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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Manuscripts, Incunables, Theology » to the Book Department
Manuscripts, Incunables, Theology Catalogue Price EURO 20,00
Auction Date Tue Oct 15, 17:00 CET


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Main Image Description Status
Augustinus, Antonius
Discorsi sopra le medaglie

Lot 1060

Augustinus, Antonius. I discorsi sopra le medaglie et altre anticaglie divisi in XI dialoghi tradotti dalla lingua Spagnuola nell Italiana con la giunta dalcune annotationi e molti ritratti di belle e rare medaglie. 239 S., 8 Bl. Mit Kupfertitel, gestochenem Portrait und 70 Kupfern auf 35 beidseitig bedruckten Tafeln. 22 x 17 cm. Neuerer Pergamentband (gering fleckig und berieben, schwach geworfen). O.O., Dr. u. J. (wohl Venedig, um 1592).

EDIT 16 CNCE 562. Graesse I, 253. – Eine von zwei in etwa gleichzeitig erschienenen italienischen Übersetzungen. Vorliegende Übertragung erschien anonym und ohne Impressum, der andere Druck in der Übertragung durch Denis Ott. Sada erfolgte in Rom bei Guglielmo Faciotto (vgl. Graesse). Der Erstdruck der Diálogos de medallas des spanischen Historikers und Erzbischofs von Tarragona Antonio Agustín y Albanell (1516-1586) erschien 1579. Augustin studierte Jurisprudenz und klassische Literatur u. a. in Salamanca, Bologna und Padua, einer seiner Lehrer war Andrea Alciati. Die anschaulichen 70 Kupfer zeigen mehr als 700 verschiedene Medaillen. – Titel gestempelt und mit gelöschtem Tinteneintrag sowie minimalen Läsuren im Seitenschnitt. Anfangs im Seitenschnitt mit schmalem Feuchtigkeitsrand. Insgesamt etwas braun- und fingerfleckig, wenige Textblätter auch gebräunt. Mit Schnitttitel.

Estimate
€ 500   (US$ 550)


Hammer Price
€ 350 (US$ 385)


Augustinus, Aurelius
De doctrina Christiana + De natura et gratia

Lot 1061

Augustinus, Aurelius. De doctrina Christiana libri IIII omnibus sacram scripturam vel recte intelligere, vel fructuose populo proponere volentibus perquam utiles & necessarii. 8 nn., 160 num., 8 nn. Bl. 13 x 8,5 cm. Blindgeprägter flexibler Kalblederband d. Z. (berieben und beschabt, insgesamt etwas lädiert). Paris, Johannes Roigny, 1534.

Adams A 2199. – Pariser Taschenausgabe seines Lehrbuchs Von der christlichen Lehre, in welchem Augustinus Anweisungen zur korrekten Auslegung der Bibel liefert. – Titel und fl. Vorsatz mit mehreren Einträgen. Titel etwas fleckig und im oberen Bug leicht gelöst, wenige Annotationen. Etwas leimschattig, Vorsätze aus Makulaturblättern einer lateinischen Pergamenthandschrift des 15. Jahrhunderts. – Beigebunden: Derselbe. De natura & gratia, liber unus. 67 num., 7 nn. Bl. Ebenda 1534. - Letzte Blatt mit schwachem Wasserrand.

Estimate
€ 300   (US$ 330)


After-Sales Price
€ 200   (US$ 220)


Augustinus, Aurelius
Sermones. Teil II (von 2): Tertia pars aureoru...

Lot 1062

Augustinus, Aurelius. Sermones. Teil III (von 3): Tertia pars aureorum sermonum maximi christiane religionis propugnatoris. 36 nn., CCXLI num., 7 nn. Bl. Mit 16-teiliger Holzschnitt-Titelbordüre, zahlreichen, bis zu 12-zeiligen Holz- und Metallschnitt-Initialen sowie großer Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. Titel in Rot und Schwarz. 18,5 x 13 cm. Flexibles Pergament um 1720 (Kapital minimal eingerissen, leicht fleckig, beschabt und bestoßen) mit hs. RTitel. Lyon, Jacques Maréchal, 1520.

STC 35. IA 110.152. Nicht bei Adams. – Der dritte Teil der frühen Ausgabe der Predigten des heiligen Kirchenvaters Augustinus von Hippo (354-430), hier in einer besonders hübsch gedruckten Postinkunabel aus der Offizin des Lyonneser Druckers Jacques Maréchal. Das herrliche Titelblatt mit neun kleinen Holzschnitten der Evangelisten, Kirchenväter, von Heiligen und biblischen Szenen: Evangelist Markus mit dem Löwen, Segnender Christus, Evangelist Matthäus, Evangelist Lukas, Papost Gregor der Große, Johannes der Täufer, die Heilige Veronika mit dem "vera ikon", eine Pietà sowie der Heilige Hieronymus mit dem Löwen. – Vereinzelt leichte Gebrauchsspuren, etwas finger- oder braunfleckig, meist aber sehr sauber und frisch, wie üblich etwas knapp beschnitten. Hübscher Druck, noch ganz im Stile der Inkunabeln.

Estimate
€ 200   (US$ 220)


Hammer Price
€ 220 (US$ 242)


Augustinus, Aurelius
(Opera) Pars librorum divi Aurelii Augustini

Lot 1063

Augustinus, Aurelius. (Opera). Pars librorum divi Aurelii Augustini. Teile X und XI (von 11) in 1 Band. 312 (le. w.); 256 nn. Bl. Blindgeprägtes Leder d. Z. (angeschmutzt, berieben, bestoßen, mit Wurmlöchern, Schließen fehlen, RDeckel mit Fehlstellen) mit RSchild aus Pergament (stark lädiert). Basel, Johann Amerbach, 1506

VD16 A 4147. STC S. 52. Adams A 2156. IA 110.079. – Erste Gesamtausgabe. Vorliegend sind Teil 10 und 11 der insgesamt 11 Teile. Die beiden Teile beinhalten kleine Schriften und Abhandlungen von Aurelius Augustinus wie beispielsweise "Die Blasphemie gegen den Heiligen Geist", "Der Anti-Christ" oder "Fragen zum Alten und Neuen Testament". – Es fehlt das Blatt P8 des zweiten Teils. Einige Ecken fehlen. Besitzvermerk der Königlichen Bibliothek München sowie dem Ausscheidungsvermerk "Duplum Bibliothcara regia Monacensis" in brauner Tinte im Vorsatz. Durchgehender Wasserfleck. Vereinzelte Wurmlöcher und Notizen.

Estimate
€ 400   (US$ 440)


Hammer Price
€ 200 (US$ 220)



Augustinus, Aurelius
Opera. Teil I und II

Lot 1064

Augustinus, Aurelius. (Opera). Primus tomus eximii patris, inter summa latinae ecclesiae ornamenta ac lumnia principis, d. Aurelii Augustini Hipponensis episcopi cuius praestantissima in omni genere monumenta. Teil I und II (von 10). 10 Bl., 882 Sp.; 896 Sp., 2 Bl. Mit 1 Holzschnitt-Druckermarke. 37 x 24,5 cm. Rotgefärbtes Leder des 20. Jahrhunderts (leicht berieben) mit goldgeprägtem RTitel. Basel, Hieronymus Froben und Nicolaus Episcopius der Ältere, 1556.

VD16 A 4150. STC 53. Adams A2164. I.A. 110.339. – Spätere Ausgabe. – Das angeschmutzte Titelblatt weist einige hs. Vermerke, eine kleine Fehlstelle sowie einige Feuchtflecke auf. Die Blätter der ersten Lage leicht feuchtrandig.

Estimate
€ 200   (US$ 220)


Hammer Price
€ 160 (US$ 176)


Augustinus, Aurelius
Opera

Lot 1065

Augustinus, Aurelius. (Opera). Hrsg. von Erasmus von Rotterdam. 10 Teile in 5 Bänden. Mit Holzschnitt-Titelbordüre und wdhl. Holzschnitt-Druckermarken sowie einigen figürlichen Holzschnitt-Initialen. 36 x 24,5 cm. Holzdeckelbände d. Z. (vorderes Gelenk des 1. Bandes gebrochen, leicht berieben und bestoßen, gering wurmstichig) mit breitem blindgeprägtem Schweinslederrücken d. Z. (etwas stärker berieben, mit Fehlstellen und Wurmspuren). Basel, Ambrosius und Aurelius Froben, 1569.

VD16 A 4153. Adams A 2166. IA 110.042. Nicht im STC. – Spätere Ausgabe der berühmten Basler Augustinus-Gesamtausgabe. Die 1569er Ausgabe ist, so wie sie hier vollständig vorliegt, selten. Gedruckt wurde sie von den Söhnen des weltbekannten Buchdruckers Johann Froben.
Die hübsche Titelblattbordüre zeigt die Taube des Heiligen Geistes, die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes sowie die vier lateinischen Kirchenväter Ambrosius, Augustinus, Hieronymus und Gregor den Großen. – Titelblatt mit minimalem Textverlust durch Wurmspuren. Band fünf mit Spor- und Feuchtflecken. Band zwei mit Feuchtfleck von unten durch den halben Band.

Estimate
€ 2.500   (US$ 2.750)


After-Sales Price
€ 1.500   (US$ 1.650)


Avila y Zuñiga, Luis de
Commentariorum de bello Germanico

Lot 1066

Avila y Zuñiga, Luis de. Commentariorum de bello Germanico, a Carolo V. Caesare Maximo gesto, libri duo. 1 Bl., VIII, 144 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel, 3 gefalteten Holzschnitt-Tafeln, ganzseitigem Text- und ganzseitigem Wappenholzschnitt. 15,5 x 9,5 cm. Leder d. Z. (etwas brüchig und beschabt, bestoßen, restauriert, Rücken komplett erneuert, neu aufgebunden, Vorsätze neu). Antwerpen, Johannes Steelsius, 1550.

Adams A-2341. STC 16. – Erste lateinische Ausgabe dieser bedeutenden Militärschrift von dem spanischen Geschichtsschreiber und Diplomaten Luis de Avila y Zuñiga (1504-1573), der über die letzten Feldzüge Karls V. als Augenzeuge berichtete. "Il fut envoyé en ambassade auprès des papes Paul IV et Pie IV pour presser les opérations du concile de Trente, accompagna Charles-Quint dans la guerre de l'Allemagne, et commanda en 1552 la cavalerie au siège de Metz" (Hoefer III, 868). – Vorsatz und Titel mit Stempel der aufgelösten "Bibliothek der Gesellschaft für Pom. Geschichte u. Alterthumskunde in Stettin". Insgesamt etwas gebräunt und stockfleckig, wenige winzige Wurmspuren im Rand, sonst nur leichte Gebrauchsspuren.

Estimate
€ 250   (US$ 275)


Hammer Price
€ 150 (US$ 165)


Bartholomaeus Coloniensis
Dialogus mythologicus

Lot 1067

Bartholomaeus Coloniensis. Dialogus mythologicus dulcibus iocis, iucundis salibus, concinnisque sententiis refertus, atque diligenter elaboratus. 26 Bl. Mit ankolorierter Holzschnitt-Druckermarke am Schuss. 17,3 x 13 cm. HLeinen des späten 19. Jahrhunderts mit hs. RSchild. Tübingen, Thomas Anshelm, Oktober 1512.

VD16 B 542. Panzer, Ann. typ. VIII, 322, Nr. 7. J. K. Kipf, Bartholomaeus Coloniensis, in: Deutscher Humanismus 1480-1520. Verfasserlexikon I/1, Sp. 132ff. Vgl. STC 67 (Ausgabe Tübingen 1511). – Dritter Druck, der bei Thomas Anshelm in Tübingen erschien, die beiden früheren Ausgaben dort datieren Oktober 1509 (B 538) und Juli 1511 (B 541). Der Erstdruck des mehrfach aufgelegten Schulbüchleins erschien 1490 unter dem Titel Epistola mythologica. "Das auf dem Titelblatt stehende Distichon von G. Konitz 'Hinc fugiat rigidi qui laudat uerba Catonis/ Hic iocus & risus, nil nisi laeta patent' ist für ein Schulbuch etwas überraschend, für die damalige Pädagogik aber bezeichnend" (Alberts). Der frühneuzeitliche Humanist Bartholomäus (um 1460 - um 1516) war Lehrer in Deventer, Münster und Minden, zu seinen Schülern zählte auch Erasmus von Rotterdam.
"Der grotesk-komische Schuldialog in Briefform ist gattungsgeschichtlich ohne nahe Parallele. Mit den Schülerdialogen verbindet die Epistola die Zielsetzung, in unterhaltsamer Form korrektes lateinisches Vokabular für den Alltagsgebrauch vorzuführen, mit der humanistischen Komödie die einheitliche Komposition, phantastische Handlung sowie Anleihen bei Plautus und Terenz [...]. Seit der 2. Ausgabe (GW 3441) gab Bartholomäus eine alphabetisch geordnete Explicatio verborum difficilium, in der griechische Lehnwörter, Mythologisches u. a. präzis erläutert werden, sowie ein Geleitgedicht ad lectores suos bei [...]. Die Epistola ist Bartholomaeus' bei weitem erfolgreichstes Werk" (Kipf; ausführlich auch zum Inhalt). – Titel etwas fleckig und leicht angestaubt, mit kleinen Fehlstellen im Bug, Unterstreichung in rotem Farbstift sowie altem Tinteneintrag. Erstes Textblatt mit minimalen Läsuren im Bug und im oberen Rand etwas knapp beschnitten (minimaler Buchstabenverlust). Einige alte Unterstreichungen, die Schlusslage E verbunden. Insgesamt nur vereinzelte Flecken, ein Braunfleck auf Blatt Bii verso etwas stärker, die dadurch im Druck etwas stumpf gewordenen Buchstaben nachgemalt.

Estimate
€ 900   (US$ 990)


After-Sales Price
€ 600   (US$ 660)



Basilius Magnus
Opera

Lot 1068

Basilius Magnus. Opera. 28 Bl., 1043 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und einigen Holzschnitt-Initialen. 32,5 x 22,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Rücken weitestgehend mit Papier überklebt, Vorderdeckel mit größeren Fehlstellen durch Wurmfraß, etwas gebräunt und berieben) über abgefasten Holzdeckeln mit 2 intakten Messingschließen (auf dem Rückdeckel fehlt ein Messingschließbeschlag), Schnitttitel. Antwerpen, Philipp Nutius, 1568.

IA 114.549. Nicht bei Adams. – Antwerpener Druck der lateinischen Ausgabe der Werke des Basilius Magnus (330-379). Dieser war Asket, Bischof und Kirchenlehrer und ist eine der bedeutenden Gestalten im Christentum des 4. Jahrhunderts. Zusammen mit seinem Bruder Gregor von Nyssa und ihrem Freund Gregor von Nazianz gelten sie als die drei kappadokischen Kirchenväter. – Titel mit altem hs. Besitzvermerk. Zu Beginn etwas feuchtrandig, durchgehend gleichmäßig leicht gebräunt.

Estimate
€ 300   (US$ 330)


After-Sales Price
€ 200   (US$ 220)


Bernardus Claravallensis
Melliflui devotique doctoris Sancti Bernardi ab...

Lot 1069

Interessantes Provenienzexemplar aus Sindelfingen, Augsburg, Neresheim und München
Bernardus Claravallensis. Melliflui devotique doctoris Sancti Bernardi abbatis Clarevallensis Cisterciensis ordinis Opus preclarum suos complectens sermones de tempore: de sanctis: et super cantica canticorum. 58 nn., CCCXXII; XLI num., 4 nn. Bl. Mit vierteiliger Metallschnitt-Titelbordüre, großer Metallschnitt-Druckermarke des Jean Petit auf dem Titel sowie großem Textholzschnitt. 37 x 25 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Kapital brüchig, leicht abgeschürft, obere linke Ecke wurmlöchrig, leicht abgegriffen, kaum fleckig) über schweren abgefasten Holzdeckeln und 2 im 18. Jahrhundert erneuerten ziselierten Messingschließen (Schließbänder neu), 2 hs. RSchildern derselben Zeit und kleinem Schnittvermerk in Tinte. Venedig, (Berthold Remboldt für) Jean Petit, o. J. (1513).

STC 48. IA 117.485. Adams B 727. Moreau II, 500. IT\ICCU\BVEE. – Frühe Werkausgabe der Schriften des Bernhard von Clairvaux (1090-1153), die erste der von Josse van Clichtove herausgegebenen und von Berthold Remboldt für Jean Petit gedruckten Ausgabe mit dessen prachtvoller Verlegermarke (mit den das Lilienwappen mit dem Monogramm "IP" haltenden Löwen und dem Schriftband "IEHAN PETIT") und dem Vermerk auf dem Titel: "Venundatur Parisius in vico divi Jacobi sub Lilio aureo a Johanne Parvo" sowie dem heiteren Spruch mit der Auffordung, das Titelblatt zu wenden, um die Qualität des Buches sehen zu können: "Si cupis istius bonitatem visere libri: Hoc folium vertas: ac ibi scripta legas". Eine zweite Ausgabe sollte dann 1517 und eine dritte 1520, jeweils in anderer Zusammenstellung und Kollation herauskommen. Schon für die vorliegende Ausgabe hatte der flämische Theologe und Humanist Josse van Clichtove (Judocus Clichtoveus Neoportuensis; 1472-1543) mehrere Schriften des Bernardus erstmalig veröffentlicht: "Aliosque plures eius sermones & sententias nusquam hactenus impressas. Eiusdem insuper epistolas ceteraque universa eius opuscula. Domini quoque Gilleberti abbatis de Hoilanda in anglia prelibati ordinis super cantica sermones" (Titel). – Vereinzelte kleine Papierläsuren wie Ein- und Ausrisse oder Löchlein, meist alt restauriert und hinterlegt, im Block nur minimal wurmstichig, unwesentliche, kaum sichtbare Feuchtränder, insgesamt sehr sauber und frisch und im Block weitgehend tadellos erhalten. Mit hübscher Rubrizierung, die auf Blatt LXXVIIIv abbricht. Vereinzelte interessante hs. Marginalien einer zeitgenössischen Hand.

Bemerkenswert schön gebundenes Exemplar dieses prachtvollen Postinkunabeldrucks aus dem einstigen Besitz des Chorherrenstifts in Sindelfingen, das schon 1476 aufgelöst und in ein reguliertes Augustiner-Chorherren-Stift umgewandelt wurde, bis auch dieses dann 1535 endete. Mit hs. Besitzeintrag: "Iste liber est fratrum canonicorum regularium in Sindelfingerj". Von da ging das Exemplar in die Bibliothek von S. Ulrich und Afra in Neresheim, einer Filiation des berühmten Augsburger Klosters, die der Reformbewegung unter Wilhelm Ranger zu verdanken war. Auf dem Titel der hs. Besitzvermerk "Liber SS. Vdalricj et Afrae Monasterij Nöreshaim". Vgl. dazu: "Zu den reisenden Historikern in Sachen Ordensreform von St. Ulrich und Afra ist übrigens auch Wilhelm Ranger zu zählen, der 1496 zu den aus St. Ulrich und Afra nach Neresheim abgeordneten Reformmönchen gehörte und sich dort bislang unbeachtet gebliebene Neresheimer Annalen notierte" (Klaus Graf, Ordensreform und Literatur in Augsburg während des 15. Jahrhunderts, in: Johannes Janota u. a., Literarisches Leben in Augsburg während des 15. Jahrhunderts. Tübingen 1995, S. 141f.).

Aus Neresheim kam das Werk dann während der Säkularisierung in die Königliche Hofbibliothek der Residenzstadt München, von wo sie aber bald als Dublette ausschied und in den Handel kam. Mit gestochenem Exlibris von 1839 auf dem vorderen Innendeckel und dem hs. Vermerk "Duplum Bibliothecae regiae Monacensis".

Estimate
€ 3.500   (US$ 3.850)


After-Sales Price
€ 2.200   (US$ 2.420)



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