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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Main Image Description Status
Bosch, Hieronymus - nach
Der Heilige Martin mit seinem Pferd auf einem S...

Lot 5030

nach. Der Heilige Martin mit seinem Pferd auf einem Schiff. Radierung und Kupferstich von Johannes und Lucas Doetecum. 34,4 x 42, 9 cm. Um 1561. Nalis (New Hollstein) 217 I (von III), Hollstein (after Hieronymus Bosch) 16 I (von III), Hollstein (edited by H. Cock) 134. Wz. undeutlich.

Der Komposition liegt möglicherweise ein heute verschollenes Gemälde Hieronymus Boschs zugrunde, das sich ehemals in der Sammlung Rudolphs II. in Prag befand. Ikonographisch verwandt ist die Darstellung mit einer Tapisserie, die in Madrid, Patrimonio Nacional, verwahrt wird. - Noch mit der frühen Verlegeradresse von Hieronymus Cock. Prachtvoller, kräftiger und dabei wirkunsgreicher Frühdruck mit zartem Plattenton und vereinzelten feinen Wischkritzeln, oben rechts mit leichten Spuren der Ätzung. Im Mantel des Heiligen sowie oben in zwei Fahnen mit dezentem, rötlichem Handkolorit. Unten sowie rechts mit sehr feinem, links und oben mit schmalem Rändchen um die Plattenkante. Minimal angestaubt sowie geringfügig fleckig, leichte vertikale Mittelfalte sowie zarte Trockenfältchen, dort oben mittig mit leichter Quetschspur, verso leichte geglättete Knick- und Falzspuren, unten rechts der Mitte am Rand unauffällig ausgebesserte Papierläsur, weitere geringe Handhabungsspuren, sonst im Gesamteindruck in ganz vorzüglicher Erhaltung. Aus den Sammlungen Gaston de Ramaix (Lugt 4099) und Albert van Loock, Brüssel (Lugt 3751).

Estimate
€ 24.000   (US$ 27.359)


Hammer Price
€ 20.000 (US$ 22.799)



» Prints
Dürer, Albrecht
Das Meerwunder

Lot 5079

[^] Das Meerwunder (Der Raub der Amymone). Kupferstich. 24,7 x 18,6 cm. Vor 1500. B. 71, Meder 66 wohl b-d (von k).

Dürer selbst betitelte das Blatt mit der Darstellung der Entführung einer nackten jungen Frau durch ein Seeungeheuer im Tagebuch seiner Reise durch die Niederlande als "Meerwunder". Das Motiv des Frauenraubs lässt an die Illustration eines mythologischen Themas denken, doch entzieht sich das enigmatische Blatt bis auf den heutigen Tag einer eindeutigen ikonographischen Deutung. - Ausgezeichneter, teils kräftig wirkender Druck mit teils noch feinem Grat in den dunklen Partien, mit der vollen Darstellung, teilweise mit Spuren der Einfassungslinie ringsum bzw. vereinzelt ganz minimal innerhalb dieser geschnitten. Zwei winzige Randeinrisse rechts oben, an der linken oberen Ecke leichter Fleck von Spuren alter Montage verso, sehr sorgsame, kleinere Ausbesserungen im Schoße und im Oberkörper der Amymone, kleine dünne Stellen und winzige Ausbesserungen in den unteren Ecken, in diesen Stellen teils mit sehr sorgsamer Federretusche, sonst gut erhalten.

Estimate
€ 24.000   (US$ 27.359)


Hammer Price
€ 24.000 (US$ 27.359)



» Prints
Dürer, Albrecht
Der Traum

Lot 5081

[^] Der Traum. Kupferstich. 18,6 x 11,9 cm. Nach 1497. B. 76, Meder 70 e (von f). Wz. Stadttor (Meder 268).

Ganz ausgezeichneter, teils kräftiger Druck meist bis an die Einfassung geschnitten, links teils sowie oben knapp innerhalb der Darstellung geschnitten. Insgesamt etwas fleckig, Spuren einer Einfassungslinie mit brauner Feder, die obere rechte Ecke angesetzt und mit dünner Stelle, ebenda hinterlegt und mit zarter Federretusche, montierungsbedingt kleiner Randeinriss links oben, unmerkliche Ausbesserung mit unauffällig zarter Federretusche im Oberschenkel der Frau, weitere geringe Erhaltungsmängel, sonst insgesamt noch gut.

Estimate
€ 12.000   (US$ 13.679)


Hammer Price
€ 16.000 (US$ 18.240)



» Prints
Dürer, Albrecht
Der Liebesantrag

Lot 5082

[*] Der Liebesantrag. Kupferstich. 14,9 x 13,6 cm. Vor 1496. B. 93, Meder 77 I c (von III). Wz. Gotisches P (Meder 321).


Noch mit den regenartigen Kratzern im Himmel. Prachtvoller, kräftiger Abzug mit schöner Gratwirkung in den Schattenpartien, meist an die Plattenkante geschnitten, teils mit der Spur eines Rändchens. Zu den Rändern hin geringfügig gebräunt, im rechten Rand vereinzelt dünne Stellen und kleine Randeinrisschen, diese teils hinterfasert, weitere nur unmerkliche und sorgsam ausgebesserte Randläsuren, sonst ganz vorzügliches Exemplar. Aus den Sammlungen C. Schlösser (Lugt 636) und Dr. A. Sträter (Lugt 787), deren Versteigerung H. G. Gutekunst, Stuttgart, Auktion 50 (Sammlung Sträter), 1898, Nr. 139, wo das Blatt beschrieben ist als "vortrefflicher Abdruck auf Papier mit dem Gotischen P".

Estimate
€ 28.000   (US$ 31.919)


Hammer Price
€ 28.000 (US$ 31.919)



» Prints
Goltzius, Hendrick
Die vier Himmelsstürmer

Lot 5115

Die vier Himmelsstürmer: Tantalus, Ikarus, Phaeton und Ixion. 4 Kupferstiche im Rund nach Cornelis Cornelisz. van Haarlem. Je ca. D. 33,2 cm. 1588. B. 258-261, Hollstein 306-309, Leesberg (New Hollstein) 325 I (von III), 326, 327 II, 328.

Die vier spektakulären Darstellungen sind das Resultat einer kurzen Zusammenarbeit zwischen Hendrick Goltzius und Cornelis Cornelisz. van Haarlem; sie folgen heute nicht mehr erhaltenen Grisaille-Gemälde des Cornelis. Die Folge zeigt die sogenannten Himmelsstürmer Tantalus, Ikarus, Phaeton und Ixion wie sie, zwei in der Sonne, zwei in der Dunkelheit, durch die Lüfte wirbeln. Allen vier Figuren gemein ist der Versuch in das Reich der Götter zu gelangen, doch "fallen" sie schließlich wortwörtlich ihrer Hybris zum Opfer. - Vor den späteren Adressen von Visscher und Ottens, mit den Nummern. Ganz ausgezeichnete bis prachtvolle, gleichmäßige Drucke bis an bzw. knapp innerhalb der runden Facette geschnitten. Nur unbedeutend fleckig, teils leichte geglättete Knickspuren, geringe Leimspuren verso, Ikarus mit ausgebesserten Stellen sowie hinterlegten bzw. wiederangesetzten Stellen im Schriftrand, Phaeton und Ixion alt aufgezogen, sämtlich alt auf Untersatzpapier montiert, sonst insgesamt einheitlich und sehr gut erhalten. Sämtlich Dubletten des Prentenkabinet der Universiteitsbibliotheek Leiden (Lugt 700b).

Estimate
€ 7.500   (US$ 8.550)


Hammer Price
€ 22.000 (US$ 25.079)



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Rembrandt Harmensz. van Rijn
Landschaft mit der Hütte bei dem großen Baum

Lot 5195

Landschaft mit der Hütte bei dem großen Baum. Radierung. 12,9 x 32 cm. 1641. B. 226, White/Boon 226, Nowell-Usticke 226, Hinterding/Rutgers (New Hollstein) 198. Wz. Krone (Fragment, wohl Straßburger Lilienwappen).

Nowell-Usticke: "R- A rather uncommon long landscape". Die linke Hälfte der Darstellung folgt einer um 1639 entstanden Federzeichnung, die sich im Musée du Louvre, Paris befindet. Prachtvoller Druck, knapp bis an die Plattenkante geschnitten, unten partiell innerhalb dieser. Minimale Altersspuren, ganz vereinzelt nur schwach stockfleckig, ein schwaches Fleckchen im Himmel, oben rechts winzige oberflächliche Bereibungen, verso kleine Spuren alter Montierung, sonst tadellos schön. Aus der Sammlung George Biörklund (Lugt 1138c) sowie verso mit einer alten Colnaghi Lagernummer.

Estimate
€ 30.000   (US$ 34.200)


Hammer Price
€ 34.000 (US$ 38.760)



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Spranger, Bartholomäus
Der Evangelist Johannes

Lot 5233

Der Evangelist Johannes. Radierung. 15,4 x 20,3 cm. Nagler 1, Le Blanc 3, Hollstein 1.

Die drei Radierungen, die Bartholomäus Spranger lediglich ausführte, zeugen alle von einer ungemein spontanen Radiertechnik. Dabei ist ein betont experimenteller Charakter der Radierkunst kennzeichnend, geprägt durch eine unheimlich frei geführten Radiernadel. Ähnlich etwa den Arbeiten des Gerrit Pietersz., der zeitgleich in ähnlich freier Manier arbeitete, offenbaren auch Sprangers Radierversuche einen beinahe privaten Charakter. Möglicherweise dienten sie dazu, das Medium der Radierung in seiner Vielfalt an künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten näher zu ergründen. Es ist daher davon auszugehen, dass es nie größere Auflagen seiner Blätter gegeben hat. - Prachtvoller, kräftiger und lebendiger Abzug mit zahlreichen, akzentuierenden Wischkritzeln sowie leichten Wischspuren unten links. Oben sowie rechts teils auf die Plattenkante geschnitten, links sowie unten mit den Spuren eines weißen Rändchen um die Plattenkante, dort vereinzelt mit leichtem Facettenschmutz. Lediglich vereinzelt etwas stockfleckig sowie geringe Bleistiftstiftannotationen verso, ebenda nur unbedeutende Montierungsreste, die obere rechte Eckenspitze minimal berieben, sonst ganz vorzügliches und herrliches unberührtes Exemplar. In dieser Druckqualität und Erhaltungsschönheit von allergrößter Seltenheit. Unser Exemplar ist eine Dublette aus der Sammlung der Hamburger Kunsthalle (Lugt 1233 und 1235a).

Estimate
€ 18.000   (US$ 20.520)


Hammer Price
€ 34.000 (US$ 38.760)



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Velde II, Jan van de
Hexensabbat

Lot 5243

Hexensabbat. Radierung. 21,8 x 29 cm. 1626. Franken-van der Kellen 114, Hollstein 152 II (von III). Wz. Bekröntes Wappen mit Baselstab.

Prachtvoller, kräftiger Frühdruck vor der Adresse von Gillis van Schagen mit schmalem Rändchen ringsum, im Schriftrand noch mit den sichbaren Hilfslinien. Vertikale Trockenfältchen, marginale Altersspuren, sonst in selten schöner und unberührter Erhaltung. Selten, wir konnten keinen weiteren Abzug dieser Radierung im 2. Druckzustand im Handel nachweisen.

Estimate
€ 2.800   (US$ 3.191)


Hammer Price
€ 30.000 (US$ 34.200)



» Prints
Goya, Francisco de
Los Desastres de la Guerra

Lot 5300

Los Desastres de la Guerra. Colección de ochenta laminas inventadas y grabadas al agua-fuerte. Por Don Francisco Goya. Publicala la Real Academia de Bellas Artes de San Fernando, Madrid 1903. Typographischer Titel, 1 Bl. biographisches Essay auf Velin und 80 Radierungen mit Aquatina und Lavismanier in dunklem Sepia und Schwarz auf festem Bütten. Lose Blatt, je in einem Passepartout aufgelegt und in drei Papp-Kassetten gelagert. Je ca. 17,5 x 21 cm (Plattenrand); ca. 25,5 x 33,5 cm (Blattgröße). Auflage 100 Ex. Nach 1814/15 (Erstveröffentlichung 1863). Delteil 120-199, Harris 121-200 III, 3. Ausgabe (von 7).

Aus dem bei Harris erwähnten Teil der Auflage, bei dem die erste Unterzeile des Titels in Kapitalen gedruckt ist. - Goyas politisch brisanteste und künstlerisch radikalste Graphikfolge war ursprünglich in den Jahren des Spanischen Bürgerkrieges zwischen 1810 bis 1814 entstanden und von Goya vermutlich für eine Veröffentlichung direkt nach Kriegsende vorgesehen. Aufgrund der restriktiven Politik der reaktionären Regierung des ursprünglichen Hoffnungsträgers Ferdinands VII. und der systematischen Verfolgung aller liberalen Kräfte, sah Goya vorerst jedoch von einer Veröffentlichung ab. In seiner Enttäuschung über die fortgesetzten Unmenschlichkeiten erweiterte er die Darstellungen der Greuel des Bürgerkrieges und seiner Folgen noch um zahlreiche, beißende Satiren, die sich vor allem gegen die reaktionären Kräfte in Politik und Kirche richten und nur ganz zum Ende der Folge einen leichten Hoffnungsschimmer offenbaren. Goya selbst erlebte den erhofften Umschwung nicht mehr und musste schließlich im Jahre 1824, aus Sorge um seine eigene Sicherheit, im Alter von 78 Jahren nach Frankreich emigrieren. Erst knapp 40 Jahre später, im Jahre 1863, konnten die in der Königlichen Akademie in Madrid gelagerten Platten für eine erste Auflage gedruckt werden. - Die vollständige Folge der 2. Auflage in sehr guten bis ganz ausgezeichneten, kräftigen und teils gratigen Drucken mit dem vollen Rand. Vor allem im weißen Rand teils etwas stockfleckig und vereinzelt fleckig, sowie partiell minimal gegilbt, verso am linken Rand mit Spuren der alten Albumbindung, sonst sehr gut und meist frisch erhalten.

Estimate
€ 18.000   (US$ 20.520)


Hammer Price
€ 18.000 (US$ 20.520)



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Ramboux, Johann Anton
Doppelportrait des Malers Konrad Eberhard mit s...

Lot 5431

Doppelportrait des Malers Konrad Eberhard mit seinem Bruder Franz. Lithographie auf Velin. 31,8 x 34,3 cm (Darstellung); 37,5 x 42,3 cm (Blattgröße). 1822. Dussler 1, Winkler 648.2, Norbert Suhr, in: Unter Glas und Rahmen. Druckgraphik der Romantik aus den Beständen des Landesmuseums Mainz und aus Privatbesitz, Mainz 1993, S. 33, Nr. 10 mit Abb.; Giulia Bartrum, in: Wahlverwandtschaften. Eine englische Privatsammlung zur Kunst der Goethezeit, London 2013, S. 176, Nr. 43 mit Abb.; Mitchell B. Frank: Portrait Prints, 1770-1850: Friends and Family, in: The Enchanted World of German Romantic Prints 1770-1850, Philadelphia 2017, S. 193, Anbb. 161.

Das Doppelbildnis der Brüder Konrad und Franz Eberhard ist eines der bezeichnendsten Freundschaftsbilder der deutschen Romantik. Die Beschränkung auf einen neutralen Hintergrund, die knapp angeschnittenen Büsten und die Gesichtszüge sowie der Verzicht auf jegliche Attribute charakterisieren diese Gattung ebenso wie das dichte Aneinanderrücken, das die Zusammengehörigkeit der Brüder verdeutlicht, die Zeit ihres Lebens eng zusammenarbeiteten. Künstlerisch wie technisch ist das Doppelbildnis eine Meisterleistung, Johann Anton Ramboux schafft subtile tonale Abstufungen, die Kreidelithographie schafft dabei nuancierte gräuliche und braune Tonwerte, die in unserem Blatt fein zur Geltung kommen.
Ramboux verbrachte die Jahre zwischen 1816 und 1822 in Rom, wo er im Kreise der Nazarener die Bekanntschaft mit dem Bildhauer und Maler Konrad Eberhard und dessen ebenfalls als Bildhauer tätigen Bruder Franz machte. Noch in Rom fertigte Ramboux ein kleines Doppelportrait dieser beiden Brüder in Öl an, das sich heute im Wallraf-Richartz-Museum in Köln befindet. Gemeinsam verließen Ramboux und die Gebrüder Eberhard die Ewige Stadt im Jahr 1822 und zogen zusammen gen Norden. Auf dieser Reise entstand also die vorliegende Lithographie nach dem exakt gleichgroßen Ölgemälde. In München angekommen, besorgte der Verleger Johann Anton Selb eine sehr kleine Auflage dieses eindrucksvollen Doppelportraits. R. Arnim Winkler konnte 1975 nur zehn Abzüge in deutschen Museen nachweisen, seitdem sind etwa ein halbes Dutzend Blätter in museale Sammlungen hinzugekommen (British Museum London, Landesmuseum Mainz, Philadelphia Museum of Art, Metropolitan Museum of Art New York, The Barber Institute of Fine Arts, Birmingham).
- Prachtvoller, nuancierter und dabei kräftiger Druck mit äußerst fein abgestuften Tonwerten, mit schmalem, an den Seiten mit breitem Rand um die Darstellung. Nur schwach stockfleckig, unten mittig sowie rechts kurzer, kaum wahrnehmbar geschlossener Randeinriss, weitere kleine, kaum wahrnehmbar ausgebesserte Randläsuren, vereinzelt kleine, sehr sorgfältig geschlossene Löchlein meist außerhalb der Darstellung, winzige, unmerkliche Ausbesserungen auf dem weißen Hemdkragen, die obere linke Eckenspitze ausgebessert, sonst im Gesamteindruck ganz vorzügliches Exemplar. Sehr selten, zumal in dieser prägnanten Druckschönheit.

Estimate
€ 25.000   (US$ 28.499)


Hammer Price
€ 85.000 (US$ 96.899)



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