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Gerson, Johannes
Opera. Hrsg. von Peter Schott und Johann Geiler...

Lot 1130

Gerson, Johannes. Opera. Hrsg. von Peter Schott und Johann Geiler von Kaysersberg. 50 (Index, 230; 286 (le. w.); 359 (statt 360; ohne das le. w.); 306 (statt 308; ohne f3 und f6) nn. Bl. 2 Spalten. 53 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 21,2 x 13,5 cm. Format: ca. 29,8 x 20,6 cm. Mit Initialspatien, 5 (4 wdhl. ganzseitige, 1 von Albrecht Dürer) Textholzschnitte verso Titel, Band I mit einer 10-zeiligen Initiale in Gold und Farben sowie zahlreichen Lombarden in Rot und Blau sowie durchgehender Rubrizierung. Bände I und IV: Blindgeprägtes dunkelbraunes Kalbsleder d. Z. aus verschiedenen Werkstätten (mit Läsuren und Fehlstellen, Bezug teils brüchig und mit Schäden an Kapitalen, stark beschabt und bestoßen, ein älteres Klebeschild) über schweren Holzdeckeln mit 7 (statt 8) ziselierten Schließbeschlägen (ohne die Schließen). Band II-III: Katzentatzen-marmoriertes flexibles Pergament des 18. Jahrhunderts (wellig, leicht abgegriffen, beschabt) mit alt aufkaschierten Kalbslederrücken mit rotem goldgeprägten RSchild und reicher RVergoldung (Rücken teils stärker beschabt, Kapitale abgeschürft, bestoßen und berieben, kleine Lederfehlstellen) mit rotem Schnitt und kalligraphischen Schnitt-Titeln. Straßburg, Johann Grüninger, 3. VII. bis 10. IX. 1488 (Bände I-III) und ebenda, Martin Flach und Matthias Schürer, 1502 (Band IV).

Hain-Copinger 7622. GW 10714. Goff G-186. Proctor 534-536. Pellechet 5125. Schreiber 4101. Schramm XX, 25, 1232. Bodleian G-086. Borm 1114. Collijn 442. Deckert 321. 322. Finger 438. 439. Günther 2905. Hubay 872. Hummel-Wilhelmi 240. 241. Lökkös 202. Madsen 1698. Ohly-Sack 1205-1207. Schlechter-Ries 724. 725. Sheehan G-62. Walsh 164. 165. Zedler 281. BSB-Ink G-183. BMC I, 170.CBB 1590. CIH 1401. IBE 2642. IGI 4238. ISTC ig00186000 (für Teile I-III; Teil IV:) Ritter 1003. Schmidt, Flach 7. VD16 J 559. – Zweite vollständige Ausgabe der gesammten Werke des französischen Theologen, Mystikers, der ab 1395 als Kanzler und Nachfolger Pierre d’Aillys an der Pariser Universität Sorbonne lehrte, gleichzeitig die erste bei Grüninger ab 1484 gedruckten und von Schott und Geiler von Kaisersberg edierten Auflage. So vollständig wie hier äußerst selten. In den meisten Bibliotheken sind nur Einzelbände nachweisbar. Das vorliegende Exemplar mit dem erstmals 1502 gedruckten vierten Teil, der auch anderen Ausgaben beigegeben wurde.

Der schöne, in allen vier Bänden abgedruckte Holzschnitt zeigt Johannes Gerson als alten Pilger mit dem ihn kennzeichnenden mystischen Wappen, von seinem Hund gefolgt. Im Hintergrund bergige Landschaft mit einer Burg, wahrscheinlich der Rattenburg im Unterinntal, auf der sich Gerson wie oben beschreiben nach seiner Flucht aus Konstanz verborgen hatte. Bemerkenswert ist die Titelillustration zum vierten Teil, der bisher noch nicht gedruckte Werke Gersons enthält. In diesem vierten Band ist erstmalig der ganzseitige Holzschnitt von Albrecht Dürers "Gerson als wandernder Pilger" abgedruckt; einer der drei großen Holzschnitte aus Basel und Straßburg aus den Jahren 1492-94, die Friedrich Winkler als "Einschaltblätter, sozusagen Einblattholzschnitte, mit allen Merkmalen einer sehr persönlichen Ausgestaltung" bezeichnet. – Erste Lage von Band I lose. Lage a sowie einige wenige Blätter in Band I am rechten Rand stärker wasserfleckig. Band II partiell mit Stockflecken im rechten Rand. In allen Bänden stellenweise einige Wurmlöcher im Randbereich. Band IV anfänglich und am Ende auch mit einigen Wurmlöchern im Textbereich (auch der Dürer-Holzschnitt stärker betroffen), 2 Holzschnitte minimal alt ankoloriert, teils stärker gebräunt, feucht- und braunfleckig. In allen Bänden finden sich einige zeitgenössische, handgeschriebene Marginalien. So vollständig äußerst selten.

Die beiden gotischen Einbände in dunkelbraunem Kalbsleder entstammen süddeutschen Werkstätten, der etwas frühere mit Rautenranken, Blüten- und Rollenstempeln zwischen diagonalen und rechteckigen Streicheisenlinien, der etwas spätere mit Gouillocheranken in mehrfachen Fileten-Registern, beide mit Resten von geprägtem Titelnamen auf dem Vorderdeckel. Auf dem Vorsatzblatt vom ersten Band ein zeitgenössischer Besitzereintrag eines von uns nicht näher identifizierbaren Benediktinerklosters. Auf dem Vorsatz von Band IV Besitzerstempel „AD CONVE:F:F:MIN:GRAECENSIUM“ sowie ebenso ein zeitgenössischer handschriftlicher Eintrag des Grazer Franziskanerkloster. "Pro Conventu Graecensium Fratrum Misericordiae".

Estimate
€ 8.000   (US$ 9.040)


After-Sales Price
€ 5.500   (US$ 6.214)


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Gerson, Johannes
Opera

Lot 1131

Gerson, Johannes. Opera und Inventarium. Hrsg. von Peter Schott und Johann Geiler von Kaysersberg. 4 Teile in 3 Bänden. 240; 289, 1 w.; 397 (von 399) num., 1 w., 52 Bl. 2 Spalten. 50 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 14 x 11,6 cm. Format: 21,7 x 16,2 cm. Mit 4 wdhl. ganzseitigem Textholzschnitt und Initialspatien. Honigfarbenes Pergament des 20. Jahrhunderts (leicht geworfen, Vorsätze mit Binderstempel) mit goldgeprägtem RTitel. Nürnberg, Georg Stuchs, 1489.

Hain-Copinger 7623. GW 10716. Goff G-188 . Proctor 2263. Pellechet 5126. Schramm XVIII, 612. Schreiber 4103. Altés-Olivar 98. 99. Baumann, Stuchs, 16. Bodleian G-087. Borm 1116. Collijn 602. Ernst I/2 68. Finger 441. 442. Hartig 269. Hubay 874. Hummel-Wilhelmi 256. 257. Kaplan 218. Schäfer 140. Ohly-Sack 1209. 1210. Sack 1537. Schlechter-Ries 727. Sheehan G-64. Voulliéme 1153. Walsh 812. 813. Wilhelmi 248. 249. BSB-Ink G-185. CBB 1592. CIH 1403. IBE 2644. IBP 2355. IBS 522. IDL 1989. IGI 4240. ISTC ig00188000. Nicht im BMC und CIBN. – Vierte Ausgabe, der zweite Nachdruck der Straßburger Ausgabe von 1488, Vorbild für alle Folgeausgabe der Werke des beliebten französischen Theologen und Mystikers Johannes Gerson (1363-1429), der die Stelle des Kanzler an der Pariser Sorbonne inne hatte.
Der hübsche, vierfach wiederholte ganzseitige Holzschnitt zeigt den Autor als Jakobspilger mit seinem Wappenschild, Wanderstab und den ihn begleitenden kleinen Hund in der Felslandschaft. Im Hintergrund eine Stadt am Wasser. Der Holzschnitt des Monogrammisten "T" (auf dem Wappenschild im Herz) soll auf eine Vorlage Albrecht Dürers zurückgehen. "Alle Bände dieser vierten Ausgabe haben das gleich Frontispiz. Es ist, wie auch der Holzschnitt der Basler Ausgabe, vom Straßburger des Jahres 1488 beeinflußt. Als Schöpfer wird heute der junge Dürer anerkannt, der vor allem den Hintergrund veränderte. Er zeigt das Inntal bei Rattenberg, dessn Schloß Gerson von Herzog Albrecht von Bayern als Aufenthalt angewiesen worden war" (Schäfer). – Es fehlen zwei Blätter im zweiten Band (gG4-5), die Lage I ist im zweiten, die Lage ee im dritten Band verbunden. Das "Inventarium" findet sich am Anfang des Werkes im ersten Band beigebunden. Stellenweise leicht gebräunt, Band III etwas stärker, vereinzelt gering stock- und wasserfleckig, einige ältere Einträge, hin und wieder kleine Papierläsuren, teils restauriert, das Frontispiz mit dem Holzschnitt vom "Inventarium" mit restaurierten Rissen und kleinen Ausbrüchen (wenig Darstellungsverlust), sonst sind die Holzschnitte sehr schön, nur gelegentliche gebräunt oder fleckig, einer bemerkenswert sauber und weiß.

Estimate
€ 2.600   (US$ 2.937)


Hammer Price
€ 2.400 (US$ 2.711)



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