Bitte Suchbegriffe eingeben:

BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

Language / Lingua / Sprache


Kataloginhalt

Katalog Zeichnungen des 16.-19. Jahrhunderts » zur Kunstabteilung
Zeichnungen des 16.-19. Jahrhunderts Auktion 114, Fr., 29. Nov., 11.00 Uhr


» Gesamter Katalog (Lose 6500 - 6796)

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen (art@bassenge.com),
da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

» Kataloge bestellen
» Nur Lose im Nachverkauf

» AGB (als PDF)
» Bieter-Erstanmeldung (als PDF)
» Formular für Gebote (als PDF)
Alle Kapitel Zeichnungen des 15. - 18. Jahrhunderts / 15th-18th Century Drawings
bis
Zeichnungen des 19. Jahrhunderts / 19th Century Drawings
» Kapitelwahl

... 151 152 153 154 155 156 157 158 159 ... 298   erste Seiteschneller Rücklaufeine Seite zurückeine Seite weiterschneller Vorlauf

Los 6655 Lobedan, Clara Augusta Amalie Emma
Fanny Lewald in ihrem Studierzimmer in der Matt...
Verkauft
6655


Fanny Lewald in ihrem Studierzimmer in der Matthäikirchstraße 21 in Berlin-Tiergarten.
Aquarell auf festem Velin. 31,2 x 40,5 cm. Unten rechts signiert und datiert "E. Lebedan / 1880", unter dem Passepartout in den Rändern mit zahlreichen Farbproben und Bleistiftnotizen zur Farbgestaltung. Unten auf dem alten Passepartout in brauner Feder wohl von der Dargestellten eigenhändig, leicht undeutlich bezeichnet: "Matthäikirchstraße 21 / von 1860-12+ [...] / Meine Stube / Fanny Lewald-Stahr.

Dargestellt ist die Schriftstellerin Fanny Lewald (1811-1889) am Schreibtisch in ihrem Studierzimmer im vornehmen Berlin-Tiergarten. Fanny Lewald wurde auch gerne als deutsche Georges Sand bezeichnet und gilt heute als eine der Vorkämpferinnen der Frauenemanzipation in Deutschland. Geboren als Tochter einer jüdischen Familie wuchs sie zunächst in Königsberg auf. Dort musste die Familie während der Hep-Hep-Unruhen 1819 starke jüdische Anfeindungen durchstehen, was den Vater später bewog, mit der Familie zum protestantischen Glauben überzutreten. Fanny bereute diesen Schritt stets und haderte ihr Leben lang mit der Vorstellung eines persönlichen Gottes. Anfang der 1840er Jahre veröffentlichte sie erste Artikel unter einem Pseudonym, um ihre Familie zu schützen. Nachdem sie sich einer arrangierten Ehe widersetzt hatte und allein nach Berlin gezogen war, lernte sie im Jahre 1845 die Liebe ihres Lebens kennen, den Oldenburger Theater- und Literatur-Kritiker Adolf Stahr. Da Stahr jedoch verheiratet war und die Ehe zu seiner Frau zunächst nicht scheiden konnte, entwickelte sich eine langjährige Dreiecksbeziehung bis Stahr schließlich zu Lewald nach Berlin ziehen und sie heiraten konnte. Gemeinsam bereisten sie ganz Europa. Lewalds Reisebeschreibungen fanden große Anerkennung und sie entwickelte sich zu einer vehementen Verfechterin der Gleichberechtigung der Frauen, für das Recht auf Bildung und gegen die Zwangsehe. Zu ihrem Freundes- und Bekanntenkreis gehörten neben vielen anderen Heinrich Heine, Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach, Ferdinand Lassalle, Henriette Herz, Hedwig Dohm und Franz Liszt. Ihr politisch-literarischer Salon in Berlin galt als ein Treffpunkt für die intellektuelle Elite der jungen Metropole.
Die Künstlerin Clara Emma Lobedan studierte bei Theude Grönland und Prof. L. Gussow in Berlin. Schon früh begann sie eine rege Ausstellungstätigkeit und brillierte vor allem mit ihren detaillierten Stillleben. Bald machte sie sich selbständig und etablierte sich zunächst mit einer Kunstschule für Frauen.

Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.640)


Zuschlag
€ 2.200
(US$ 2.420)
(GBP 1.958)
(CHF 2.420)


Los 6655 Lobedan, Clara Augusta Amalie Emma
Fanny Lewald in ihrem Studierzimmer in der Matt...
Verkauft

... 151 152 153 154 155 156 157 158 159 ... 298   erste Seiteschneller Rücklaufeine Seite zurückeine Seite weiterschneller Vorlauf