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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Manuscripts, Incunables, Theology » to the Book Department
Manuscripts, Incunables, Theology Catalogue Price EURO 15,00
Auction Date Tue Oct 17, 17:00 CET


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Main Image Description Status
Du Choul, Guillaume
Discours de la religion des anciens Romains

Lot 1042

Du Choul, Guillaume. Discours de la religion des anciens Romains. De la castrametation & discipline militaire d'iceux. Des bains & antiques exercitations Grecques & Romaines. 2 Teile in 1 Band. 339 S., 28 Bl.; 154 S., 5 Bl. Mit 2(wiederholten) Holzschnitt-Titelvignetten, 2 (wiederholten) Wappenholzschnitten, ca. 550 Textholzschnitten mit Münzdarstellungen sowie 92 zumeist blattgroßen figürlichen Textholzschnitten. 24 x 17,5 cm. Marmorierter Kalblederband des 18. Jahrhunderts (berieben und etwas beschabt) mit floraler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Lyon, Guillaume Rouillé, 1581.

Adams D 1026. STC 142. Baudrier IX, 383. Graesse II, 441. – Dritter Quartdruck der zuerst 1567 unter diesem Titel erschienenen kulturgeschichtlichen Abhandlung Du Chouls (1496-1560), die erste Ausgabe des Werks erschien ebenda 1555 im großzügigeren Folioformat. Seine altertumskundliche, reich illustrierte Schrift erläutert im ersten Teil verschiedene Aspekte der römischen Religion und ihrer Darstellung auf antiken Münzen und Medaillen. Der zweite, mit eigenem Titelblatt ausgestattete Teil enthält die blattgroßen figürlichen Textholzschnitte und befasst sich mit der Planung und Errichtung von Militärcamps sowie der Konstruktion und Architektur von antiken Bädern und Thermen. Die beiden Wappenholzschnitte auf den Titeln verso zeigen das Familienwappen der Du Chouls. – Titel von Teil II mit verblasstem Besitzeintrag im oberen Rand. Leicht stock- oder braunfleckig, mit mal mehr, mal weniger ausgeprägtem Wasserand im unteren Bug und in den Ecken. Innenspiegel mit montiertem Exlibris.

Estimate
€ 600   (US$ 702)


Hammer Price
€ 400 (US$ 468)


Eder, Georg
Mataeologia haereticorum

Lot 1043

Eder, Georg. Mataeologia haereticorum sive summa haeriticarum fabularum. 24 Bl., 296 S., 3 Bl. 16 x 10,5 cm. Flexibler Pergamentband d. Z. mit spanischen Kanten, ornamentraler RVergoldung, goldgeprägten Fileten mit Eckfleurons, goldgeprägten ovalen Arabesken als Deckelvignetten, ornamental punziertem Goldschnitt und zeitgenössischen intakten Schließbänden (Goldprägung oxidiert). Ingolstadt, David Sartorius, 1581.

VD16 E 542. Vgl. ADB V, 642. – Erste Ausgabe der kirchentheoretischen Schrift des Juristen und Wiener Universitätsdirektors Georg Eder (1523-1587). Eder "veröffentlichte in den Jahren 1568-82 eine Reihe von theils lateinisch, theils deutsch geschriebenen Schriften, welche sämmtlich die kirchliche Bekenntnißfrage mit Beziehung auf die abweichenden und entgegengesetzten Aufstellungen der Protestanten zu ihrem Gegenstande und Inhalte haben; die deutsch abgefaßten Schriften verfolgen neben dem Zwecke einer theoretischen Verständigung unverkennbar auch jenen einer Einwirkung auf Volksstimmung und Volksmeinung" (ADB). Eder stand den Wiener Jesuiten nahe und drang mit seinen Schriften vehement auf die Rekatholisierung Österreichs, das aus seiner Sicht schon stark vom Protestantismus eingenommen worden war. – Im oberen Rand etwas fleckig, sonst wohlerhalten. Exempar in einem dekorativen, nahezu tadellos erhaltenen und prächtig verzierten Pergamenteinand.

Estimate
€ 240   (US$ 280)


Hammer Price
€ 300 (US$ 351)


Euripides
Tragodiai oktokaideka

Lot 1044

Euripides. Tragodiai oktokaideka (graece). 2 Teile in 1 Band. 447 Bl. (statt 448; ohne das letzte weiße Blatt der ersten Lage). Mit 2 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken jeweils am Schluss. 18 x 12 cm. Pergament um 1700 (etwas fleckig und berieben, Rücken wurmstichig) mit goldgeprägtem RSchild und späterer hs. Signatur. Basel, Johann Herwagen, März 1537.

VD16 E 4213. Adams E 1031. STC 289. Brunet II, 1096. Vgl. ADB XI, 249. – Seltener erster von drei veranstalteten Drucken der griechischen Ausgabe, die bei Herwagen in Basel erschien (die beiden späteren folgten 1544 und 1551). Von Brunet weniger geschätzter Nachdruck der Aldinen-Ausgabe von 1503: "elle est rare, mais peu recherchée". Enthält die 18 überlieferten Tragödien des Euripides. Die Druckermarke Johann Herwagens (1497-1558) zeigt einen auf einem Postament ruhenden dreiköpfigen Merkur mit einem von zwei Schlangen umwundenen Stab in den Händen. – Es fehlt das letzte weiße Blatt alpha8 der Anfangslage, die Blätter Aa4 und Aa5 zu Beginn von Teil II lose und mit Seitenabschnitt im unteren Rand (minimaler Buchstabenverlust im jeweils letzten Vers sowie Verlust der Kustoden). Titel und erstes Textblatt mit kleineren hinterlegten Löchern, am Schluss auch mit kleinem Wurmgang im oberen Rand (geringer Buchstabenverlust). Leicht gebräunt und braunfleckig, einige alte Anstreichungen. Buchblock mehrfach sauber gebrochen, zahlreiche Lagen dadurch gelockert oder ausgebunden, zahlreiche Blatt auch lose. Bis auf das fehlende weiße Blatt in der Anfangslage jedoch komplettes Exemplar, das einer neuen Bindung bedarf (und diese auch verdiente).

Estimate
€ 600   (US$ 702)


After-Sales Price
€ 400   (US$ 468)


(Sale closed.
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Evanggelia, kai epistolai ellinikis kai romaisi
Evangelia et epistolae graece et latine

Lot 1045

Evanggelia, kai epistolai ellinikis kai romaisi (graece). - Evangelia et epistolae graece et latine, dominicorum festorumque, eo quo in templis legi ordine consueverunt. 350 S., 1 Bl. Mit Holzschnitt-Vignette auf dem Titel und 15 Textholzschnitten. 15,5 x 10 cm. Flexibler Pergamentband d. Z. (fleckig und berieben, hinteres Gelenk geplatzt, mit hs. Rückensignatur). Innsbruck, Hans Paur, 1591.

VD16 E 4356. – Illustrierte Innsbrucker Ausgabe des im späten 16. Jahrhundert häufig aufgelegten Werks, das zuerst 1586 als viersprachiger Druck (Hebräisch, Griechisch, Lateinisch und Deutsch) erschien und danach, wie hier, zumeist mit griechisch-lateinischem Paralleltext gedruckt wurde. – Titel stärker fleckig, knickspurig, mit kleineren Randläsuren und hs. Eintrag im oberen Rand. Erste Lagen in der Bindung gelockert, etwas fleckig und mit Braunfleck im oberen Rand.

Estimate
€ 250   (US$ 292)


After-Sales Price
€ 200   (US$ 234)


(Sale closed.
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Folengo, Theofilo
Macaronicorum opus.

Lot 1046

(Folengo, Theofilo). Macaronicorum opus. Totum in pristinam formam per me Acquarium Lodolam optime redactum, in his infra notatis titulis divisum: Zanitonella ... Phantasiae Macaronicon ... Moscheae facetus liber ... Libellus epistolarum. 16 Bl., 559 (recte: 569) S., 3 Bl. Mit (wiederholter) Holzschnitt-Titelvignette und 60 blattgroßen Textholzschnitten. 11,5 x 7 cm. Pergament des 18. Jahrhunderts mit goldgeprägtem RSchild. Venedig, Johannes Variscus, 1573.

Brunet II, 1318. Ebert 4864. STC 188. Nicht bei Adams. – Zweiter Druck bei Johannes Variscus, der erste aus seiner Offizin erschien 1561 und enthielt nur 26 Textholzschnitte. Die vorliegende Edition geht zurück auf die Toscolaner Ausgabe von 1521 (die zweite erschienene und erste illustrierte), deren erweiterter Text wiederum auf der venetianische Edito princeps von Alexander Paganinus von 1517 fußt. Der Text des Ritterepos Baldus ist hier im Vergleich zur Erstausgabe um 25 Bücher erweitert und enthält außerdem die parodistische Liebesdichtung Zanitonella sowie die Fabeldichtung Moschaea. Ebert rügt zwar die philologischen Veränderungen und Korruptelen der vorliegenden Ausgabe, deren Text im Vergleich zu den weiteren in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erschienenen Ausgaben zudem am unvollständigsten sei. Trotz der philologischen Mängel handelt es sich um eine der selteneren und am reichsten illustrierten Ausgaben, für die in den letzten Jahren kein Ergebnis auf einer deutschen Auktion nachweisbar ist. Teofilo Folengo (1491-1544) veröffentlichte unter dem Pseudonym Merlin Cocai und gilt als einer der Hauptvertreter komisch-burlesker Dichtung der italienischen Renaissance. Sein makkaronisches Latein vermengt volkssprachliche Elemente mit dem Lateinischen und wendet sich damit gegen die lateinischschreibenden Dichter seiner Zeit. – Titel und erste Blatt im unteren Bug leicht gelöst, dort auch mit kleinem Loch, Titel etwas fingerfleckig sowie mit verblassten Einträgen. Die letzten Blatt mit kleiner Wurmspur im weißen Rand, das Schlussblatt mit dem Kolophon fleckig. Sonst nur stellenweise leicht fleckig und insgesamt sauber und wohlerhalten. Einige der Holzschnitte etwas flau.

Estimate
€ 450   (US$ 526)


Hammer Price
€ 320 (US$ 374)


Franck, Sebastian
Germaniae chronicon. Augsburg 15. XI. 1538

Lot 1047

Franck, Sebastian. Germaniae chronicon. Von des gantze Teutschlands aller Teutschen völcker herkommen, Namen, Händeln, Guten vnd bösen Thaten... Vnnd die Teutschen den Teutschen zu Teutsch, sichselbs darin, als in einem Spiegel zu ersehen, fürgestelt. 16 nn., CCCXIV num. Bl. Mit großem, ankolorierten Titelholzschnitt und 1 Textholzschnitt. 29,2 x 19,6 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Kapitale etwas abgeschürft, Kanten beestoßen, abgegriffen und fleckig, wurmspurig und ohne die beiden Schließen). Augsburg, (Alexander Weissenhorn und Heinrich Steiner für Hans Westermair), 15. XI. 1538.

VD16 F 2088. Goedeke II, 13-, 29. Kaczerowsky A 135. Nicht bei Adams. – Die Ausgburger Steiner-Ausgabe, die schon ein Vierteljahr nach der ersten, von Egenolff in Frankfurt im August 1538 gedruckte Ausgbe der ersten, in deutscher Sprache abgefassten Chronik Deutschlands. Sie enthält viele Berichte über "aller Teutschen völcker herkommen, Namen, Nändeln, Guten und bösen Thaten, Reden, Räthen, Kriegen, Sigen, Niderlagen, Stifftungen, Veränderungen der Sitze, Reich, Länder, Religion, Gesatze, Policei, Spraach, Völcker unnsitten, Vor unnd nach Christi geburt, Von Noe biß auff Carolum V. Ankunfft Stett, Clöster und Stifft. Genealogia unn geschlecht Register der Potenta und wie weit ire Grenzen erstrecke, wie offt sie in ander Länder ire sitz verruckt, wie vil künigreich besetzt, und wie vil völcker von in außgangen, herkommen. Auch von der Teutschen uralten, alten und newen sitten, bräuchen und policei. Item von Teusscher nation geschwellen, gelegenheit, fruchtparkeyt und eygenschafft. Auß glaub wirdigen angenommen, Geschichtschreibernn, zu ruck diß blats verzeichnet zusammen getragen, Unnd die Teutschen den Teutschen zu Teutsch, sich selbs darin, als in einem Spiegel zu ersehen, fürgestellt".

Die Hinweise des Autors auf die Bauernunruhen, Wiedertäufer usw. war einer der Gründe, warum Franck aus Ulm, wo er als Drucker tätig war, ausgewiesen wurde. Die beiden Holzschnitte aus dem Scanderbeg von 1533 (Reiterschlacht und Ritter mit Lanzen auf einem Marktplatz) sind bei Muther, Nr. 1113, erwähnt. – Titel oben abgerissen und alt hinterlegt (kaum Serifenverlust), einige, teils hinterlegte Wurmgänge und Wurmlöchleih, Innengelenk schwach, etwas gebräunt und stockfleckig, anfangs und am Schluss Randausbesserungen. Ohne die beiden weißen Blätter am Schluss. Vorsatzspiegel mit ausmontiertem Exlibris.

Estimate
€ 1.200   (US$ 1.404)


Hammer Price
€ 1.200 (US$ 1.404)


Frischlin, Nicodemus
De clade Tubingensium facta

Lot 1048

Aus der Bibliothek Anderhub
Frischlin, Nicodemus. De clade Tubingensium, facta 19. Iunii Anno 1579 post immissum caelitus fulmen in arcem. Elegia ad ... Ludovicum, Ducem Wirtenbericum. 8 Bl. Mit Holzschnitt-Titelbordüre, Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und einer Holzschnitt-Vignette am Schluss. 22 x 16 cm. Moderner Pappband mit goldgeprägtem Vorderdeckelschild. Tübingen, Alexander Hock, 1579.

VD16 F 2922. Strauß, Frischlin, 148 f. Walter Jens, Eine deutsche Universität. 500 Jahre Tübinger Gelehrtenrepublik, 135 ff. Nicht bei Adams. – Einzige Ausgabe. Der späthumanistische Philologe, neulateinische Dramatiker und geadelte Lyriker Nicodemus Frischlin (1547-1590) beschreibt in der vorliegenden Elegie ein Unwetter über Tübingen und dessen Folgen, wie beispielsweise den Blitzeinschlag im Pulvertrum des nahe gelegenen Schlosses, der zu einer Explosion führte und einen Teil der Stadt zerstörte.
Frischlin arbeitet zugleich eine Verspottung des bigotten Theologen Martin Crusius ein, die einen Skandal auslöste und nach Strauß zu einem Druckverbot führte. – Unterhalb der Titelbordüre gestempelt ("J. B. Anderhub"). Leicht gebräunt, im Rand teils etwas mehr gebräunt. Im seitlichen und unteren Rand unbeschnitten und sehr breitrandig, zwei Außenränder oben kaum sichtbar verstärkt.

Estimate
€ 650   (US$ 760)


Hammer Price
€ 900 (US$ 1.053)


Hollerius, Jacobus
Ad libros Galeni De compositione medicamentorum...

Lot 1049

Hollerius, Jacobus. Ad libros Galeni De compositione medicamentorum kata topus, periochæ VIII. Nunc denuo multo quam antea vmquam castigatiores editæ. 480 S., 8 Bl. (Index). Mit 2 (wiederholten) Holzschnitt-Druckermarken. 12 x 8,5 cm. Pergament d. Z. (stärker fleckig und gebräunt, vom Einband gelöst). Frankfurt, Johann Wechel, 1589.

VD16 ZV 24454. Adams, H 695. – Nur in der Online-Version des VD 16 verzeichneter Frankfurter Druck. Enthält die beiden medizinischen Schriften De materia chirurgica libri III von Jacques Houllier (mit eigenem Titelblatt) und (im Anhang) Therapia puerperarum von Jean LeBon. Der Pariser Mediziner Jacques Houllier (1498/1504-1562) verfasste auch einen Kommentar zum Werk des Hippokrates. – Block vom Einband gelöst, Vorsatz ebenfalls gelöst und mit zahlreichen Einträgen. Durchgehend mit größerem Wasserrand in der oberen Hälfte, zahlreiche Blatt mit Wurmspur im Seitenrand (kein Textverlust).

Estimate
€ 240   (US$ 280)


After-Sales Price
€ 160   (US$ 187)


(Sale closed.
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Homer
Opera graeco-latina

Lot 1050

Im datierten und signierten Einband der Zeit
Homer. Opera graeco-latina, quae quidem nunc extant, omnia. Hoc est: Ilias, Odyssea, Batrachomyomachia, et Hymni: Praeterea Homeri vita ex Plutarcho, cum Latina item interpretatione, locis communibus ubique in margine notatis. In hac operam suam contulit Sebastianus Castalio... Editio tertia, superioribus longe et emendatior, et auctior ... ad fidem postremae editionis Henrici Stephani. 2 Teile in 1 Band. 10 Bl., 292 S; 317 S. 32 x 20,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (stärker fleckig und berieben, Ecken und Kanten beschabt und bestoßen, Gelenke an den Kapitalen eingerissen; ohne die Schließbänder) mit figürlichen Mittelplatten und Heiligenrolle. Basel, Erben Nicolaus Brylinger, 1567.

VD16 H 4599. Brunet III, 271. – Dritter Basler Druck in der Edition des französischen Humanisten und protestantischen Theologen Sebastian Castellio (1515-1563), der Erstdruck erschien ebenda 1561. Castellio war seit 1553 Professor für Griechisch an der Universität Basel, während seiner Basler Zeit in den 1550er Jahren veröffentlichte er verschiedene Editionen antiker Klassiker u. a. von Xenophon, Herodot, Dares Phrygius und Homer, bereits 1551 erschien seine einflussreiche Bibelausgabe. Im Anhang mit dem Homer zugeschriebenen sogenannten Froschmäuserkrieg, den Hymnen sowie der Homer-Biographie von Plutarch. Griechisch-lateinischer Paralleldruck, der griechische Text ist in der berühmten Type Grecs du Roi von Claude Garamond (1499-1561) gedruckt, für die er 1543 mit dem Titel des königlichen Schriftgießers belohnt wurde. – Titel etwa zur Hälfte hs. ergänzt (mit Vignette und Impressum), rechte obere Ecke mit Besitzeintrag, die ersten Blatt dort im Seitenrand auch mit kleiner, unbedeutender Nagespur. Insgesamt mal mehr, mal weniger gebräunt und braunfleckig, stellenweise auch mit kleinen Wasserrändern, die letzten Lagen mit Tintenfleck im Seitenschnitt. Mit zahlreichen Unterstreichungen und Annotationen. Der zeitgenössische Einband mit signierter Heiligenrolle ("W F") auf beiden Deckeln sowie den Personifikationen der Justitia mit ihren Attributen Richtschwert und Waage auf dem Vorderdeckel und der sich erdolchenden Lucretia auf dem Rückdeckel. Der Vorderdeckel auch mit den Besitzerinitialen "M. G. E." sowie der Jahreszahl "1572".

Estimate
€ 450   (US$ 526)


Hammer Price
€ 320 (US$ 374)


Horae ad usum Romanum
Gedrucktes Stundenbuch auf Papier

Lot 1051

Einziges bekanntes Exemplar auf Papier
Horae ad usum Romanum. - Hore intemerate virginis marie secundum usum Romanum totaliter ad longum sine require: cum pluribus oratoribus in gallico et latino. 89 (statt 90) nn. Bl. 2 Spalten (nur bei den 3 Bl. Kalendarium, sonst einspaltig). 32 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 13,3 x 7,3 cm. Format: 18,5 x 11,5 cm. Mit Metallschnitt-Druckermarke auf dem Titel, 16 großen szenischen und zahlreichen kleineren figürlichen Textholzschnitten, sehr zahlreichen 2-3 zeiligen goldgemalten Initialen und Lombarden auf rotem und blauem Grund sowie durchgehend mit 4t-eiliger szenischer und ornamentaler Holz- bzw. Metallschnittbordüre. Schwarzer Lederband um 1540 (berieben, neu aufgebunden und Rücken alt erneuert, marmorierte Vorsätze als Photokopie ergänzt) mit reicher floraler und ornamentaler Goldprägung auf den Deckeln, Steh- und Innenkantenbordüre sowie Goldschnitt. Paris, Johann Philippi für Thielmann Kerver, 20. XII. 1497.

Hain-Copinger 8841. GW 13297. Goff H-392. Pellechet 5908. Bohatta (1924) 619. Claudin II 269. Lacombe 51. Hillard 1039. CRF VI 1039. ISTC ih00392000. – Seltenes, auf Papier gedrucktes Livre d’heures für den römischen Ritus aus der für die Produktion von Stundenbüchern berühmten Offzin des Pariser Verlegers Thielmann Kerver (erwähnt 1497, gestorben 1522); Goff verzeichnet noch elf weitere Ausgaben. Gemeinsam mit Antoine Vérard, Simon Vostre und Philipp Pigouchet gehörte Thielmann Kerver zu den bedeutensten Druckern von Stundenbücher. Aus Koblenz stammend wird er erstmals 1497 in einem von J. Philippi gedruckten Stundenbuch als Verleger erwähnt. Als sein Partner ist ab Novmeber 1498 der Verleger und Metallschneider Georg Wolf greifbar, der für die Ausstattung zahlreicher Stundenbücher die Illustrationen schuf, möglicherweise auch für den vorliegenden Druck. Die sechzehn 24zeiligen Textholzschnitte zeigen folgende biblische Szenen: Judas-Kuss, Mariae Verkündigung, Heimsuchung (Maria und Elisabeth), Christi Geburt, Hirten, Magier (2x), Darbringung, Flucht, Krönung, Kreuzigung, Pfingsten, David und Goliath, Teufel peinigt Hiob, Trinität (Gottvater, Jesus, Taube) und Gregorsmesse. Die Druckermarke Kervers auf dem Titel zeigt zwei Einhörner, die ein Wappenschild mit seinen Initialen tragen, im unteren Rand ein Schriftband mit seinem vollständigen Namen. Der Gesamtkatalog verzeichnet nur fünf Exemplare dieser Ausgabe, bei denen es sich sämtlich um Drucke auf Pergament handelt, kein Nachweis in München und London. Bei dem vorliegenden Exemplar handelt es sich um das einzige bekannte, international in keiner Bibliothek vorhandene Exemplar auf Papier. – Das Blatt k3 ist lediglich als rot regliertes Vakatblatt ohne den gedruckten Text und die Bordüren vorhanden. Die ersten zwei Lagen sowie die letzten Blatt am Schluss mit kleineren, zumeist hinterlegten Papierläsuren im Bug, dort auch fleckig und mit kleineren Einrissen, einige Blatt etwas gelöst. Titel etwas stärker fingerfleckig sowie mit hinterlegtem Riss im unteren Rand. Einige Blatt im unteren Drittel etwas stärker fingerfleckig, sonst zumeist nur geringere Flecken und nur vereinzelte hinterlegte Randläsuren. Block insgesamt minimal beschnitten, dadurch teilweise Verlust der hs. Paginierung, aber nur ca. 10 Blatt bis in den Rand der Bordüren hinein (ohne nennenswerten Bildverlust). Die dekorativen Einbanddeckel im Grolierstil mit flächendeckender Goldprägung zeigen Vierpass-Blumenornamete und einzelne Blüten- sowie Volutenstempel, letztere in der typischen Wiegenform, die Zwischenräume sind mit kleinen Punktstempeln gefüllt. Die von linearen Punktstempeln und Fileten eingerahmte Bordüre ist geziert mit einem Anthemienfries aus abwechselnd nach oben und unten angeordneten Lotosblüten und Palmetten sowie zusätzlichen kleinen Blütenstempeln.

Estimate
€ 12.000   (US$ 14.040)


After-Sales Price
€ 9.000   (US$ 10.530)


(Sale closed.
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