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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Lose im Nachverkauf

Katalog Zeichnungen des 16.-19. Jahrhunderts » zur Kunstabteilung
Zeichnungen des 16.-19. Jahrhunderts Auktion 111, Fr., 1. Juni, 11.00 Uhr


» Gesamter Katalog (Lose 6500 - 6755)

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Gazalis, Bartolomeo
Eine pittoreske Landschaft mit einem Kuhhirten.

Los 6582

Eine pittoreske Landschaft mit einem Kuhhirten.
Feder in Braun über Kreide, braun laviert. 49,6 x 36,7 cm. Signiert "Bartolo Gazale fec.".

Der aus Genua stammende Zeichner und Radierer Bartolomeo Gazalis ist zwischen 1720 und 1730 in Mailand nachweisbar, wo er vermutlich als Mitarbeiter Alessandro Magnascos tätig war. Nur wenig ist über Gazalis' Biographie und Schaffen bekannt. Er schuf zwei Radierungen nach Kompositionen von Magnasco, die von größter Seltenheit sind. In der jüngsten Vergangenheit wurde sein druckgraphisches Œuvre um eine Folge von siebzehn Radierungen mit dem Titel "Animali diversi e capricci boscherecci" erweitert (siehe G. Mori, "Note su Bartolomeo Gazalis", in: Rassegna di Studi e di Notizie, Bd. 22, Jg. 25 (1998), S. 325 - 354; The Illustrated Bartsch, Bd. 46, Commentary, S. 83 -90, Nrn. 103-116).

Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.832)


Nachverkaufspreis
€ 2.000   (US$ 2.360)


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Simonetti, Michelangelo
Die Sala Rotonda mit dem Bodenmosaik aus Otrico...

Los 6585

Die Sala Rotonda mit dem Bodenmosaik aus Otricoli und Sacrofano im Vatikan.
Feder und Pinsel in Braun, über schwarzer Kreide. 25,7 x 18,4 cm. Unten mit Bezeichnungen in italienischer Sprache. Wz. Wappen mit Kardinalshut.

Im Jahr 1779 wurde die Sala Rotonda im Museo Pio-Clementino in Rom mit seinem eindrucksvollen Bodenmosaik, das aus Mosaiken des 3. Jh. n. Chr. zusammengesetzt wurde, nach Entwürfen des Architekten Michelangelo Simonetti fertig gestellt. Unsere Zeichnung zeigt eine sehr detaillierte Wiedergabe des antiken Bodenmosaiks sowie die Grundrissdarstellung mit bautechnischen Anmerkungen des großen Saals mit Rundkuppel.

Provenienz: Aus der Sammlung Cav. Gian-Carlo Rossi, Rom (Lugt 1221).

Schätzpreis
€ 3.000   (US$ 3.540)


Nachverkaufspreis
€ 3.000   (US$ 3.540)


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Englisch
Zwei elegant gekleidete Tabakliebhaber in einem...

Los 6588

18. Jh. Zwei elegant gekleidete Tabakliebhaber in einem Park.
Pastell, wohl auf Pergament. 59,2 x 50,2 cm.


Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.770)


Nachverkaufspreis
€ 1.200   (US$ 1.416)


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Nagel, Johann Friedrich
Weiler bei Bad Freienwalde in der Märkischen Sc...

Los 6589

Weiler bei Bad Freienwalde in der Märkischen Schweiz.
Gouache. 22,5 x 34,6 cm. Auf beimontierter, alter Auflage bezeichnet "Romantische Parthie bey Freyenwalde." und nummeriert "36."

Johann Friedrich Nagel lässt sich an der Dresdner Akademie unter J. B. Theil zum Landschaftsmaler ausbilden. Kurfürst Friedrich August III. von Sachsen ermöglicht ihm Studienreisen nach Italien. Für den preussischen König Friedrich Wilhelm II. fertigte Nagel 1788 eine Serie von Gouachen unter dem Titel “Sammlung aller schoenen und merkwürdigen Parthien in saemmtlichen Koenigl. Preussischen Staaten” an.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.062)


Nachverkaufspreis
€ 700   (US$ 826)


Hauenstein, Johannes
Zwei bukolische Landschaften

Los 6590

Zwei bukolische Landschaften.
Gouachen auf Velin. Je ca. 15,6 x 23,9 cm. Ein Blatt signiert und datiert unten rechts "J. Hauenstein/1796".

Der Schweizer Johannes Hauenstein studiert zunächst im nahegelegenem Zürich, anschließend bei Johann Georg Dillis in München. Dieser nimmt ihn 1805 mit nach Rom, wo Hauenstein mit Cantius Dillis zusammenwohnt.

Schätzpreis
€ 800   (US$ 944)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 708)


Deutsch
Eine Ziege mit ihrem Zicklein auf einer Anhöhe

Los 6593

um 1780. Zwei Ziegen auf einer Anhöhe.
Gouache auf Bütten. 30,1 x 21,8 cm.


Schätzpreis
€ 450   (US$ 531)


Nachverkaufspreis
€ 350   (US$ 413)


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Rediger, Josef
Kalmücke mit Stab und Krummdolch

Los 6594

Kalmücke mit Stab und Krummdolch.
Gouache auf Pergament. 24 x 16,2 cm. Signiert unten rechts "Jos: Rediger".

Drei vergleichbare von Rediger signierte Gouachen auf Pergament mit Kostümstudien, befanden sich in der Sammlung Carl Adelmann, Würzburg (Auktion Hugo Helbig, München, 9./10. Juni 1911, Los Nr. 620 mit Abbildung eines Blattes).

Schätzpreis
€ 800   (US$ 944)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 708)


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Deutsch
Bildnis Anton Raphael Mengs

Los 6603

[*] um 1800. Bildnis Anton Raphael Mengs.
Aquarell über Graphit auf Velin. 16,9 x 12,8 cm. Unten links signiert "Melchior" sowie unten rechts unleserlich bezeichnet "Sch[...]".

Die Zeichnung des unbekannten Künstlers, der möglicherweise Mitglied der Nymphenburger Porzellanmalerfamilie Melchior war, folgt Mengs "Selbstbildnis in den Uffizien", das dieser um 1775 fertigte (Eremitage, Sankt Petersburg, Inv.-Nr. GE-1330).

Literatur: Steffi Roettgen: Anton Raphael Mengs. 1728-1779. Bd. 1, S. 343, WK 11.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 472)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 354)


Schmidt, Johann Heinrich
Maria Antonia, Kurfürstin von Sachsen, und ihre...

Los 6604

Maria Antonia, Kurfürstin von Sachsen, und ihre Söhne Friedrich August und Anton Clemens Theodor.
3 Pastelle auf Pergament. Je ca. 24,5 x 19,5 cm. Verso jeweils mit alter handschriftlicher Beschreibung der Dargestellten, der Zuschreibung an Hofmaler Schmidt (1749-1829) sowie der Datierung "1770" in brauner Feder, sowie der Hinweis auf die Provenienz in anderer Feder und eine geprägte Sammlungsmarke mit "H" und Krone. Das Porträt von Friedrich August links unten signiert und datiert "J.H. Schmidt / fec 1770".

Dargestellt ist Maria Antonia, Kurfürstin von Sachsen, geb. Prinzessin von Bayern (1724-1780). Sie war Tochter des bayerischen Kurfürsten Karl Albrecht, des späteren römisch-deutschen Kaisers Karl VII. 1747 heiratete sie den sächsischen Kurprinzen Friedrich Christian, der bereits zehn Wochen nach seiner Thronbesteigung als Kurfürst 1763 an den Pocken verstarb. Die Kurfürstin, hier mit ihrem Witwenschleier dargestellt, war bis zur Volljährigkeit ihres ältesten überlebenden Sohnes Friedrich August 1768 vormundschaftliche Regentin Kursachsens, betätigte sich aber auch auf hohem Niveau als Komponistin, Opernsängerin, Malerin und Dichterin. Der ältere der beiden Brüder, hier als 20-jähriger, ist Friedrich August III. Kurfürst von Sachsen. Er verzichtete auf die polnische Königskrone seiner Vorfahren. Nahezu drei Jahrzehnte gelang es ihm Sachsen aus den kriegerischen Auseinandersetzungen der Nachbarmächte Österreich, Preußen und Russland herauszuhalten. Als Napoleon jedoch 1806 nach Thüringen vorrückte sah sich der sächsische Kurfürst zu einem Bündnis mit Preußen gezwungen. In der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt im Oktober 1806 erlitten die preußisch-sächsischen Truppen eine vernichtende Niederlage und Sachsen wurde von den Franzosen besetzt. Das Land musste dem Rheinbund beitreten und wurde, wie zuvor Bayern und Württemberg, von Napoleon zum Königreich erhoben. Als Friedrich August I. König von Sachsen verlor er in Folge der Wiener Nachkriegsordnung1815 mehr als die Hälfte des sächsischen Territoriums an Preußen, wurde aber noch zu Lebzeiten mit dem Beinamen „der Gerechte“ geehrt. Der dritte Dargestellte schließlich ist der um fünf Jahre jüngere Bruder Anton Clemens Prinz von Sachsen (1755-1836), der seinem ohne männliche Nachkommen 1827 verstorbenem Bruder 71-jährig als König Anton von Sachsen, genannt "der Gütige", auf den sächsischen Thron folgte.

Der Bildnismaler Johann Heinrich Schmidt war Sohn und Schüler des herzoglichen Hofmalers und Baukommisars in Hildburghausen Johann Thomas Schmidt. Als 21-jähriger stellt er 1770 ein Ölporträt in Dresden aus. Ein Kritiker erwähnt, dass er erst kurz zuvor in der Stadt angekommen sei, dabei aber bereits mehrere kleinere Pastell-Porträts mit "geglückter Ähnlichkeit" für den Hof angefertigt habe (Neil Jeffares: Dictionary of pastellists before 1800, online edition, update 19.1.2017). Es scheint plausibel, dass es sich dabei um vorliegende Arbeiten handelt, zumal das Porträt des Friedrich August 1770 datiert ist. Im Anschluss reist Schmidt weiter nach Paris um dort an der Königlichen Akademie bei Jean-Baptiste-Marie Pierre zu studieren. 1773 porträtiert er in Turin die Gemahlin des Grafen Artois, des späteren Königs Karl X. 1775 kehrt er nach Deutschland zurück und wird zum Hofmaler in Dresden ernannt. Spätere Aufenthalte in Prag, Wien, Berlin (Hochzeit 1779), Kurland, Livland, St. Petersburg und erneut Paris, wo er Napoleon porträtiert, legen eine Leidenschaft für das Reisen nahe. 1786 porträtiert Schmidt das Leibpferd der Prinzessin von Hildburghausen, 1790 malt er das Bildnis Herzog Friedrichs von Sachsen-Hildburghausen. Über diesen Weg dürften die vorliegenden Pastelle in den Besitz von dessen Enkelin gelangt sein.

Provenienz: Laut rückseitigen Vermerken aus der Sammlung der Prinzessin Hildegard von Bayern (1825-1864), einer der Töchter König Ludwigs I. von Bayern und der Therese von Sachsen-Hildburghausen.

Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 7.080)


Nachverkaufspreis
€ 4.500   (US$ 5.310)


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Bildnis eines Herrn mit weiß gepuderter Perücke

Los 6607

um 1780. Bildnis eines Herrn mit weiß gepuderter Perücke, angeblich Collot d'Herbois.
Öl auf Papier. 40,7 x 31,7 cm. Verso in blauem Stift bez. "Collot de Herbois gemalt".


Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.770)


Nachverkaufspreis
€ 1.200   (US$ 1.416)



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