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Gemälde Alter und Neuerer Meister, Rahmen Auktion 114, Do., 28. Nov., 11.00 Uhr


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Los 6181 Henneberg, Hugo
Blick auf die Burgruine Aggstein in der Wachau
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6181)

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Blick auf die Burgruine Aggstein in der Wachau.
Gouache über schwarzer Kreide auf strukturiertem Malkarton. 44,6 x 56,7 cm. Um 1905.

Heute ist Hugo Henneberg vielen vor allem als bedeutender österreichischer Fotograf der Jahrhundertwende und Mitglied der Künstlergruppe Trifolium bekannt. Nach einem Studium der Physik, Chemie, Astronomie und Mathematik in Jena reiste er für einige Zeit zunächst durch die USA, wo er Freundschaft mit dem New Yorker Fotografen und Mäzen Alfred Stieglitz schloss. Nach seiner Rückkehr beschäftigte sich Henneberg intensiv mit der zeitgenössischen Kunsttheorie und knüpfte enge Beziehungen zu den Künstlern der Münchner und Wiener Sezession. Eine besonders innige Freundschaft verband ihn zudem mit Gustav Klimt, der 1901/02 auch das bedeutende Gemälde mit dem Porträt der Marie Henneberg schuf, welches zusammen mit Arbeiten Hugo Hennebergs im Jahre 1902 auf der Ausstellung der Wiener Sezession erstmals ausgestellt wurde. Das Museum Moritzburg widmete der Künstlerfreundschaft im Jahre 2018/2019 eine eigene Ausstellung, in der auch die vorliegende Arbeit ausgestellt war. Im Jahre 1904 löste sich die Künstlergruppe Trifolium auf und Henneberg wendete sich von der Fotografie ab und ganz der Malerei und Druckgraphik zu.
Vorliegendes Gemälde zeigt die imposant über der Donau thronenden Höhenburg Aggstein, welche einst der Familiensitz des mächtigen Ministerialgeschlechts der Kuenringer war und als eines der bedeutendsten historischen Wahrzeichen der Wachau gilt. Henneberg wählte die malerische Burgruine als prägnantes Sinnbild für die Region, und stellt diese aus einer dramatisch inszenierten Vogelperspektive dar. Farblich kontrastiert er das schroffe Felsgestein von Berg und Burg gekonnt mit dem warmen Braun und den Orangetönen des Frühherbstes und läßt in der Ferne durch die gedeckten Grüntöne der Wiesen und Felder im Donautal eine Art Luftperspektive entstehen, die das Hauptmotiv zusätzlich hervorhebt. Auch wenn die Darstellung vollgültig erscheint, ist es doch in Teilen unvollendet geblieben. Wolfgang Büche bemerkt in seinem Katalogtext zu dem Gemälde, dass die Landschaft zur Linken der detailliert ausgeführten Burgruine nur in einer ersten Anlage angedeutet ist (S. 212). Allerdings hebt eben diese unterschiedliche Bearbeitung auch das Hauptmotiv in seiner exponierten Präsenz besonders hervor. Interessant ist zudem, dass Henneberg das Motiv im Jahre 1910, bis auf das Format, fast unverändert als Vorlage für einen Linolschnitt nutzte, der zusammen mit anderen Darstellungen von prägnanten Ansichten aus der Wachau erst im Jahre 1921 posthum erschien (vgl. Abb. ebd. S. 211). Arbeiten Hennebergs sind von großer Seltenheit.

Provenienz: Österreichische Privatsammlung.

Ausstellung: "Gustav Klimt & Hugo Henneberg. Zwei Künstler der Wiener Secession", Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), Ausstellung 14.10.2018 - 06.01.2019

Literatur: Christian Philipsen, Thomas Bauer-Friedrich und Wolfgang Büche (Hrsg.): Gustav Klimt & Hugo Henneberg. Zwei Künstler der Wiener Secession, Band 18 der Schriften für das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), Köln 2018, S. 211ff.

Schätzpreis
€ 4.500   (US$ 4.950)


Nachverkaufspreis
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€ 4.000

(US$ 4.400)
(GBP 3.560)
(CHF 4.400)


Los 6181 Henneberg, Hugo
Blick auf die Burgruine Aggstein in der Wachau
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