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Katalog Gemälde Alter und Neuerer Meister » zur Kunstabteilung
Gemälde Alter und Neuerer Meister Auktion 113, Do., 30. Mai, 11.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Bernard, Pierre
Bildnis der Madame de St. Jacques, geborene Ray...

Los 6051

Bildnis der Madame de St. Jacques, geborene Raymond.
Pastell auf Pergament. 61,5 x 52,5 cm. Verso auf der Rückwand des Rahmens ein Zettel mit altem Besitzvermerk "Madame de St. Jaques / née de Raymond soeur de / mon grand père [unleserliche Signatur]".

Nichts ist über die ersten Ausbildungsjahre des Portraitisten Pierre Bernard bekannt. Die Überlieferung setzt mit dem Aufenthalt an der Académie de France in Rom 1727-1732 ein. Zurück in Frankreich ließ er sich zunächst in Marseille nieder. Sein Umzug nach Paris im Jahre 1748 scheint mit dem Schaffen erster Pastellwerke übereinzustimmen - das Medium, welches fortan sein bevorzugtes werden sollte. Zu einem unbekannten Zeitpunkt vor seinem Tode, spätestens aber 1774, kehrte er nach Marseille zurück. Dass er bereits vor 1774 die Stadt besucht haben muss, beweist unser Pastell, das laut Neil Jeffares ca. 1770 entstand. Es zeigt Rose-Gabrielle de Raymond (1745-1773) wenige Jahre nach ihrer Hochzeit. Sie wurde in Marseille als Tochter des Generalschatzmeisters der Provence Jean de Raymond geboren und ehelichte 1767 Joseph-Louis de St. Jacques.

Provenienz: Im Besitz einer Großnichte der Dargestellten, Frankreich (siehe Besitzvermerk).
Unbekannte Sammlung (Adler mit umlaufender Schrift im Kreis in Schwarz, nicht bei Lugt).
Galerie Charpentier, Paris (dort Alexander Roslin zugeschrieben).
Dort am 26. März 1958 erworben von Kunsthandlung Walter Andreas Hofer, München.
Seit 1960 in Privatbesitz.

Literatur: Neil Jeffares: Dictionary of pastellists before 1800. Online Edition (PDF online, zuletzt aktualisiert am 22. Februar 2019), S. 5, Kat.nr. J.147.194.

Errata: Am 26. März 1958 in der Galerie Charpentier, Paris (dort Alexander Roslin zugeschrieben) von der Kunsthandlung Walter Andreas Hofer, München erworben.
Seit 1960 in Privatbesitz.

Schätzpreis
€ 5.000   (US$ 5.699)


Nachverkaufspreis
€ 4.000   (US$ 4.560)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Venezianisch
Junger Mönch im Palazzo Ducale an einer Brüstun...

Los 6052

um 1800. Junger Mönch im Palazzo Ducale an einer Brüstung lehnend, im Hintergrund Blick auf Sant'Elena und die Giardini.
Öl auf Leinwand. 44 x 35,8 cm. Unten links Spuren einer unleserlichen Signatur in Rot.


Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.735)


Zuschlag
€ 1.800 (US$ 2.052)


Boilly, Louis-Léopold - zugeschrieben
Trompe l'œil mit Kruzifix, Öllampe und Buch

Los 6053

zugeschrieben. Trompe l'œil mit Kruzifix, Öllampe und Buch.
Öl auf Leinwand. 76,5 x 52,5 cm.


Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 6.839)


Zuschlag
€ 4.500 (US$ 5.130)


Schirmer, August Wilhelm Ferdinand
Ansicht der Ruine von Paulinzella

Los 6056

Ansicht der Ruine der Abteikirche von Paulinzella.
Öl auf Leinwand. 32,5 x 42,5 cm. Verso auf der Leinwand von späterer Hand bez. "Klosterruine Paulinzella-Thüringen / Bauwerk der / (Hirsauer Schule). Um 1823.

Mit dem Erwachen der romantischen Hinwendung zur mittelalterlichen Vergangenheit um 1800 wurde die Ruine der romanischen Benediktiner-Abteikirche von Paulinzella (1102-1124) in Thüringen zu einem bedeutenden Ziel für zahlreiche Künstler, Schriftsteller und Gelehrte. Bewunderer fand sie unter anderem in Karl Friedrich Schinkel, Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried Schadow, Wilhelm von Humboldt und Friedrich Schiller. Auf einer Studienreise durch Thüringen und den Harz im Sommer des Jahres 1823 besuchte auch Schirmer gemeinsam mit seinem Künstlerfreund August Wilhelm Julius Ahlborn die Klosterkirche. In den Erinnerungen Ahlborns liest man: "im Juli - es war der Sommer 1823 - unternahmen wir eine Studienreise durch Thüringen und den Harz, die ein Vierteljahr dauern sollte. Es läßt sich kaum Fröhlicheres denken, als so zwei junge Maler, denen in der Frische der Begeisterung alles schön erscheint, alles zulacht und bis zum Horizont die ganze Schöpfung gehört, und die nun bei erstarkenden Fährigkeiten drei schöne Monate lang auf deutschen Bergen, in deutschen Wäldern wetteifern im Dienst der geliebten Kunst". In diesem Bild Schirmers ist viel von dieser euphorischen Stimmung eingefangen. Auf der Berliner Akademieausstellung des Jahres 1824 waren Schirmer und Ahlborn mit den Bildern "Ansicht der Ruine von Paulinzelle, nach der Natur gemalt" und "Paulinzelle in Thüringen, nach der Natur" (Katalognrn. 663 und 630) vertreten. Allerdings kann es sich bei vorliegendem Werk nicht um das auf der Akademieausstellung gezeigte Bild handeln, denn Boetticher (Malerwerke des 19. Jahrhunderts) erwähnt noch die Darstellung Ahlborns (sitzend) und Schirmers (stehend) im Gemälde. Dennoch wird man eine etwa gleichzeitige Entstehung dieses aus Privatbesitz neu aufgetauchten Werkes annehmen dürfen.
Schirmer wählt für seine Komposition einen Standort innerhalb der Vorkirche mit Blick auf das charakteristische Stufenportal, durch dessen Öffnung man die in verheißungsvolles Sonnenlicht getauchte Säulenarkade des Langhauses erspähen kann. Ganz im Geiste der Romantik verschmelzen die bewachsenen Steinquader harmonisch mit der Vegetation, wobei der verklärte Blick auf die Vergänglichkeit vom bewohnten Nebenbau im linken Hintergrund gemildert wird. Ein Gutachten von Prof. Helmut Börsch-Supan, Berlin, vom 19. Januar 2018 ist in Kopie vorhanden.

Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 6.839)


Zuschlag
€ 6.000 (US$ 6.839)


Gebauer, Christian David
Winterlandschaft mit Pferdeschlitten

Los 6057

Winterlandschaft mit Pferdeschlitten.
Öl auf Holz. 25 x 32 cm. Unten rechts monogrammiert und datiert "DG/1828".

Der in Neusalz an der Oder geborene und in Christiansfeld in Nord-Schleswig aufgewachsene Christian David Gebauer war ein angesehener Tiermaler und Landschafter im holländischen Stil, welchen die Zeitgenossen sehr schätzten. Er studierte für kurze Zeit ab 1800 an der Kunstakademie in Kopenhagen unter Christian August Lorentzen und gehört zu den Zeitgenossen von C.W. Eckersberg. Mithilfe mehrerer Stipendien reiste Gebauer nach München, Wien und Dresden, wo er sich 1813/14 aufhielt. So zeigt sich unsere Winterlandschaft deutlich von Dahls Kompositionen beeinflusst, obgleich sie erst später nach Gebauers Dresden-Aufenthalt entstanden ist.

Provenienz: Akademieausstellung Charlottenborg, Kopenhagen 1828.
Rathausausstellung, Kopenhagen 1901, Nr. 515.

Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 2.052)


Nachverkaufspreis
€ 1.500   (US$ 1.709)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Kügelgen, Konstantin von
Kutschenfahrt in estländischer Winterlandschaft

Los 6058

Kutschenfahrt in estländischer Winterlandschaft.
Öl auf Papier auf Hartfaserplatte kaschiert. 29,7 x 41,2 cm. Unten links monogrammiert, bezeichnet und datiert "CvK(ligiert) Roma Apr. 1833".

Der Landschaftsmaler Konstantin von Kügelgen stammt aus einer Künstlerfamilie, die in Bacharach am Rhein ihre Wurzeln hat und um 1800 nach Estland übersiedelte. Mit einem Stipendium der Akademie der Künste zu St. Petersburg reiste Konstantin 1831 für vier Jahre ins Ausland. Sein Weg führte ihn über Lübeck, Dresden, Venedig und Florenz nach Rom und Sizilien. Zurück in Russland wurde er von Kaiser Nikolai I. mit dem Kopieren von Münchener Gemälden beauftragt und hielt sich daher dort von 1837-1839 auf. Im Jahre 1840 unterrichtete er als Zeichenlehrer am Gouvernements-Gymnasium in Reval, gab diese Tätigkeit jedoch bald auf und lebte als Landwirt auf seinem Gut Nömme in Estland. Im Jahre 1856 verkaufte Kügelgen sein Gut wieder und siedelte nach Dorpat über, wo er als Zeichenlehrer am Gymnasium tätig war.

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.560)


Zuschlag
€ 4.600 (US$ 5.244)


Französisch
Der borghesische Fechter

Los 6059

um 1830. Der borghesische Fechter.
Öl auf Leinwand, doubliert. 74,6 x 54 cm.

Die römisch antike Statue wurde im Zuge der von Kardinal Scipione Borghese in Auftrag gegebenen Ausgrabungen in Anzio südlich von Rom im frühen 17. Jahrhundert entdeckt. Die Statue aus dem 1. Jh. v. Chr. folgt einer Bronzeversion des bekannten griechischen Bildhauers Lysippos aus dem 4. Jh. v. Chr. Nach seiner Entdeckung wurde der Fechter zahlreich rezipiert und in kleinen Bronzen vervielfältigt. Im Jahr 1808 kam die Statue unter Napoleon I. dann in die französische Sammlung des Louvre und diente dort den Akadmiestudenten und Künstlern als begehrtes Studienobjekt.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.367)


Zuschlag
€ 1.700 (US$ 1.937)


Thorvaldsen, Bertel
Das mittlere Lebensalter - der Herbst;

Los 6060

nach. Das mittlere Lebensalter - der Herbst; Hirtin mit Amorettennest.
Zwei Reliefs in weißem Biskuitporzellan. Je ca. D. 35 cm. Verso mit dem Stempel Royal Copenhagen. Ende 19. Jh.

Das Marmorrelief "Hirtin mit dem Amorettennest" fertigte Thorvaldsen 1831 an (Marmor, 59,8 x 58,5 cm, Thorvaldsen Museum, Kopenhagen, Inv.-Nr. A 424). Die Amoretten verkörpern jeweils die verschiedenen Seiten der Liebe, wie beispielsweise die fliegende Amorette die flüchtige Liebe darstellt. Das Marmorrelief "Das mittlere Lebensalter - der Herbst" entstand 1836 als Teil einer Serie zu den Lebensaltern und den Jahreszeiten (Marmor, D. 69 cm, Thorvaldsen Museum, Kopenhagen, Inv.-Nr. A 640). Bei unseren beiden Beispielen handelt es sich um eine sehr genaue und reizvolle Adaption der Vorbilder Thorvaldsens.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.367)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 911)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Demmin, Erich
Alt-Berlin: Blick in einen Spreaarm im Hintergr...

Los 6061

Alt-Berlin: Blick in den Mühlengraben, im Hintergrund die Kuppel des Berliner Stadtschlosses.
Öl auf Holz. 28 x 22,5 cm. Unten rechts signiert "E. Demmin".


Schätzpreis
€ 450   (US$ 513)


Zuschlag
€ 1.000 (US$ 1.140)


Blunck, Detlev Conrad
Bildnis eines Mannes in schwarzer Jacke

Los 6062

Bildnis eines Mannes in schwarzer Jacke.
Öl auf Leinwand. 61 x 48 cm. Unten rechts signiert und bez. "D C Blun[...]/Rom 18[...]".

Ab 1814 besuchte der in Münsterdorf in Holstein geborene Detlev Conrad Blunck die Kunstakademie in Kopenhagen. Christoffer Wilhelm Eckersberg und Johann Ludwig Lund waren seine Professoren und bildeten ihn zum Historienmaler aus, wobei Blunck sich zum Lieblingsschüler Lunds entwickelte.
Im September 1827 gewann Blunck die große Goldmedaille und damit das ersehnte Stipendium nach Rom, wohin er im Sommer 1828 aufbrach. Über mehrere Stationen erreichte er am 29. Dezember die Ewige Stadt, wo er zunächst in der Via Felice eine Wohnung fand. Den Neujahrsabend feierte er gemeinsam im Kreis der dänischen Künstler um Thorvaldsen.
Die Verbundenheit der Künstler - deutscher sowie dänischer - im Kreis von Thorvaldsen in Rom schuf eine Gemeinschaft, die sich auch malerisch niederschlug. Es entstanden Gruppenbilder, die das heitere Zusammensein der Künstler feierten, wie auch in Bluncks „Dänische Künstler in der Osteria „La Gensola“ in Rom von 1836 (Öl auf Leinwand, 71 x 94 cm, Frederiksborgmuseet, Hillerød). Oder Freundschaftsbildnisse, von denen Blunck zahlreiche anfertigte - er galt als glänzender Porträtist. Es ist u.a. Bendz und Blunck zu verdanken, dass sich die dänischen Künstler mit neuem Selbstbewusstsein zeigten, sei es im Atelierbild oder im Porträt. Als Intellektueller, Bohémien oder „zweiter Gott“ (alter deus) entsteht ein neuer, bildwürdiger Typus des Künstlers. Vorliegendes Bildnis eines elegant gekleideten, jungen Herrn vor einer grünen Stofftapete ordnet sich zweifellos in diese Art der Präsentation ein. Mit wachem und sensiblen Blick schaut er den Betrachter an. Sein dunkler Umhang und der lässig gefaltete Kragen seines weißen Hemdes, zusammengehalten von einer goldenen Anstecknadel, deuten auf Wohlstand und eine gehobene Herkunftsschicht. Die klaren Linien und scharf aufgeteilten Flächen erzeugen eine Brillanz, die vorliegendes Porträt in die Reihe von Bluncks Darstellungen seiner Künstlerkollegen und -freunde in Rom, wie dem Kopenhagener Architekten Frederik Ferdinand Friis (1829), die dänischen Schriftsteller Ludvig Bødtcher (1829) und Christian Winther (1830) sowie den Malern Troels Lund (1831), Friedrich Thöming (1831) und J.A. Jerichau (1838) einzuordnen ist.
Wir danken Karin Bechmann Søndergaard und Ulrich Schulte-Wülwer für wertvolle Hinweise.

Schätzpreis
€ 4.500   (US$ 5.130)


Zuschlag
€ 52.000 (US$ 59.279)



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