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Gemälde Alter und Neuerer Meister Auktion 113, Do., 30. Mai, 11.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Giovanni, Benvenuto di
Madonna mit Christuskind und Engeln

Los 6020

Madonna mit Christuskind und Engeln.
Tempera auf Holz. 136 x 86 cm. Um 1470.

Benvenuto di Giovanni zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Sieneser Malern der zweiten Hälfte des Quattrocento. In die Lehre ging er bei Lorenzo di Pietro, genannt il Vecchietta. Im Jahr 1453 unterstützt er diesen bei der Ausführung der Fresken am Baptisterium des Doms zu Siena (Keith Christiansen et al.: Painting in Renaissance Siena, 1420-1500, New York: Metropolitan Museum, 1988, S. 300ff). Benvenutos Malstil steht in der Tradition der vorangegangenen Sieneser Meistern des Trecento, wie Duccio oder Simone Martini. Sein erstes nachweislich signiertes und datiertes Werk ist ein Altarretabel mit der Verkündigung von 1466 in der Chiesa di San Girolamo in Volterra (siehe Burton B. Fredericksen/ Darrell D. Davisson: Benvenuto di Giovanni, Girolamo di Benvenuto, Malibu, 1966, S.16). Bryson Burroughs schreibt über Benvenuto und seinen Sohn Girolamo, der bei seinem Vater lernte und mit dem er später eng zusammenarbeitete, „[they] were the last of the Sienese artists who remained loyal to the ancient artistic traditions of their city. For two centuries the Sienese painters confined their energies to the expression of an ideal which was purely decorative and poetic“ (Bryson Borroughs: “A Sienese Painting”, in:The Metropolitan Museum of Art Bulletin, Vol. 5, No. 11 (Nov., 1910), S. 249). Die Maler Liberale da Verona und Girolamo da Cremona, die sich 1466 und 1470 in Siena niederließen, beeinflussten Benvenutos Malerei stark und bewirkten bei ihm ab den 1480er Jahren einen Stilwechsel, der sich in einer gesteigerten Dramatik und Bewegtheit auszeichnet (vgl. Christiansen et al. op cit, S. 301 und 305). Das vorliegende Werk zählt jedoch noch zu seiner frühen Schaffensperiode und zeigt deutlich sein Bewusstsein für die künstlerische Tradition des Trecento. Tatsächlich war es auch Benvenutos phantasievolle Überarbeitung von Trecento-Motiven, die ihn von seinen Zeitgenossen abhebt und seine religiösen Empfindungen unterstreicht. - Mit einem naturwissenschaftlichen Untersuchungsbericht des Ordinarius für Farbenlehre und Farbenchemie an der Akademie der Bildenden Künste, Wien, Prof. Dipl. Ing. Dr. Manfred Schreiner vom 5. August 2006, welcher das Gemälde auf die Zeit um 1470 datiert.

Provenienz: Sammlung James Renwick.
dessen Enkelin Isabel Hewitt.
Sotheby's, New York, Auktion am 4. April 1973, Los 164.
Privatsammlung Mailand.
Sotheby's, London, Auktion am 1. November 1978, Los 15.
Privatsammlung Österreich.

Literatur: Maria Cristina Bandera: Benvenuto di Giovanni, Mailand 1999, S. 193/194; 245, Kat Nr. 88.

Schätzpreis
€ 60.000   (US$ 67.800)


Zuschlag
€ 44.000 (US$ 49.719)


Gassel, Lucas - zugeschrieben
Weite Flusslandschaft mit Christus und der wund...

Los 6021

zugeschrieben. Weite Flusslandschaft mit Christus und dem wundersamen Fischzug Petri.
Öl auf Holz. 56,5 x 87 cm.

Lucas Gassel war ein flämischer Maler und Zeichner. Über seine Herkunft und seine Ausbildung ist nur wenig bekannt. Er dürfte jedoch zwischen 1520 und 1530 in Antwerpen seine Laufbahn als Maler begonnen haben, vielleicht arbeitete er anfänglich anderen Künstlern zu, für die er die Hintergründe mit Landschaften ausführte. Gassels Landschaftsauffassung steht dabei ganz in der Tradition von Joachim Patinir und Herri met de Bles. Die immer detailreichen Gemälde zeigen überwiegend biblische Themen inmitten imaginierter Fels- oder Flusslandschaften, ganz der damaligen vorherrschenden Idee der Weltlandschaft verpflichtet.

Schätzpreis
€ 30.000   (US$ 33.900)


Nachverkaufspreis
€ 25.000   (US$ 28.249)


Stalbemt, Adriaen van
Felsige Flusslandschaft mit Holzbrücke

Los 6022

Felsige Flusslandschaft mit Holzbrücke.
Öl auf Holz. 25 x 36,5 cm. Um 1620.

Der 1580 im flämischen Antwerpen geborene Adriaen van Stalbemt wanderte mit seiner Familie aus religiösen Gründen bereits 1585 nach Holland aus, wo er seine Jugend verbrachte. 1609 kehrt er jedoch in seine Vaterstadt zurück und wird dort nur ein Jahr später (1610) zum Meister ernannt. Bereits 1618 hat er das Amt des Dekans der Violieren und der St. Lukasgilde inne. Auch während seiner zehn Monate, die der Künstler 1633 am Hof von Karl I., König von England, in London verbrachte, bleibt Antwerpen der kreative Angelpunkt für Stalbemt. In seinen Werken drückt sich motivisch wie auch stilistisch die Nähe zu seinen Gildebrüdern Jan Brueghel d. Ä. und Hendrik van Balen aus. Doch anders als sein großes Vorbild Jan Brueghel d. Ä. beherrschte Adrian van Stalbemt sowohl die Landschafts- als auch die Figurenmalerei und war deshalb in den meisten Fällen nicht darauf angewiesen, mit einem weiteren Maler für ein spezielles Genre zusammenzuarbeiten. Seine Werke zeichnen sich daher durch eine besondere Harmonie zwischen Landschaft und Figur aus. - Unten mittig mit einem alten Sammlermonogramm (vgl. dazu Klaus Ertz und Christa Nitze-Ertz: "Adriaen van Stalbemt (1580-1662). Kritischer Katalog der Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphik", Lingen 2018). Verso mit einem alten Klebeetikett (dort alt als Nr. "9" als "Monogrammist I.V.D.B" bezeichnet). Mit einem schriftlichen Gutachten von Dr. Klaus Ertz, Lingen, vom 1. Oktober 2018.

Provenienz: Privatsammlung Rheinland.

Schätzpreis
€ 12.000   (US$ 13.559)


Nachverkaufspreis
€ 8.000   (US$ 9.040)


Flämisch
Neptun plant die Vernichtung der Menschheit

Los 6023

um 1600. Neptun plant die Vernichtung der Menschheit.
Öl auf Kupfer nach Hendrick Goltzius. 22 x 29 cm.

Als Vorbild für diese Kupfertafel diente eine Komposition von Hendrick Goltzius, die von Claes Jansz. Visscher in der Folge der "Metamorphosen des Ovid" als Kupferstich herausgegeben wurde (Leesberg (New Hollstein: Goltzius) 541).

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.694)


Nachverkaufspreis
€ 1.200   (US$ 1.355)


Winghe, Joos van
Die Dornenkrönung

Los 6024

zugeschrieben. Die Dornenkrönung. Grisaillemalerei. 41 x 28 cm.

Souverän ausgeführte Grisaillemalerei, die in stilistischer Hinsicht vergleichbaren Arbeiten des Joos van Winghe sehr nahe kommt. Winghe lernte bei Bartholomeus Spranger und war vier Jahre in Rom, bevor er 1568 in Brüssel Hofmaler des Alessandro Farnese, des Statthalters der Niederlande, wurde. Der Künstler zog 1585 aus religiösen Gründen nach Frankfurt, wo er 1588 das Bürgerrecht erhielt. Sein relativ kleines Œuvre umfasst hauptsächlich religiöse und mythologische Sujets. In den Niederlanden geht die Tradition der Grisaillemalerei zurück auf namhafte Künstler wie Maerten van Heemskerck, Pieter Brueghel d. Ä. und Hendrick Goltzius.

Schätzpreis
€ 4.500   (US$ 5.084)


Zuschlag
€ 6.000 (US$ 6.779)


Italienisch
Auffindung des Mosesknaben

Los 6025

18. Jh. Auffindung des Mosesknaben.
Öl auf Papier, kaschiert auf Leinwand. 30,8 x 24,2 cm.


Schätzpreis
€ 750   (US$ 847)


Zuschlag
€ 850 (US$ 960)


Ridolfi, Claudio
Die Anbetung der Könige

Los 6026

zugeschrieben. Die Anbetung der Könige.
Öl auf Kupfer. 48 x 39,5 cm.

Das sehr qualitätvolle Bild dürfte von der Hand des aus Verona stammenden und in den Marken tätigen Malers Claudio Ridolfi stammen. Ridolfi wurde bei Paolo Veronese ausgebildet und war ab 1603 in Urbino tätig. 1617 kehrte der Künstler für kurze Zeit nach Verona zurück, führte jedoch bereits 1621 in Urbino zusammen mit Girolamo Cialdieri Allegorien für die Hochzeit des Herzogs Federigo Ubaldo mit Claudia de' Medici aus. Siehe Ausstellungskat. Claudio Ridolfi. Un pittore veneto nelle Marche del '600, bearb. von C. Costanzi, M. Massa, Ancona 1994, Nr. 5, Abb. S. 57; Nr. 28, Abb. s. 103. Wir danken Dr. Roberto Contini, Berlin, für den wertvollen Hinweis.

Schätzpreis
€ 7.500   (US$ 8.475)


Zuschlag
€ 5.500 (US$ 6.214)


Niederländisch
Befreiung des Heiligen Petrus durch einen Engel

Los 6027

1640. Befreiung des Heiligen Petrus durch einen Engel.
Öl auf Holz. 26,7 x 19,5 cm. Rechts auf der Mauer mit einem Akronym bezeichnet "G.V.D.E." sowie datiert "1640".


Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 2.033)


Zuschlag
€ 1.500 (US$ 1.694)


Saftleven, Herman
Interieur mit einem essenden Bauernjungen

Los 6029

Interieur mit einem essenden Bauernjungen.
Öl auf Holz. 27,5 x 34,1 cm. Signiert und datiert oben links "H: Saft-Leuen / 1629". verso mit zwei unidentifizierten Wachssiegeln sowie einem alten Inventaretikett mit der Nummer "57".

Seine Ausbildung erhält Herman Saftleven bei seinem gleichnamigen Vater in Rotterdam. In seinen frühen Arbeiten schildert er bevorzugt Bauerninterieurs. Das vorliegende Gemälde des 20-Jährigen ist vergleichbar mit zwei Scheuneninterieurs von 1634, das eine in den Musées royaux des Beaux-Arts de Belgique in Brüssel (Inv.Nr, 2834), das andere in der Eremitage, St. Petersburg (GE 796). 1632 übersiedelt Saftleven nach Utrecht und feiert dort in den folgenden Jahrzehnten sowohl als Landschaftsmaler, als auch auch als Zeichner und Radierer große Erfolge.

Provenienz: Sotheby's, London, Auktion am 6. Juli 1994, Los 270.
Sotheby's, London, Auktion am 22. Mai 1996, Los 26.

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.520)


Zuschlag
€ 3.000 (US$ 3.389)


Wouwerman, Philips
Flusslandschaft mit Reisenden bei einer Brücke

Los 6030

Flusslandschaft mit Reisenden bei einer Brücke.
Öl auf Holz. 50,3 x 69,1 cm. Rechts unten monogrammiert "P(.) W". Um 1645.

Die für Philips Wouwerman charakteristische italianisante Flusslandschaft mit Reisenden ist ein reizvolles Sujet. Ein Reiter trifft hier auf eine rastende Reisegesellschaft und zieht zum Gruß seinen eleganten Federhut vor einer Dame zu Pferde und ihren Begleitern. Im Hintergrund ist eine Steinbrücke mit einem alten Turm an einem steilen Ufer zu sehen, das sich kunstvoll im Wasser des ruhigen Flusses spiegelt. Birgit Schumacher identifiziert in vorliegendem Gemälde anhand der qualitätvollen Behandlung der Figuren und Pferde, sowie des blass angelegten Himmels und der spezifischen in Grün, Braun und Beige gehaltenen Landschaftsdarstellung den Stil des noch jungen Philips Wouwerman in der, noch an seinen Lehrer Pieter van Laer, orientierten Phase in der Mitte der 1640er Jahre. Wouwermann war kurz nach dessen Rückkehr 1639 aus Italien in dessen Werkstatt eingetreten und übernahm seine südlichen Motive von Reisenden in hügeligen Landschaften, welche auch für ihn charakteristisch wurden.

Provenienz: In den 1920er Jahren Kunsthandlung Dr. Benedict, Berlin.
Privatsammlung Antwerpen.
Kunsthandel Antwerpen.
Seitdem Belgische Privatsammlung.

Literatur: Gutachten von Frau Dr. Birgit Schumacher, Berlin vom 27. August 2012; das Gemälde wird in die Ergänzung des Œuvrekatalogs aufgenommen.

Schätzpreis
€ 30.000   (US$ 33.900)


Nachverkaufspreis
€ 25.000   (US$ 28.249)



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