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Wertvolle Bücher (Varia) Auktion 114, Di., 15. Okt., 14.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status

Untergang der Titanic, Der
Eine wahrheitsgetreue Schilderung

Los 501

Der Untergang der "Titanic". Eine wahrheitsgetreue Schilderung des größten Schiffsunglücks und seiner Ursachen. Nach Berichten von geretteten Augenzeugen. 63 S. Mit 1 Karte und 7 ganzseitigen Fotografien. 19,5 x 13 cm. Etwas spätere OKart. mit Leinenstreifen und mont. Orig.-Titelschild auf dem Vorderdeckel. Leipzig, Leipziger Verlags-Comptoir, 1912.

Bäbler 17. – Erste Ausgabe des nur wenige Monate nach dem Untergang der Titanic erschienenen Berichts, der als "erste umfassende Darstellung der Katastrophe in deutscher Sprache" gilt. Sie fußt auf Berichten von geretteten Augenzeugen und auf zeitgenössischen Presseberichten aus den ersten Stunden und Tagen unmittelbar nach der Katastrophe. Wenn auch die Beschreibung der Ursachen des Unglücks nicht dem heutigen Stand der wissenschaftlichen Untersuchungen entspricht, atmet die Darstellung doch die Fassungslosigkeit über das Ausmaß der Katastrophe, die sich auch in Fehleinschätzungen und Legendenbildungen - zum Beispiel über die märchenhaften Reichtümer, die sich angeblich an Bord befanden - ausdrückt. So wird man nicht nur über die Katastrophe selbst, sondern auch von den zeitgenössischen Reaktionen auf den Schiffsuntergang und von den Diskussionen über Sicherheitsstandards ein authentisches Bild bekommen" (Begleittext zu einer nur noch als pdf erhältlichen Reprint-Ausgabe). – Nachgebundenes Exemplar; nur leicht gebräuntes, insgesamt wohlerhaltenes Exemplar dieser "Inkunabel" der Bibliotheca Titanica (Bäbler). - Äußerst selten.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 660)


Walter, Caspar
Architectura hydraulica

Los 502

Walter, Caspar. Architectura hydraulica, oder Anleitung zu denen Brunnenkünsten. 2 Teile in 1 Band. 11 S.; 30 S. Mit zusammen 32 gefalteten Kupfertafeln von Lucas Voch. 35 x 21,5 cm. Leder d. Z. (Rücken und Deckel mit kleinen Wurmspuren, unteres Kapital mit kleiner Fehlstelle, etwas berieben, leicht bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Augsburg, Späth, 1765.

I. Poggendorff II, 1257. Ornamentstichsammlung 3615. – Erste Ausgabe mit instruktiven Kupfern von Wassermühlen und Windrädern, Wassertürmen, Pumpwerken, Saugröhren, Brücken und einzelnen Bauelementen sowie einigen Baumaschinen wie Kränen, Rammen und Baggern. "Es ist eine unlaugbare Wahrheit, daß die Wasserbaukunst die Wasser zu leiten, und zu allerhand Nothwendigkeiten in die Höhe zu bringen, einen beträchtlichen Theil der menschlichen Beschäftigungen ausmachen; so daß dieselbe durch Kunst und Wissenschaft noch zu einem grösseren Grad der Vollkommenheit gebracht werden kann" (S. 2). – Gering gebräunt und stockfleckig, wenige Tafeln des zweiten Teils mit kleinem Feuchtigkeitsfleck.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 990)


Antike Philosophen
2 Sino-japanische Rollbilder mit Kalligraphie

Los 503

-
Antike Philosophen. Sino-japanische Rollbilder mit Kalligraphie und Illustration. 2 Bilder in Aquarell und Gouache wohl über Lithographie. Jeweils ca. 90 x 42 cm. China oder Japan um 1880.

Für den ostasiatischen Kulturraum (China und Japan) sehr charakteristische Darstellung von Philosophen. Ein bärtiger, jüngerer Mann ist stehend dargestellt, in grünem Umhang mit mächtigem Gürtel und schwarzer Mütze, ein großes Buch in der Hand. Das andere Rollbild zeigt einen Wander-Philosophen im grauen Mantel mit Wurzelstock als Wanderstab. – Wie üblich mit Gaze hinterlegt, verso mit Montagespuren, ohne die üblichen Brokatrahmen. Starke Rollspuren, mehrfache Läsuren, Fehlstellen, Brüche, Einrisse und Gebrauchsspuren. Oberflächlicher Farbabrieb, stärker gebräunt, teils feuchtrandig. Dennoch dekorativ.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 275)


Bairei, Kôno
Hykuchô gafu zokuhen

Los 504

Bairei, Kôno. Hykuchô gafu zokuhen (japonice: Album der 100 Vögel und Blumen). Daraus 4 Doppelblätter mit Darstellungen von Vögeln und Blumen. Farbholzschnitte von 3 Farbplatten (Schwarz, Grau und Blassrot). Je ca. 21 x 30 cm. Unter Passepartouts montiert. Tokyo, Okura Magobei, 1881 bzw. 1884.

Aus dem umfangreichen Werk des "Bairei hyakuchô gafu - Kacho gafu", dem Album der Hundert Vögel gab Kôno Bairei (1844-1895), der auf diesem Gebiet führende Meisters der Ukiyo-e Schule in der Meiji Periode, im Jahre 1881 ein großformatiges Album heraus. Kôno Bairei stammte aus Kyoto, der Kaiserstadt des alten Japan, wo er die Kunst der klassischen japanischen Malerei erlernte, sich dann aber den Künstlern des Ukiyo-e zuwandte und die "Kyoto Prefectual School of Painting" gründete. Verlegt wurde sein Hauptwerk, das Album mit Vögeln und Blumen (kacho gafu) in mehreren Ausgaben zwischen 1881 und 1899 bei Okura Magobei; vier verschiedene Holzschneider sind bekannt.
Die Tafeln stammen aus dem Hauptwerk bzw. seiner Fortsetzung, sie zeigen drei große Vögel in Felslandschaften bzw. einen Singvogel (Rotkehlchen) auf einem Kirschzweig. – Nur minimal gebräunt, kaum Gebrauchsspuren, sehr sauber montiert in bemerkenswert hochwertige Passepartouts.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 165)


Chinese Government
five per cent. reorganisation Gold Loan of 1913

Los 505

The Chinese Government five per cent. Reorganisation Gold Loan of 1913 for £ 25,000,000 Sterling. Obligation de Frs.- 503. Bond for £ 20, Schuldverschreibung über M. 409. Farbiger Kupferstich auf Pergaminpapier. 2 Bl. Mit gestochener Kartusche, 2 Ansichtetn, roten und schwarzen Stempelmarken. 46 x 33 cm. London, Waterlow, 1913.

Schuldverschreibung über die gewaltige Summe von 25 Millionen Pfund Sterling als Goldanleihe, mit der China nach der Xinhai-Revolution seine Wirtschaft in der am 1. Januar 1912 gegründeten ersten chinesischen Republik wiedererstehen lassen wollte. Der letzte Mandschu-Kaiser, der Kindkaiser Puyi aus der Qing-Dynastie, hatte bekanntlich am 12. Februar 1912 abgedankt. Der Enthusiasmus und Glaube der europäischen Staaten an die in der Republik aufkeimende freie Wirtschaft war dermaßen groß, dass die Anleihe ein voller Erfolg wurde.
"Der am 26. April 1913 zwischen der chinesischen Regierung und den Mitgliedern des 5-Mächtesyndikats abgeschlossene Vertrag über eine mit 5% verzinsliche Anleihe in Höhe von 25 Millionen hat in der zweiten Hälfte des Monats Mai 1913 zur Auflage des gesamten Nennbetrages an 5 eruopäischen Märkten geführt ... Der Subskriptionserfolg darf als durchweg günstig angesehen werden. Die Überzeichnung ist so stark, daß die Zeichnungen auf freie Stücke wohl überhaupt nicht berücksichtigt werden können" (W. Bürklin, Die fünfprozentige Chinesische Reorganisations-Staatsanleihe in Gold von 1913, in: Weltwirtschaftliches Archiv Band II (1913), S. 149-156).
Das dekorative Blatt ist in Kupfertiefdruck mit mehreren Farben gedruckt, es zeigt den Gott Merkur in der Vignette ferner zwei hübsche Ansichten aus dem ruralen China mit Reisbauern auf dem Feld und einem Tempel. Unten die Siegelmarken und Unterschriften der Verantwortlichen. Das zweite anhängende Blatt mit 43 (von einst 48) Abschnitten zu je £ 20 (5 wurden bereits herausgelöst).
"5% chinesische Reorganisations-Staatsanleihe in Gold von 1913 über 511,250,000 Mark oder £ 25,000,000 Sterling ... in fünfprozentigen Schuldverschreibungen: Kapital und Zinsen zahlbar in Deutschland in Mark, in London in Pfund Sterling, in Frankreich in Francs, in Russland in Rubel und in Japan in Yen ... Genehmigt durch Erlöss des Präsidenten vom 22ten April 1913, der durch das Wai Chiao Pu den Gesandten von Deutschland, Gross-Britannien, Frankreich, Russland und Japan ... in Peking amtlich mitgeteilt worden ist. Der in den umstehenden Bedingungen erwähnte Anleihvertrag ist von den Regierungen ... als eine die Regierung der chinesischen Republik und deren Nachfolger bindende Verpflichtung anerkannt worden. – Wenige Knickspuren oder winzige Einrisse, kleine Nadellöchlein, sonst kaum Gebrauchsspuren. Sehr seltenes, interessantes historisches Zeugnis für die internationalen Verpflechtung der Finanzen im frühen 20. Jahrhundert, die 1914-18 und vor allem dann ab 1929 zu weltweiten Katastrophen führen sollten.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 220)


Chinesisches Reispapier-Album
Album mit 12 Original-Guachen. China (Peking?) ...

Los 506

Chinesisches Reispapier-Album. Album mit 28 Original-Guachen in Farben, Gold- und Silberhöhung auf Reispapier. Montiert unter vierteiligem Goldbrokatpapierrahmen auf Papier. 21 x 31 cm. Reich blindgeprägtes Leinenalbum um 1900 mit goldgeprägtem VDeckeltitel, Kopfgoldschnitt. China (Peking?) um 1880.

Eine der qualitätvollsten Arbeiten des Genres schlechthin: Ein Album in privater Zusammenstellung prächtigster Gouachen. Dargestellt ist ein grandioses Blumenbouqet auf dem ersten Blatt. Es folgen mehrere Bilder mit farbenfrohen Paraden, darunter Musikerzüge von chinesischen Kindern und Jugendlichen in traditioneller Gewandung, der Transport eines heiligen Schreins und einer Sänfte für das Gefolge des Kaisers, der durch seine Schuhe, Haube und Ornat - und in einem weiteren Bild durch seine prachtvolle Krone präsent ist. Weiterhin werden mehrere heilige Schreine auf Stangen getragen, darunter hochaufragende Pagoden, Tempelchen mit Adoranten-Puppen davor und vieles mehr. Es folgen vier Lampenträger mit kostbar gezierten Laternen an langen Stangen, dann eine sechsfigurige Kapelle mit chinesischen Musikinstrumenten, ferner die Zurschaustellung eines Heiligen Teppichs.

Es folgen sieben Blätter mit Darstellungen eines chinesischen Kampfzyklus mit Shaolin-Kämpfern, die mit Schwertern und Stangen aufeinander losgehen, meist vor dem Hintergrund der blauen Träningsgebäude in schönster Natur. Ein dritter Zyklus zeigt wiederum Träger, die auf den Schultern einen Mandarin in seiner blauen Sänfte tragen, gefolgt von zwei Lichtträgern mit großen Ballonlampen. Auch ihm folgt auf dem nächsten Blatt wiederum eine Musikkapelle.

Die letzten sechs Blätter bilden einen Gerichtsprozess ab, bei dem an Ketten ein Delinquent vor den Richter geführt wird. Dieser verurteilt ihn - und der Betrachter sieht weitere Szenen der Strafe auf den folgenden Blättern. Auch eine Frau wird mit einer Kette um den Hals abgeführt, ein an Füßen mit einer Kette gebundener Schurke wird in einem Korb transportiert, zwei weitere Übeltäter sind in den Stock gelegt - und auf dem vorletzten Bild wird ein ans Kreuz gebundener Mann der Kopf abgeschlagen, und auf dem letzten Bild wird ein großer Sarg getragen. – Das fragile Reispaier nur ganz vereinzelt mit minimalen Löchlein und Druckstellen, nur wenig Bildverlust, kaum fleckig, wenige Gebrauchsspuren, insgesamt nahezu durchgehend in sehr gutem Erhaltungszustand und von überaus großer Leucht- und Strahlkraft.

Schätzpreis
€ 5.000   (US$ 5.500)


Chó-aku Roku
Bestrafungsmethoden von Schwerverbrechern. Hand...

Los 507

"Chó-aku Roku - Shinada Saemon" (japonice: Bestrafungsmethoden von Schwerverbrechern). Japanische Handschrift auf Papier. 36 Doppelblätter (mit 72 Seiten) als Blockbuch gebunden. Mit 16 (1 dopelblattgroße), teils ganzseitigen kolorierten Pinselzeichnungen. 24,5 x 17 cm. Broschiert mit hs. Titelschild. Edo (= Tokyo) 1862.

Darstellung der unter General Shoeun "Tokugawa Ieyoshi" und anderen verhängten Strafen für Schwerstverbrecher in der späten Edo-Zeit, bevor die Meiji-Restauration anbrach und sich das ganze Land - auch in seiner Rechtsprechung - fundamental änderte und am Westen orientierte. Insofern kommt dem interessant illustrierten Blockbuch eine besondere Bedeutung zu, zeigt es doch die grausamen Foltermethoden und Strafen weitgehend authentisch, wenn Gliedmaßen abgetrennt oder Köpfe abgeschlagen wurden, Köpfe auf Bambuspfähle aufgespießt und als abschreckende Beispiele ausgestellt wurden, wenn Sexualverbrecher an den Pranger gestellt und Ehebrecherinnen und Ehebrecher auf den öffentlichen Plätzen zwischen zwei Stämme eingebunden und verhöhnt wurden. Meist wurden dann dabei große Schrifttafeln angebracht, auf denen die Missetaten der Strafopfer beschrieben wurden.
All dieses wird ausführlich beschrieben und in überaus drastischen Pinselzeichnungen visuell dargestellt, womit dieses Genre der Bücher auch zu Abschreckung vor Straftaten dienen sollte. – Stellenweise leicht gebräunt und braunfleckig, etwas knickspurig, mit einigen zeitgenössischen Eintragungen, Korrekturen und Zusätzen in roter Tinte sowie drei einmontierten Fahnen aus dünnem Japanpapier mit Anmerkungen und Addenda zum Text sowie einer über den ursprünglichen Text übergelegten Korrekturstelle. Die Pinselzeichnungen sind sehr geschickt gemalt und in leuchtenden, vielfach nuancierten Farben minutiös koloriert. - Beiliegt Material zur Dokumentation und ein Gutachten eines Japanologen.

Schätzpreis
€ 800   (US$ 880)


Field, Eugene
Japanese Lullaby

Los 508

Monastery Hill Bindery
Field, Eugene. Eigenhändiges Gedichtmanuskript "Japanese Lullaby" (25 Zeilen) mit Korrekturen und Streichungen. 2 S. 35,5 x 29,5 cm. Montiert in königsblauer Maroquinmappe mit Deckel- und Innenkantenvergoldung, goldgeprägtem Deckeltitel, farbigen Deckelintarsien und königsblauen Seidenmoirévorsätzen, in königsblauem Maroquinschuber. Das goldgeprägte Signet der "Monastery Hill Bindery" auf dem Deckel. (Chicago ca. 1890).

Original-Niederschrift des beliebten Gedichts in Bleistift auf liniiertem Papier, mit eigenhändigen Streichungen, Unterstreichungen und Korrekturen, von der Hand des beliebten, früh verstorbenen "Children's Poet" Eugene Field (1850-1895); angerändert, verso kopfstehend eine handschriftliche Notiz: "This is the original draft of 'The Japanese Lullaby' written by my husband - Eugene Field. Julia S. Field (Mrs. Eugene Field) Jan 8th 1920." - Gebunden in einer äußerst dekorativen Maroquinmappe aus der Chicagoer Monastery Hill Bindery. Mit interessanten Beigaben: I. Eine Porträt-Radierung des Dichters von W. H. W. Bicknell auf aufgewalztem China; II. die gedruckte Fassung des Gedichts (S. 114 f. aus Fields "Little Book of Western Verse"); III. die Vertonung des Gedichts von Jean B. Stimpson, Druck der Fassung für Klavier (Boston, Thompson, 1906, 5 S., mit beigebundenem Orig.-Umschlag). - Besonders schön gebundenes Ensemble des Original-Manuskriptes, der Druckfassung und der Vertonung eines der bekanntesten Gedichte des amerikanischen
Poeten. Ein prächtiges Unikat.

Schätzpreis
€ 800   (US$ 880)


Hara Kôji
Ansichten von Tempeln der Kyoto- bzw. Shiga-Prä...

Los 509

Hara Kôji. Ansichten von Tempeln der Kyoto- bzw. Shiga-Präfektur. 5 Farbholzschnitte. Querformate chûban, je ca. 21,5 x 29 cm. Unter Passepartouts montiert. Tokyo, Uchida Bijutsu, Um 1960.

Höchst dekorative Ansichten, gedruckt in leuchtenden Farben - und ganz in der Tradition der Ukiyo-e Welt vor der Meiji-Zeit. Dargestellt sind folgende Sehenswürdigkeiten der Kyoto- bzw. Shiga-Präfektur: 1) Kannon Shôji. - 2) Sokkakudô. - 3) Matsunôdera. - 4) Amanohashidate. - 5) Yoshiminedera. – Wohlerhalten, sehr farbfrisch.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 330)


Hiroshige, Utagawa
Meisho Edo hyakkei (japonice: "100 berühmten An...

Los 510

Hiroshige, Utagawa. Meisho Edo hyakkei (japonice: "100 berühmten Ansichten von Edo"). "One Hundred Famous Views of Edo". Faksimile-Edition hrsg. von Seiichiro Takahashi. Textheft und Tafeln. 134 S., 2 Bl.; 2 Bl. 120 Farbtafeln auf Japanpapier, jeweils in doppelblattgroßem bezeichneten Umschlag aus Wasserzeichenpapier (Blume) sowie 2 beiliegene (1 farbiges) Doppelblätter. 25,8 x 18 cm (Textheft) und 40 x 27 cm (Mappe). OBroschur mit farbigem Deckelschild, innenliegend in roter Grobseidenmappe (gering berieben, kaum lichtrandig, schön) mit silberbeflockten Spiegeln und Seiden-Deckelklappen und 2 beinernen Schließen. Tokio, Saigakudo, bzw. Akasaka, Aoi-cho, 1965.

Die berühmten 100 Ansichten von Edo, der Stadt Tokio vor der Meji-Zeit ("Meisho Edo hykkei"') sind eine tatsächlich in 120 Farbholzschnitten gedruckte Serie des Ukiyo-e Künstlers Utagawa Hiroshige (1797-1858), sie bilden das Hauptwerk seines überaus vielfältigen, fruchtbaren Schaffens. Vorliegt das immer noch beste Faksimile mit den Tafeln in originaler Größe und auf feinstem Japanpapier in leuchtenden Farben gedruckt. Vgl. M. Trede, L. Hiroshige Bichler, Hundert berühmte Ansichten von Edo. Köln 2010. – Sehr sauber, nahezu druckfrisch.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 440)



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