcantonio Flaminios (1498-1550). Dessen eigene Textparaphrase erschien 1561. – Es fehlen die beiden ersten (weißen) Blätter der Lage A. Titel mit mehreren gelöschten (dort mit Fehlstellen) bzw. alt restaurierten Besitzeinträgen. Die Mittelplatte des Vorderdeckels mit blindgeprägter Kreuzigungsszene. – Schwach gebräunt.

Estimate
€ 300   (US$ 341)


Bünting, Heinrich
Braunschweigische und Lüneburgische Chronica

Lot 827

Bünting, Heinrich. Braunschweigische und Lüneburgische Chronica. 4 Teile in 1 Band. 14 nn., 150 (recte 151) num.; 46 (recte 47) num.; 1 Bl., Bl. 47-82; 1 Bl., Bl., Bl. 83-113 (recte 107). Mit großer Holzschnitt-Titelvignette, Titel in Rot und Schwarz sowie 147 meist wdhl. Textholzschnitt, darunter 5 Ansichten. 30,8 x 19,6 cm. Pergament um 1795 (leicht angestaubt, kaum beschabt, gering fleckig) mit goldgeprägtem RTitel. Magdeburg, Donat, 1584-1585.

VD 16 B 9151. Wegele 722. NDB II, 741. STC 164. Graesse I, 572. Loewe 441. – Erste Ausgabe der noch bis ins 18. Jahrhundert hinein immer wieder gedruckten grundlegenden Chronik. "Sie zeichnet sich durch die Fülle des verarbeiteten Stoffes aus" (NDB). Es ist das Hauptwerk des aus Hannover stammenden evangelischen Historikers Bünting (1545-1606), es wurde dann von Rehtmeier bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts fortgesetzt, erweitert zu einer allgemeinen Geschichte des Welfenhauses.
Die teils mehrfach abgedruckten Textholzschnitte mit Ansichten von Braunschweig, Göttingen, Hannover, Hildesheim und Lüneburg sowie zahlreichen Porträts, Wappen- und Schlachtendarstellungen. – Meist nur leicht, vereinzelt etwas stärker gebräunt und etwas fleckig, einige Tinteneinträge und Randanmerkungen, wenige meist nur blasse Feuchtränder, insgesamt schönes Exemplar, vollständige und dekorativ gebunden.

Estimate
€ 1.200   (US$ 1.367)



Busbecq, Ogier Ghislain de
Legationis Turcicae Epistolae quatuor

Lot 828

Busbecq, (Ogier Ghislain de). Legationis Turcicae Epistolae quatuor. 360 S., 12 Bl. Mit 2 gleichen Holzschnitt-Druckermarken. 17 x 10,5 cm. Flexibles Pergament d. Z. (leicht berieben und gebräunt, gering fleckig, Rückumschlag im unteren Rand mit Fehlstellen, ohne die beiden Schließbänder). Frankfurt, Erben Andreas Wechel, 1595.

VD16 B 9866. IA 128.110. Adams B 3332. Gölner 2026. Blackmer 250. Vgl. Atabey 171 (spätere Ausgabe). – Zweite Ausgabe des bedeutenden Gesandtschaftsberichtes in vier Briefen, gesammelt erstmals 1589 in Paris erschienen. "Busbecq was the emperor Ferdinand's ambassador at the Porte for more than seven years, from 1555 to 1562. His letters contain perhaps the most interesting of all accounts of Turkish life, and his description and analyses of the Ottoman state can hardly be superseded" (Blackmer). – Titel mit mehreren hs. Besitzvermerken. Im Rand mal mehr, mal weniger wurmspurig. Im Seitenrand feuchtrandig, selten mit Randanmerkungen, stellenweise mit Textunterstreichungen. Vorsätze mit Quetschfalten und Randein- sowie -ausrissen.

Estimate
€ 450   (US$ 513)


Catullus, Gaius Valeries
Opera

Lot 829

Catullus, Gaius Valeries, und Albius Tibullus, Sextus Aurelius Propertius, Gaius Cornelius Gallus. (Opera). 158 num., 2 nn. Bl. Mit figürlicher Holzschnitt-Titelbordüre. 10,2 x 5,5 cm. Pergament d. Z. (leicht berieben) mit goldgeprägtem RTitel und goldgeprägter Filete auf den Deckeln. Paris, P. Vidou, 1528.

Seltene Pariser Ausgabe. – Vorsätze mit hs. Anmerkungen. Aus dem Besitz des englischen Akademikers und Büchersammlers John Sparrow. Über den Worldcat nur ein Exemplar in der Universitätsbibliothek Texas nachweisbar (Signatur: PA 6274 A2 1528). Hinterer Innenspiegel mit Exlibris.

Estimate
€ 300   (US$ 341)


Chytraeus, David
Explicatio apocalypsis

Lot 830

Chytraeus, David. Explicatio apocalypsis Iohannis perspicua & brevis. Tradita et recognita. 1 Bl., 537 S. Mit Titelholzschnitt und 48 Textholzschnitten. 15 x 10 cm. Pergament d. Z. (etwas angeschmutzt, vordere Kante mit kleiner Fehlstelle, ohne die beiden Bindebänder) mit hs. Rückentitel, Vorderdeckel monogrammiert "G H G". Wittenberg, Johann Krafft, 1575.

VD16 B 5269. Adams B 1947. Knaake III, 218. (Ausg. 1563). Nicht bei Kuczynski. – Frühe Ausgabe dieses seltenen Bibelkommentars des David Chytraeus (1530-1600), einem der führenden Vetreter der Spätreformation. – Durchgehend etwas gebräunt, stellenweise feuchtrandig. Vorderer fliegender Vorsatz mit langem hs. Kommentar (recto und verso), vorderes Innengelenk mit Wurmspur. – Vorgebunden: Gesner, Salomon. Orthodoxa confeßio de persona et officio salvatoris nostri Iesu Christi. 12 Bl., 334 S., 6 Bl. Mit Titelholzschnitt. Wittenberg, Simon Gronenberg, 1595. - VD16 G 1846. Nicht bei Adams, STC. - Erste Ausgabe. - Titel mit gestrichenem hs. Besitzvermerk. Durchgehend etwas gebräunt.

Estimate
€ 350   (US$ 398)



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