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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Henel, Edwin Hermann
Der Orchideengarten

Los 6251

Der Orchideengarten.
Feder in Schwarz und Aquarell auf Velin. 36,3 x 26,4 cm. Unten rechts in schwarzer Feder signiert "Edwin Henel". Wohl 1919.

Bei der phantastisch-skurrilen Zeichnung des in Breslau und München ausgebildeten Graphikers Edwin Henel handelt es sich um den Entwurf für einen Umschlag der Jugendstilzeitschrift "Orchideengarten" (Nebentitel: "Phantastische Blätter"). Diese Zeitschrift, die sich der Phantastik und der Erotik in Literatur und bildender Kunst widmete, erschien zwischen Januar 1919 und November 1921 im Dreiländerverlag in München. Ihre Leitidee wurde in der Probenummer 1918 so umrissen: "Heute, da es unleugbar deutlich wird, daß alles Leben phantastisch sich vollendet, bewegt sich alle Kunst auf einer geraden Linie dem absolut Phantastischen zu. Auf dem Wege, den sie seit ihren Uranfängen ging, denn alle Kunst ist phantastik, weil sie uferlos und unbegreiflich ist. Und unbegreiflich, uferlos und phantastisch ist eins... Alle Phantastik, Groteske und künstlerische Moritat, Grauen, Spannung, Spuk und Abenteuer werden einander [...] im Orchideengarten ein verwunderliches Stelldichein geben."

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.694)


Zuschlag
€ 5.500 (US$ 6.214)



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Fioratti Loreto, Arianna
"Kraken"

Los 6265

"Kraken".
Feder in Schwarz auf Papier. 145 x 95 cm. Verso signiert und datiert "Arianna Fioratti Loreto, 2018".

Die in Manhattan geborene Künstlerin studiert zunächst Kunstgeschichte in Harvard. Ihre Doktorarbeit an der Princeton University über romanische Skulptur entlang der Pilgerroute Via Francigena wird 1992 ausgezeichnet. Von 1993 bis 1997 arbeitet Arianna Fioratti Loreto als Textildesignerin in New York. Dort hat sie 1999 auch ihre erste Einzelausstellung, es folgen weitere Einzelausstellungen 2011 und 2013 in New York, 2015 in Atlanta, Georgia und zuletzt 2017 im Naturkundemuseum 'La Specola' in Florenz. Als künstlerisches Schlüsselerlebnis schildert sie die 'Entdeckung' des Dürer'schen Nashorns: "It is this very image, the heavily armored, graphically powerful, if not quite anatomically accurate, rhinoceros that inspired my first animal drawings more than twenty years ago." (vgl Los 6354 in diesem Katalog). In ihrem zeichnerischen Œuvre verbindet sich die Liebe zum Licht- und Schattenspiel, zu Mustern und Strukturen mit derjenigen sowohl zu den Bestiarien der romanischen Kunst als auch zu der realen Tierwelt: "I found that animals had the most interesting patterns in nature. An owl's feathers, a boar's fur or an insect's wing are all fascinating examples of patterns." Arianna Fioratti Loreto lebt und arbeitet heute auf dem Familiengut bei Fiesole.

Schätzpreis
€ 7.500   (US$ 8.475)


Zuschlag
€ 13.000 (US$ 14.689)



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Schongauer, Martin - nach
Der hl. Antonius von Dämonen gepeinigt

Los 6288

nach. Der hl. Antonius von Dämonen gepeinigt.
Radierung von Monogrammist i.e. 27,7 x 21,9 cm. B. VI, S. 140, 47 copie 2, Lehrs (Schongauer) 54 d, Lehrs (Monogrammist ie) 36, TIB Commentary 0801.054 C4, Hollstein 54 copy d. Wz. Katharinenrad mit drei Blumen.

Der heilige Einsiedler wird von neun Dämonen in die Luft gehoben und von allen Seiten gezogen und gepeinigt. Der Monogrammist i.e., der auch unter dem Notnamen "Meister des Katharinenrades" erscheint, da sich das Wasserzeichen auf zahlreichen seiner Arbeiten findet, hat beinahe ausschließlich nach Martin Schongauer gearbeitet. Lehrs vermutete ihn in der Nähe Schongauers, möglicherweise war er Mitarbeiter in dessen Werkstatt in Colmar. Die vorliegende Darstellung folgt sodann im Gegensinn einem der frühesten Kupferstiche Martin Schongauers, etwa um 1470-75 entstanden. Die Darstellung, ungewöhnlich in ihrem vergleichsweise großen Format, dürfte eine Auftragsarbeit gewesen sein und war auch sehr früh in Italien bekannt. Sowohl Vasari als auch Michelangelos Biograph Condivi berichten, dass Michelangelo ein Exemplar des Blattes besessen hat. Condivi zufolge hat der italienische Meister das Blatt sogar mit zum Fischmarkt genommen, um die Schongauer'schen von der Meereswelt inspirierten Figuren mit dem Marktgut zu vergleichen. - Ganz ausgezeichneter, meist klarer Druck, zu den Seiten leicht beschnitten, oben unter nur geringem Darstellungsverlust der beiden Flügel des obersten Dämons beschnitten. Minimal fleckig, kleine Ausbesserung oberhalb des Heiligen Kopfes, zu den Seiten sowie entlang des oberen Randes sehr sorgfältig angerändert und mit sehr feiner und unauffälliger Federretusche die Darstellung ergänzt. Im Gesamteindruck sehr gutes Exemplar. Von großer Seltenheit.

Provenienz: Aus der Graphischen Sammlung der Albertina in Wien, mit deren Dublettenstempel (Lugt 5e und 5h).

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.355)


Zuschlag
€ 12.000 (US$ 13.559)



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Dürer, Albrecht
Das Tier mit den Lammshörnern

Los 6290

[*] Das Tier mit den Lammshörnern.
Holzschnitt. 38,5 x 27,9 cm. cm. (1496-1498). B. 74, Meder 175, vor dem Text. Wz. Reichsapfel (Meder 53).

Dürer illustriert hier das dreizehnte Kapitel der Johannes Offenbarung, in dem es zu Beginn heißt: „Und ich sah ein Tier aus dem Meer steigen, das hatte zehn Hörner und sieben Häupter und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Häuptern lästerliche Namen. Und das Tier, das ich sah, war gleich einem Panther und seine Füße wie Bärenfüße und sein Rachen wie ein Löwenrachen. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Macht [...]“ (Offb 13,1-11). Das gesuchte Blatt zählt zu den selteneren Darstellungen aus dem Zyklus der Apokalypse. - Prachtvoller, klarer und dabei leuchtender Druck vor der deutschen Urausgabe, an bzw. partiell knapp innerhalb der Einfassung geschnitten. Nur minimal fleckig, verso leichte horizontale Mittelfalte mit zarten Trockenfältchen, winzige Nadellöchlein mittig, unmerkliche Ausbesserung in den Strahlen rechts der Krone oben, schwache Leimspuren verso, sonst sehr schönes Exemplar. Aus einer bisher nicht identifizierten Sammlung "ER im Kreis" (Lugt 899).

Schätzpreis
€ 18.000   (US$ 20.339)


Zuschlag
€ 24.000 (US$ 27.119)



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Füssli, Johann Heinrich
Der Nachtmahr

Los 6329

nach. Der Nachtmahr - Der Alp drückt eine schlafende Frau.
Radierung in Punktiermanier von Laurede. 23,5 x 26 cm. Wz. Schrift.

Johann Heinrich Füssli thematisierte in seinem Werk immer wieder die Welt der Träume und Visionen, oft des Grauens, und er wurde dabei von englischen Gespenstergeschichten inspiriert. In seinen Bildern verliert die konkrete Welt des Äusseren an Faszination gegenüber der Welt des Subjekts. - Ganz ausgezeichneter Druck auf bzw. knapp innerhalb der Plattenkante geschnitten. Leicht stockfleckig und mit nur leichten Gebrauchsspuren, auf ein Fensterpassepartout einer Albumseite montiert, sonst sehr gut. Beigegeben nach Guido Reni "L'instruction satirique" (auf dieselbe Albumseite montiert).

Schätzpreis
€ 400   (US$ 451)


Zuschlag
€ 5.500 (US$ 6.214)



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Niederländisch
Album mit Käfern, Spinnen, Schmetterlingen, Heu...

Los 6333

[*] 18. Jh. Album mit Darstellungen von Käfern, Spinnen, Schmetterlingen, Heuschrecken, Libellen, Raupen und weiteren Insekten.
Ca. 64 Blatt, einseitig bezeichnet, mit Gouachen, teils über Spuren von schwarzer Kreide, wohl von anderer Hand das Wappen der Grafen zu Königsegg, dieses gezeichnet "Karl Hillmayer fecit". Grüner Pappband des 19. Jh. mit Moirée-Prägung (leicht fleckig, bestoßen und berieben). Quer 4to. Wz. C & I Honig mit Nebenmarke VI.

Äußerst qualitätvolle, detaillierte und naturgetreue Studien in der Tradition der flämischen Maler Joris und Jacob Hoefnagel sowie Jan van Kessel d. Ä.

Schätzpreis
€ 8.000   (US$ 9.040)


Zuschlag
€ 17.000 (US$ 19.210)



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Löffler, Christoph
PatrickXL

Los 6356

"Patrick XL".
Öl auf Leinwand. 125 x 130 cm. Unten rechts mit Pinsel in Blau monogrammiert "L" und datiert, verso auf dem Keilrahmen nochmals signiert und betitelt. 2015/16.

Seit gut einem Jahrzehnt widmet sich Christoph Löffler der Darstellung kleiner Plüschtiere. Altmeisterlich in vielen übereinandergelegten Lasuren gemalt verwandelt der Künstler diese oft billig hergestellten Spielzeuge in veritable Persönlichkeiten mit ausgeprägtem Charakter.

Schätzpreis
€ 15.000   (US$ 16.950)


Zuschlag
€ 20.000 (US$ 22.599)



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Dürer, Albrecht
Das Rhinozeros

Los 6365

Das Rhinozeros.
Holzschnitt. 21,2 x 29,5 cm. 1515. B. 136, Meder 273, 4.-5. Ausgabe (von 8). Wz. Lilienwappen mit angehängtem WR und drei Perlen im Kronenreif, Meder 121.

Im Jahre 1515 traf ein portugiesisches, aus dem indischen Goa kommendes Schiff im Hafen von Lissabon mit einem in Europa seit der Antike nicht mehr gesehenen Tier an Bord ein - einem indischen Panzernashorn, lateinisch auch Rhinoceros unicornis. Das exotische Tier war zuvor ein Geschenk des Sultans Mustafar von Gujarat an den portugiesischen Gouverneur von Goa Alfonso de Albuquerque gewesen, welcher es wiederum König Manuel I. von Portugal schenkte. Die Nachricht von diesem bisher in Europa nur durch antike Schriften bekannten, fremdartigen Tier verbreitete sich schnell über den ganzen Kontinent. Valentin Ferdinand, ein aus Mähren stammender und in Lissabon lebender Buchdrucker und Nachrichtenagent, schrieb den mit ihm verbundenen Nürnberger Kaufleuten einen ausführlichen Bericht über das Ereignis, der große Beachtung fand. Dieser Brief und eine wohl beigelegte Zeichnung dienten vermutlich auch Dürer als Vorlage für seine ikonische Darstellung. Dürers Holzschnitt traf bei seinen Zeitgenossen auf größtes Interesse und prägte bis ins 18. Jahrhundert hinein in ganz Europa und sogar bis in die amerikanischen Kolonien maßgeblich die Vorstellungen vom Aussehen des exotischen Tieres (vgl. Schoch/Mende/Scherbaum, Albrecht Dürer, Das druckgraphische Werk, München 2002, Bd. II, S.424). - Das gesuchte Blatt mit dem Wasserzeichen der 4. Ausgabe, aber dem Sprung durch beide Hinterbeine, in einem ausgezeichneten, nur rechts und unten etwas trockenem Druck, mit der Einfassungslinie. - Links oben eine Quetschfalte, aufgezogen, entlang der Mittelfalte fein säuberliche Ausbesserungen, mittig winziges Nadellöchlein, links oben ein Fleckchen, sonst nur minimal fleckig und leicht gebräunt, sonst sehr gut erhalten. Selten.

Schätzpreis
€ 15.000   (US$ 16.950)


Zuschlag
€ 20.000 (US$ 22.599)



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Ferguson, Max
"Deyrolle"

Los 6375

"Deyrolle".
Öl auf Platte. 40 x 60 cm. Signiert links auf der Tischkante "Max Ferguson", verso diverse eigenh. Kommentare sowie montierte Photos und Texte. 2019.

Max Fergusons Gemälde führt uns in die Räume des Pariser Naturalienhändlers Deyrolle, einen jener wie in einer Zeitkapsel eingeschlossenen magischen Orte, die den New Yorker Künstler faszinieren und die er in seinen altmeisterlichen, in vielen Malschichten aufgebauten Ölgemälden für die Nachwelt festhält. Das beinahe Vergangene für die Zukunft zu bewahren - diesen Anspruch verfolgt Max Ferguson auch bei diesem Interieur des weithin berühmten Handelshauses, das sich seit der Eröffnung im Jahr 1831 dem Aufbewahren, Konservieren und Präparieren widmet. Bereits der Firmengründer, der Entomologe Émile Deyrolle, und besonders dessen Sohn Achille erweiterte das Angebot von exotischen und einheimischen Säugetieren, Vögeln, Insekten, Muscheln und Krustentieren um eine florierende Editionstätigkeit, die auch wissenschaftliches Lehrmaterial mit einschloss. Berühmt sind etwa die pädagogischen Tafeln und anatomischen Modelle, die in Lehranstalten weltweit Einzug fanden. 1888 bezog das mittlerweile zu einer festen Institution avancierte Etablissement die bis heute genutzten Räumlichkeiten an der Rue du Bac im Herzen des siebten Arrondissements. Die edle Einrichtung mit illuminierten Vitrinen, Schaukästen, Schubladenschränken und Galerien in eleganten, teils getäfelten, teils farbig gefassten Räumen spiegeln den illustren Geschmack einer vergangenen Epoche wider. Die hier präsentierten Tiere und Naturalien versetzen den Besucher in die Kunst- und Wunderkammern früherer Jahrhunderte. Es überrascht daher kaum, dass der wundersame Ort schon lange vor Max Ferguson Künstler wie André Breton, Salvador Dalí und Jean Debuffet faszinierte und auch heute noch ein Magnet ist für Liebhaber, Sammler, Wissenschaftler und Dekorateure, die nach Anregungen suchen. Auch staunende Kinder lassen sich von Deyrolle verzaubern.
Das Gemälde von Max Ferguson zeigt einen der zentralen Räume der Naturalienhandlung im ersten Stock des Stadtpalais aus dem späten 17. Jahrhundert. In einem Kabinett, das von ausgestopften exotischen Tieren bevölkert wird, steht eine Frau an einer geöffneten Lade eines Sammlungsschrankes und betrachtet die darin liegenden Objekte. Es ist eine stille Szene, die sich fernab des Lärms der Großstadt abspielt. Meist erscheinen die Figuren von Ferguson allein, doch anders als bei dem häufig für Vergleiche herangezogenen Edward Hopper, sind sie nicht einsam. Ihre Einsamkeit ist kontemplativ, die Aufmerksamkeit wird von der Arbeit absorbiert und lässt Hingabe und Konzentration vermuten. Ferguson identifiziert sich mit den Berufen, die er ins Bild setzt, denn er selbst versteht seine Arbeit als ein Handwerk. Der Künstler, der zunächst Filmanimation an der New York University studierte, setzte sich während eines Auslandsaufenthaltes in Amsterdam mit der holländischen Malerei des Goldenen Zeitalters auseinander. Mehr noch als die technische Virtuosität der Alten Meister bewunderte er deren Fähigkeit, mit den Mitteln der Malerei Alltägliches semantisch aufzuladen, dem Profanen gar „Sakramentales“ zu verleihen. Seine Herangehensweise wurzelt in traditionellen Techniken und seine Werke entstehen über Monate hinweg in einem geduldigen und sorgfältigen Prozess. Die Bezeichnung Fotorealismus mag, wenn man sie allein auf das Technische bezieht, zutreffend sein, greift aber für Fergusons künstlerischen Anspruch zu kurz. Denn neben der ästhetisch-visuellen Qualität seiner Werke ist die Empathie für das Dargestellte von zentraler Bedeutsamkeit.

Schätzpreis
€ 20.000   (US$ 22.599)


Zuschlag
€ 27.000 (US$ 30.509)



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Caroselli, Angelo
Kämpfende Löwen und Leoparden

Los 6380

Kämpfende Löwen und Leoparden.
Öl auf Leinwand, doubliert. 35 x 45 cm.



Literatur: Daniela Semprebene: Angelo Caroselli. 1585 - 1652. Un Pittore Irreverente. Rom 2011, S. 172-173 mit Abb.

Schätzpreis
€ 12.000   (US$ 13.559)


Zuschlag
€ 9.000 (US$ 10.169)



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