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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Katalog Gemälde Alter und Neuerer Meister, Rahmen » zur Kunstabteilung
Gemälde Alter und Neuerer Meister, Rahmen Auktion 114, Do., 28. Nov., 11.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Ross, Charles
Abendstimmung über einer griechischen Landschaf...

Los 6041

Abendstimmung über einer griechischen Landschaft: Badende in einem Palmenhain.
Öl auf Leinwand. 63,5 x 52 cm. Verso ein altes handschriftl. bez. Etikett "Karl Ross / geb. 1816, gest. 1857 in München / berühmter Maler von Landschaften / aus Griechenland".

Der aus Schleswig-Holstein stammende Charles Roß, mit bürgerlichem Namen eigentlich Karl Ross, ging 1832 nach Kopenhagen, um sich dort als Stubenmaler ausbilden zu lassen. Neben dieser Ausbildung besuchte er dort regelmäßig die Königlich Dänische Kunstakademie, wo er mit seinen Werken bald das Interesse von Ludwig Lund und Wilhelm Eckersberg auf sich zog. Zur dieser Zeit widmet er sich noch ganz der Tiermalerei, erst eine Reise nach Griechenland sensibilisierte ihn schließlich für die Landschaftsmalerei. Im Jahr 1837 folgte Ross seinem Bruder Ludwig nach Athen, dieser wurde ein Jahr zuvor für die Professur in Archäologie an die Ottonische Universität berufen. Während seiner Reisen durch das Land, die ihn unter anderem nach Marathon, Sparta, Smyrna, Ephesos und Magnesia führten, entdeckte Ross die Schönheit der griechischen Landschaft.

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.650)


Deutsch
Ave Maria: Hirtenfamilie in der römischen Campa...

Los 6042

um 1845. Ave Maria: Abendandacht vor einem Madonnenbild in der römischen Campagna.
Öl auf Leinwand. 72 x 104 cm.

Spätestens seit dem ikonischen Gemälde von Ludwig Richter mit der "Abendandacht in der Gegend vom Monte Serrone" (Leipzig, Museum der Bildenden Künste) aus dem Jahr 1834 war das Thema in der deutschen Kunst des 19. Jahrhunderts etabliert. Künstler wie August Lucas, Johann Nepomuk Schödelberger oder Johann Erdmann Hummel widmeten sich dem reizvollen Sujet, das die Darstellung der ins warme Abendlicht getauchten südlichen Landschaft mit der in farbenfroher, traditioneller Tracht gekleideten Landbevölkerung verband.

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.400)


Schönherr, Karl Gottlob
Zwei Mönche im Gespräch mit einem Hirten

Los 6043

Zwei Mönche im Gespräch mit einem Hirten.
Öl auf Holz. 61 x 49,5 cm. Rechts unten signiert und datiert "C. Schönherr. 1890".

Der vor allem für seine Gemälde mit religiösen Themen bekannte Karl Gottlob Schönherr studierte zunächst an der Dresdner Kunstakademie unter Julius Hübner, bevor er für einige Zeit nach Rom ging. Ab 1844 stellte er regelmäßig auf den Ausstellungen der Dresdner Akademie aus, wo er ab 1857 auch lehrte und 1864 zum ordentlichen Professor ernannt wurde. Zu seinen Schülern zählen unter anderem Osmar Schindler und Robert Sterl.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 440)


Schnorr von Carolsfeld, Veit Hanns
Selbstbildnis im grünen Malermantel

Los 6044

Selbstbildnis im grünen Malermantel.
Öl auf Leinwand. 82 x 65 cm. Unten rechts monogrammiert und datiert "VHS / 1820", verso auf dem Keilrahmen mit lädiertem Ausstellungsetikett, sowie Klebeetiketten mit Angaben zum Werk und Besitzern.

Auf einer wunderbar detailliert gemalten Ansicht vom Atelier des Veit Hanns Schnorr von Carolsfeld aus dem Jahr 1832 ist zu erkennen, dass an der Wand gegenüber dem Arbeitstisch des Malers ein Selbstbildnis hing. Blickte Schnorr von Carolsfeld, an diesem Tisch sitzend, empor, so traf sein Blick unweigerlich auf das eigene Antlitz. Das Bild seines Schülers Carl Werner, das in unserer Auktion im Dezember 2017 versteigert wurde (Losnummer 6077, mit mehreren Abbildungen), bezeugt dieses tagtägliche Tête-à-Tête und gibt uns eine genaue Vorstellung von den Gegebenheiten und der Atmosphäre in den Räumen der Pleißenburg, die der Akademiedirektor für seine Arbeit bezogen hatte. Der betagte, gleichwohl unermüdlich arbeitende Künstler sitzt dort versunken über einer Zeichnung, in einen grünen Malermantel gehüllt - wohl eben dem Mantel, den er bereits zwölf Jahre früher in unserem Selbstbildnis trug, jenem Porträt, das in Werners kleinformatigem Gemälde an der genannten Stelle erscheint. Das einfache Kleidungsstück hat Symbolwert: Es steht für Schnorr von Carolsfelds bereits von Nagler unterstrichenen Bescheidenheit, die er auch in seiner gehobenen Stellung in der Akademiedirektion beibehielt. Der Verzicht auf „verkünstelte Bedürfnisse“ (Allgemeines Künstlerlexikon, S. 394) war charakteristisch für einen im Geiste des Biedermeier erzogenen Mann - eine Haltung, die auch in der ehrlichen Unaufgeregtheit zu spüren ist, mit der er sich 1820 vor schlichtem Hintergrund und ausschließlich mit seinen Berufswerkzeugen festhielt. Lediglich die Pelzverbrämung an Kragen und Ärmelsaum zeugen von einem durch beharrliche Arbeit erworbenen Wohlstand.
Für den 1764 in Schneeberg als achter Sohn eines Ratsherren geborenen Schnorr von Carolsfeld war das 1816 erlangte Direktorat der Leipziger Akademie der krönende, dauernde Sorglosigkeit verheißende Abschluss einer bewegten Künstlerkarriere. Nach einem vom Vater gewollten Jurastudium konnte er sich erst nach dessen Tod ganz der Kunst verschreiben. Seine ersten Schritte führten ihn ins preußische Königsberg, wo er näheren Umgang mit Theodor Gottlieb von Hippel und Immanuel Kant pflegte, den er 1789 in mehreren Zeichnungen portraitierte. Bereits 1790 fiel die Entscheidung, nach Leipzig zurückzukehren, um sich dort weiter in der Zeichenkunst ausbilden zu lassen. Er wurde Schüler von Adam Friedrich Oeser und übernahm Aufträge als Portraitist, Buchillustrator und Theatermaler. 1801 brach er mit Johann Gottfried Seume, zu dessen Freundeskreis er zählte, nach Syrakus auf, in Weimar machten die beiden Männer ihre Aufwartung den Berühmtheiten Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Johann Gottfried Herder und Karl August Böttiger, bevor sie über Prag nach Wien weiterzogen. Dort musste Schnorr von Carolsfeld seine Reise unterbrechen, aus Rücksicht auf seine Pflichten als Familienvater, denn die heute ungleich bekannteren Söhne Julius und Ludwig waren bereits geboren. Über mehrere Stationen führten ihn daraufhin seine „artistischen Wanderschaften“, wie er die folgende Studienreise bezeichnete, über Paris und Straßburg 1802 nach Leipzig zurück. Dort übernahm er wenige Monate später die Stelle eines Unterlehrers an der Akademie. 1816 schließlich wurde er Nachfolger Johann Friedrich August Tischbeins im Direktorenamt, das er bis zu seinem Tod 1841 bekleidete.
Seine wahre Berufung fand er in der Lehrtätigkeit, eine Neigung, die sein Enkel auf das Talent für „einsichtsvolles, feinsinniges Kunsturtheil, Vielseitigkeit in Würdigung der Rechte künstlerischer Individualität und mannigfaltige Geschicklichkeit im Technischen der Kunst“ zurückführte (vgl. Franz Schnorr von Carolsfeld: "Schnorr von Carolsfeld, Veit" in: Allgemeine Deutsche Biographie, 32 (1891), S. 192). Für die Bewunderung und Achtung, die ihm seine Schüler entgegenbrachten, spricht nicht zuletzt auch die Atelieransicht Werners und die Tatsache, dass Veit Hanns Schnorr von Carolsfeld durch die Präsentation unseres Selbstbildnisses auf der Jahrhundertausstellung 1875 in Berlin, mehr als drei Jahrzehnte nach seinem Tod, gewürdigt wurde.

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers, an dessen Sohn Julius Schnorr von Carolsfeld (1794-1872).
Seitdem durch Vererbung im Besitz der Familie.

Ausstellung: Berlin 1906: Ausstellung deutscher Kunst aus der Zeit von 1775-1875 in der Königlichen Nationalgalerie Berlin.

Literatur: Katalog: Ausstellung deutscher Kunst aus der Zeit von 1775-1875 in der Königlichen Nationalgalerie Berlin. Hrsg. vom Vorstand der Deutschen Jahrhundertausstellung. München 1906 (2 Bände), Kat. Nr. 1579.

Schätzpreis
€ 12.000   (US$ 13.200)


Deutsch
Abendstimmung an einem See

Los 6045

um 1840. Abendstimmung an einem See.
Öl auf Leinwand, doubliert. 30 x 37 cm.

Mit den letzten Sonnenstrahlen der untergehenden Sonnen entwickelt sich am Himmel noch einmal ein prächtiges Farbenschauspiel. Während die Baumkronen und die ostwärts gewandten Seiten der Wolken bereits die Dunkelheit der Nacht einfangen, taucht das Licht die andere Seite der Wolken in ein zartes Rosa. Die zauberhafte Stimmung wird auch durch die heimkehrenden Landleute auf dem Fahrweg und den beiden auf dem Damm promenierenden Figuren unterstützt.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 990)


Deutsch
Die Madonna mit dem schlafenden Jesuskind und d...

Los 6046

um 1820/30. Die Madonna mit dem schlafenden Jesuskind und den zwei Johannesknaben.
Öl auf Leinwand. 95,5 x 62 cm. Rechts auf dem Papierstreifen des Kindes bez. "Et nos debemus pro fratribus / animas ponere I. Joan. 23".

Die Kombination aus klar umreißender Zeichnung, harmonisch-ausgewogener Komposition sowie dem glatten Auftrag matt leuchtender Farben, ermöglichen es zusammen mit der sanftmütig-idealisierten Darstellungsweise der Figuren dieses Werk unschwer dem nazarenischen Umkreis zuzuordnen. Der in Wien gegründete Lukasbund um Friedrich Overbeck, Franz Pforr, Ludwig Vogel und Johann Konrad Hottinger übersiedelt 1810 nach Rom, zunächst in die Villa Malta, kurz darauf in das aufgelassene Kloster S. Isidoro. Schnell folgen ihnen zahlreiche weitere junge Maler aus Deutschland und Österreich und selbst nach der Auflösung der Gruppe 1820, wirkten die künstlerisch gesetzten Impulse Jahrzehnte nach. Ihr Dasein und ihre Arbeit stellten die Nazarener in den Dienst der christlichen Religion, was ebenso wie der aus der Kunst der frühen Neuzeit schöpfende Stil als Ausdruck ihrer ablehnenden Haltung gegenüber einer turbulenten Gegenwart verstanden werden kann. Bei ihrem Rückzug wandten sie sich der Vergangenheit zu und fanden Refugium in einer idealisierten Vorstellung vom Mittelalter als Epoche vorbildhafter Ordnung, Gemeinschaftlichkeit und von christlichen Prinzipien bestimmter Lebensführung.
Das ikonographisch seltene Motiv der Madonna mit dem schlafenden Christuskind in Begleitung der beiden Johannesknaben, der Evangelist in eine Schriftrolle vertieft und der Täufer ohne die üblichen Attribute Fellgewand, Kreuzstab oder Lamm, zeigt vor allem in dem anrührenden Gesichtsausdruck des letzteren, dem zuweilen etwas idealisierten Hintergrund und dem naturtreuen Gesicht des schlafenden Kindes Merkmale wie sie sich in Werken der Düsseldorfer Schule um den Akademiedirektor Friedrich Wilhelm von Schadow finden.

Provenienz: Erworben 1976 auf der Zweiten altbayerischen Antiquitätenwoche Landshut von der Galerie Westenrieder, München.

Schätzpreis
€ 12.000   (US$ 13.200)


Neumann, Johan Carl
Ansicht des rauchenden Vesuvs am Golf von Neapel

Los 6047

Ansicht des rauchenden Vesuv am Golf von Neapel.
Öl auf Leinwand. 21,5 x 63 cm.

Das großzügige Panorama des neapolitanischen Golfes kann mit Neumanns künstlerisch fruchtbaren Aufenthalten in Italien in den frühen 1860er in Verbindung gebracht werden. Der als Marinemaler ausgebildete Däne wurde mit Bildern seiner Reisen durch Europa, besonders dem Mittelmeeraum, bereits zu Lebzeiten überaus erfolgreich.

Schätzpreis
€ 3.500   (US$ 3.850)


Ittenbach, Franz
Junge Italienerin aus Albano

Los 6048

Junge Italienerin aus Albano.
Öl auf Leinwand. 58 x 49,5 cm. Unten links signiert und bezeichnet "F. Ittenbach / Rom". Um 1840.

Franz Ittenbach, seit 1837 Meisterschüler Wilhelm Schadows an der Kunstakademie Düsseldorf, reist von 1839 bis 1842 nach Italien. In Rom schließt er sich den Nazarenern um Friedrich Overbeck an und bleibt diesen auch nach seiner Rückkehr eng verbunden.
Inspiriert von den Eindrücken der ewigen Stadt entstand dieses zeitlose Bildnis noch direkt während Ittenbachs Aufenthalt in Rom. Das Portrait einer jungen Frau mit dunklem Haar und ebenmäßigem Gesicht vor einer klassischen Landschaft entspricht ganz dem Ideal der Nazarener. Im Jahr 1820 hatte der Diplomat August Kestner Vittoria Caldoni, die dreizehnjährige Tochter eines armen Weinbauern in Albano entdeckt. "Ihr über alle Beschreibung schönes Gesicht von vollkommen antiker Bildung" wurde im Kreise der nazarenischen Künstler zum Inbegriff der kindlich-keuschen Schönheit. Nicht weniger als 130 Bildnisse sind heute von Vittoria Caldoni bekannt, die als Modell fast kultische Verehrung erfuhr. Ittenbachs Bildnis der jungen Frau folgt in Typ und Haltung ganz den Darstellungen der Caldoni. Ihr relativ schlichtes Kleid sowie die Reduktion des Schmucks auf eine einfache silberne Haarnadel verraten ihre bescheidene Herkunft. Hinter ihr öffnet sich eine südliche Küstenlandschaft mit Zypressen und Pinien. Die Faszination dieses Gemäldes liegt in der äußerst subtilen und feinen Malweise Ittenbachs sowie der Schlichtheit der Porträtierten.

Provenienz: Rheinische Privatsammlung.

Schätzpreis
€ 30.000   (US$ 33.000)


Kummer, Carl Robert
Segelboote vor der italienischen Küste

Los 6049

Segelboote vor der italienischen Küste.
Öl auf Papier, kaschiert auf Malkarton. 16 x 24,7 cm. Verso handschriftlich bezeichnet "Robert Kummer".

Wir danken Frau Dr. Elisabeth Nüdling, Fulda für die Bestätigung der Autorenschaft Carl Robert Kummers anhand einer digitalen Abbildung (September 2019).

Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 1.980)


Italienisch
Morgenröte über dem Golf von Neapel

Los 6050

19. Jh. Morgenröte über dem Golf von Neapel.
Öl auf Holz. 15,9 x 21,8 cm. Unten links unleserlich signiert.


Schätzpreis
€ 750   (US$ 825)



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