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Autographen Auktion 115, Mi., 8. Apr., 15.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Blass, Ernst
Brief 1924 an Loewenson

Los 2601

- Blass, Ernst, expressionistischer Lyriker, Kritiker, Publizist und Essayist, Mitglied in Kurt Hillers "Neuem Club" (1890-1939). Brief m. U. "Ernst Blass". 1 S. Mit gedrucktem Briefkopf "Paul Cassirer / Verlag". Gr. 4to. Berlin 1.XII.1924.

An Georg Heyms Freund Erwin Loewenson. "... Herr Werner Wolff sagte mir, dass Sie den literarischen Nachlass Georg Heyms besitzen und berechtigt sind, über ihn zu verfügen. Ich will nun hier ein Jahrbuch herausgeben, in dem ich ausserordentlich gern das Andenken Heyms durch den Druck noch unveröffentlichter Gedichte lebendig erhalten würde. Es erscheint mir dies sogar als eine Pflicht, denn nach wie vor erscheint mir Heym als der bedeutendste Lyriker der jüngeren Generation ... In dem Jahrbuch wird noch erscheinen: Ein dramatisches Gedicht von mir, eine längere Szene von Berthold Viertel, erzählende Prosa von Friedrich Burschell, Stefan Ehrenzweig und Essayistisches von Walter Benjamin, Willy Haas, Arthur Kronfeld ...". - Das geplante Jahrbuch ist nicht erschienen. - Angestaubt; Randschäden und Faltenrisse. - Sehr selten.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 517)


Heym, Hermann
2 Briefe + Beilagen

Los 2602

- Heym, Hermann, Vater Georg Heyms, Reichsmilitärstaatsanwalt (1850-1920). 2 eigh. Briefe m. U. "Heym". Zus. 31/2 S. auf 2 Doppelbl. Gr. 8vo. Marienfelde bei Berlin 14.III. und 18.V.1913.

An Wilhelm Simon Guttmann, den Entdecker Georg Heyms, Schriftsteller, z. T. unter dem Namen "W. S. Ghuttman", Gründungsmitglied in Kurt Hillers "Neuem Club", später Dadaist, Spartakist und Pressefoto-Agent (1891-1990). "... Unter Zurückgabe des anliegenden Schreibens des Verlages Kurt Wolff wiederhole ich meine Einverständniserklärung zur Veröffentlichung den Gedichten unseres Sohnes Georg im 'Neuen Pathos' unter der Voraussetzung, daß mir die Gedichte vor der Drucklegung zugehen und ich mir im einzelnen Falle die Versagung der Veröffentlichung vorbehalte ...". Auch setze er voraus, daß Guttmann den Verlag Kurt Wolff ausdrücklich informiert habe, "daß es sich bei diesen Veröffentlichungen um solche Gedichte handelt, welche sich nachträglich im Nachlaß unseres Georg vorgefunden haben und welche in den Gedichtbänden: Der ewige Tag bzw. Umbra vitae nicht enthalten sind [14.III.1913] ... Ihnen für die Übersendung der inliegend zurückgesandten Abschriften bestens dankend erkläre ich mich mit der Aufnahme in die von Ihnen geplante Zeitschrift einverstanden. Ich setze voraus, daß Sie sich auch des Einverständnisses des Verlegers Rowohlt in Leipzig versichert haben, ohne dessen Zustimmung ich nach dem Vertrag nicht verfügen darf ..." [18.V.1913]. - Der "Neue Club" plante eine Zeitschrift "Neopathos", von der aber nur die Druckfahnen für das erste Heft produziert wurden. Es erschien dann die Zeitschrift "Das Neue Pathos", von der aber auch nur zwei Hefte herauskamen, bevor sie in ein Jahrbuch umgewandelt wurde. - Dabei: Wilhelm Simon Guttmann. Eigh. Postkarte m. U. "WS.G." 11/2 S. (Berlin 18.VII.1911). - An Georg Heyms Freund Erwin Loewenson. "... I. Der Plan ist abgeschickt. Unger hatte mich morgens 8 Uhr, Sonntag, zu sich bestellt. War dann einfach nicht zu Hause. Ich tobsüchtig, schickte den Plan, den ich mit ihm hatte fabrizieren wollen, ab. - II. Habe aber bereits vor Empfang Ihrer Karte eine an R. gesandt. Kaum habe ich den Plan abgeschickt, als Reue mich packt. Aus diesen Schnitzeln ist natürlich gar nichts zu ersehen (Wahrscheinlich ist da sogar durch die Verkürzung der Gedanken alles ganz anders, als ich's meine). Lassen Sie sich also nicht durch den blöden Tonfall meines letzten Briefes abhalten ... III. Die Welt ist eine zionistische Zeitschrift. Wollen Sie das denn nicht begreifen? 'Rache' paßt mir ja auch nicht, aber dann doch schon lieber: 'Der leibhaftige Satan! Tobsucht oder Wutanfall! Das Klystier! Der Perfekte Dämoniker' oder so. - IV. v. H. [van Hoddis?] ist wieder hier. Unger wohnt bei sich. - V. Zu Heyms eigner Tobsucht ist im letzten Pan ein blöder Artikel über ihn von Hiller. - VI. Habe ich mit dem Verleger Bard geredet ...". - Ferner beiliegend: 1 masch. Brief des Berliner Rechtsanwalts Max Cohn an Hermann Heym über dessen erwarteten Besuch: "... Es wäre mir lieb, wenn Sie mir die übersandten Gedichte, die ich an Herrn Guttmann zurückgeschickt habe, gütigst wieder mitbringen würden, evtl. mit dem Nachwort, wenn Herr Guttmann Ihnen dieses schon zugänglich gemacht hat ..." [11.III.1912] - 1 masch. Brief des Verlegers Ernst Rowohlt an Erwin Loewenson: "... Im Auftrage des Herrn Geheimrat Heym erlaube ich mir Ihnen anbei ein gebd. Exemplar von UMBRA VITAE zu übersenden. Herr Geheimrat Heym spricht Ihnen seinen verbindlichsten Dank für Ihre Bemühungen in der Angelegenheit aus und ich füge mich dieser Danksagung ganz ergebenst an ..." [4.VII.1912]. - Dieser Brief mit größerem, aber unterlegtem Einriss beim Namenszug. - 1 masch. Brief des Kurt Wolff Verlags an Wilhelm Simon Guttmann: "... Ich bin damit einverstanden, dass Sie Gedichte von Georg Heym im 'Neuen Pathos' veröffentlichen, falls entweder im Text, oder in dem Anzeigenteil darauf hingewiesen wird, dass die Werke Georg Heyms in meinem Verlage erschienen sind ..." [12.III.1913]. Mit Angabe der Buchhandelspreise bei Kurt Wolff, darunter: "Der Dieb, ein Novellenbuch, geb. M. 4.-, geh. M. 3.-". Dieses Buch erschien aber zunächst nicht bei Kurt Wolff, sondern bei Rowohlt. - Zus. 6 Teile.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 690)


Greulich, Helmut
2 Briefe an Loewenson + Beilage

Los 2603

"einer der merkwürdigsten Menschen"
- Greulich, Helmut, Student in Köln und Breslau, promovierte über Georg Heym. 1 eigh. und 1 masch. Brief m. U. "Helmut Greulich". Zus. 2 S. Gr. 4to und folio. Köln 12.VII.1927 und Breslau 15.VIII.1929. - Dazu das eigh. Konzept eines Antwortbriefes von Erwin Loewenson. 1 S. Gr. 4to. (Berlin 1927).


An Erwin Loewenson in Sachen Georg Heym. "... Die menschliche und dichterische Persönlichkeit Georg Heyms beschäftigt mich seit einiger Zeit. Zur Abrundung seiner Persönlichkeit wäre mir ein Einblick in seinen Nachlaß höchst wertvoll. Der Kurt Wolff-Verlag und Herr Dr. K. Pinthus verwiesen mich an Sie ..." [Köln 1927]. Loewensons Antwort liegt im Konzept vor: "... Georg Heyms Nachlaß ist ein ziemlich gewichtiger Stoß schwer entzifferbarer Manuskripte. Werden Sie bald einmal in Berlin sein? Ich zeige Ihnen dann gern alles was Sie interessiert. Auch könnte ich Ihnen viele Einzelzüge erzählen. Heym war einer der merkwürdigsten Menschen die mir begegnet sind. Das Bild seines Wesens läßt sich aus dem bisher Veröffentlichten leider nicht gewinnen, die 'Dichtungen' im Kurt Wolff Verlag sollten ja erst der 1. Band sein, die Inflation hat den ursprünglichen Plan, das Ganze herauszubringen - mit Ausnahme der Tagebücher - und vor allem mit Gedichten niederen Ranges und Dramen-Fragmenten, die aber um so aufschlußreicher für die Person sind - durchkreuzt. Ich würde mich freuen, einen neuen Freund Georg Heyms kennenzulernen ..." [Berlin 1927]. - Greulich wählte "Georg Heym" als Dissertationsthema und promovierte damit 1929 in Breslau - wenn auch mit Hindernissen, wie er an Loewenson berichtet: "... Das Thema meiner Arbeit hat die traditionell verkalkte Universitäts-Wissenschaft in einige Verwirrung versetzt. Selbstverständlich war die Persönlichkeit Georg Heyms allen eine unbekannte und unerkannte Größe. Darüber hinaus jedoch fühlte man sich von der Tatsächlichkeit seiner dämonischen Irrationalität bedroht. - Es brachen weltanschauliche Gegensätze auf, die sich in der Gestalt des alten Geheimrats Siebs verkörperten; ein Mann übrigens, der sich trotz seines pensionsfähigen Alters eine gewisse Frische bewahrt hat ... Er fungierte als Korreferent für die Dissertation, während Prof. Merker als Referent trotz seiner grundsätzlichen Abneigung gegen Themen aus der Gegenwarts-Lit. sich fair für die Arbeit einsetzte. - Die mündliche Prüfung wurde mit Magna cum laude bestanden, die Dissertation jedoch empfing kein Prädikat! Ich betrachte dies als eine Bankerott-Erklärung der Universitäts-Wissenschaft; denn sie hatte ja die Möglichkeit, die Arbeit abzulehnen ... Vor der Drucklegung soll die Arbeit einer nochmaligen Überprüfung unterzogen werden ..." [Breslau 1929]. - Greulichs Arbeit über Heym erschien dann 1931 in der Reihe "Germanische Studien", die 1967 auch einen Reprint erfuhr.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 229)


Hiller, Kurt
Briefkarte an Georg Heym

Los 2604

- Hiller, Kurt, politischer Schriftsteller und Publizist, Gründer des "Neuen Clubs" mit Georg Heym und Freunden (1885-1972). Eigh. Briefkarte m. U. "Kurt Hiller". 2 S. (Berlin) 14.III.1911.

An Georg Heym, den er heftig tadelt, weil der sich bei dem Publizisten Franz Pfemfert darüber beschwert hatte, dass er für lyrische Beiträge in der "Aktion" kein Honorar erhalten habe. "... Pfemfert teilt mir mit, was Sie ihm geschrieben haben. Wer hat Ihnen denn nun dazu wieder geraten? Haben Sie denn vergessen, dass Pfemfert der erste und bisher einzige Redankteur gewesen ist, der Verse von Ihnen veröffentlicht hat? Dass ohne Pfemfert Herr Rowohlt nicht auf Sie aufmerksam geworden wäre? Offen gesagt, ich hätte Ihnen solche Undankbarkeit nicht zugetraut, und ich glaube auch, von selbst wären Sie auf den Schritt nicht verfallen; Sie geben sich zu leicht, zu widerstandslos unter Suggestionen. - Die Drohung also, der 'Aktion' keine weiteren Beiträge zu geben, falls Pfemfert Ihnen nicht jetzt Geld zahlt, ist, selbst wenn Pfemfert Geld wie Heu hätte, unerhört, aus obigen Gründen. Nun aber wissen Sie ganz genau, mit welchen finanziellen Schwierigkeiten eine derartige, nicht kapitalistisch fundierte Zeitschrift zu kämpfen hat ... Sie wissen, dass kein Mitarbeiter bis auf weiteres auch nur einen Pfennig Honorar bezieht; Sie wissen aber wahrscheinlich nicht, dass sogar Pfemfert selber die arbeitsreiche und mühsälige Tätigkeit des Redigierens ohne Entgelt (vorläufig) ausübt; dass er jetzt also nicht mal die lumpigen paar Kröten mehr hat, die Herr Dr. Zepler ihm früher auszuwerfen den Edelmut hatte ... Und bei dieser Lage der Dinge kommen Sie und schreiben ihm derartige Briefe ...".

Schätzpreis
€ 450   (US$ 517)


Hiller, Kurt
5 Briefe an Hermann Heym

Los 2605

Der Konflikt um den "Kondor"
- 5 eigh. Briefe m. U. "Dr Kurt Hiller". Zus. ca. 121/2 S. Mit einem integrierten Gedichtmanuskript nach Georg Heym. 4to. Berlin 16.II - 31. III.1912.

An Georg Heyms Vater, Geheimrat Dr. Hermann Heym. Teils sehr umfangreiche Briefe, mit denen Hiller den Juristen innerhalb weniger Tage geradezu "bombardiert", um sein "Kondor"-Projekt in der vorgesehenen Form zu retten. Aus ihnen wird auch ersichtlich ist, dass bereits kurz nach des Dichters Tod der notorisch streitlustige Hiller mit fast allen Personen des Umkreises um Georg Heym verfeindet ist. Zunächst führt er aus, dass er den mit derben antibürgerlichen Beschimpfungen gefüllten Gedichtzyklus "Das Grundbuchamt" nicht an Hermann Heym herausgeben könne, "da es einerseits zu etwa einem Viertel kein abgerundetes Manuskript, vielmehr Bestandteil von Briefen ist - und andererseits ich die mir daran zustehenden Urheberrechte bereits an Herrn Ernst Rowohlt (selbstverständlich unentgeltlich!) übertragen habe ... Jedenfalls versichere ich Ihnen, dass ich selber 'Das Grundbuchamt' keinesfalls, weder öffentlich noch privatim, drucken lassen werde. - Ferner besitze ich von Ihrem Sohne mehrere Einzelgedichte; sie sind alle im 'Ewigen Tag' erschienen, bis auf ein einziges, 'Träumerei in Hellblau', das er in eines meiner Notizbücher eingetragen hat. Sie begreifen, dass ich auch dieses nicht weggeben kann; aber ich werde mir erlauben, es Ihnen am Ende dieses Briefes abzuschreiben. 'Zur Prüfung' hat Ihr von mir verehrter Sohn mir nur einmal eine Arbeit geliehen, das Drama 'Atalanta'; und dieses entsinne ich mich ihm vor sehr langer Zeit bereits zurückgegeben zu haben ...". Erbittet dann seine Briefe und Postkarten an Georg Heym zurück, besonders einen unfreundlichen, kurz vor Heyms Tod abgeschickten Brief: "... Ich möchte bei dieser Gelegenheit nicht verfehlen, zu bemerken, dass ich Ihrem Sohne das Vorgehen, das mich ein paar Wochen vor seinem furchtbaren Ende zu einem gewiss sehr feindlichen Schreiben an ihn veranlasst hatte, selbstverständlich nicht im entfernstesten mehr nachtrage - umso weniger, als Georg Anfang Januar, wie ich durch Dr. Kronfeld erfuhr, den ersten Schritt zu einer Versöhnung getan hat ... Sie wissen vielleicht, dass Herr Rowohlt, zu dem ich bis dahin keine irgendwie geartete Beziehung hatte, mich spontan ersucht hat, Georg Heym's litterarischen Nachlass herauszugeben. Ich habe dieses Ersuchen abgelehnt - weil gewisse Herrchen, mit denen ich weder überhaupt noch insbesondre an der Bahre eines von mir stets verehrten Künstlers mich publizistisch herumzuschlagen gewillt bin, einer Annahme jenes Vorschlags falsche Motive untergeschoben hätten [16.II.1912] ... wie ich überhaupt gewillt bin, Ihnen, verehrter Herr Gehimrat, bezüglich der Angelegenheiten, die mit dem Namen Ihres Sohnes verknüpft sind, jeden Wunsch zu erfüllen; jeden - soweit nicht Überzeugungen bei mir dadurch tangiert werden. Dies freilich wäre der Fall, wenn ich aus der Gedichtsammlung 'Der Kondor', die ich nächster Tage herausgebe, die Verse Georg Heym's ausmerzte. Ich plane nämlich mit jenem Werke ein Bild der jüngsten lyrischen Produktion in Deutschland zu geben; plane, alle zwischen 1875 und 1890 Geborenen, die sich als Dichter durch Ursprünglichkeit, Kraft, Neuheit auszeichnen, (mit charakteritischen Proben) zu vereinigen. Da nun Ihr Sohn, meiner Auffassung nach, eine der markantesten Persönlichkeiten innerhalb der letzten lyrischen Litteratur ist, wäre es geradezu ein Fehler, ihn im 'Kondor' nicht zu bringen ... Nun besteht bei Ihnen ein Zweifel darüber, ob Georg selber mit dieser Publikation einverstanden gewesen wäre. Dieser Zweifel ist, wie ich Ihnen zu erklären nicht anstehe, beerechtigt. Denn Herr Guttmann wird Ihnen erzählt haben, dass Georg sich über die Mitarbeiter der Anthologie sehr abfällig geäussert und seine eigne Mitarbeit abgelehnt habe ... Am 6. Juni 1911 teilte mir Georg, auf meine Aufforderung, sich an der Anthologie zu beteiligen, mit: '... Mit einer Anthologie bin ich einverstanden. Sie könnten weiteres veranlassen. Ich gebe Ihnen freie Hand, Nur, ich möchte nicht an Rowohlt schreiben. Tun Sie das ...'. Schliesslich realisierte sich mein Plan ... Freilich war Georg suggestibel, und kurze Zeit nach der Übersendung der [Druck-] Bogen hatten seine 'Freunde' (welche zugleich meine Neider und 'Feinde' waren; wohl auch noch sind) ihn dazu gebracht, mir zu schreiben: 'Ich trete von der Anthologie zurück, da auch Guttmann nicht mitmacht'. (Nb: Ich hatte Herrn G. natürlich garnicht aufgefordert!) ... aber ich stellte mich damals keineswegs auf den juristischen Standpunkt, sondern suchte Georg von der Unzweckmäßigkeit seines Schrittes, insbesondere von der Haltlosigkeit der Argumente seiner Ratgeber gütlich zu überzeugen; ich machte damals auch aus andern Gründen starke Anstrengungen, ihn von den schädlichen Suggestionen jener Herren zu befreien ... Schliesslich kam, Ende November oder Anfang Dezember, die - Ihnen in meinem vorigen Brief angedeutete - persönliche Entzweiung zwischen uns; deren Ursachen hatten mit der Anthologiefrage nichts zu tun, aber die Wirkung war selbstverständlich für diese Frage ungünstig ... Nun wandte sich Georg, einen Tag ... vor seinem entsetzlichen Ende, an meinen Freund Dr. Kronfeld mit der Bitte, ihm den ganzen Konflikt mit mir vortragen und sein eigenes Verhalten ausführlich rechtfertigen zu dürfen. Dieser Schritt konnte, nach Dr. Kronfeld's und auch meiner Meinung, nichts anderes bedeuten als der Versuch, sich mit mir wieder zu versöhnen. Georg hätte bei diesem Versuch Erfolg gehabt ... Ihres Sohnes Name aber wird im Vorwort nicht verschwiegen werden können. Schon deshalb nicht, weil der Verlag Rowohl seine Zustimmung zum Abdruck der Gedichte von der Nennung der Verlagsfirma abhängig gemacht hat. Zweitens wünsche ich, dem von mir hochverehrten Dichter öffentlich das Meinige nachzurufen. Und drittens ist die Umänderung des Vorworts technisch kaum mehr möglich. - Der Name des Herrn Jentzsch kommt in dem Buch nirgends vor. Ich zitiere lediglich ein Versbruchstück von ihm, als (ausgezeichnetes) Beispiel dafür, wie ein Dichter es nicht machen soll. Wenn die Herren Jentzsch oder Guttmann (oder sonstige) sich an mir in der Weise 'rächen' wollen, dass sie meine Anthologie dazu benutzen, den Namen Ihres Sohnes in den Mittelpunkt einer hässlichen Presspolemik zu stellen, so trage nicht ich die Verantwortung dafür, sondern jene tragen sie ... Im 'Kondor' sind Autoren vertreten, die (nicht bloss nach meiner - vielleicht unmassgeblichen - Meinung, sondern auch nach der Meinung unserer massgeblichen Kunstrichter) die Blüte der gegenwärtigen Gedichtlitteratur repräsentieren. Das ganze Werk ist, in jedem Sinne, vornehm ... feststeht, dass sein [Georg Heyms] Dabeisein seinem Nachruhm nur nützen kann. Für Sie als Vater ist die Publikation nur erfreulich. Dagegen spricht wahrhaftig bloss: das Rachegelüst einiger Kläfferchen. Ich bin sehr entschlossen, es zu ignorieren [15.III.1912] ... anbei die Ihnen gestern in Aussicht gestellten Korrekturbogen vom 'Ewigen Tag', die mir Georg am 1. September vorigen Jahres zur Verfügung gestellt hatte. Seine Notiz auf Seite 1 dürfte beweiskräftig sein [16.III.1912] ... Ihre Ansicht über Herrn Jentzsch teile ich durchaus; und wenn in der ganzen Angelegenheit eine Taktlosigkeit zu befürchten ist, so ist sie es gewiss nicht von seiner Seite. Übrigens habe ich Herrn Jentzsch, noch zu Lebzeiten Ihres lieben Sohnes, brieflich zu verstehen gegeben, dass ich ihn, trotz allen sachlichen Gegensätzen, als Persönlichkeit durchaus respektiere und sehr gern in guten Beziehungen zu ihm stünde [21.III.1912] ... leider habe ich Ursache anzunehmen, dass Mittwoch, am dritten April, innerhalb seines Cabarets Herr W. S. Guttmann persönliche Angriffe gegen mich wagen wird ... Jedenfalls bin ich für etwaige peinliche Konsequenzen der Sache nicht verantwortlich; und vielleicht gelingt es Ihnen ... den jungen Mann von seinem Vorhaben abzubringen ..." [31.III.1912]. - Georg Heym blieb in Hillers Band vertreten, ferner Ernst Blass, Max Brod, S. Friedlaender, Ferd. Hardekopf, Kurt Hiller selbst, Else Lasker-Schüler, René Schickele, Franz Werfel, Paul Zech und andere, so dass Hiller bezüglich der Qualität der Anthologie nicht zu viel versprochen hatte. - Mit zahlreichen Bleistift-Kommentaren am Rand sowie Anstreichungen von der Hand Erwin Loewensons.

Schätzpreis
€ 2.000   (US$ 2.300)


Hiller, Kurt
Brief 1952 an Erwin Loewenson

Los 2606

"ein unerhörter Meister!"
- Eigh. Brief m. U. "Kurt Hiller". 4 S. auf 2 Bl. Mit Umschlag. Gr. 8vo. London 21.III.1952.

An Erwin Loewenson, mit einer großen, nunmehr gerechten Würdigung Georg Heyms im Abstand von 40 Jahren. "... Heute nachmittag 415 bis 715 war Fräulein Ingeborg Heym bei mir, Jahrgang 1928, Enkelin des Bruders jenes Hermann Heym, der Georgs Vater war. Also Georg Heym's 'Grosskusine'. Sie wusste von ihrem markanten Verwandten (dem sie ähnlich sieht!) fast nichts, aber interessierte sich brennend - ohne Snobismus, ehrlich exnazindig und mit einiger Kultur, einiger Intelligenz. Der Besuch war für mich (ausnahmsweise!) erquicklich. Und hatte zur Folge, dass ich jetzt, nachts, eine gute Stunde lang in dem Heymbuch des unseligen Seelig wiedermal las. - Dein Beitrag darin ist anständig. Meiner: aufs übelste gefälscht - ich habe ja bald darauf (1947 wohl noch) dem Burschen öffentlich meine Meinung gesagt, in der Neuen Schweizer Rundschau. Auch sonst stimmt bei Seelig fast nichts; gerade das Nachprüfbare = Faktische ist an allen Ecken und Enden schief oder gerade falsch. Mich packte vorhin von neuem die Wut. Selbst im Namenregister sind Fehler - z. B. Ludwig Hardt ohne t, Kerr fortgelassen. Auch Dein Name ist (auf S. 4) falsch geschrieben. Bolliger (keine Ahnung, wer er ist) arbeitete sauber, fleissig, akribisch; Seelig tätigte Schlamp. - Ich las den gesamten Zyklus 'Umbra vitae'. Fand: 1) Das rein künstlerische Können GH's ist noch stärker, als ich früher dachte. Ein unerhörter Meister (artistisch)! 2) Aber ständiges, ständiges Wiederholen des einen Motivs (:Tod). 3) Mein uralter Einwand: 'ungeistig', besteht zu recht - gesetzt, man fasst (wie ich; seit etwa 1912, 13, klar seit 1915) 'Geist' alltivistisch, messianisch, ethico-mutativ (statt bloss kontemplativ, phänomenologisch, hegelsch) ... Also als Sensualist, Ästhet (meinethalben), Lebensbejaher, Hellene, Nietzsche-Jünger, Erotiker, dem ixigen Demiurgen dankbares Geschöpf lehne ich die Nachtschatteneinseitigkeit, das Nur-Mortale GH's ab ... Um restlos gerecht zu sein: Das Schönheitliche fehlt natürlich bei GH mitnichten; im Gegenteil: sein Gemälde von Tod, Krieg, Irrsein und Zerfall ist farbenprächtig, glüht düster-tief und berauschend wie Bilder von Tintoretto, von Delacroix. Er rettet die Schönheit, indem er sie dem Tode dämonisch appliziert. Was fehlt, ist: die Schönheit als Ausdruck des Lebens. (Nur, wo sichs um Landschaften handelt, gibt er sie bisweilen.) ...". - Ein später, aber um so treffenderer Nachruf aus Kurt Hillers Feder, den sich Georg Heym, angesichts der Streitigkeiten kurz vor seinem Tod, sicher so nicht vorgestellt hat. - Beiliegend eine gedruckte Visitenkarte Hillers mit hs. Gruß (1971).

Schätzpreis
€ 450   (US$ 517)


Hirschfeld, Curt
Postkarte an Loewensohn + Antwort

Los 2607

- Hirschfeld, Curt. Eigh. Postkarte m. U. "Hirschfeld". 11/2 S. (Berlin) 24.IV.1927.

An Heyms Freund Erwin Loewenson. "... Dürfte ich Sie höfl. um Angabe der Adresse der Hinterbliebenen von G. Heym, die Ihnen als Mitherausgeber des Nachlasses wohl bekannt ist, bitten? Denn es existiert doch wohl jemand, der die H'schen Urheberrechte erbte. (Den Verlag möchte ich aus triftigen Gründen nicht darüber befragen). - Übrigens hörte ich früher einmal, dass Sie sich mit St. George beschäftigten u. auch Erstausgaben von ihm sammelten; ich habe eine sehr bedeutende George Sammlung (Bücher, Handschriften usw.) u. auch manches doppelt, während ich auch einiges noch zur Ergänzung suche ...". - Dabei: Erwin Loewenson. Eigh. Postkarte m. U. "Erwin Loewenson". 11/2 S. (Berlin 1927). - Antwort auf Hirschfelds Anfrage: "... Das Urheberrecht von Georg Heym ist gleich nach seinem Tode auf den Verlag übergegangen - damals Rowohlt, von da auf Kurt Wolff. Seine Angehörigen - Eltern und Schwester - sind, wie ich gehört habe, sämtlich gestorben. Ihre Adresse hatte ich nie - seit Heyms Tod. - Es gäbe noch allerhand aus dem Nachlaß zu veröffentlichen. Statt der 'Dichtungen' sollte seinerzeit eine Gesamtausgabe in 2 Bänden erscheinen, wurde aber durch die Inflation verhindert. Ich glaube kaum, daß Kurt Wolff bereit sein wird, selbst weniger Gutes aus Heym's Nachlaß oder Tagebuch-Auszüge einem anderen Verlag abzutreten. Das Interesse für Heym scheint auch sehr abgenommen zu haben - woran übrigens die völlig fehlende Propaganda seitens des Verlages schuld sein wird. Dennoch sollte G. H. dem Kurt Wolff Verlag persönlich ziemlich 'am Herzen liegen' ...".

Schätzpreis
€ 150   (US$ 172)


Hoddis, Jakob van
2 Schriftstücke + 24 Typoskripte

Los 2608

- Hoddis, Jakob van (eigentl. Hans Davidsohn), expressionistisch-dadaistischer Lyriker, Mitglied des "Neuen Clubs" und des "Neopathetischen Cabarets", wurde 1942 aus einer rheinischen Heilanstalt nach Polen deportiert und ermordet (1887-1942). 2 eigh. Schriftstücke m. U. "Hoddis" bzw. "van H." Zus. 2 S. (Bleistift) auf kariertem Notizpapier. Je 7,7 x 13,5 cm. (Berlin) 8.II.1911.

Zwei Anträge auf Abstimmung bei einer Sitzung des "Neuen Clubs" oder des "Neopathetischen Cabarets": "Das Cabaret an einen bestimmten Tag und einen bestimmten Ort zu binden. v. H.". Mit Vermerk von anderer Hand: "angenommen". - "Ich beantrage dem Leiter zu verbieten Frau Hennings aufzufordern. Hoddis." Mit Vermerk von anderer Hand: "abgelehnt". - Die Schriftstellerin, Schauspielerin und Kabarettistin Emma Hennings (1885-1948), später mit Hugo Ball verheiratet, war 1909 erstmals im "Neuen Club" aufgetreten. Sie gehörte zu den Begründern der Dada-Bewegung in Zürich. - Die Schriftstücke stammen aus dem Nachlaß von Erwin Loewenson, Freund und Nachlaßverwalter Georg Heyms und Mitbegründer des "Neuen Clubs"; er bewahrte auch eine Anzahl von 25 Gedichttyposkripten auf 24 Bl., die Jakob van Hoddis zugeschrieben werden, zumal 2 von ihnen Korrekturen von dessen Hand enthalten. Einige Typoskripte sind offenbar von Loewenson nach van Hoddis' Vorlagen gefertigt. Hier vorhanden sind die Typoskripte folgender Gedichte: Orgie (mit van Hoddis' Korrekturen). - Sirenenraub (mit van Hoddis' Korrekturen). - Gebet (2 Exemplare). - Landschaft. - Tobsucht. - Es fuhr ein Automobil in den Goldfischteich. - Nach. - Der Mörder. - Jungens. - Der Frühling kam - Denn seine Liebe war wie roter Wein - Und heute ging ich auf den dumpfen Strassen (3 Ex.) - Das weisse Feld umgrenzten kahle Bäume (2 Ex.) - Durch Dunkel schreit ich froh daher - Der Knecht - Vergessen wir, was unsre Väter waren - Und zaghaft fassen wir die späte Feier - Die Mittagssone rollt mit neuer Wut (2 Ex.) - Und dass es Ströme gibt und an dem Meere - Dieser Sohn, um den ich weine - Tage des Zweifels - Herbst an den Zelten - Lied. Arge! Vernimm meinen zagenden Ruf - (Meinem Freunde Georg Heym). Die rote Sandsteinbrücke packt - Gartenabend (Rudolf Kurtz gewidmet). - Van Hoddis' Stil ist teilweise an den originellen Bildern und der grotesken Schlußpointe zu identifizieren. Als Beispiel das Gedicht "Orgie": "In stummer Stunde aus dem Knäul der Schleier / Entstieg ein blankes, zierliches Gerippe. / Ja komm! Ja du! Ja komm zur Liebesfeier! / Auf deine Rippen press ich meine Lippe. / Einst hiessest du gewisslich Fräulein Meyer. / Setz dich mal her! Wir essen eine Schrippe." - Schriftstücke von Jakob van Hoddis, dessen Geist frühzeitig durch Krankheit verdunkelt wurde, sind von größter Seltenheit: das Jahrbuch der Auktionspreise 1950 ff. verzeichnet kein einziges Autograph des dadaistischen Lyrikers.

Schätzpreis
€ 4.500   (US$ 5.175)


Jentzsch, Robert
Brief an Georg Heyms Mutter + Beilgen

Los 2609

"dies Verwandt-Sein mit den Dingen der Meere"
- Jentzsch, Robert, enger Freund Robert Heyms, als Lyriker Mitglied des "Neuen Clubs", promovierter und habilitierter Mathematiker, fertigte wichtige Abschriften von Heyms heute verlorenen Gedichten an, fiel im Weltkrieg 1918 (1890-1918). Eigh. Brief m. U. "Robert Jentzsch". 11/2 S. Doppelblatt. Mit eigh. Umschlag. Kl. 4to. München 22.I.1912.

Sehr schöner Kondolenzbrief an Georg Heyms Mutter, wenige Tage nach des Dichters Tod in der Havel. Jentzsch versteht es, in dem Wesen seines Freundes Trostgründe für die Mutter zu finden. "... Gestatten Sie mir, einem Ihnen Unbekannten, jetzt, bei dem Tode Ihres Sohnes an Sie zu schreiben. Ich habe ihn ein Jahr etwa gekannt, und war bald mit ihm befreundet, wir teilten uns unsere Verse mit und besprachen vieles, was uns bewegte, Gedanken, Empfindungen, Pläne. Als er mich im November hier in München besuchte, sprachen wir viel über sein Wesen und Leben. Er schien sich und mir wie in einem Meere stehend, und den Tagen und Ereignissen, die um ihn her wie Wellen kamen und gingen, mit seinen großen Augen zuschauend. Dies Verwandt-Sein mit den Dingen der Meere sprach er auch in seinen Versen aus, in dem Buche, das er veröffentlicht hat und in seinen neuen Versen, die nur zwei, drei Freunde kannten, zu denen auch ich gehören durfte. Als ich nun hörte, dass er in der Tiefe des Sees versunken sei, erinnerte ich mich bald dieser seiner Neigung und Liebe zum Wasser, und hielt es fast für einen Trost, dass er diesen Tod fand und nicht irgendeinem anderen unorganischen Zufall zum Opfer fiel ...". - Jentzsch konnte nicht ahnen, dass ihn schon sechs Jahre später ebenfalls ein viel zu früher Tod ereilen würde: Er starb im März 1918 als Leutnant an der Westfront. - Beiliegend 3 Programmzettel des "Neopathetischen Cabarets" (alle vom 16.XII.1911) mit Titelholzschnitt von Karl Schmidt-Rottluff; rückseitig handschriftlich mit Gedichten aus dem Zyklus "Die Engel" von Robert Jentzsch gefüllt, jedoch niedergeschrieben von Erwin Loewenson; darunter ein Gedicht "Welt-Ende" - ein Gegenstück zu dem gleichnamigen berühmten Gedicht von Jakob van Hoddis.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 690)


Jentzsch, Robert
Brief an Erwin Loewenson

Los 2610

- Eigh. Brief m. U. "Jentzsch". 4 S. Doppelblatt. Kl. 4to. München 18.V.1912.

An Erwin Loewenson, der den Gedichtband "Umbra Vitae" vorbereitete und Jentzsch eine Postkarte mit Anfragen gesandt hatte. Jentzsch erwidert, "1.) dass Georg zwar im Herbst 1911 ein Buch unter dem Titel U.V. in Aussicht gestellt hat; später aber dies nicht wiederholt hat. - 2.) Falls der Titel U.V. lauten sollte, ganz genau angegeben werden müsste, wie der Herausgeber darauf gekommen ist. - 3.) ich die allgemeinen Erwägungen (die Gründe 101-104 auf d. Karte) nicht einsehe. - 4.) auch nichts gegen Neuere Gedichte oder Neue Ged. hätte. - Dass die Mitarbeiter genannt werden ist ja ganz nett, die Nennung des Herrn van Hoddis ist ja sacht lächerlich, aber mir ist es nat. egal, sogar recht. Sollte jedoch das Gedicht U.V. nicht vervollständigt werden (wegen der Vervollständigung schrieb ich gestern an Herrn Ghuttmain [sic]), so bitte ich meinen Namen nicht zu nennen. - In der Tat besitze ich viele Zeitungsnotizen über H's Tod, will sie auch gerne (abschriftlich) schicken, aber sehe keineswegs ein, was aus ihnen für das Nachwort zu entnehmen sein sollte ... Herr van Hoddis war in München des öfteren, ich habe ihn auch mehrmals gesprochen. Seine Adresse ist nach wie vor die alte ... Hat Herr Baumgardt schon etwas von den Gedichten erledigt? (Ich bitte um Verzeihung wegen dieser Frage; aber nach dem Verhalten des Hrn Dr. Wolfsohn beginne ich, in dieser Bzhg. sehr skeptisch zu sein ...". - Beiliegend 6 Programmzettel des "Neopathetischen Cabarets" (alle vom 16.XI.1911), auf den Rückseiten handschriftlich mit Gedichten von Robert Jentzsch gefüllt, niedergeschrieben wohl von Erwin Loewenson und datiert 1911.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 517)



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