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Hauptbild Beschreibung Status
Uhren
Sammlung von ca. 50 Werken der Fachliteratur zu...

Los 320

Uhren. - Sammlung von ca. 50 Werken der Fachliteratur zur Uhrmacherkunst und deren Ausbildung. Verschiedene Auflagen. Teils illustriert. 8°-4°-Formate. Meist in OEinbänden.

Umfängliche, facettenreiche Sammlung von Spezialliteratur zur Kunst des Uhrmacherhandwerks, dessen Ausbildung und Lehre zum Gesellen und Meister, über die Konstruktion, Reparatur, Wartung und Pflege der Uhren etc. Vorhanden sind u. a.
Johann Heinrich Moritz Poppe. Ausführliche Geschichte der theoretisch-praktischen Uhrmacherkunst. Leipzig 1801. - Emanuel Schreiber. Vollständiges Handbuch der Uhrmacherkunst. 4. A. Weimar 1865. - Moritz Grossmann. Preisschrift. Der freie Ankergang für Uhren. Glashütte 1866. - Claudius Saunier. Lehrbuch der Uhrmacherei in Theorie und Praxis. Band III. Bautzen 1891. - Derselbe. Atlas zum kleinen practischen Handbuch für Uhrmacher. Bautzen 1892. - E. Caspari. Untersuchungen über Chronometer und nautische Instrumente. Bautzen 1893. - Claudius Saunier. Praktisches Handbuch für Uhrmacher. Bautzen 1894. - Hermann Sievert. Leitfaden für Uhrmacher-Lehrlinge. Berlin 1898. - Claudius Saunier. Lehrbuch der Uhrmacherei in Theorie und Praxis. 5 Teile und 1 Atlas in 6 Bänden. Bautzen 1902-1915. - Derselbe. Claudius Saunier. Die Geschichte der Zeitmesskunst. 3 Teile in 2 Bänden. Bautzen 1902. - Moritz Grossmann. Die Konstruktion einer einfachen, aber mechanisch vollkommenen Uhr. Bautzen 1903. - Carl Marfels. Uhrmacher-Handbuch. Berlin 1904. - Jahrbuch der Uhrmacherverbindung „Urania“ zu Glashütte. Bautzen 1904. - Fintan Kindler. Die Uhren. New York 1905. - C. Dietzschold. Die Hemmungen der Uhren. Krems 1905. - H. Romershausen. Das Fachrechnen des Uhrmachers. Leipzig 1905. - H. Bock. Die Uhr. Leipzig 1908. - Johannes Zacharias. Elektrotechnik für Uhrmachen. Berlin 1908.- Wilhelm Schultz. Der Uhrmacher am Werktisch. 1. A. Berlin 1902. - Derselbe. Der Uhrmacher am Werktisch. 2. A. Berlin 1903 (doppelt). - Derselbe. Der Uhrmacher am Werktisch. 3. A. Berlin 1908. - Derselbe. Der Uhrmacher am Werktisch. 4. A. Berlin 1913. - Derselbe. Der Uhrmacher am Werktisch. 5. A. Berlin 1919. - Derselbe. Der Uhrmacher am Werktisch. 6. A. Berlin 1920. - Derselbe. Der Uhrmacher am Werktisch. 9. A. Berlin 1941. - Ernst Bassermann-Jordan. Katalog einer Uhrensammlung. München 1917. - Wilhelm Schultz. Leitfaden für die Uhrmacherlehre. Berlin 1920. - Johannes Zacharias. Elektrotechnik für Uhrmachen. Berlin 1920. - Johannes Pritzlaff. Der Goldschmid. Leipzig 1920. - Ernst von Bassermann-Jordan. Uhren. Berlin 1920. - Julius Hanke. Die Uhrmacher-Lehre. Leipzig 1920. - Julius Hanke. Die Uhrmacher-Lehre. Leipzig 1923. - Albert Hüttig. Der Drehstuhl „Ideal“. Halle 1921. - W. Sander. Uhrenlehre. Leipzig 1923. - Bruno Hillmann. Die Armband Uhr. Berlin 1925. - Gustav Adolf Krumm. Lehrgang für den Fachzeichen-Unterreicht des Uhrmachers. Leipzig 1925. - Alfred Helwig. Drehganguhren. Berlin 1927 (doppelt). - L. Schreck. Die Lehre an der Deutschen Uhrmacherschule. Berlin 1928. - Anton Gruber. Leitfaden für die Gehilfen- und Meisterprüfung im Uhrmachergewerbe. Leipzig 1928. - F. Thiesen. Die Synchronuhren und andere frequenzgesteuerte Uhren. Berlin 1937. - Eugène Jaques und Alfred Chapuis. Histoire et technique de la montre suisse de ses origines. Olten 1945. - Ein Blick genügt. Werk-Erkennung Gesamtausgabe. Leipzig 1949. - K. Giebel und A. Helwig. Die Feinstellung der Uhren. Berlin 1952. - Anton Gruber. Leitfaden für die Gesellen- und Meisterprüfung im Uhrmacherhandwerk. Stuttgart 1957. - Hermann Sievert. Leitfaden für Uhrmacher-Lehre. Berlin 1938. - K. Naumann. Diebeners Uhrmacher-Kalender. Leipzig 1939. - Ludwig Lehotzsky. Uhrenkunde. Wien 1949. - K. Giebel. Das Pendel. Halle 1951. - Oswald Firl. Die handwerksmäßige Feinstellung der Uhren. Halle 1956. - C. V. Vogel. Practischer Unterricht von Taschenuhren. Faksimile der Ausgabe Leipzig 1774. Leipzig 1975. - Glashütte und seine Uhren. 2. A. Dormagen 1988. Und zahlreiche Titel mehr. – Teils mit stärkeren Gebrauchsspuren wie Bräunungen, Flecken oder Papierläsuren, nicht kollationiert, augenscheinlich aber meistens komplett, oft ordentlich erhalten.

Schätzpreis
€ 500   (US$ 570)


Zuschlag
€ 1.000 (US$ 1.140)


Walter, Caspar
Architectura hydraulica

Los 321

Walter, Caspar. Architectura hydraulica, oder Anleitung zu denen Brunnenkünsten. 2 Teile in 1 Band. 11 S.; 30 S. Mit zusammen 32 gefalteten Kupfertafeln von Lucas Voch. 35 x 21,5 cm. Leder d. Z. (Rücken und Deckel mit kleinen Wurmspuren, unteres Kapital mit kleiner Fehlstelle, etwas berieben, leicht bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Augsburg, Späth, 1765.

I. Poggendorff II, 1257. Ornamentstichsammlung 3615. – Erste Ausgabe mit instruktiven Kupfer von Wassermühlen und Windrädern, Wassertürmen, Pumpwerken, Saugröhren, Brücken und einzelnen Bauelementen sowie einigen Baumaschinen wie Kränen, Rammen und Baggern. "Es ist eine unlaugbare Wahrheit, daß die Wasserbaukunst die Wasser zu leiten, und zu allerhand Nothwendigkeiten in die Höhe zu bringen, einen beträchtlichen Theil der menschlichen Beschäftigungen ausmachen; so daß dieselbe durch Kunst und Wissenschaft noch zu einem grösseren Grad der Vollkommenheit gebracht werden kann" (S. 2). – Gering gebräunt und stockfelckig, wenige Tafeln des zweiten Teils mit kleinem Feuchtigkeitsfleck.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.367)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 911)


Yelin, Julius Conrad
Ueber den Blitzschlag auf dem Kirchthurme zu Ro...

Los 322

Yelin, Julius Conrad. Ueber den am 30. April 1822 erfolgten merkwürdigen Blitzschlag auf dem Kirchthurme zu Roßstall im Rezatkreise. Zur Belehrung und Beruhigung für diejenigen, welche Ableiter von Messingdrahtseilen auf ihren Wohnungen haben, oder dergleichen errichten lassen wollen. 19 S. Mit Kupfertafel. 19,5 x 11,5 cm. OBroschur (mit Tintensignaturen). München 1823.

Vgl. Poggendorff II, 1382f. – Seltene, bei Poggendorff nicht verzeichnete Schrift über den Blitzeinschlag im Kirchturm der Ortschaft Roßstall im bayrischen Rezartkreis und die kritische Untersuchnung des dort befindlichen - und offenbar nicht wirksam schützenden - Blitzableiters. Yelins Monographie über die Konstruktion von Blitzableitern aus Messingstricken erschien im selben Jahr (vgl. Poggendorff). – Titel gestempelt, die als Frontispiz eingebundene Kupfertafel verso mit montiertem Exlibris. Wohlerhaltenes Exemplar in der Verlagsbroschur.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 205)


Zuschlag
€ 120 (US$ 136)


Arlington, L. C.
Le theatre chinois

Los 323

ASIATICA
Arlington, L. C. Le theatre chinois depuis les origines jusqu'a nos jours. Traduit de l'anglais par G. Uhlmann. XXI, 184 S., 13 Bl. Mit zahlreichen zumeist farbigen Abbildungen im Text und auf Tafeln. 28,5 x 22 cm. Moderner Leinenband (illustrierter OVorderumschlag eingebunden, dieser etwas fleckig) mit goldgeprägtem RSchild. Peking, Henri Vetch, 1935.

Eines von 300 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 320). Französische Übersetzung der zuerst 1930 erschienenen englischen Originalausgabe der umfassenden und reich illustrierten Monographie. – Etwas fleckig, vorderes Innengelenk geplatzt, die erste Lage dadurch lose. Leimschattig, hinteres Vorsatz mit Knickspuren. Titel mit Besitzeintrag des Diplomaten Horst Böhling (1908-1999), der in den vierziger Jahren an der Deutschen Botschaft in Nanking akkreditiert war und später Botschafter in Thailand und Malaysia wurde (datiert 1941).

Schätzpreis
€ 180   (US$ 205)


Zuschlag
€ 120 (US$ 136)


Bijin-ga
35 japanische Farbholzschnitte.

Los 324

Bijin-ga. 35 japanische Ukiyo-e Farbholzschnitte, meist im Format Oban (ca. 24 x 36 cm), teils auch Aiban (ca. 34.5 x 22.5 cm). Japan (Edo) um 1800-1860.

Eines der populärsten Themen des Ukiyo-e, der "Bilder der fließenden Welt" ist das Bijin-ga, die Darstellung hübscher junger Frauen in ihren Interieurs, vor allem von Kurtisanen und Geishas, bei häuslichen Tätigkeiten, aber auch allein oder in Gruppen in der weiten japanischen Landschaft um Edo.

Vorhanden sind u. a.: 1) Keisai Eisen (1790-1848). Geisha mit Tabakspfeife. - 2) Keisai Eisen. Bijin mit Fächer auf einer Bank im Garten. - 3) Keisai Eisen. Bijin in Winterlandschaft mit zwei großen Koffern und Ikebana-Gesteck. - 4) Keisei Eisen. Lesende Kurtisane zum Hanami. - 5) Kuniteru (tätig zwischen 1818-1860). Zwei Bijin-ga beim Ikebana mit Sakura-Zweigen, eine Schere auf dem Tablett. - 6) Toyokuni I. (1769-1825). Zwei Träger setzten die beiden jungen Geishas über das Wasser. Ein dritter mit der Tragesänfte. - 7) Toyokuni I (1769-1825). Bijin mit großem weißen Kochlöffel vor ihrem Herd, der Kimono strukturgeprägt. - 8) Toyokuni II. (1777-1835). O-agari-kudasai. Gesellschaft dreier jungen Damen beim Eintreten in das Gasthaus. - 9) Toyokuni II. Händeringende Bijin am Ufer des Meeres mit Seglern und Fuji. - 10) Kunisada I. (Utagawa Toyokuni III.; 1786-1865). Interieur mit zwei Geishas und Blick in die Berglandschaft. - 11) Kunisada II. (1823-1880). Das Pekinesen-Hündchen. Zwei prächtig gewandete Geishas mit kleinem Hund auf rosefarbenem Kissen im Interieur. - 12) Ferner ein Blatt mit einer Geisha mit großem Fächer vor roséfarbenem Grund, eine Bijin mit buntem Holzspiegel, Bijin auf der Straße mit großem Schirm etc. Weitere Blätter im Chuban-Format: 13) Kunisada II (1823-1880). 12 Blätter aus dem Zyklus Bijin-ga in Landschaft, signiert in 2 Toshidama-Kartuschen: "Baichôrô Kunisada ga". – Alle Blätter verso gestempelt, einige Blätter mit etwas stärkeren Gebrauchsspuren und Läsuren, kleinen Wurmlöchlein, Bräunungen und Flecken oder Rissen, teils mimimal restauriert, meist jedoch wohlerhalten und sehr gut im Druck, oft in schönster Farbigkeit. Einige Blätter sind in Bleistift betitelt und einem Künstler zugewiesen, wobei Fehler möglich sind.

Schätzpreis
€ 1.000   (US$ 1.140)


Zuschlag
€ 2.200 (US$ 2.508)


Buddhistischer Mönch
Einsiedlermönch in der Felslanschaft mit Löwe.

Los 325

Buddhistischer Mönch. Einsiedlermönch in der Felslandschaft mit Löwe. Originale Seidenmalerei in Gouachefarben. Ca. 27,5 x 28 cm. Montiert auf mit beige-goldfarbenem Seidenbrokat bezogenen Karton. Japan oder China um 1850.

Sehr hübsche chinesische oder japanische Seidenmalerei. Dargestellt ist ein wohl buddhistischer Mönch in rotem weiten Umhang oder Mantel über einem grünen Hemd. Auf das spirituelle Innere konzentriert sitzt der Mönch im Schneidersitz, die Hände unter dem Umhang gefaltet, die Augen sanft nach unten gerichtet auf einem mit Grünpflanzen und Gras bewachsenen Felsplateau, hinter ihm ist eine Schüssel für sein karges Mahl abgestellt. Wie der heilige Hieronymus in der westlichen Ikonographie begleitet den Mönch ein Löwe mit grünen Augen und weißen Schnurrhaaren. Im Hintergrund erhebt sich die bizarre Fels- und Berglandschaft der Einsamkeit, in die sich der Eremit zurückgezogen hat.
Links ein roter Ovalstempel und darüber die - wohl ebenfalls gestempelten Kanji oder Pijin "Gai Hō-sei" bzw. "Hài péng zhì", wahrscheinlich mit dem Namen (Kunstnamen) des Künstlers, der das Bild wohl innerhalb eines Zyklus' für ein Leporello schuf. – Links kleine Risse in der Seide, ein Ausriss neben der Signatur (diese unversehrt, geringer Darstellungsverlust), teils leicht fleckig und minimal gebräunt, insgesamt sehr schönes, bemerkenswert schönes, sehr suggestives Blatt dieser kontemplativen Szene.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 455)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)


Firdousi, Abu l-Qasim
Schahname. Persische Miniatur

Los 326

-
Firdousi, Abu l-Qasim. Schah-Name. Der iranische Kronprinz Kay Khusrau enthauptet König Afrasiyab von Turan. Einzelblatt aus einer persischen Handschrift auf gelatiniertem Papier mit einer Miniatur in farbiger Gouache mit Goldhöhung. 4 Spalten. Schriftspiegel: 23 x 13,5 cm. Bildgröße: 9,8 x 12,5 cm. Blattgröße ca.: 26 x 15 cm. Mit Goldrahmen-Passepartout unter Glas in mehrfach profilierte und vergoldete Holzleiste gerahmt. Iran, Shiraz, Mitte 15. Jahrhundert (ca. 1430-1440).

Sehr hübsche Miniatur aus einer alten Papier-Handschrift mit einer Szene aus dem persischen Schah-Name des Dichters Abu l-Qasim Firdausi (940-1020). Dieser schuf mit seinem monumentalen, etwa 60.000 Verse umfassenden Epos "Schah-Name", dem "Buch der Könige", das Nationalepos der persischsprachigen Welt und damit das weltgrößte Epos eines Einzeldichters überhaupt. Es wurde - und wird - in zahlreichen Handschriften und Drucken überliefert. Die einzelnen Szenen boten eine unendliche Möglichkeit zur Illustration.
Dargestellt ist hier der iranische Kronprinz Kay Khusrau (auch Khusrow, der Sohn des Siyavush), wie er seinen Erzfeind, den König Afrasiyab von Turan, Sohn des Pashang, im Namen seines Vaters Siyavush enthauptet. Khusrau wirf Afrasiyab die Ermordung seines eigenen Bruders Aghreras, des iranischen Königs Nozar und des jugendlichen iranischen Helden Siyavush, des Vaters von Kay Khusrau, vor. Durch die Ermordung seines Großvaters rächt Kay Khusrau den Tod seines Vaters. – Hübsche Miniatur mit drastischer Darstellung auf gelatiniertem Papier, das dadurch den Charakter von Pergament nachahmen sollte. Etwas abgegriffen und vereinzelt leicht fleckig, etwas gebräunt, die Farben der Miniatur teils leicht abgerieben, aber immer noch sehr frisch und in leichtenden Farbtönen gouachiert: in Nachtblau, Orange, Violett, Grün, Rot, Weiß etc. Nicht ausgerahmt (möglicherweise Randläsuren), Versand ohne Rahmen. Originale Miniaturen aus persischen Handschriften des 15. Jahrhundert sind selten.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.367)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 911)


Firdousi, Abu l-Qasim
Shah-Name. 4 Indopersische Miniaturen

Los 327

Firdousi, Abu l-Qasim. Firdousi. Shah-Name. 4 Blätter mit indopersischen Miniaturen auf altem handschriftlichen Papier, in Gold und Farben. Miniaturen 19 x 11,5 (3) bzw. 24,5 x 15,5 cm. Blattgrößen ca. 24 x 17 (3) und 30 x 20 cm. Unter guten, weißen Passepartouts montiert. Persien 19.-20. Jahrhundert.

Hübsche Illustration wohl zu Szenen aus dem persischen Epos des Firdousi. Der persische Dichter Abu l-Qasim Firdausi (940-1020) schuf mit seinem monumentalen, etwa 60.000 Verse umfassenden Epos "Schahname", dem "Buch der Könige", das Nationalepos der persischsprachigen Welt und damit das weltgrößte Epos eines Einzeldichters überhaupt. Es wurde - und wird - in zahlreichen Handschriften und Drucken überliefert. Die einzelnen Szenen boten eine unendliche Möglichkeit zur Illustration.
Drei Miniaturen stammen aus einer Handschrift auf bräunlichem Papier, dessen Text von Pinselgoldwolken gerahmt wird. Die drei Miniaturen zeigen höfische Szenen in einem orientalischen Gartenreich mit kostbar gewandeten Höflingen auf Teppichen, vor Zelten, hinter Stoffparavents etc. Die große Miniatur mit einer bemerkenswert hübschen Reiterszene, bei der ein Feldherr in silberner Rüstung auf rotem Pferde von seinem Schildknappen geführt wird, während das Heer mit geschulterten Lanzen über die Hügel heranreitet. – Papier teils gebräunt und mit nur leichten Braunflecken. Die Miniaturen in schönstem, frischem und leuchtendem Kolorit, die alten Texte meist übermalt. Höchst feine Malereien, äußerst dekorativ.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 455)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)


Hayashi, Yoshinaga
Shinsen Zouho Kyodaiezu. (Neue Karte von Kyoto ...

Los 328

Hayashi, Yoshinaga. Shinsen Zouho Kyodaiezu. (Neue Karte von Kyoto und Umgebung). Vielfach gefaltete Karte auf Japanpapier, gedruckt von mehreren Holzstöcken und vielfarbig koloriert. 159,5 x 122 cm. Mehrfach sorgfältig gefaltet zum Format 23 x 16 cm und eingelegt in moderne japanische Pappkassette mit dunkelblauem Leinenbezug und 2 beinernen Schließzapfen. Mayashi Yoshinaga, Kyo, Teramachi-dori, agaru-machi (d. i. Kyoto, Yoshinaga Hayashi, ca. 1716-1736 oder 1741).

Unno II, 346-477. – Plan der japanischen Kaiserstadt Kyoto, herausgegeben von dem Verleger Yoshinaga Hayashi in der Kyoho-Periode. Von 794 bis 1808 war Kyoto Hauptstadt des japanischen Kaiserreichs. Erstellt wurde sie wahrscheinlich schon damals für den Tourismus, für die zahlreichen Pilger und Reisenden, die die Stadt mit ihren 250 Shinto-Schreinen und 1600 Buddhistischen Tempeln besuchten. Der erste nachweisbare Stadtplan Kyotos kann um das Jahr 1674 datiert werden (vgl. Kazutaka Unno. Cartography in Japan. S. 416). Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts wuchs die Produktion von Stadtplänen japanischer Metropolen und ihrer Regionen sprunghaft an. Der Verleger Yoshinaga Hayashi hatte sich in diesem Genre einen besonderen Namen gemacht, indem er schon 1680 eine großformatige Karte von Edo, dem heutigen Tokio, drucken ließ und damit landesweite Reputation erlangte. Ebenso wie in jener Karte liegt auch hier in der vorliegenden Kyoto-Karte eine besondere Sorgfalt auf der Nennung und topographischen Einzeichnung der religiösen Kultstätten, die sich vor allem im Osten der Kaiserstadt konzentrieren. Da in der großen Feuerbrunst etwa 90 dieser Tempel und Schreine zerstört wurden, handelt es sich bei der Hayashi-Karte um ein historisches Zeugnis ersten Ranges, das die Rekonstruktion der alten Standorte dieser Kultstätten erlaubt. Die Karte ist nicht datiert, kann jedoch mit großer Sicherheit der Kyoho-Periode zwischen um 1716-1736 zugeordnet werden, bzw. dem Jahr 1741, als die zweite Auflage gedruckt wurde (vgl. Unno, S .419). Vgl. auch die These, die auf der Lesart des Namens auf der Residenz des Botschafters der Shogun basiert (Toki Tango no Kami).

Der Plan erstreckt sich über das Stadtgebiet von Kyoto und die Umgebung zwischen den Flüssen Katsura und Kamo sowie den umliegenden Bergen. In symmetrischer Anordnung finden sich die Tempel und Schreine im Straßennetz und auf den Hügeln sowie deren Wegbeschreibung, die ein einfaches Auffinden erlaubte. In der Mitte der Stadt, der heutigen Altstadt, sieht man die große Anlage des Kaiserlichen Palastes im Nordosten und im Westen den Palast des Shoguns. Die Hauptstraßen sind gelb markiert, die Tempel in Rot und Orange, die Flüsse in Hellblau, die Berge in Beige und Gelb, die Hügel in Grün, die Grenzlinien der Stadt in Schwarz. An den Rändern finden sich Legenden in größeren Textblöcken sowie Entfernungstabellen von der Sanjo Obashi, der Brücke des Kamo, die als geographischer Mittelpunkt gilt, von dem aus alle Distanzen zwischen Kyoto und den anderen Städten des Landes gemessen wurden.

Kyoto contient dix-sept sites enregistrés au patrimoine culturel mondial de l’humanité, plus qu’aucune autre ville au monde. C’est également la seule grande ville du Japon qui ait été épargnée par l’aviation américaine pendant la seconde guerre mondiale.
L’ancienne capitale impériale est entourée sur trois côtés par des montagnes ou des collines. Son plan a été conçu à l’imitation de celui de Ch’ang-an, la capitale chinoise sous les T’ang (618-906). Elle compte environ 250 sanctuaires shinto et 1600 temples bouddhistes. Le goût raffiné au Japon a toujours été associé à la ville de Kyoto. En 1788, un incendie gigantesque a dévasté le centre de la capitale, les plus beaux sites sur la montagne à l’est (Higashiyama) ont échappé aux flammes : ainsi le Sanjusangendo avec ses nombreux bouddhas et le grand temple de Bouddha, la plus grande structure architecturale au monde construite en bois. La carte est d’un intérêt considérable car elle montre la ville quelques dizaines d’années avant l’incendie (vgl. Kazutaka Unno, Cartography in Japan dans History of cartography, 1994, II, 346-477. M. Nanba, N. Muroga, et K. Unno, Old maps of Japan, Osaka, Sogensha, 1973). – Kleine Restaurierungen, wenige verstärkende Hinterlegungen mit Japanpapier, vereinzelte Kanji-Zeichen sind teils etwas abgerieben, nur ganz vereinzelte wenige Löchlein und Fehlstellen, an Falzen ist das Papier teils leicht brüchig, insgesamt aber von außergewöhnlich schöner, erstaunlich guter und frischer Erhaltung - die Karte ist wahrscheinlich niemals wirklich außerhalb des häuslichen Umfeldes benutzt worden. Die Farben in frischem Kolorit. Äußerst selten, weltweit sind nur wenige Exemplare nachweisbar. Ein schlechter erhaltenes Exemplar wurde jüngst von Christie's in London, am 16 November 2005, für ca. 14.000 Euro (GBP 9600) versteigert.

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.560)


Nachverkaufspreis
€ 2.000   (US$ 2.280)


Hinaningyou
Bemalte japanische Seidenpuppen für das Hina-Ma...

Los 329

Hinaningyou. Bemalte japanische Seidenpuppen für das Hina-Matsuri, das traditionelle Mädchenfest. 24 Seidenpuppen in verschieden strukturierten, unterschiedlich farbigen und teils bemalten, gepolsterten Seidenstoffen, montiert auf konturierten Pappstücken. Zwischen ca. 27 x 10 und 43 x 14 cm. Japan um 1950-1960.

Die japanische Hinaningyou, die Hina-Puppe, ist eine Tradition aus der Edo-Zeit, der Zeit der Shogune vor Tenno Meji, die jedoch auch heute noch existiert. Üblicherweise bekommen Mädchen bei ihrer Geburt Puppen geschenkt als Laren, kleine Hausgötter, die die bösen Geister in sich einschließen und das vom Baby bis zur Frau reifende Mädchen in allen möglichen Lebensjahren beschützen soll.

Hinaningyou konnten aus allen möglichen Materialien, von den einfachsten in Papier, Stoffen, Seide, Gold- und Silberbrokat, aber auch aus kostbaren Hölzern, Elfenbein und Edelmetallen hergestellt werden. Zum Hina-Matsuri, dem Mädchenfest, das in Japan jährlich am 3. März gefeiert wird, werden die Puppen meist auf ein getrepptes, mit roter Seide bekleidetes Postament aufgestellt, wobei eine strenge Hierarchie herrscht, die hier auch in der Größe der Puppen ausgedrückt wird.

Zu alleroberst stehen die beiden größten Figuren, die Kaiserin (O-Hina-sama) und der Kaiser (O-Dairi-sama), gekleidet in prachtvolle Gewänder der Goldenen Heian-Zeit, darauf folgt der in die traditionellen höfischen Kimonos gewandete Hofstaat, zunächst Angehörige der adeligen Oberschicht (Sannin Kanjo), die Geschenke, dann die Kapelle der Hofmusiker (Gonin Bayashi), ferner die Hofdamen und Lakaien, Dienerinnen etc.

Vorhanden sind hier fünf große männliche Puppen (bis ca. 43 x 14 cm) aus einer der oberen Reihen, wohl mit Instrumenten oder anderen Objekten, kostbar in teils vielfach durchwirkte Brokatseiden gekleidet, teils bemalt, eine Figur mit (oxidierten) Silberfadenmanschetten und Kragen. Es folgen sechs in einer mittleren Größe (bis ca. 34 x 12 cm), eine Frau und fünf Männer, jede meist mit einem Blumengeschenk, einer großen Lotusblume an langem grünen Stil, einem Korb mit Lotusblüten, wohl auch mit Früchten etc. Die unterste Reihe der Hinaningyous wird von 13 kleinen Puppen (bis 27 x 10 cm) gebildet, darunter auch Samurai-Krieger mit Krummschwertern auf dem Rücken etc.

Alle Figuren sind mit leuchtenden Stoffen, die sehr feine auf Watte gepolsterte Seidengewänder darstellen, ausgestattet, die Gesichter sind in feiner Gouachemalerei gemalt. Die Accessoires aus den unterschiedlichsten Materialien wie Stoff, Seide, Papier, Haare etc. – Wenige Puppen mit Läsuren, Fehlstellen und kleinen Rissen im Seidenbezug (eine einzige Puppe mit größerem Riss), teils mit kleinen Beschabungen und Bereibungen, nur vereinzelt minimal fleckig, meist sind alle Teile und Accessoires, alle Kanten und Pappnasen vorhanden und vollständig. Sehr schönes, umfangreiches Konvolut dieses seltenen Zeugnisses japanischer Volkskunst.

Schätzpreis
€ 800   (US$ 911)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 455)



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