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Lot 6038 Eckersberg, Christoffer Wilhelm
Porträt eines Römers
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6038)

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Porträt eines Römers.
Öl auf Leinwand. 23,8 x 19,8 cm. Verso von fremder Hand bezeichnet und datiert "Malet 1815i/Roma af Eckersberg".

Christoffer Wilhelm Eckersberg erhielt im Jahre 1810 die Goldmedaille der Kopenhagener Kunstakademie und mit ihr ein mehrjähriges Stipendium, das ihm einen Studienaufenthalt in Paris und in Rom ermöglichte. Im Juni 1813 brach Eckersberg von Paris, wo er drei Jahre verbracht hatte, nach Rom auf. Bereits am 3. Juli 1813 erreichte er die Ewige Stadt. Wie viele seiner Landsleute bezog er in der Casa Buti in der Via Sistina 48 ein Quartier. Er übernahm die Wohnung des französischen Malers Jean-Auguste-Dominique Ingres. In der Casa Buti wohnte seit 1804 auch der dänische Bildhauer Bertel Thorvaldsen, der Eckersberg in seiner künstlerischen Tätigkeit unterstützte und förderte.
Die drei Jahre in Rom bedeuteten für Eckersberg künstlerisch eine höchst fruchtbare und prägende Phase. Auf seinen Streifzügen durch Rom, Tivoli und die Albaner Berge leisteten ihm oftmals der befreundete dänische Architekt Peder Malling oder Gustav Friedrich Hetsch aus Stuttgart Gesellschaft. Neben der Architektur und den Landschaften interessierte sich Eckersberg ebenso für das römische Stadtleben. Er besaß die seit 1809 erschienen Folgen des römischen Zeichners und Radierers Bartolomeo Pinelli, die ihm Anregungen zum römischen Volksleben lieferten. Während Eckersberg in Paris Situationen des täglichen Lebens zeichnerisch festhielt, faszinierte ihn in Rom besonders die Frömmigkeit der Italiener. Das Ölgemälde, das die Ansicht des Inneren des Kolosseums mit einer Prozession wiedergibt, ist in den römischen Jahren von 1813 bis 1816 entstanden und zählt zu seinen berühmtesten Werken (Öl auf Leinwand, 29,1 x 25,6 cm, Hirschsprungske Samling). Ein weiteres römisches Genremotiv zeigt das Ölgemälde mit Betenden an der Heiligen Pforte in der Peterskirche (Öl auf Leinwand, 31 x 27 cm, Nivaagaards Malerisamling). Es ist denkbar, dass unser kleines, attraktives Porträt eines Römers als Studie für eine geplante Genreszene geschaffen wurde. Seine einfache Kleidung, sein natürlich gewachsenes Haar und der Vollbart weisen ihn als einen ländlichen Mann aus. Sein nach rechts gewandter Blick mit weit geöffneten Augen scheint versunken, möglicherweise im Gebet.
Interessanterweise zeichnet sich in der unteren Bildhälfte eine kleine Architekturzeichnung ab, die Eckersberg vorher unter der Ölfarbe angelegt hatte - vielleicht auf einer seiner gemeinsamen Ausflüge mit den Architekturfreunden. Laut einer mündlichen Aussage von Kaspar Monrad könnte es sich um den Grundriß der römischen Kirche Santa Maria degli Angeli handeln.

Provenienz: Eckersbergs Nachlassauktion Kopenhagen 1854, Nr. 27.
Kunsthallen Auktion, 1992, Los-Nr. 35, Kopenhagen.
Privatbesitz Kopenhagen.


Literatur: Emil Hannover: Maleren C. W. Eckersberg, En Studie i dansk Kunsthistorie, Kopenhagen 1898, Nr. 176.

Estimate
€ 12.000  

(US$ 13.200)
(GBP 10.680)
(CHF 13.200)



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