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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Gemälde Alter und Neuerer Meister, Rahmen Auktion 111, Do., 31. Mai, 11.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Trevisani, Francesco
Die Jungfrau mit dem Kind

Los 6068

Die Jungfrau mit dem Kind.
Öl auf Leinwand, doubliert. 98 x 73,5 cm.

Francesco Trevisani erhielt seine erste künstlerische Unterweisungen von seinem Vater, dem Architekten Antonio Trevisani und studierte später bei Antonio Zanchi in Venedig. 1678 ging er schließlich nach Rom, wo er zunächst von Kardinal Ottoboni gefördert wurde, später von Kardinal Chigi, der ihn Papst Clemens XI. empfahl. In Rom wurde Trevisani Stil maßgeblich von Carlo Maratta beeinflusst, ein Aspekt der sich auch deutlich in unserer anmutigen Darstellung der Jungfrau mit dem Kind offenbart. - Verso mit einem alten schwarzen Lacksiegel (auf der originalen Leinwand angebracht, dort die Doublierung ausgespart).

Schätzpreis
€ 15.000   (US$ 17.700)


Nachverkaufspreis
€ 12.000   (US$ 14.160)


Italienisch
Felsige Flusslandschaft mit Fischern

Los 6069

18. Jh. Felsige Flusslandschaft mit Fischern.
Öl auf Leinwand, doubliert. 67 x 82 cm.


Schätzpreis
€ 750   (US$ 885)


Nachverkaufspreis
€ 500   (US$ 590)


Französisch
Gebirgslandschaft mit Wildbach und Wanderer auf...

Los 6070

18. Jh. Gebirgslandschaft mit Wildbach und Wanderer auf einer steinernen Brücke.
Öl auf Leinwand, doubliert. 76,8 x 64,8 cm.

Wassermassen stürzen tosend die Felsen hinab und bahnen sich einen Weg durch die wilde Berglandschaft, die ein Wanderer durchkämmt. In mitten dieses Urwalds entdeckt der Betrachter erst auf den zweiten Blick die rastenden Ziegen auf den Felsen im Vordergrund. In seiner naturalistischen Imposanz der üppigen Vegetation, des Wasserfalls und der hoch aufragenden Baumkronen steht diese Komposition in der Tradition der französischen Landschaftsmalerei des 18. Jahrhunderts.

Schätzpreis
€ 12.000   (US$ 14.160)


Nachverkaufspreis
€ 9.000   (US$ 10.620)


Desmarées, Georges - Werkstatt
Bildnis Maximilian III. Joseph, Kurfürst von Ba...

Los 6071

Werkstatt. Bildnis Maximilian III. Joseph, Kurfürst von Bayern (1727-1777) mit dem Orden des Goldenen Vlies und dem Bruststern des Ordens vom Heiligen Georg.
Öl auf Leinwand. 81,5 x 63,5 cm.


Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 2.124)


Nachverkaufspreis
€ 1.500   (US$ 1.770)


Rotari, Pietro - Umkreis
Trauerndes Mädchen

Los 6073

Umkreis. Trauerndes Mädchen.
Öl auf Leinwand. 47 x 35,3 cm.


Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.416)


Nachverkaufspreis
€ 1.000   (US$ 1.180)


Italienisch
Die schlafende Erminia als Hirtin

Los 6074

um 1780. Die schlafende Erminia als Hirtin, von ihrem Geliebten Tancred träumend.
Öl auf Leinwand, doubliert. 66 x 96 cm.

Eine junge schlafende Frau liegt im Schutz des Waldes, umgeben von Tieren, an einen Baum gelehnt, in dessen Rinde das Wort „Tancred“ eingeritzt steht. Der unbekannte Maler dieses Gemäldes bezieht sich in der Darstellung auf eine Passage aus Torquato Tassos Epos „Gerusalemme liberata“ (1581). Die schlafende Frau heißt Erminia, sie ist muslimische Prinzessin, Tochter des Königs von Antiochia, und unsterblich in Tankred, einen christlichen König und Kreuzritter, verliebt. Eines Tages macht sie sich auf die Suche nach Tankred, der in die Schlacht gezogen war. Doch auf ihrer Suche wird sie von christlichen Soldaten entdeckt. Sie flieht in den schützenden Wald und findet Obdach bei einer Hirtenfamilie. Im Schutz dieser heilen Welt vollzieht Erminia als Hirtin eine Liebesgeste: Sie ritzt den Namen ihres Geliebten in die Baumrinde. So heißt es bei Tasso „Wann dann den Sommer offt ein grosses Hitze kam/ So gieng sie bey die Schaff in einen Schatten sitzen/ Und da in ein Rindt eines Lorbers/ oder Stamm Eines Fichtenbaumes sie mit einer scharffen Spitzen Jhr unglückhaffte Lieb und jhres Liebsten Nam Mit viel Vergiessung auch der Thränen thäte schnitzen Wann sie dann jhre Schrift bißweilen wider laß/ So macht sie jhr Gesicht von Weinen wider naß.“ (Torquato Tasso: Gottfried von Bulljon oder das erlösete Jerusalem. Niemeyer, Tübingen 1974 (Nachdruck der Ausgabe Franckfurt 1626), Gesang VII, 19). In theatralischer Lichtregie, jedoch wunderbar einfühlsam stellt der Maler dieses Gemäldes eine sinnliche Erminia im Schlafe dar, die in ihren Träumen ganz bei ihrem geliebten Tankred zu sein scheint.

Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.832)


Nachverkaufspreis
€ 1.800   (US$ 2.124)


Deutsch
Juralandschaft mit Bauerngehöft

Los 6078

2. Hälfte 18. Jh. Juralandschaft mit Bauerngehöft.
Öl auf Holz. 18,1 x 24,1 cm. Verso bezeichnet "Frei (?) [...]" sowie aus dem Klebeetikett unleserlich alt bezeichnet.


Schätzpreis
€ 800   (US$ 944)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 708)


Französisch
Bauernmädchen und Eierkorb mit Galan

Los 6080

um 1790. Bauernmädchen mit Eierkorb und Galan.
Öl auf Holz. 20,1 x 26,3 cm.


Schätzpreis
€ 600   (US$ 708)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 472)


Galerie Bassenge
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Delahaye
Gewittersturm mit Blitzen über einer Mühle

Los 6081

um 1800. Gewittersturm mit Blitzen über einer Mühle.
Öl auf Leinwand, doubliert. 21,7 x 26,9 cm. Unten links signiert "Delahaye".


Schätzpreis
€ 600   (US$ 708)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 472)


Schirmer, August Wilhelm Ferdinand
Ansicht der Ruine von Paulinzella

Los 6086

Ansicht der Ruine der Abteikirche von Paulinzella.
Öl auf Leinwand. 32,5 x 42,5 cm. Verso auf der Leinwand von späterer Hand bez. "Klosterruine Paulinzella-Thüringen / Bauwerk der / (Hirsauer Schule). Um 1823.

Mit dem Erwachen der romantischen Hinwendung zur mittelalterlichen Vergangenheit um 1800 wurde die Ruine der romanischen Benediktiner-Abteikirche von Paulinzella (1102-1124) in Thüringen zu einem bedeutenden Ziel für zahlreiche Künstler, Schriftsteller und Gelehrte. Bewunderer fand sie unter anderem in Karl Friedrich Schinkel, Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried Schadow, Wilhelm von Humboldt und Friedrich Schiller. Auf einer Studienreise durch Thüringen und den Harz im Sommer des Jahres 1823 besuchte auch Schirmer gemeinsam mit seinem Künstlerfreund August Wilhelm Julius Ahlborn die Klosterkirche. In den Erinnerungen Ahlborns liest man: "im Juli - es war der Sommer 1823 - unternahmen wir eine Studienreise durch Thüringen und den Harz, die ein Vierteljahr dauern sollte. Es läßt sich kaum Fröhlicheres denken, als so zwei junge Maler, denen in der Frische der Begeisterung alles schön erscheint, alles zulacht und bis zum Horizont die ganze Schöpfung gehört, und die nun bei erstarkenden Fährigkeiten drei schöne Monate lang auf deutschen Bergen, in deutschen Wäldern wetteifern im Dienst der geliebten Kunst". In diesem Bild Schirmers ist viel von dieser euphorischen Stimmung eingefangen. Auf der Berliner Akademieausstellung des Jahres 1824 waren Schirmer und Ahlborn mit den Bildern "Ansicht der Ruine von Paulinzelle, nach der Natur gemalt" und "Paulinzelle in Thüringen, nach der Natur" (Katalognrn. 663 und 630) vertreten. Allerdings kann es sich bei vorliegendem Werk nicht um das auf der Akademieausstellung gezeigte Bild handeln, denn Boetticher (Malerwerke des 19. Jahrhunderts) erwähnt noch eine Staffage, nämlich die Landschaftsmaler Ahlborn (sitzend) und W. Schirmer (stehend). Dennoch wird man eine etwa gleichzeitige Entstehung dieses aus Privatbesitz neu aufgetauchten Werkes annehmen dürfen.
Schirmer wählt für seine Komposition einen Standort innerhalb der Vorkirche mit Blick auf das charakteristische Stufenportal, durch dessen Öffnung man die in verheißungsvolles Sonnenlicht getauchte Säulenarkade des Langhauses erspähen kann. Ganz im Geiste der Romantik verschmelzen die bewachsenen Steinquader harmonisch mit der Vegetation, wobei der verklärte Blick auf die Vergänglichkeit vom bewohnten Nebenbau im linken Hintergrund gemildert wird. Ein Gutachten von Prof. Helmut Börsch-Supan, Berlin, vom 19. Januar 2018 ist in Kopie vorhanden.

Schätzpreis
€ 9.000   (US$ 10.620)


Nachverkaufspreis
€ 8.000   (US$ 9.440)



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