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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Manuscripts, Incunables, Theology » to the Book Department
Manuscripts, Incunables, Theology Catalogue Price EURO 15,00
Auction Date Tue Apr 17, 16:00 CET


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Main Image Description Status
Brisson, Barnabé
Lexikon iuris

Lot 1049

Brisson, Barnabé. Lexikon iuris. 3 Teile in 1 Band. 6 Bl., 698 Sp.; 4 Bl., 296 Sp., 1 w. Bl.; 194 Sp. Mit 4 Holzschnitt-Druckermarken. 34,5 x 22,5 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig und leicht berieben). Frankfurt, Johann Wechel für Sigmund Feyerabend, Heinrich und Peter Dack, 1587.

VD16 B8332. Adams B 2853. STC 154. IA 125,112. – Einzige Ausgabe dieses umfangreichen Wörterbuchs der juristischen Termini. Barnabé Brisson (in der latinisierten Form: Barnabas Brissonius; 1531-1591) war ein aus Fontenay-le-Comte stammender französischer Jurist und Staatsmann. Sein "Lexikon iuris" bzw. das "De Verborum" gehört zu den in dieser Zeit am meisten konsultierten Rechtswörterbüchern und blieb für die folgenden Jahrhunderte das grundlegende Standardwerk sowie eine Autorität für alle ihm folgenden Lexikographen. Der dritte Teil enthält François Hotmans "De verbis feudalibus ..." sowie vier weitere Aufsätze von ihm. – Titel des ersten Teils mit hs. Anmerkungen. Zu Beginn mit kleinem Wurmgang im unteren Rand. Gering gebräunt und minimal braunfleckig.

Estimate
€ 350   (US$ 413)


Hammer Price
€ 320 (US$ 377)


Cardano, Girolamo
Somniorum synesiorum

Lot 1050

Cardano, Girolamo. Somniorum synesiorum omnis generis insomnia explicantes, libri IIII. Quibus accedunt, eiusdem haec etiam. 2 Teile in 1 Band. 22 Bl., 278 S., 1 Bl.; 18 Bl., 413 S., 1 Bl. 20,5 x 14,5 cm. Mit Holzschnitt-Druckermarke am Schluss und einigen figürlichen Initialen. 20,5 x 14,5 cm. Etwas späteres Kalbsleder (etwas berieben, Rücken stärker knickspurig, vorderes Gelenk schwach, etwas bestoßen, ohne die Schließbänder) mit RVergoldung und goldgeprägter Vignette auf den Deckeln. Basel, Sebastian Henricpetri, 1585.     

VD16 C 929. Adams C 693. Durling 832. Caillet 2025. – Zweite Ausgabe dieser vielseitigen Sammlung von Cardanus (1501-1576) Schriften, darunter die frühe Abhandlung über Schlaf, Schlaflosigkeit, Traum, Traumdeutung, natürliche und übersinnliche Träume, die seine Lebensentscheidungen beeinflusst haben. Im zweiten Teil seine Autobiographie, erstmals 1544 erschienen, sowie medizinische, philosophische und mathematische Schriften, darunter die interessante Abhandlung über Edelsteine und Farben. – Titel mit zwei hs. Besitzvermerken, gestempelt. Zu Beginn in der oberen äußeren Ecke etwas leicht feuchtrandig. Stellenweise stärker gebräunt und braunfleckig, selten mit Textunterstreichungen.

Estimate
€ 500   (US$ 590)


Hammer Price
€ 1.800 (US$ 2.124)


Cicero, Marcus Tullius
Opera philosophica

Lot 1051

Cicero, Marcus Tullius. Opera philosophica. Opera epistolica. 2 Teile in 1 Band. 6 nn., CLXXVI num.; 11 nn., CLXXXI num., 9 Bl. (le. zwischengebunden nach Fol. C). Mit 2 breiten Holzschnitt-Titelbordüren und 2 großen Holzschnitt-Druckermarken des Jean Petit und zahlreichen Schwarzgrund-Initialen. 32 x 22 cm. Hellbraunes Schafsleder d. 18. Jahrhunderts (Gelenke lädiert, Kapitale gerissen, Bezug teils lose, Gebrauchsspuren, Flecke, Fehlstellen, unfrisch) mit hs. RSchild. Paris, Jehan Petit für Josse Badius Ascensius, 1521-1522.

Schweiger II, 103. Nicht im STC, nicht bei Adams. – Große Cicero-Werkausgabe von dem französischen Drucker Jean Petit (Johannes Parvus) für Josse Badius Ascensius, zu der Schweiger schreibt: "Der Text der einzelnen Aldinen-Ausgaben ist hier wiederholhlt und die Varianten der vorigen Ascensiana am Rande beigefügt" (a. a. O.). Die schöne Druckermarke des Jean Petit mit der Lilie in dem von Löwen gehaltenen Wappenschild, darüber das Flechtband um den Baum herum, im Wappen die Initialen "I.P." unten "IEHAN PETIT" (vgl. Konrad Haebler, Verlegermarken des Jean Petit, Halle 1914, Abb. VII und XIV, beide ähnlich aber die vorliegenden nicht bei Haebler verzeichnet). – Der erste Titel verso hinterlegt und etwas stärker angestaubt und fleckig, oben etwas knapp beschnitten (leicht in die Bordüren), vereinzelte Bräunungen, Flecken und Feuchtränder, hier und da einige ältere Tinteneinträge und Marginalien, unwesentliche, winzige Wurmlöchlein, wenige Blätter mit Randläsuren. Im Block guterhaltenes Exemplar aus der Bibliothek des "Monsieur de Joubert", dem "Président de la Cour des Aides de Montpellier" mit dessen Wappenexlibris (das gekrönte, von Greifen gehaltene Wappen vor Theatervorhang mit Blumen, darüber in der Exedra die Bibliothek).

Estimate
€ 900   (US$ 1.062)


After-Sales Price
€ 800   (US$ 944)


Cicero, Marcus Tullius
Opera quae aedita sunt hactenus omnia

Lot 1052

Cicero, Marcus Tullius. (Opera quae aedita sunt hactenus omnia). Opera epistolica [und] Opera philosophica [und] Annotationes. Teile III-IV (von 4) in 1 Band. 6 Bl., 418 (recte 416) S.; 10 Bl., 402 (recte 403) S.; 59 (von 60; ohne das Errata-Blatt) Bl. Mit zusammen 4 Holzschnitt-Druckermarken und zahlreichen Holzschnitt-Initialen. 33 x 24 cm. Pappband des 19. Jahrhunderts (Rücken gelöst, stark berieben, etwas bestoßen). Basel, Johann Herwagen, 1534.

VD16 C 2815. STC 207. IA 137.908. Schweiger I, 103. Dibdin II, 393. Nicht bei Adams. – Erste bei Herwagen in Basel erschienene Ausgabe, die auf der Baseler Ausgabe von Bentinus aus dem Jahre 1528 basiert, diese jedoch verbessert und erweitert. "Herwagen wurde 1522 in Straßburg eingebürgert und richtete sich in der Elisabethenstraße eine mit Typen, Initialen und Titeleinfassungen wohl ausgestattete Druckerei ein. In guten Texteditionen brachte er über 100 Drucke von Luther, Melanchthon, Franz Lambert und anderen Reformatoren heraus ... 1528 wurde er Bürger zu Basel und wurde in die Schlüsselzunft aufgenommen" (NDB VIII, 719 f.). – Am Schluss fehlt das Errata-Blatt. Das letzte Blatt mit kleiner Fehlstelle (leichter Buchstabenverlust). Der dritte Teil oftmals mit Textunterstreichungen und Randanmerkungen in Tinte, beim vierten Teil nur stellenweise. Leicht gebräunt, stock-, braun und fingerfleckig, selten mit Tinten- bzw. Farbwischern. Hinteres Innengelenk schwach. Vorsätze erneuert.

Estimate
€ 600   (US$ 708)


After-Sales Price
€ 400   (US$ 472)


Bonifatius VIII.
Liber sextus decretalium

Lot 1053

Corpus Iuris Canonici. - Bonifatius VIII. Liber sextus decretalium. Clementis Papae V. Constitutiones extravagantes tum viginti D. Joannis Papae XXII. tum communes. Haec omnia cum suis glossis suae integrati restituta, & ad exemplar Romanum diligenter recognita. 3 Teile in 1 Band. 4 Bl. 870 Sp.; 2 Bl., 348 Sp.; 364 Sp., 12 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und 4 (1 ganzseitigem) Textholzschnitt. 40 x 24 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (leicht berieben und angestaubt, ohne die beiden Schließbänder) über Holzdeckeln mit zwei goldgeprägten Wappen auf den Deckeln. Lyon, o. Dr. (Compagnie des Libraires), 1584.

IA 122.040. Nicht bei Adams. – Druckvariante, im gleichen Jahr erschien bei derselben Verlegergemeinschaft ein zweiter Druck mit abweichender Kollation. Sammlung päpstlicher Erlasse zum Kirchen- und Personenrecht. Der ganzseitige Holzschnitt zeigt den Papst, umgeben von Beratern, eingerahmt von den Evangelisten, Propheten, Kirchenlehrern etc. – Mal mehr, mal weniger gebräunt, stellenweise leicht feuchtrandig, gering braunfleckig.

Estimate
€ 300   (US$ 354)


Hammer Price
€ 480 (US$ 566)


Curtius, Rochus
Tractatus perutilis et quotidianus de jure patr...

Lot 1054

Curtius, Rochus. Tractatus perutilis et quotidianus de jure patronatus. 37 num. Bl. Mit großer Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und kolorierter Holzschnitt-Initiale, Titel in Rot gedruckt. 40,5 x 28 cm. Modernes Halbpergament mit Marmorpapier-Deckelbezug. (Lyon), o. Dr. (d. i. Vincent de Portonariis), (1520).

Nicht im STC und nicht bei Adams (vgl. aber C 3115). – Erste Ausgabe eines Kommentars über das "Jus Patronatus", das Kirchenpatronat als Teil des kanonischen Rechts in einem sehr seltenen Postinkunabeldruck. Der Drucker Vincent de Portonariis, de Tridino de Monte Ferrato nennt sich nicht im Kolophon, ist lediglich durch die Holzschnitt-Druckermarke identifizierbar. So finden sich in kaum einer Bibliothek richtige Angaben oder die Nennung des Druckers. Nach der vorliegenden sind noch zwei weitere Ausgaben desselben Verlegers bzw. Druckers in den Jahren 1526 und 1532 nachweisbar.
Behandelt werden die Rechtsgrundlagen zum Kirchenpatronat (ius patronatus), also die Privilegien und Verpflichtungen der Kirchenfürsten und Weltgeistlichen gegenüber ihren Hörigen in Bezug auf die als Lehen gegebenen Ländereien, den Gotteshäusern, Gütern etc. Der Kommentar von Rochus Curtius (über den keine weiteren Information bis dato verfügbar sind) widmet sich den einzelnen Paragraphen, ein alphabetisches Register erschließt den Band. – Wenige hs. Marginalien und Unterstreichungen in Sepiatinte, teils zeitgenössisch, teils etwas später, die hübsche Zierinitiale "I" reizend, wenn auch später, koloriert. Wenige Blätter am Schluss mit minimaler Tintenspur im Seitenrand, kaum fleckig oder gebräut, insgesamt ein sehr schönes Exemplar dieses Druckes in prächtiger Typographie (Titel als kopfstehende Pyramide in Rot); bemerkenswert breitrandig, gedruckt auf kräftigem Papier.

Estimate
€ 500   (US$ 590)


Hammer Price
€ 1.300 (US$ 1.534)


Dioscorides, Pedanius
De medicinali materia libri sex, Ionne Ruellio ...

Lot 1055

Dioscorides, Pedanius. De medicinali materia libri sex, Ioanne Ruellio Suessionensi interprete. 16 Bl., 790 S., 1 w., 8 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke und ca. 394 Textholzschnitten. 17 x 12 cm. Modernes Leinen mit goldgeprägtem RTitel. Lyon, Balthazar Arnoullet, 1552.

Durling 1153. Wellcome I, 1789. Baudrier X, 130. Nissen 499. Pritzel 11524. Vgl. Mortimer 176. Nicht bei Adams und im STC. – Zweite bei Arnoullet gedruckte Ausgabe der lateinischen Übersetzung des Jean Ruel. Mit der Holzschnitt-Druckermarke "iusto violentia cedit" auf dem Titel. Unter den zahlreichen Textholzschnitten finden sich insgesamt 15 Darstellungen verschiedener Säuge-, Schalen- und Meerestiere. Die restlichen Holzschnitte illustrieren eine Vielzahl botanischer Arten mit zahlreichen Blumen und Pflanzen. Die meisten Holzschnitte stammen von Cl. Boussy, der sie 1547 für eine Ausgabe des Fuchsschen Kräuterbuches schuf. – Titelblatt mehrfach gestempelt und mit hs. Besitzvermerk. Die Seiten 78 mit zeitgenössischen Annotationen. Die letzten Blätter mit Wasserfleck im oberen Rand. Die letzten 8 Blätter deutlich stärker befallen und in den Rändern sehr fragil, zudem auch sporfleckig sowie teils mit größeren Fehlstellen und Wurmspuren. Bis auf die letzten Lagen, sauberes und wohlerhaltenes Exemplar mit den prägnant gedruckten Holzschnitten. Mit montiertem Exlibris auf dem Innenspiegel.

Estimate
€ 300   (US$ 354)


Hammer Price
€ 420 (US$ 495)


Donellus, Hugo
Commentarii absolutissimi

Lot 1056

Donellus, Hugo. Commentarii absolutissimi ad II. III. IV. VI. et VIII. libros Codicis Justinianei. Teil I (von 2). 6 Bl. (l. w.), 790 S., 1 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit 2 Holschnitt-Druckermarken. 34,5 x 20,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. über Holzdeckeln (gering fleckig und berieben) mit 2 ziselierten Messingschließen (ein Schließhaken abgebrochen) und hs. RTitel. Frankfurt, Palthenius, 1599.

VD 16, D 2338.
– Erste Ausgabe seines Kommentars zu den fünf Einzelbüchern des Codex Iustinianus, hier allerdings nur der erste von zwei zusammengehörenden Teilen. Der französische Jurist Hugo Donellus (1527-1591) "war eine groß angelegte Persönlichkeit, von männlicher Entschiedenheit und stolzer Haltung, der seine religiöse und wissenschaftliche Ueberzeugung in allen Lagen des Lebens muthig vertrat. In der Rechtswissenschaft ist er neben Cujas die bedeutendste Erscheinung des 16. Jahrhunderts, steht aber zu diesem im Gegensatze dadurch, daß er gegenüber der philologisch-antiquarischen Richtung die systematische Synthese (ars juris) als wissenschaftliches Ziel verfolgt, dem die gelehrte Exegese nur als Hülfsmittel zu dienen hat" (ADB V, 332). Zweispaltiger Druck. – Gebräunt, erste Lagen mit schmalem Wasserrand. Titel mit hs. Besitzeintrag, anfangs mit kleinerer Säurespur im unteren Bug (dort auch teils mit Loch), Titel und erstes Textblatt auch mit kleiner Wurmspur im oberen Rand. Titel verso mit fliegend montiertem Portraitkupferstich des Verfassers, gestochen von Crispijn de Passe d. Ä. (1564-1637, Portraitkupfer nicht in Hollstein), dieser verso gestempelt (Sammlung E. Fabricius, Berlin, Lugt 847a und 919bis).

Estimate
€ 350   (US$ 413)


Hammer Price
€ 330 (US$ 389)


Einbandbeschläge
Ca. 50 Metallbeschläge, teils aus Messing, teil...

Lot 1057

Einbandbeschläge. Ca. 50 Metallbeschläge, teils aus Messing, teils aus vergoldetem Silberblech, aber auch aus Silberdraht, massivem Silber etc., darunter auch einige Schließeschläge mit Scharnieren, Eck- und Kantenbeschlägen mit Buckeln. Zwischen 3 x 1 cm, 5 x 5 cm bis 2 x 27 cm. Verschiedene Länder, 16.-19. Jahrhundert.

Vorhanden sind: vier Eckbeschläge mit Buckelfassungen (einst für Edelsteine) aus dem 16. Jahrhundert, ein besonders schöner, aus feinstem Silberdraht geschmiedeter dreiteiliger barocker Schließbeschlag mit zahlreichen floralen Elementen, knolligen Blütenknöpfen aus Silberkügelchen, mit Scharnier, Vorderdeckel- und Rückdeckelbeschlag. Dieser stammt vom Ende des 17. Jahrhunderts. Ferner zwei Beschläge eines slavischen, möglicherweise griechisch-orthodoxe oder russischen Buches in Blattform mit den punzierten Figuren der Maria Eleusa und Maria Regina Dei, zwei schwere, massive Silberschließen mit floralen Elementen vom Ende des 18. Jahrhunderts sowie mehrere Schläge des 19. Jahrhunderts, teils in vergoldetem und versilberten Messing oder Blech, auch mit orientalischen Ornamenten. Hübsch sind auch die langen Bandschließen, die ca. 2 x 27 cm messen, jeweils 2 mit Scharnieren und Schließbügeln und 2 mit je einem Knopf sowie Bohrlöchern für die Kupfernägel. Mit ihnen wurde das ganze Buch umschlossen, also "gesichert", sie sind mit hübschen Floralranken geziert. – Wenige Gebrauchsspuren, teils etwas angestaubt und oxidiert, wenige Teile verbogen und mit kleinen Defekten, meist aber sehr gut erhalten.

Estimate
€ 400   (US$ 472)


Hammer Price
€ 260 (US$ 306)


Erasmus von Rotterdam, Desiderius
Novum instrumentum omne, - Biblia graeca.

Lot 1058

Die erste Veröffentlichung des
Neuen Testaments in seiner Ursprache

Erasmus von Rotterdam, Desiderius. Novum instrumentum omne, diligenter ab Erasmo Roterodamo recognitum & emendatum. 2 Teile in 1 Band. 14 Bl., 324 S., 224 (recte 230) S., 1 w. Bl., S. 225 (recte 231)-672 (recte 632), 2 Bl. Mit 3 jeweils vierteiligen Holzschnitt-Bordüren von Urs Graf, Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und am Schluss, einigen figürlichen Holzschnitt-Initialen und Ornamentleisten; 1 Ornamentleiste und 2 Initialen zu Beginn der Paulusbriefe in Rotdruck. 30 x 21,5 cm. Pergamentband des 17. Jahrhunderts über Holzdeckeln mit spanischen Kanten und 2 späteren RSchildern (etwas fleckig, ohne die Schließbänder). Basel, Johannes Froben, 1. III. 1516.

VD16 B 4196. Darlow-Moule 4591. Adams B-1679. Reinitzer, Biblia deutsch Nr. 52 und 52a. Van der Haeghen II, 57. Lonchamp 1880. – Erste für die Reformation grundlegende Ausgabe des Neuen Testaments in seiner Ursprache. Erasmus hatte für diese Ausgabe nur für ihn in Basel zugängliche Manuskripte herangezogen. Für die Offenbarung lag dem Herausgeber kein einziger griechischer Codex vor, so daß er dieses Buch aus der Vulgata ins Griechische rückübersetzen musste, mit entsprechenden textkritischen Mängeln.
Mit dieser Ausgabe versetzte Erasmus jedoch seine Zeitgenossen in die Lage, "das Studium der Theologie auf die Hl. Schrift zu gründen und deren Verständnis zu erneuern. Dem griechischen Text ist eine lateinische, von der Vulgata abweichende, selbständige Übersetzung beigegeben (gegenübergestellt), zudem Anmerkungen (annotationes), in denen die Abweichungen vom bislang tradierten Wortlaut gerechtfertigt, dunkle Stellen erklärt, bisweilen auch moralisch-zeitkritische Ermahnungen gegeben werden" (Reinitzer).
"The success of Erasmus' version among scholars was immediate. It was the first field, and this fact, combined with the reputation of the editor , its relative cheapness and convenience and its wider distribution, kept it in possession of the field of the next two and a half centuries. It formed the basis of the New Testament translation of both Luther and Tyndale and hence had a profound influence on later Protestant versions of the Bible" (PMM 46 mit Abb.). – Blatt aa2 im Oberrand etwas knapp, bis auf die Einfassungslinie der Bordüre, beschnitten, sonst gutes breitrandiges und annähernd fleckenfreies Exemplar aus der Bibliothek des amerikanischen Gelehrten und Theologen John S. Harford Junior mit dessen gestochenen Exlibris auf dem vorderen Innendeckel.
1

Estimate
€ 48.000   (US$ 56.640)


After-Sales Price
€ 40.000   (US$ 47.200)



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