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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Manuscripts, Incunables, Theology, Paper Antiquities » to the Book Department
Manuscripts, Incunables, Theology, Paper Antiquities Catalogue Price EURO 15,00
Auction Date Tue Oct 16, 17:00 CET


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Main Image Description Status

Luther, Martin
Die .X. gebot gottes

Lot 561

Luther, Martin. Die .X. gebot gottes mit einer kurtzen uszlegung irer erfüllung und übertrettung. 4 Bl. 19,5 x 14,5 cm. Farbiger Kleisterpapierumschlag des 18. Jahrhunderts (leicht gebräunt und mit minimalen Wurmspuren). (Basel, Adam Petri, 1520).

VD16 L 7567. Benzing-Claus I, 117. Adams L 1907 (datiert 1518). STC 551. Hieronymus 90. – Erster Baseler Druck. Eines der frühesten Werke Luthers. Diese "kurtze uszlegung" stellt einen gedrängten Auszug aus den Predigten dar, die Luther vom Ende 1516 bis Fastnacht 1517 in Wittenberg über die zehn Gebote gehalten hat. Dass Luther sie noch vor seinem eigentlichen Auftreten als Reformator verfasst hat, ergibt sich z. B. aus einem Passus in der Auslegung des vierten Gebots: "Wer die gebot der Christlichen kirchen nit haltet mit fasten, feyren etc. Wer priesterschafft uneret, nachredet und beleydiget ...". Dieses Werk ist Luthers frühester Versuch zu einem Katechismusstücke (vgl. Cohrs, Evangelische Katechismusversuche I, S. 3). – Zwei Blätter gelöst. Gering gebräunt und fingerfleckig.

Estimate
€ 600   (US$ 696)


Luther, Martin
Eine Predigt, das man kinder zur Schulen halten...

Lot 562

Luther, Martin. Eine Predigt, Mart. Luther, das man kinder zur Schulen halten solle. 34 nn. Bl. (le. w.). Mit breiter Holzschnitt-TBordüre von Lucas Cranach. 20 x 15,8 cm. Mit späterem Marmorpapierstreifen geheftet. Wittenberg, Nickel Schirlentz, 1530.

VD16 L 5689. Benzing 2822. Knaake 608. Kuczynski 1715. Schuchardt, Cranach, II, 293. Luther Tafel 23. – Die zweite Ausgabe der schulpädagogischen Schrift, in der Luther eine allgemeine Schulpflicht fordert. Sie war schon in Nürnberg im selben Jahr 1530 von Georg Rottmaier jedoch ohne Titelbordüre gedruckt worden. Diese zeigt die Propheten, die die Texttafel flankieren und darüber die Trinitas-Darstellung in den Wolken mit Putten. Unten die Geburt Christi und an den Seiten die berühmte Lutherrose, rechts den Äskulabstab und in der Mitte die Druckermarke des Nickel Schirlentz "NS" (Koepplin/Falk Nr. 258).
Die Widmung richtet Luther an Lazarus Spengler in Nürnberg, wo er die Stiftung der dortigen Gelehrtenschule begrüßt und empfiehlt.
Schon im Jahre 1524 hatte Luther eine Aufforderung an die Ratsherren der deutschen Gebiete ausgegeben, christliche Schulen und Bildungseinrichtungen zu gründen. – Titel und Block etwas fleckig, gleichmäßig gebräunt, insgesamt gutes Exemplar.

Estimate
€ 1.400   (US$ 1.624)


Luther, Martin
Von den nüwen Eckischen Bullen und lügen

Lot 563

Luther, Martin. Von den nüwen Eckischen Bullen und lügen. 8 Bl. Mit großer figürlicher Initiale in Metallschnitt. 20 x 15,5 cm. Patroniertes Bronzefirnispapier des 18. Jahrhunderts (gering berieben). (Basel, Adam Petri, 1520).

VD16 L 7171. Benzing 723. – Der fünfte und letzte Druck aus dem Jahr der Erstausgabe. Diese erste Streitschrift Luthers gegen die Bulle ist noch mehr gegen Eck als gegen den Papst gerichtet. Luther versucht hier den Anschein zu erwecken, dass die Bulle nicht echt sein könne und wahrscheinlich ein Machwerk des Eck sei. In der Zusammenfassung bringt Luther noch einmal seinen Standpunkt von der Leipziger Disputation und beschuldigt Eck der Verleumdung und Verdrehung dieser Tatsachen. – Titel mit kleinem montierten Lederlitz, unwesentliches Wurmlöchlein im Rand, kaum fingerfleckig, sonst wohlerhalten.

Estimate
€ 450   (US$ 522)



Spangenberg, Cyriacus
Cithara Lutheri

Lot 564

Luther, Martin. - (Spangenberg, Cyriacus). Cithara Lutheri. Die schönen, christlichen, trostreichen Psalmen und geistlichen Lieder des Martini Luthers. Ausgeleget und gepredigt, durch Cyriacum Spangenberg. Bände I und II (von 4). 12 nn., 275 (recte: 274) num. Bl.; 4 nn., 139 num., 1 nn. Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit 2 wiederholten Portrait-Holzschnitten Luthers auf dem Titel und 8 Textholzschnitten. 19,5 x 14,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas stärker gebräunt und fleckig, oberes Kapital und die Ecken restauriert; die Schließbeschläge ohne die Schließen) mit Tugendrolle und szenisch geprägten Mittelfeldern. Mühlhausen, Georg Hantzsch bzw. Erfurt, Georg Baumann 1571.

VD 16, S 7519 und 7518 – Beide Teile in zweiter Auflage. Der evangelische Theologe und Kirchenlieddichter Cyriacus Spangenberg (1528-1604) begründete mit seinen Cithara Lutheri das Genre der Liedpredigt, die statt eines Textes aus der Bibel den Text und die Melodie eines geistlichen Liedes in den Mittelpunkt der Predigt stellt und für eine Gemeinde auslegt. – Etwas gebräunt und braunfleckig, stellenweise wasserrandig. Vorsätze durch grobes Löschpapier alt erneuert. Der Vorderdeckel mit einer Kreuzigungsszene und dem Bibelspruch "Propter scelus popu(li mei percussi eum)" aus Kapitel 53 der Prophezeiung Jesaias, der Rückdeckel zeigt den auferstandenen und über den Teufel triumphierenden Heiland.

Estimate
€ 300   (US$ 348)



Marbeck, Pilgram
Vermanung; auch gantz klarer, gründtlicher und...

Lot 565

(Marbeck, Pilgram). Vermanung; auch gantz klarer, gründtlicher und unwidersprechlicher bericht, zu warer Christlicher, ewigbestendiger pundtßuereynigung, allen waren glaubigen frummen, und gutthertzigen menschen zu hilff und trost, mit grund heyliger schrift, durch bewerung warer Tauff und Abentmals Christi, sampt mitlauffung und erklärung jrer gegensachen und Argumenten, wider alle vermeynte Christliche Pündtnus, so sich bißher und noch, under dem nammen Chjristi zugetragend. 106 nn. Bl. 13,9 x 9,3 cm. Pappband um 1800 mit Kleisterpapierbezug (Rückenklebeschilder). (Straßburg, Sigmund Bund, 1542).

VD16 M 927. BMC 247, 809. – Erste Ausgabe der kleinen "Vermanung" von Pilgram Marbeck (1495-1556), der in den dreißiger und vierziger Jahre des 16. Jahrhunderts "zu den vornehmsten Führern des oberdeutschen Anabaptismus" gehörte (ADB XX, 290f.). "Er ist in mehrfachem Betracht eine bedeutende Persönlichkeit, welche genügende Beachtung noch nicht gefunden hat. Marbeck stammt aus Tyrol, wahrscheinlich aus der Nähe von Schwatz. Er bekleidete in den dortigen Bergwerken die Stelle eines Ingenieurs und war besonders im Bauhandwerk ein erfahrener Mann. Von dort wegen seiner religiösen Anschauungen vertrieben, floh er mit Weib und Kind unter Zurücklassung seiner Habe, die von der österreichischen Regierung confiscirt ward, nach Augsburg, wo er ein Unterkommen zu finden hoffte. Er scheint bereits im Innthal mit den dort von der Schweiz her (Chur, St. Gallen, Schwyz) frühzeitig fußfassenden Ideen der 'Nachfolge Christi' bekannt geworden zu sein; in Augsburg schloß er sich ebenso wie andere seiner vertriebenen Landsleute der Partei Hans Denck’s an. Als er dort keinen Wirkungskreis fand, wandte er sich über Ulm nach Straßburg, welches in jenem Jahr als Asyl aller Verfolgten gelten konnte. Hier erhielt er auf Grund seiner bautechnischen Kenntnisse und Fähigkeiten die Stelle eines Bergrichters.
Er baute hier den werthvollen Flußkanal, welcher die Hölzer der Berggegenden nach Straßburg brachte. Er verhehlte auch dort seine Ueberzeugung nicht, aber seine Talente und sein ehrenhafter Charakter gaben ihm eine starke Stütze. Auch seine religiösen Gegner in Straßburg gaben ihm das Zeugniß, daß er 'von Gott viel herrlicher Gaben empfangen habe, auch in vielen Stücken einen guten, tapferen Eifer besitze.' Selbst sein erbittertster Feind, Martin Bucer, gesteht zu, daß Marbeck und sein Weib eines 'feinen unsträflichen Wandels seien'. Auch aus Straßburg ward er indessen bei den ausbrechenden Religionsverfolgungen, an deren Spitze sich Bucer gestellt hatte, vertrieben; er eilte nach Ulm, wo er Gönner besaß, unter Andern an der Freifrau von Pappenheim. Auch war Marbeck mit Schwenkfeld nahe befreundet, welch’ letzterer eine Zeit lang intime Beziehungen zu den Täufern unterhielt. In den Jahren 1535-1545 scheint Marbeck sich als Flüchtling bald in Mähren, bald in Schwaben aufgehalten zu haben. Sein Todesjahr ist unbekannt. Seine letzten Jahre wurden getrübt durch einen Conflict mit Schwenkfeld. Marbeck war auch als Schriftsteller thätig" (ebenda), aus dieser - diktierenden - Tätigkeit erwuchs sein vorliegendes Büchleich. – Vereinzelt etwas stärker gebräunt, leicht braunfleckig, wenige Feuchtränder und etwas knapp beschnitten (jedoch kaum Verlust der Marginalien). Titel mit zwei Stempelchen einer "Veräusserten Doublette" der "Bibliothec P.R. Stuttg."

Estimate
€ 300   (US$ 348)


Mascardi, Giuseppe
Conclusiones probationum omnium

Lot 566

"I Monumentali Conclusiones Probationum Omnium"
Mascardi, Giuseppe. Conclusiones probationum omnium, que in utroque foro versantur continens. Iudicibus, Advocatis, Causidiscis, omnibus denique iuris Pontifici, Caesareique; professoribus utiles, practicabiles, ac necessarias. Volumen Primum, Secundum, Tertium. 3 Bände. 92 Bl., 426 (statt 431) S.; 451 S., 80 Bl.; 76 Bl., 435 S. Mit 3 großen Holzschnitt-TVignetten und breitem szenischen Holzschnitt-Kopfstück. 36,6 x 23 cm. Pergament vom Anfang des 17. Jahrhunderts (mit stärkeren Bezugsläsuren, Fehlstellen, Flecken und Gebrauchsspuren, beschabt und bestoßen) mit Rücken- und Schnitttiteln. Venedig, Damiano Zenaro, 1593.

Eine der frühen posthum erschienenen Ausgabe der erstmals 1584 bei demselben Drucker erschienenen juristischen Entscheidungen, der "Conclusiones" des aus Sarzana stammenden Rechtsgelehrten Giuseppe Mascardi (1540-1587). "Secondo Mannucci il Mascardi compì i primi studi umanistici sulla scia del fratello maggiore Niccolò a Roma, presso il collegio gesuitico da poco istituito. Verosimilmente intorno al 1560 si trasferì a Pisa, dove intraprese gli studi giuridici presso il locale ateneo e si addottorò in utroque iure il 14 febbraio 1565. Tale destinazione e soprattutto i gravosi compiti annessi indussero il Mascardi a disperare di poter ultimare in breve tempo le sue monumentali Conclusiones probationum omnium quae in utroque foro quotidie versantur, convincendolo a licenziare per le stampe i primi due volumi che uscirono a Venezia per i tipi di Damiano Zenaro nel 1584" (Treccani). – Band I fehlen die letzten drei Blätter (5 Seiten), Titel blass gestempelt, etwas angestaubt, leicht wellig und nur vereinzelt etwas fleckig und mit Gebrauchsspuren.

Estimate
€ 300   (US$ 348)


Melanchthon, Philipp
Quaestiones grammaticae in usum scholae Ratispo...

Lot 567

Kein Nachweis im VD 16
Melanchthon, Philipp. Quaestiones grammaticae in usum scholae Ratisponensis collectae. 159 num., 1 w. Bl. Mit Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel, Wappenholzschnitt und blattgroßem Holzschnitt "Magister cum discipulis" am Schluss. 14 x 9,5 cm. Blindgeprägter Schweinsleder d. Z. (stark berieben, die Bildnisse auf den geprägten Mittelplatten nicht mehr identifizierbar, VDeckel mit einigen Wurmspuren) mit 2 intakten Messingschließen. Regensburg, Andreas Burger, 1593.

Nicht im VD 16, STC und bei Adams. – Einziger Druck von Melanchthons Regelwerk für den lateinischen Grammatikunterricht, speziell für den Gebrauch an Regensburger Schulen. In keiner der einschlägigen Bibliographien nachweisbar, das VD 16 kennt für das Erscheinungsjahr 1593 nur einen einzigen Druck der kurzlebigen Offizin Andreas Burgers, eine Schrift des Rektors am Regensburger Gymnasium Otto Gryphius (1561-1612). Melanchthons Einführungen in den Fächerkanon der Septem artes liberales erschienen mit jeweils regionalen Änderungen, die Quaestiones grammaticae z. B. auch für Sachsen, Württemberg oder Hamburg. Der Wappenholzschnitt am Schluss zeigt das Stadtwappen Regensburgs mit den beiden gekreuzten Schlüsseln, Attribut des heiligen Petrus, Patron des Regensburger Doms. Das Schlussblatt verso mit einem schönen "Magister cum discipulis-Holzschnitt".
– Anfangs etwas fleckig und gering wasserrandig, Titel mit kleinem Randeinriss. Mit einigen alten Unterstreichungen, erste Lagen leicht ausgebunden, Blätter F8 und G1 im unteren Bug gelöst, vorderer Vorsatz alt erneuert. – Beigebunden: Hadrian Junius. Nomenclator. Ad scholarum usum. 8 Bl., 289 (recte: 285) S. Mit figürlicher Holzschnitt-Titelbordüre. Augsburg, Michael Manger, 1595. - VD16 ZV 8799. - Lediglich in der Onlineversion des VD 16 nachgewiesener einziger Druck des lateinisch-deutschen Vokabulariums für den schulischen Gebrauch, hergestellt in der Augsburger Offizin von Michael Manger, der in den Jahren 1569 bis 1604 zahlreiche Einblattdrucke herstellte. Das Wörterbuch des niederländischen Humanisten Junius Hadrian (1511-1575) erschien in sieben verschiedenen lebenden Sprachen. - Titel mit Unterstreichungen und hs. Eintrag verso, erstes Textblatt sowie einige weitere mit Federproben, einige Blatt mit Tintenklecksen, hinterer Innenspiegel mit zeitgenössischem Besitzvermerk eines Lehrers oder Schülers.

Estimate
€ 2.000   (US$ 2.320)


Melanchthon, Philipp
Unterricht der Visitatorn an die Pfarrhern im K...

Lot 568

(Melanchthon, Philipp). Unterricht der Visitatorn an die Pfarrhern im Kurfürstenthumm zu Sachssen. 36 nn. Bl. (le. w.). Mit breiter Holzschnitt-TBordüre. 18,2 x 14,2 cm. Geheftet (am Rücken Montagereste). Wittenberg, o. Dr., (d. i. Philipp Ulhart d. Ä.), 1528.

VD16 M 2594. Benzing, Luther, 2494. Nicht bei Knaake und Kuczynski. – Erste deutsche Ausgabe der 1527 in lateinischer Sprache unter dem Titel "Articuli, de quibus egerunt per visitatores in regione Saxoniae" erschienenen Schrift Philipp Melanchthons mit der Vorrede Martin Luthers. Dieser bemerkt in seiner Vorrede: "Ich hab der Visitation büchlein auffs new lassen ausgehen, etliche stücke darinnen weggethan und geendert, als die dazumal zum anfang nötig waren, nach zu geben, umb der Schwachen willen. Welche nu hinfort nicht mehr sind noch sein sollen, sonderlich jnn diesem Fürstenthum und nehesten Nachtbarn, Weil das Wort Gottes nu klar und gewaltiglich scheinet …".
Die sächsische Visitatorenordnung war auf Wunsch Kurfürst Johanns in langen Diskussionen zwischen Luther, Bugenhagen, Melanchthon und Agricola entstanden und ging endlich Anfang Februar 1528 in Druck, wurde aber aus Papiermangel erst gegen Ostern fertig. Luthers Vorwort handelt von Bedeutung und Recht einer solchen Visitation.
"Die Artikel selbst behandelten in einfacher, unpolemischer Form die evangelischen Grundlehren, wie sie dem Volke vorgetragen werden sollten. Ferner wurde eine Verordnung über die Schaffung einer neuen kirchlichen Aufsichtsinstanz, die Superintendenten, beigefügt. Das letzte Hauptstück enthält eine ausführliche Schul-Ordnung, ein für die Geschichte der Pädagogik bedeutendes Dokument. Als Herzog Heinrich die Kirche seines Freibergischen Gebiets mittels einer Visitation reformieren ließ, bat er Luther um eine revidierte Neuausgabe der Visitationsordnung von 1528. Sie ist bemerkenswert durch einige Abänderungen, die eine noch schärfere Ausprägung des protestantischen und evangelischen Standpunktes erkennen lassen. Diese Fassung galt bis zu Luthers Tod" (Kocher-Benzing 235 und 236). – Titel etwas knapp beschnitten (oben und rechts leicht auf die schwarze Umfassungslinie), gering fleckig, gegen Ende ein blasser Feuchtrand, sons gut erhalten.

Estimate
€ 500   (US$ 580)


Mercati, Michele
Instruttione sopra la peste

Lot 569

Mercati, Michele. Instruttione sopra la peste. Nella quale si contengono i piu eletti & approvati rimedij, con molti nuovi e potenti secreti cosi da preservarsi come da curarsi. Aggiunteui tre altre instruttioni sopra i veleni occultamente ministrati podagra & paralisi. 12 Bl., 143 S. Mit Holzschnitt-Titelvignette. 21,5 x 15,5 cm. HPergament des 19. Jahrhunderts (fleckig und berieben, mit RTitel und 2 hs. Signaturschildchen). Rom, Vincenco Accolto, 1576.

Durling 3082. Vgl. Poggendorff II, 121. – Seltene erste Ausgabe der medizinischen Abhandlung über die Pest. Der italienische Universalgelehrte Michele Mercati (1541-1593) war päpstlicher Leibarzt und Gründer des Botanischen Gartens des Vatikans, wo er zahlreiche Arzneipflanzen kultivierte. In Erinnerung geblieben ist er vor allem als Archäologe. Als Reisebegleiter des Kardinals Ippolito Aldobrandini sammelte Mercati unzählige Steinwerkzeuge, Fossilien und Mineralien, seine heute verschollene Sammlung galt als die größte und bedeutendste ihrer Art. – Titel mehrfach gestempelt. Etwas stockfleckig, wenige Blatt papierbedingt auch gebräunt.

Estimate
€ 600   (US$ 696)



Morel, Guillaume
Tabula compendiosa

Lot 570

Morel, Guillaume (Hrsg.). Tabula compendiosa de origine, successione, aetate, et doctrina veterum philosophorum, ex Plutarcho, Laertio, Cicerone, & aliis eius generis scriptoribus. Cum Hier. Wolfii annotationibus. Additus est index. 8 Bl., 496 S., 28 Bl. 16,5 x 10 cm. Flexibler Pergamentband d. Z. (VDeckel mit bräunlichem Feuchtigkeitsrand, mit Signaturrückenschild) mit hs. RTitel. Basel. Johann Herwagen und Eusebius Episcopius, 1580.

VD16 M 6309. – Einzige Sammelausgabe von vier auch separat erschienenen Schriften (und im Anhang mit einem Briefabdruck), kompliliert und herausgegeben von dem Pariser Gelehrten Guillaume Moret (1505-1564) und mit Anmerkungen versehen von Hieronymus Wolf (1516-1580), dem Begründer der deutschen Byzantinistik. I: Hermias. Insectatio dissentientium inter se philosophorum. - II: Desiderius Jacotius. De philosophorum doctrina ex Cicerone. - III. Hieronymus Wolf. Progymnasma scholasticum in aliquot Ciceronis sententias. - IV: Gregor von Nazianz: Alphabethon ethikon, morale ABC. - V. Matthias Schenk. Epistola. – Titel im unteren Rand mit hinterlegtem länglichem Blattausschnitt sowie sehr kleinen Läsuren. Etwas stärker gebräunt und braunfleckig, sonst wohlerhalten. Innenspiegel mit Eintrag und montiertem Exlibris.

Estimate
€ 240   (US$ 278)



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