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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Katalog Moderne Kunst Teil I » zur Kunstabteilung
Moderne Kunst Teil I Auktion 115, Sa., 6. Juni, 14:30 Uhr


» Gesamter Katalog (Lose 8200 - 8504)

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Kapitel Moderne Kunst Teil I / Modern Art Part I (Lose 8200 - 8504) » Kapitelwahl

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Mammen, Jeanne
Paar von hinten

Los 8340

Paar von hinten
Bleistift auf Velin. Um 1910-1914.
20,8 x 12,7 cm.
Unten rechts mit Feder in Blau monogrammiert "JM".

Charmante kleine Studie, die durch die schwungvolle, rasch skizzierte Haltung und Bewegung des Paares besticht.
Wir danken Frau Cornelia Pastelak-Price, Förderverein der Jeanne-Mammen-Stiftung e.V., Berlin, für die Echtheitsbestätigung und die freundlichen Auskünfte.

Provenienz: Jeanne-Mammen-Gesellschaft e.V. Berlin
Privatbesitz Berlin

Schätzpreis
€ 500   (US$ 550)


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Mammen, Jeanne
Weiblicher Rückenakt, sich streckend

Los 8341

Weiblicher Rückenakt, sich streckend
Bleistift auf dünnem Velin. Um 1930.
58,9 x 47,8 cm.
Unten rechts mit Bleistift monogrammiert "JM".

Ab den frühen 1930er Jahren entsteht im Werk Mammens eine mehrere hundert Blätter umfassende Serie von Bleistift- und Federzeichnungen auf einfachem Zeichenpapier, Porträt- und Aktstudien, die die Künstlerin während ihrer Besuche in einem täglich stattfindenden privaten Abendaktstudio in der Hardenbergstraße anfertigt. „Der (Kurs) war um die Ecke. Ich hab mir überlegt: Du hast genug Pfeffer und gehst dahin. (…) Da hab ich mich krumm und lahm gezeichnet: vier Stunden am Tag. Das waren meine Fingerübungen.“ (Jeanne Mammen, zit. nach: Jeanne Mammen 1890-1976, Monographie und Werkverzeichnis, hrsg. v. Jörn Merkert, Köln 1997, S. 49). Während die Porträts durch eine detaillierte und präzise Erfassung und Übersteigerung der individuellen Physiognomie der Dargestellten gekennzeichnet sind, verfolgt Mammen in den Aktstudien formale Interessen: der statuarische Aufbau des menschlichen Körpers, seine linearen und plastischen Qualitäten interessieren sie, denn sie ist auf der Suche nach einer Abkürzung der Form und damit auf der Suche nach Abstraktion.
Wir danken Frau Cornelia Pastelak-Price, Förderverein der Jeanne-Mammen-Stiftung e.V., Berlin, für die Echtheitsbestätigung und die freundlichen Auskünfte.

Provenienz: Jeanne-Mammen-Gesellschaft e.V. Berlin
Privatbesitz Berlin

Schätzpreis
€ 800   (US$ 880)


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Mammen, Jeanne
Bühnenszene: Jüngling, umgeben von drei Alten

Los 8342

Bühnenszene: Jüngling, umgeben von drei Alten
Feder in Schwarz auf festem Velin. Um 1946.
20,9 x 27,4 cm.
Unten rechts mit Feder in Schwarz monogrammiert "JM".

Zwischen 1946 und 1948 illustriert Mammen für die Zeitschrift "Ulenspiegel2, es folgen Aufträge u.a. für die Tageszeitung "Der Kurier". Ihre Zeichenarbeit für diese Blätter bringt sie wieder näher an Themen, für die sie sich bereits in Paris und Brüssel begeisterte – Tanz, Bühne und Kabarett. In unserer Zeichnung, für den "Kurier" angefertigt, beschreibt Mammen eine skurril anmutende Bühnenszene. Die Gesichter der drei Alten, aufgesetzten Masken ähnlich, lassen sie als irre Wesen erscheinen, von denen sich der Jüngling wie erschrocken zeigt. Es kann sich um die Beschreibung eines Theaterstücks handeln, bei der die drei Alten versuchen, den Jüngling in einen Hinterhalt zu locken. Zeichnerische Arbeiten Mammens für den "Kurier" sind auf dem Auktionsmarkt äußerst selten.
Wir danken Frau Cornelia Pastelak-Price, Förderverein der Jeanne-Mammen-Stiftung e.V., Berlin, für die Echtheitsbestätigung und die freundlichen Auskünfte.

Provenienz: Jeanne-Mammen-Gesellschaft e.V. Berlin
Privatbesitz Berlin

Schätzpreis
€ 900   (US$ 990)


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Marwan
Kopf

Los 8343

Kopf
Aquarell auf Aquarellpapier. 2001.
26,7 x 18,7 cm.
Unten links mit Bleistift signiert "Marwan", datiert sowie gewidmet "für Helmut".

Abstrahierte Gesichtslandschaft in extremer Nahsicht. Marwan arbeitet mit dem typischen, energischen und lockeren Pinselduktus sowie erdigen, ineinanderlaufenden Aquarellfarben. Links wird das Strichgerüst unseres Gesichts durch eine Fläche von warmen Rottönen abgerundet. Vielleicht ein Hinweis auf die freundschaftliche Verbindung zum Modell?
"In seinen 'Gesichtslandschaften' geht er - wie die Kamera im Film - ganz nahe an diese Gestalten, die sich so unverstellt mit ihrer gemarterten Innenwelt ans Außen wenden, heran." (Jörn Merkert, in: Marwan, Ausst.-Kat. Berlinische Galerie, Berlin 2001, S. 33).

Schätzpreis
€ 800   (US$ 880)


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Marwan
Kopf

Los 8344

Kopf
Radierung mit Kaltnadel und Aquatinta auf festem Velin. 1979.
68 x 98 cm (76,2 x 107,3 cm).
Signiert "Marwan" und datiert. Auflage 15 num. Ex.
Merkert 160.

Prachtvoller, toniger Druck dieses großformatigen Blattes, mit deutlich zeichnender Plattenkante und dem vollen Rand. Selten.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 990)


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Masereel, Frans
Zwei Docker essend

Los 8345

Zwei Docker essend
Öl auf Leinwand. 1967.
46 x 55 cm.
Unten links mit Pinsel in Schwarz monogrammiert "FM" und datiert, verso auf der Leinwand mit Pinsel in Schwarz signiert "Frans Masereel" und erneut datiert.

Verso wohl von fremder Hand auf dem Keilrahmen betitelt "Deux dockers mangeant" und datiert.
Masereel wählte nach dem Zweiten Weltkrieg Nizza als festen Wohnsitz. Die Modelle für seine Gemälde fand er nun in den Dockern und Matrosen sowie deren Frauen. In unserem Gemälde schildert er die Arbeitswelt von zwei Dockern, die während ihrer Pause, auf dem Steinboden sitzend, mit bloßen Händen essen. Weil sie nur in langen Hosen bekleidet sind, erkennt der Betrachter die muskulösen Oberkörper, die von der harten körperlichen Arbeit zeugen. In dicken, schwarzen Strichen beschreibt Masereel die beiden Männer in ihrer unmittelbaren und selbstbewussten Schönheit. Leichte Akzente in Rot verleihen den Körpern eine pulsierende Kraft. Das tiefe Blau des Wassers im Hintergrund bekundet Masereels Liebe zum Meer. Wenngleich er die Arbeitswelt realistisch und nahezu nackt wiedergibt, lässt sich dennoch eine Bewunderung für die beiden Männer, die im Einklang mit ihrer Welt zu sein scheinen, erkennen. Denn der künstler zeigt sich in seinen sozialkritischen Werken immer als großer Humanist.

Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 6.600)


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Masereel, Frans
Menschenmenge

Los 8346

Menschenmenge
Pinsel in Schwarz auf Velin, auf Untersatzkarton kaschiert. 1918.
36 x 26 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Schwarz monogrammiert "FM" und mit Bleistift datiert.

Eine im unteren Bildrand angeordnete Menschenmenge steht frontal dem Betrachter gegenüber. Bedrohlich, teils mit verschränkten Armen, haben sich Männer sowie Frauen in dichten Reihen nebeneinander aufgestellt. Ein korpulenter Mann mit breiten Schultern, Zylinder und Stock baut sich mittig wie ein Schläger auf. Über den Menschen geht der Blick durch eine monumentale Fenstergalerie hinaus in die durch Technik und Krieg geschändete, rauchende Stadtlandschaft. In dicken, balkenartigen Strichen drückt Masereel den geballten Protest der Menschen aus. Seine Nähe zum Holzschnitt tritt in der Zeichnung deutlich hervor, ab 1917 reüssierte er mit großen Linol- und Holzschnittfolgen. Die Unmittelbarkeit und Intensität der Darstellung, die nicht nur die Zeitverhältnisse um 1918 darzustellen scheint, sondern aus einer Betroffenheit und Anteilnahme des Künstlers heraus entstanden sein muss, macht die Arbeit einzigartig. Masereels Werk ist geprägt durch seine Solidarität mit den Menschen, die in der modernen Zivilisation verloren und ausgebeutet scheinen, nicht unbegründet ist sein Werk auch in den kommunistischen Staaten populär gewesen. Masereel möchte den Menschen eine Stimme geben, seine Kunst wird zu seiner Waffe gegen Unterdrückung und Leid.

Provenienz: Sammlung Marvin und Janet Fishman Milwaukee/Wisconsin
Karl & Faber München, Auktion 233, 28.10.2010, Los Nr. 109

Ausstellung: German and Austrian Art of the 1920s and 1930s: The Marvin and Janet Fishman Collection, Marquette University, Haggerty Museum of Art, Milwaukee 2002

Schätzpreis
€ 12.000   (US$ 13.200)


Masson, André
Cheval effrayé par le sang

Los 8347

Cheval effrayé par le sang
Bronze mit dunkler Patina, partiell farbig gefasst. 1987.
79 x 58,5 x 5 cm.
Unten links monogrammiert "A M" und mit dem Gießerstempel "F(onderia O.) Brustolin, Verona". Auflage 12 num. Ex.
Passeron 177.

In Massons Werken ist eine stetige existenzielle Unruhe zu finden, welche die beiden Weltkriege und Krisen seiner Zeit widerspiegelt. Sein stilistisch ständig im Wandel begriffenes Werk strahlt Erfindungsreichtum und große Gestaltungskraft aus. Bei unserer reliefartigen Bronze, die nach einer 1953 entstandenen, wesentlich kleineren Terakotta mit demgleichen Motiv gefertigt wurde, ließ sich Masson sicherlich von frühzeitlicher Höhlenmalerei beeinflussen.
Prachtvoller Guss mit sehr schön leuchtender Patina. Gesamthöhe mit Metallständersockel 63,5 cm.
Mit einer Fotoexpertise des Comité André Masson, unterschrieben von Diego Masson, Paris 1995.

Provenienz: Galleria Due Ci Rom
Privatsammlung Rom

Schätzpreis
€ 15.000   (US$ 16.500)


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Maurer, Dóra
(de)formation C I

Los 8348

"(de)formation C I"
Radierung auf festem Velin. 1978.
62,3 x 40,7 cm (69,7 x 50 cm).
Signiert "maurer", datiert und betitelt.

Maurer, Vertreterin der ungarischen Neoavantgarde, legt der Werkreihe der "(De)formation" die Anordnung, Verschiebung und Zusammenfügung geometrischer Formen sowie die Auseinandersetzung mit mathematischen Berechnungen zugrunde. Arbeiten der Künstlerin sind u.a. in der Nationalgalerie Berlin, der Grafischen Sammlung der Albertina Wien, der Tate Gallery London und dem Museum of Modern Art New York zu finden. Ausgezeichneter Druck mit Rand.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.320)


Mayer, Martin
Sich Abtrocknende

Los 8349

Sich Abtrocknende
Bronze mit goldbrauner Patina auf Bronzeplinthe. 1963.
66 x 22 x 22,5 cm.
Auf der Plinthe rückseitig in der Mitte monogrammiert "MM" und datiert.

Der in München lebende Bildhauer Martin Mayer studierte an der Akademie der Bildenden Künste München von 1949-1954 und war der Lieblingsschüler von Theodor Georgii, dem Schwiegersohn Adolf von Hildebrands. Mayer konnte das große Atelier Georgiis übernehmen, das früher Hildebrand gehört hatte. Er verehrte den weiblichen Körper und schildert sie in ihrer reizvollen Unbefangenheit mit sinnlicher, körperlicher Präsenz. Eines seiner Hauptwerke ist die Olympia Triumphans im Münchner Olympiapark. "Wie es für viele Künstler ein Thema gibt, das sie ihr ganzes Leben lang immer wieder variieren, ohne deshalb jemals eintönig zu werden, wie zum Beispiel für den Bildhauer Marini Roß und Reiter, oder wie für den Maler Morandi Vasen und Töpfe, so ist es für Martin Mayer der Frauenkörper, in dem er seine Emotionen auslebt. Trotz ihrer raumverdrängenden Fülle haben sie einen geheimen Liebreiz, trotz ihrer Sinnlichkeit sind sie zugleich verhalten. Ablauf und Spannungen der Wölbungen und Flächen sind so einleuchtend, dass auch das abstrahierende Auge immer wieder befriedigt wird." (Franz Roh, in: Martin Mayer. Plastiken-Zeichnungen, Nürnberg o.J.). Unsere sich Abtrocknende besticht mit ihrer charmanten Versunkenheit in einer alltäglichen, völlig unbedeutenden Handlung, die durch die Thematisierung und Realisierung von Mayer nun für die Ewigkeit bestimmt ist. Herrlicher Guss mit goldbraun schimmernder und lebendiger Patina, diese stellenweise poliert.

Literatur: Hans Konrad Roethel, Martin Mayer. Bronzeplastiken und Zeichnungen, München 1972, Abb. 60/61

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.400)



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