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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Manuscripts, Incunables, Theology » to the Book Department
Manuscripts, Incunables, Theology Catalogue Price EURO 15,00
Auction Date Tue Apr 17, 16:00 CET


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Main Image Description Status
Luther, Martin
Auslegung der Episteln und Evangelien

Lot 1079

Luther, Martin. Auslegung der Episteln und Evangelien, von Ostern bis auff das Advent. Auffs new zugericht. 16, CCCCLXIII (recte 470) Bl. Mit breiter Holzschnitt-Titelbordüre und 40 Textholzschnitten von Hans Brosamer. 30 x 20 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (leicht berieben, mit minimalen Tintenfleckchen, mit kleinen Fehlstellen an den Ecken, Rücken mit kleineren Montierungsresten) über Holzdeckeln mit 2 (statt 4) metallischen Schließbeschlägen (ohne die beiden Schließen). Wittenberg, Hans Lufft, 1544.

VD16 L 5610. Benzing 1090. – Sechste Ausgabe des bei Hans Lufft erschienenen Wittenberger Drucks. Die enthaltenen Holzschnitte stammen von dem Maler, Kupferstecher, Formschneider und Zeichner Hans Brosamer (1495-1554), der sich in seinem Schaffen bei Lucas Cranachs dem Älteren als auch bei Albrecht Dürer orientierte. Dies belegen die in unserem Exemplar enthaltenen Holzschnitte bezüglich der Komposition, der Gestik und Haptik der Figuren sowie deren Gewandungen. Bekanntheit erlangte er vor allem mit seinen Illustrationen fur Luther Wittenberger Bibel von 1550. – Gelegentlich mit Randan- und Textunterstreichungen, selten mit kleinen Randausrissen (ohne Darstellungsverlust), gelegentlich leicht gebräunt. Hinterer Innenspiegel mit hs. Anmerkungen. – Nachgebunden: Derselbe. Auslegung der Evangelien an den fürnemesten Festen, von Ostern bis auffs Advent. Teil 2 (von 2). LXIX, 3 Bl. Mit breiter Holzschnitt-Titelbordüre und 20 Textholzschnitten. Leipzig, (Nikolaus Wolrab, 1545). - VD16 L 3992. Benzing 1133. - Zweiter Teil der ersten Leipziger Ausgabe der lutherischen Evangelienexegese für die Festtage, die "Commune Sanctorum". - Ohne den ersten Teil mit der Kollation 6, LXXXVIII, 3 Bl. Der zweite Teil ist in sich komplett.

Estimate
€ 450   (US$ 553)


Hammer Price
€ 550 (US$ 676)


Luther, Martin
Von der winckelmesse und Pfaffen Weihe

Lot 1080

Luther, Martin. Von der winckelmesse und Pfaffen Weihe. 56 nn. Bl. Mit figürlicher Holzschnitt-Titelbordürevon Lucas Cranach d. Ä. 19 x 15 cm. Moderner Pergamentband (leicht geworfen) unter Verwendung einer Choralblatthandschrift des 17. Jahrhunderts. Wittenberg, (Nickel Schirlentz), 1533.

Benzing 3076. Pegg 2841. – Erste Ausgabe. Luthers scharfer Angriff gegen das Priestertum. "Eine der geistesmächtigsten Streitschriften, die er im Kampf mit Rom hat ausgehen lassen ... sie bleibt bestehen als eine der mächtigsten prinzipiellen Auseinandersetzungen des Protestantismus mit dem Romanismus" (Kawerau I, IIIf.). Die Titelbordüre, abgebildet bei Johann Luther Tafel 25, schildert in vier Bildern die Geschichte der Salome und die Hinrichtung Johannes des Täufers. Sie ist ein charakteristisches Werk der Cranach-Schule, das von Geisberg (Monatshefte für Kunstwissenschaft, 1910, S. 120) Lucas Cranach d. Ä. selbst zugewiesen wird. – Titel beidseitig mit Japanpapier hinterlegt, im unteren Rand mit hs. Anmerkungen und kleinen Fehlstellen außerhalb der Darstellung. Einige weitere Blätter mit hinterlegten Randeinrissen, tlw. auch mit geringem Buchstabenverlust. Im Seitenrand hin und wieder feuchtrandig, stellenweise etwas stärker gebräunt und braunfleckig. Gelegentlich mit hs. Randanmerkungen und Textunterstreichungen. Vorsätze erneuert.

Estimate
€ 500   (US$ 615)


Hammer Price
€ 450 (US$ 553)


Magnus, Olaus
Historien der Mittnächtigen Länder

Lot 1081

Exemplar aus der Bibliothek Gebhardt von Alvenslebens im Wappeneinband
Magnus, Olaus. Historien der Mittnächtigen Länder, von allerley Thün, Wesens, Condition, Sitten, Gebreüchen, Aberglauben, Underweisung ... warhafftige beschreibung, deßgleichen auch von allerley Vierfüssigen und andern Thieren, so auff, und im Erdtrich, Wasser und Lufft, gedachter orten leben und schweben thün, etc. Ins Hochteütsch gebracht, und mit Fleiß transferiert, durch Johann Baptisten Ficklern. 30, DCXXIII Bl. Holzschnittwappen auf dem Titel verso sowie Holzschnitt-Druckermarke am Schluss und zahlreichen Textholzschnitten (ohne die Holzschnittkarte). 31 x 20 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (leicht berieben, Rückdeckel minimal wurmstichig) über Holzdeckeln mit 2 intakten Metallschließen, datiert ("1589"). Basel, (Henricpetri), 1567.

VD16 M 227. STC 587. Cox I, 177. Vgl. Adams M 140. – Erste deutsche Ausgabe, der Erstdruck erschien 1555 in Rom. "This work long remained for the rest of Europe the chief authority of Swedish matters, and is still a valuable repository of much curious information in regard to Scandinavian customs and folk-lore" (Cox). Die Holzschnitte zeigen neben militärischen Handlungen, alltäglichen häuslichen Szenen, Arbeitern in Bergwerken und auf dem Feld, auch kämpferische Auseinandersetzungen mit Fabelwesen wie Drachen.
Verfasst wurde das Werk von dem schwedischen Geistlichen, Kartografen und Geographen Olaus Magnus (1490-1557). Sein Hauptwerk ist die Landkarte Nordeuropas "Carta marina", zu der er einen Kommentarband "Historia de gentibus septentrionalibus" verfasste, der uns in der deutschen Ausgabe vorliegt. Die Ausführungen basieren auf einer in den Jahren 1518 bis 1519 nach Norrland unternommenen Reise. – Es fehlt die Holzschnittkarte, diese liegt als Faksimile bei. Hinterer Innenspiegel mit kleinen Wurmspuren. Sauberes und wohlerhaltenes Exemplar. Der reich, mit ornamentalen und Portraitbüsten-Bordüren blindgeprägte Schweinslederband zeigt auf den Deckeln in der Mittelplatte einen Wappenstempel. Das Wappen ist dem niederdeutschen Adelsgeschlecht derer von Alvenleben, zuzuordnen. Es zeigt einen mit einem Baumstumpf und einer Rose bekrönten Helm, darunter den aus drei Balken bestehenden Wappenschild, der von drei Rosen geziert ist. Der Stempel weist neben einer Datierung aus dem Jahr 1589 auch die Besitzerinschrift auf: "Gebhart von Alvenschleve Valtins Sohn". Bei diesem handelt sich um einen der fünf Söhne von Valentin von Alvensleben (1529-1594), der Burgherr in Gardelegen und Erxleben war. – Beigebunden: Sigmund von Herberstein. Die Moscouitische Chronica. Das ist ein grundtliche beschreibung oder Historia deß mechtigen und gewaltigen Großfürsten in der Moscauw. Auß dem Latein ins Teutsch gebracht. 4 Bl., 138 (recte 139) Bl., 3 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit Holzschnitt-Portrait auf dem Titel und verso mit großem Wappenholzschnitt, Holzschnitt-Druckermarke am Schluss sowie 15 Textholzschnitten von Jost Amann. Frankfurt, (Sigmund Feyerabend), 1579. - VD16 G 2090. Adelung I, 160 ff. Becker, Amann 140. Vgl. Henze II, 570. Fünfte deutsche Ausgabe und die zweite bei Feyerbend erschienene. "Durch humanistische Gelehrsamkeit, Sprachkenntnisse und klaren Blick ausgezeichnet, entwarf Herberstein in seinem Werk das erste deutliche Bild Moskowiens, über das man bis dahin höchst unzureichen unterrichtet gewesen war ... Der erste westliche Augenzeugenbericht über Rußland" (Henze). Die enthaltenen Holzschnitte wurden von dem schweizerisch-deutschen Zeichner, Kupferätzer und -stecher, Formschneider, Maler und Buchautor Jost Amann entworfen und entstammen Werken des deutschen Militärschriftstellers Leonhard Fronsperger. - Minimal gebräunt, wohlerhaltenes Exemplar.

Estimate
€ 6.000   (US$ 7.380)


Hammer Price
€ 7.000 (US$ 8.610)


Melanchthon, Philipp
Elementorum Rhetorices libri duo

Lot 1083

Melanchthon, Philipp. Elementorum Rhetorices libri duo. Martini Crusii quaestionibus et scholijs explicati in Academia Tybingensi. Adiectis aliquot epistolis et carminibus. 663 S., 32 Bl. Ohne die Falttafel. 18,4 x 11,5 cm. Geheftet; ohne Einband. Basel, Nachfolger Johann Oporinus, August 1582.

VD 16 M 3133. Adams M 1138. – Spätere Basler Ausgabe der zuerst 1531 bei Georg Rhau in Wittenberg gedruckten Schrift über die Grundbegriffe der Rhetorik, einem der beliebtesten Lehrbücher Melanchthons, das in zahlreichen Ausgaben erschien. – Exemplar ohne Einband. Es fehlt die Falttafel, die letzten vier Blatt vom Index lose und teils stärker feuchtrandig und lädiert (mit Textverlust). Anfangs und am Schluss etwas wasserrandig, letzte Blatt mit Druckstelle im Seitenrand.

Estimate
€ 180   (US$ 221)


After-Sales Price
€ 120   (US$ 147)


Melanchthon, Philipp
Opera tres. 2 Werke Responsiones. Brevis et uti...

Lot 1084

Melanchthon, Philipp. (Opera tres). 2 Werke in 1 Band. Mit 3 unterschiedlichen Holzschnitt-Porträtvignetten auf den Titeln und großer Holzschnitt-Druckermarke. 15,8 x 9,5 cm. Reich blindgeprägtes Schweinsleder (an Rändern und Rücken gering gebräunt, leicht berieben) mit goldgeprägten Initialen "HK" und der goldgeprägten Jahreszahl "1562" sowie Rotschnitt. Wittenbderg, Erben Georg Rhaw, 1559-1561.

VD16, M 3175. – 1) Responsiones Philippi Melanthonis ad impios articulos Bavaricae inquisitionis. 80 nn. Bl. (le. w.). Mit Holzschnitt-Medaillonporträt auf dem Titel und großer szenischer Initiale. Wittenberg, Erben Georg Rhau, 1559. - VD16, M 4169. - Die dritte von insgesamt 6 Ausgaben. - 2) Brevis et utilis commentarius in priorem epistolam Pauli ad Corinthios, & in aliquot capita secundae ... Et nunc primum excusus. Ed. Paulus Eberus. 12 nn., 163 num., 3 Bl. Mit 2 unterschiedlichen Holzschnitt-Medaillonporträts und großer Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. Wittenberg, Johannes Crato für Konrad Rühel, 1561. - VD16 M 2618. - Erste und einzige Ausgabe des 16. Jahrhunderts. – Durchgehend etwas, selten stärker gebräunt, ein Braunfleck von unten im Block, mit einigen zeigtenössischen Marginalien und Einträgen. Fester und fliegender Vorsatz mit 3-seitigem, umfangreichen Texteintrag mit einem "Praefatio Germanica de et super Inquisitionem Bavaricam", einem überaus umfangreichen handschriftlichen Vorwort in deutscher Sprache - und in sauberer deutscher Kurrentschrift in Sepiatinte mit der Überschrift in Rot, datiert "Wittenberg 3 October Anno 1558" und monogrammiert "P.M." (?), möglicherweise von Philipp Melanchthon selbst verfasst und von einem Schreiber in sorgfältiger Humanistenschrift auf den Vorsatz geschrieben.

Die "Responsiones " zur Inquisitio Bavarica" ist eine der letzten vollendeten Schriften des großen Reformators, Theologen, Humanisten, Philosophen, Altphilologen und Dichters Philipp Melanchthon (1497-1560), in dem sich dieser vehement gegen die sogenannten "Inquisitionsartikel" Herzog Albrechts V. (1528-1579) von Bayern wehrte. Schon 1569 war das "Münchener Inquisitionstribunal" geschaffen worden, das die sogenannten "religionsverdächtigen Einwohner", also die dem Protestantismus verfallenen "Ketzer", ausrotten sollte. In der handschriftlichen "Praefatio" zu Melanchthons "Responsiones", seines theologischen Vermächtnisses (R. Kolb), werden einige wichtige Punkte herausgestellt. Tatsächlich hatte Melanchthon dem Druck kein eigenes Vorwort vorangestellt.

"Der Echte unnd heyllige Name Kirche Gottes oder E[ccle]sia, wird mißbraucht von den Bäbstlich[en] zur sterkung vieler offentl[ichen] Abgötterey..." In der Folge wird dann - u. a. in Bezug auf die Offenbarung und die Lehren des "Bernhardus Bonaventura und anderer" - dargelegt, dass es sich bei der Legitimierung der Bayerischen Inquisition um irrtümlichen Missbrauch und damit um "Abgötterei" der Katholiken, der "Päpstlichen" handelt.

Vorderer Vorsatz mit einem hs. Besitzeintrag in grau-brauner Tinte von einem Theologen Johannes Crispus (1506-1595) "Anno Domini fac me [graece:] eleo Joannes Chrispus pastor ..." (Ortsname unleserlich). Der bemerkenswert schöne Einband ist mit einer Prophetenrolle, sicherlich eines sächsischen Buchbinders geziert, die David, Johannes den Täufer, Engel etc. zeigt. Oben und unten auf dem Vorderdeckel dann die goldgeprägten Initialen "H.K" und die Jahreszahl "1562".

Estimate
€ 1.200   (US$ 1.476)


After-Sales Price
€ 700   (US$ 861)


Molina, Luis de
Liberi arbitrii cum gratiae donis

Lot 1085

Molina, Luis de. Liberi arbitrii cum gratiae donis, divina praescientia, providentia, praedestinatione, et reprobatione, concordia. 8 Bl., 405 S., 19 Bl. Mit gestochener Titelvignette. 19,5 x 15 cm. Olivbrauner Kalblederband d. 19. Jahrhunderts (berieben und mit kleineren Schabspuren, vorderes Innengelenk angeplatzt) mit goldgeprägtem RSchild. Antwerpen, Joachim Trognesius, (nach dem 27.VII.) 1595.

De Backer-Sommervogel V, 1168. – Wohl der zweite Antwerpener Druck seines zuerst 1588 in Lissabon erschienenen Hauptwerks, mit dem der jesuitische Theologe Luis de Molina (1535-1600) den nach ihm benannten Molinismus begründete. Sein Werk lieferte den Startschuss zum sogenannten Gnadenstreit innerhalb der katholischen Kirche, der zwischen Molinisten und Banezianisten bis zum Jahr 1607 geführt und durch eine Erklärung Papst Pauls V. schließlich beendet wurde. Im selben Jahr erschien ebenda eine weitere, im Druckbild und in der Kollation abweichende Ausgabe, die zudem mit einem Frontispiz Molinas ausgestattet wurde. – Titel gestempelt und im Seitenrand hinterlegt. Im oberen Rand mit schmalem Braun- bzw. Feuchtigkeitsfleck, das Papier dort stellenweise etwas brüchig und mit kleineren Läsuren. Fl. Vorsatz mit Bibliotheksschildchen lose, zahlreiche Lagen zu Beginn mit unschöner Stauchspur.

Estimate
€ 1.200   (US$ 1.476)


After-Sales Price
€ 800   (US$ 984)


Vivaldi, Agostino
Meditationi sopra li Evangelii che tutto l'anno

Lot 1086

"Le monument de la gravure flamande de la fin du XVIe siecle"
Natalis, Girolamo. - Vivaldi, Agostino. Meditationi sopra li Evangelii che tutto l'anno si leggono nella mesa, & principale misterii della vita, & passioni di Nostro Signore. Respondenti alle imagini del padre Girolamo Natale.(Evangelicae historiae imagines, so der Kupfertitel). 5 nn., 153 num. Bl. Mit je 1 ganzseitigen korrespondierendem Kupfersich, 1 Bl. (Errata). Mit gestochenem Frontispiz und gestochenem Titel. 32,5 x 24 cm. Brauner Lederband d. 19. Jahrhunderts über 4 Bünden (etwas berieben) mit 2 Messingschließen. Roma, Luigi Zannetti, 1599.

Adams N 54. de Backer-Sommervogel IV, 648. Funck 367f. – Erste (?) italienische Adaption mit dem Text von Hieronymus Natalis (1507-1580) und der Übernahme der Original-Kupfer von Anton, Hieronymus und Johann Wierix, Karel von Mallery und Johann Collaert, nach Vorlagen von Martin de Vos und Bernardino Passeri aus der Ausgabe "Antwerpen 1596 (so der Kupfertitel). Prachtvolle religiöse Kupferstichfolge, die bereits 1593 (vor der Ausgabe mit Text 1594) erschien. "C'est le monument de la gravure flamande de la fin du XVIe siecle" (Funck). – Meist in den weißen Rändern etwas gebräunt, der Kupfertitel fleckig. Gutes Exemplar mit kräftigen Abdrucken der Kupfer.

Estimate
€ 1.200   (US$ 1.476)


Hammer Price
€ 750 (US$ 922)


Palatino, Giovanni Battista
Libro nelqual s'insegna à scriver ogni sorte le...

Lot 1087

Palatino, Giovanni Battista. Libro nelqual s'insegna à scriver ogni sorte lettera, antica, et moderna, di qualunque natione, con le sue regole, et misure, et essempi: Et con un breve, et util discorso de le cifre: Riveduto nuovamente, & corretto dal proprio autore. Con la giunta di quindici tavole bellissime. 63 Bl. (statt 64; ohne das l. w.). Mit Holzschnitt-Portrait auf dem Titel, blattgroßer Holzschnitt-Druckermarke am Schluss, blattgroßem Textholzschnitt und zahlreichen Schriftproben und Alphabeten in Typographie und Holzschnitt, davon 5 schwarzgrundig. 18,5 x 13 cm. Pergament d. Z. (gering fleckig; Remboîtage) mit goldgeprägtem RSchild des 19. Jahrhundert. Rom, Antonio Blado, September 1553.

STC 485. Graesse V, 104. Brunet IV, 314. Ebert 15654. Vgl. Ornamentstichkatalog 5181f. Nicht bei Adams. – Späterer Druck des zuerst 1540 ebenda erschienenen Schreibmeisterbuchs des aus Kalabrien stammenden Kalligraphen Giambattista Palatino (ca. 1515-1575). Sein Libro nuovo d'imparare a scrivere erschien im 16. Jahrhundert in mehreren, teils umgearbeiteten Auflagen und gilt als die bekannteste Abhandlung über Kalligraphie der Zeit. Enthält verschiedene Kanzleischriften, Zierinitialen, Proben deutscher, französischer und spanischer Schriften, ferner griechische, hebräische und arabische Alphabete, zwei Figurensonette (in Bilderschrift übertragene Gedichte) etc. "Bewunderungswürdig ist die Feinheit der Linienführung und die Exaktheit in der Wiedergabe des Stofflichen ... In Palatinos häufig aufgelegtem 'Libro' werden die Buchstabenformen immer reicher, aber auch schnörkelhafter und unorganischer ausgestattet und ornamentiert" (Kristeller, Kupferstich und Holzschnitt, 291). Der schöne blattgroße Textholzschnitt zeigt verschiedene Schreibutensilien. – Es fehlt das letzte weiße Blatt. Der ersten und letzten fünf Blatt (inkl. Titel) mit restaurierter Fehlstelle in der unteren rechten Ecke, einige Lagen im unteren Rand mit Braunfleck, das Papier dort stellenweise fragil und teils auch mit kleineren Randeinrissen. Die Druckermarke am Schluss etwas stärker fingerfleckig, sonst nur vereinzelt leicht fleckig.

Estimate
€ 1.500   (US$ 1.845)


After-Sales Price
€ 1.000   (US$ 1.230)


Panvinio, Onofrio
De Praecipuis urbis Romae

Lot 1088

Panvinio, Onofrio. De Praecipuis urbis Romae, sanctioribuśque basilicis, quas septem Ecclesias vulgò vocant, Liber. 331 S., 2 Bl. Mit Holzschnitt-Vignette auf dem Titel. 15 x 9 cm. Flexibler Pergamentband d. Z. (Rücken überstrichen und mit hs. Signatur, etwas fleckig, leicht berieben, ohne die beiden Schließbänder). Köln, Maternus Cholinus, 1584.

VD16 P 261. Adams P 191. Fossati Bellani 854. Olschki 17727. Schudt 437. Rossetti 7812. – Einzige deutsche Ausgabe, die italienische Erstausgabe erschien 1570 in Rom. Der Theologe, Kirchenhistoriker und Altertumsforscher Onofrio Panvinio (1530-1568) "hat sich als erster wirklich eingehend wissenschaftlich mit den sieben römischen Hauptkirchen beschäftigt ... Die Beschreibung der Monumente ist sehr eingehend und anschaulich, besonders stark ist sein Interesse für die mittelalterliche Kunst. Er hat genau beobachtet: Malereien, Mosaiken, Grabmäler, Mosaikfußböden, viel Material, was heute verloren ist oder seinen Standort gewechselt hat, ist gewissenhaft dem damaligen Zustand entsprechend, beschrieben" (Schudt 97). Die Ausführungen Panvinios bilden eine wichtige Grundlage für architektonische Rekonstruktionen. – Titel mit hs. Besitzvermerk des Innsbrucker Jesuitenkollegs aus dem Jahr 1601 und einem weiteren hs. Besitzvermerk. Leicht gebräunt und braun- sowie stockfleckig. Vorsatzpapiere mit kleinen Defekten.

Estimate
€ 400   (US$ 492)


After-Sales Price
€ 200   (US$ 246)


Pauli, Johannes
Schimpff unnd Ernst

Lot 1089

Mit Textholzschnitten von Hans Burgkmair d.Ä.
Pauli, Johannes. Schimpff unnd Ernst, durch alle Welthaendel. Mit vil schönen unnd Warhafftigen Hystorien kurtzweiligen Exemplen, Gleichnussen unnd mercklichen geschichten fürgestelt. CIII, 4 nn. Bl. Mit großem Titelholzschnitt und 35 Textholzschnitten (meist von Hans Burgkmair dem Älteren). 28 x 18 cm. Moderner Halbpergamentband. (Augsburg, Heinrich Steiner, 1544)

VD16 P948. Vgl. Goedeke I, 404 (erste Ausgabe). Nicht im STC und bei Adams. – Vermutlich die fünfte Augsburger Ausgabe. Eines der wichtigsten deutschen Volksbücher des 16. Jahrhunderts "Einem jeden zu underweisung, manung unnd leer, inn allen hendlen. Jetz und von neuem, weitter dann vormals gemert, mit Exemplen unnd Figuren, fast kurtzweilig und nutzlich zulesen" (Untertitel). Johannes Pauli (1455-1530) schloss mit der vorliegenden "Sammlung seiner Erzählungen, Fabeln, Anekdoten, Eulenspiegeleien und Parabeln, die er Schimpf und Ernst benannte und die, mit Ausnahme einiger Selbsterlebnisse, sämtlich aus älteren kirchlichen Schriftstellern ... entnommen, aber von ihm selbständig bearbeitet sind ... die Schwankliteratur der mittelalterlichen Geistlichen ab und schuf ein wirkliches Buch fürs Volk. Sein Stil ist leicht und anmutig, seine frohe schalkhafte Auffassung hält glücklich die Mitte zwischen Scheu vor dem Derben und Frechheit" (Goedeke). – Titel mit Ausriss der unteren Ecke (mit Darstellungsverlust), partiell im Seitenrand hinterlegt, kleinere Quetschfalten. Stellenweise mit hinterlegten Randeinrissen, Blatt XXI mit Einriss bis in den Textholzschnitt. Etwas gebräunt, leicht braunfleckig, stellenweise etwas feuchtrandig. Hinterer Innenspiegel mit Exlibris.

Estimate
€ 950   (US$ 1.168)


Hammer Price
€ 1.200 (US$ 1.476)



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