Please enter search terms:

BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

Sprache / Lingua / Language


Catalogue Contents

Catalogue Manuscripts, Incunables, Theology » to the Book Department
Manuscripts, Incunables, Theology Catalogue Price EURO 15,00
Auction Date Tue Apr 17, 16:00 CET


» Entire Catalogue (Lots 1001 - 1210)

» Catalogues (Order)

» Terms and Conditions (PDF)
» First Time Bidders (as PDF)
» Form for your bids (PDF)
All Chapters Handschriften und Einzelblätter / Manuscripts / Manoscritti
to
Faksimiles / Facsimiles / Facsimili
» Chapters

1 2 3 4 5 6 7 8 9 ... 20   first pagerewindprevious pagenext pagefast forwardlast page

Main Image Description Status
Concilium Constantiense
Acta Scitu dignissima docteque concinnata Const...

Lot 1039

Die "Acta et Decreta" der beiden bedeutendsten Konzilien des 15. Jahrhunderts: Konstanz und Basel
Concilium Constantiense. Acta et decreta. Acta Scitu dignissima docteque concinnata Constantiensis concilii celebratissimi. 112 nn. Bl. (le. w.). 36 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 14,8 x 9,8 cm. Format: 21,2 x 14 cm. Mit Initialspatien. Holzdeckelband d. Z. (verinzelte minimale Wurmstiche, kaum fleckig oder bestoßen) mit breitem blindgeprägten Schweinslederrücken und punzierter Kuperschließe (grün oxidiert) sowie (neuerem) hs. RTitel. Hagenau, Heinrich Gran für Johann Rynman, 11. IV. 1500.


Hain-Copinger-Reichling 5609. GW 7287. Goff C 800. Proctor 3203. Pellechet 4174. Bodleian C-413. Bornatico 20. Collijn 2. Deckert 229. Günther 1115. Hubay Augsburg 617. Hummel-Wilhelmi 204. Kind 899. Madsen 1255. Oates 1330. Ohly-Sack 910. Raffel 171. Rhodes 614. Sheehan C-395. Walsh 1084. BMC III, 687. BSB-Ink D-95. CIBN D-71. CIH 1059. IBE 1719. IBP 1671. ISTC ic00800000. – Wichtige Ausgabe mit Quellencharakter der offiziellen Berichte über die 45 Sessionen des Konzils von Konstanz, die zwischen 1414 und 1418 stattfanden. Die von Jakob Locher und Konrad Summenhart nach einem Manuskript aus dem Besitz des Hieronymus de Croaria herausgegebene Schrift enthält auch einen Einleitungsbrief und mehrere Gedichte derselben. Besonders hervorzuheben ist der auf den Blatt n5 verso, und o7 recto gedruckte Text "Errores Iohannis Wickleff et Iohannis Huss damnati in concilio Constantiniensi", der hier in einer der frühesten (für Wyclif vermutlich der ersten) gedruckten Ausgaben vorliegt. – Titelblatt mit ersetztem Ausriss oben (nur verso geringer Textverlust), Blatt 2 mit Rasur im oberen Steg, im Block etwas wellig und von oben und unten etwas feuchtrandig, etwas streng gebunden, insgesamt aber ordentlich erhalten und sehr schön zeitgenössisch gebunden. – Beigebunden: Decreta concilij Basiliensis. Ad urbem Basileam epigrama Sebastiani Brant. 112 nn. Bl. 43 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 14,8x 9,5 cm. Mit 14 holzgeschnittenen 9-zeiligen Kasteninitialen und 28 gotischen Balkeninitialen sowie zahlreichen kleineren Holzschnitt-Initialen. Basel, Jakob Wolff, nach dem 1. III. 1499. - Hain-Copinger 5605. Copinger 1736. GW 7284. Goff C-799. Proctor 7707. Pellechet 4173. Bodleian C-410. Bornatico 18. Collijn 478. Deckert 228. Ernst 53. Günther 428. Hubay 616. Hubay. Kaufmann-Nabholz 766. Schäfer 110. Kind 898. Madsen 1359. 1360. Ohly-Sack 906-908. Rhodes 613. Sack 1073. Schlechter-Ries 505. Sheehan C-394. Walsh 1235. 1236. Zdanevyč 146. BMC III, 777. BSB-Ink D-94. CIBN D-70. CBB 1249. CIH 1058. IBP 1670. IGI 3117. ISTC ic00799000. - Erste und einzige Ausgabe der Statuten des Basler Konzils Concilio di Basilea (1431-1449), die in der Inkunabelzeit erschien, gedruckt von dem Pforzheimer Jakob Wollf in Basel nach der Textbearbeitung des Rechtsgelehrten Sebastian Brant (1457-1521). "Die einzige Wiegendruckausgabe enthält alle Protkokolle bis zur 45. und letzten Sitzung vom 16. Mai 1443 und am Ende Papst Nikolaus V. 'Bulla Ut pacis'. Ausgestattet ist der Druck mit Initialen aus vier Wolffschen Serien". Die Wasserzeichen bestehen aus "Verschiedenen Formen 'Ochsenkopf' (dabei Piccard X, 529), 'Hand' u. a." (beides nach Schäfer). - Durchgehend etwas stärker wasserrandig, teils mit vereinzelten Sporflecken von oben, nur wenige Blätter mit Rissen und Papierläsuren.

Estimate
€ 6.000   (US$ 7.380)


Hammer Price
€ 4.700 (US$ 5.781)


Beatae Mariae Virginis
Sammlung von 36 beidseitig gedruckten Einzelblä...

Lot 1040

Beatae Mariae Virginis. - Sammlung von 36 beidseitig gedruckten Einzelblättern (32 auf Pergament, 4 auf Bütten), teils auch in Rotdruck, aus verschiedenen Stundenbüchern mit szenischen und figürlichen Metallschnittbordüren sowie rubrizierten Initialen und Lombarden in Rot und Blau, zumeist goldgehöht. Ca. 18,5 x 11,5 bis 21 x 14 cm. Lose Blatt, sauber unter Passepartout montiert. Frankreich um 1500.

Prächtige, sauber unter Passepartout montierte Sammlung ausgesprochen dekorativer Einzelblätter, beidseitig und zumeist auf Pergament gedruckt. Der Text in Französisch und Latein. – Wenige Blatt mit hs. Text im unteren weißen Rand, vereinzelt leicht fingerfleckig. Insgesamt sauber und von sehr schöner Erhaltung.

Estimate
€ 1.500   (US$ 1.845)


Hammer Price
€ 1.200 (US$ 1.476)


Albrecht V., Herzog von Bayern
Des löblichen Haus und Fuerstenthumbs Obern unn...

Lot 1041

DRUCKE VOR 1600

Wichtige Kodifizierung der Adels- und Bügerfreiheiten

Albrecht V., Herzog von Bayern. -Des löblichen Haus und Fuerstenthumbs Obern unnd Nidern Bayren Freyheiten, von ainem Regierenden Fuersten von Bayren, auff den andern, gemainem Landt; gegeben, vernewt und bestettigt ... jetzt gemehrt ... 2 Bl., 237, 1 S., 7 Bl. Mit großer Holzschnitt-Wappenvignette auf dem Titel. 29 x 20 cm. Pergamentband des 18. Jahrhunderts (etwas angestaubt, fingefleckig und mit winzigen Wurmlöchlein sowie einem kleinen Gelenkeinriss) unter Verwendung wohl eines Inkunabel-Doppelblatts aus einem Missale in Schwarz- und Rotdruck, mit 2 (von 4) Lederlitzen als Bindebändern. (München, Adam Berg, 1568).

VD16 B 954. Pfister I, 4282. Maillinger I, 271. – Erste eigenständige, neu aufgesetzte, völlig überarbeitete und vermehrte Ausgabe der Sammlung von Adelsprivilegien, den "Freiheiten", die auf einen ersten Druck des Jahres 1514 rekurrieren (Landshut, Johann Weißenburger; VD16 B 953). Enthalten sind in 64 Briefen die Namen von Adeligen aber auch Angehörigen der Bürgerschaft, die wichtige, maßgebliche und zu Präzedenzfällen dienende Urkunden und Dokumente siegelten. So werden die seit dem Aufkommen des Stadtwesens im 14. Jahrhunderts immer wichtiger werdenden Privilegien und Regelungen, die etwa Zoll- und Salzstraßen, Jagdsteuern, Fischfang, Getränkesteuern, Wohnungswechsel, Erbschaften etc. betreffen im Druck kondifiziert.
Nach Brief Nummer 50 findet sich auch ein "Briefformular", eine "Forma, wie die von den dreyen Stenden gemainer Landschafft, der ainigung halb beybriefe geben haben ..." (S. 177), nach der man Urkunden aufsetzen konnte. – Außergewöhnlich schönes, hervorragend erhaltenes, kaum irgend fleckiges, sehr sauberes und bemerkenswert breitrandiges, sicher niemals benutztes Exemplar dieses für die tägliche Praxis so wichtigen Buches. Auch das Pergament des Einbands ist interessant, handelt es sich doch um eine Graduale-Handschrift mit liturgischem Text wohl noch aus dem 15. Jahrhundert in 2 Kolumnen zu 32 Zeilen mit eingedruckten roten Überschriften und hübschen Minuskel-Initialen.

Estimate
€ 700   (US$ 861)


Hammer Price
€ 500 (US$ 615)


Alexander ab Alexandro
Genialium dierum libri VI

Lot 1042

Alexander ab Alexandro. Genialium dierum libri VI. 16 nn Bl. (l. w.), 1021 (recte 1029) S., 1 w. Bl. 17 x 12 cm. Lederband d. 19. Jahrhunderts (berieben, Ecken, Kanten und Kanten etwas beschabt; alte Deckelbezüge montiert, ob. Kapital bestoßen) mit RVergoldung. Paris, Vascosan, 1549.

IA 103.239. Vgl. Savigny VI, 457f. Nicht bei Adams. – Frühe Ausgabe vom Hauptwerk des aus Neapel stammenden humanstischen Rechtsgelehrten Alexander ab Alexandro (1461-1523): "Behandelt unter andern mehrere Pandektenstellen, hauptsächlich von Seiten der Sprachkunde. Das Wichtigste aber ist der darin enthaltene Versuch einer Herstellung der zwölf Tafeln" (Savigny). Sein Genialium dierum erschien zuerst 1522 in Rom und wurde bis zum Ende des 17. Jahrhunderts in zahlreichen Auflagen gedruckt. Es gilt als zentrales Werk der frühen Humanisten und prägte wesentlich die weitere Rezeption der römischen Rechtsprinzipien. – Titel etwas, sonst nur vereinzelt leicht fleckig. Vorsätze leimschattig. Wohlerhaltenes und überwiegend sauberes Exemplar.

Estimate
€ 240   (US$ 295)


After-Sales Price
€ 160   (US$ 196)


Amman, Jost
Kunst- und Lehrbu¨chlein

Lot 1043

Der "Ander Teil" nicht im VD16 verzeichnet
Amman, Jost. Kunst- und Lehrbüchlein für die anfahenden Jungen, daraus reisen und malen zu lernen darinnen allerley Art lustige und artliche fürreissung von Manns und Weybsbildern deßgleichen von Kindlein, Thierlein und andern stucklein. 72 Bl. mit 92 (23 beidseitigen) blattgroßen Holzschnitten [und:] II. Derselbe. Der ander Theil deß neuwen Kunstbuchs, in welchem reissen und mahlen zu lernen, allen Kunstliebhabern zu nutz an Tag geben. 62 Bl. mit 61 (1 beidseitigen) blattgroßen Holzschnitten und Holzschnitt-Druckermarke am Schluss [und:] III. Derselbe und Johannes Melchior Bocksberger. Thierbuch, sehr künstliche und wolgerissene Figuren, von allerley Thieren. 108 Bl. Mit Holzschnitt-Titelvignette und 107 Textholzschnitten. 2 Werke in 3 Teilen in 1 Band. 17,5 x 13,5 cm. Pergament des 17. Jahrhunderts (Rücken etwas später mit goldgeprägtem Leder überzogen, obere Kante mit Nagespuren, etwas fleckig und angestaubt, ohne die beiden Bindebänder, Deckel geworfen) mit goldgeprägtem Monogramm "H F" und der Jahreszahl "1646". Frankfurt, Feyerabend bzw. Erben Feyerabend, 1580-1592.

I. VD16 A2301 (falsche Kollation: 92 statt 72 Bl.). IA 104.817. New Hollstein, Jost Amman, VII, 169. Vgl. Adams A 969 (Ausgabe von 1599). Graesse I, 102f. (Ausgabe von 1578). Lipperheide Cg 51 (Ausgabe von 1599). - II. IA 104.816. New Hollstein, Jost Amman, VII, 169. Nicht im VD16. - III. VD16 S 2261. Vgl. Graesse I, 102 (Ausgabe von 1569). New Hollstein, Jost Amman, VII, 159 (Ausgabe von 1579). – I. Zweite Ausgabe, des erstmals im Jahr zuvor erschienenen Kunstlehrbuchs. Der Leser wird an Hand der gezeigten Holzschnitte von Männern und Frauen in verschiedenen Gewandungen, mythologischen Szenen, Heiligendarstellungen, Allegorien, Soldaten, Reitern und vielem mehr, in der Kunst, diese abzubilden, unterrichtet.
II. Erste Ausgabe, die den ersten Teil um eine Vielzahl an Darstellungen ergänzt und fortführt.
III. Dritte Ausgabe. Erstmals erschien die Abhandlung über die Tiere 1569. Jost Amman (1539-1591) und Johannes Melchior Bocksberger zeigen verschiedene Ansichten der Tiere sowie ihren Lebensraum. Des Weiteren werden Informationen zur Geschichte, den Eigenschaften und den Lebensbedingungen in Reimform genannt. Tiere wie der Elefant, der Tiger, das Kamel, das Stachelschwein oder ein Otter, finden ebenso Erwähnung wie das Einhorn, der Drache oder der Greif. Zum Biber heißt es beispielsweise "Hie sichst ein fetten Biber sitzen, vor einem Baum deß Sees spitzen. Sein Schwanz hengt er inns Wasser nein, damit er fähet die Speise sein".

Der in Zürch geborene Jost Amman (1539-1591) begann zunächst eine Lehre als Glasmaler in der Schweiz, kam aber 1561 in das für die graphische Buchillustration bekannte Nürnberg, wo er in der Werkstatt Virgil Solis’ d. Ä. das Holzschneiden und Radieren lernte. Später übernahm er diesen Betrieb. "Amman wurde der thätigste Bücherillustrator seiner Zeit, hauptsächlich für die Werke Sigmund Feierabend's [...]. Er entwarf dafür eine ungeheure Menge von Zeichnungen auf den Holzstock, die dann von Formschneidern ausgeführt wurden. Seine Thätigkeit erstreckte sich über alle möglichen Gebiete der damaligen Kunstanschauungen, begreiflich aber ist es, daß er durch seine massenhafte Zeichnungsfabricaton zur Manier verleitet und von ächt künstlerischer Durchbildung abgehalten wurde" (ADB I, 401). – Die Titel des zweiten und dritten Teils jeweils mit Resten eines Griffregisters. Titel verso mit durchgestrichenem Eintrag, Tintenfraß mit kleinem Löchlein (Titel mit geringem Buchstabenverlust), hs. Anmekungen im oberen und unteren Rand sowie etwas braunfleckig. Mal mehr, mal weniger gebräunt, etwas braun- und stockfleckig, stellenweise etwas fingerfleckig, die Holzschnitte teils flau im Abdruck. Gelegentlich mit kleinen Randausrissen (ohne Darstellungsverlust), wenige Blätter des zweiten Teils im unteren Rand um zwei bis drei Millimeter gekürzt (ohne Darstellungsverlust). Das letzte Blatt des dritten Teils vollständig hinterlegt, im Bug mit Fehlstellen (ohne Textverlust). Die Abbildungen des ersten und dritten Teils in der oberen Ecke hs. in Tinte nummeriert.
Der zweite Teil ist nicht ins VD16 aufgenommen (auch nicht in der Online-Version!). Die Bayerische Staatsbibliothek in München und die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel besitzen kein Exemplar. Weltweit sind von dem zweiten Teil nur wenige Exemplare überhaupt vorhanden. In Deutschland wird nur eines in der Berliner Kunstbibliothek (Signatur: Gris 893 kl) und ein weiteres der Frankfurter Universitätsbibliothek (N.libr.Ff. 10167a Nr. 2) bewahrt.

Estimate
€ 4.000   (US$ 4.920)


Hammer Price
€ 3.400 (US$ 4.182)


Augustinus, Aurelius
Divi aurelii Augustini

Lot 1044

Augustinus, Aurelius. Divi Aurelii Augustini, Hipponensis episcopi, meditiones, soliloquia, & manuale. Collatione manu scriptorum exemplarium emendata et annotatis paßim sacrae scripturae allegationibis aucta. 1 Bl., 161 S., 9 Bl. Mit kleiner Holzschnitt-Titelvignette. 10,5 x 7 cm. Leder d. Z. (Rücken mit großen Fehlstellen, Kapitalbändchen gelöst, etwas bestoßen). Köln, Arnold Mylius, 1594.

VD16 A 4293. – Spätere Ausgabe. – Titel und im Seitenrand mit hs. Anmerkungen in Tinte. Gelegentlich etwas feuchtrandig, leicht gebräunt, Bindung schwach.

Estimate
€ 120   (US$ 147)


Hammer Price
€ 180 (US$ 221)


Belon, Pierre
De Arboribus Coniferis, Resiniferis

Lot 1045

Eine der frühesten Darstellungen der Nadelbäume
Belon, Pierre. De arboribus coniferis, resiniferis, aliis quoque nonnullis sempiterna fronde virentibus, cum earundem iconibus ad viuum expressis. Item de melle cedrino, cedria, agarico resinis, & iis quæ ex coniferis proficiscuntur. 8 nn., 32 num. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und 8 bis zu halbseitigen monochrom kolorierten Holschnitten. 19,8 x 15 cm. Pergament des 18. Jahrhunderts (Deckel minimal geworfen, winziger Gelenkriss, etwas fleckig) mit späterem hs. RSchild. Paris, Gilles Corozet, 1553.

STC 46. IA 116.321. Adams C-555. – Erster Druck der ersten Ausgabe des ersten Werkes über die "Spermatophyta", die Samenpflanzen und -bäume, mit dem Kennzeichen "viuum" statt "vivum" auf dem Titel. Die "Pinales" oder "Coniferales" gehören zu den sog. "nacktsamigen" Pflanzen, wobei die Sporophylle meist in Zapfen verborgen sind (Konifere von dem lateinischen Begriff "conus" für Zapfen, Zapfenträger, und "resiniferis" für "Harzträger"). Autor ist der bedeutende französische Botaniker Pierre Belon (Petrus Bellonius, 1517-1564), der als einer der ersten die Klassifizierung der Nadelhölzer vornahm und publizierte.
Die detaillierten Holzschnitte zeigen die oft hochaufragenden Nadelbäume. – Die Holzschnitte sind allesamt sparsam altkoloriert in einer grün-gelblichen Farbe, wodurch die Darstellungen eine gewissen Plastizität bekommen. Nur ganz vereinzelt minimal fleckig, leicht gebräunt, sehr schönes Exemplar. – Beigebunden: Derselbe. De admirabili operum antiquorum et rerum suspiciendarum præstantia. De medicato funere. De medicamentis nonnullis. 8 nn., 54 num., 4 nn. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. Ebenda, Guillaume Cavellat, 1553. - STC 45. IA 116.318. Adams C-552. - Erster Druck der ersten Ausgabe (wie der Haupttitel, je nach der Reihenfolge im Indes Aureliensis). Da es sich jedoch um eine frühe Art einer "édition roulé" handelt, ist nicht ganz mit Sicherheit zu sagen, welche der gleichzeitig in bis zu drei Verlagen erschienenen Drucke jeweils der erste war: erschienen in Paris bei Corrozet, bei Cavellat, Prevost, Etienne etc. (vgl. auch STC: "Another copy with a different title-page"). - Mit derselben Holzschnitt-Druckermarke eines Huhns "In Pingui Gallina 1541". - Leicht gebräunt, gegen Ende etwas wasserfleckig, sonst sehr schön.

Estimate
€ 4.500   (US$ 5.535)


After-Sales Price
€ 3.000   (US$ 3.690)


Biblia germanica
Biblia

Lot 1046

Biblia germanica. - Biblia, das ist, die gantze heilige Schrifft. Deudsch. Martin Luther. Begnadet mit kürfurstlicher zu Sachsen Freiheit [und:] (Die Propheten, nebst Apocrypha) [und:] Das Newe Testament. D. Martin Luther. 3 (von 5) Teile in 1 Band. 3 (von 6) Bl., CLXIIII Bl.; CII, 1 w. Bl.; 3, CC Bl. Mit 2 breiten kolorierten Holzschnitt-Titelbordüren, 65 (1 ganzseitgen) kolorierten und mit Gold gehöhten Textholzschnitten und zahlreichen kolorierten und teils goldgehöhten Holzschnittinitialen. 31 x 20 cm. Modernes Schweinsleder (unter Verwendung des alten Bezugmaterials beider Deckel, dieses stärker berieben und mit Fehlstellen im Rand, Schließen und Schließbeschläge ergänzt) über erneuerten Holzdeckeln mit 7 (von 8; 1 erneuert) punzierten und ziselierten Messingeckbeschlägen mit Buckeln. Wittenberg, Hans Lufft, 1535.

VD16 B 2699. STC 89. Benzing-Clauss II, 1535.6. Schramm 29f. Vgl. Darlow-Moule I, 4199 (Ausgabe von 1534). Schmidt 12 (Ausgabe von 1534). Nicht bei Adams. – Zweite in Wittenberg bei Hans Luftt erschienene Bibelausgabe mit den Teilen III-V (von 5). Die erste deutsche Vollbibel wurde erstmals im Jahr zuvor ebenfalls bei Lufft veröffentlicht. "Schließlich bringt das Jahr 1535 eine neue Folio-Ausgabe der Bibel unter dem Titel [...] der in derselben Einfassung wie die Lufftsche Bibel von 1534 steht, wobei das über den Balkon herabhängende Blatt leer ist. Der Initialschmuck ist durchweg der der 1534er Ausgabe, wenn auch eine anderweite Verteilung da und dort festzustellen ist. Zu den Holzschnittbildern der 1534er Ausgabe sind drei neue hinzugekommen: der Sündenfall, Kain und Abel [...] und David und Goliath" (Schramm).

Die Textholzschnitte sind nach Vorlagen Lucas Cranach d. Ä. (1472-1553) entstanden, wobei bei der Ausführung sicherlich auch seine Werkstatt beteiligt war, und werden innerhalb der beiden Teile mehrfach in unterschiedlichen Kapiteln wiederholt. Die in zeitgenössischem Fürstenkolorit gehaltenen, vielfach goldgehöhten Holzschnitte des vorliegenden Exemplars bezeugen den großen Bedeutungsgehalt dieser Bibelübersetzung und seinen hohen ideellen wie finanziellen Wert. – Vorhanden sind die Teile mit den Propheten, die Apokryphen und das Neue Testament; die Teile mit den Büchern Mose, die Geschichts- und Lehrbücher sind hier nicht beigebunden (8, CCCXV (recte 317) Bl.; 1, LXVIII (recte 88) Bl.).
Die gesamte Bibel und der Einband wurden 1962 restauriert: "Das Papier wurde mit Pergamentleim [...] gefestigt. Nur wenige Blätter waren auch nach dieser Behandlung noch so hinfällig, dass sie zwischen Japanpapier eingebettet werden mussten" (Restaurierungsbericht, einmontiert hinten). Der Titel des Alten Testaments vollständig in eine Schutzfolie montiert. Durchgehend stark feuchtrandig und gebräunt, mit Fehlstellen im Rand, Bug und Text. Stellenweise mit Textunterstreichungen und Randanmerkungen in Tinte. Die Holzschnitte sind bis auf drei in einem bemerkenswert und außerordentlich guten Zustand und zeichen sich durch das zeitgenössische Kolorit aus, das in leuchtenden Farben und oftmals fein nuanciert aufgetragen wurde.

Das originale, restaurierte und aufkaschierte Bezugmaterial aus reich blindgeprägtem Schweinsleder zeigt auf dem Vorderdeckel im Mittelfeld ein Lutherporträt, das von einer Rundbogenädikula überfangen wird und unterhalb mit einem in Versalien begleiteten Motto versehen ist: "Nosse cupis faciem Lutheri hanc cerne tabellam - si mentem libros consule". Das Motto identifiziert den Einband als Arbeit der Werkstatt des bedeutenden Braunschweiger Hofbuchbinders und Bibliothekars Lukas Weischner (1550-1609). Umgeben wird das Porträt wird von mehreren Bordüren und zwei Porträtrollen. Der Rückdeckel zeigt ein mit den Initialen "M G W GG" bezeichnetes Wappen, das von einem Löwen und einem spitz zulaufenden Turm sowie zwei Harnischkragen mit Turnierhelmen bekrönt wird. Das vierfache Wappen enthält u. a. zwei Blüten und wird umrandet von zwei in die Höhe aufragenden Bändern wie sie häufig als Zier der Frauen und im Turnier als Minnepfand Verwendung fanden.

Estimate
€ 5.000   (US$ 6.150)


Hammer Price
€ 16.000 (US$ 19.680)


Biblia germanica
Catholische Bibell

Lot 1047

Biblia germanica. - Catholische Bibell. Das ist, Alle bücher der H.Schrifft, beide Alts und Newen Testaments ... trewlich verteutscht und mit vielen heilsamen Annotaten erleuchttet, durch D. Johan Dietenberger. 2 Teile in 1 Band. 8 nn., DLXIX Bl.; CLXV Bl. Mit 2 breiten Holzschnitt-Titelbordüren und 134 Textholzschnitten von Virgil Solis und zahlreichen Holzschnitt-Initialen von Anton Woensam. 36 x 23 cm. Modernes Leder (Rücken verblasst und mit Klebeschild, leicht fleckig und berieben). Köln, Erben Johann Quentel, 1564.

VD16 B 2762. STC 90. Strohm E438. Vogel 180. Nagler XIX, 91,7. Merlo 426. Wedewer, Dietenberger, 474, 7 und 459. Nicht bei Adams. – "Diese Ausgabe übertrifft alle vorhergehenden in äußerer Austattung" (Wedewer). Die Textholzschnitte stammen von Virgil Solis und wurden erstmals in einer 1560 erschienenen Lutherbibel verwendet, mit ihnen begann eine neue Epoche in der Bibelillustration. – Titel des ersten Teils im unteren Rand gestempelt, Fehlstelle im Titel hs. ergänzt und ebenso wie ein Randeinriss mit Filmklebung gefestigt, etwas wurmstichig, verso mehrfach hinterlegt und mit hs. Anmerkungen. Blatt CLI des zweiten Teils durch Faksimile auf altem Papier ergänzt und in der unteren Hälfte mit montiertem Blattausschnitt mit von der Zensur gestrichenem Text. Die Holzschnitt-Illustrationen teilweise etwas flau im Abdruck. Selten mit kleinen hinterlegten Fehlstellen, leicht wurmstichtig, stellenweise etwas feuchtrandig, am Schluss des zweiten Teils im Bug und oberen Rand stärker feuchtrandig, sonst leicht gebräunt und braunfleckig, etwas fingerfleckig, gelegentlich im Bug hinterlegt.

Estimate
€ 750   (US$ 922)


Hammer Price
€ 550 (US$ 676)


Bonaventura
Egregium opus subtilitate et devoto exercitio ...

Lot 1048

Bonaventura. Egregium opus subtilitate et devoto exercitio precellens parvorum opusculorum. 2 Bände. 20 nn., CCXXI num., 1 nn.; 16 nn, CCXXXIII num., 1 nn. Bl. Mit 3 (2 wdhl.) ganzseitigen Textholzschnitten und Holzschnitt-Druckermarke am Schluss von Band II. 30 x 19,8 cm. Flexibles Pergament d. Z. (stärker fleckig, mit kleinen Fehlstellen und Löchlein, ohne die jeweils 8 Bindebände, unter Blockbeschnitt neu eingehängt mit neuen Vorsätzen und Kapitalbändern) mit hs. RTitel. Venedig, Lucantonio Giunta, 1504.

IA 121.714. Sander 1191. Essling 416. Nicht bei Adams und nicht im STC. – Frühe, hübsch gedruckte Postinkunabel aus der Offizin des Lucantonio Giunta, illustriert mit einem großen Arbor Consanguineitatis aus der Wurzel Jesse mit dem Kruzifix im Gebälk (zweifach wiederholt) sowie einem ganzseitigen Konfessionsseraphim mit allen Beichtregeln und Sprüchen sowie den Tugenden, alles in lateinischem Text auf den Flügelfedern, fein geschnitten. Am Schluss dann die hübsche Holzschnitt-Druckermarke Lucantonio Giuntas. – Neu beschnitten und neu eingehängt, teils winzige Papierläsuren, wenige ältere Marginalien, Innengelenke teils offen, stellenweise etwas feuchtfleckig und wasserrandig, fleckig, meist aber sehr frisch und sauber. Handschriftlicher Besitzeintrag des Franciscus Jannoctius de Capranico, eines Franziskanerbruders und Doktors der Theologie.

Estimate
€ 1.200   (US$ 1.476)


After-Sales Price
€ 800   (US$ 984)



1 2 3 4 5 6 7 8 9 ... 20   first pagerewindprevious pagenext pagefast forwardlast page