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Gemälde Alter und Neuerer Meister, Rahmen Auktion 112, Do., 29. Nov., 11.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Französisch
Paris: Blick über die Seine auf die Île de la Cité

Los 6070

18. Jh. Paris: Blick über die Seine auf die Île de la Cité.
Öl auf Leinwand, doubliert. 26,5 x 61 cm.


Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.026)


Nachverkaufspreis
€ 700   (US$ 797)


Frégevize, Frédéric
Bildnis der Friederike Auguste Frick mit ihrem ...

Los 6072

Bildnis der Friederike Auguste Frick mit ihrem Sohn.
Öl auf Leinwand. 78,8 x 62,5 cm. Signiert und datiert "F. Frégevize. 1812".

In einem idyllischen Landschaftsgarten an der Leipziger Straße in Berlin sitzt Friedricke Auguste Frick mit ihrem Sohn Georg Gustav Adolf, den sie mit der linken Hand fürsorglich auf dem Schoß festhält, auf einer Bank. Ihr Kopf ist dabei melancholisch zur Seite geneigt. In der einfühlsamen Auffassung, mit der Frédéric Frégevize die Dargestellte wiedergibt, klingt bereits etwas von der romantisch-empfindsamen Haltung der Zeit in dem sonst noch ganz dem Klassizismus zugehörigen Bildnis an. Frégevize, der seine Künstlerkarriere als Emaille-Maler in Genf begann, hat das Porträt während seiner Berliner Schaffenszeit gemalt, als er zum ordentlichen Mitglied der dortigen Akademie ernannt wurde, an deren Ausstellungen er zwischen 1810 bis 1828 mit Werken beteiligt war.
Friedrike Auguste Frick war die Gattin des Königlichen Geheimen Ober-Berg-Rath und nachmaligen Direktors der Königlichen Porzellan-Manufaktur in Berlin Georg Friedrich Christoph Frick (1781-1848). Unter seiner Leitung, die von 1832 bis 1848 währte, erfuhr die KPM einen beachtlichen Aufschwung. Nicht zuletzt wurde die Produktion seiner publikumswirksamen Lithophanien (Porzellanbilder, die im Durchlicht wie eine feine Graphik aussehen) ein großer Erfolg mit namhaftem Gewinn.

Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 6.839)


Nachverkaufspreis
€ 5.000   (US$ 5.699)


Herr, Claudius
Amor mit Pfeil und Bogen

Los 6075

Amor mit Pfeil und Bogen.
Porzellanbild. 22,7 x 18 cm. Am Unterrand signiert "C. Herr", sowie verso nochmals signiert und datiert "[...] Herr. /Sept (1)834".


Schätzpreis
€ 9.000   (US$ 10.260)


Nachverkaufspreis
€ 8.500   (US$ 9.690)


Fertbauer, Leopold
Bildnis des russischen Generals Pavel Yakovlevi...

Los 6077

Bildnis des russischen Generals Pavel Yakovlevich Rennenkampff (1790-1857).
Öl auf Holz. 26 x 20 cm. Unten links signiert "Fertbauer f. Wien 1833".

In feiner Malweise und Akribie porträtiert Fertbauer den noch jungen russischen General Yakovlevich Rennenkampff. Selbstbewusst, mit verschränkten Armen und bestimmtem Blick präsentiert sich der General dem Betrachter und steht dabei in einem nicht näher bestimmten Innenraum vor einem schweren Vorhang, der sich zur linken Seite hin öffnet und den Blick in eine Berglandschaft frei gibt. Dem Betrachter wird dabei ein leicht untersichtiger Standort zugewiesen. Nichts lenkt vom Porträtierten ab. Die prächtige dunkelgrüne Uniform mit zahlreichen Orden und markanter roter Schärpe zeugen vom Erfolg des jungen Generals.

Schätzpreis
€ 12.000   (US$ 13.679)


Nachverkaufspreis
€ 10.000   (US$ 11.399)


Blechen, Carl - Schule
Parkmauer der Villa Borghese mit der Villa Raph...

Los 6082

Schule. Parkmauer der Villa Borghese mit der Villa Raphaela.
Öl auf Holz. 24 x 29,5 cm.

Carl Blechens Landschaftsmalerei war stets geprägt von der spannungsvollen Wechselwirkung zwischen realistischer Beobachtung und romantisch-effektvoller Naturauffassung. Hin- und hergerissen zwischen diesen beiden Polen gab er 1828 seine Anstellung als Bühnenmaler am Königstädtischen Theater in Berlin auf und reiste für ein Jahr nach Italien. Die Eindrücke, die Blechen auf dieser Reise in den Süden gewonnen hatte, sollten sein weiteres Werk nachhaltig prägen. Zurück in Berlin entstanden skizzenhaft ausgeführte Gemälde nach seinen italienischen Ölstudien und Zeichnungen, die die Unmittelbarkeit des Seheindrucks wiederzugeben suchten. Seine künstlerische Eigenwilligkeit offenbarte sich dabei im Verzicht auf die konventionellen Veduten Italiens, ein Verzicht, den auch die kühn komponierte Ansicht der Villa Borghese und Villa Raphaela charakterisiert. Nicht etwa die Villen oder die sanften Hügel der römischen Campagna stehen im Vordergrund: Dominiert wird der Bildausschnitt von einer hoch aufragenden Mauer, die theatralisch von rechts bis weit über die Bildmitte in die Landschaft hineinragt und erst an ihrem Ende den Blick des Betrachters auf die Gebäudegruppen im Hintergrund lenkt. Rave verzeichnet mit unserem Bild insgesamt drei Versionen des außergewöhnlichen Motivs (Rave Nrn. 819, 820 und 821). Diese gehen zurück auf eine am 9. Januar 1829 entstandene lavierte Federzeichnung "Beschattete Stadtmauer", die Teil einer Gruppe von insgesamt 42 losen Blättern eines Römischen Skizzenbuches ist (Rave Nr. 773).

Provenienz: Galerie Paul Roemer, Berlin.
Lempertz, Köln, Auktion am 20. Mai 2000, Los 993 mit Abb. (als Carl Blechen).
Privatbesitz, Berlin.

Literatur: Paul Ortwin Rave: Karl Blechen. Leben. Würdigungen. Werk. Berlin 1940, S. 267, Nr. 821.
Helmut Börsch-Supan: Kopien nach Carl Blechen. Überlegungen zur Revision seines Oeuvrekataloges, in: Schlösser Gärten Berlin. Festschrift für Martin Sperlich. Hg. Detlef Heikamp. Tübingen 1979, S. 245-258, erwähnt auf S. 257, Anm. 56.

Schätzpreis
€ 15.000   (US$ 17.100)


Nachverkaufspreis
€ 12.000   (US$ 13.679)


Thöming, Friedrich - zugeschrieben
Die blaue Grotte auf Capri

Los 6084

zugeschrieben. Die blaue Grotte auf Capri.
Öl auf Leinwand. 36,5 x 46,5 cm. Verso auf dem Keilrahmen mit Klebeetikett mit typogr. Bezeichnung "Fr. Thöming 1802-1873 / Blaue Grotte, Capri / Eckernförde / Sammlung [...]".

„Auch werde ich eine ganz Eigenthümliche Grotte mahlen wo alles vom Wasser aus, waß den Untern Raum einnimmdt erleuchtet ist u. die schönsten Farben hült.“ Mit diesen Worten kündigte 1829 der Eckernförder Maler Friedrich Thöming seinem Freund und Förderer Bertel Thorvaldsen die Absicht an, die blaue Grotte auf Capri zu besuchen (Brief von Thöming an Thorvaldsen vom Sommer 1829, zit. n. Ulrich Schulte-Wülwer, Uwe Beitz: Friedrich Thöming 1802 bis 1873. Malerei und Grafik, Kiel 2002, S. 21). Thöming hatte sich im legendären Hotel Pagano zusammen mit dem Maler August Kopisch einquartiert, der kaum zwei Jahre zuvor zusammen mit Ernst Fries unter Mithilfe zweier Insulaner das erstaunliche Naturdenkmal „wieder entdeckt“ hatte. Als erfolgreicher Maler von See- und Küstenstücken, gehört Thöming zu den ersten Künstlern, die das Motiv malerisch auszureizen wussten und gerade mit Variationen dieses Sujets fand er in den Folgejahren bei einem internationalen Klientel besonderen Anklang. Der Maler war nach seinem Studium an der Kopenhagener Akademie 1827 nach Italien ausgewandert, wo er mit kurzen Unterbrechungen zeitlebens zwischen Rom und Neapel residierte.

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.560)


Nachverkaufspreis
€ 3.200   (US$ 3.647)


Visone, Giuseppe
Liegende Fischerboote am Strand von Neapel

Los 6085

Fischerboote am Strand von Neapel.
Öl auf Papier, auf Leinwand kaschiert. 14,5 x 22,3 cm. Unten links signiert "G. Visone".


Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.709)


Nachverkaufspreis
€ 1.500   (US$ 1.709)


Schnorr von Carolsfeld, Veit Hanns
Selbstbildnis im grünen Malermantel

Los 6087

Selbstbildnis im grünen Malermantel.
Öl auf Leinwand. 82 x 65 cm. Unten rechts monogrammiert und datiert "VHS / 1820", verso auf dem Keilrahmen mit lädiertem Ausstellungsetikett, sowie Klebeetiketten mit Angaben zum Werk und Besitzern.

Auf einer wunderbar detaillierten gemalten Ansicht vom Atelier des Veit Hanns Schnorr von Carolsfeld aus dem Jahr 1832 ist zu erkennen, dass an der Wand gegenüber dem Arbeitstisch des Malers ein Selbstbildnis hing. Blickte Schnorr von Carolsfeld, an diesem Tisch sitzend, empor, so traf sein Blick unweigerlich auf das eigene Antlitz. Das Bild seines Schülers Carl Werner, das in unserer Auktion im Dezember 2017 versteigert wurde (Losnummer 6077, mit mehreren Abbildungen), bezeugt dieses tagtägliche Tête-à-Tête und gibt uns eine genaue Vorstellung von den Gegebenheiten und der Atmosphäre in den Räumen der Pleißenburg, die der Akademiedirektor für seine Arbeit bezogen hatte. Der betagte, gleichwohl unermüdlich arbeitende Künstler sitzt dort versunken über einer Zeichnung, in einen grünen Malermantel gehüllt - wohl eben dem Mantel, den er bereits zwölf Jahre früher in unserem Selbstbildnis trug, jenem Porträt, das in Werners kleinformatigem Gemälde an der genannten Stelle erscheint. Das einfache Kleidungsstück hat Symbolwert: Es steht für Schnorr von Carolsfelds bereits von Nagler unterstrichenen Bescheidenheit, die er auch in seiner gehobenen Stellung in der Akademiedirektion beibehielt. Der Verzicht auf „verkünstelte Bedürfnisse“ (Allgemeines Künstlerlexikon, S. 394) war charakteristisch für einen im Geiste des Biedermeier erzogenen Mann - eine Haltung, die auch in der ehrlichen Unaufgeregtheit zu spüren ist, mit der sich der Maler 1820 vor schlichtem Hintergrund und ausschließlich mit seinen Berufswerkzeugen versehen festhielt. Lediglich die Pelzverbrämung an Kragen und Ärmelsaum zeugen von einem durch beharrliche Arbeit erworbenen Wohlstand.
Für den 1764 in Schneeberg als achter Sohn eines Ratsherren geborenen Schnorr von Carolsfeld war das 1816 erlangte Direktorat der Leipziger Akademie der krönende, dauernde Sorglosigkeit verheißende Abschluss einer bewegten Künstlerkarriere. Nach einem vom Vater gewollten Jurastudium konnte er sich erst nach dessen Tod ganz der Kunst verschreiben. Seine ersten Schritte führten ihn ins preußische Königsberg, wo er näheren Umgang mit Theodor Gottlieb von Hippel und Immanuel Kant pflegte, den er 1789 in mehreren Zeichnungen portraitierte. Bereits 1790 fiel die Entscheidung, nach Leipzig zurückzukehren, um sich dort weiter in der Zeichenkunst ausbilden zu lassen. Er wurde Schüler von Adam Friedrich Oeser und übernahm Aufträge als Portraitist, Buchillustrator und Theatermaler. 1801 brach er mit Johann Gottfried Seume, zu dessen Freundeskreis er zählte, nach Syrakus auf, in Weimar machten die beiden Männer ihre Aufwartung den Berühmtheiten Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Johann Gottfried Herder und Karl August Böttiger, bevor sie über Prag nach Wien weiterzogen. Dort musste Schnorr von Carolsfeld seine Reise unterbrechen, aus Rücksicht auf seine Pflichten als Familienvater, denn die heute ungleich bekannteren Söhne Julius und Ludwig waren bereits geboren. Über mehrere Stationen führten ihn daraufhin seine „artistischen Wanderschaften“, wie er die folgende Studienreise bezeichnete, über Paris und Straßburg 1802 nach Leipzig zurück. Dort übernahm er wenige Monate später die Stelle eines Unterlehrers an der Akademie. 1816 schließlich wurde er Nachfolger Johann Friedrich August Tischbeins im Direktorenamt, das er bis zu seinem Tod 1841 bekleidete.
Seine wahre Berufung fand er hingegen in der Lehrtätigkeit, eine Neigung, die sein Enkel auf das Talent für „einsichtsvolles, feinsinniges Kunsturtheil, Vielseitigkeit in Würdigung der Rechte künstlerischer Individualität und mannigfaltige Geschicklichkeit im Technischen der Kunst“ zurückführte (vgl. Franz Schnorr von Carolsfeld: "Schnorr von Carolsfeld, Veit" in: Allgemeine Deutsche Biographie, 32 (1891), S. 192). Für die Bewunderung und Achtung, die ihm seine Schüler entgegenbrachten, spricht nicht zuletzt auch die Atelieransicht Werners und die Tatsache, dass Veit Hanns Schnorr von Carolsfeld durch die Präsentation unseres Selbstbildnisses auf der Jahrhundertausstellung 1875 in Berlin, mehr als drei Jahrzehnte nach seinem Tod, gewürdigt wurde.

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers, an dessen Sohn
Julius Schnorr von Carolsfeld (1794-1872).
Seither durch Vererbung im Besitz der Familie.


Ausstellung: Berlin 1906: Ausstellung deutscher Kunst aus der Zeit von 1775-1875 in der Königlichen Nationalgalerie Berlin.

Literatur: Katalog: Ausstellung deutscher Kunst aus der Zeit von 1775-1875 in der Königlichen Nationalgalerie Berlin. Hrsg. vom Vorstand der Deutschen Jahrhundertausstellung. München 1906 (2 Bände), Kat. Nr. 1579.

Schätzpreis
€ 28.000   (US$ 31.919)


Nachverkaufspreis
€ 25.000   (US$ 28.499)


Französisch
Bildnis eines Herrn mit Samtbarett

Los 6088

1821. Bildnis eines Herrn mit rostrotem Samtbarett und Backenbart.
Öl auf Leinwand. 73 x 60 cm. Unten links undeutlich bez., signiert und datiert "Pisch 1821 1er px. (prix)" sowie darüber in Weiß undeutlich betitelt "portrait de...".


Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 6.839)


Nachverkaufspreis
€ 6.000   (US$ 6.839)


Strodtmann, Christian Bendix Theodor
Flusslandschaft mit kleiner Bootswerft

Los 6089

Flusslandschaft mit kleiner Bootswerft.
Öl auf Leinwand. 58,5 x 90 cm.


Schätzpreis
€ 2.200   (US$ 2.508)


Nachverkaufspreis
€ 1.800   (US$ 2.052)



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