Bitte Suchbegriffe eingeben:

BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

Language / Lingua / Sprache


Highlights

Höhepunkte der aktuellen Auktion » Kataloge zum Blättern

1 2 3 4   erste Seiteschneller Rücklaufeine Seite zurückeine Seite weiterschneller Vorlauf

Hauptbild Beschreibung Status
Proust, Marcel
Brief an Albert Nahmias

Los 2431

Proust, Marcel, franz. Schriftsteller und Sozialkritiker (1871-1922). Eigh. Brief m. U. "Marcel". 4 S. 8vo. O. O. (1915 oder Anfang 1916).

Bisher nicht vollständig veröffentlichter Brief an Albert Nahmias, eines der Modelle seiner Schwester Albertine. Proust hatte Albert 1908 in Cabourg kennengelernt, wo der "petit Albert gentil" mit seinen beiden Schwestern am Strand eine "kleine Bande" bildete. Er wurde fortan Prousts Vertrauter, Sekretär und Verwalter seiner Finanzen. In geistreicher Form schildert der Dichter im vorliegenden Brief den aktuellen Stand seiner immerwährenden Gesundheitsprobleme: "... Je viens d'avoir de longues semaines de fièvre accablante où tracer une ligne m'était impossible. Je vais mieux mais mes maux d'yeux ont augmenté et pour cette autre raison je ne peux écrire tant que je n'aurai pas vu un oculiste et que je n'aurai pas de verres. Mais Pour aller voir l'oculiste il faudrait pouvoir se lever. Cercle vicieux ...". Es sei übrigens nicht leicht gewesen, auf Alberts Brief zu antworten. "... Mais méchant garçon jamais vous ne mettez votre adresse de sorte qu'il va falloir deux jours de fouilles dans des tombereaux de papiers pour trouver une ancienne lettre de vous où elle se trouve. C'est donc bien difficile de donner son adresse." Aber seine Gesundheit sei nicht der einzige Schwachpunkt; die Finanzen seien es gleichermaßen: "Ma ruine s'achève lentement mais sûrement ..." . - Etwas stockfleckig; 4 winzige Nadel-Löcher; sonst gut erhalten.


Schätzpreis
€ 6.500   (US$ 7.539)


Nachverkaufspreis
€ 4.500   (US$ 5.220)



» Autographen
Rilke, Rainer Maria
Gedichtmanuskript

Los 2436

Rilke, Rainer Maria, Dichter (1875-1926). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "R. M. R.". 11/2 S. auf 2 Bl. Briefpapier des "Hotels Marienbad, München" (rückseitiger Aufdruck). Gr. 4to. (München 1914).

"Hymne (zweiten und dritten August)". 28 Zeilen: "Zum ersten Mal seh ich dich aufstehn / hörengesagter fernster unglaublicher Kriegs-Gott! / Wie so dicht zwischen die friedliche Frucht / furchtbares Handeln gesät war, plötzlich erwachsenes ... Endlich ein Gott. Da wir den friedlichen oft / nicht mehr begriffen, ergreift uns plötzlich der Schlacht-Gott, / schleudert den Brand: und über dem Herzen voll Heimath / schreit, den er donnernd bewohnt, sein röthlicher Himmel." Der erste der bei Beginn des Weltkriegs entstandenen "Fünf Gesänge". Der wegen einer ärztlichen Behandlung in München weilende Dichter wurde vom Kriegsausbruch überrascht und schrieb die Verse in seinen Band mit Hölderlin-Gedichten, aber, wie das vorliegende Manuskript zeigt, auch auf Münchener Hotelpapier. Rilke hat sich schon 1915 davon distanziert, aber die nach Vorbildern Pindars und Hölderlins gestalteten Verse wurden Rilke von einer besserwisserischen Nachwelt genauso übelgenommen wie die Kriegsbeginn-Dichtungen vieler anderer Autoren. - 1 Bl. rückseitig leicht angeschmutzt; 1 kleiner Faltenriss. - So frühe und umfangreiche Gedichtmanuskripte Rilkes kommen nicht mehr oft vor.

Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 6.959)


Nachverkaufspreis
€ 3.500   (US$ 4.059)



» Autographen
Humboldt, Alexander von
5 Briefe an François Forster

Los 2505

- 5 eigh. Briefe m. U. "Al Humboldt". In franz. Sprache. Zus. 5 S. Gr. 8vo. Berlin und Potsdam 20.IX.1844 - 16.V.1857 bzw. o. J.

Inhaltsreiche Briefe an François Forster (1790-1872), Kupferstecher mit Professorentitel in Paris, dessen Kunst Humboldt sehr schätzte. "... Votre jeune Raphael de 15 ans a été admiré par tous nos artistes. C'est un ouvrage qui porte le cachet de Votre beau talent, plein de fraicheur, de grace, de noble simplicité dans le faire, d'une couleur de l'original ... Sans doute que le 'Roi de cette colline' [wohl Friedrich Wilhelm IV.] qui se plaint de ne pas vous voir ici (de grace ne venez cependant pas voir ce pays en hiver ...) aura un vif plaisir a recevoir, de Votre main, dans son Palais Vos admirables travaux ..." [20.IX.1844]. - Empfiehlt ihm im Sept. 1844 den Miniaturmaler Durocque und bittet, ihm mit seinem Rat behilflich zu sein. "... un artiste qui peut Vous montrer un portrait très ressemblant de ma figure préadonnite (copie en miniature d'un beau portrait de Begas que le Roi a fait faire) est bien reçu chez vous ...". Am 30.IV.1857 teilt er dem "cher et illustre ami" mit, daß dieser ohne Zweifel für den preußischen Roten Adler-Orden für die Wissenschaft und Künste vorgesehen sei und erläutert die Bedeutung dieser Ehrung. "... je le savais d'avance par Votre grand admirateur Mr. Rauch et par Mrs. Mandel et Eichens, 'que l'illustre maître, Mr. Forster, sera placé en première ligne parmi les trois graveurs proposés par moi à Sa Majesté' ...". Er sei beglückt, mit dieser Ernennung einen so lange von ihm gehegten Wunsch in Erfüllung gehen zu sehen. "... Non seulement à cause de la grandeur de Votre talent ..., mais aussi de la haute gloire due à la noble independence et a l'observation de Votre caractère moral ...". - Es kommt aber anders: Am 16.V.1857 teilt er Forster die Aufnahme in den Orden pour le Mérite, Klasse der Wissenschaften und der Schönen Künste mit und bestätigt ihm, daß er den ersten Platz auf einmütigen Vorschlag der ganzen Intendanz erhalten habe. "... Puisse la nouvelle que je Vous donne, Vous prouver combien il nous est doux de nous occuper de Vous, que le Roi ne cède pas avec la Principauté puisque Vous appartenez à une plus vaste sphere ...". - In dem folgenden, undatierten Schreiben läßt er Forster auf dessen Anfrage wissen, wie denn die Künste in dem Orden vertreten seien. Unter den Deutschen zählt Humboldt auf: Cornelius, Lessing, Julius Schnorr, Vater und Sohn Schadow, Rauch, Schwanthaler, die Komponisten Meyerbeer und Mendelssohn Bartholdy. An nicht deutschen Künstlern nennt er: Ingres, Horace Vernet, Toschi, Daguerre, Thorvaldsen, Fontaine sowie Rossini und Liszt als Komponisten. - Forster war Mitglied der École des Beaux Arts in Paris und wurde 1863 auch Offizier des Ehrenlegion. - Schöne, gehaltvolle (wenn auch gelegentlich schwer lesbare) Briefe in - abgesehen von belanglosen Büroklammer-Druckstellen - sehr gutem Zustand.

Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 6.959)


Zuschlag
€ 4.800 (US$ 5.568)



» Autographen
Littrow, Joseph Johann von
Konvolut von Briefen

Los 2514

Littrow, Joseph Johann von, österr. Astronom, Initiator und Direktor der neuen Universitäts-Sternwarte in Wien, Universitätsprofessor (1781-1840). Konvolut von 57 eigh. Briefen m. U. "Littrow". Zus. ca. 146 S. Meist gr. 4to, einige in gr. 8vo oder 8vo. Wien 1822-1835.

An einen ihm befreundeten Astronomen. Große, umfang- und inhaltsreiche Briefreihe, in der es auschließlich um Fachfragen der Astronomie geht: neue Erkenntnisse und Berechnungen, Geräte, Fachliteratur, physikalische Beobachtungen und Messungen, Korrespondenz mit Kollegen und vieles andere. Mit seinem Buch "Die Wunder des Himmels", das zahlreiche Auflagen erlebte, erreichte Littrow eine Popularität wie wenige Astronomen. - 11 Briefe sind inkomplett, einige mit Randschäden; 1 Brief von 1832, betreffend die Versammlung der Naturforscher in Wien, ist an einen anderen Adressaten, einen "Director", gerichtet. - Die vorliegende Briefsammlung ist eine außerordentlich reichhaltige Quelle zur Entwicklung der Astronomie im Verlauf von 13 Jahren und zu Beginn der technischen Revolution im 19. Jahrhundert.

Schätzpreis
€ 4.500   (US$ 5.220)


Zuschlag
€ 4.200 (US$ 4.872)



» Autographen
Friedrich II., der Große
Sammlung von 34 Briefen an Joachim von Prittwitz

Los 2565

"den Feind auf die Finger zu klopfen"
Friedrich II., der Große, König von Preußen (1712-1786). Sammlung von 34 (darunter einem eigenhändigen) Briefen m. U. "Fch", "Frch" oder "Frdch". Geheftet in einen handgebundenen violetten Maroquinband um 1860 (Ecken etwas bestoßen) mit reicher Vergoldung und Blindprägung im Rokoko-Stil auf beiden Deckeln und dem Rücken sowie mit goldgeprägtem Titel auf dem Vorderdeckel. Meißen, Breslau und Potsdam 8.IV.1761 - 15.XI.1785.

Umfangreiche Sammlung von Briefen des Königs an den Major und späteren Generalleutnant Joachim Bernhard von Prittwitz (1726-1793), der ihm als Rittmeister in der Schlacht bei Kunersdorf (12.VIII.1759) das Leben rettete, so daß Friedrich ihm bis zu seinem Tod freundschaftlich verbunden blieb. In allen Briefen herrscht ein freundlicher, wohlwollender Ton, der nicht nur auf vergangenen Dienstleistungen, sondern auch auf anhaltender Zufriedenheit mit dem Offizier beruht. - Anfangs stammen die Briefe aus den letzten Jahren des Siebenjährigen Krieges, aus Meißen und Breslau; sie enthalten Instruktionen und Lob für gutes Verhalten in den Kämpfen gegen die Franzosen. - Die folgenden Briefe aus der Friedenszeit kommen aus Potsdam und befassen sich mit Beförderungen, Schenkungen, Festsetzung einer Pension, Aufträgen, Einladungen etc. - Nach dem Brief vom 18.VI.1772 ist ein eigenhändiges Schreiben (o. O. u. J.) eingebunden. - Die ersten Briefe halb- oder ganzseitig, die späteren viertelseitig oder nur einige Zeilen. Einige Zitate:
"... Erstlich, daß Ihr dort das Leib-Regiment zu Pferde deken, und durch Eure Patrouilles avertiren laßen sollet, wenn was starckes gegen selbiges kommen wolte, damit solchen fals das Regiment sich gleich zusammen ziehen könne, den[n] dorten Euch zu schlagen solches ist wegen Eurer aller mit einander meine intention nicht. Zweytens müßet Ihr, das Land und die Gegenden daherum überall so weit wie möglich von fourage und von Subsistance entledigen, damit die Frantzosen nichts von dorten zu ihrer Subsistance noch Magazinen ziehen können (Meissen 8.IV.1761) ... Der Vorschlag, ... die Auswechselung der bey denen Frantzosen befindlichen Krieges Gefangenen vom Leib Regiment und das allenfalls dazu erforderliche Geld, ... hat meine völlige Approbation (Meissen 15.IV.1761) ... Ihr habt übrigens Euere Mesures sehr gut gewonnen und thut alles so einem guten und brafen Officier zukommt. Ich habe befohlen, daß Ihr noch durch etwas Husahren aus einem Frey Bataillon renforciret werden sollet (Meissen 18.IV.1761) ... Ich habe den Vorfall, den Ihr unterm heutigen dato Mir gemeldet, mit Vergnügen ersehen. Die Action gegen den feind ist ungemein schön, und Ich verspreche mir weiter zu Euch, daß Ihr den Feind schon weiter in Respect zu halten wißen, und ihn in gleichen Fällen zurück zu weisen und auf die Finger zu klopfen nicht ermangeln werdet (Breslau 7.II.1762) ... Der Coup den Ihr gemacht habt, ist excellent. Ich habe Mühe zu glauben, daß alle feindliche Regimenter aus Sachsen, schon dort angekommen seynd ... " (18.IV.1762).
Nach Friedensschluß wendet sich der König dem Wiederaufbau der heimischen Wirtschaft und Infrastruktur zu, wozu auch der 1744-1746 erneuerte Finowkanal zwischen Havel und Oder gehörte. "... So habe ich resolviret Euch hierdurch zu committiren und aufzutragen daß Ihr nächstens selbsten nach gedachten Fino Canal gehen und daselbst alles wohl besehen und examiniren sollet, ob solcher Canal gäntzlich repariret ... werden kan (Potsdam 11.X.1765) ... Ich willfahre mit Vergnügen Eurem Gesuch ... um Allodification [Übergang vom Lehen in freies Eigentum] der Euch hiebevor geschenckten Ämter Quilitz und Rosenthal. Es macht solche, die Euch durch Schenckung dieser Aemter, erzeigte Gnade, noch vollständiger (Potsdam 2.XII.1769) ... Ihr habet nicht die allergeringste Ursach, Euch über die Ertheilung meines Moehringschen Husaren Regiments an meinen Obristen von Samoggi zu beunruhigen ... Vielmehr könnt Ihr Euch gantz fest versichert halten daß Euch niemahls einiger Tort, im Avancement, geschehen, oder Ihr, auf einige Weise, dabey vergeßen werden sollet. Wahre Verdienste weiß Ich zu schätzen (Potsdam 24.V.1773) ... Mir wird es angenehm seyn, Euch, auf einige Zeit, bey Mir zu sehen; und Ich werde Euch demnach, morgen oder übermorgen, allhier erwarten (Potsdam 13.VI.1774) ... Um Euch ein gesichertes Merckmahl meiner Gnädigen Zufriedenheit ... zu geben, habe Ich Euch eine jährliche Pension von Ein Tausend RTal. auf Meine General Krieges Casse ausgesezet (Potsdam 16.VI.1774) ... Die Gesuche zum Verkauf adelicher Güter an Personen bürgerlichen SDtandes sind häufiger, als Ihr Euch solches wohl vorstellet: und da, um solchem einmahl Einhalt zu thun, Ich, darinn weiter nicht zu willigen, Mir so zusagen zum Gesez gemacht; so werdet Ihr Euch daher nicht wundern, wenn Ich auch in Ansehung Eurer davon nicht abzugehen resolviren kann, und werde inzwischen Euch das Guth Saegewitz noch zu conserviren den gnädigsten Bedacht nehmen ..." (Potsdam 2.VIII.1774).
Im Alter gehören, wie immer, so auch hier Krankheiten zu den wachsenden Themen. 1775 schreibt der König. "... Es hat mir gewis recht viel plaisir gemacht zu erfahren, daß es sich mit Eurem Krankheitszustand in so weit gebeßert hat, daß Ihr Euch nunmehro außer Gefahr befindet. Da indeßen in dergeleichen schweren Krankheiten die Recidive ungemein gefährlich sind; so wollet Ihr nunmehro wohl auf Eurer Huth seyn und ja nicht eher ausgehen, als bis Eure Gesundheit und Kräfte Euch solches vollkommen und mit völliger Sicherheit erlauben werden (Potsdam 1.II.1775) ... Ich habe in gnädiger Rücksicht, auf Euren Mir bekannten rechtschaffenen Dienste Eifer, resolviret, Euch Mein Regiment Gens d'armes, zu conferiren, und vermelde Euch solches hierdurch, umb das Regiment und deßen Angelegenheiten, gehörig zu übernehmen und alles bey demselben in guter Ordnung zu erhalten (Potsdam 23.VI.1775) ... Wenn Ihr wollet so gut seyn, den 18ten dieses, ein bisgen zu Mir her zu kommen, so würde Ich das gerne sehen, werde aber nicht davon abusiren, sondern wenn das Carnaval angehet, werde Ich Euch nicht weiter hier aufhalten ..." (Potsdam 15.XI.1785).
Der würdige Einband täuscht darüber hinweg, daß die Sammlung irgendwann vorher einen erheblichen Wasserschaden erlitten hat: Die Blätter sind durchgehend wasser-, braun- oder sporfleckig, teilweise auch mit ausgebesserten Fehlstellen; die Tinte häufig verblasst. Allerdings sind alle Schadstellen, soweit möglich, mit großer Sorgfalt fachmännisch unterlegt und restauriert.

Schätzpreis
€ 12.000   (US$ 13.919)


Zuschlag
€ 8.000 (US$ 9.280)



» Autographen
Schiele, Egon
Billet 1917

Los 2693

- Eigh. Billet m. U. "Egon Schiele". 1/2 S. Kl. 4to. (Wien) 10.XI. (1917).

An seinen Galeristen Guido Arnot. "... Bitte dem Überbringer dieses mein Figurenbild und 50 Zeichnungen von Peschka kurzerhand ausfolgen zu wollen. Beste Grüsse Egon Schiele". - Darunter mit Kopierstift der Übergabe-Vermerk vom Galeristen und vom Boten. - Der österreichische Maler Anton Peschka (1885-1940), Freund und Schwager Schieles, ist auch von Schiele porträtiert worden. - Gelocht.

Schätzpreis
€ 3.000   (US$ 3.479)


Zuschlag
€ 2.400 (US$ 2.784)



» Autographen
Wagner, Richard
Brief Zürich 1858

Los 2772

"Geld kann ich leider immer gebrauchen!"
Wagner, Richard, Komponist und Dirigent (1813-1883). Eigh. Brief m. U. "Richard Wagner". 2 S. Gr. 8vo. Zürich 16.III.1858.

An Carl Haslinger in Wien. "... Ich sage Ihnen meinen herzlichen Dank für die fortgesetzte rücksichtsvolle Freundlichkeit, die Sie mir zuwenden. Ihr letzter Brief ist mir vor einigen Tagen von Paris, was ich nun schon länger verlassen, hierher nachgesandt worden, und da ich unter andren daraus ersehe, dass für mich wieder etwas Geld bei Ihnen deponirt ist, so bin ich unbescheiden genug, Sie zu bitten , mir diese Wenigkeit ebenfalls hierher zu schicken. Geld kann ich leider immer gebrauchen! ... ". Auch weiteres eintreffende Geld möge nach Zürich gesandt werden: "... ich bleibe für jetzt wieder ruhig in Zürich. - Da unser Freund Liszt jetzt bei Ihnen schon eingetroffen sein wird, so grüssen Sie ihn doch sehnsüchtigst von mir, und sagen Sie ihm, wie sehr ich Sie beneide, ihn bei sich zu haben. Mir geht es traurig genug, um nicht viel davon mitzutheilen! Desto mehr solle es mich aufrichten, wenn ich von ihm und seinem Wirken viel Erfreuliches höre ... Auf Ihn kann ich mich allein auch nur berufen, wenn ich wünsche, Ihnen einigermaassen meinen Dank für Ihre grossen Gefälligkeiten abzutragen. In Seinem Namen ging ich Sie darum an, und Er möge nun persönlich Sie dafür entschädigen, was leider ganz außer meiner Macht steht, Ihnen zu erwidern! ...". - WBV 2124.

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.640)


Zuschlag
€ 9.000 (US$ 10.440)



» Autographen
Dumas, Alexandre
Affaire Clémenceau

Los 3108

Dumas, Alexandre. Affaire Clémenceau. Mémoire de l'accusé. 4 Bl., 353 S., 1 Bl. Mit gestoch. Portrait, 3 Bl. Faksimiles, 1 sign. Ex libris mit sign. Zustandsdruck sowie 12 Orig.-Radierungen in 26 Bl. Zustandsdrucken von Albert Besnard. 28 x 18 cm. Bordeauxroter Maroquinband d. Z. auf 5 unechten Bünden (sign.: René Aussourd) mit vergold. 8-fachen Deckel- und Innenkantenfileten, RVergoldung und Goldschnitt sowie dunkelroten Seidenmoirévorsätzen; OUmschlag beigebunden. In gefüttertem HLederschuber. Paris, A. Durel, 1910.

Carteret IV S. 145. – Edition spéciale. Eines von 100 (Gesamtauflage 110) numer. Exemplaren auf Vélin d'Arches mit den Orig.-Radierungen von Besnard (Delteil 27-37) in den vorletzten und letzten Druckzuständen "vor Löschung der Randeinfälle" und mit den gelöschten Remarquen sowie dem radierten Frontispiz in allen (4) Druckzuständen. Unserem Exemplar außerdem beigebunden: Die Umschläge verschiedener Auflagen (1866 [gelb und weiß], 1909, 1905 [doppelt, auf festem Bütten]), Druckvermerk für das "Exemplaire No I, ein weiteres Brief-Faksimile (3 Bl. sowie eine weitere "Table des Gravures". – Wunderschönes, breitrandiges Exemplar im prächtigen Meistereinband; mit den Zusätzen als Unikat zu bewerten.

Schätzpreis
€ 5.000   (US$ 5.800)


Nachverkaufspreis
€ 4.000   (US$ 4.640)



» Moderne Literatur
Ensor, James
Scènes de la vie du Christ

Los 3116

Ensor, James. Scènes de la vie du Christ. 3 Bl. Titel, Titelverzeichnis und Druckvermerk. Mit 32 mont. farblithographischen Tafeln von J. Ensor. Lose Bl. in OLeinenmappe (restauriert). (Brüssel), Galerie Georges Giroux, 1921.

Monod 4262. – Erste Ausgabe. Eines von 250 numerierten Exemplaren (Gesamtauflage 285 Ex.) auf Van Gelder Bütten. Druckvermerk von James Ensor signiert. Lose, auf dünnem Karton montierte Lithographien mit einem teils recht karikaturistischen Jesus-Zyklus des belgischen Maskeraden-Malers. – Etwas gebräunt. Insgesamt wohlerhalten.

Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 6.959)


Zuschlag
€ 5.500 (US$ 6.380)



» Moderne Literatur
Cervantes Saavedra, Miguel de
La danse du chateau

Los 3156

Mit Extrasuite
Giacometti, A. - Cervantes Saavedra, M. de. La Danse du Château. Version française de Dominique Aubier. 22 Bögen, davon 13 mit zweifacher Faltung. Mit einer Originalradierung von Alberto Giacometti als Frontispiz sowie 14 Original-Strichgravuren (gravures au burin), einem weiteren signierten Abdruck und einer "Suite en bistre" der 14 Originalgraphiken von Louis Chavignier. 28 x 18,5 cm. Lose in OPappumschlag in OPappdecke und OPappschuber. Paris, Les Impénitents, 1962.

Lust 174. Monod 2428 (mit Lesefehler La Dame du Chateau). – Eines von 25 numerierten, von Chavignier signierten Exemplaren (Gesamtauflage 150 Ex.) mit dem Frontispiz von A. Giacometti und den Grabstichelgravuren von Louis Chavignierhier mit der Extrasuite ("suite en bistre sur vélin d'Auvergne du Moulin Richard de Bas") und einem separaten weiteren Abzug ("sur vélin de Papeteries de Rives") von Louis Chavignier (1922-1972). Dieser zusätzliche, signierte und numerierte Druck mit einem neuen Motiv (hier Planche numéro VIII). Der Text wurde gedruckt von Jacques Rigal in Fontenay-aux-Roses. – Tadelloses Exemplar. - Selten.

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.640)


Nachverkaufspreis
€ 2.500   (US$ 2.900)



» Moderne Literatur

1 2 3 4   erste Seiteschneller Rücklaufeine Seite zurückeine Seite weiterschneller Vorlauf