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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Main Image Description Status
Jawlensky, Alexej von
Grosse Meditation

Lot 8122

Grosse Meditation
Öl auf leinenstrukturiertem Karton.1937.
25 x 17,6 cm.
Verso mit der Nummerierung von Lisa Kümmel mit Buntstift in Blau "IV/37/11".
Jawlensky Nr. 2124.

Jawlenskys Meditationen faszinieren bis heute durch ihre konzentrierte Geschlossenheit. Ausgangspunkt ist das menschliche Antlitz, das Jawlensky auf das Wesentliche, wenige, sich kreuzende Striche reduziert. Er wechselt die zahlreichen Tafeln, die mit dieser Thematik entstanden, nur leicht in Größe und Farbigkeit ab, sie bleiben aber weitgehend vom Schwarz bestimmt. Große Bilder konnte Jawlensky in den 1930er Jahren aufgrund seiner Krankheit nicht mehr schaffen. Die kleinen Formate der Meditation gelangen ihm und spendeten dem von Schmerzen geplagten Künstler so etwas wie Trost. In der fast rituellen Wiederholung konnte er Ruhe und Versenkung finden und genau das ist es, was sie dem heutigen Betrachter vermitteln: in der Reduzierung der Form eine hohe Intensität der Ausdruckskraft.
Wir danken Angelica Jawlensky Bianconi, Alexej von Jawlensky Archiv S. A., für die wertvollen Hinweise.

Provenienz: Seit den 1960er Jahren Privatsammlung Berlin

Estimate
€ 30.000   (US$ 34.200)


Hammer Price
€ 30.000 (US$ 34.200)



» Modern Art I
Koeppel, Matthias
Tiefflug

Lot 8130

"Tiefflug"
Öl auf Leinwand. 1980.
75 x 90 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Schwarz signiert "M.Koeppel" und datiert, verso auf dem Keilrahmen nochmals signiert, datiert, betitelt, mit der Künstleradresse und den Maßangaben.

Unter den weit gespannten Himmeln in Koeppels Gemälden vollzieht sich immer wieder deutsche Zeitgeschichte. Hier ist es der Tiefflug eines Phantom-Düsenjägers, den der Künstler ins Bild setzt. Von links zischt das Flugzeug mit so hoher Geschwindigkeit durch das Bild, dass es wie bei einer Fotografie verschwommen bleibt. Der Künstler im Selbstporträt links unten im Bild malt, davon unbeeindruckt, ruhig weiter. Seit den 1980er Jahren experimentiert Koeppel mit seiner Hasselblad-Kamera, und der Einfluss des Mediums Fotografie zeigt sich im "Tiefflug" deutlich in der Unschärfe, mit der der Düsenjet gemalt ist.
In den 1950er Jahren löst sich Koeppel vom Dogma der informellen Malerei und wendet sich damit gegen den Mainstream. In der abstrakten Malerei fehlt ihm die Möglichkeit, mit Hilfe konkreter Darstellungen der Umwelt seine Geschichten zu erzählen, die Gesellschaft zu kommentieren und zu interpretieren. Mit realistischen Details und leicht übersteigerten Kontrasten entwickelt er seit den 1970er Jahren seinen ganz eigenen hyperreallistischen, mit einer Scheinromantik gemischten Stil. 1973 gründen die vier Berliner Realisten Matthias Koeppel, Manfred Bluth, Johannes Grützke und Karlheinz Ziegler die "Schule der Neuen Prächtigkeit".

Ausstellung: Große Düsseldorfer Kunstausstellung, mit deren Klebeetikett verso auf dem Keilrahmen, dort bezeichnet (ohne Jahr)

Estimate
€ 7.000   (US$ 7.979)


Hammer Price
€ 10.000 (US$ 11.399)



» Modern Art I
Lakner, Lszl
Du Ct de Chez Swann (Marcel Proust: Widmung f...

Lot 8204

Du Cté de Chez Swann ("Marcel Proust: Widmung für Jacques Lacretelle II, 20. April 1918")
Mischtechnik auf Leinwand. 1975.
190 x 140 cm.
Verso auf dem Keilrahmen mit Bleistift signiert „Lászl Lakner“, datiert und betitelt.

1913 erschien Prousts "Du Cté de Chez Swann", der erste Band des Romanzyklus " la recherche du temps perdu". In seiner berühmten Widmung an Jacques de Lacretelle bekennt Proust, er habe sich bei der "kleinen Phrase" von Vinteuil, die Swann so sehr in ihren Bann zieht, von Saint-Sans' Sonate für Klavier und Violine inspirieren lassen. Die Worte auf der Titelseite der Erstausgabe, die Lakner hier so großformatig auf die Leinwand bannt, stehen insofern für eine der berühmtesten Verzauberungen durch Musik.
Nach Studien in Budapest, einigen Reisen in Westeuropa und einem DAAD-Stipendium in Berlin 1974 entschließt sich Lakner zur Emigration. Es entstehen neben seinen Gemälden und Zeichnungen auch Filme, Videos, experimentelle Fotografien, Konzeptwerke, Plakate, Buchobjekte und Skulpturen.

Estimate
€ 6.000   (US$ 6.839)


Hammer Price
€ 13.000 (US$ 14.819)



» Modern Art I
Picasso, Pablo
Nature morte au guridon

Lot 8276

Nature morte au guéridon
Radierung und Pochoir, in Farben gedruckt, auf gewalztem China. Um 1925.
36,8 x 27 cm (43 x 32,5 cm).
Signiert "Picasso". Auflage 100 num. Ex.

Nach einem 1919 von Picasso geschaffenem Aquarell "Nature Morte devant une fentre" (Vgl. Zervos, Christian, Pablo Picasso, Vol. 3, Oeuvres de 1917 à 1919, Paris, Cahiers d'art, 1949, Nr. 396, Abb. Tafel 133).
Im Sommer 1919 verbrachte Picasso das erste Mal gemeinsam mit seiner ersten Frau Olga Chochlowa die Ferien in Saint-Raphal, um dann für viele Jahre immer wieder während der Sommermonate an die Cte d’Azur zurückzukehren. Das zwischen Cannes und Saint-Tropez gelegene kleine Seebad Saint-Raphal verfügt über malerisch schöne, kleinbuchtige Strände, und zahlreiche sehr luxuriöse Sommerresidenzen sind an der Küste zu finden. Das kubistisch anmutende Arrangement versperrt zwar den Ausblick der Terrassentür auf das Meer, doch in der leichten und hellen Farbwahl Picassos lässt sich erkennen, dass der Maler die seidige Luft, den Duft und vor allem aber das ganz besondere Licht dieser Küstenregion zu schätzen wusste.
Ausgezeichneter, farblich sehr schön abgestimmter Druck mit schmalem Rand.

Estimate
€ 9.000   (US$ 10.260)


Hammer Price
€ 15.000 (US$ 17.100)



» Modern Art I
Picasso, Pablo
Bacchanale

Lot 8277

Bacchanale
Farbaquatinta auf Velin. 1955.
47 x 56 cm (53,5 x 63,3 cm).
Signiert "Picasso". Auflage 300 num. Ex.


Die hier dargestellte, mediterrane Szenerie ist für Picassos Schaffen charakteristisch. In sanften Grau-, Blau- und Grüntönen verbindet er antike Motive, wie den Aulos-Spieler oder die nackten, mit Lorbeerkränzen geschmückten Jünglingsfiguren mit zeitgenössischen Elementen, beispielsweise die Kleidung des sitzenden Mannes im rechten Bildrand. Das Wechselspiel von Licht und Schatten, das den Platz unter der luftigen Pergola ausfüllt, gestaltet Picasso atmosphärisch. Prachtvoller, farbfrischer, malerische Werte umsetzender Druck mit schmalem Rand.

Estimate
€ 9.000   (US$ 10.260)


Hammer Price
€ 13.000 (US$ 14.819)



» Modern Art I
Poliakoff, Serge
Komposition in Rot, Rosa, Gelb und Wei

Lot 8283

Komposition in Rot, Rosa, Gelb und Weiß
Gouache auf blauem Canson & Montgolfier-Velin. 1957.
64,5 x 49,6 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Serge Poliakoff".


Den seit 1924 in Paris lebenden Russen Poliakoff inspirierte die pulsierende französische Metropole im höchsten Maße. Er studierte ab 1930 an der Académie Tochot und an der Académie de la Grande Chaumière. Die Freundschaft zu Sonia und Robert Delaunay prägte sein künstlerisches Schaffen nachhaltig. Unter der Ägide des Orphismus entwickelte Poliakoff seine Formensprache weg von einer plastisch-malerischen Ausdrucksweise hin zu einer geometrisch abstrakten Kunst. Ihr blieb er bis an sein Lebensende treu - in zahlreichen farblichen sowie geometrischen Formen variiert er seine Kompositionen, malerisch wie graphisch. Aus den rosa, roten und violetten Tönen unserer Gouache heben sich spannungsvoll die gelben und weißen Blöcke hervor. Unsere Arbeit fügt sich in eine Reihe von Gouachen ein, die im Jahr 1957 entstanden und eine ähnliche Farbigkeit aufweisen.
Die Authentizität wurde von Alexis Poliakoff, Paris, bestätigt. Die Arbeit lag ihm in Original vor. Sie wird in den sich in Vorbereitung befindenden Nachtrag des Werkverzeichnisses (unter der Nr. 857035) aufgenommen.



Provenienz: Privatsammlung Berlin

Estimate
€ 18.000   (US$ 20.520)


Hammer Price
€ 46.000 (US$ 52.439)



» Modern Art I
Poliakoff, Serge
Komposition in Blau, Schwarz und Gelb

Lot 8284

Komposition in Blau, Schwarz und Gelb
Gouache auf festem Velin. Um 1957.
65,6 x 49,5 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Serge Poliakoff".


Die Komposition in Blau, Gelb und Schwarz baut sich in architektonisch geometrischen Formen auf, die wie verzahnt ineinandergreifen. Der Strenge der Formen ist die Freiheit der Farbe gegenübergestellt: Poliakoff trägt mehrere Farbschichten auf, einzelne Farben tauchen in den umliegenden Feldern auf. Die der Komposition innewohnende Rhythmik fasziniert den Betrachter bis heute. Der in Moskau geborene und über Umwege 1924 nach Paris emigrierte Maler und Graphiker musste seinen Lebensunterhalt als Gitarrenspieler in Bars bestreiten, wobei er sehr begabt war. Die Musik übte, wie für sein Vorbild Kandinsky, dem er in Paris 1937 auch persönlich begegnete, einen großen Einfluss auf das gestalterische Komponieren seiner Werke aus. Wie Akkorde reihen sich Formen und Farben in den vielzähligen abstrakten Kompositionen, die Poliakoff schuf, spannungsvoll und zugleich ausgewogen ineinander.
Die Gouache ist eine Vorarbeit zur Lithographie "Komposition in Blau, Schwarz und Gelb" (Poliakoff/Schneider 15), die 1957 bei Pons in Paris gedruckt (Auflage 150 Exemplare) und bei Nesto Jacometti, L'Oeuvre Gravée in Zürich verlegt wurde.
Die Authentizität wurde von Alexis Poliakoff, Paris, bestätigt. Die Arbeit lag ihm in Original vor. Sie wird in den sich in Vorbereitung befindenden Nachtrag des Werkverzeichnisses (unter der Nr. 857030) aufgenommen.


Provenienz: Privatsammlung Berlin

Estimate
€ 18.000   (US$ 20.520)


Hammer Price
€ 42.000 (US$ 47.879)



» Modern Art I
Rohlfs, Christian
Weiblicher Akt

Lot 8307

Weiblicher Akt
Öl auf Leinwand. 1911.
71 x 51 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Schwarz monogrammiert "CR" und datiert.
Nicht bei Vogt.

Der stehende weibliche Rückenakt, leicht nach rechts gedreht, hebt sich zwar in seiner Helligkeit und mit den dunklen Konturen von der Umgebung ab, jedoch durchflirren ihn eben jene kurzen, markanten Spachtelhiebe in Gelbnuancen, die auch den Hintergrund strukturieren. Im Sommer 1910 zog Rohlfs auf Einladung des Sammlers Dr. Commerell für zwei Jahre nach München und wurde im Jahr darauf Mitglied der Berliner "Neuen Sezession". Zu dieser Zeit wurde seine Malerei, beeinflusst vom Expressionismus, kontrastreicher, flächiger, spröder und schärfer konturiert. Paul Vogt glaubt zu spüren, "dass der Künstler sein wirkliches Ziel damals erkannt hat. Es mit 'visueller Poesie' zu umschreiben, ist wohl nicht falsch, wobei es sich allerdings um eine visuelle Poesie handelt, die sich nicht mit der Oberfläche des Sichtbaren begnügte, sondern das Seiende im tieferen Sinne als Organisationsform aus Ordnung, Vollkommenheit und Freude am Sichtbaren begreift." (Vogt S. 17). Vogt verzeichnet vergleichbare Gemälde dieser Zeit (z. B. Vogt 500), die den weiblichen Akt ganz ähnlich mit kurzen, stakkatohaften Spachtelungen und einer sanft fließenden Kontur erfassen. Mit einer Bestätigung (Kopie) von Paul Vogt, Essen 1997.

Estimate
€ 25.000   (US$ 28.499)


Hammer Price
€ 20.000 (US$ 22.799)



» Modern Art I
Uecker, Gnther
Wind

Lot 8343

"Wind"
Prägedruck auf schwerem Bütten. 1999.
102,5 x 74 cm (118,5 x 80 cm).
Signiert "Uecker", datiert und betitelt. Auflage 90 num. Ex.

Prachtvoller, nahezu blattfüllender Prägedruck.

Estimate
€ 6.000   (US$ 6.839)


Hammer Price
€ 11.000 (US$ 12.539)



» Modern Art I
Corinth, Lovis
Selbstbildnis

Lot 8522

[^] Selbstbildnis
Kreide in Schwarz auf Velin. 1924.
50 x 31 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Lovis Corinth" und datiert.

Zweifellos gehört das vorliegende Selbstporträt von 1924 zu den herausragenden Zeichnungen des Künstlers gegen Ende seiner Schaffenszeit. Das Wechselspiel zwischen Schatten und Licht setzt Corinth mittels enger Schraffuren meisterlich ein, um eine melancholische Stimmung zu erzeugen. Der gerade, regelmäßige Duktus einerseits wird von lebendigen, expressiven Strichen andererseits durchbrochen. Die Gesichtszüge wirken leicht verschoben, sein Blick ist wachsam und zugleich visionär. Darin unterscheidet sich die Zeichnung von den zwei Arbeiten in Öl, die Corinth im selben Jahr angefertigt hat. Sowohl auf dem Selbstporträt mit Palette (Berend-Corinth/ Hernard 967) als auch dem Selbstporträt, das sich in der Staatsgalerie Stuttgart befindet ( Berend-Corinth/ Hernard 969), ist der Blick des Künstlers eher ängstlich und scheu.
Unser Porträt ist kein Abbild, sondern Ausdruck der Fragilität der künstlerischen Seele, die sich mit Leidenschaft ein Leben lang der Kunst verschrieben hat und nun um das nahe Ende weiß.

Estimate
€ 7.500   (US$ 8.550)


Hammer Price
€ 24.000 (US$ 27.359)



» Lovis Corinth

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