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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Manuscripts, Incunables, Theology, Paper Antiquities » to the Book Department
Manuscripts, Incunables, Theology, Paper Antiquities Catalogue Price EURO 15,00
Auction Date Tue Oct 16, 17:00 CET


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Main Image Description Status
Bartholomaeus Coloniensis
Dialogus mythologicus

Lot 531

Bartholomaeus Coloniensis. Dialogus mythologicus dulcibus iocis, iucundis salibus, concinnisque sententiis refertus, atque diligenter elaboratus. 26 Bl. Mit ankolorierter Holzschnitt-Druckermarke am Schuss. 17,3 x 13 cm. HLeinen des späten 19. Jahrhunderts mit hs. RSchild. Tübingen, Thomas Anshelm, Oktober 1512.

VD16 B 542. Panzer, Ann. typ. VIII, 322, Nr. 7. J. K. Kipf, Bartholomaeus Coloniensis, in: Deutscher Humanismus 1480-1520. Verfasserlexikon I/1, Sp. 132ff. Vgl. STC 67 (Ausgabe Tübingen 1511). – Dritte Druck, der bei Thomas Anshelm in Tübingen erschien, die beiden früheren Ausgaben dort datieren Oktober 1509 (B 538) und Juli 1511 (B 541). Der Erstdruck des mehrfach aufgelegten Schulbüchleins erschien 1490 unter dem Titel Epistola mythologica. "Das auf dem Titelblatt stehende Distichon von G. Konitz 'Hinc fugiat rigidi qui laudat uerba Catonis/ Hic iocus & risus, nil nisi laeta patent' ist für ein Schulbuch etwas überraschend, für die damalige Pädagogik aber bezeichnend" (Alberts). Der frühneuzeitliche Humanist Bartholomäus (um 1460 - um 1516) war Lehrer in Deventer, Münster und Minden, zu seinen Schülern zählte auch Erasmus von Rotterdam.
"Der grotesk-komische Schuldialog in Briefform ist gattungsgeschichtlich ohne nahe Parallele. Mit den Schülerdialogen verbindet die Epistola die Zielsetzung, in unterhaltsamer Form korrektes lateinisches Vokabular für den Alltagsgebrauch vorzuführen, mit der humanistischen Komödie die einheitliche Komposition, phantastische Handlung sowie Anleihen bei Plautus und Terenz [...]. Seit der 2. Ausgabe (GW 3441) gab Bartholomäus eine alphabetisch geordnete Explicatio verborum difficilium, in der griechische Lehnwörter, Mythologisches u. a. präzis erläutert werden, sowie ein Geleitgedicht ad lectores suos bei [...]. Die Epistola ist Bartholomaeus' bei weitem erfolgreichstes Werk" (Kipf; ausführlich auch zum Inhalt). – Titel etwas fleckig und leicht angestaubt, mit kleinen Fehlstellen im Bug, Unterstreichung in rotem Farbstift sowie altem Tinteneintrag. Erstes Textblatt mit minimalen Läsuren im Bug und im oberen Rand etwas knapp beschnitten (minimaler Buchstabenverlust). Einige alte Unterstreichungen, die Schlusslage E verbunden. Insgesamt nur vereinzelte Flecken, ein Braunfleck auf Blatt Bii verso etwas stärker, die dadurch im Druck etwas stumpf gewordenen Buchstaben nachgemalt.

Estimate
€ 1.200   (US$ 1.392)



Biblia ad vetustissima exemplaria nunc recens c...
Venedig 1576

Lot 532

Biblia latina. - Biblia ad vetustissima exemplaria nunc recens castigata. In quibus, praeter ea quae subsequens praefatio indicat, capita singula ita versibus distincta sunt. 12 Bl., 903 S. Mit ornamentaler Holzschnitt-Titelbordüre und Holzschnitt-Druckermarke. 22,5 x 15,5 cm. Leder des 18. Jahrhunderts (stärker berieben und bestoßen, Deckel mit Schabspuren, Kapitale mit Fehlstellen) mit RSchild. Venedig, Altobellus Salicatius, 1576.

Nicht bei Adams und im British Museum. – Zweispaltiger venetianischer Druck. Die Druckermarke von Salicatius mit dem Ovid-Zitat aus den Metamorphosen "Materiam superat opus" (Das Werk übertraf das Material). – Titel mit zahlreichen gestrichenen und gelöschten Besitzeinträgen, ferner mit Bibliothekssignatur aus dem 19. Jahrhundert, letztes Blatt verso ebenfalls mit zahlreichen Eintägen. Stellenweise mit kleineren Wasserrändern.

Estimate
€ 300   (US$ 348)


Biblia latino-germanica
Prophetae Minores XII - Apocrypha - Libri duo M...

Lot 533

Biblia latino-germanica. - Prophetae Minores XII. - Die XII kleine Propheten. 172 nn. Bl. Mit Holzschnitt-Titelbordüre und Holzschnitt-Portrait auf dem Titel verso. - Apocrypha. 274 nn. Bl. Mit Holzschnittwappen am Schluss. - Libri duo Maccabaeorum. Die zwey Bücher Maccabeorum. 203 Bl. Mit Holzschnitt-Titelbordüre, Holzschnitt-Portrait auf dem Titel verso und Wappenholzschnitt am Schluss. 20,5 x 16 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (stärker fleckig und berieben, Ecken bestoßen, Kanten beschabt, Wurmlöcher, ohne Schließen und Beschläge). Wittenberg, Johann Krafft, 1574.

VD 16, B 2674. – Drei Bände des insgesamt 19 Teile umfassenden Bibeldrucks mit lateinisch-deutschem Paralleltext im Quartdruck, der 1574 auf kurfürstlich-sächsische Order von Johann Krafft d. Ä. und Samuel Selfisch d. Ä. gedruckt wurde. Als Herausgeber des Projekts fungierte der aus Eisleben stammende Gnesiolutheraner Paul Crell (1531-1579). – Anfangs und am Schluss mit einigen Wurmlöchern, der erste Titel fingerfleckig. Insgesamt schwach braunfleckig oder gebräunt, ganz vereinzelt verblasste Wasserränder. Die Einbanddeckel mit Heiligen- und Tugendrolle sowie kurfürstlich-sächsischem Wappen in den Mittelfeldern.

Estimate
€ 750   (US$ 869)


Bischofseinband
Arabisierender italienischer Spätrenaissance-Ei...

Lot 534

Bischofseinband. Arabisierender italienischer Spätrenaissance-Einband. Reich goldgeprägter Prachteinband mit schwarzen geometrischen Bandornamenten, Flächenornament Punktiermanier in dreifacher goldgeprägter Dentell-Bordüre, Schuppenornamenten in Halb- und Viertelrundbögen mit Silberhöhung sowie Mittelvierpass mit goldgeprägtem, silbergehöhten Kardinalswappen in der Deckelmitte, Stehkantenvergoldung und Innenkantendentelles. 23,8 x 17,8 cm. Spoleto 1663.

Überaus reich geschmückter, aus dem umbrischen Spoleto in Mittelitalien stammender italienischer Prachteinband, noch ganz im Stil der Renaissance: In der Mitte ein hochstehendes Oktogon mit dem Bischofswappen mit dem Pilgerhut und links und rechts je 6 "Fiocchi", den Quasten als Zeichen des Bischofs- bzw. Erzbischofstandes. Das Wappenschild zeigt drei breite horizontale Bänder in Silber, dazwischen 7 feine Goldlinien und quer eine Bande mit drei goldgeprägten Lilien. Verso auf dem Rückdeckel findet sich das Stadtwappen von Spoleto mit der "offiziellen" Blasonik: "Partito: al primo d'argento croce rossa; al secondo di rosso, al cavaliere armato e tutto chiuso in armatura d'argento su cavallo inalberato a destra dello stesso scudo e il pennone alla croce rossa in campo bianco. Corona ducale". In Versalien die Umschrift: "SPOLETVM VMBRIAE CAPVT".
Interessant ist der deutlich sichtbare Einfluss der orientalischen Buchkunst, die durch das Einfallstor Venedig, von Istanbul nach Europa drang: So mutet der ganze Einband in seinem flächendeckenden, sehr feinen Dekor durchaus arabisch inspiriert an, ebenso wie das türkische Marmorpapier, das für die Vorsätze auf den Innenspiegeln benutzt wurde. – Nur unwesentlich leicht bestoßen, kaum berieben, Silber vollständig schwarz oxidiert. Inhalt: Sendschreiben der obersten Ratsherren der Herzogstadt Spoleto: "Priores Populi Ducalis Civitatis Spoleti" an den "Illustrißimo R[everendißi]mo Comiti Caroli Montecatino Patritio Ferrariensis". Lateinische Handschrift auf Pergament mit großer Schmuckinitiale in Gold und Farben sowie drei goldgehöhten Wappenmalereien am Anfang, goldene Doppellinie um den Spiegel und mit goldener Reglierung. 6 Bl. (e. w.) mit 9 S. Schrift. Am Schluss des Textes: "In quorum fidem ex publicis Senatus nostri Tabulis, in quibus haec decreta sunt; praesentes litteras fieri, et huius Ducalis Civitatis sigillo muniri iussimus. Spoleti ex nostro Palatio die 6. Augusti 1663". Unten vom Sekretär signiert. Es fehlt allerdings das Sigillum, das Siegel, was darauf hindeutet, dass es sich hier um eine Abschrift handelt, ein Doppel für das eigene Archiv. Rechts unten im Bug ein Loch durch alle Blätter.

Estimate
€ 800   (US$ 927)


Eines Erbaren Rathes
der Kayserlichen Stadt Bresslaw New auffgericht...

Lot 535

Breslau. - Eines Erbaren Rathes der Kayserlichen Stadt Bresslaw New auffgerichte, widerholte vnd vormehrte Hochzeit- Ordnung. 12 nn. Bl. Mit ganzseitigem Wappenholzschnitt verso Titel. 18,87 x 14,4 cm. Geheftet (am Rücken mit Montageresten). Breslau, Johann Scharffenberg, 1581

Hohenemser 913. Nicht im VD16 und auch nicht online VD16. – Sehr seltenes Dokument zur deutschen Sittengeschichte in Schlesien, über die Verlobung, Hochzeit, den Ehestand, Junggesellen- und Jungfrauenstand, aber auch genaue Darstellung der Zeremonien selbst: "So sol auch die Braut ihrem Breutgam keinen thewrern Krantz, als wie ihr der zu tragen zugelassen ... Ferner sollen auch nicht mehr dann vier Essen oder Richte, und ein Gebackens oder Marcipan, Deßgleichen nicht mehr als dreyerley Wein, nemlich Schwerer, Rheinischer und Landwein, den eingeladenen Gesten aufgetragen, gespeiset und gegeben werden...". Getanzt werden darf nicht länger als zwei Stunden: "So sol der Tantz nicht lenger als zwo stunden zum lengsten nach dem Rathglöcklein, wann es geleutet wird ... gehalten werden". Und auch über die angemessene Musikunterhaltung werden minutiöse Angaben gemacht, ebenso wie über die Entlohnung der Musiker: "Dem Paucker und Pfeiffer am Hochzeit tage, ein Taler. Bey der Peen eines Schocks. Den Fidlern anderthalbe Taler, und darüber nichts mehr gegeben unnd entrichtet werden...". – Titel mit breiter Tintenunterstreichung in Sepia, minimal gebräunt, sehr gut erhalten.

Estimate
€ 300   (US$ 348)


Buchanan, George
Rerum Scoticarum historia + 2 Beibände

Lot 536

Historisches Sammelwerk im Wappeneinband
Buchanan, George. Rerum Scoticarum historia. 2 nn., 218 num., 26 nn. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 32 x 20 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas berieben) mit 2 Wappendarstellungen in den Mittelfeldern. Edingburgh, Alexander Arbuthnot, 1583.

IA 126.483. Moeckli 106. Nicht bei Adams. – Zweite Auflage seines zuerst im Vorjahr erschienenen Spätwerks über die Geschichte Schottlands. Der aus der schottischen Grafschaft Stirlingshire stammende humanistische Philosoph und Historiker George Buchanan (1506-1582) schildert darin in 20 Büchern die Geschichte des Landes, beginnend im Jahr 330 v. Chr. bei Fergus I., dem mythischen ersten König Schottlands, bis ins Jahr 1553. Während sich Buchanan für die Frühzeit vor allem auf die sagenhafte Geschichtserzählung von Boece stützt, gebührt der Schilderung der von ihm selbst erlebten Zeit besonderer historischer Wert. Eine volkssprachige Übersetzung ins Englische erschien 1690 in London. Buchanan war u. a. Hauslehrer von Königin Maria Stuart. Die Drucklegung der vorliegenden Ausgabe ist nicht gesichert, die Bibliographen verweisen den Druck nach London, Lyon, Genf oder gar Oberwesel, keinesfalls jedoch noch Edingburgh in die Offizin von Alexander Arbuthnot, wie das Impressum vorgibt. Am wahrscheinlichsten ist wohl Genf als Druckort, da das Signet von E. Vignons Verwendung fand. – Etwas gebräunt und braun- bzw. stockfleckig, letztes Blatt vom Index mit geklebtem Eckabriss. Titel mit (gestrichenem) Besitzvermerk des Christian von Weißenbach aus dem sächsischen Uradel, datiert auf das Jahr 1719. Exemplar aus der Bibliothek von Schloss Wildenfels nahe Zwickau in Sachsen, mit entsprechendem Stempel aus dem 19. Jahrhundert auf dem Titel. –
Beigebunden: I. Willibald Pirckheimer. Tractatus politici, historici et philologici, quotquot in vetustis operibus et chartis Mss. reperiri potuerunt. Omnium nunc primum collecta et simul edita. 9 Bl., 406 S., 10 Bl. (Index). Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. Frankfurt, Johann Theobald Schönwetter, 1613. - Vgl. Dünnhaupt III, 1666, 21.1. - Wohl ein Nachdruck der im selben Jahr in Frankfurt bei Bringer und Fischer erschienenen Werkausgabe (vgl. Dünnhaupt). Enthält seine gesammelten historischen, politischen und philologischen Schriften sowie den Briefwechsel. - Etwas gebräunt und braunfleckig.
II. Reiner Reineccius. Methodus legendi cognoscendique historiam tam sacram quam profanam. 2 Teile in 1 Band. 8 nn., 78 (recte: 77) num. Bl.; 65 num. Bl., 1 w. Bl. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken, 2 Kupfertafeln und typographischer Falttabelle. Helmstedt, Jacob Lucius der Ältere, 1583. - VD16 R 890. ADB XXVIII, 18. - Erste Ausgabe seines damals vielbeachteten Werks über die Gesetze und Methoden der Geschichtsschreibung. Noch 1670 und 1685 erschienen Neuauflagen. Seine letzten Jahre verbrachte Reineccius (1541-1595) am Juleum in Helmstedt, wo er u. a. den jungen Herzog Heinrich Julius unterrichtete. Die beiden Kupfertafeln zeigen den mythenumrankten Widukind, Herzog der Sachsen und in den Jahren 777 bis 785 Anführer gegen Karl den Großen in den Sachsenkriegen, sowie dessen Wappen. Gedruckt wurde die Ausgabe in der Offizin des aus dem siebenbürgischen Kronstadt stammenden Jacob Lucius dem Älteren (um 1530-Oktober 1597), der 1578 vom Braunschweiger Herzog Julius zum ersten Buchdrucker der Universität Helmstedt ernannt wurde und aufgrund seiner Herkunft den Beinamen "Transylvanus" erhielt (s. Impressum). - Etwas gebräunt und braunfleckig. - Sammelband mit drei wohlerhaltenen, bedeutenden historischen Schriften in einem prächtigen zeitgenössischen Wappeneinband, wahrscheinlich mit Bezug zum sächsischen Adelsgeschlecht Weißenbach oder der Grafen zu Solms-Wildenfels.

Estimate
€ 1.800   (US$ 2.088)



Buchanan, George
Rerum scoticarum historia

Lot 537

Buchanan, George. Rerum scoticarum historia. 4 Bl., 723 S., 50 Bl. Mit Titelholzschnitt und Druckermarke am Schluss. 17 x 10,5 cm. Flexibles Pergament d. Z. (Rücken mit hs. Klebenschild, stärker fleckig und etwas berieben, Vorderdeckel mit hs. Zahlenangaben). Frankfurt, Johann Wechel für Sigmund Feyerabend, 1584.

VD 16 B 8988. IA 126.489. Adams B 3057. STC 163. Fueter 173. – Erste deutsche Ausgabe und die dritte Ausgabe des erstmals 1582 in Edinburgh erschienenen Werkes. "Klassisches Werk" (Fueter) des protestantischen schottischen Humanisten Buchanan (1506-1582), eine Hauptquelle zur schottischen Geschichte des 16. Jahrhunderts bis zu Jakob VI., dessen Erzieher er war. In seinen späteren Jahren war Buchanan in wichtigen Funktionen am schottischen Hof, 1568 wirkte er an der Gerichtsentscheidung über Maria Stuart mit. Von Fueter für seinen Stil gelobt, aber wegen seiner Parteinahme heftig kritisiert: "Die ältere Geschichte ist das Werk eines extremen Nationalisten, die Zeitgeschichte das eines schroffen Parteimannes. Die Darstellung der jüngsten Vergangenheit ist nichts anderes als eine gehässige und in den Einzelheiten durchaus nicht zuverlässige Anklagerede gegen Maria (Stuart) und die Hamiltons." – Titel mit hs. Besitzvermerk, am Schluss mit Wasserrand. Etwas gebräunt und leicht stockfleckig.

Estimate
€ 350   (US$ 406)



Carranza, Bartholomäus von
Controversa de necessaria

Lot 538

Carranza, Bartholomäus von. Controversa de necessaria residentia personali episcoporum, et aliorum inferiorum pastorum, Tridenti explicata. 189 S., 1 w. Bl. Mit 2 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken. 12 x 7,5 cm. Pergament d. Z. mit späterem goldgeprägtem RSchild. Lyon, o. Dr. 1550.

Nicht bei Adams und im STC. – Unfirmierter Lyoneser Druck der zuerst 1547 in Venedig erschienenen kleinen Schrift über die theologischen Dispute der Bischöfe, die 1546 am Konzil von Trient teilnahmen. Der Dominikanerpater Bartholomäus von Carranza (1503-1576) war Erzbischof von Toledo und nahm auf persönlichen Wunsch von Kaiser Karl V. am Konzil teil. Carranza gilt als eines der bekanntesten Opfer der spanischen Inquisition, u. a. wurde ihm vorgeworfen, Karl V. noch auf dem Sterbebett mit ketzerischen Gedanken verführt zu haben, was ihm zehn Jahre Kerkerhaft in der Engelsburg einbrachte. – Stellenweise etwas stärker wasserrandig, Titel mit mehreren, teils gestrichenen Besitzeinträgen. Kleine Wurmlöcher auf dem Vorsatz mit altem Transparentstreifen überklebt.

Estimate
€ 250   (US$ 290)


Chronica von dem löblichen Graff Wiprechten zu ...
und des Fürsten und Herrn Friederichen, Landgra...

Lot 539

Chronica von dem löblichen, thewren Helde, Graff Wiprechten zu Groitzsch in Meissen, folgents Marggraffen zu Lausitz, und Burggraffen zu Magdeburg, ect. Anfenglich von einem Mönche des Closters Pegaw im Latein beschriben, numehr aber menniglich zu nutz, in die deudsche Sprach gebracht.|Jtem, ein ander Chronica, von des Durchleuchtigen Hochgebornen Fürsten und Herrn, Herrn Friederichen, Landgrauen in Döringen, Marggrauen zu Meissen etc. ... durch Johan Garzon von Bononien ... im Latein beschriben, folgends aber verdeutschet. 88 Bl. (d. l. w.). Titel in Schwarz und Rot. 19 x 15 cm. Marmorierter Pappband um 1800 (etwas bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Eisleben und Magdeburg, Andreas Petri für Ambrosius Kirchner, 1584.

VD16 H 3896. – Einzige Ausgabe der sehr seltenen, von dem Helmstedter Historiker Reiner Reineccius (1541-1595) aus dem Lateinischen ins Deutsche übertragenen Lebensbeschreibung des Markgrafen Wiprecht von Groitzsch (um 1050-1124), dem Gründer des Benediktinerklosters St. Jakob im sächsischen Pegau. Verfasst wurde die mittelalterliche Chronik von einem namentlich nicht bekannten Mönch der Abtei. – Titel mit Stempel einer Schlossbibliothek und kleiner hinterlegter Fehlstelle im weißen Rand, ein weiteres Blatt ebenfalls mit kleiner hinterlegter Fehlstelle ebenda (früher Griffregister). Etwas gebräunt und braunfleckig, wenige Blatt leicht fleckig, fl. Vorsatz mit Besitzeintrag von 1808. Wohlerhaltenes Exemplar.

Estimate
€ 600   (US$ 696)


Chytraeus, David
Chronicon Saxoniae

Lot 540

Chytraeus, David. Chronicon Saxoniae & vicinarum aliquot gentium: ab anno Christi 1500 usque ad M.D.XCIII. Appendix scriptorum certis chronici locis inserendorum. 1 Bl., XVIII, 969 S., 12 Bl. (e. w.). Mit großer wiederholter Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und am Schluss. 31,5 x 19 cm. Pergament d. Z. (fleckig und berieben) mit intakten (teils wohl alt erneuerten) Pergamentschließbändern. Leipzig, Michael Lantzenberger für Henning Grosse, 1593.

VD 16, C 2554. Adams 1575-76. STC 205. – Erste bei Grosse erschienene Ausgabe der Fortsetzung der Krantzschen Kirchengeschichte. Die historiographische Arbeit des Chronicon Saxoniae macht neben der "Geschichte der Augsburger Konfession" die "besondere wissenschaftliche Bedeutung" (NDB) des Theologen und führenden Vertreters der Spätreformation David Chytraeus (1530-1600) aus. – Titel mit altem Besitzeintrag. Papierbedingt durchgehend etwas stärker gebräunt und braunfleckig, mit vereinzelten Annotationen. Sonst wohlerhalten. Innengelenke verstärkt, Vorsätze mit grobem Löschpapier alt erneuert.

Estimate
€ 600   (US$ 696)



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