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Autographen Auktion 112, Do., 18. Okt., 16.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status

Glassbrenner, Adolf
Brief 1875

Los 2361

Glassbrenner, Adolf, Berliner politischer Schriftsteller, Satiriker und Publizist, Herausgeber der "Berliner Montags-Zeitung" (1810-1876). Eigh. Brief m. U. "Ad. Glassbrenner". 2 S. Doppelblatt mit Briefkopf "Redaction der Berliner Montags-Zeitung". Gr. 8vo. Berlin 5.I.1875.

An einen Freund. Über Verwirrung um einen Korb Champagnerflaschen, den ihm der Lustspiel-Autor Gustav von Moser zukommen lassen wollte, den Glassbrenner aber, wohl um als Journalist den Anschein von Bestechlichkeit zu vermeiden, nicht annehmen will. "... Auch ich muß Ihnen reinen Wein einschenken. Moser zog mich am Tage der ersten Aufführung der 'Verschwiegenen' von Frl. Wegener fort bei Seite, sprach von seiner noch nicht eingelösten Wett-Schuld und bat mich, einen Korb Champagner, den er für mich aufgegeben, nicht zurückzuweisen. Die Bühne hat Lauscher, die hätten nichts verstehen können: ich lehnte halb und brach ganz ab. Andern Tags aber schrieb ich Moser und bat ihn dringend, den Wein nicht zu schicken, da ich denselben Ihretwegen u. noch aus weiteren Gründen ... in keinem Fall annehmen könne und werde. Durch den 'reizenden' Brief an Sie hat sich die Sache geändert, demnach schlage ich Ihnen vor, den Wein zu behalten. Wollen Sie das aber durchaus nicht, so schicken Sie mir die 11 Fl. per Dienstmann, den selbstverständlich ich bezahle. Die 50 Austern werde ich, als von Ihnen kommend, mir abholen lassen ...". - "Frl. Wegener": die sehr beliebte Schauspielerin und Soubrette Ernestine Wegner, die seit 1873 am Wallner-Theater engagiert war.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 348)


Zuschlag
€ 600 (US$ 696)


Goethe, Johann Wolfgang von
Billet an Ottilie von Goethe

Los 2362

Goethe, Johann Wolfgang von, Dichter, Naturforscher und Staatsmann (1749-1832). Eigh. Billet. 6 Zeilen. (Bleistift). Quer-8vo. (Weimar o. J.)

Anfrage an seine Schwiegertochter Ottilie von Goethe: "Mit Bitte um die ersten Zeilen." Für diese ist etwas Raum gelassen; dann folgt: "Il n'appartient pas plus aux jeunes gens qu'à moi, / Et celui de demain n'appartient à personne." - Sophien-Ausgabe, Undatirtes, Nr. 112.- Die Bleistift-Schrift etwas blass.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.392)


Zuschlag
€ 1.000 (US$ 1.160)


Goethe, Johann Wolfgang von
Gedruckte Todesanzeige

Los 2363

- Gedruckte Todesanzeige Goethes, herausgegeben von Ottilie von Goethe. Einblattdruck. 10 x 15,6 cm. Weimar 23.III.1832.

Exemplar der verworfenen Fassung. "Gestern Vormittags halb Zwölf Uhr starb mein geliebter Schwiegervater, der Großherzogl. Sächsische wirkliche Geheime-Rath und Staatsminister Johann Wolfgang von Goethe, nach kurzem Krankseyn, am Stickfluß in Folge eines zurückgeworfenen Katharrhalfiebers. - Geisteskräftig und liebevoll bis zum letzten Hauche, schied er von uns im drei und achtzigsten Lebensjahre ...". - Kräftiger Druck auf festem Papier. - Slg Kippenberg 1288.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 522)


Zuschlag
€ 1.100 (US$ 1.276)



Kayser, Philipp Christoph
Signiertes Billet

Los 2364

- Kayser, Philipp Christoph, aus Frankfurt a. M. stammender Komponist, Pianist, Musikpädagoge und Dichter, enger Jugendfreund Goethes, schrieb die Musiken zu 3 Singspielen Goethes, der ihn zweimal in der Schweiz besuchte und 1781 auch in Weimar empfing (1755-1823). Eigh. Billet m. U. "Kayser". 1 S. Quer-schmal-8vo. (Wohl Zürich nach 1775).

"Ich nehme die Freyheit für eine 1ste Sopran-Singstimme der Helvetischen Musik zu ersuchen, für Jgfr. Ott im gelben Haus, wozu denn etwa die der Jgfr. Ott an der Thorgaß dienen könnte, die nicht mehr singt, und also nicht zur Aufführung kommen wird. Mir gefälligst bis morgen zu übersenden. Kayser." - Goethe bemühte sich sehr um den von ihm hoch geschätzten Kayser, der schließlich noch die Musik zu "Egmont" lieferte, dann aber weitgehend verstummte und unzugänglich wurde.

Schätzpreis
€ 800   (US$ 927)


Zuschlag
€ 800 (US$ 927)


Maria Paulowna, Großherzogin von Sachsen-Weimar
Brief 1836

Los 2365

- Maria Paulowna, Großherzogin von Sachsen-Weimar, Gemahlin des Großherzogs Karl Friedrich, geb. Großfürstin von Russland (1786-1859). Eigh. Brief m. U. "M". In franz. Sprache. 3/4 S. Gr. 8vo. Weimar 5.I.1836.

Eigenhändig an [Karoline] von Wolzogen, der sie die Ankunft Alexander von Humboldts mitteilt, der auf der Durchreise von Paris nach Berlin in Weimar Station machte. "... il passe la journée avec nous; - Si vous pourriez venir, Vous nous trouveriez ce soir au petit Comité réunis chez moi. Peut-être pourriez Vous par Votre présence le retenir plus longtemps ici ... je n'ai pas voulû négliger cet Avis à Vous donner ...".

Schätzpreis
€ 250   (US$ 290)


Nachverkaufspreis
€ 170   (US$ 197)


Schütze, Johann Stephan
3 Autographen

Los 2366

- Schütze, Johann Stephan, Sachsen-Weimarischer Hofrat, vielseitiger Schriftsteller, Journalist, Theaterkritiker und langjähriger Taschenbuch-Herausgeber (1771-1839). 3 Autographen m. U. "St. Schütze". Zus. 21/2 S. 8vo. (Weimar) 1826-1833.

I. Eigh. Gedichtmanuskript "An die Unentschlossene". 5 Strophen zu je 4 Zeilen: "Zürnend auf des Tages Schwüle / Fliehest, süße Thörin, du, / Suchst des Mondes Abendkühle, / Suchst und findest keine Ruh. - Ob die Nachtigallen schlagen, / Ob durch Blüthen Zephyr spielt, / Echostimmen Antwort sagen, / Nichts, was deinen Busen kühlt ...". - Am Schluß einige Verbesserungen. - II. Eigh. Brief an einen Redakteur. 1/2 S. (Weimar) 13.IX.1826. - An einen Redakteur, dem er für empfangene Rezensionen dankt und ihm Texte von Anzeigen zu 3 Romanen sendet. - III. Eigh. Brief an einen Herrn. 1 S. Weimar 19.II.1833. - "Voriges Jahr ... waren Sie so gütig, mein Festgedicht an unsere Großherzogin freundlich aufzunehmen. Dies gibt mir den Muth, mit ergebenster Bitte um gleiche Nachsicht schon auch das diesjährige zu übersenden. Durch ein so geringes Zeichen wünsche ich wenigstens die Verehrung anzudeuten, die ich für Sie empfinde ...".

Schätzpreis
€ 300   (US$ 348)


Zuschlag
€ 420 (US$ 487)



Wolff, Pius Alexander
Brief 1817 an den Grafen Brühl

Los 2367

- Wolff, Pius Alexander, Schauspieler und Bühnenautor, von Goethe geschätzter und geschulter Weimarer und Berliner Hofschauspieler (1782-1828). Eigh. Brief m. U. "Wolff". 11/2 S. 4to. Berlin 11.II.1817.

An seinen Chef, den Generalintendanten Karl Grafen von Brühl, der ihn um sein Urteil über zwei Theaterstücke gebeten hatte. Wolff, ein gebildeter und erfahrener Theatermann (er schrieb den Text zu Webers "Preciosa"), liefert ausführliche Gutachten: "... Es ist Schade, daß bei dem wirklich anziehenden Stoffe, und dem übrigens effectvollen Trauerspiele, Graf Riveira, der Dichter nicht darauf Rücksicht genommen hat, daß eine Frau, wie die Herzogin von Solana geschildert ist, bei der Darstellung gar zu widrig wird, dieser Karakter läßt sich im Roman sehr gut entwikeln, aber auf der Bühne wird ein Weib, das in seiner sinnlichen Begierde so aufgestellt wird, Eckel erregen. Ich kann zur Aufführung dieses Stückes nicht rathen, obgleich es mir leid thut, da alle übrigen Rollen günstig, und die Scenen mit Geist und Kunst geordnet sind, den Karakter der Herzogin zu mildern würde gegen die Absicht des Dichters sein ... Die Uebersetzung der Alzire von Voltair ist recht sehr brav, einige wenige Härten ausgenommen, die auf der Leseprobe zu beseitigen sind. Sind Ew. Hochgeboren gesonnen Voltairs Alzire auf Ihrer Bühne geben zu lassen, so ist diese Uebersetzung wohl zu empfehlen, und das Honorar, das der Verfasser verlangt, für die Arbeit die er geliefert, sehr mäßig ...". - Bis zur Aufführung dauerte es allerdings noch mehr als fünf Jahre: Die freie Übertragung der "Alzire" von Carl Anton Hess wurde vom 15. Oktober 1822 bis zum 5. Mai 1823 am Berliner Hoftheater 7 mal gespielt. - Das Trauerspiel "Graf Riveira" wurde in Berlin nicht aufgeführt. - Mit eigenhändigem Vermerk des Grafen Brühl: "ad Acta, Brühl". - Brühl hatte gegen den Willen Goethes nach langwierigen Bemühungen und Auseinandersetzungen in Weimar im Jahre 1816 das Ehepaar Wolff nach Berlin engagieren können. - Etwas gebräunt; einige kleine Einrisse, teils alt restauriert.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 208)


Zuschlag
€ 220 (US$ 255)



Wolff, Pius Alexander
Brief 1828 + Beigabe

Los 2368

- (Wolff, Pius Alexander) Eigh. Brief m. U. "P A Wolff" sowie Adresse und geteiltem Siegel. 1 S. Gr. 4to. Berlin 23.IV.1828.

An den hochverdienten Wiener Hoftheater-Sekretär (= de facto Leiter des Burgtheaters) Josef Schreyvogel, der ihm die Rollenbesetzung von Wolffs Lustspiel "Der Mann von fünfzig Jahren" mitgeteilt hatte. "... Die Anlage an Raupach habe ich sogleich abgegeben. - Durch die Post werden Sie 2 Stücke erhalten haben, 1tens den Kammerdiener eine Posse von Leitershofen; ich will nichts zu ihrem Vortheil sagen, als daß sie hier, in Hamburg, Königsberg und Danzig bereits oft mit Beifall gegeben worden so wenig Werth sie auch hat, und wenn Sie Gebrauch davon machen sollten, rathe ich die Verwechslung des mir mit mich in der Rolle der Mad. Hirsch nicht so häufig sondern nur in den schwierigen Fällen vorkommen zu lassen; meiner Frau [Amalie Wolff, geb. Malcolmi] ist die Darstellung dieser Rolle außerordentlich geglückt, es war ein ächtes Karakterbild. - 2tens Mathilde, eine Uebersetzung, scheint mir eine hübsche Aufgabe für eine Künstlerin, als Gegenstück zu Gabriele, Mad. Crelinger wird hier darin nach ihrem Wochenbette auftretten ... Die Äußerungen Ihrer Theilnahme an meinem Uebelbefinden erkenne ich mit herzlichem Danke. Ich bin in der That sehr übel dran, schon über 3 Monate habe ich die Stimme so ganz verloren, daß ich auch nicht einen lauten Ton hervorbringen kann, und leide außerdem an einem beständigen Halsschmerz. Eine Unzahl von Mitteln, die ich gebraucht, sind alle ohne Erfolg geblieben, und meine einzige Hofnung ist jetzt noch auf den Brunnen in Ems gerichtet, wohin ich Anfang Juni reißen will ... Raupachs 'Schleichhändler' machen großes Glück, ein ächter origineller komischer Karakter der Bader Schelle." - Das Lustspiel "Der Kammerdiener" war ein großer Publikumserfolg; es wurde in Berlin von 1828 bis 1878 insgesamt 112 mal gegeben. - "Mathilde, oder Der letzte Wille einer Engländerin" war eine Übersetzung P. A. Wolffs aus dem Französischen; sie hatte erst im Februar 1829 Premiere und erlebte nur 2 Aufführungen. Das Drama "Gabriele" war eine Übersetzung I. F. Castellis aus dem Französischen. - Wolffs Erkrankung war ernsten Charakters (vermutlich Kehlkopfkrebs): er starb 4 Monate nach Abfassung dieses Briefes. - Beigegeben: Amalie Wolff, die Witwe des Künstlers, Weimarer und Berliner Hofschauspielerin (1780-1851). Eigh. Brief m. U. "Amalie Wolff". 2/3 S. Gr. 4to. Berlin 24.IV.1843. - Vermutlich an Johann Valentin Teichmann, dem sie mitteilt, daß "ein heftiger Katarrh" sie daran hindere, in den nächsten Tagen aufzutreten. Bittet ihn, "diesen unangenehmen Fall" und ihr Bedauern dem Generalintendanten (Carl Theodor von Küstner) zu melden.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 208)


Zuschlag
€ 190 (US$ 220)



Zelter, Carl Friedrich
Signiertes Schriftstück

Los 2369

[*] - Zelter, Carl Friedrich, Berliner Komponist und Baumeister, Leiter der Singakademie, langjähriger Freund Goethes (1758-1832). Eigh. Schriftstück mit U. "Carl Friedrich Zelter, Königl. Professor". 1 S. Schmal-quer-8vo (ca. 9 x 20 cm). Berlin 7.VIII.1817.

"Zugleich ist damit einbegriffen daß der Endes unterzeichnete gleichfalls keine weitere Forderung an die Witwe Langbein bis heuttigen dato zu machen hat und machen wird ...". - Abschnitt von einem Rechnungsblatt mit vertikalen Rubrikenlinien.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 522)


Zuschlag
€ 280 (US$ 324)



Griepenkerl, Robert
2 Briefe über "Dantons Tod"

Los 2370

Griepenkerl, Robert, braunschweigischer Dramatiker, Erzähler und Kunstkritiker (1810-1868). 2 eigh. Briefe m. U. "Griepenkerl", der eine auch mit Adresse und Siegel. Zus. 3 S. Mit 1 Umschlag. 4to. Braunschweig 20. und 25.I.1856.

An den Oberregisseur F. W. von Kawaczynski am Gotharer Hoftheater, der Griepenkerls Drama "Robespierre" unter dem Titel "Dantons Tod" in Gotha inszenieren will, das 1852 in Braunschweig uraufgeführt worden war. Griepenkerl nimmt regen Anteil an dem Vorhaben und berät Kawaczynski u. a. bei der Rollenbesetzung: "... Würden mich zu größtem Dank verpflichten, wenn ich so schleunig als möglich einige Andeutungen über die Besetzung von 'Dantons Tod' erhalten könnte. Wer ist die dritte Dame? Lucile u. Therese sind gleich wichtig. Lucile ist sehr wichtig für die wirksamste Stelle im dritten Akt. Für Lucile würde ich die talentvollste Schauspielerin wählen. Frl. Ehrenbaum? Ich glaube fast. Therese declamirt - das ist leicht. Fr. v. Hagen muß die Louise spielen ...". Bittet nochmals um Erfüllung seines Wunsches, da er "dann den einzelnen Darstellern Zusendungen machten möchte, die sie unterstützen ...". - Mit dem zweiten Brief sendet er seinen Entwurf des Theaterzettels für Gotha. "... Ich denke, die Fassung desselben findet Ihre Billigung. Die Rolle der Eleonore Duplay bitte ich zu streichen, da Simon Duplay für die kleine Situation vollständig hinreicht. - Noch erlaube ich mir, Ihnen einige Exemplare des Robespierre zuzusenden, welche für diejenigen Darsteller bestimmt sind, die von den früher eingesandten keines erhalten ... Für Sie selbst bin ich so frei ein Exemplar meiner gesammelten dramatischen Schriften beizulegen. Die Schrift von [Emil] Palleske bietet manches was der Scenerie behilflich sein kann ... Ich denke, wir erzielen eine vortreffliche Darstellung ...". Geht nochmals auf Besetzungsfragen ein und schließt mit der Ankündigung: "... Am 8ten Feb. denke ich einzutreffen. Am 9ten wünschte ich das Stück dem Personale vorzulesen, am 10 oder 11 Leseprobe zu halten ...". - In beiden Briefen ist von "Dantons Tod" die Rede, obwohl es sich, schon auf Grund des Personals, um Griepenkerls "Robespierre" handeln muß. Büchners geniales Drama wurde zwar 1835 veröffentlicht, aber erst 1902 in Berlin uraufgeführt. Dennoch hat früher ein bekanntes Auktionshaus die hier vorliegenden Briefe auf Büchners "Dantons Tod" bezogen!

Schätzpreis
€ 300   (US$ 348)


Zuschlag
€ 400 (US$ 463)



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