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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Main Image Description Status
Dürer, Albrecht
Das Tier mit den Lammshörnern

Lot 6290

[*] Das Tier mit den Lammshörnern.
Holzschnitt. 38,5 x 27,9 cm. cm. (1496-1498). B. 74, Meder 175, vor dem Text. Wz. Reichsapfel (Meder 53).

Dürer illustriert hier das dreizehnte Kapitel der Johannes Offenbarung, in dem es zu Beginn heißt: „Und ich sah ein Tier aus dem Meer steigen, das hatte zehn Hörner und sieben Häupter und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Häuptern lästerliche Namen. Und das Tier, das ich sah, war gleich einem Panther und seine Füße wie Bärenfüße und sein Rachen wie ein Löwenrachen. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Macht [...]“ (Offb 13,1-11). Das gesuchte Blatt zählt zu den selteneren Darstellungen aus dem Zyklus der Apokalypse. - Prachtvoller, klarer und dabei leuchtender Druck vor der deutschen Urausgabe, an bzw. partiell knapp innerhalb der Einfassung geschnitten. Nur minimal fleckig, verso leichte horizontale Mittelfalte mit zarten Trockenfältchen, winzige Nadellöchlein mittig, unmerkliche Ausbesserung in den Strahlen rechts der Krone oben, schwache Leimspuren verso, sonst sehr schönes Exemplar. Aus einer bisher nicht identifizierten Sammlung "ER im Kreis" (Lugt 899).

Estimate
€ 18.000   (US$ 20.520)



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Wittfooth, Martin
"Herald"

Lot 6293

“Herald”.
Öl und Blattgold auf Leinwand. 101 x 71 cm. 2016.

Nach einer ersten Tätigkeit als Illustrator studierte Martin Wittfooth an der School of Visual Arts in New York. Schon zu Beginn seiner Ausbildung widmeten ihm zahlreiche Galerien Einzelausstellungen. In seinen altmeisterlich präzisen Ölgemälden verbindet er das klassische und repräsentative Medium der Ölmalerei auf meisterhafte Weise mit aktuellen und ganz persönlich aufgefassten Themen, die sich oft in surreal anmutenden Szenerien präsentieren. Meist sind Tiere die Protagonisten seiner Arbeiten - fantastische Wesen in einer vom Menschen zerstörten und verlassenen Welt. Dabei versteht er seine Gemälde in gewissem Sinne als emotionale Selbstportraits, die wie die Ölgemälde alter Meister in einer Art Zeitkapsel verschiedene unsere Zeit umtreibende Aspekte und Stimmungen einfangen, sie anderen Menschen zu einem späteren Zeitpunkt wieder zugänglich machen und so in Kommunikation mit dem Betrachter treten oder wie Wittfooth selbst sagt, in einer gewissen Art Botschaften in die Zukunft senden. Wittfooth praktiziert diese archaische und zugleich zutiefst ursprüngliche Form der Kommunikation in seinen Gemälden stets in einem feinen Spiel aus altmeisterlich technischer Finesse und fantastisch surrealen Bildwelten.

Estimate
€ 9.000   (US$ 10.260)



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Niederländisch
Album mit Käfern, Spinnen, Schmetterlingen, Heu...

Lot 6333

[*] 18. Jh. Album mit Darstellungen von Käfern, Spinnen, Schmetterlingen, Heuschrecken, Libellen, Raupen und weiteren Insekten.
Ca. 64 Blatt, einseitig bezeichnet, mit Gouachen, teils über Spuren von schwarzer Kreide, wohl von anderer Hand das Wappen der Grafen zu Königsegg, dieses gezeichnet "Karl Hillmayer fecit". Grüner Pappband des 19. Jh. mit Moirée-Prägung (leicht fleckig, bestoßen und berieben). Quer 4to. Wz. C & I Honig mit Nebenmarke VI.

Äußerst qualitätvolle, detaillierte und naturgetreue Studien in der Tradition der flämischen Maler Joris und Jacob Hoefnagel sowie Jan van Kessel d. Ä.

Estimate
€ 8.000   (US$ 9.120)



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Löffler, Christoph
PatrickXL

Lot 6356

"Patrick XL".
Öl auf Leinwand. 125 x 130 cm. Unten rechts mit Pinsel in Blau monogrammiert "L" und datiert, verso auf dem Keilrahmen nochmals signiert und betitelt. 2015/16.

Seit gut einem Jahrzehnt widmet sich Christoph Löffler der Darstellung kleiner Plüschtiere. Altmeisterlich in vielen übereinandergelegten Lasuren gemalt verwandelt der Künstler diese oft billig hergestellten Spielzeuge in veritable Persönlichkeiten mit ausgeprägtem Charakter.

Estimate
€ 15.000   (US$ 17.100)



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Dürer, Albrecht
Das Rhinozeros

Lot 6365

Das Rhinozeros.
Holzschnitt. 21,2 x 29,5 cm. 1515. B. 136, Meder 273, 4.-5. Ausgabe (von 8). Wz. Lilienwappen mit angehängtem WR und drei Perlen im Kronenreif, Meder 121.

Im Jahre 1515 traf ein portugiesisches, aus dem indischen Goa kommendes Schiff im Hafen von Lissabon mit einem in Europa seit der Antike nicht mehr gesehenen Tier an Bord ein - einem indischen Panzernashorn, lateinisch auch Rhinoceros unicornis. Das exotische Tier war zuvor ein Geschenk des Sultans Mustafar von Gujarat an den portugiesischen Gouverneur von Goa Alfonso de Albuquerque gewesen, welcher es wiederum König Manuel I. von Portugal schenkte. Die Nachricht von diesem bisher in Europa nur durch antike Schriften bekannten, fremdartigen Tier verbreitete sich schnell über den ganzen Kontinent. Valentin Ferdinand, ein aus Mähren stammender und in Lissabon lebender Buchdrucker und Nachrichtenagent, schrieb den mit ihm verbundenen Nürnberger Kaufleuten einen ausführlichen Bericht über das Ereignis, der große Beachtung fand. Dieser Brief und eine wohl beigelegte Zeichnung dienten vermutlich auch Dürer als Vorlage für seine ikonische Darstellung. Dürers Holzschnitt traf bei seinen Zeitgenossen auf größtes Interesse und prägte bis ins 18. Jahrhundert hinein in ganz Europa und sogar bis in die amerikanischen Kolonien maßgeblich die Vorstellungen vom Aussehen des exotischen Tieres (vgl. Schoch/Mende/Scherbaum, Albrecht Dürer, Das druckgraphische Werk, München 2002, Bd. II, S.424). - Das gesuchte Blatt mit dem Wasserzeichen der 4. Ausgabe, aber dem Sprung durch beide Hinterbeine, in einem ausgezeichneten, nur rechts und unten etwas trockenem Druck, mit der Einfassungslinie. - Links oben eine Quetschfalte, aufgezogen, entlang der Mittelfalte fein säuberliche Ausbesserungen, mittig winziges Nadellöchlein, links oben ein Fleckchen, sonst nur minimal fleckig und leicht gebräunt, sonst sehr gut erhalten. Selten.

Estimate
€ 15.000   (US$ 17.100)



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Cassana, Giovanni Agostino - zugeschrieben
Murmeltiere

Lot 6372

zugeschrieben. Murmeltiere.
Öl auf Leinwand, doubliert. 45,5 x 59 cm.


Estimate
€ 9.000   (US$ 10.260)



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Ferguson, Max
"Deyrolle"

Lot 6375

"Deyrolle".
Öl auf Platte. 40 x 60 cm. Signiert links auf der Tischkante "Max Ferguson", verso diverse eigenh. Kommentare sowie montierte Photos und Texte. 2019.

Max Fergusons Gemälde führt uns in die Räume des Pariser Naturalienhändlers Deyrolle, einen jener wie in einer Zeitkapsel eingeschlossenen magischen Orte, die den New Yorker Künstler faszinieren und die er in seinen altmeisterlichen, in vielen Malschichten aufgebauten Ölgemälden für die Nachwelt festhält. Das beinahe Vergangene für die Zukunft zu bewahren - diesen Anspruch verfolgt Max Ferguson auch bei diesem Interieur des weithin berühmten Handelshauses, das sich seit der Eröffnung im Jahr 1831 dem Aufbewahren, Konservieren und Präparieren widmet. Bereits der Firmengründer, der Entomologe Émile Deyrolle, und besonders dessen Sohn Achille erweiterte das Angebot von exotischen und einheimischen Säugetieren, Vögeln, Insekten, Muscheln und Krustentieren um eine florierende Editionstätigkeit, die auch wissenschaftliches Lehrmaterial mit einschloss. Berühmt sind etwa die pädagogischen Tafeln und anatomischen Modelle, die in Lehranstalten weltweit Einzug fanden. 1888 bezog das mittlerweile zu einer festen Institution avancierte Etablissement die bis heute genutzten Räumlichkeiten an der Rue du Bac im Herzen des siebten Arrondissements. Die edle Einrichtung mit illuminierten Vitrinen, Schaukästen, Schubladenschränken und Galerien in eleganten, teils getäfelten, teils farbig gefassten Räumen spiegeln den illustren Geschmack einer vergangenen Epoche wider. Die hier präsentierten Tiere und Naturalien versetzen den Besucher in die Kunst- und Wunderkammern früherer Jahrhunderte. Es überrascht daher kaum, dass der wundersame Ort schon lange vor Max Ferguson Künstler wie André Breton, Salvador Dalí und Jean Debuffet faszinierte und auch heute noch ein Magnet ist für Liebhaber, Sammler, Wissenschaftler und Dekorateure, die nach Anregungen suchen. Auch staunende Kinder lassen sich von Deyrolle verzaubern.
Das Gemälde von Max Ferguson zeigt einen der zentralen Räume der Naturalienhandlung im ersten Stock des Stadtpalais aus dem späten 17. Jahrhundert. In einem Kabinett, das von ausgestopften exotischen Tieren bevölkert wird, steht eine Frau an einer geöffneten Lade eines Sammlungsschrankes und betrachtet die darin liegenden Objekte. Es ist eine stille Szene, die sich fernab des Lärms der Großstadt abspielt. Meist erscheinen die Figuren von Ferguson allein, doch anders als bei dem häufig für Vergleiche herangezogenen Edward Hopper, sind sie nicht einsam. Ihre Einsamkeit ist kontemplativ, die Aufmerksamkeit wird von der Arbeit absorbiert und lässt Hingabe und Konzentration vermuten. Ferguson identifiziert sich mit den Berufen, die er ins Bild setzt, denn er selbst versteht seine Arbeit als ein Handwerk. Der Künstler, der zunächst Filmanimation an der New York University studierte, setzte sich während eines Auslandsaufenthaltes in Amsterdam mit der holländischen Malerei des Goldenen Zeitalters auseinander. Mehr noch als die technische Virtuosität der Alten Meister bewunderte er deren Fähigkeit, mit den Mitteln der Malerei Alltägliches semantisch aufzuladen, dem Profanen gar „Sakramentales“ zu verleihen. Seine Herangehensweise wurzelt in traditionellen Techniken und seine Werke entstehen über Monate hinweg in einem geduldigen und sorgfältigen Prozess. Die Bezeichnung Fotorealismus mag, wenn man sie allein auf das Technische bezieht, zutreffend sein, greift aber für Fergusons künstlerischen Anspruch zu kurz. Denn neben der ästhetisch-visuellen Qualität seiner Werke ist die Empathie für das Dargestellte von zentraler Bedeutsamkeit.

Estimate
€ 20.000   (US$ 22.799)



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Caroselli, Angelo
Kämpfende Löwen und Leoparden

Lot 6380

Kämpfende Löwen und Leoparden.
Öl auf Leinwand, doubliert. 35 x 45 cm.



Literatur: Daniela Semprebene: Angelo Caroselli. 1585 - 1652. Un Pittore Irreverente. Rom 2011, S. 172-173 mit Abb.

Estimate
€ 12.000   (US$ 13.679)



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Caroselli, Angelo
Löwe trachtet dem Leoparden nach der Beute

Lot 6381

Löwe trachtet dem Leoparden nach der Beute.
Öl auf Leinwand, doubliert. 35 x 45 cm.



Literatur: Daniela Semprebene: Angelo Caroselli. 1585 - 1652. Un Pittore Irreverente. Rom 2011, S. 172-173 mit Abb.

Estimate
€ 12.000   (US$ 13.679)



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Hollar, Wenzel
Der tote Maulwurf

Lot 6396

[*] Der tote Maulwurf.
Radierung. 7 x 13,9 cm. 1646. Parthey 2106, Turner (New Hollstein) 908.

"A mole can symbolize literal or figurative "blindness". It also stands for gullibility. In Hollar's case, however, the matter was mainly a question of portraying the animal's pelt" (J. Burgers). Hollar setzt diese Absicht in vorliegender, sehr gesuchten Radierung auf vortrefflichste Art und Weise um und demonstriert seine Meisterschaft im Medium der Radierung. Das überaus fein gearbeitete und komplexe Liniengefüge des Pelzes des Maulwurfs erlaubte dabei wohl nur wenige, voll befriedigende Abzüge wie vorliegendes Exemplar. - Prachtvoller, gleichmäßiger, die feine Weichheit des Maulwurffells wiedergebender Druck mit schönem feinem Rändchen um die Plattenkante. Nur vereinzelt schwach stockfleckig, verso geringe Bleistiftannotationen, sonst tadellos schön und vollkommen erhalten.

Provenienz: Sammlung Dr. Julius Hofmann (Lugt 1264).
Sammlung Pieter Willem van Doorne (Lugt 4731).

Estimate
€ 12.000   (US$ 13.679)



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