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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Manuscripts, Incunables, Theology, Paper Antiquities » to the Book Department
Manuscripts, Incunables, Theology, Paper Antiquities Catalogue Price EURO 15,00
Auction Date Tue Oct 16, 17:00 CET


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Main Image Description Status

Ruskin, John
Notes by Mr Ruskin

Lot 692

Ruskin, John. Notes by Mr Ruskin on his collection of drawings by the late J. M. W. Turner. Exhibited at the Fine Art Society's Galleries; also a list of the engraved works of that master shown at the same time. 2 Teile in 1 Bd. 1 Bl., 188 S., 1 Bl. Mit gestoch. Frontispiz, 34 Stahlstichtafeln und doppelblattgr. Karte. 29 x 22 cm. Lederband d. Z. (sign.: Stockner London; Rücken mit Originalmaterial restauriert) mit vergold. Deckelfilete, Innenkantenfilete, Rvergoldung und KGoldschnitt). London, Chiswick Press for The Fine Art Society, 1878.

Die illustrierte Vorzugsausgabe auf Bütten. Die Stiche auf Japanpapier gedruckt und auf festeren Karton aufgezogen. – Teils minimal gebräunt, vereinzelt etwas stockfleckig; breitrandiges, unbeschnittenes Exemplar; insgesamt wohlerhalten.

Estimate
€ 220   (US$ 255)


After-Sales Price
€ 150   (US$ 174)


Sandrart, Joachim von
Des alten und neuen Roms grosser Schau-Platz

Lot 693

(Sandrart, Joachim von. Des alten und neuen Roms grosser Schau-Platz oder wahre und eigentliche Abbildung derjenigen Welt-Stadt). Band I (von 2). Ohne die Titel und Textseiten). Mit 52 (statt 71) Kupfertafeln. 38 x 23 cm. Pergament d. Z. (Rücken gewellt und mit kleiner Wurmspur am utneren Kapital, etwas fleckig, Rückdeckel mit gebräunten Feuchtigkeitsflecken und kleineren Schnittspuren). (Nürnberg, Froberg, 1685).

VD17 23:301062X. Rossetti G-916 und G-917. Vgl. Cicognara 3872 und Graesse VI/1, 264 (lateinische Ausgabe von 1684). Nicht in der Ornamentstichsammlung und bei Schudt. – Erste deutsche Ausgabe. Die schönen Tafeln mit Ansichten und Grundrissen der antiken und neuzeitlichen Gebäude Roms und Umgebung, dabei einige sehr dekorative Veduten mit Staffage. Am Anfang findet sich ein prachtvoller Plan des antiken Roms: „Vorstellung der Statt Rom, wie sie vor alten Zeiten gebaut gewesen", es folgen Ansichten und Rekonstruktionen der Foren, Theater, des Circus Maximus, des Palatins, Pantheons, Mausoläen und Grabdenkmäler, der Triumphbögen und -säulen, Obelisken, der spätantiken und mittelalterlichen Architektur mit Maxentius-Basilika und christlichen Kirchen. Vorbilder für die barocke, europaweite Rezeption der römischen Bauten wurden vor allem die zahlreichen abgebildeten Fassaden der römischen Stadtpaläste und Caprarola. – Es fehlen der doppelblattgroße Kupfertitel, der typographische Titel, die 16 Textseiten zu Beginn und 19 Tafeln : (I, IIa, XVIII, XXVI, XXVII, XXXIII-XXXV, XXXVII, XXXXII, XXXXII*, XXXXIII, XXXXIII*, XXXXIIII, XXXXV, XXXXVI*, XXXXXI**, XXXXXIV, XXXXXVII). Die Tafel XXVIIII liegt lose bei. Etwas fingerfleckig, stellenweise im Rand mit Feuchtigkeitsflecken, gering gebräunt, hin und wieder leicht braunfleckig. – Nachgebunden: Derselbe und Pietro Santo Bartoli. Übrig gebliebene Merckzeichen von den Römischen Antiquitäten und der Bild-Hauer-Kunst der Alten in Basso-relievo, nach den marmolsteinern Originalien, so zu Rom in den Triumphbögen und altverfallenen Gebäuen, ingleichen im Capitolio, Palatien und Lustgärten groser Herren anzutreffen sind. Nürnberg 1692. - Teilfragment des umfangreichen Kupferstichwerkes. - Oftmals mit Ausrissen und Fehlstellen, gebräunt, braun-, wasser- und fingerfleckig.

Estimate
€ 400   (US$ 463)


Hammer Price
€ 200 (US$ 231)


Schoch, Johann Gottlieb
Versuch einer Anleitung zu Anlegung eines Garte...

Lot 694

(Schoch, Johann Gottlieb). Versuch einer Anleitung zu Anlegung eines Gartens im englischen Geschmack. 2 Bl., 68 S. Mit 2 kolorierten Faltkupfern. 25 x 20,5 cm. HLeder d. Z. (stärkere Gebrauchsspuren). Leipzig, Georg Joachim Göschen, 1794.

Dochnahl 163. – Einzige Ausgabe der Monographie des Wörlitzer Gartenarchitekten Johann George Gottlieb Schoch (1758-1826). "Seine gartenpraktischen Erfahrungen publizierte Schoch 1794 in dem 'Versuch einer Anleitung zur Anlegung eines Gartens im englischen Geschmack' (in Leipzig anonym erschienen), dem nach 1800 verschiedene Aufsätze zu dendrologischen und gartentheoretischen Themen in Friedrich Justin Bertuchs 'Gartenmagazin' und den 'Mitteilungen der dendrologischen Gesellschaft' folgten ... Neben seiner Tätigkeit in Dessau-Wörlitz schuf Schoch auch Pläne für den herzoglichen Garten in Braunschweig, den Hohenthalschen Garten in Hohenprießnitz und den Reilschen Garten in Halle" (NDB XXIII, 350). – Etwas fleckig, beide Faltkupfer mit geschlossenem Randeinriss (einer ca. 14 cm tief). Hinterer fl. Vorsatz mit zahlreichen Rechenproben.

Estimate
€ 250   (US$ 290)


Hammer Price
€ 500 (US$ 580)


Amphiareo, Vespasian
Opera nella quale si insegna a scrivere varie s...

Lot 695

Schreibmeisterbücher. - Amphiareo, Vespasian. Opera nella quale si insegna a scrivere varie sorti di lettere. 4 typographische Bl. und 44 Bl. mit fast durchweg beidseitig bedruckten Holzschnitttafeln. 14,5 x 19,5 cm. Marmorierter Halbpergamentband des späten 19. Jahrhunderts. Venedig, o. Dr., 1565.

Vgl. Doede 7, 38 und 40. Bonacini 63. Ornamentstichsammlung 5183. – Wohl die vierte Ausgabe seines berühmten Schreibmeisterbuchs, das zuerst 1554 erschien, zahlreiche Folgeauflagen erlebte und auch auf die deutschen Schreibmeisterbücher einen nicht unerheblichen Einfluss hatte. So kopierte etwa der Züricher Caspar Rütlinger frei nach Amphiareo in seiner Calligraphia Nova von 1604: "Verschiedensprachige Texte und lateinische, französische, italienische, niederländische Kursiv-Schriften ... sind Kopien nach dem Schreibmeisterbuch des Vespasiano Amphiareo" (Doede, der als Erstdruckdatum wohl irrig 1548 angibt). Die beidseitig bedruckten Holzschnitttafeln zeigen verschiedene italienische Alphabetschriften, Zierbuchstaben und Monogramme. – Titel stärker fleckig und komplett hinterlegt, mit kleinen Wurmspuren, Abklatsch eines roten Farbstifts und hs. Einträgen. Die letzten sechs Blatt im Seitenrand schmal hinterlegt, die beiden Schlussblatt mit kleinem Ausriss im unteren Rand, das letztes Blatt verso mit Federproben. Fl. Vorsatz mit kleinem Sammlungsstempel. Insgesamt mal mehr, mal weniger braun- und fingerfleckig sowie wasserrandig.

Estimate
€ 1.200   (US$ 1.392)


After-Sales Price
€ 800   (US$ 927)


Franck, Paul
Kunstrichtige Schreibart

Lot 696

Schreibmeisterbücher. - (Franck, Paul u. a.). Kunstrichtige Schreibart allerhand Versalien oder Anfangs Buchstaben der Teütschen, Lateinischen und Italianischen Schrifften aus unterschiedlichen Meistern der Edlen Schreibkunst zusammen getragen. 16 S. Mit gestochenem Titel (in Pag.), gestochener Textvignette und 74 Blatt (davon 3 mehrfach gefaltet) in Holzschnitt und Radierung. 32 x 21 cm. Halbpergament d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben, Rückenbezug an den Kapitalen eingerissen). Nürnberg, Christoph Gerhard für Paul Fürst, (1655).

Doede 66. – Erste Ausgabe der prächtigen Folge in Holzschnitt und Radierung. Auf Seite 14 der Vorrede erklärt der Verleger, dass dieses Werk "von Paulo Francken, weiland Modisten und Rechenmeistern zu Memmingen angefangen, und 1601 in Druck gegeben worden, nochmals hat solches jetziger Verleger an sich erkaufft, und es nun der lehrgierigen Jugend zu guten, mit etlicher Autoren Hand vermehret, wieder aufflegen lassen". Bislang konnte nur Ulrich Hofmann als Beiträger identifiziert werden. Die Holzschnitte und Radierungen zeigen prächtige, großformatige Fraktur-Initialen sowie Initialalphabete. – Es fehlt das weiße Schlussblatt. In den Rändern hinterlegt (teils mit kleineren Fehlstellen), dort auch leimschattig und braunfleckig, Titel komplett aufgezogen. Insgesamt etwas finger- oder braunfleckig. Exemplar mit Gebrauchsspuren, die manchmal fehlenden drei gefalteten Holzschnitttafeln in der Lage Q sind vorhanden.

Estimate
€ 500   (US$ 580)


Hammer Price
€ 350 (US$ 406)


Grahle, Conrad
Ein nau Schrifftenn Buch + Neudörffer, Appendix

Lot 697

Ein Höhepunkt der Kalligraphie
Schreibmeisterbücher. - Grahle, Conrad. Ein nau Schrifftenn Buch darinnen allerley Schrifften, jedtwedern seiner Beliebung nach, mit der Feder sich zu exerciren, zu befinden, welches zu sonderbaren Ehren denen Liebhabern der Feder verferttigett. Kupfertitel und 16 Kupfertafeln. 16 x 20,5 cm. Rotgefärbter Pergamentband d. Z. (gering fleckig und berieben; ohne die Schließbänder). (Leipzig, o. Dr., um 1610).

Doede 46. Hollstein, German Engravings XII, S. 20, Nr. 17. Vgl. Bonacini 708. Thieme-Becker XIV, S. 496. – Erste Ausgabe des wohl frühesten gestochenen Leipziger Schreibmeisterbuchs, die Folge im ersten Druckzustand noch vor der Nummer (vgl. Doede und Reiss 74, Los 2353; dort ein Exemplar der zweiten Auflage mit den in der Platte numerierten Kupfern, die um 1615 unter leicht abweichendem Titel bei Balthasar Caymox erschienen; vermutlich ist die Folge mit 20 Kupfern vollständig). "Das figürliche Zugwerk - neben dem die ungegenständlichen Schreiberzüge zurücktreten - ist von im deutschen Sprachgebiet ungewöhnlich zierlicher und ungezwungener Federführung und stellt, gleich im Beginn dieses besonders in Italien seit dem Ende des 16. Jahrhunderts geübten Federspiels, einen hier in seinem künstlerischen Rang nicht wieder erreichten Höhepunkte dar" (Doede). Der Begründer der sächsischen Schreibmeistertradition Peter Stoy erwähnt Grahles Folge in der Vorrede zu seinem Schreib Formular von 1615 mit dem Hinweis, dass seines Wissens kein früheres gestochenes Schreibmeisterbuch in Leipzig herausgebracht wurde (vgl. Doede 47).

Gezeigt werden in kalligraphischer Manier verschiedene Schriftarten wie Kurrent, Kanzlei, Fraktur, Unziale, Textur, lateinische Kursive etc. Der dekorative Kupfertitel zeigt den Lyra spielenden Orpheus, umringt von lauschenden Wildtieren. Die meisten der Kupfer mit sehr schönen, teils kuriosen Figuren- und Tierzeichnungen im schnörkelreichen Schreibmeisterstil, die letzten drei Blatt am Schluss auch mit plastisch-geometrisch gezeichneten Versalien in spätmanieristischer Art, die fast schon surrealistisch anmuten. Biographische Daten des um 1615 in Leipzig tätigen Stechers Conrad Grahle sind nicht nachweisbar. U. a. sind von ihm einige Flugblattdrucke zum Reformationsjubiläum 1617 bekannt, ferner verschiedene Gelehrtenportraits sowie das Exlibris der Marienbibliothek in Halle (vgl. Hollstein). Zwei Tafeln mit dem Monogramm "H.W.", eine weitere mit dem Monogramm "M.C.S.S. C.G.F." Das bei Doede autopsierte Exemplar in der Berliner Kunstbibliothek, das auch aktuell das einzige über den KVK nachweisbare darstellt, besteht aus nur sieben numerierten Blatt und dem Titel (dieser ohne Nummer), die alle ausgeschnitten und montiert sind. – Die letzte Tafel mit Siegelresten in der Darstellung, ein Kupfer breit angefalzt. Etwas finger- oder braunfleckig, stellenweise mit kleinerem Braunfleck im Seitenrand, sonst sehr schön und wohlerhalten. 13 Vakatblatt beigebunden. Innengelenke angeplatzt. - Sehr selten.

Vorgebunden: Johann Neudörffer (d. J.). Appendix oder kurtzer Begriff etlicher schönen Hand: und anderer Schriften zu der Neudörfferischen Schreibkunst gehörig. Mit gestochenem Titel in architektonischer Umrahmung auf schwarzem Grund von Johann Pfann und 34 zumeist in der Platte numerierten Kupfern auf 33 Tafeln (davon 3 gefaltet). Nürnberg, Johann Neudörffer und Johann Pfann, 1631. - VD17 75:706055U. Doede 51/3. Vgl. Bonacini 1271. Ornamentstichsammlung 4813. - Erste Ausgabe, dritter Teil zu Neudörffers (1543-1581) berühmter Schreibkunst, die 1601 in zwei Teilen erschien und mit dem 30 Jahre später folgenden Appendix seinen Abschluss fand. Johann Neudörfer d. J. (1543-1581) führte das Erbe seines berühmten Vaters Johann Neudörffer d. Ä. (1497-1563) fort, der als bedeutendster und einflussreichster Schreibmeister seiner Zeit galt und das erste Schreibmeisterbuch nördlich der Alpen verfasste (und damit entscheidenden Anteil hatte an der Entstehung der deutschen Kurrent- und Frakturschrift). Dargestellt sind hauptsächlich Kurrentschriften, teils mit Zierinitialen. Zwei der beiden Faltkupfer zeigen die Buchstaben des Alphabets in jeweils 10 verschiedenen kalligraphischen Ausführungen, der ornamentale Rahmen des Kupfertitels zeigt die Wappen der Nürnberger Ratsgeschlechter. - Nur schwach fingerfleckig, im äußeren Rand leicht gebräunt, lediglich die Faltkupfer mit minimalem Randeinriss, die übrigen Kupfer klar im Abdruck und ohne Läsuren. Ein Kupfer mit Siegelresten. Schönes und für ein Gebrauchsbuch wohlerhaltenes Exemplar mit allen Kupfern; die bei Doede nachgewiesenen Exemplare in Luzern, Nürnberg, Wien sind alle inkomplett. Das VD17 weist zwei Exemplare in Nürnberg und Wolfenbüttel nach. Zwei bedeutende Schreiblehrbücher der sächsischen und nürnbergischen Schule in einem Band, wohlerhalten und zeitgenössisch gebunden.

Estimate
€ 2.400   (US$ 2.784)


Hammer Price
€ 6.000 (US$ 6.959)


Merken, Johann
Liber artificiosus alphabeti maioris

Lot 698

Schreibmeisterbücher. - Merken, Johann. Liber artificiosus alphabeti maioris, oder: neu inventirtes Kunst-Schreib- und Zeichenbuch ... nebst beigefügter Abhandlung der darin enthaltenen nützlichen und angenehmen Wissenschaften. 2 Teile in 1 Band. 2 Bl., 22 S.; 66 S. Mit zusammen 52 (statt 56) Kupfertafeln von Heinrich Coentgen nach Johann Merken. 23 x 35 cm. Ohne Einband. Mühlheim am Rhein, Johann Conrad Eyrich, 1782-1785.

Doede 213. Bonacini 1169. Ornamentstichsammlung 4925. Thieme-Becker XXIV, 516. – Einzige Ausgabe des berühmten Schreiblehrbuchs, enthält in Teil II auch eine Zeichenschule. Die sehr sorgfältig ausgeführten Kupfer zeigen neben Alphabeten, Schreibvorlagen, Zierbuchstaben und Monogrammen auch Portraits, Silhouetten, Embleme, Verzierungen, Bordüren, Säulen sowie geometrische und architektonische Figuren. Der Text behandelt neben einer Anleitung zur Kalligraphie auch Papier, Farben und Tinten, ferner über Dechiffrierkunst, Wappen, Ornamente, Kronen, Perspektiven, Allegorien, Silhouetten, Physiognomien, Geometrie, Sonnenuhren und Baukunst. In Teil II u. a. auch das Verzeichnis der Bildersammlungen Braamcamp in Amsterdam und des Kurfürstlichen Schlosses in Düsseldorf. – Es fehlen die vier Tafeln Nrn. 24, 25, 27, 28. Etwas braun-, finger- oder stockfleckig, stellenweise auch etwas gebräunt (Titel von Teil I stärker betroffen). Die schönen Kupfertafeln aber insgesamt von guter Erhaltung. Exemplar ohne Einband, daher in den Ecken anfangs etwas eselsohrig und mit kleineren Läsuren.

Estimate
€ 600   (US$ 696)


Hammer Price
€ 400 (US$ 463)


Sckell, Friedrich Ludwig von
Beitraege zur bildenden Gartenkunst

Lot 699

Sckell, F(riedrich) L(udwig) v(on). Beiträge zur bildenden Gartenkunst für angehende Gartenkünstler und Gartenliebhaber. Zweite verbesserte Auflage. XXVIII, 280 S. Mit lithographischem Portrait, gestochenem Titel mit Vignette und 8 (3 mehrfach gefaltet) lithographischen Tafeln. 21 x 12,5 cm. Illustrierte OBroschur (Rücken gebräunt und mehrfach angeplatzt, etwas berieben und fingerfleckig) in privater Halbleinen-Kassette mit RSchild München, Joseph Lindauer, 1825.

Dochnahl 146. – Zweite Ausgabe vom Hauptwerk Friedrich Ludwig von Sckells (1750-1823), der den Englischen Garten in München schuf, den Garten von Schloß Nymphenburg umwandelte und zahlreiche Gärten und Parks anlegte. Er gilt als Begründer des "englischen Stils" in der deutschen Landschaftsgärtnerei. "Mit seinen 'Beiträgen zur bildenden Gartenkunst für angehende Gartenkünstler und Gartenliebhaber' (1818, mehrere Auflagen) verfaßte Sckell das erste Lehrbuch eines in der Anlage von Landschaftsgärten erfahrenen Gartenarchitekten in deutscher Sprache. Auf der Grundlage seiner eigenen internationalen Ausbildung und großen theoretischen wie praktischen Erfahrung stellte Sckell die Gartenkunst in einen Kontext mit Malerei, Architektur und Städtebau und entwickelte frühe Konzepte zum Denkmalschutz. Die Modernität seiner Verbindung von Garten- und Stadtbaukunst zeigt sich in deren bis ins 20. Jahrhundert reichenden Reflexen" (NDB, XXII, 145). Der Erstdruck erschien 1818. – Braun- und stockfleckig, wenige Lagen etwas ausgebunden. Exemplar aus der Bibliothek des Stadtmuseums Döbeln, mit entsprechenden Stempeln und hs. Signatur auf dem Titel.

Estimate
€ 900   (US$ 1.044)


After-Sales Price
€ 600   (US$ 696)


Stridbeck, Johann
Fürtreffliche Welt-Berühmte Maenner

Lot 700

Lehrkartenspiel
Stridbeck, Johann. (Fürtreffliche Welt-Berühmte Maenner [von Kriegs-Helden Welt-Weysen Wol-Rednern und Poeten] in einen Carten-Spiel vorgestellet). Gestochene Titelkarte und 52 gestochene Portraittafeln, sämtlich fest montiert. Ohne das gestochene Titelblatt. 16 x 10 cm. Leder d. Z. (stärker berieben, mit Schnittspuren) mit verblasster RVergoldung. Augsburg, Johann Stridbeck, (1685).

VD17 12:653942Q. Radau-Himmelheber 222. Vgl. Thieme-Becker XXXII, 185. – Einziger Druck des seltenen Lehrkartenspiels mit Medaillonportraits bedeutender Persönlichkeiten und Helden der griechischen und römischen Antike, zumeist Staatsmänner und Philosophen. "Rechts in der Ecke über dem Medaillon mit Porträt und Namen das Kartenzeichen mit eingeschriebenem Wert. Drei der Könige sind mit 'K' bezeichnet, der Pik-König mit 'R(oi)'. Unter dem Medaillon befindet sich noch einmal der Name und ein biographischer Text, der zumeist mit dem Sterbedatum 'im Jahr der Welt' endet. Dargestellt sind auf den Kreuzkarten, deren Medaillon von Eichenlaub gerahmt ist, berühmte Redner, auf Pik Krieger mit Lorbeerzweigen, auf Herz Dichter mit Ölzweigen und auf Karo Philosophen mit Palmzweigen. Auf den Damenkarten sind entsprechende berühmte Frauen wiedergegeben" (Radau-Himmelheber). Kompletter Spielsatz, der aus 52 Karten besteht, hier sämtlich aufgezogen. Zudem vorhanden ist die gestochene Titelkarte mit der Krönung der "Kriegshelden, Weltweise[n], Wolredner und Poeten", diese unten vom Künstler in der Platte signiert. Format der Spielkarten: 9,3 x 5,2 cm. Bereits um 1680 erschien ein früheres Pendant zum vorliegenden Kartenspiel, das als Lehrgegenstand die Geographie behandelt (Tabulae Geographicae Die Geographia oder Erd Beschreibung; VD17 12:653945N). Der Augsburger Kupferstecher und Verleger Johann Stridbeck (1665-1714) schuf u. a. um 1690 zwanzig Skizzen von Berlin, darunter ein Aquarell von der Allee Unter den Linden. – Es fehlt das gestochene Titelblatt. Gering fleckig, die Trägerblätter in der oberen rechten Ecke hs. paginiert. Vorderer Vorsatz gestempelt und mit hs. Einträgen, hinteres Vorsatz mit hs. Register.

Estimate
€ 600   (US$ 696)


Hammer Price
€ 650 (US$ 754)


Teniers, David
Theatrum pictorium

Lot 701

Teniers, David. Theatrum pictorium, in quo exhibentur ipsius manu delineatae, eiusque cura in aes incura picturae. 4 Bl. Mit gestochener Titelvignette und 220 (von 246; gestochenem Widmungsblatt und 4 doppelblattgroßen) Kupfern auf 203 Tafeln. 43,5 x 29 cm. Pergament d. Z. (etwas stärker berieben und fleckig, angestaubt) mit hs. RTitel. Antwerpen, Jacob Peeters, 1684.

Funck 400. Wurzbach II, 695. – Vierte Ausgabe, erstmals erschien die Zusammenstellung der bedeutendsten Künstler der italienischen Renaissance und ihrer Werke 1660. Es finden sich darin u. a. Kupferstiche nach Gemälden Jacopo Bellinis, Leonardo da Vincis, Antonio da Correggios, Paolo Veroneses, Tizians, Raffaels, Michelangelos und vieler mehr wieder. "Als Galerie-Direktor des Erzherzogs Leopold Wilhelm veröffentlichte Teniers das unter dem Namen 'Teniers-Galerie' bekannte Kupferstichwerk, welches die hervorragendsten Gemälde italienischer Meister der erzherzoglichen Galerie in Radierungen reproduzierte. Für dieses Werk kopierte Teniers selbst 244 Bilder der Galerie, welche als Vorlagen für die Kupferstecher J. Troyen, L. Vorstermann (etc.) dienten" (Wurzbach). – Es fehlen 26 Kupfer (7, 21, 22, 55, 57, 59, 74, 86, 90, 93, 96, 105, 107, 110, 116, 125, 158, 159, 160, 190, 196, 207, 212, 215, 216, 233). Die Kupfer 75, 83, 95, 101 und 217 bis 220 sind lose eingelegt, wenige Tafeln mit Ausschnitten von Kupfern. Etwas gebräunt und fingerfleckig, stellenweise etwas braunfleckig, gelegentlich leicht angestaubt, selten wurden Randeinrisse mit Filmklebung hinterlegt (hier mit Säurespuren). Zu Beginn mit kleiner Wurmspur im unteren Rand (außerhalb der Darstellung). Das vordere Innengelenk geschwächt. Mit gestochenem Exlibris von Amand von Schwemmersdorf, dem Kanonikus des Kollegiatstiftes von St. Nicolaus in Neiße.

Estimate
€ 400   (US$ 463)


Hammer Price
€ 500 (US$ 580)



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