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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Main Image Description Status
Italienisch
Die hl. Familie mit Johannes dem Täufer in eine...

Lot 6018

1. Hälfte 16. Jh. Die hl. Familie mit Johannes dem Täufer in einer Landschaft.
Öl auf Holz, parkettiert. D. 82 cm. Im vergoldeten Schnitzrahmen.


Estimate
€ 35.000   (US$ 39.900)



» Paintings (15th to early 20th Cent.)
Giovanni, Benvenuto di
Madonna mit Christuskind und Engeln

Lot 6020

Madonna mit Christuskind und Engeln.
Tempera auf Holz. 136 x 86 cm. Um 1470.

Benvenuto di Giovanni zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Sieneser Malern der zweiten Hälfte des Quattrocento. In die Lehre ging er bei Lorenzo di Pietro, genannt il Vecchietta. Im Jahr 1453 unterstützt er diesen bei der Ausführung der Fresken am Baptisterium des Doms zu Siena (Keith Christiansen et al.: Painting in Renaissance Siena, 1420-1500, New York: Metropolitan Museum, 1988, S. 300ff). Benvenutos Malstil steht in der Tradition der vorangegangenen Sieneser Meistern des Trecento, wie Duccio oder Simone Martini. Sein erstes nachweislich signiertes und datiertes Werk ist ein Altarretabel mit der Verkündigung von 1466 in der Chiesa di San Girolamo in Volterra (siehe Burton B. Fredericksen/ Darrell D. Davisson: Benvenuto di Giovanni, Girolamo di Benvenuto, Malibu, 1966, S.16). Bryson Burroughs schreibt über Benvenuto und seinen Sohn Girolamo, der bei seinem Vater lernte und mit dem er später eng zusammenarbeitete, „[they] were the last of the Sienese artists who remained loyal to the ancient artistic traditions of their city. For two centuries the Sienese painters confined their energies to the expression of an ideal which was purely decorative and poetic“ (Bryson Borroughs: “A Sienese Painting”, in:The Metropolitan Museum of Art Bulletin, Vol. 5, No. 11 (Nov., 1910), S. 249). Die Maler Liberale da Verona und Girolamo da Cremona, die sich 1466 und 1470 in Siena niederließen, beeinflussten Benvenutos Malerei stark und bewirkten bei ihm ab den 1480er Jahren einen Stilwechsel, der sich in einer gesteigerten Dramatik und Bewegtheit auszeichnet (vgl. Christiansen et al. op cit, S. 301 und 305). Das vorliegende Werk zählt jedoch noch zu seiner frühen Schaffensperiode und zeigt deutlich sein Bewusstsein für die künstlerische Tradition des Trecento. Tatsächlich war es auch Benvenutos phantasievolle Überarbeitung von Trecento-Motiven, die ihn von seinen Zeitgenossen abhebt und seine religiösen Empfindungen unterstreicht. - Mit einem naturwissenschaftlichen Untersuchungsbericht des Ordinarius für Farbenlehre und Farbenchemie an der Akademie der Bildenden Künste, Wien, Prof. Dipl. Ing. Dr. Manfred Schreiner vom 5. August 2006, welcher das Gemälde auf die Zeit um 1470 datiert.

Provenienz: Sammlung James Renwick.
dessen Enkelin Isabel Hewitt.
Sotheby's, New York, Auktion am 4. April 1973, Los 164.
Privatsammlung Mailand.
Sotheby's, London, Auktion am 1. November 1978, Los 15.
Privatsammlung Österreich.

Literatur: Maria Cristina Bandera: Benvenuto di Giovanni, Mailand 1999, S. 193/194; 245, Kat Nr. 88.

Estimate
€ 60.000   (US$ 68.400)



» Paintings (15th to early 20th Cent.)
Gassel, Lucas - zugeschrieben
Weite Flusslandschaft mit Christus und der wund...

Lot 6021

zugeschrieben. Weite Flusslandschaft mit Christus und dem wundersamen Fischzug Petri.
Öl auf Holz. 56,5 x 87 cm.

Lucas Gassel war ein flämischer Maler und Zeichner. Über seine Herkunft und seine Ausbildung ist nur wenig bekannt. Er dürfte jedoch zwischen 1520 und 1530 in Antwerpen seine Laufbahn als Maler begonnen haben, vielleicht arbeitete er anfänglich anderen Künstlern zu, für die er die Hintergründe mit Landschaften ausführte. Gassels Landschaftsauffassung steht dabei ganz in der Tradition von Joachim Patinir und Herri met de Bles. Die immer detailreichen Gemälde zeigen überwiegend biblische Themen inmitten imaginierter Fels- oder Flusslandschaften, ganz der damaligen vorherrschenden Idee der Weltlandschaft verpflichtet.

Estimate
€ 30.000   (US$ 34.200)



» Paintings (15th to early 20th Cent.)
Stalbemt, Adriaen van
Felsige Flusslandschaft mit Holzbrücke

Lot 6022

Felsige Flusslandschaft mit Holzbrücke.
Öl auf Holz. 25 x 36,5 cm. Um 1620.

Der 1580 im flämischen Antwerpen geborene Adriaen van Stalbemt wanderte mit seiner Familie aus religiösen Gründen bereits 1585 nach Holland aus, wo er seine Jugend verbrachte. 1609 kehrt er jedoch in seine Vaterstadt zurück und wird dort nur ein Jahr später (1610) zum Meister ernannt. Bereits 1618 hat er das Amt des Dekans der Violieren und der St. Lukasgilde inne. Auch während seiner zehn Monate, die der Künstler 1633 am Hof von Karl I., König von England, in London verbrachte, bleibt Antwerpen der kreative Angelpunkt für Stalbemt. In seinen Werken drückt sich motivisch wie auch stilistisch die Nähe zu seinen Gildebrüdern Jan Brueghel d. Ä. und Hendrik van Balen aus. Doch anders als sein großes Vorbild Jan Brueghel d. Ä. beherrschte Adrian van Stalbemt sowohl die Landschafts- als auch die Figurenmalerei und war deshalb in den meisten Fällen nicht darauf angewiesen, mit einem weiteren Maler für ein spezielles Genre zusammenzuarbeiten. Seine Werke zeichnen sich daher durch eine besondere Harmonie zwischen Landschaft und Figur aus. - Unten mittig mit einem alten Sammlermonogramm (vgl. dazu Klaus Ertz und Christa Nitze-Ertz: "Adriaen van Stalbemt (1580-1662). Kritischer Katalog der Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphik", Lingen 2018). Verso mit einem alten Klebeetikett (dort alt als Nr. "9" als "Monogrammist I.V.D.B" bezeichnet). Mit einem schriftlichen Gutachten von Dr. Klaus Ertz, Lingen, vom 1. Oktober 2018.

Provenienz: Privatsammlung Rheinland.

Estimate
€ 12.000   (US$ 13.679)



» Paintings (15th to early 20th Cent.)
Wouwerman, Philips
Flusslandschaft mit Reisenden bei einer Brücke

Lot 6030

Flusslandschaft mit Reisenden bei einer Brücke.
Öl auf Holz. 50,3 x 69,1 cm. Rechts unten monogrammiert "P(.) W". Um 1645.

Die für Philips Wouwerman charakteristische italianisante Flusslandschaft mit Reisenden ist ein reizvolles Sujet. Ein Reiter trifft hier auf eine rastende Reisegesellschaft und zieht zum Gruß seinen eleganten Federhut vor einer Dame zu Pferde und ihren Begleitern. Im Hintergrund ist eine Steinbrücke mit einem alten Turm an einem steilen Ufer zu sehen, das sich kunstvoll im Wasser des ruhigen Flusses spiegelt. Birgit Schumacher identifiziert in vorliegendem Gemälde anhand der qualitätvollen Behandlung der Figuren und Pferde, sowie des blass angelegten Himmels und der spezifischen in Grün, Braun und Beige gehaltenen Landschaftsdarstellung den Stil des noch jungen Philips Wouwerman in der, noch an seinen Lehrer Pieter van Laer, orientierten Phase in der Mitte der 1640er Jahre. Wouwermann war kurz nach dessen Rückkehr 1639 aus Italien in dessen Werkstatt eingetreten und übernahm seine südlichen Motive von Reisenden in hügeligen Landschaften, welche auch für ihn charakteristisch wurden.

Provenienz: In den 1920er Jahren Kunsthandlung Dr. Benedict, Berlin.
Privatsammlung Antwerpen.
Kunsthandel Antwerpen.
Seitdem Belgische Privatsammlung.

Literatur: Gutachten von Frau Dr. Birgit Schumacher, Berlin vom 27. August 2012; das Gemälde wird in die Ergänzung des Œuvrekatalogs aufgenommen.

Estimate
€ 30.000   (US$ 34.200)



» Paintings (15th to early 20th Cent.)
Trevisani, Francesco
Die Jungfrau mit dem Kind

Lot 6046

Die Jungfrau mit dem Kind.
Öl auf Leinwand, doubliert. 98 x 73,5 cm.

Francesco Trevisani erhielt seine ersten künstlerischen Unterweisungen von seinem Vater, dem Architekten Antonio Trevisani und studierte später bei Antonio Zanchi in Venedig. 1678 ging er schließlich nach Rom, wo er zunächst von Kardinal Ottoboni gefördert wurde, später von Kardinal Chigi, der ihn Papst Clemens XI. empfahl. In Rom wurde Trevisanis Stil maßgeblich von Carlo Maratta beeinflusst, ein Aspekt der sich auch deutlich in unserer anmutigen Darstellung der Jungfrau mit dem Kind offenbart. - Verso mit einem alten schwarzen Lacksiegel (auf der originalen Leinwand angebracht, dort die Doublierung ausgespart).

Estimate
€ 8.000   (US$ 9.120)



» Paintings (15th to early 20th Cent.)
Stieler, Joseph Karl
Bildnis der Tochter Ottilie Stieler mit dem Str...

Lot 6073

Bildnis der Tochter Ottilie Stieler mit dem Strohhut.
Öl auf Leinwand, auf Platte aufgezogen. 72,5 x 58,6 cm. (1845-48).

Nach zwei anfänglichen Lehrjahren in Würzburg geht Joseph Karl Stieler 1800 nach Wien. Während der dortigen Weiterbildung unter Heinrich Füger erhält der Achtzehnjährige bereits zahlreiche Porträtaufträge des osteuropäischen Adels. Die Jahre 1807/08 verbringt Stieler in Paris. Hier erhält er die für seine zukünftige Arbeit entscheidenden Impulse unter Führung des David-Schülers François Gérard. Ab 1809 verbringt er mehrere Jahre in Italien, kommt 1812 erstmals, von König Max I. Joseph wohlwollend empfangen, nach München. Nach mehrjährigem Aufenthalt in Wien, wo er - im Auftrag des bayerischen Königs - Kaiser Franz und die Kaiserin porträtiert, lässt er sich 1820 endgültig in München nieder. Unter Ludwig I. zum Hofmaler ernannt, wird er mit Aufträgen von Königen und Kaisern überhäuft. Weltberühmt sind aber auch seine Bildnisse herausragender Geistesgrößen und Künstler wie Ludwig van Beethoven 1819, Johann Wolfgang von Goethe 1828 und Alexander von Humboldt 1848, sowie die berühmte, zwischen 1827 und 1850 im Auftrag König Ludwigs I. geschaffene Schönheitengalerie in Schloss Nymphenburg, die ursprünglich 36 Bildnisse umfasste (das Porträt von Luise Freiin von Neubeck ist seit 1936 verschollen).
Als beinahe Siebzigjähriger geht Stieler mit dem vorliegenden Gemälde einen großen Schritt über sein bisheriges Schaffen hinaus. Das Bildnis seiner vierten Tochter aus erster Ehe „Ottilie Stieler mit dem Strohhut“ ist 1848 in der Münchner Kunstausstellung zu sehen. Stieler gerät damit erneut in den Brennpunkt der zeitgenössischen Kritik. Zurecht wird es in der künstlerischen Nachfolge berühmter Bildnisse gesehen, beginnend mit dem „Le Chapeau de Paille“ genannten Porträt der Helene Fourment von Peter Paul Rubens (National Gallery, London), dem darauf beruhendem Bildnis der Lavinia Countess Spencer von Josua Reynolds (Earl Spencer Althorp Collection, Northamptonshire), und dem um 1715 entstandenen „Mädchen mit einem Gemüsekorb“ von Antoine Pesne (heute in der Bayerischen Staatsgemäldesammlung Schloss Schleißheim). In Aufzeichnungen der Enkelin Dora Stieler ist überliefert, dass Stieler das Bildnis im Sommer im Garten seines Hauses am Tegernsee, und nicht wie üblich in seinem Atelier, angefertigt hat. Im Gegensatz zu den eher kühlen, sehr klaren und linienbetonten Bildnissen früherer Jahre, die noch ganz der napoleonischen Porträtkunst verpflichtet waren, gibt der Maler hier seine hübsche Tochter atmosphärisch im strahlenden Gegenlicht der Sonne wieder, das schräg von rechts über ihren Rücken fällt und die rechte Schulter und beide Arme seitlich streift. Mit der linken Hand, die ein Spitzentuch hält, zieht sie sich die breite Krempe des Strohhutes ein wenig ins Gesicht, welches, wie der Oberkörper, ganz im Schatten liegt. Trotz des Schattens gelingt dem Maler durch Spitzen, Stickereien und zum Plissée geraffte Gewandfalten eine beeindruckende Stofflichkeit. Die früher so scharfen Konturen sind mit breitem Pinsel in fließendem Auftrag wesentlich weicher modelliert, die Umrisse beginnen beinahe zu flimmern. Bemerkenswerterweise verzichtet er auch in der überlieferten Kreidevorzeichnung (Graphische Sammlung München, Inv.Nr. 1918: 207. Vgl. Von Hase 1998, S. 143, Kat.Nr. 238, Abb.), die bereits die Idee der an die Hutkrempe fassenden Linken erfasst, ebenso auf klare Konturlinien. Überliefert ist, dass ein Windstoß das soeben vollendete Bildnis von der Staffelei wehte und das noch feuchte Porträt im Kies landete. Stieler hat es erst ein Jahr später von den Steinen befreit und die entsprechenden Stellen übermalt. Trotzdem wird es als eines der frühesten in der freien Natur entstandenen Bildnisse in der Folgezeit eines seiner bekanntesten Werke. Die Kunstanstalt Stengel in Dresden veröffentlichte das Gemälde Anfang des 20. Jahrhunderts als Ansichtskarte (Nr. 29987).

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers.
Seitdem in Familienbesitz.

Literatur: Verkaufsverzeichnis Joseph Stielers aus den Jahren 1818-1858, Nr. 229.
R. Marggraff: Nachruf, im: "Abendblatt" der "Neuen Münchner Zeitung" 1858, Nr. 149.
L. Schorn: Kunstblatt, Stuttgart und Tübingen 1848/59.
M. Sauerlandt: Der stille Garten, Leipzig 1911, Abb. S. 80.
R. Oldenbourg, H. Uhde-Bernays: Die Münchener Malerei im neunzehnten Jahrhundert, München 1922, S. 88.
K. A. v. Müller, Der Hofmaler Joseph Stieler, in: Unbekanntes Bayern, Bd. 3, München 1959, S. 189.
H. Bünemann: Von Runge bis Spitzweg (Die Blauen Bücher), Königstein/T. 1961, Abb. S. 44.
H. Schindler: Große Bayerische Kunstgeschichte, München 1963, S. 389.
Ulrike von Hase: Joseph Stieler 1781-1858. Sein Leben und sein Werk. Kritisches Verzeichnis der Werke, München 1998, S. 86 ff., S.143 f., Kat.Nr. 239 mit Abb.

Estimate
€ 35.000   (US$ 39.900)



» Paintings (15th to early 20th Cent.)
Strutt, Arthur John
Ansicht von Rom mit dem Grabmal der Caecilia Me...

Lot 6081

Ansicht von Rom mit dem Grabmal der Caecilia Metella und der Maxentiusvilla im Vordergrund.
Öl auf Leinwand, doubliert. 81 x 121 cm. Rechts unten signiert und datiert "A. J. Strutt, Rome 1851".

Nachdem er seinen Vater, den Landschaftsmaler Jacob Strutt, im Alter von nur 12 Jahren auf einer ausgedehnten Reise durch Italien begleitet hatte, ließen sich beide im Jahre 1831 dauerhaft in Rom nieder, wo der Vater in der Via del Babuino ein Atelier einrichtete und sein Sohn seine Ausbildung absolvierte. Von dort aus unternahmen Vater und Sohn zahlreiche Reisen durch Italien, aber auch nach Frankreich und in die Schweiz. 1841 begab sich der nun 21-jährige Arthur John Strutt mit seinem Freund, dem Poeten William Jackson, auf eine Wanderung durch Italien, die Strutt 1842 in seinem vielbeachteten Reisebericht "A Pedestrian Tour in Calabria & Sicily" beschrieb. Strutt etabliert sich wie sein Vater schnell als Landschaftsmaler und sein Atelier wurde Anlaufstelle für viele Rom-Reisende, die besonders seine malerischen Darstellungen der Campagna und von Ansichten entlang der Via Appia schätzten. In späten Jahren wurde Strutt wegen seiner umfangreichen archeologischen Kenntnisse zum Ehreninspector der Antiken in Lavinium ernannt.

Estimate
€ 9.000   (US$ 10.260)



» Paintings (15th to early 20th Cent.)
Makowski, Konstantin Jegorowitsch - zugeschrieben
"La Belle Otero" als byzantinische Kaiserin

Lot 6199

zugeschrieben. "La Belle Otero": Augustina Carolina Otero Iglesias (1868-1965) als byzantinische Kaiserin.
Öl auf Leinwand, kaschiert auf Malkarton, achteckig. 53 x 46,7 cm. Um 1901.

Die Spanierin Augustina Carolina Otero Iglesias, genannt La Belle Otero, gilt als eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Belle Époque. Begonnen hat sie ihre Karriere auf den Ramblas in Barcelona, später geht sie nach Frankreich und gibt 1894 ihr Debüt in den berühmten Folies Bergère in Paris. Als angesehene Sängerin und Tänzerin verkehrte sie in den höchsten Kreisen der Gesellschaft, zu ihren Bekanntschaften zählen Mitglieder des Hochadels sowie Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft. Viele reiche und prominente Männer verehrten die schöne Otero und beschenkten sie mit zahlreichen Kostbarkeiten, darunter Wohnungen und vor allem Juwelen. Das vorliegende Gemälde zeigt La Belle Otero in ihrem Kostüm als byzantinische Kaiserin, das sie in dem Ballett „L'Impératrice“ trägt. Das Ballett, geschrieben von Jean Richepin, wurde 1901 im Theater „Olympia“ in Paris uraufgeführt.

Estimate
€ 9.000   (US$ 10.260)



» Paintings (15th to early 20th Cent.)
Diefenbach, Karl Wilhelm
Kampf gegen die niedere Kreatur

Lot 6216

Kampf gegen die niedere Kreatur.
Öl auf Leinwand. 150 x 75,5 cm. Verso auf dem Keilrahmen in Rotbraun signiert "Diefenbach" sowie datiert "Capri 1903".

Als Diefenbach 1899 die sagenumwobene Insel Capri erreichte, konnte er bereits auf eine lange künstlerische Entwicklung zurückblicken. Jedoch waren die Themen und Motive, die bis dahin den Schwerpunkt seines Werkes ausmachten, vor allem szenische Umsetzungen seiner philosophischen Ideale und lebensreformerischen Überzeugungen. Den konsequenten Schritt hin zu einer rein symbolistischen Malerei, speziell der symbolistischen Landschaft, angereichert durch Staffagefiguren und architektonische Versatzstücke, gelang ihm erst hier, jenseits des Festlandes, umgeben von Naturgewalten und -schauspielen. - Ein Jüngling steht auf einem vom Meer umtosten Felsen und kämpft gegen die Tiere der Finsternis. Schemenhaft zeichnet sich vor dem nachtschwarzen Hintergrund eine riesenhafte Figur ab, die dem Kämpfer für das Gute beizustehen scheint. Das Motiv des "Kampfes gegen niedere Gewalten" hat Diefenbach offenbar tiefer bewegt, denn es existiert ein weiteres Gemälde aus demselben Jahr zu dem Thema in der Certosa di San Giacomo, Capri (siehe Claudia Wagner: Der Künstler Karl Wilhelm Diefenbach (1851-1913), Meister und Mission, Dissertation Berlin 2007, S. 9, Werkkatalog WK 2.12 mit Abb.).

Estimate
€ 9.000   (US$ 10.260)



» Paintings (15th to early 20th Cent.)

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