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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Druck-Katalog Gemälde Alter und Neuerer Meister, Rahmen » zur Kunstabteilung
Gemälde Alter und Neuerer Meister, Rahmen Auktion 114, Do., 28. Nov., 11.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Galerie Bassenge
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Piepenhagen, August Friedrich
Gebirgslandschaft mit schmalem Steig

Los 6061

Gebirgslandschaft mit schmalem Steig.
Öl auf Papier, auf Karton aufgezogen. 11,6 x 17,1 cm. Unten links monogrammiert "AP" (in die nasse Farbe geritzt).



Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers.
Seitdem im Besitz der Familie.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.320)


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Piepenhagen, August Friedrich
Gebirgslandschaft mit See und Wanderer

Los 6062

Gebirgslandschaft mit See und Wanderer.
Öl auf Papier, auf Karton aufgezogen. 21,3 x 26,3 cm. Unten rechts monogrammiert "AP" (in die nasse Farbe geritzt).



Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers.
Seitdem im Besitz der Familie.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.320)


Galerie Bassenge
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Piepenhagen, Charlotte
Auenlandschaft nach dem Gewittersturm

Los 6063

Auenlandschaft nach dem Gewittersturm.
Öl auf Papier. 19,4 x 29,1 cm. Unten links monogrammiert "CMP". Um 1890.

Wohl Vorstudie zu dem etwas größeren Gemälde (34,5 x 47 cm), das sich 2009 bei der Galerie Kroupa befand (siehe Nadezda Blazícková-Horová: August Bedrick, Charlotta a Luisa Piepenhagenovi, Ausst. Kat. Narodni Galerie Prag, 2009-2010, S. 286 Nr. 402 mit Abb. sowie ganzseitige Abb. S. 174).

Provenienz: Aus dem Nachlass der Künstlerin.
Seitdem im Besitz der Familie.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.320)


Sales, Carl von - Umkreis
Bildnis einer jungen Frau mit weißem Hut mit Bl...

Los 6064

Umkreis. Bildnis einer jungen Frau mit weißem Hut mit Blumenschmuck.
Öl auf Leinwand. 63 x 53 cm. Um 1825.

Unser Bildnis einer Dame mit opulenter Kopfbedeckung stammt zweifellos von derselben Hand wie das Gemälde, das am 30. November 2000 im Dorotheum in Wien (Los 55) als ein Werk aus dem Umkreis des Portraitmalers Carl von Sales angeboten wurde. Die transparente Spitzenbluse über dem Kleid, wie auch der modische Schal mit ineinander überlaufenden Farbtönen, finden sich in beiden Werken und spiegeln die Mode des Wiener Biedermeiers im frühen 19. Jahrhundert wider.

Schätzpreis
€ 2.800   (US$ 3.080)


Deutsch
Aussichtsterrasse am Luganosee

Los 6065

um 1850. Aussichtsterrasse bei Locarno am Lago Maggiore.
Öl auf Papier. 21,8 x 33 cm.


Schätzpreis
€ 750   (US$ 825)


Sørensen, Carl Frederik
Fischerboote im tosenden Meer am Abend

Los 6066

Fischerboote im tosenden Meer am Abend.
Öl auf Leinwand. 37 x 53,5 cm. Unten rechts schwer leserlich signiert und datiert.


Schätzpreis
€ 2.200   (US$ 2.420)


Melbye, Vilhelm
Dreimaster auf Hoher See bei Unwetter; Dampfsch...

Los 6067

Dreimaster auf hoher See bei Unwetter, Dampfschiff auf hoher See im Morgenrot.
2 Ölarbeiten auf Malpappe. Jeweils ca. 13,5 x 20 cm. Jeweils unten links signiert und datiert "Wilhelm M. (18)51".


Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.320)


Eckardt, Christian Frederik Emil
Segelschiffe auf aufgewühlter See im Abendlicht

Los 6068

Segelschiffe auf aufgewühlter See im Abendlicht.
Öl auf Leinwand, doubliert. 90 x 154,5 cm. Unten links signiert "C. Eckardt 1880".


Schätzpreis
€ 2.500   (US$ 2.750)


Hennig, Gustav Adolph
Die Kinder von Eduard von Nostiz und Jänckendorf

Los 6069

Die Kinder von Eduard von Nostiz und Jänckendorf.
Öl auf Leinwand. 158 x 117 cm. Verso auf dem Keilrahmen ein Klebezettel mit Angaben zur Provenienz "Schloß Oppach / Krs. Löbau / Letzter Eigentümer / v. Nostitz u. Jänkendorf / Inv,-Nr. 7" sowie ein Stempel der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mit Inventar-Nr. der "Schlösserbergung". Um 1830.

Um 1830 erteilte der sächsische Rittergutbesitzer, Jurist und Politiker Eduard Gottlob von Nostitz und Jänckendorf dem erfolgreichen Bildnismaler und späteren Leipziger Akademieprofessor Gustav Adolph Hennig den Auftrag, seine Kinder zu portraitieren. Vor der Gründung des Kaiserreichs wurde neben dem klassischen Familienportrait auch die repräsentative Darstellung von Kindern zu einem bevorzugten Mittel, um gesellschaftlichen Rang zu demonstrieren. Allein aufgrund des Formats darf dieser Anspruch auch bei vorliegendem Werk angenommen werden. Lebensgroß und in ganzer Figur sind die vier Kinder von Nostitz und Jänckendorf und seiner zweiten Frau Therese Freiherrin von Gutschmidt zu einem idyllischen Quartett gruppiert: Rechts die beiden Mädchen in hellen Kleidern aus feinem Musselin, Anna sitzend auf einer Gartenbank, hinter ihr stehenden ihre Schwester Helene Sophie Henriette mit einem Körbchen voll von Johannisbeeren und Kirschen, links steht fahnenschwenkende der Bruder Gottwalt Arthur in einem Russenkittel und blickt zum älteren Fürchtegott Richard im schottischen Rock mit Degen auf. Liebevolle Gesten unterstreichen den Eindruck von tiefer Verbundenheit. Die weitläufige Landschaft im Hintergrund zeigt wahrscheinlich den Park des 1829 erworbenen Schlosses Oppach in der Lausitz bei Spremberg mit Blick nach Südwesten auf die unweit gelegene Hügelkette an der nordböhmischen Grenze.
An dieser Darstellung lässt sich exemplarisch die ab der Aufklärung aufkommende und bis heute prägende Auffassung von Kindheit als eine Lebensphase der romantisierten Unschuld und unverdorbenen Reinheit nachvollziehen. Einen entscheidenden Einfluss auf diesen Paradigmenwechsel nahm im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert der Rückzug der Familien ins Private und die Besinnung auf die kleinste familiäre Einheit bestehend aus Eltern und ihren Sprösslingen. Wenn zuvor das Kind als ein noch unvollkommener, kleiner Erwachsener begriffen und demzufolge behandelt wurde, konnotierte man diese frühen Lebensjahre nun geradezu als Gegenentwurf zur verstandsorientierten Erwachsenenwelt. Dies spiegelt sich - wie etwa hier zu sehen ist - auch an der neuen Kleidung wider, die nicht mehr die Miniaturversion der Eltern war, sondern kindgerecht an die Bedürfnisse des Alters angepasst wurde.
Hennig gelingt mit diesem Gruppenportrait das bemerkenswerte Kunststück dem repräsentativen Anspruch der Auftraggeber gerecht zu werden und zugleich das Unschuldige im lebensnahen Ausdruck der pausbäckigen Kinder zu vermitteln. Der Erfolg des heute zu Unrecht etwas in Vergessenheit geratenen Malers zeigt sich nicht zuletzt in der berühmten Ausstellung „Die Leipziger Bildnismalerei von 1700-1850“ von 1912, in der der Künstler mit nicht weniger als 107 Portraits, darunter 59 Kinderbildnissen vertreten war. Ein Gutachten von Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan, Berlin, vom 24. Februar 2019 ist in Kopie vorhanden.

Provenienz: Bis 1946 in Familienbesitz in der Sammlung Schloss Oppach (vgl. Klebezettel verso).
1946 Beschlagnahmung und Übergang an die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (vgl. Stempel verso).
Nach 1990 Restitution an die Nachkommen der Eigentümer.
Leo Spik, Berlin, Auktion vom 25. März 1999, Los 141 (Zuschlag 40.000 DM).
Privatsammlung Norddeutschland.

Literatur: Horst Zimmermann, Helga Fuhrmann (Bearb.): Gemäldegalerie Dresden. Neue Meister 19. und 20. Jahrhundert. Bestandskatalog und Verzeichnis der beschlagnahmten, vernichteten und vermißten Gemälde, Dresden 1987, S. 320.

Schätzpreis
€ 24.000   (US$ 26.400)


Grothe, Christian
Junger Freier am Gartenzaun

Los 6070

Junger Freier am Gartenzaun.
Öl auf Leinwand, doubliert. 52 x 60,5 cm. Rechts auf dem Holzpfosten signiert und datiert "C Grothe [1]835".


Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.640)



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