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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Manuscripts, Incunables, Theology » to the Book Department
Manuscripts, Incunables, Theology Catalogue Price EURO 15,00
Auction Date Tue Oct 17, 17:00 CET


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Domine Deus meus, in te speravi
2 Einzelblätter im Monumentalformat aus einer A...

Lot 1011

[*] "Domine Deus meus, in te speravi". 2 Einzelblätter im Monumentalformat aus einer Antiphonale-Handschrift. Lateinische Handschrift auf Pergament, ein Blatt verso mit romanischer Quadratnotation auf rotem fünfzeiligem System. Mit dreizeiliger in Rot und Braun ausgemalter Initiale "D" und 8 einfachen roten Initialen. Schriftspiegel: ca. 64 x 41 cm. Format: 80,5 x 59,5 cm. Wohl Norditalien um 1600.

Der Anfang des 7. Davidpsalms, beginnend bei Vers 2: "Domine deus meus in te speravi: salvum me fac ex omnibus persequentibus me et libera me" etc. ("Herr, mein Gott, auf dich habe ich gehofft: befreie mich von all meinen Verfolgern und erlöse mich" etc.) auf zwei reglierten Einzelblättern aus einem Monumentalantiphonale mit dekorativer dreizeiliger Initiale "D" auf in Braun eingemaltem Grund mit Blattornamentik. – Untere Ecke etwas fingerfleckig und mit schwachen Knickspuren, sonst wohlerhalten. Schrift auf der weiß gekalkten Fleischseite etwas abgerieben, die Haarseite etwas gebräunt. Das Blatt mit der Initiale verso mit Ziffernsignatur in Blau in der oberen Ecke.

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€ 600   (US$ 702)


After-Sales Price
€ 400   (US$ 468)


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Antiphonale romanum
Fragment einer liturgischen Handschrift auf Per...

Lot 1012

Antiphonale romanum. Fragment einer liturgischen Handschrift auf Pergament mit lateinischem Text und Blocknotation auf 5-zeiligem roten System. 115 (teils disparat numerierte) Bl. 7 Zeilen. Schriftraum: ca. 45 x 27,5 cm. Format: ca. 60 x 40 cm. Mit (übrig gebliebenen) 167 Federwerk-Initialen in Blau und Rot. Schweinsleder d. Z. (sehr starke Gebrauchsspuren, großflächige Fehlstellen im Bezug etc., teils vom Einband gelöst, angestaubt) über schweren Holzdeckeln (mit Bruchspuren) mit 2 (statt 10) Messingbuckeln sowie fragmentarischen Resten der stark verrosteten Eisenkanten- und Eckbeschläge sowie der lädierten Eisenschließe. Wohl Frankreich um 1600.

Ausgeschlachtetes Fragment eines liturgischen Gesangbuchs im Monumentalformat, bestehend aus Teilen mit Gesängen aus den Psalmen und Antiphonen zur Heiligenverehrung. – Die größeren, wohl auch figürlich und szenisch gestalteten Federwerkinitialen zumeist grob und unsauber ausgeschnitten, die Pergamentblätter dadurch deutlich entstellt und mit teils großen Fehlstellen. Einige Lagen und Einzelblätter lose, Bindung insgesamt locker. Teils auch stärker fingerfleckig, zumeist stärker gewellt. Mit zahlreichen genähten Fehlstellen, Rissen, Löchern und Knorpelläsuren, teilweise auch hinterlegt. Im oberen Rand mit Feuchtigkeitsschaden. Innenspiegel mit montiertem Makulatur-Doppelblatt (Fragment) aus dem späten 14. Jahrhundert.

Estimate
€ 1.200   (US$ 1.404)


After-Sales Price
€ 800   (US$ 936)


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Domenica Ad Vesperas
Französische liturgische Handschrift mit Text

Lot 1013

"Domenica Ad Vesperas An[tipho]na". Französische liturgische Handschrift mit Text in Schwarz und Rot, Quadratnotation auf fünf roten Notenlinien. Mit 2 großen, vierfarbig ornamentierten Initialen im Quadrat, und 8 kleineren, zweifarbigen Initialen sowie 42 kalligraphischen Federwerk-Initialen in Braunschwarz und 35 großen roten Initialen. Schriftraum: ca. 44 x 28 cm. Format: 53 x 38,5 cm. Braunes strukturgeprägtes Kalbsleder d. Z. (Kapitale ausgerissen, an Kanten bestoßen, aber nur wenige Fehlstellen, teils mit Kratzern und Bereibungen) über schweren Holzdeckeln mit 3 Zierbünden mit geometrischer Filetenblindprägung auf den Deckeln, gerahmt von vierfachen Blindfileten und ca. 120 Messingbuckelknöpfen an den Schnittstellen der Fileten. Frankreich um 1640.

Imposantes, mächtiges liturgisches Buch in schwerem, interessant ornamentierten zeitgenössischen Einband, der eine bemerkenswerte Filetenprägung in flächendeckenden Rauten aufweist, die an allen Schnittpunkten mit Rundkopf-Messingnägeln als Auflagebuckel geziert wurde. Auf dem ersten Pergamentblatt der Titel "Domenica Ad Vesperas An[tipho]na", also die Wechselgesänge zur Feier des sonntaglichen Abendgebets mit der Eröffnung, dem Hymnus, den Psalmen, dem neutestamentlichem Canticum, Responsorium und schlussendlich dem Magnificat.
Vorhanden sind die ersten 34 Blätter (i-xxxij) und Blatt ciii-ciiii mit den Texten zur Vesper der wichtigsten Feste wie Ostern, Geburt Christi, Namenstag der Heiligen Stephan, Johannes, den Innocenti, zum Fest der Beschneidung Christi und Epiphanias.
Beigebunden sind 20 Blätter liturgischer Handschrift auf Papier mit lateinischem Text in schwarzer Tinte und Quadradtnotation auf fünflinigem System.
Die beiden großen Prunkinitialen "D" und "C" (je 14,8 x 14,8 cm) sind in blauen und roten Balken auf rotem floralen Ornamentgrund im Quadrat einbeschrieben und mit reichem violetten Akanthusornament gefüllt. Die kleineren acht Zierintitialen (je 7,6 x 7,6 cm) sind ebenfalls auf rotem, geometrischen und floralen quadratischen Ornamentgrund eingemalt, mit einem sich blau und rot durchdringenden Konturbalken und teils - je nach Buchstabe - Binnenzeichnung. – Block aus Einband gelöst, Bindung teils gelockert oder lose, ein großer Block inmitten entnommen. Lagen teils separat, auch die des Anhangs der 20 Blätter. Dieser etwas angestaubt, doch kaum fleckig, der Pergamentteil wie üblich auf der Haarseite stärker gebräunt, auf der Fleischseite weißer, teils mit Knickspuren, vereinzelt etwas wellig, fleckig und teils mit Farbwischern, nur stellenweise etwas stärker angeschmutzt und fleckig, meist sehr gut erhalten.

Estimate
€ 1.600   (US$ 1.872)


Hammer Price
€ 800 (US$ 936)


Borja y Velasco, Gaspar
Quanto di notabile,succeduto in Napoli Ital. Ha...

Lot 1014

[*] Borja y Velasco, Gaspar de. - "Quanto di notabile, e curioso è succeduto in Napoli nelli Governi de' due Cardi[ina]li Borgia, e Zapatta". Italienische Handschrift auf Papier. 15 Bl. (le. w.). Mit 2 einmontierten, in Schwarz und Rot gedruckten Holzschnittporträts (je 12 x 9 cm). 27,5 x 20 cm. Halbleder um 1820 (Rücken defekt mit Filmklebung, stark beschabt, bestoßen). Italien um 1650.

Historischer Abriss über die Stadt Neapel im frühen Seicento unter der Gouvernanz des spanischen Kardinals Gaspar de Borja y Velasco (1580-1645) und seines Kronkardinals Antonio Zapata y Cisneros (1550-1635). Auf den Tod Phillips III. war Philipp IV. gefolgt. Unter ihm wurde Zapata zum Vizekönig von Neapel ernannt, bis er dann zwischen 1627 und 1632 als Großinquisitor von Spanien sein Amt ausführte. Aus Rom verwaltete der Borgia-Kardinal, Vertreter der spanischen Krone im Vatikan, das Vizeregnum. Für Neapel waren die Zeiten unter der strengen Herrschaft der spanischen Kardinäle höchst unruhig. So berichtet der anonyme Chroniker von Aufständen, Tumulten, Schlachten und Kriegen - vor dem Hintergrund der immanenten Türkenbedrohung: "Al 16. dì Agosto 1620. Manfredonia fù posta al Sacco dai Turchi, e segui in questo modo".
Die Chronik ist bemerkenswert detailreich und eine für die Geschichtsforschung überaus bedeutende, wohl bis dato noch unveröffentlichte Quelle, die nahezu lückenlos alle Ereignisse, politischer, gesellschaftlicher und topographischer Art bis hin zu meteorologischen Beobachtungen, oft von Tag zu Tag aufführt. Der dokumentierte Zeitraum erstreckt sich vom 14. Juni 1620 bis zum 20. März 1623.
Auch Naturkatastrophen werden erwähnt: "Al 16. di Novembre 1620 fù una tempesta tanto grande in mare; che non si ricorda simile; imperciò che la voracità dei venti sbatteva il Galeoni, i Vascelli nel Porto, il che stando mirando molti huomini nella marina della Pietra del pesce". Die Besuche der Kardinäle werden genau dokumentiert: "A 6 di xmbre (decembre) il Cardinal Zapatta privatamente venne nella Città, e prima anò a militare la signora Duchessa d'ossuna ... In questo s'intese la carceratione in Spagna del Duca d'Ossuna, e del Genovino...". "Si trattenne il Cardinal Borgia in Napoli fino al 14 di dicembre 1620".
Es wird berichtet über die Reise des Kardinals nach Rom zum Konklave und der Papstwahl Gregors XV., während dessen Zapata als Statthalter den obersten Militärmachthaber einsetzte, ebenfalls einen Spanier, der General der Galeren.
"A 21 di Gennaro 1621 Il Cardinal Zapata andò in Roma con le galere della squadra di Napoli per la creatione del nuovo Pontefice, essendo morto Paolo V., et fù creato Gregorio XV, et per la sua assenza, governò come Luogotenente D. Pietro di Leyua Generale delle galere fino al 19. di Febrero, nel quale giorno, Il Cardinal Zapatta se ritorno da Roma".
Die beiden, als Frontispiz und nach dem vierten Blatt eingehefteten Holzschnitte zeigen zwei in Schwarz und Rot gedruckte Porträts der Kardinäle aus einer zeitgenössischen Publikation, einmal Tafel XVIII, untertitelt "Gaspar tit. S. Crucis in Hierusalem Card. Borgia, Hispanus, 17. Augusti 1611" und "Antonius tit. S. Balbinae Car. Zapata, Protector Hispaniae, Hispanus, 9. Junij 1604". – Stellenweise etwas braun- und sprenkelfleckig, zu Anfang etwas stärker, sonst gute, breitrandige Handschrift in sehr gut lesbarer, sauberer Hand, einer braunschwarzen Sepiatinte auf festem Büttenpapier. Innenspiegel mit gestochenem Wappenexlibris der Sammlung Sir Thomas Phillips.

Estimate
€ 1.200   (US$ 1.404)


After-Sales Price
€ 600   (US$ 702)


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Antiphonale-Fragment
Großes Fragment mit 75 Pergament-Blättern

Lot 1015

Von der Äbtissin und Gründerin des Klosters zu Lectoure
Antiphonale-Fragment. Französische Handschrift auf Pergament. Text in Schwarz mit roten Initialen und Quadratnotation auf vierlinigem roten Notensystem. 75 Blätter (num. 26-100). Schriftspiegel: 26,5 x 21 cm. Format: 34 x 26,5 cm. Weißes Schafsleder d. Z. (stark lädiert, brüchig, mit Fehlstellen, teils nur fragmentarisch, fleckig und versehrt). Südfrankreich, Lectoure 1679.

Umfangreiches Antiphonale-Fragment eines liturgischen Gesangbuchs im Folioformat, wohl aus dem äußersten Südwesten Frankreiches, wo die Heiligen Sankt Jakob, Sankt Petrus von Alcantara und weitere Franziskaner, darunter die Heilige Klara und Franziskus selbst vornehmlich verehrt wurden. Mit den Cantica für die Heiligen: "Sainte Claire", "Saint François", "Saint Pierre d'Alcantara", "Saint Didace", "Saint Bernardin", "Saint Antoine", "Saint Bonaventure". Es folgen die "Messe des Stigmates" und die "Messe de la Conception", schlussendlich der Text und die Gesänge für die Königsmesse "Messe Royale".
Interessant ist ein Vermerk im Vorderdeckel, der diese Verortung untermauert: "Ce Propre Appartient aux Religieuses sancte claire de Lectoure". Das heute aufgelassene Klarissinnen-Nonnenkloster befand sich in dem kleinen Ort Lectoure in der Gascogne, im französischen Okzitanien. Am Ende befindet sich ein vierzeiliger Vermerk in Rot, nachdem die Handschrift von der Äbtissen selbst abgeschrieben, verfasst bzw. nach dem Behufe des Klosters eingerichtet wurde: "En l'année 1679 Ce livre à esté escrit Par le P. Bonau. De la Montjoie. ý estant abbesse et fondatrisse Madame De Marin". – Die Innendeckelauflagen stark lädiert. Teils Gebrauchsspuren, Flecke, Abrieb und winzige Blattschäden, meist sind die Pergamentblätter aber in bestem, frischen Zustand, wenige neuere Korrektureinträge in Schwarz, eine reiche Fundgrube spätmittelalterlicher Klosterkultur. Datierte und lozierte Handschriften aus Klöstern sind überaus selten.

Estimate
€ 1.400   (US$ 1.638)


Hammer Price
€ 1.000 (US$ 1.170)


Antiphonale romanum
Einzelblatt aus einer liturgischen Handschrift ...

Lot 1016

Antiphonale romanum. Einzelblatt aus einer liturgischen Handschrift auf Pergament mit lateinischem Text und Blocknotation auf 5-zeiligem roten System. Mit 2 6-zeiligen Initialen in Rot (verso und recto). Schriftraum: ca. 62 x 40 cm. Format: 71,5 x 49,5 cm. Unter Glas in Holzleiste gerahmt. Wohl Frankreich um 1700.

Einzelblatt aus einem monumentalen Psalter mit dem Anfangsvers "Alleluja fac nos innocuam Joseph. Decurrere vitam sitque tuo semper tuta Patrocinio". – Etwas fingerfleckig, im Rand mit kleineren teils mit Transparentstreifen geklebten Läsuren.

Estimate
€ 150   (US$ 175)


After-Sales Price
€ 100   (US$ 117)


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Villemont, Royer de
Journal de la deffense de Landau

Lot 1017

Villemont, Royer de. "Journal de la deffense de Landau par Mr de Laubanie en 1704. Avec les plans des attaques de 1704 et de 1713. Französische Handschrift auf Papier. 1 Bl., 58 num. Mit 2 mehrfach gefalteten kolorierten Plänen. S. 32 x 20,5 cm. Geheftet (teils offen). Frankreich Ende des 17., Anfang 18. Jahrhunderts.

Handschriftlicher Bericht der Belagerung von Landau mit Beschreibung und Plänen des Angriffes der französischen Truppen im Jahre 1713 während der kaiserlichen Belagerung 1704. Insgesamt wurde die französische Festung während des Spanischen Erbfolgekrieges viermal belagert: im Jahre 1702 endete die Belagerung mit der Einnahme am 12. September, das Folgejahr 1703 verzeichnet die Teilzerstörung Landaus zwischen dem 13. Oktober und dem 17. November und im September 1704 zogen die Kaiserlichen Truppen wiederum vor Landau, das sie am 23. November stürmten. Neun Jahre Später folgte die hier geschilderte vierte Belagerung von Landau (1713), bis die Festung am 20. August übergeben werden musste.
Das Tagebuch wurde von dem Chefingenieur der Verteidigungsanlagen Villemont begonnen, der während der Belagerung verstarb, und fortgeführt von Joinville vom 9. September bis zum 23. November 1704.
Die Pläne zeigen die Belagerungs- und Angriffspläne von 1704 und 1713: "Journal de la deffense de Landau, commencée par Mr de Villemont Ingenieur en chef de la place jusqu'à sa mort, et continué par Mr de Joinville jusqu'à la reddition de ladite place, le 23 novembre 1704".
"Laubanie fut nommé gouverneur de Landau après la reprise de la ville par les Français en octobre 1703. Après la défaite d'Hochstaedt, les troupes impériales mirent le siège devant Landau. Laubanie y soutint le siège, de septembre à novembre 1704, au cours duquel il perdit la vue. Il fit rédiger ce récit détaillé du siège, qui connut deux éditions. Le conseil de guerre capitula le 23 novembre 1704, et les 2.000 hommes encore valides quittèrent Landau avec tous les honneurs. Le présent manuscrit contient le récit de Villemont et Joinville, deux ingénieurs, et se présente comme le complément du récit de Laubanie: 'Les deux auteurs étaient ingénieurs dans la place où Villemont fut tué le 20 octobre. Leur rapport est un complément fort utile de la relation précédente [celle de Laubanie] car il signale la situation peu avantageuse de la forteresse, le nombre insuffisant des troupes, la pénurie des munitions et prouve que, malgré tout, la résistance fut acharnée' (Louis André). N. Royer de Villemont, mort au service à Landau, est également l'auteur d'un Mémoire sur les forteresses de Bonn; l'ingénieur N. de Jonville ou Joinville fut 'chargé en chef de la défense et vint en rendre compte au roi', et mourut au siège de Turin en 1706 (A. Blanchard, Dictionnaire des ingénieurs militaires). Le journal débute ainsi : 'Le malheureux succès de nos armées en Bavière ayant ramené les ennemis dans la belle Alsace, le Maréchal de Villeroi n'eut pas plutôt repassé les montagnes avec les débris des armées [...] qu'il revint passer le Rhin à Strasbourg'... Il est augmenté d'un plan de la forteresse de Landau, rehaussé de couleurs. La dernière partie (p. 47-58) est constituée d'un tableau en deux colonnes montrant les deux projets de convention pour la reddition de la place" (Drouot).
Vgl. ausführlich: Louis André, Les Sources de l'histoire de France, Nr. 3983, S. 368: Laubanie, Relation de la défense de Landau en l'année 1704, publiée dans Campagne de Monsieur le maréchal de Marsin, Teil II, S. 316f. et dans Pelet, Mémoires militaires..., Teil IV, Appendix, S. 949-964. Villemont et Joinville, Journal de la defense de la place de Landau en 1704, publ. par Augoyat, Mémoires inédits du maréchal de Vauban sur Landau..., 1841, S. 81-186. – Bindlung lose, nur leicht fleckig, kaum Papierläsuren, die großen Pläne (46,5 x 53 cm bzw. 32 x 39 cm) überaus detailliert und fein koloriert, kleiner Falzriss, Bildträger zusammengesetzt aus mehreren Blättern.

Estimate
€ 1.200   (US$ 1.404)


After-Sales Price
€ 1.000   (US$ 1.170)


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Turpetin, François-Michel
Voyage fait en la Terre Sainte par maître

Lot 1018

Von Orleans nach Jerusalem
Turpetin, François-Michel. "Voyage fait en la Terre Sainte par maître François Michel Turpetin, prestre, ancien maître spirituel de l'hôtel-Dieu de Beaugency, et cy devant au dit Beaugency, commencé le 24 avril 1715 et finissant le 29 avril 1716". Französische Handschrift in schwarz-brauner Tinte auf Papier. 198 num. S. 36 x 22 S. Halbleder des 19. Jahrhunderts (Fehlstellen am Rücken, Kapitalen und Kanten, bestoßen, beschabt) mit goldgeprägtem RTitel und Goldfileten. Frankreich um 1745.

Handschriftliche Abschrift eines Manuskripts aus dem frühen 18. Jahrhundert von François-Michel Turpetin, der ausführlich von seiner Pilgerreise ins Heilige Land berichtet. Die packende, auch unter literarischen Aspekten durchaus qualitätvolle Erzählung aus der Ich-Perspektive eines Handelsreisenden, der sich zum Glauben bekehrte und ins Priesteramt aufstieg.
Die lebhafte, bilderreiche und stellenweise überaus detaillierte Erzählung widmet sich mit Beschreibungen den durchreisten Orten, den teils schweren Schiffspassagen, den Landschaften und architektonischen Sehenswürdigkeiten. Angereichert mit zahlreichen persönlichen Beobachtungen und amüsanten Anekdoten sowie Exkursen in die Geschichte und Erzählungen aus der Bibel bei den entsprechenden Heiligen Stätten, ergibt sich ein umfassendes Gesamtbild einer christlichen Pilgerreise nach Palästina.
Der aus Beaugency stammende Autor war am 24. April 1715 aufgebrochen und hatte sich am 1. Juni in Marseille eingeschifft, von wo aus es ins syrische Saïda ging. Turpetin berichtet von Etappen in Malta, "Satelie" (dem heutigen Antalya), dann Larnaca auf Zypern und schließlich der Ankunft in Syrien. Von da folgt eine Küstenfahrt über Akko nach Jaffa, wo er sich einer Karawane nach Jerusalem anschloss. Am 21. Juli dort angelangt, konnte er im Kloster San Salvatore unterkommen. Immer in Begleitung eines Übrsetzers und dem Franziskanerpater "Frère Maxim" besuchte er Jerusalem mit allen Heiligen Stätten, begab sich abenteuerlich nach Bethanien, zum Ölberg und Heiligen Grabe selbst.
Es folgen Reisen nach Bethlehem, Nazareth, Tiberias und Kana.
Ebenso mühsame wie spannende Aufstiege auf die das Land spektakulär überragenden Berggipfel, den berühmten Berg Tabor und den Carmel über dem heutigen Haifa folgen.
Erst am 8. September tritt Turpetin seine Rückreise nach Europa an, wobei er von weiteren Aufenthalten in Zypern, Rom, Florenz und Livorno berichtet. Das Manuskript schließt mit einem Zitat aus dem Register des heimatlichen Sprengels von Saint Firmin de Beaugency an der Loire in der Diözese Orleans: "Extrait des registre des baptêsmes mariage et et sépultures de sa parroisse de Saint Firmin de Beaugency sur Loire Diocès d'Orléans", in der der Autor am 19. September 1747 verstarb. "L’an 1747, le 19 septembre, a été inhumé dans la chapelle de l’hôtel Dieu le corps de maître François Michel Turpetin âgé de 67 ans".
Im Jahre 1889 wurde der Bericht von Alphonse Couret mit einem Vorwort in Orleans publiziert, allerdings wurde von dem Privatdruck lediglich 82 Exemplare gedruckt, von denen heute die meisten verloren sind. Der Forschung obliegt die Untersuchung, ob der Text des Manuskripts vom Druck abweicht.
Immerhin können Dank der vorliegenden Handschrift erstmals die Lebensdaten des sonst unbekannten Autors François-Michel Turpetin (1680-1747) der Forschung zugetragen werden. – Kaum Gebrauchsspuren, nur minimal und vereinzelt fleckig, schönes, unbeschnittenes Manuskript aus der Bibliothek eines "Gillottin, rue de la Maille d'or, à Beaugency" mit deren Exlibris.

English Condition Report:
Hardly any signs of wear, only minimally spotted, altogether beautiful, uncut manuscript from the library of a certain Mr. "Gillottin, rue de la Maille d'or, à Beaugency" with his Ex-libris. Bound in half calf of the 19th century (little damages to spine, capitals and edges scuffed, rubbed) with gilt spine label and gilt fillets.

Estimate
€ 1.200   (US$ 1.404)


Hammer Price
€ 2.800 (US$ 3.276)


Antiphonale romanum
Fragment einer liturgischen Handschrift auf Per...

Lot 1019

Antiphonale romanum. Fragment einer liturgischen Handschrift auf Pergament mit lateinischem Text. 28 Bl., die letzten 4 Bl. auch mit Blocknotation auf 5-zeiligem roten System. 17 Zeilen. Schriftraum: ca. 54 x 33,5 cm. Format: ca. 60-66 x 43 cm. Mit 11-zeiliger barocker Schmuckinitiale in Gelbbraun und 5 sechszeiligen einfachen Initialen in Rot. Leder d. Z. (deutliche Gebrauchsspuren, stark beschabt, mit Fehlstellen, Rücken lädiert) über schweren Holzdeckeln (angebrochen) mit 10 (1 zur Hälfte lädiert) Holzbuckeln sowie stärker verrosteten Eisenkanten- und Eckbeschlägen sowie lädierter Eisenschließe. Wohl Nordfrankreich um 1720.

Fragment eines liturgischen Gesangbuchs im Monumentalformat, bestehend aus Teilen mit Gesängen aus den Psalmen und Antiphonen zur Heiligenverehrung. Umfangreiches Makulaturmaterial für Buchbinderarbeiten. – Bindung etwas schwach, die Lagen teils gelockert, einige Blatt lose. Mal mehr, mal weniger fingerfleckig, teils mit genähten Rissen.

Estimate
€ 900   (US$ 1.053)


After-Sales Price
€ 600   (US$ 702)


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Morgenstern, Johann Christoph
"Nachrichten Einiger nützlichen Lacc-Fürnissen"

Lot 1020

Handbuch des Rudolstädter Hofmalers Morgenstern
Morgenstern, Johann Christoph et al. "Nachrichten Einiger nützlichen Lacc-Fürnissen". Deutsche Handschrift auf Papier. 221 hs. pag. S. (davon 9 vakat), 70 nn. Bl. (davon 37 vakat). 274 S. Mit 3 Original-Zeichnungen in Sepia und Bleistift. Ca. 18-20 Zeilen. Schriftraum: ca. 15,5 x 14. Format: ca. 19 x 16 cm. Leder d. Z. (stärker berieben und beschabt, Gelenke angeplatzt, Ecken bestoßen, Kapitale lädiert, Gebrauchsspuren) mit RVergoldung und den Besitzerinitialen "I. C. M." sowie der Jahreszahl "1726." auf dem VDeckel. Rudolstadt 1726.

Vgl. Thieme-Becker XXV, 149. – Eigenhändiges, nicht in den Druck gelangtes Handbuch mit mehreren Hundert Rezepten zur Herstellung von Firnissen, Lacken, Leimen, Harzen, Bindemitteln etc. sowie praktischen Tips und Anleitungen zur korrekten Anwendung derselben in der Malerei und im Kunsthandwerk, verfasst von dem Rudolstädter Portraitmaler Johann Christoph Morgenstern (1697-1767) und von späteren Händen fortgeführt. Die in drei Teile gegliederte Handschrift behandelt im ersten Teil vorwiegend die Produktion und das fachgerechte Auftragen von verschiedenen Firnissen für Gemälde, Leisten und Rahmen, Kunstgegenstände aus Holz und Metall, zum Restaurieren, Grundieren etc. Darunter z. B. Goldpulver, Silberbronze, Eisenlack, Glasfirnis, Goldfirnis, Leinölfirnis, Baumharz, Kopalharz, Firnis aus Serpentinöl und Mastix, Wasserfirnis, Papierlack, "alte und neüe Gemählte gläntzendt zumachen", "dass der Fürniß abgehet vom Holtz", "Pomaden Furnis", "Reducier Fürnis", "Retouchir Firnis", "truckne Garben zubereiten", "Florentiner Lacc", ferner Pastellfarben, Muschelfarben, Bernsteinfirnis, weißer und grauer Firnis, "wie man auf Kalck mahlet" etc.
Der zweite Teil beschäftigt sich mit den Verfahren des Vergoldens und Versilberns sowie der Herstellung von Goldtinte, u. a. "wie man Goldt und Silber auffs Glaß mahlen soll", "Goldt auff Eißen zutragen", "Golden Leder zubereidten", "Silberglätte", Polimente, ferner über das Einfärben von Leinwand, Holz, Pergament, Leder und Horn, "wie man in Stahl und Eisen schrifft und gemählte ätzen soll", über das Polieren von Bernstein und Edelsteinen, Herstellung von Perlen und Marmorpapieren, Verarbeitung von Quecksilber, Härtung von Leim etc.
Der abschließende dritte, vom Umfang her schmalste Teil enthält einige medizinische Rezepte und Hausmittel z. B. gegen Melancholie, über die Zubereitung von Mastixwasser, "Augenwaßer", "Haber Tranck", "Wacholder Elexir" usw., darunter auch eine Seite mit einem kleinen Verzeichnis von 18 Apothekerzeichen für verschiedene metallische Stoffe wie Gold, Silber, Blei, Quecksilber, Salpeter, Zinnober etc. Am Schluss mit einer bis ins 20. Jahrhundert reichenden Familienchronik, wahrscheinlich der Vorbesitzer des Handbuchs.
Der aus Altenburg stammende Portraitmaler Johann Christoph Morgenstern wurde 1725 von Sophie Wilhelmine von Sachsen-Coburg-Saalfeld (1693-1727), der ersten Frau des Fürsten Friedrich Anton (1692-1744), an den schwarzburgischen Hof in Rudolstadt gerufen, wo er seit 1736 den Titel eines Hofmalers führte und zahlreiche Repräsentationsportraits schuf. Ein von ihm 1718 angelegtes Arbeitsbuch verzeichnet 2823 Arbeiten. Das vorliegende, unveröffentlicht gebliebene und wohl nur für den privaten Gebrauch bestimmte Handbuch wurde von Morgenstern in seinem ersten Jahr in Diensten des Fürsten angelegt. Vermutlich befand es sich über Jahrzehnte in seinem Besitz und diente als Nachschlagewerk beim Ausführen seiner zahlreichen Auftragsarbeiten. Der Einband trägt Morgensterns Initialen "I. C. M." sowie das Jahr der Niederschrift "1726". – Ein Blatt zu Beginn lose. Durchgehend papierbedingt mal mehr, mal weniger gebräunt, das Druckbild durch Verwendung von Eisengallustinte über weite Strecken stärker gebräunt, der Säurefraß hat aber - bis auf sehr wenige Ausnahmen - noch nicht eingesetzt. Das Papier ist an den betroffenen Stellen jedoch entsprechend fragil, das Handbuch müsste also dringend konservatorisch behandelt werden, um den Verfall zu stoppen.

Estimate
€ 1.200   (US$ 1.404)


Hammer Price
€ 2.400 (US$ 2.808)



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