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Gemälde Alter und Neuerer Meister, Rahmen Auktion 111, Do., 31. Mai, 11.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Piombo, Sebastiano del
Die Geisselung Christi

Los 6010

nach. Die Geisselung Christi.
Öl auf Kupfer. 35 x 25,8 cm.

Dieses Gemälde eines anonymen Meisters ist die virtuose Kopie nach Sebastiano del Piombos technisch innovatives Wandgemälde in Öl in der Cappella Borgherini in San Pietro in Montorio in Rom (1524 beendet). Bereits zur Zeit seiner Entstehung überaus erfolgreich, sind mehrere Reproduktionen und Variationen von del Piombos Werk bekannt - so etwa ein monumentales Gemälde von der Hand des Venezianers selbst (1525, heute Museo Civico Viterbo) und ein weiteres ihm zugeschriebenes in der Sammlung Corsham Court (Wiltshire). Unser Exemplar eifert qualitativ dem großformatigen Original nach. In allen kompositorischen Einzelheiten getreu, ist lediglich der architektonische Hintergrund mit dem bogenförmigen Eingang und den jeweils zwei seitlichen Säulen malerisch vereinfacht wiedergegeben. Seine künstlerisch-technische Brillanz beweist der Kopist vielmehr bei der Modellierung der fünf Figuren in der Bildmitte. Herauszuheben ist der an der Säule gefesselte Christus, dessen feinfühlig wiedergegebener Körper und zartes Inkarnat mit weichen Pinselstrichen gearbeitet ist. Die einzige Freiheit die sich unser Meister gegenüber del Piombo nimmt, betrifft die koloristische Dramatik der Gesamtkomposition: Dem grünen Gewand des linken Peinigers setzt er in einem gelungenen chromatischen Kontrast den gelben Lendenschurz des rechten Schächers gegenüber - in der Cappella Borgherini wird die Hüfte des letzteren von einem weißen Tuch umhüllt. Laut Miguel Falomir Faus, Direktor des Madrider Prado und Experte für italienische Renaissancemalerei, handelt es sich hierbei um ein in Rom entstandenes Werk aus dem 16. Jahrhundert.


Provenienz: Privatsammlung Spanien.

Schätzpreis
€ 15.000   (US$ 17.700)


Prager Schule
Die mystische Reinigung der Maria Magdalena

Los 6011

um 1600. Die mystische Reinigung der Maria Magdalena.
Öl auf Holz. 42 x 64 cm.

Dargestellt ist Maria Magdalena bei der Reinigung ihrer Hände. Hinter ihr stehend versucht die Personifikation der Eitelkeit ihr einen Spiegel vorzuhalten, um sie in ihrem alten Leben als Prostituierte zu halten, im Schatten wohl weitere Sünden wie die Luxuria mit der Schlange an der Brust und die Ruhmsucht mit dem Lorbeerkranz. Maria Magdalena aber blickt zur Personifikation der Fortitudo, als Zeichen ihrer Stärke, die ihr zum Glauben an Christus verhilft. Zur Linken unter dem Gekreuzigten sind die drei göttlichen Tugenden Glaube (Religio mit Kreuz und Kelch), Liebe (Caritas mit Kindern) und Hoffnung (Spes mit dem Anker) dargestellt. Heerscharen am Himmel verheißen Magdalena den Weg ins Paradies.

Schätzpreis
€ 3.500   (US$ 4.130)


Niederländisch
Visus. Der Gesichtssinn

Los 6012

Anfang 17. Jh. Visus - Der Gesichtssinn.
Öl auf Holz, nach Hendrick Goltzius. 40 x 31,5 cm.

Kopie nach einem 1595 veröffentlichten Kupferstich von Jan Saenredam aus der Folge der "Fünf Sinne". Die seitenverkehrten Vorzeichnungen zur kompletten Folge von Hendrick Goltzius befinden sich heute im Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam. Der durchschlagende Erfolg dieser Serie lässt sich allein an den bei Leesberg (New Hollstein 694-698) verzeichneten zehn Kopien nach Saenredams Stichen ablesen.

Schätzpreis
€ 800   (US$ 944)


Goltzius, Hendrick - Werkstatt
Die Madonna im Gebet

Los 6013

Werkstatt. Die Madonna im Gebet.
Öl auf Holz. 50,5 x 39,5 cm. Oben rechts undeutlich monogrammiert und datiert "S.... f 1616".

Das Werk geht auf das Gemälde im Tondoformat von Hendrick Goltzius im Speed Art Museum in Louisville, Kentucky zurück, das der Künstler im Jahr 1607 als Pendant zu "Christus als Salvator Mundi" (ebenfalls in Louisville) angefertigt hat. Der Künstler von vorliegendem, in das Jahr 1616 datiertem Gemälde dürfte sein Werk direkt nach der Komposition von Goltzius angefertigt haben und somit ein Mitglied von dessen Werkstatt gewesen sein.

Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 7.080)


Bunnik, Jan van - zugeschrieben
Südliche Berglandschaft mit Kastell und einem W...

Los 6014

zugeschrieben. Südliche Berglandschaft mit Kastell und einem Wanderer.
Öl auf Leinwand, auf Holz kaschiert. 20,5 x 27 cm (oval).



Provenienz: Christie's, London, Auktion am 3. November 1978, Los 49 (als "Jan van Bunnik").
Sammlung Ostertag, Wilhelmshaven.

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.770)


Deutsch
Stillleben mit Insekten, Käfern und einem Frosch

Los 6015

17. Jh. Stillleben mit Insekten, Käfern und einem Frosch.
Öl auf Metall. D. 16,5 cm.


Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.416)


Schürer, Hans Christoph
Heilige mit Perlendiadem

Los 6016

um 1600. Heilige mit Perlendiadem.
Öl auf Holz. 50 x 37,7 cm.

Die Heilige mit Perlendiadem hat ihren Kopf in den Nacken gelegt, ihr Blick führt nach oben, dabei fällt ihr locker gebundenes Haar über ihren Rücken hinab. Ihre Wangen sind gerötet, ihr Mund ist leicht geöffnet und ihr nackter Oberkörper wird lediglich von einem durchscheinenden Tuch umhüllt. Ikonographisch folgt das Gemälde einer im frühen 17. Jahrhundert entstandenen Bildtradition der ekstatischen Heiligen, wie sie beispielsweise von Caravaggio oder Rubens mit der Darstellung der Maria Magdalena in Verzückung etabliert wurde. Darüber hinaus steht das Gemälde sowohl stilistisch als auch motivisch in Zusammenhang zweier Werkgruppen der Allegorie der Sinne, die dem Maler Hans Christoph Schürer zugeschrieben werden (Anhaltische Gemäldegalerie Dessau Inv. Nrn. 1429-1433; Nationalmuseum Stockholm, Inv. Nr. NM 5637; Museen der Stadt Bamberg, Inv. Nrn. 381D-384D). Unsere Heilige zeigt frappante Ähnlichkeit mit der Figur des Tastsinns dieser Gruppe. Die Kopfhaltung mit dem nach oben gerichteten Blick, die Partie der Nase und des Mundes, die gesetzten Glanzpunkte. Unverkennbar sind auch die malerischen Reminiszenzen an Schürers Lehrer Hans von Aachen. Dr. Thomas Fusenig, Münster, dem das Werk im Original bekannt ist, bestätigt die Zuschreibung an Hans Christoph Schürer (mdl. am 23. Februar 2018).

Schätzpreis
€ 3.000   (US$ 3.540)


Niederländisch
Maria Magdalena am offenen Grab Christi

Los 6017

Ende 16. Jh. Maria Magdalena am offenen Grab Christi.
Öl auf Kupfer. 22,5 x 17,2 cm. Verso bezeichnet "J.A.D." und "No.72".

Die Evangelisten und die Legende der Maria Magdalena berichten, dass sie, von sieben Dämonen besessen, von Christus durch Austreibung der bösen Geister geheilt wird. Seitdem gehört sie seinem Gefolge an und wird Zeugin von Kreuzigung und Tod, ist bei Kreuzabnahme und Grablegung zugegen. Als sie am Ostermontag zum Grab geht, um den Leichnam Christi zu salben, findet sie das Grab leer vor. Unser Gemälde zeigt Maria Magdalena neben dem Salbgefäß und der geöffneten Grabplatte betend. Sie wird die erste sein, die dem Auferstandenen begegnet und dies den Jüngern verkünden.

Provenienz: Privatsammlung Spanien.

Ausstellung: Ausst.Kat. La Danse des Morts, Paris, Galerie le Toît du Monde, 2004, S. 105, Kat. 60 (Abb.).

Schätzpreis
€ 3.000   (US$ 3.540)


Deutsch
Die reuige Magdalena

Los 6018

1. Hälfte 17. Jh. Die reuige Magdalena.
Öl auf Kupfer. 16,4 x 12,7 cm.

Das Motiv geht zurück auf ein Gemälde von Geldorp Gortzius (1553 - nach 1616), einem niederländischen Maler, der sich 1579 in Köln niederlässt, und dort vor allem als Portraitist großen Erfolg hat. Besonderer Beliebtheit scheinen sich aber auch seine Brustbilder der Jungfrau Maria im Gebet und der reuigen Magdalena zu erfreuen, da von ihnen zahlreiche Repliken überliefert sind, nicht zuletzt wohl auch aufgrund ihrer Reproduktion als Radierungen Crispijn de Passes.

Schätzpreis
€ 750   (US$ 885)


Italienisch
Die Madonna mit dem schlafenden Jesusknaben

Los 6019

17. Jh. Die Madonna mit dem schlafenden Jesusknaben in einer Landschaft.
Öl auf Holz. 43,5 x 31 cm.


Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.416)



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