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Druck-Katalog Gemälde Alter und Neuerer Meister, Rahmen » zur Kunstabteilung
Gemälde Alter und Neuerer Meister, Rahmen Auktion 112, Do., 29. Nov., 11.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Deutsch
Die Ruinen der Caracalla Thermen mit Blick auf Rom

Los 6083

um 1840. Blick von den Thermen des Caracalla auf Rom mit dem Petersdom, dem Herkules-Tempel, der Ponte Rotto und der Ponte Sisto.
Öl auf Leinwand, doubliert. 32,2 x 38,2 cm.

Im Licht der untergehenden Sonne, zwischen den Ruinen der Caracalla-Thermen im Südosten Roms eröffnet sich uns der weite Blick auf die Ewige Stadt. In weiter Ferne, flussaufwärts ragt hoch über der Stadt, markant und unverkennbar, die Kuppel des Petersdoms. Vor uns liegt der Herkules-Tempel des Forum Romanums, die Ponte Rotto an der Tiberinsel, dahinter die Ponte Sisto und rechts von dieser die Kirche Sant'Andrea della Valle mit ihrer Kuppel. Die römischen Thermen waren ein beliebtes Ziel der Grand Tour Reisenden und ikonischer Standort für Maler, wie beispielweise Jakob Philipp Hackert oder Albert Christoph Dies.

Schätzpreis
€ 3.500   (US$ 3.989)


Zuschlag
€ 3.000 (US$ 3.419)


Thöming, Friedrich - zugeschrieben
Die blaue Grotte auf Capri

Los 6084

zugeschrieben. Die blaue Grotte auf Capri.
Öl auf Leinwand. 36,5 x 46,5 cm. Verso auf dem Keilrahmen mit Klebeetikett mit typogr. Bezeichnung "Fr. Thöming 1802-1873 / Blaue Grotte, Capri / Eckernförde / Sammlung [...]".

„Auch werde ich eine ganz Eigenthümliche Grotte mahlen wo alles vom Wasser aus, waß den Untern Raum einnimmdt erleuchtet ist u. die schönsten Farben hült.“ Mit diesen Worten kündigte 1829 der Eckernförder Maler Friedrich Thöming seinem Freund und Förderer Bertel Thorvaldsen die Absicht an, die blaue Grotte auf Capri zu besuchen (Brief von Thöming an Thorvaldsen vom Sommer 1829, zit. n. Ulrich Schulte-Wülwer, Uwe Beitz: Friedrich Thöming 1802 bis 1873. Malerei und Grafik, Kiel 2002, S. 21). Thöming hatte sich im legendären Hotel Pagano zusammen mit dem Maler August Kopisch einquartiert, der kaum zwei Jahre zuvor zusammen mit Ernst Fries unter Mithilfe zweier Insulaner das erstaunliche Naturdenkmal „wieder entdeckt“ hatte. Als erfolgreicher Maler von See- und Küstenstücken, gehört Thöming zu den ersten Künstlern, die das Motiv malerisch auszureizen wussten und gerade mit Variationen dieses Sujets fand er in den Folgejahren bei einem internationalen Klientel besonderen Anklang. Der Maler war nach seinem Studium an der Kopenhagener Akademie 1827 nach Italien ausgewandert, wo er mit kurzen Unterbrechungen zeitlebens zwischen Rom und Neapel residierte.

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.560)


Nachverkaufspreis
€ 3.200   (US$ 3.647)


Visone, Giuseppe
Liegende Fischerboote am Strand von Neapel

Los 6085

Fischerboote am Strand von Neapel.
Öl auf Papier, auf Leinwand kaschiert. 14,5 x 22,3 cm. Unten links signiert "G. Visone".


Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.709)


Nachverkaufspreis
€ 1.500   (US$ 1.709)


Deutsch
Fischer am Strand am Golf von Neapel

Los 6086

um 1830/40. Fischer am Strand vom Golf von Neapel.
Öl auf Leinwand. 24,5 x 32,5 cm. Unten rechts auf einem Klebeetikett eine alte Galerienummer "84", verso auf der Leinwand in schwarzer Feder bez. "No 182".


Schätzpreis
€ 3.500   (US$ 3.989)


Zuschlag
€ 3.500 (US$ 3.989)


Schnorr von Carolsfeld, Veit Hanns
Selbstbildnis im grünen Malermantel

Los 6087

Selbstbildnis im grünen Malermantel.
Öl auf Leinwand. 82 x 65 cm. Unten rechts monogrammiert und datiert "VHS / 1820", verso auf dem Keilrahmen mit lädiertem Ausstellungsetikett, sowie Klebeetiketten mit Angaben zum Werk und Besitzern.

Auf einer wunderbar detaillierten gemalten Ansicht vom Atelier des Veit Hanns Schnorr von Carolsfeld aus dem Jahr 1832 ist zu erkennen, dass an der Wand gegenüber dem Arbeitstisch des Malers ein Selbstbildnis hing. Blickte Schnorr von Carolsfeld, an diesem Tisch sitzend, empor, so traf sein Blick unweigerlich auf das eigene Antlitz. Das Bild seines Schülers Carl Werner, das in unserer Auktion im Dezember 2017 versteigert wurde (Losnummer 6077, mit mehreren Abbildungen), bezeugt dieses tagtägliche Tête-à-Tête und gibt uns eine genaue Vorstellung von den Gegebenheiten und der Atmosphäre in den Räumen der Pleißenburg, die der Akademiedirektor für seine Arbeit bezogen hatte. Der betagte, gleichwohl unermüdlich arbeitende Künstler sitzt dort versunken über einer Zeichnung, in einen grünen Malermantel gehüllt - wohl eben dem Mantel, den er bereits zwölf Jahre früher in unserem Selbstbildnis trug, jenem Porträt, das in Werners kleinformatigem Gemälde an der genannten Stelle erscheint. Das einfache Kleidungsstück hat Symbolwert: Es steht für Schnorr von Carolsfelds bereits von Nagler unterstrichenen Bescheidenheit, die er auch in seiner gehobenen Stellung in der Akademiedirektion beibehielt. Der Verzicht auf „verkünstelte Bedürfnisse“ (Allgemeines Künstlerlexikon, S. 394) war charakteristisch für einen im Geiste des Biedermeier erzogenen Mann - eine Haltung, die auch in der ehrlichen Unaufgeregtheit zu spüren ist, mit der sich der Maler 1820 vor schlichtem Hintergrund und ausschließlich mit seinen Berufswerkzeugen versehen festhielt. Lediglich die Pelzverbrämung an Kragen und Ärmelsaum zeugen von einem durch beharrliche Arbeit erworbenen Wohlstand.
Für den 1764 in Schneeberg als achter Sohn eines Ratsherren geborenen Schnorr von Carolsfeld war das 1816 erlangte Direktorat der Leipziger Akademie der krönende, dauernde Sorglosigkeit verheißende Abschluss einer bewegten Künstlerkarriere. Nach einem vom Vater gewollten Jurastudium konnte er sich erst nach dessen Tod ganz der Kunst verschreiben. Seine ersten Schritte führten ihn ins preußische Königsberg, wo er näheren Umgang mit Theodor Gottlieb von Hippel und Immanuel Kant pflegte, den er 1789 in mehreren Zeichnungen portraitierte. Bereits 1790 fiel die Entscheidung, nach Leipzig zurückzukehren, um sich dort weiter in der Zeichenkunst ausbilden zu lassen. Er wurde Schüler von Adam Friedrich Oeser und übernahm Aufträge als Portraitist, Buchillustrator und Theatermaler. 1801 brach er mit Johann Gottfried Seume, zu dessen Freundeskreis er zählte, nach Syrakus auf, in Weimar machten die beiden Männer ihre Aufwartung den Berühmtheiten Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Johann Gottfried Herder und Karl August Böttiger, bevor sie über Prag nach Wien weiterzogen. Dort musste Schnorr von Carolsfeld seine Reise unterbrechen, aus Rücksicht auf seine Pflichten als Familienvater, denn die heute ungleich bekannteren Söhne Julius und Ludwig waren bereits geboren. Über mehrere Stationen führten ihn daraufhin seine „artistischen Wanderschaften“, wie er die folgende Studienreise bezeichnete, über Paris und Straßburg 1802 nach Leipzig zurück. Dort übernahm er wenige Monate später die Stelle eines Unterlehrers an der Akademie. 1816 schließlich wurde er Nachfolger Johann Friedrich August Tischbeins im Direktorenamt, das er bis zu seinem Tod 1841 bekleidete.
Seine wahre Berufung fand er hingegen in der Lehrtätigkeit, eine Neigung, die sein Enkel auf das Talent für „einsichtsvolles, feinsinniges Kunsturtheil, Vielseitigkeit in Würdigung der Rechte künstlerischer Individualität und mannigfaltige Geschicklichkeit im Technischen der Kunst“ zurückführte (vgl. Franz Schnorr von Carolsfeld: "Schnorr von Carolsfeld, Veit" in: Allgemeine Deutsche Biographie, 32 (1891), S. 192). Für die Bewunderung und Achtung, die ihm seine Schüler entgegenbrachten, spricht nicht zuletzt auch die Atelieransicht Werners und die Tatsache, dass Veit Hanns Schnorr von Carolsfeld durch die Präsentation unseres Selbstbildnisses auf der Jahrhundertausstellung 1875 in Berlin, mehr als drei Jahrzehnte nach seinem Tod, gewürdigt wurde.

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers, an dessen Sohn
Julius Schnorr von Carolsfeld (1794-1872).
Seither durch Vererbung im Besitz der Familie.


Ausstellung: Berlin 1906: Ausstellung deutscher Kunst aus der Zeit von 1775-1875 in der Königlichen Nationalgalerie Berlin.

Literatur: Katalog: Ausstellung deutscher Kunst aus der Zeit von 1775-1875 in der Königlichen Nationalgalerie Berlin. Hrsg. vom Vorstand der Deutschen Jahrhundertausstellung. München 1906 (2 Bände), Kat. Nr. 1579.

Schätzpreis
€ 28.000   (US$ 31.919)


Nachverkaufspreis
€ 25.000   (US$ 28.499)


Französisch
Bildnis eines Herrn mit Samtbarett

Los 6088

1821. Bildnis eines Herrn mit rostrotem Samtbarett und Backenbart.
Öl auf Leinwand. 73 x 60 cm. Unten links undeutlich bez., signiert und datiert "Pisch 1821 1er px. (prix)" sowie darüber in Weiß undeutlich betitelt "portrait de...".


Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 6.839)


Nachverkaufspreis
€ 6.000   (US$ 6.839)


Strodtmann, Christian Bendix Theodor
Flusslandschaft mit kleiner Bootswerft

Los 6089

Flusslandschaft mit kleiner Bootswerft.
Öl auf Leinwand. 58,5 x 90 cm.


Schätzpreis
€ 2.200   (US$ 2.508)


Nachverkaufspreis
€ 1.800   (US$ 2.052)


Ulrich, Johann Jakob
Zwei Knaben, auf einem umgefallenen Baumstamm s...

Los 6090

Zwei Knaben, auf einem Baumstrunk sitzend.
Öl auf Holz. 23 x 43 cm. Um 1835.

Der Landschafts- und Marinemaler Johann Jakob Ulrich wurde in Paris von Jean-Victor Bertin und Théodore Gudin ausgebildet. Auf dem Pariser Salon des Jahres 1824 wurde er mit dem Werk Constables bekannt, das einen nachhaltigen Einfluss auf ihn ausüben sollte. Von 1828-1830 lebte und arbeitete der Künstler in Italien, wo er sich in Rom, Neapel und auf Sizilien aufhielt. Die Freilichtskizze ist in einem freien Duktus ausgeführt; der Künstler verliert sich nicht in Details, sein Hauptaugenmerk liegt auf der Erfassung von Licht und Atmosphäre. Der lockere, transparente Farbauftrag und das gedämpfte, erdige Kolorit erinnern an die Maltechnik deutscher und englischer Freilichtmaler wie etwa Dillis und Constable, den Ulrich im Jahre 1832 und 1835 in England besuchte. Laut einer Inschrift verso ist die vorliegende Ölstudie 1835 während des englischen Aufenthalts entstanden.

Ausstellung: Kunsthalle Basel: Ausstellung von Werken des 19. Jahrhunderts aus Basler Privatbesitz. Mai-Juni 1943, Kat. Nr. 107.

Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.735)


Zuschlag
€ 2.800 (US$ 3.191)


Fertbauer, Leopold
Dandy im schwarzen Gehrock mit Pfeife

Los 6091

Dandy im schwarzen Gehrock mit Pfeife, auf dem Tisch Zylinder, Geldsäckchen und Saffianlederhandschuhe. Öl auf Leinwand, doubliert. 29 x 23 cm. Um 1830.

Leopold Fertbauer studierte von 1816 bis 1828 an der Akademie der bildenden Künste Wien und begann seine Laufbahn als Historien- und Genremaler. Später wandte er sich der Portraitmalerei zu und machte sich damit einen Namen in der Wiener Gesellschaft. Wie auch in vorliegendem Gemälde wusste Fertbauer in vortrefflicher Weise das Bürgertum Wiens in ihrem Bedürfnis nach Repräsentation während der Biedermeierzeit zu portraitieren.

Schätzpreis
€ 4.500   (US$ 5.130)


Nachverkaufspreis
€ 4.000   (US$ 4.560)


Schrotzberg, Franz
Junge Dame im Reitkleid

Los 6092

Junge Dame im Reitkleid.
Öl auf Leinwand, doubliert. 111 x 54,5 cm.


Schätzpreis
€ 7.500   (US$ 8.550)


Nachverkaufspreis
€ 6.800   (US$ 7.751)



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