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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Manuscripts, Incunables, Theology » to the Book Department
Manuscripts, Incunables, Theology Catalogue Price EURO 15,00
Auction Date Tue Oct 17, 17:00 CET


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Main Image Description Status
Wilhelm IV., Herzog von Bayern
Die Ordnung über gemainer Lanndtschafft in Bair...

Lot 1083

(Wilhelm IV., Herzog von Bayern). Die Ordnung uber gemainer Lanndtschafft inn Bairn aufgerichte Hanndtvesst. Tausent Fünffhundert und im sechzehenden jar zu Ingoldtstat beschlossen. 7 nn. Bl. Mit großem Wappenholzschnitt auf dem Titel und 10-zeiliger Holzschnitt-Initiale. 31 x 20 cm. Kleisterpapier-Broschur des 18. Jahrhunderts. (München, Andreas Schobser), o. J. (um 1546).

VD16 B 1005. Vgl. Panzer 844. Proctor 11801. Schottenloher 34. Weller III, 1024. Nicht im STC. – Dritter Druck der von Herzog Wilhelm IV. (1493-1550) im Jahre 1516 erstmals erlassenen bayerischen Landordnung und Handfeste, wohl aus dem Jahre 1545 bei Andreas Schobser in München gedruckt. Schobster hatte im Auftrag des Herzogs im Auftrag des Kurfürsten um 1535 eine ganze Reihe Verordnungen neu zu drucken. Die Ordnung "enthält eigentlich eine Vorschrift, wie die Landtage in Baiern gehalten werden sollen" (Panzer).
Als "Handfeste" wird ein offizielles Dokument bzw. eine Urkunde bezeichnet, die - meist mit dem Siegel und den Notarsunterschriften versehen - ein Recht oder Privilegium individuell festzuschreiben und es dem Nutztragenden zu verbriefen. Sammlungen von Handfesten - ebenso wie von Privilegien - wurden zu Vorläufern des im Laufe der Neuzeit immer mehr kodifizierten Rechts. – Minimal gebräunt, kaum fleckig, winziger Vermerk verso Titel, Innendeckel der Broschur mit hs. Exlibris der aufgelösten Bibliothek von dem Graphiker, Heraldiger und Sammler Hermann Joseph Otto Hubert August Constantin Hupp (1859-1949) mit dessen Monogrammierung "O.H.". Sehr breitrandiges Exemplar mit dem hübschen Holzschnittwappen, das die bayerischen Rauten zeigt, umgeben von einer Fruchtbordüre mit Blumen und Früchten wie Ananas, Granatapfel etc.

Estimate
€ 300   (US$ 351)


After-Sales Price
€ 150   (US$ 175)


(Sale closed.
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Wilhelm IV., Herzog von Bayern
Gerichtzordnung Jmm Fuerstnthumb Obern und Nide...

Lot 1084

(Wilhelm IV., Herzog von Bayern). Gerichtzordnung Jmm Fuerstnthumb Obern und Nidern Bayrn, Anno 1520 aufgericht. 16 nn. (le. w.), LXXXVII num., 1 w. Bl. Mit ganzseitigem zweiteiligem Titelholzschnitt mit geschnittenem Titel in Rot und großer Vignette in Schwarz gedruckt. 28 x 20,5 cm. Moderner Pappband mit Kibitzbezugspapier, Blauschnitt des 17. Jahrhunderts. (München, Andreas Schobser), um 1550.

VD16 B 992. – Vierte Ausgabe der unter Herzog Wilhelm IV. von Bayern (1493-1550) erstmals 1520 herausgegebenen Gerichtsordnung für die altbayerischen Fürstentümer Ober- und Niederbayern. Die erste Ausgabe datiert 1520, eine zweite lässt sich um 1535 und eine dritte um 1545 datieren, alle erschienen in der Münchner Offizin von Andreas Schobser.
Die vorliegende vierte, im Todesjahr des Herzogs publizierte Ausgabe ist u.a. an der Korrektur von "jmm" zu "imm" im "Beschluss diser Gerichtzordnung" erkennbar: "zue München an Sandt Joergen tag, des jars alls man zallte ... Fünfftzehenhundert vnd imm zwaintzigisten" (S. LXXXVIIr).
Der hübsche, große Titelholzschnitt stammt von dem Münchener Hofmaler Caspar Clofigl. Er zeigt die beiden Herzöge, Wilhelm IV. und Ludwig von Bayern in kostbaren Prunkrüstungen mit Helm und "lebendigem Helmschmuck" jeweils in Form eines großen flügelschlagenden Adlers. Vereint präsentieren sie das große Landeswappen des Königreichs Bayern. Die Szene ist in eine sehr schöne, nahezu zentralperspektivische Renaissance-Loggia mit durch Baluster geteiltem Biforienfenster gestellt, deren Baldachindach vorne von zwei korinthischen Säulen gehalten wird. Von den Architravbalken hängt jeweils eine Tabula mit den Initialen der Herzoge "HW" bzw. "HL". Der Holzstock war bereits 1516 für die Bayerische Landesordnung angefertigt worden (vgl. die Abbildungen von Murray und Schottenloher). – Nur Titel etwas knapp beschnitten und stärker angestaubt sowie fleckig, eine winzige unwesentliche Feuchtspur durch die ersten wenigen Blätter, sonst durchgehend sauber und sehr frisch, fast fleckenfrei und bemerkenswert breitrandig

Estimate
€ 500   (US$ 585)


After-Sales Price
€ 250   (US$ 292)


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Wilhelm IV., Herzog von Bayern
Sammelband mit 3 Landfreiheiten

Lot 1085

Wilhelm IV., Herzog von Bayern. - Sammelband mit 3 unter dem Herzog erlassene Landfreiheiten. Mit 3 Titelholzschnitten und 2 Titeln in Rot und Schwarz. 29 x 20 cm. Halbpergament um 1700 (gering beschabt und bestoßen) mit hs. RTitel. München, Andreas nSchobser bzw. Anton Berg, 1545-1568.

VD16 a.a.O. – In der Regentschaft des Bayernherzogs Wilhelm IV. (1493-1550) abgefasste Traktate zur Kodifizierung und Garantie der "Landsfreiheiten", also der Rechte und Privilegien der Adeligen. Enthalten sind drei Werke:
1) Die New Erclaerung der Landsfreyhait des loblichen haus und Fürstenthumbs Obern unnd Nidern Bairn. Anno fünfftzehenhundert unnd im Sechtzehenden auf den vierundzwainzigistn tag des Monats Aprilis zu Jngelstat aufgericht. 18 Bl. Mit großem Titelholzschnitt-Wappen (München, Andreas Schobser, um 1545). - VD16 B 982. Die unter Wilhelm IV. schon 1516 erlassene "Landsfreiheit" in einem prachtvollen Druck mit dem bayerischen Wappen in Holzschnitt auf dem Titel.
2) Die Ordnung uber gemainer Lanndtschafft inn Bayrn auffgerichte Hanndtvesst. Tausent Fünffhundert und im sechzehenden jar zu Jngolstat beschlossen.7 Bl. Mit großem Titelholzschnitt-Wappen. Ebenda (1545). - VD16 N 1005. Vgl. auch VD16 V 881. - Regelung der Urkunden- und Privilegienerstellung in Bayern.
3) Des loeblichen Hauß und Fuerstenthumbs Obern unnd Nidern Bayren Freyheiten, von ainem Regierenden Fuersten von Bayren, auff den andern, gemainem Landt gegeben, vernewt vnd bestettigt, Die auch von Kaisern und Koenigen zugelassen und Confirmiert sein, jetzt gemehrt ... 2 nn., 237 num., 7 nn. Bl. Mit großem Titelholzschnitt-Wappen (München, Anton Berg, 1568). - VD16 B 954. IA 115.008. Pfister I, 4282. Lentner 3181. Sehr seltene erste vermehrte Ausgabe der bayerischen Privilegien. "Selten ... Inhaltlich und drucktechnisch wertvoll". – Nur ganz vereinzelt leicht braun- und feuchtfleckig, Vorsätze mit Wurmgang, insgesamt aber alle drei Exemplare in sehr guter, frischer Erhaltung und von großer Seltenheit.

Estimate
€ 600   (US$ 702)


Hammer Price
€ 400 (US$ 468)


Wollick, Nikolaus
Opus Aureum. Musice castigatissimum. Erste Ausgabe

Lot 1086

(Wollick, Nikolaus. Opus Aureum. Musice castigatissimum de Gregoriana et Figurativa atque contrapucto simplici percommode tractans). 38 (statt 40) Bl. Mit 3 (1 fast blattgroßen, teilkolorierten) Textholzschnitten und 40 S. mit Notendruck, die ersten 6 S. rubriziert. 20 x 14 cm. Modernes Pergament (mit hs. Titel, etwas abgegriffen) unter Verwendung eines lateinischen Manuskriptblattes aus einer Handschrift um 1400. (Köln, Heinrich Quentel, 1501).

VD16 W 4340. STC 927. RISM 899. Eitner X, 297. MGG XIV, 836f. Vgl. Adams W 25 (Ausgabe Köln 1504). Nicht bei Wolffheim. – Erste Ausgabe eines der frühesten musiktheoretischen Werke, hier in der Druckvariante, die im Impressum den Druckernamen "Quentel" nennt (in VD16 W 4339 "Quentell").
"Im Opus aureum sind die heterogenen Vorlagen (Hugo von Reutlingen, Adam von Fulda, M. Keinspeck, J. Chochlaeus) durch gezielte Auswahl zum neuen Typ, eines Universitäts-Lehrbuches zusammengefaßt worden, in dem die musica artificialis (practica) in den Rang der mittelalterlichen musica speculativa erhoben wurde. Innerhalb der stark gegliederten Klassifikation (musica instrumentalis-vocalis: simplex mensurata: vera-ficta) wird mit der Unterscheidung von musica usualis sive vulgaris und regulata der alte Geegensatz von musicus-cantor verlagert. Die wissenschaftliche Druchdringung praktischer Theoreme des Tonsystems und der Kirchentöne führt zu einer extensiven distinctio z. B. der mutation in communis und propria (exlicita-implicita: totalis-partialis). Die erstmals als pars III/IV aufgenommene Kontrapunkt- und Kompositionslehre übernahme Wollick von Schanppecher" (MGG).
Die einzelnen Tabellen mit Buchstaben- und Neumennotationen, die Holzschnitte mit Grafiken über die Tonschwingungen sowie Tonartbezügen in tabellarischer Form. Der fast ganzseitige Holzschnitt zeigt die Guidonische Hand. – Es fehlt das Titel- und das sechste Blatt (A1 und A6), letztes nur mit einer kleinen Tabelle, ohne Noten. Beide Blätter durch Kopien ersetzt, sonst komplett mit allen Illustrationen und Noten. Stellenweise leicht fleckig, gebräunt, aber kaum mit Papierläsuren. Allenthalben zeitgenössische und wenige spätere, saubere Marginalien in feinster Sepia-Perlschrift, wohl von einem frühneuzeitlichen Musiktheoretiker, der das ganze Werk durchgearbeitet und teils mit roten untersstreichungen kommentiert und ergänzt hat - ein interessanter Fundus für die wissenschaftliche Forschung zur Renaissancemusik. Die leeren Notensysteme des Drucks sind hier fein säuberlich in schwarzer Tinte mit und Tonleitern, kleinen Kompositionen und musikalischen Motiven in Quadrat- und Rundnotation gefüllt.
Die Guidonische Hand wurde in feinster Federzeichnung "plastisch" höhend ankoloriert, sicherlich vom dem eifrigen Bearbeiter und einstigen Besitzer. Auf dem ersten Blatt (A2) ein neuerer Eintrag "Coloniae 1501". - Von allergrößter Seltenheit. Weltweit ist lediglich ein einziges Exemplar der 2. Ausgabe von 1504 im Handel seit 1945 nachweisbar.

Estimate
€ 4.000   (US$ 4.680)


Hammer Price
€ 6.000 (US$ 7.020)


Zwinger, Theodor
Theatrum humanae vitae

Lot 1087

Zwinger, Theodor. Theatrum humanae vitae. Bände I-III (von 29) zusammen in 1 Band. 20 Bl., 1078 S. Mit großer Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 36 x 22 cm. Flexibles Pergament d. Z. (ohne die Schließbänder, leicht berieben und gewellt) mit hs. RSchild. Basel, Eusebius Episcopius, 1586.

Adams Z 215. Hirsch-Hübotter V, 1056. Durling 4808 (1586-87). Jöcher IV, 2246. – Frühe Ausgabe dieser Universalencyklopädie, "zu seiner Zeit viel bewundert" (ADB). Theodor Zwinger (1533-1610) "gehörte zu den gelehrten philolog. Medicinern des 16. Jahrh. und war ein ebenso ausgezeichneter Arzt, wie ein tüchtiger Lehrer" (Hirsch-Hübotter). "Sein vornehmstes Buch, so dreymahl gedruckt worden, ist das Theatrum vitae humanae..." (Jöcher). – Titel mit hs. Anmerkungen. Titel und wenige Blätter der ersten Lage mit Fehlstellen im unteren Rand (ohne Textverlust). 2 Blätter angerändert. Leicht gebräunt und gering braunfleckig.

Estimate
€ 240   (US$ 280)


After-Sales Price
€ 120   (US$ 140)


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Holy Bible, The
Oxfordbibel 1817

Lot 1088

Biblia anglica. - The Holy Bible, containing the Old and New Testaments: translated out of the original tongues: and with the former translations diligently compared and revised, by His Majesty's special command. 839, 252 unpag. S. 30 x 24,5 cm. Violettfarbener Chagrinlederband d. Z (geringe Kratzspuren) mit reicher ornamentaler RVergoldung, goldgeprägtem RTitel, breiten ornamentalen Deckelborüren mit ornamental eingefasster Vignette (Taube im Strahlenkranz), doppelten Stehkantenfileten, schmaler Innenkantenbordüre sowie Goldschnitt. Oxford, Bensley, Cooke und Collingwood, 1817.

Darlow-Moule, 1078. Herbert, Engl. Bible, 1664. – Zweite Ausgabe der zuerst 1808 in königlichem Auftrag erschienenen Oxforder Bibel. – Vorsätze sowie erste und letzte Blatt stockfleckig, sonst nur vereinzelt gering fleckig. Wohlerhaltenes und prächtig gebundenes Exemplar aus der Werkstatt der königlichen Buchbinderei und Buchhandlung von Charles Knight und Richard Dredge in Windsor, mit deren Buchhändlerschildchen auf dem Innenspiegel.

Estimate
€ 900   (US$ 1.053)


Hammer Price
€ 1.050 (US$ 1.228)


Biblia arabica
Sacrosancta quatuor Iesu Christi

Lot 1089

Rarissimum einer arabischen illustrierten Bibel, gedruckt in in der Medicëischen Druckerei in Rom
Biblia arabica-latina. - Sacrosancta quatuor Iesu Christi D. N. Evangelia. Arabicè scripta, Latinè reddita, figurisq. ornata. 2 (statt 4) Bl., S. 9-462. Titel in Schwarz und Rot. Mit 149 teils wiederholten Textholzschnitten von L. N. Parassole nach Antonio Tempesta. 33 x 22 cm Neuerer Halbpergamentband (etwas fleckig und berieben) mit RTitel. Rom, Typographia Medicea, 1619.

Darlow-Moule 1643. – Sehr seltene Neuauflage des zuerst 1591 erschienenen ersten arabischen Bibeldrucks der vier Evangelien mit interlinearem lateinischem Paralleltext nach der Vulgata, herausgegeben von dem Mathematiker und Orientalisten Giovanni Battista Raimondi (1536-1614). Etwa zur selben Zeit erschien ebenda auch der erste rein arabische Druck der Evangelien. Beide Ausgaben gehören zu den frühesten Druckwerken der legendären römischen Offizin des Ferdinando I. de’ Medici (1549-1609).

Kardinal Ferdinando gründete seine "Medicëische Druckerei" 1584 im Auftrag von Papst Gregor XIII., sie gilt als die erste auf Bücher in den Sprachen und Schriften des Orients spezialisierte Offizin, ihre Drucke trugen wesentlich zum Erfolg missionarischer Ziele bei und schufen textliche Grundlagen für orientalische Studien im Abendland.

Die Holzschnitte stammen von Leonardo Norsino detto Parasole nach Antonio Tempesta. Der Evangelientext liegt vollständig vor und beginnt mit Seite 9, ab da ist der Druck textidentisch mit der Ausgabe von 1591. Eine dritte Ausgabe erschien erst 1774 in Florenz. – Es fehlen zwei Blätter der aus politischen Gründen nicht allen Exemplaren beigebundenen Vorstücke (zwei Widmungsblätter, davon eines mit dem Portrait Fernandos). Etwas gebräunt und braunfleckig, einige Lagen etwas stärker betroffen. Anfangs leicht wasserrandig, die ersten Lagen nach dem im Bug verstärkten Titel aus der Bindung gelöst. Titel und erstes Textblatt mit Besitzeintrag.

Estimate
€ 6.000   (US$ 7.020)


After-Sales Price
€ 4.000   (US$ 4.680)


(Sale closed.
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Biblia germanica
Dat ys: de gantze hillige Schrifft

Lot 1090

Biblia germanica. - Dat ys: de gantze hillige Schrifft. Vordüdschet dorch D. Marti. Luth. (Übersetzt von Joh. Bugenhagen). 5 Teile in 1 Band. 6 nn. Bl., 357, 1 w. Bl.; 155, 1 nn. w. Bl.; 87 Bl., 1 nn. w. Bl.; 165 Bl.; 101 nn. Bl. Mit 3 wiederholten Holzschnitt-Titelbordüren und 187 (8 blattgroßen) Textholzschnitten von Hans Brosamer, Georg Lemberger u. a. nach Lucas Cranach d. J. 33 x 20,5 cm. Blindgeprägtes Leder des 18. Jahrhunderts (etwas berieben und beschabt). Magdeburg, Hans Walter, 1545.

Borchling-Claussen 1416. – Äußerst seltene niederdeutsche ("sassesche") Bibel mit Anmerkungen von Bugenhagen und 62 Blatt Summarien von V. Theodorus. Zugleich eine der frühen Bibelausgaben mit Lembergers Holzschnitten, welche zu den reizvollsten und eigentümlichsten Werken deutscher Graphik gehören. Ebenfalls in frühen Abdrucken sind die sieben Illustrationen zum Neuen Testament von Hans Brosamer (Evangelisten und Apostel). Enthalten sind neben dem Alten und Neuen Testament, die Prophetenbücher sowie die Apokryphen. – Das Titelblatt sehr sorgfältig und kaum merklich an drei Seiten angerändert. Etwas fingerfleckig, mal mehr, mal weniger feuchtrandig, etwas gebräunt. Blatt 2 im Innenrand verstärkt. Sonst gutes Exemplar dieser sehr seltenen Bibelausgabe.

Estimate
€ 3.000   (US$ 3.510)


Hammer Price
€ 21.000 (US$ 24.570)


Biblia sacra
vulgatae editionis

Lot 1091

Biblia latina. - Biblia sacra vulgatae editionis, Sixti V. Pontificis Max. Jussu recognita, et Clementis VIII. Auctoritate edita; versiculis distincta. Et ad singula capita argumentis aucta. 11 (statt 12) Bl., 998 (recte: 996) S., 26 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit Mit Holzschnitt-Titelvignette, 254 Textholzschnitten und 84 figürlichen Holzschnitt-Initialen. 20 x 14 cm. Leder d. Z. (berieben, Kanten beschabt, Ecken bestoßen, oberes Kapital gering angeplatzt). Venedig, Nicolaus Pezzana, 1706.

Seltener und reich illustrierter venetianischer Druck in Großoktav, herausgegeben unter der Aufsicht von Papst Clemens VIII. (1536-1605). – Es fehlt ein Blatt der Vorstücke. Anfansg leicht wasserrandig, sonst nur gering fleckig. Zwei Holzschnitte (Seite 738 und 799) teils unfachmännisch mit Tinte ausgemalt. Mit einigen Annotationen in Bleistift.

Estimate
€ 450   (US$ 526)


After-Sales Price
€ 300   (US$ 351)


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Adam, Melchior
Vitae Germanorum theologorum

Lot 1092

Adam, Melchior. Vitae Germanorum theologorum, qui superiori seculo ecclesiam Christi voce scriptisque propagarunt et propugnarunt [und:] Derselbe. Decades duae continentes vitas theologorum exterorum principum, qui ecclesiam Christi superiori seculo propagarunt et propugnarunt. 2 Teile in 1 Band. 15 Bl., 880 S., 15 Bl.; 4 Bl., 245 S., 4 Bl. Mit zusammen 2 Holzschnitt-Titelvignetten. 19 x 12 cm. Pergament d. Z. (gering berieben und fleckig, leicht angeschmutzt) mit hs. RTitel. Frankfurt, Jonas Rosa, 1653.

VD17 1:001325D und VD17 1:001333V. ADB I, 46f. NDB I, 53. Vgl. Jöcher I, 84. – Zweite Ausgabe des Werkes mit den Biographien deutscher und ausländischer Theologen, das "1653 bis 1663 sehr fehlerhaft wieder aufgelegt" wurde (ADB). Der Pädagoge, Lexikograf und Literarhistoriker Adam Melchior (1575-1622) erlangte vor allem Bekanntheit mit diesen, in lateinischer Sprache abgefassten Gelehrten-Biographien, die erstmals 1615 bis 1620 in fünf Teilen unter dem Titel "Vitae ..." erschienen und insgesamt 546 Gelehrte des Zeitraums von 1400 bis 1618 behandeln. Neben den Theologen werden deutsche Philosophen, Juristen, Politiker und Mediziner vorgestellt. Melchior kommt damit "das Verdienst zu, in Deutschland als einer der ersten biographische Nachschlagewerke großen Stils verfaßt zu haben" (NDB). – Titel des ersten Teils gestempelt und im Seitenrand mit kleiner Fehlstelle, diese mit Transparentfilmklebung hinterlegt. Gering gebräunt und minimal braunfleckig.

Estimate
€ 400   (US$ 468)


After-Sales Price
€ 200   (US$ 234)


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