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Lot 1156 Vergilius Maro, Publius
Opera Vergiliana docte et familiariter exposita
Sold
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Vergilius Maro, Publius. Opera Vergiliana docte et familiariter exposita docte quidem Bucolica: & Georgica a Servio. Donato, Mancinello: & Probo nuper addito: cum adnotationibus Beroaldinis. Aeneis vero ab ijsdem pręter Mancinellum & Probum & ab Augustino datho in eius principio. Hrsg. von Jodocus Badius Ascensius und mit Vorwort von Sebastian Brant. 2 Teile in 1 Band. 10 nn., CCV num.; 8 nn, CCCXXIIII num., 10 nn. Bl. Mit zwei 4-teiligen figürlichen Holzschnitt-Titelbordüren, Holzschnitt-Tafel und über 200 teils ganzseitigen Textholzschnitten. Titel in Rot und Schwarz. 31,5 x 21 cm. Reich blindgeprägtes Pergament um 1691 (etwas fleckig, teils gebräunt, gering bestoßen) mit hübsch blaumarmoriertem Schnitt. Lyon, Jacques Sacon für Cyriaque Hochperg, 1517.

Adams V 468. STC 442. Baudrier XII, 345. Renouard, Badius Ascensius, III, 370ff. Mortimer 537. Siehe auch Muther 557. – Erste in Lyon gedruckte, von dem flämischen Humanisten Badius Ascensius (1462-1535)
Klostergeschichte redigierte und mit dem Vorwort des Sebastian Brant (1457-1521) versehene Ausgabe der gesamten Werke Vergils.

Die vielfigurigen, reich-szenischen und meist dramatisch bewegten Holzschnitt-Illustrationen gehören zu den besten ihrer Zeit. Sie stammen von den Stöcken der von Brant herausgegebenen Straßburger Ausgabe, die 1502 bei Grüninger erschienen war. Kurz nach 1515 sind die Stöcke von Straßburg nach Lyon gegeben worden, wo sie dann für die vorliegende Werkausgabe des Vergil wiederbenutzt wurden.

So sind vereinzelte Abzüge an dem etwas schwacherem Abdruck kenntlich, ebenso wie einige Stöcke unwesentliche Grate verloren haben und Gebrauchsmerkmale zeigen. Die meisten Holzschnitte sind jedoch sehr frisch und stark, konstrastrich und scharf im Abdruck.
"Grüninger's artist applied to the work a skilled hand and lively imagination, and the Strasbourg edition is one of the most lavishly illustrated of classical texts" (Mortimer).

Auch war wohl Sebastian Brant schon für die Ausgabe 1502 nicht nur am Text, sondern auch bei der Auswahl der Motive und der Konzeption der Illustrationen beteiligt, was in zahlreichen kleinen szenischen Aperçus deutlich wird, die den noblen Geister des großen Humanisten widerspiegeln. – Titel und erstes Blatt mit dem ganzseitigen Holzschnitt mit kleinen, hinterlegten Ein- und Ausrissen sowie gebräunter Stempelrasur und geringem Bordüreverlust, unwesentliche Wurmlöchlein, nur ganz vereinzelt minimal feucht- oder braunfleckig, kaum sichtbare Gebrauchsspuren, insgesamt in bemerkenswert gutem Gesamtzustand, frisch und mit den meisten Illustrationen in besonders kontrastreichem Abdruck. Auch der flächendeckend mit reicher floraler Blindprägung gezierte Einband ist bemerkenswert. Auf dem Rücken ist das blindgeprägte Mandorla-Wappen von Christoph Rassler (1615-1675), des Abtes der Benediktinerabtei Zwiefalten: "Christophorus Abbas Zwiefaltensis" in der Umschrift in Versalien. Innengelenke restauriert, Vorsätze erneuert, möglicherweise handelt es sich um eine Remboītage mit einer Einbanddecke eines Bandes aus der Bibliothek des Klosters Zwiefalten, das 1803 während der Säkularisation aufgelöst wurde, wobei die Bibliothek der Verwüstung anheimfiel, die meisten Bände verkauft oder zerstört wurden.

Estimate
€ 5.000   (US$ 5.500)


Hammer Price
€ 5.500
(US$ 6.050)
(GBP 4.895)
(CHF 6.050)



» 16th Century
Lot 1156 Vergilius Maro, Publius
Opera Vergiliana docte et familiariter exposita
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