Bitte Suchbegriffe eingeben:

BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

Language / Lingua / Sprache


Kataloginhalt

Druck-Katalog Gemälde Alter und Neuerer Meister » zur Kunstabteilung
Gemälde Alter und Neuerer Meister Auktion 113, Do., 30. Mai, 11.00 Uhr


» Druck-Katalog (Lose 6000 - 6233)

» Kataloge bestellen

» AGB (als PDF)
» Bieter-Erstanmeldung (als PDF)
» Formular für Gebote (als PDF)

... 4 5 6 7 8 9 10 11 12 ... 24   erste Seiteschneller Rücklaufeine Seite zurückeine Seite weiterschneller Vorlauf

Hauptbild Beschreibung Status
Rieck, Eduard
Ausritt der Fürstin von Liegnitz in Begleitung ...

Los 6070

Ausritt der Fürstin von Liegnitz in Begleitung des Kronprinzen Friedrich Wilhelm und Gefolge.
Öl auf Holz. 16 x 11 cm. Unten rechts signiert und datiert "Rieck 1840".

Bei dem Künstler dieses kleinen, aber historisch interessanten Werkes handelt es sich um den 1804 in Potsdam gebürtigen Eduard Rieck, der dort neben seiner Tätigkeit als Stallmeister beachtliche Fähigkeiten als Maler entwickelte. Er reüssierte insbesondere mit Szenen bedeutender Persönlichkeiten zu Pferd oder militärhistorischer Motive. Zwei Gemälde "Ulanen im Manöver" und "Gardekürassiere an einer Brücke" von ihm sind ihm Verlustkatalog der preussischen Schlösser verzeichnet ("Zerstört. Entführt. Verschollen. die Verluste der preußischen Schlösser im Zweiten Weltkrieg". Potsdam 2004, S. 397, Nrn. GK I 4320 und 8794, mit Abb.). Oft werden die Werke Eduard Riecks mit denen des 24 Jahre jüngeren Ernst Rieck, ebenfalls aus Potsdam stammend, verwechselt.

Schätzpreis
€ 4.500   (US$ 5.130)


Adam, Emil
Portrait eines Barsoi

Los 6071

Portrait eines Barsoi.
Öl auf Holz. 38 x 45,6 cm. Zweimal signiert, bezeichnet und datiert "Emil Adam. Baden-Baden. 1878".

Emil Adam ist Mitglied der berühmten Münchener Künstlerdynastie. Er ist der Sohn von Benno Raffael Adam und Enkel von Albrecht Adam. Sein künstlerisches Talent stellt er bereits frühzeitig ganz in den Dienst des Pferdeportraits. Zahlreiche Aufträge des Hochadels und Adels verschaffen ihm bald den Ruf eines ersten unter den Pferdemalern. Inbesonders seine Portraits edler Rassepferde sind europaweit begehrt. So erhält er im Jahr der Entstehung des vorliegenden Bildes von Graf Festitics den Auftrag für ein Portrait der Stute "Kincsem", dem erfolgreichsten Rennpferd aller Zeiten (54 Siege in 54 Rennen), die er in Berlin-Hoppegarten studiert, und die im selben Jahr u.a. den Großen Preis von Baden in Iffezheim gewinnt. In diesem Jahr ist auch eine Reise Adams nach Baden-Baden dokumentiert. Hier entsteht unser Bildnis eines Barsoi, dessen ursprüngliche Bezeichnung Russkaya Psovaya Borzaya, russischer Jagdwindhund, lautet, eine der ältesten Hunderassen überhaupt. Die Jagd mit den Barsoi war im alten Russland bis zur Oktoberrevolution das Privileg des Hochadels und Baden-Baden bereits im 19. Jahrhundert die beliebteste Sommerresidenz der russischen Elite.

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.560)


Küss, Ferdinand
Studie zweier Pfingstrosen

Los 6072

Studie zweier Pfingstrosen.
Öl auf Leinwand, ohne Keilrahmen, 15,8 x 10,8 cm. Mit dem geritzten Künstlersignet zweier verschlungener Eheringe und der Datierung "1838".

Ferdinand Küss studiert an der Wiener Akademie in der Klasse des bekannten Blumenmalers Sebastian Wegmayr. Wie sein Lehrer spezialisiert er sich auf fein ausgeführte Blumen- und Früchtestillleben, die er regelmäßig auf den Ausstellungen im Wiener Künstlerhaus zeigt.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.026)


Stieler, Joseph Karl
Bildnis der Tochter Ottilie Stieler mit dem Str...

Los 6073

Bildnis der Tochter Ottilie Stieler mit dem Strohhut.
Öl auf Leinwand, auf Platte aufgezogen. 72,5 x 58,6 cm. (1845-48).

Nach zwei anfänglichen Lehrjahren in Würzburg geht Joseph Karl Stieler 1800 nach Wien. Während der dortigen Weiterbildung unter Heinrich Füger erhält der Achtzehnjährige bereits zahlreiche Porträtaufträge des osteuropäischen Adels. Die Jahre 1807/08 verbringt Stieler in Paris. Hier erhält er die für seine zukünftige Arbeit entscheidenden Impulse unter Führung des David-Schülers François Gérard. Ab 1809 verbringt er mehrere Jahre in Italien, kommt 1812 erstmals, von König Max I. Joseph wohlwollend empfangen, nach München. Nach mehrjährigem Aufenthalt in Wien, wo er - im Auftrag des bayerischen Königs - Kaiser Franz und die Kaiserin porträtiert, lässt er sich 1820 endgültig in München nieder. Unter Ludwig I. zum Hofmaler ernannt, wird er mit Aufträgen von Königen und Kaisern überhäuft. Weltberühmt sind aber auch seine Bildnisse herausragender Geistesgrößen und Künstler wie Ludwig van Beethoven 1819, Johann Wolfgang von Goethe 1828 und Alexander von Humboldt 1848, sowie die berühmte, zwischen 1827 und 1850 im Auftrag König Ludwigs I. geschaffene Schönheitengalerie in Schloss Nymphenburg, die ursprünglich 36 Bildnisse umfasste (das Porträt von Luise Freiin von Neubeck ist seit 1936 verschollen).
Als beinahe Siebzigjähriger geht Stieler mit dem vorliegenden Gemälde einen großen Schritt über sein bisheriges Schaffen hinaus. Das Bildnis seiner vierten Tochter aus erster Ehe „Ottilie Stieler mit dem Strohhut“ ist 1848 in der Münchner Kunstausstellung zu sehen. Stieler gerät damit erneut in den Brennpunkt der zeitgenössischen Kritik. Zurecht wird es in der künstlerischen Nachfolge berühmter Bildnisse gesehen, beginnend mit dem „Le Chapeau de Paille“ genannten Porträt der Helene Fourment von Peter Paul Rubens (National Gallery, London), dem darauf beruhendem Bildnis der Lavinia Countess Spencer von Josua Reynolds (Earl Spencer Althorp Collection, Northamptonshire), und dem um 1715 entstandenen „Mädchen mit einem Gemüsekorb“ von Antoine Pesne (heute in der Bayerischen Staatsgemäldesammlung Schloss Schleißheim). In Aufzeichnungen der Enkelin Dora Stieler ist überliefert, dass Stieler das Bildnis im Sommer im Garten seines Hauses am Tegernsee, und nicht wie üblich in seinem Atelier, angefertigt hat. Im Gegensatz zu den eher kühlen, sehr klaren und linienbetonten Bildnissen früherer Jahre, die noch ganz der napoleonischen Porträtkunst verpflichtet waren, gibt der Maler hier seine hübsche Tochter atmosphärisch im strahlenden Gegenlicht der Sonne wieder, das schräg von rechts über ihren Rücken fällt und die rechte Schulter und beide Arme seitlich streift. Mit der linken Hand, die ein Spitzentuch hält, zieht sie sich die breite Krempe des Strohhutes ein wenig ins Gesicht, welches, wie der Oberkörper, ganz im Schatten liegt. Trotz des Schattens gelingt dem Maler durch Spitzen, Stickereien und zum Plissée geraffte Gewandfalten eine beeindruckende Stofflichkeit. Die früher so scharfen Konturen sind mit breitem Pinsel in fließendem Auftrag wesentlich weicher modelliert, die Umrisse beginnen beinahe zu flimmern. Bemerkenswerterweise verzichtet er auch in der überlieferten Kreidevorzeichnung (Graphische Sammlung München, Inv.Nr. 1918: 207. Vgl. Von Hase 1998, S. 143, Kat.Nr. 238, Abb.), die bereits die Idee der an die Hutkrempe fassenden Linken erfasst, ebenso auf klare Konturlinien. Überliefert ist, dass ein Windstoß das soeben vollendete Bildnis von der Staffelei wehte und das noch feuchte Porträt im Kies landete. Stieler hat es erst ein Jahr später von den Steinen befreit und die entsprechenden Stellen übermalt. Trotzdem wird es als eines der frühesten in der freien Natur entstandenen Bildnisse in der Folgezeit eines seiner bekanntesten Werke. Die Kunstanstalt Stengel in Dresden veröffentlichte das Gemälde Anfang des 20. Jahrhunderts als Ansichtskarte (Nr. 29987).

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers.
Seitdem in Familienbesitz.

Literatur: Verkaufsverzeichnis Joseph Stielers aus den Jahren 1818-1858, Nr. 229.
R. Marggraff: Nachruf, im: "Abendblatt" der "Neuen Münchner Zeitung" 1858, Nr. 149.
L. Schorn: Kunstblatt, Stuttgart und Tübingen 1848/59.
M. Sauerlandt: Der stille Garten, Leipzig 1911, Abb. S. 80.
R. Oldenbourg, H. Uhde-Bernays: Die Münchener Malerei im neunzehnten Jahrhundert, München 1922, S. 88.
K. A. v. Müller, Der Hofmaler Joseph Stieler, in: Unbekanntes Bayern, Bd. 3, München 1959, S. 189.
H. Bünemann: Von Runge bis Spitzweg (Die Blauen Bücher), Königstein/T. 1961, Abb. S. 44.
H. Schindler: Große Bayerische Kunstgeschichte, München 1963, S. 389.
Ulrike von Hase: Joseph Stieler 1781-1858. Sein Leben und sein Werk. Kritisches Verzeichnis der Werke, München 1998, S. 86 ff., S.143 f., Kat.Nr. 239 mit Abb.

Schätzpreis
€ 35.000   (US$ 39.900)


Deutsch
Der Golf von Neapel mit dem Vesuv und Castell d...

Los 6074

um 1840. Der Golf von Neapel mit dem Vesuv und Castell dell'Ovo.
Öl auf Holz. 27 x 37 cm.


Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.026)


Nagel, Georg
Blick über die Dächer von Capri mit der Kirche ...

Los 6075

Blick über die Dächer von Capri mit der Kirche Santo Stefano.
Öl auf Holz. 23,4 x 31,8 cm. Unten links signiert "Gg. Nagel", verso bezeichnet "Capri".


Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.367)


Thiele, Hans Anton
Ansicht von Herculaneum

Los 6076

Ansicht von Herculaneum.
Öl auf Leinwand, auf Leinwand kaschiert. 35 x 50 cm.

Hans Anton Thiele hielt sich zwei Mal in Italien auf: die erste Reise erfolgt von 1866-67 und eine weitere von 1872-80. Er malte seine Motive meistens direkt in situ, wie bei unserer Ölskizze anhand der Heftungslöchlein in den jeweiligen Ecken noch zu erkennen ist. Ausgestellt wurden seine Italienansichten mehrere Male in Charlottenborg, den Akademieausstellungen in Kopenhagen.

Provenienz: Christian Axel Jensen (1878-1952), ehemaliger Direktor des Kopenhagener Stadtmuseums.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.367)


Deutsch
Abendstimmung an der Steilküste von Sorrent

Los 6077

um 1840. Abendstimmung an der Steilküste von Sorrent.
Öl auf Leinwand. 25,5 x 36,6 cm. Unten links monogrammiert "PB".


Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 2.052)


Schmidt, Max
Süditalienische Landschaft

Los 6078

Süditalienische Landschaft
Öl auf Leinwand. 46,9 x 63 cm. Unten rechts signiert "Max.S(ligiert)"


Schätzpreis
€ 2.800   (US$ 3.191)


Leu, August Wilhelm
Amalfiküste

Los 6079

Amalfiküste.
Öl auf Leinwand, doubliert. 31,2 x 50,6 cm. Unten rechts signiert "A. Leu". Um 1884.


Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.735)



... 4 5 6 7 8 9 10 11 12 ... 24   erste Seiteschneller Rücklaufeine Seite zurückeine Seite weiterschneller Vorlauf