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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Catalogue Rare Books - Miscellanea » to the Book Department
Rare Books - Miscellanea Catalogue Price EURO 15,00
Auction Date Tue Oct 17, 14:00 CET


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Main Image Description Status
Hermantes
Arithmetica, oder vollständiges Rechen-Buch

Lot 352

Hermantes. Arithmetica, oder vollständiges Rechen-Buch, in vier Theilen abgefasset. Neu vebesserte und vermehrte Auflage. 7 Bl., 732 S. (recte: 824). Titel in Schwarz und Rot. Mit Kupfertitel. 18 x 11 cm. 17,5 x 11 cm. HLeder d. Z. (berieben). Leipzig und Waldenburg, Christian Gotthilf Hofmann, 1764.

Weller, Pseud. 253 – Dritte Ausgabe des zuerst 1740 erschienenen Rechenbuchs. Enthält folgende vier Teile: I. Die fünf Species nach der Regula Detri. - II. Die kurze und geschwinde, Welsche oder Italienische Practica. - III. Die Regula Quinque, Quinque Conversa. - IV. Exempel zur Uibung. – Stellenweise schwach braunfleckig, hinterer Spiegel mit Siegelresten. Titel mit unauffälligem Besitzstempel.

Estimate
€ 1.000   (US$ 1.170)


After-Sales Price
€ 800   (US$ 936)


(Sale closed.
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Homann, Johann Baptist
Barometrisches Tag Register durch das gantze Ja...

Lot 353

Homann, Johann Baptist. Barometrisches Tag Register durch das gantze Jahr Christi 1720. Worinnen das Auf und Absteigen des Mercurü mit angemerckter Witterung angezeigt, und aufs fleissigste allhier in Nürnberg observirt worden. Kolorierte Kupfertafel. 33 x 39 cm (Plattenrand) bzw. 38 x 47,5 cm (Format). Nürnberg um 1720.

Das barometrische Register zeigt und beschreibt im Jahresverlauf für jeden einzelnen Monat das Wetter, so heißt es u. a. für den neunten Januar "grimmig kalt" oder für den 27. Juni "vortreffl. schöner Tag". – Im linken äußeren Rand teils hinterlegt. Minimal finger- und braunfleckig. Zeitgenössisch koloriert.

Estimate
€ 80   (US$ 93)


Hammer Price
€ 240 (US$ 280)


Ittner, Franz von
Beiträge zur Geschichte der Blausäure

Lot 354

Ittner, F(ranz) von. Beiträge zur Geschichte der Blausäure mit Versuchen über ihre Verbindungen und Wirkungen auf den thierischen Organismus. 4 Bl., 150 S., 1 w. Bl. 19 x 12,5 cm. Neuerer Pappband mit Schutzumschlag mit hs. RTitel. Freiburg und Konstanz, Herder, (1809).

Ferchl 255. Poggendorff I, 1172 (nur zweite Ausgabe von 1814). Hirsch III, 352 (gibt irrtümlich 1810 als Erscheinungsjahr an). ADB XIV, 646. – Erste Ausgabe dieser bedeutenden Schrift Franz von Ittners über die Blausäure (1787-1823), zu deren Erforschung er Wesentliches beitrug. Die vorliegende Schrift begründete Ittners Bedeutung als Wissenschaftler. Er war der erste, der die von Scheele entdeckte Blausäure eingehender untersuchte (er beschreibt Tier- und unfreiwillige Selbstversuche) und der erste, der die absolute Blausäure gasförmig erhielt. – Leicht gebräunt. Mit gestochenem Exlibris.

Estimate
€ 180   (US$ 210)


Hammer Price
€ 80 (US$ 93)


Le Clerc, Sebastian
Pratique de la geometrie

Lot 355

(Le Clerc, Sebastian). Pratique de la geometrie, sur le papier et sur le terrain. Avec un nouvel ordre & une methode particuliere. 3 Bl., 139 S., 4 Bl. Mit gestochenem Frontipiz, gestochenem Textkupfer mit Widmung und 82 Textkupfern (einige ankoloriert). 15,5 x 9,5 cm. Leder d. Z. (etwas stärker berieben, untere Ecken bestoßen). Paris, Guillaume de Luyne, 1674.

Goldsmith L 664. Vgl. Hoefer XXX, 201. – Frühe Ausgabe des zuerst 1669 erschienenen, im 17. und 18. Jahrhundert noch einige Male aufgelegten Werks. "One of the most attractive little mathematical works ever published. It set a style which might be imitated more often" (Hofer 55). Der vielseitige Sebastian le Clerc (1637-1714) war Militäringenieur, Zeichner und Radierer (vgl. Thieme-becker XXII, 523) und wurde später Professor für Geometrie und und Perspektive. Die Textkupfer zeigen geometrische Figuren, teils über reizvollen Landschaftsdarstellungen mit hübscher Staffage. – Fl. Vorsatz und Frontispiz im unteren Bug gelöst sowie mit kleinen Randläsuren, Blatt Hiii mit Eckabriss im weißen Rand. Insgesamt etwas gebräunt und fingerfleckig, stellenweise auch mit schmalen Wasserrändern, einige Textkupfer mit hs. Kommentar.

Estimate
€ 200   (US$ 234)


Hammer Price
€ 140 (US$ 163)


Lefèvre, Nicolas
Neuvermehrter Chymischer Handleiter

Lot 356

Lefèvre, Nicolas. Neuvermehrter Chymischer Handleiter, und Guldnes Kleinod: Das ist: Deutliche Unterweisung, wie man die von Chymischer Wissenschafft ins gemein handelende Schrifften recht verstehen ... 27 Bl., 1149 S., 10 Bl. Mit gestochenem Frontispiz und 14 (1 doppelblattgroßen und 1 mehrfach gefalteten) Kupfertafeln. 17 x 10 cm. Leder d. Z. (etwas stärker berieben) mit goldgeprägtem RTitel und RVergoldung. Nürnberg, Erben Johann Andreas Endter, 1685.

Ferguson II, 17. Krivatsy 6794. Ferchl 304. Vgl. Duveen 345. – Wohl die dritte deutsche Ausgabe des "chymischen Handleiters". "Das beste Chemiebuch seiner Zeit" (Ferchl), dessen französische Originalausgabe 1660 erschienen war. Das Werk wurde mehrfach übersetzt, erschien in zahlreichen Auflagen und ist eines der ersten Chemiebücher überhaupt. Verfasst wurde es von dem französischen Chemiker Nicolas Lefèvre (1610-1674), der es auf der Grundlage von vielen eigenen Experimenten anfertigte und darin die reine Chemie von der pharmazeutischen Chemie unterschied. Die Tafeln zeigen Utensilien und Werkzeuge eines Labors bzw. stellt die doppelblattgroße Tafel eine "Erklerung für Chÿmische Zeichen" dar. – Frontispiz mit angesetztem Abriss im Seitenrand (ohne Darstellungsverlust). Leicht gebräunt, sonst wohlerhalten.

Estimate
€ 450   (US$ 526)


Hammer Price
€ 420 (US$ 491)


Littrow, J. J.
Die Wunder des Himmels

Lot 357

Littrow, J. J. Die Wunder des Himmels, oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems. 3 Teile in 3 Bänden. Mit gestochenem Portrait und 16 (statt 17) lithographischen bzw. gestochenen Falttafeln. 20,5 x 13 cm. Marmorierte Halblederbände d. Z. (etwas berieben, Gelenke leicht beschabt, Ecken gering bestoßen) mit ornamentaler RVergoldung und hellblauen, goldgeprägten RSchildern. Stuttgart, Carl Hoffmann, 1834-1836.

Houzeau-Lancaster 9284. Poggendorff I, 1479. NDB XIV, 712. ADB XIX, 1. – Erste Ausgabe des seiner Zeit sehr erfolgreichen populärwissenschaftlichen Werks, das zahlreiche Auflagen erlebte. Enthält in Band I: "Theorische Astronomie oder allgemeine Erscheinungen des Himmelserfasser". - Band II: "Beschreibende Astronomie oder Topographie des Himmels" - Band III: "Physische Astronomie oder Gesetze der himmlischen Bewegungen". Der österreichische Astronom, Mathematiker und Autodidakt Joseph Johann Littrow (1781-1840) war seit 1819 Direktor der Universitätssternwarte in Wien. Zuvor war er u. a. Professor an der Universität Krakau und Gründer einer Sternwarte in der tatarischen Stadt Kasan, dem damals aufblühenden Handels- und Kulturzentrum an der Wolga. Littrow verfasste zahlreiche astronomische Schriften (siehe Poggendorff), er gilt als einer der bedeutendsten und wohl als der meistgelesene deutschsprachige Astronom des 19. Jahrhunderts (vgl. NDB). Im Anhang von Band III mit einem "erklärenden Verzeichnisse der vorzüglichsten astronomischen Kunstwörter". – Es fehlt eine Tafel. Vorsätze etwas leimschattig. Nur ganz vereinzelt leicht fleckig und stellenweise sehr schwach gebräunt. Wohlerhaltenes und sauberes Exemplar, dekorativ gebunden.

Estimate
€ 120   (US$ 140)


After-Sales Price
€ 80   (US$ 93)


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Kepler, Johannes
Epitome Astronomiae Copernicanae

Lot 358

Kepler, Johannes. Epitome Astronomiae Copernicanae. Usitatâ formâ Quaestionum & Responsionum conscriptae, libri V. VI. VII. Quibus propriè Doctrina Theorica (post principia libro IV. praemissa) comprehenditur. 3 Teile (von 7) in 1 Band. 6 Bl., 641-932 S., 7 (von 8) Bl. Mit Falttabelle und zahlreichen Textholzschnitten. 16 x 9 cm. Neuerer Pappband. Frankfurt, Johann-Friedrich Weiß für Johann Gottfried Schönwetter, 1635.

VD17 12:643078C. Dünnhaupt 2292, 36.III.2. Caspar 87. Graesse IV, 12. – Zweite Ausgabe, der erstmals 1621 bei Gottfried Tampach veröffentlichten Ausgabe, die die Teile V-VII umfasst. Es handelt sich bei der vorliegenden Ausgabe um einen "inhaltlich fast unveränderten Nachdruck" (Dünnhaupt) dieses von Johannes Kepler (1571-1630) großangelegten Lehrbuchs der kopernikanischen Astronomie. "Despite its title, Kepler's 'Epitome astronomiae Copernicanae' was more an introduction to Keplerian than to Copernican astronomy. Cast in a catechatical form of questions and answers typical of 16th century astronomy textbooks, it treated all of heliocentric astronomy in a systematic way, including the relations now called Kepler's law's ... J. L. Russel has maintained that from 1630 to 1650 the 'Epitome' was the most widely read treatise on theoretical astronomy in Europe" (DSB VII, 302). – Am Schluss fehlt das letzte weiße Blatt. Titel mit hs. Anmerkung. Falttabelle im äußeren Rand beschnitten (augenscheinlich ohne Textverlust) und in der unteren Ecke mit kleinem Abriss (leichter Buchstabenverlust) sowie im unteren Rand mit Quetschfalten. Leicht gebräunt, die Vorsätze erneuert.

Estimate
€ 900   (US$ 1.053)


Hammer Price
€ 1.100 (US$ 1.287)


Mayer, Johann Tobias
Gründlicher und ausführlicher Unterricht zur pr...

Lot 359

Mayer, Johann Tobias. Gründlicher und ausführlicher Unterricht zur praktischen Geometrie. 3 Bände. Mit 21 gefalteten Kupfertafeln. 18 x 11 cm. HLeder d. Z. (gering berieben, Ecken leicht bestoßen) mit floraler RVergoldung und je 2 goldgeprägten RSchildern (eines farblich gering abweichend). Göttingen, Witwe Vandenhoek, 1777-1783.

Poggendorff II, 92 (irrig: 1778-1783). ADB XXI, 117. – Erste Ausgabe seines bis 1818 noch drei weitere Male aufgelegten Lehrbuchs, die erste Buchveröffentlichung des Göttinger Mathematikers Johann Tobias Mayer (1752-1830) nach seiner 1773 erschienenen Dissertation über Tetragonometrie. – Stellenweise im Rand etwas stockfleckig, sonst wohlerhalten.

Estimate
€ 500   (US$ 585)


Hammer Price
€ 380 (US$ 444)


Meister, Johann Christian Friedrich
Leitfaden zu Vorlesungen über Gifte

Lot 360

Meister, Johann Christian Friedrich. Leitfaden zu Vorlesungen über Gifte und Verbrechen der Vergiftung. 55 S. 19,5 x 11,5 cm. Pappband d. Z. (leicht berieben, verblasst und fleckig) mit hs. RSchild. Breslau, Willibald August Holäufer, 1817.

Einzige Ausgabe, die mit den Worten "Das Verbrechen des Giftmordes, und auch anderer Vergiftungen, ist eines der abscheulichsten, in seiner Wirkung" beginnt (Vorwort). Der Jurist und Hochschullehrer Johann Christian Friedrich Meister (1758-1828) wurde auf Grund seiner Arbeiten in medizinischen Zeitschriften 1816 zum Ehrendoktor ernannt. – Titel mit kleinem Einriss. Leicht gebräunt und braunfleckig. Vorderer Innenspiegel mit altem Antiquariatsetikett.

Estimate
€ 90   (US$ 105)


After-Sales Price
€ 50   (US$ 58)


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Leibniz, Gottfried Wilhelm Freiherr von
Miscellanea Berolinensia. Band I und Continuati...

Lot 361

Der bedeutendsten Vordenker der Computertechnik
Prachtvoll gebundenes Exemplar der berühmten Miscellanea

Leibniz, Gottfried Wilhelm Freiherr von. - Miscellanea Berolinensia ad icrementvm scientiaruvm ex scriptis Societati Regiae Scientiarvm Exhibitis edita. Band I (von 6) und "Continuatio I-II", zusammen 3 Teile in 2 Bänden. 11 Bl., 394 S., 1 w.; 6 Bl., 188 S.; 2 Bl., 346 S., 2 Bl. Mit 1 (von 2) gestochenem Frontispiz, einigen Textholzschnitt-Diagrammen und -Skizzen sowie zus. 47 meist vielfach gefalteten Kupfertafeln. 20,8 x 15,3 cm. Sprenkelmarmoriertes braunes Leder d. Z. (nur ganz gering fleckig, kaum beschabt oder bestoßen) mit 2 goldgeprägten roten RSchilden, reicher RVergoldung sowie Rotschnitt. Halle und Magdeburg, Verlag der Akademie, 1710-1723.

Kirchner I, 26. Diesch 27. Poggendorff I, 1415 (unter Leibniz). Ravier 305. Nicht bei Libri rari, Roller-G. u. a. – Am 11. Juli im Jahre 1700 gründete Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) unter der Schirmherrschaft des brandenburgischen Kurfürsten Friedrich III. die "Kurfürstlich-Brandenburgische Societät der Wissenschaften", die spätere "Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften", deren Vorsitz Leibniz auch übernahm. Der erste Band der berühmten Reihe der Essays, in denen die Akademie ihre Forschungsergebnisse zusammenfasste, erschien 1710, ein Fortsetzungsband mit 2 "Continuationes" dann 1723. Jeder Band gliedert sich in drei Abteilungen, "Literaria", "Physica & Medica", "Mathematica & Mechanica". So enthält der Band I neben den Präliminarien insgesamt 13 eigenständige Abhandlungen des Gottfried Wilhelm Leibniz sowie den Briefwechsel zwischen Leibniz und dem Mathematiker Johann Bernoulli (1667-1748) aus den Jahren 1707-1709 (vgl. Ravier).

Neben zahlreichen anderen wichtigen Aufsätzen enthält der erste Band auch die Beschreibung und Abbildung der - nicht nur aus dem Rückblick des 20. Jahrhunderts - überaus bedeutenden und zukunftsweisenden sogenannten "Vier-Spezies-Rechenmaschine". Leibniz hatte entdeckt, dass sich Rechenprozesse am einfachsten darstellen lassen, wenn sie auf binäre Zahlenkombinationen heruntergebrochen werden, wie er es in seinen Aufsätzen "De progressione Dyadica" von 1679 und "Explication de l’Arithmetique Binaire" 1703 erläuterte. Mit Hilfe einer Staffelwalze, die mehrere Zahnräder in unterschiedlich versetzen Momenten bewegt, werden Rechenprozesse ausgelöst, die anhand von Zahlencodes auf acht verschiedenen Radzifferblättern und einem Ergebnisrad ablesbar sind. Leibniz setzte also seine Theorie konkret in einen funktionellen Apparat um, womit er auch schon wissentlich den Ansatz formuliert, komplexe Berechnungen mit höherer Exaktheit vom Menschen auf eine Maschine zu übertragen:

„Es ist unwürdig, die Zeit von hervorragenden Leuten mit knechtischen Rechenarbeiten zu verschwenden, weil bei Einsatz einer Maschine auch der Einfältigste die Ergebnisse sicher hinschreiben kann“, lautet Leibniz' Credo, von dem ein direkter Weg zur Erfindung des Computers im 20. Jahrhundert führt. So übernimmt Konrad Zuse (1910-1995) Leibniz theoretische Ansatz und wurde mit seiner "Z3" zum Erfinder des ersten frei programmierbaren Rechners in binärer Schalttechnik und Gleitpunktrechnung, den er am 12. Mai 1941 - ebenfalls in Berlin - präsentierte und als funktionstüchtig vorführte.

Leibniz' Aufsatz umfasst die Seiten 317-319, zu der die Kupfertafel mit der "Fig. 73" gehört, auf der die Maschine abgebildet ist: "Brevis descriptio Machinae Artithmeticae". Es ist die erste publizierte Beschreibung einer selbständigen, funktionstüchigen Rechenmaschine auf binärer Codebasis. "Die Beschreibung der Leibnizschnen Maschine wurde 1710 in den Druckschriften der Berliner Akademie veröffentlicht" (Cantor III, 37". "Die wesentlichen Grundlagen der Computertechnik, so die Rechenmaschine - sogar die dyadische -, die Dyadik selbst, der infintesimale und der logische Kalkül, die Kombinatorik und die Wahrscheinlichkeitsrechnung (etc.) sind von ihm entdeckt oder entscheidend weiterentwickelt worden" (NDB XIV, 130; siehe auch HAB, Maß, Zahl und Gewicht, S. 167 und Beiheft S. 24). Schon seit 1670 hatte der Universalgelehrte an einer Maschine mit Staffelwalze für die Berechnung der vier Grundrechenarten gearbeitet und diese im Laufe der Jahre immer wieder verbessert, auch wenn das einzige heute noch vorhandene Exemplar einer Leibnizschen Rechenmaschine - in der Niedersächsischen Landesbibliothek - doch nur unzureichend funktioniert.

Weiter enthält der erste Band, ebenfalls nicht weniger bedeutende Aufsätze Leibniz' zur Infinitesimalrechnung u. a. dem "Symbolismus memorabilis calculi algebraici et infinitesimalis ... et de lege homogeneorum transcendentali" (S. 160-165) oder Leibniz' Aufsatz über die Gravitation: "Construction problematis ducendi rectas quae tangunt lineas centrorum gravitatis" (S. 170-173). Es folgt ein Betrag von Johann Bernoullis "De appropinquationibus". Weiterhin Zusammenfassungen von Forschungen aus der Chemie, wie ein wegweisender Aufsatz über den Phosphor "Historia inventionis Phosphori".

In der Abteilung "Literaria" findet sich die "Annotatio de quibusdam ludis", einem Essay über die Spiele der Völker, darunter das beliebte chinesische "Weiqi-Spiel", eine Art Schach, das mit einer reizenden Tafel illustriert ist (vgl. Canotr III, 354f und Van der Linde I, 91; Walravens, China illustrata, 150, mit Anmerkung zum ebenfalls enthaltenen "De libris sinensibus" von La Croze). "De originibus gentium ductis potissimum ex indicio linguarum" setzt sich mit der vergleichenden Sprachgeschichte, einer frühen Art Komparatistik und der "Etymologie als historische Hilfswissenschaften" (NDB XIV, 128) auseinander.

Die Aufsätze der "Continuationes" sind von Jakob Hermann und vor allem von Gottfried Kirch (1639-1710) über Sonnenfinsternisse "Brevis Disquisitio, de eclipsi solis, quae à Sinensibus, anno 7. Quangvuti notata est" (mit zahlreichen Textholzschnitten und Kupfertafeln). Der erste Teil mit insgesamt 31 Kupfertafeln, die "Continuatio I" und "Continuatio II" mit jeweils 8 teils mehrfach gefalteten Kupfertafeln. – Dem ersten Band fehlt der Vortitel und das Frontispiz, das dem zweiten Band (mit den Continuationes) beigebunden ist. Dort der Vortitel mit oberem Ausschnitt (ohne Textverlust), Vorsätze ebenfalls mit Ausschnitt. Vorsätze etwas leimschattig, im Block papierbedingt teils etwas stockfleckig und gebräunt, die Tafeln üblicherweise mit leichten Knitterspuren, aber kaum Einrisse, blasse Feuchtränder, meist aber sehr sauber und wohlerhalten, bemerkenswert dekorativ gebunden.

Estimate
€ 12.000   (US$ 14.040)


Hammer Price
€ 7.500 (US$ 8.775)



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