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Druck-Katalog Gemälde Alter und Neuerer Meister, Rahmen » zur Kunstabteilung
Gemälde Alter und Neuerer Meister, Rahmen Auktion 111, Do., 31. Mai, 11.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Deutsch
Die Heilige Agatha von Catania

Los 6020

frühes 17. Jh. Die Heilige Agatha von Catania.
Öl auf Leinwand, doubliert. 47,5 x 45,4 cm.

Agatha, eine wohlhabende, adlige Jungfrau aus Catania, beleidigte den heidnischen Statthalter Quintinianus indem sie ihn als Ehemann mit der Begründung abwies, sie sei Christin und habe ewige Jungfräulichkeit gelobt. Erzürnt von dieser Zurückweisung lies Quintinianus Agatha in ein Bordell sperren, in der Hoffnung sie verfiele der Unzucht. Agatha blieb jedoch stark und schürte so den Zorn Quintinianus' noch mehr. Unter Folter ließ er ihr schließlich auf brutalste Weise mit der Zange die Brüste abreißen. In der Nacht ihres größten Schmerzes erschien Agatha der Heilige Petrus und salbte ihre Wunden. Ikonographisch wird Agatha seither mit ihren abgetrennten Brüsten in einer Zange oder, wie in diesem Fall, auf einem Teller dargestellt.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.416)


Deutsch
Die Heilige Lucia von Syrakus

Los 6021

frühes 17. Jh. Die Heilige Lucia von Syrakus.
Öl auf Leinwand, doubliert. 47,6 x 45,2 cm.

Lucia, Tochter einer vornehmen reichen Familie und Christin, gelobte bereits als Kind ewige Jungfräulichkeit - ganz zum Bedauern ihrer Mutter, die bereits eine Eheschließung arrangiert hatte. Die Mutter erkrankte jedoch und Lucia unternahm eine Wallfahrt zum Grab der Heiligen Agatha um die Genesung ihrer Mutter zu erwirken. Lucias Mutter wurde gesund und konvertierte wie ihre Tochter zuvor zum Christentum. Im Traum erschien Agatha Lucia, erinnerte sie an die Kraft ihres Glaubens und prophezeite ihr ein ähnliches Schicksal wie das eigene. Mit dem Vermögen der Familie gründete Lucia daraufhin eine Armen- und Krankenstation und löste die Verlobung. Erzürnt von der Zurückweisung und der Vergabe des gesamten Vermögens an die Krankenstation, machte sich ihr Verlobter die diokletianische Verfolgung der Christen zu Nutze und verriet Lucia an den Präfekten, der sie, wie auch Agatha, ins Bordell verbannte. Doch keine Männer- und Ochsenkraft reichte aus, um Lucia zu verbannen und so marterte man sie zur Bestrafung. Eine Legende berichtet, man habe sie ihrer schönen Augen beraubt und diese auf einer Schüssel ihrem Verlobten geschickt - doch habe ihr Maria noch viel schönere Augen wiedergegeben.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.416)


Seghers, Daniel
Die Madonna mit Jesusknaben in einer Nische, um...

Los 6022

Die Madonna mit Jesusknaben in einer Nische, umgeben von einer Blumengirlande.
Öl auf Holz, parkettiert. 81 x 65 cm. Links unter der Kartusche mit den Resten des Monogramms "DS".


Schätzpreis
€ 7.500   (US$ 8.850)


Bijlert, Jan van
Bacchanal mit feiernder und musizierender Gesel...

Los 6023

Bacchanal mit feiernder und musizierender Gesellschaft.
Öl auf Leinwand. 171 x 221 cm. Auf der Tischkante signiert "J. Bijlert fec."

Jan van Bijlert bietet dem Betrachter hier ein Festgelage von bacchantischem Charakter: um einen Tisch, der mitten in der Landschaft platziert steht, versammeln sich einige Herrschaften zum Trinkgelage. Der Mann links, wohlwollend zurückgelehnt, nimmt Trauben einer Frau entgegen und erinnert an den barbauchigen, trunkenen Bacchus, wohingegen die anderen Damen und Herren sich dem Wein und der Musik zuwenden. Aus der Distanz beobachten wir die Szenerie, wandern von Protagonist zu Protagonist und bleiben doch nicht unbeachtet. Eindringlich blickt die Dame mittig aus dem Bild heraus, als möchte sie uns einladen am Fest teilzunehmen.
Der aus Utrecht stammende Maler Jan van Bijlert lernte laut Joachim von Sandrart ab 1616 bei keinem geringeren als Abraham Bloemaert bis er später für mehrere Jahre nach Rom ging und dort mit dem Werk Guido Renis und Caravaggios in Berührung kam. 1624 kehrte er schließlich nach Utrecht zurück und schloss sich dort den Utrechter Caravaggisten unter Hendrick Terbrugghen, Gerard van Honthorst und Dirck van Baburen an. Unter dem Einfluss der Malerei Caravaggios waren die Gemälde der Utrechter Vertreter geprägt von effektvoller Licht- und Schattenverteilung und leuchtendem Kolorit. Jan van Bijlert wählte hier jedoch eine etwas hellere Palette und verzichtet auf starke Verschattungen, womit er die ausgelassene, fröhliche Stimmung der Gesellschaft unterstreicht. Die Eigenhändigkeit des vorliegenden Gemäldes wurde von Paul Huys Janssen auf Grundlage hochaufgelöster Digitalfotografien bestätigt.

Schätzpreis
€ 40.000   (US$ 47.200)


Flämisch
Christus am Kreuz

Los 6024

17. Jh. Christus am Kreuz.
Öl auf Leinwand, doubliert. 70,5 x 40,5 cm.


Schätzpreis
€ 750   (US$ 885)


Österreichisch
Heimsuchung

Los 6025

18. Jh. Heimsuchung.
Öl auf Leinwand, auf Leinwand kaschiert. 36,6 x 26,4 cm.


Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.416)


Bijlert, Jan van - Umkreis
Paris und Oenone

Los 6026

Umkreis. Paris und Oenone.
Öl auf Leinwand, doubliert. 76 x 66,5 cm.

Unser Gemälde mit den nahsichtig konzipierten Figuren und der Betonung der Hell- und Dunkelwerte gehört zweifellos in den Kreis der Utrechter Caravaggisten. Das Centraal Museum in Utrecht bewahrt eine dem Umkreis Jan van Bijlerts zugeordnete Darstellung von "Paris und Oenone" (Inv. Nr. 2548), die im Hinblick auf die Komposition und der stilistischen Ausführung eng mit unserem Gemälde verwandt ist.

Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.832)


Französisch
Vulcanus übergibt Venus die Rüstung für ihren S...

Los 6027

um 1660. Vulcanus übergibt Venus die Rüstung für ihren Sohn Aeneas.
Öl auf Leinwand, doubliert. 99,5 x 136 cm.


Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.832)


Spanisch
Früchtestillleben mit Aprikosen, Kischen und Ar...

Los 6028

17. Jh. Früchtestillleben mit Aprikosen, Kirschen und Artischocken.
Öl auf Leinwand. 53 x 93 cm.


Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.720)


Niederländisch
Bildnis des Alessandro Farnese, Herzog von Parm...

Los 6029

1586-1596. Bildnis des Alessandro Farnese, Herzog von Parma und Piacenza.
Öl auf Holz. 28 x 51 cm. Am oberen Rand bez. "Alex. Farne: Parma. et Plaisan. [= Piacenza] dux".

Alessandro Farnese (1545-1592), Sohn von Ottavio Farnese und Margarethe von Parma, stand im Dienst der spanischen Habsburger. Als Feldherr war er maßgeblich dafür verantwortlich, dass die südlichen Niederlande zum Ende des 16. Jahrhunderts wieder komplett unter die spanische Herrschaft gelangten. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1586 wurde ihm der Titel des Herzogs von Parma und Piacenza zuteil. Auf diesen Titel nimmt die Bezeichnung am oberen Rand unseres Bildes Bezug und erlaubt daher eine Datierung zwischen 1586 und 1596, dem Jahr in dem Alessandro Farnese in Arras starb.

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.770)



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