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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Gemälde Alter und Neuerer Meister, Rahmen Auktion 111, Do., 31. Mai, 11.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Galerie Bassenge
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Delahaye
Gewittersturm mit Blitzen über einer Mühle

Los 6081

um 1800. Gewittersturm mit Blitzen über einer Mühle.
Öl auf Leinwand, doubliert. 21,7 x 26,9 cm. Unten links signiert "Delahaye".


Schätzpreis
€ 600   (US$ 708)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 472)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Deutsch
Der Borschen bei Bilina in Nordböhmen

Los 6082

um 1830. Der Borschen bei Bilina in Nordböhmen.
Öl auf Papier. 15,8 x 22,8 cm.

Verso mit der Bleistiftskizze einiger Häuser an der Unstrut, bezeichnet in Bleistift "Die Unstrut".

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.416)


Zuschlag
€ 2.800 (US$ 3.304)


Deutsch
Alpenlandschaft mit Gipfelkreuz

Los 6083

um 1820. Alpenlandschaft mit Gipfelkreuz.
Öl auf festem Papier. 10,6 x 14,9 cm. Unten links monogrammiert "J. K.".


Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 2.124)


Zuschlag
€ 1.500 (US$ 1.770)


Rosenberg, Friedrich
Wanderer auf dem Grindelwaldgletscher in der Sc...

Los 6084

Wanderer auf dem Grindelwaldgletscher in der Schweiz.
Öl auf Holz. 14,7 x 18,9 cm. Unten links undeutlich signiert und datiert "Rosenberg / 1790", sowie unten links mit alter Galerienummer "183."

Der in Danzig geborene Friedrich Rosenberg ging 1778 auf Wanderschaft, die ihn über Hamburg bis in die Schweiz führte. Neben anderen Künstlern wie dem Schweizer Caspar Wolf lieferte Rosenberg zeichnerische Vorlagen für die Kupferstiche der 1785 von Rudolf Heinzi herausgegebenen Publikation Vues remarquables de Montagnes de la Suisse. Rosenberg zeigt in seinen Vorlagen den Grindelwaldgletscher in verschiedenen Ansichten.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.416)


Zuschlag
€ 3.400 (US$ 4.012)


Agricola, Eduard
Das Prebischtor (Pravcická brána) in der Böhmis...

Los 6085

Das Prebischtor (Pravčická brána) in der Böhmischen Schweiz.
Öl auf Papier. 32 x 28,2 cm. Links unten signiert, bezeichnet und datiert "n:d: Natur / E. Agricola / 1822".

Agricola ist von 1818 bis 1826 Schüler an der Akademie der Künste in Berlin. Die stimmungsvolle, vom Blickwinkel eher ungewöhnliche Ölstudie entsteht in diesen Studienjahren. 1820/22 veröffentlichen Carl August Richter und dessen Sohn Adrian Ludwig ihre 70 mahlerische An- und Aussichten der Umgegend von Dresden. Darin findet sich eine vergleichbare verkürzende Ansicht des Felsentores nach Südwesten.

Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.832)


Zuschlag
€ 2.800 (US$ 3.304)


Schirmer, August Wilhelm Ferdinand
Ansicht der Ruine von Paulinzella

Los 6086

Ansicht der Ruine der Abteikirche von Paulinzella.
Öl auf Leinwand. 32,5 x 42,5 cm. Verso auf der Leinwand von späterer Hand bez. "Klosterruine Paulinzella-Thüringen / Bauwerk der / (Hirsauer Schule). Um 1823.

Mit dem Erwachen der romantischen Hinwendung zur mittelalterlichen Vergangenheit um 1800 wurde die Ruine der romanischen Benediktiner-Abteikirche von Paulinzella (1102-1124) in Thüringen zu einem bedeutenden Ziel für zahlreiche Künstler, Schriftsteller und Gelehrte. Bewunderer fand sie unter anderem in Karl Friedrich Schinkel, Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried Schadow, Wilhelm von Humboldt und Friedrich Schiller. Auf einer Studienreise durch Thüringen und den Harz im Sommer des Jahres 1823 besuchte auch Schirmer gemeinsam mit seinem Künstlerfreund August Wilhelm Julius Ahlborn die Klosterkirche. In den Erinnerungen Ahlborns liest man: "im Juli - es war der Sommer 1823 - unternahmen wir eine Studienreise durch Thüringen und den Harz, die ein Vierteljahr dauern sollte. Es läßt sich kaum Fröhlicheres denken, als so zwei junge Maler, denen in der Frische der Begeisterung alles schön erscheint, alles zulacht und bis zum Horizont die ganze Schöpfung gehört, und die nun bei erstarkenden Fährigkeiten drei schöne Monate lang auf deutschen Bergen, in deutschen Wäldern wetteifern im Dienst der geliebten Kunst". In diesem Bild Schirmers ist viel von dieser euphorischen Stimmung eingefangen. Auf der Berliner Akademieausstellung des Jahres 1824 waren Schirmer und Ahlborn mit den Bildern "Ansicht der Ruine von Paulinzelle, nach der Natur gemalt" und "Paulinzelle in Thüringen, nach der Natur" (Katalognrn. 663 und 630) vertreten. Allerdings kann es sich bei vorliegendem Werk nicht um das auf der Akademieausstellung gezeigte Bild handeln, denn Boetticher (Malerwerke des 19. Jahrhunderts) erwähnt noch eine Staffage, nämlich die Landschaftsmaler Ahlborn (sitzend) und W. Schirmer (stehend). Dennoch wird man eine etwa gleichzeitige Entstehung dieses aus Privatbesitz neu aufgetauchten Werkes annehmen dürfen.
Schirmer wählt für seine Komposition einen Standort innerhalb der Vorkirche mit Blick auf das charakteristische Stufenportal, durch dessen Öffnung man die in verheißungsvolles Sonnenlicht getauchte Säulenarkade des Langhauses erspähen kann. Ganz im Geiste der Romantik verschmelzen die bewachsenen Steinquader harmonisch mit der Vegetation, wobei der verklärte Blick auf die Vergänglichkeit vom bewohnten Nebenbau im linken Hintergrund gemildert wird. Ein Gutachten von Prof. Helmut Börsch-Supan, Berlin, vom 19. Januar 2018 ist in Kopie vorhanden.

Schätzpreis
€ 9.000   (US$ 10.620)


Nachverkaufspreis
€ 8.000   (US$ 9.440)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Blechen, Carl
Gotische Kirchenruine im Morgenlicht

Los 6087

Gotische Kirchenruine im Morgenlicht.
Öl auf Leinwand, auf Leinwand kaschiert. 17,5 x 13,8 cm. Um 1820.

Blechen schrieb 1835 in seinem für die Akademie verfaßten Lebenslauf über seine Anfänge als Maler: "Seine Neigung zur Kunst war von früher Jugend auf [...]. Alle seine Mußestunden wurden durch Übungen im Zeichnen ausgefüllt, aber natürlich wie es ohne gründliche Anweisung geschehen kann. Die Neigung wurde immer reger, und ohne Aussichten, in dem leider für ihn verfehlten Fache als Bankier ohne pekuniere Fonds ein Glück machen zu können, wurde der Entschluß reif, seine begonnene Laufbahn zu ändern und sich ganz der Kunst hinzugeben. Er gab sein Fach auf und besuchte, da ihm durch den gütigen Rat des damals noch lebenden Herrn Professors [Karl Franz Jakob Heinrich] Schumann der freie Unterricht der Klassen bei der Königl. Akademie der Künste ausgewirkt wurde, den Unterricht daselbst (1823)." Es muß heißen 1822. Diese Aussage verwandte der Sekretär der Akademie Ernst Heinrich Toelken in seiner Gedenkrede auf den bereits 1840 verstorbenen Maler und ergänzte sie: "[...], was seinen endlosen Versuchen fehlte, war nicht der Geist, sondern die Gründlichkeit, welche ohne praktische Anweisung eines Meisters sich nicht erreichen läßt."
Es muß also vor dem Eintritt in die Akademie, wo er sich erstaunlich schnell das erlernbare Rüstzeug aneignete, eine umfangreiche Produktion gegeben haben. Der 1940 erschienene Katalog der Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphiken Blechens bildet etwa sechs Kompositionen, hauptsächlich mittelalterliche Ruinen, ab, die den tastenden Ausdruckswillen des künftigen Meisters erkennen lassen. Vier Neufunde haben die Zahl der begründbaren Zuschreibungen vor 1822 zu datierender Werke erhöht, darunter auch das hier vorliegende kleine Bild, in dem sich aus den Fragmenten einer einst großartigen frühgotischen Sakralarchitektur keine Vorstellung eines Ganzen rekonstruieren läßt. Man spürt jedoch den denkenden und fühlenden Künstler. Hinter der Wand mit den beiden spitzbogigen Fenstern wachsen drei gewaltige Zypressen empor und verbinden sich in ihrer blauen Farbe mit dem hellen Himmel. Von links einfallendes Morgenlicht strahlt besonders die Bruchkanten des Mauerwerks an. Vor der Brüstungsmauer im Vordergrund und der schwer beschädigten Halbsäule hat ein Sarkophag mit der Liegefigur eines Ritters seinen Platz gefunden. Am engsten mit der Komposition einschließlich der Lichtführung ist die Zeichnung verwandt, die Rave als Nr. 73 abgebildet hat. In der Familie des Vorbesitzers galt das Gemälde schon als Arbeit Blechens. Ich kann diese Benennung bestätigen, denn der Motivbestand läßt sich in vielen späteren Werken wiederfinden.
Prof. Helmut Börsch-Supan


Provenienz: Berliner Privatbesitz.

Schätzpreis
€ 8.000   (US$ 9.440)


Zuschlag
€ 9.500 (US$ 11.210)


Wittich, Heinrich - zugeschrieben
Junge Lautenspielerin am Fenster

Los 6088

zugeschrieben. Lautenspielerin am Fenster.
Öl auf Holz. 44 x 34 cm. Um 1835.

Der Berliner Künstler Heinrich Wittich studierte zunächst an der Akademie in Berlin und lernte schließlich unter Julius Hübner an der Akademie in Düsseldorf. Das Motiv des jungen Mädchens am Fenster scheint ihren Ursprung in den Bilderfindungen Gerard Dous zu haben. Dou malte ebenfalls fokussierte Genreszenen, in denen die Dargestellten an einem von Efeu bzw. Wein umrankten Fenster sitzen. Heinrich Wittich bereichert die intime Darstellung des jungen Mädchens am Fenster, das mit melancholisch niedergeschlagenem Blick ihre Laute spielt, um eine tiefsinnige, romantische Dimension, die als typisch für die Düsseldorfer Malerschule gilt. Vergleichbar ist unsere Darstellung mit dem halblebensgroßen Kniestück "Edelknabe mit Jagdgewehr", mit dem der 18-jährige Wittich 1834 auf der Berliner Akademieausstellung Aufsehen erregte. In stilistischer Hinsicht, vor allem in der Wahl der altdeutschen Tracht, aber auch in der kompositorischen Struktur, die am oberen Bildrand in beiden Fällen von den Weinranken abgeschlossen wird, lassen sich Gemeinsamkeiten erkennen und zeugen in ihrem romantischen Habit von der Hand Heinrich Wittichs. Verso mit sechs nicht zu identifizierenden Lacksiegeln.

Schätzpreis
€ 8.000   (US$ 9.440)


Zuschlag
€ 13.000 (US$ 15.340)


Deutsch
Sommerlicher Palastgarten mit Tempietto und Lau...

Los 6089

um 1840. Sommerlicher Palastgarten mit Tempietto und Lautenspielerin.
Öl auf Holz. 33,5 x 28,2 cm.


Schätzpreis
€ 2.500   (US$ 2.950)


Zuschlag
€ 4.600 (US$ 5.428)


Hensel, Wilhelm
Portrait Prinz Wilhelm von Preußen d. Ä.

Los 6090

Portrait Prinz Wilhelm von Preußen d. Ä. in der Uniform des Brandenburgischen Dragoner-Regiments "Prinz Wilhelm".
Öl auf Leinwand. 65 x 53 cm. Verso auf der Leinwand bez. "Prinz Wilhelm / von Preußen", auf dem Keilrahmen in einer Hand des 19. Jh. in Bleistift bez. "gemalt vom Hofmaler Hensel aus Berlin".


Das Portrait Prinz Wilhelms von Preußen (1783-1851) ist die meisterhafte Wiederholung Wilhelm Hensels nach einem verschollenen Gemälde François Gerards von 1808, das nur als Reproduktion in Büchern und in einer späteren Miniatur von der Hand Heinrich Anton Dählings überliefert ist. Es zeigt den jüngeren Bruder König Friedrich Wilhelms III., der als Offizier und später als Kavallerie-General einer der Vorantreiber der Umgestaltung der preußischen Armee war und sich während der napoleonischen Befreiungskriege auf dem Schlachtfeld als taktischer und kluger Feldherr auszeichnete. Gerard porträtierte ihn in der Uniform seines Brandenburgischen Dragoner-Regiments „Prinz Wilhelm“, zu dessen Kommandant er 1807 ernannt worden war. Hensel geht in seiner Wiedergabe über das bloße Kopieren hinaus und gibt die Züge des Prinzen in der ihm eigenen Manier klar und eindringlich wieder. Seine künstlerische Laufbahn begann 1809 mit dem Eintritt in die Berliner Akademie. Seine Tätigkeit wurde ab 1813 von den Befreiungskriegen unterbrochen, an denen er als Freiwilliger teilnahm. Kurz nach Kriegsende avancierte er jedoch schnell zu einem der gefragtesten Portraitmaler Berlins. Nach einer fünfjährigen Italienreise (1823-1828) ernannte man ihn 1829 schließlich zum preußischen Hofmaler sowie zum Professor für Geschichtsmalerei an der Akademie. Hensels Portraits werden "über kurz oder lang einen Wert repräsentieren, ähnlich den Initialenbüchern des Mittelalters, aus denen oft Städte, Stände, Persönlichkeiten allein noch zu uns sprechen.“ Theodor Fontane bewies mit diesen Worten Weitblick (in: Wanderung durch die Mark Brandenburg, Bd. 2, S. 865). Tatsächlich stellen Hensels Gemälde und zahlreiche Zeichnungen heute eine wertvolle visuelle Dokumentation der europäischen Gesellschaft zwischen 1820 und 1860 dar. Dies zeigt auf eindrucksvolle Weise auch unser Portrait einer der Schlüsselfiguren preußischer Staatsgeschichte.

Schätzpreis
€ 15.000   (US$ 17.700)


Nachverkaufspreis
€ 12.500   (US$ 14.750)

(Verfügbarkeit erfragen!)

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