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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Katalog Zeichnungen des 16.-19. Jahrhunderts » zur Kunstabteilung
Zeichnungen des 16.-19. Jahrhunderts Auktion 114, Fr., 29. Nov., 11.00 Uhr


» Gesamter Katalog (Lose 6500 - 6796)

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Greuze, Jean-Baptiste
"La Boudeuse"

Los 6580

"La Boudeuse" - Bildnis eines jungen Mädchens mit Haarband.
Rote und schwarze Kreide auf Bütten. 36,3 x 29,4 cm. Um 1768.

Edgar Munhall, der die Zeichnung im Original gesehen und die Autorschaft Greuzes bestätigt hat, datiert das Werk um 1768. Eine Reihe weiterer Kopfstudien junger Frauen in der Eremitage in St. Petersburg stammen aus derselben Schaffensphase und könnten in Verbindung mit vorliegender Zeichnung stehen.

Provenienz: Fürstin Bismark.

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.400)


Nachverkaufspreis
€ 3.000   (US$ 3.300)


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Greuze, Jean-Baptiste
Stehendes junges Mädchen mit Steinkrug

Los 6581

Stehendes junges Mädchen mit Steinkrug.
Schwarze Kreide, weiß gehöht, auf grauem Papier, mit grauer, ovaler Einfassungslinie. 40 x 31 cm. Um 1772.

Bei der um 1772 zu datierenden Zeichnung handelt es sich um eine Vorstudie zu dem Gemälde "La Cruche Cassee" im Louvre, Paris.

Provenienz: Auktion Vicomte de Plainval, 1846.
Auktion 7. Mai 1879.
Baron de Bernonville.
Dessen Auktion, Paris, am 16. - 19. Februar 1881, Los 323.
Auktion Februar 1883.

Literatur: Jean Martin und Charles Masson: Catalogue raisonné de l'oeuvre peint et dessiné de Jean-Baptiste Greuze, in C. Mauclair, Jean-Baptiste Greuze, Paris 1906, Nr. 442.

Schätzpreis
€ 8.000   (US$ 8.800)


Zuschlag
€ 6.000 (US$ 6.600)


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Carriera, Rosalba
La Primavera: Junge Frau mit Blumenkorb.

Los 6582

La Primavera: Junge Frau mit Blumenkorb.
Schwarze Kreide und Rötel, blassblau aquarelliert, montiert auf alter Sammlermontage. 12,5 x 9,4 cm im Oval. Verso auf der Montage in schwarzer Kreide undeutlich bezeichnet „Mr De Cireaux“.

Pierre-Jean Mariette überliefert, dass Rosalba bei Federico Bencovich die Miniaturmalerei erlernt. Es entstehen sowohl Miniaturen auf Elfenbein (fondello) als auch auf Papier (ritrattino). 1703 begegnet ihr der äußerst einflussreiche erste Sekretär des britischen Botschafters, Christian Cole, der ihr rät, den Pinsel gegen die Pastellkreide zu tauschen. Schon wenige Monate später wird sie von Giuseppe Maria Crespi mit Guido Reni verglichen. Cole empfiehlt sie desweiteren für die Aufnahme in die römische Akademie und vermittelt sie an englische Reisende, die auf ihrer Grand Tour in Venedig Station machen. Es beginnt eine europäische Karriere, die die Bildniskunst eines La Tour, Perronneau, Liotard und Mengs nachhaltig beeinflussen wird. Von Carrieras Hand sind nur wenige Zeichnungen erhalten, meistens handelt es sich um Werkskizzen oder "modelli" für Repliken. Das 1988 erschienene Werkverzeichnis von Bernardina Sani listet zwei Miniaturen auf, die in der Komposition deutliche Gemeinsamkeiten mit dem vorliegendem Blatt haben. Eine wegen einer Schlange im Blumenkorb "Kleopatra" genannte Elfenbeinminiatur in der Eremitage, St. Petersburg (Sani, S. 284, Kat.Nr. 73, Abb. 58) und ein im Format kleineres "Bildnis einer Dame" (ebd., Kat.Nr. 74, Abb. 59, Verbleib unbekannt).

Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 6.600)


Zuschlag
€ 5.000 (US$ 5.500)


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Carriera, Rosalba
Maria Magdalena

Los 6583

Die büßende Maria Magdalena.
Pastell auf blauem Bütten. 34 x 25,5 cm. Verso auf dem Rahmen ein altes Klebeetikett, dort in einer italienischen Hand des 18. Jh. bezeichnet "OP. Della Fa[m]osa ROSALBA. / D[on]no fazzo a me P°.Z. da D.v Cav. Crivelli Vere.".

Rosalba Carriera ist wohl die bekannteste Pastell-Malerin vor 1800 und am Aufstieg des Pastells zum eigenständigen Medium in der Portraitmalerei maßgeblich beteiligt gewesen. Ihr Vater Andrea Carriera entdeckt früh ihr Talent und so erfährt sie bereits in jungen Jahren eine Ausbildung in der Malerei. Zu ihren Lehrern zählen möglicherweise Antonio Lazzari, Giuseppe Diamantini, Frederico Bencovich und Antonio Balestra, beeinflusst war sie in jedem Fall von dem auf Pastellmalerei spezialisierten Benedetto Luti. Zunächst malt sie Miniaturen für Schnupftabakdosen, bis sie um 1700 nachweislich erste Pastelle anfertigt. Bald kann sie englische, französische und deutsche Venedigreisende zu ihren Kunden zählen. Mit ihren psychologisch eindringlichen Portraits erfährt sie zunehmend auch die Wertschätzung des europäischen Adels. Spätestens mit der Einladung 1706 von Johann Wilhelm von der Pfalz als Hofmalerin nach Düsseldorf zu kommen - die sie jedoch ausschlägt - beginnt Rosalba Carrieras internationale Karriere. Einer ihrer wichtigsten Bewunderer und Sammler wird Friedrich August II. von Sachsen, der mit seinem Gabinetto di Rosalba die größte Sammlung ihrer Werke verzeichnet (trotz hoher Verluste bewahrt die Dresdner Gemäldegalerie noch heute eine große Anzahl ihrer Werke). Auch in französischen Kreisen wird sie bald als Ausnahmetalent gefeiert. Kunstkenner und Maler wie Pierre Crozat, Pierre Mariette oder Nicolas Vleughel tragen zu ihrem Bekanntheitsgrad und Ruhm entscheidend bei. Für Aufträge reist Rosalba 1720-21 nach Paris und 1723 nach Modena, dort lernt sie Werke Antonio da Correggios kennen, die sie in ihrer Malweise und Motivwahl stark beeinflussen werden. Rosalba, deren Sehkraft ab 1746 stark abnimmt und die nur fünf Jahre später erblindet, stirbt am 15. April 1757 in Venedig. Mit ihrer Pastellmalerei übte sie bedeutenden Einfluss auf zeitgenössische Künstlerkollegen wie Maurice Quentin de la Tour, Jean-Baptist Perronneau, Jean Étienne Liotard und Anton Raphael Mengs aus. Zudem schaffte Rosalba als Künstlerin das, was vielen Frauen in jener Zeit verwehrt blieb, die Ernennung zum Mitglied an die Akademien in Rom, Paris, Florenz und Bologna (siehe Bernardina Sani: “Rosalba Carriera's ‘Young Lady with a Parrot.’” Art Institute of Chicago Museum Studies, vol. 17, no. 1, 1991, S. 75-95; Neil Jeffares: "Rosalba Carriera", Dictionary of pastellists before 1800, London, 2006; online edition, updated 2 August 2019, PDF S. 1-7).
Im Vergleich zu der großen Anzahl an Portraits finden sich im Werk Rosalba Carrieras religiöse Darstellungen nur selten. Als Bewunderin der Malerei Correggios entlehnte sie oftmals Motive seiner Gemälde und so finden sich auch in vorliegendem Pastell Analogien an die Ikonographie des 17. Jahrhunderts. Um den Aufträgen ihrer Bewunderer nachzukommen war es nicht ungewöhnlich, dass Rosalba von demselben Motiv mehrere Versionen fertigte. Im umfangreichen Bestand der Gemäldegalerie in Dresden befand sich beispielsweise eine größere Variante desselben Motivs der büßenden Magdalena (heute Kriegsverlust, Dictionary of pastellists before 1800, Nr. J.21.2148). Charakteristisch für Rosalbas Hand sind hier die zarten rosafarbenen Höhungen in der Augen- und Mundpartie sowie die Zeichnung der Hände und die Weichheit der Konturen. Laut Neil Jeffares verweist die Inschrift auf der Rückseite des alten Rahmendeckels auf einen Besitzer aus dem 18. Jh. Er vermutet dahinter einen Cavaliere Crivelli (Cav. Crivelli Vere) aus Verona, ein solcher Signore Crivelli wird auch in einem Brief Angelica Grus von 1747 an Rosalba erwähnt. Später, so die Vermutung, ging das Pastell dann in den Besitz Pietro Zanettis (P°.Z.) über, einem Mitglied der bekannten venezianischen Kaufmannsfamilie.
Wir danken Neil Jeffares für wertvolle Hinweise und die Zuschreibung an Rosalba Carriera auf der Grundlage digitaler Abbildungen (E-Mail vom 19. September 2019).

Provenienz: Wohl Cavaliere Crivelli, Verona (18. Jh.).
Wohl Pietro Zanetti, Venedig (18. Jh.).

Literatur: Neil Jeffares: Dictionary of pastellists before 1800. Online Edition (PDF online, zuletzt aktualisiert am 5. Oktober 2019), S. 17, Kat.Nr. J.21.2149.

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.400)


Nachverkaufspreis
€ 3.000   (US$ 3.300)


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Crespi, Luigi
Studienblatt mit zwei Portraits

Los 6584

Studienblatt mit dem Bildnis einer Edeldame mit Pelzkragen und einem Mann mit Kappe.
Schwarzer und weißer Stift auf grau grundiertem Papier. 20,3 x 26,3 cm. Auf der Rückseite in schwarzer Feder von fremder Hand bez. "Anonimi".


Schätzpreis
€ 900   (US$ 990)


Nachverkaufspreis
€ 700   (US$ 770)


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Novelli, Pietro Antonio
Der kleine Dudelsackpfeifer

Los 6585

Der kleine Dudelsackpfeifer.
Feder in Schwarz, grau laviert. 37,5 x 29,4 cm. Bezeichnet unter der Darstellung "Sempre sonar a tutti do` ne tocca - Uno co`l culo e l'altro co la bocca."

In den letzten Jahrzehnten sind auf dem Auktionsmarkt drei weitere eng verwandte Zeichnungen ans Licht gekommen. Eine etwas kleinerformatige Flötenbläserin (Christie's, New York, 31. Januar 2013, Los 62), eine junge Wäscherin (Sotheby's, New York, 29. Januar 1997, Los 67) und ein Gitarrespieler (Christie's, Paris, 26. Juni 2002, heute zu finden im Getty Museum, Los Angeles, Inv.Nr. 2004.84). Die beiden letzteren sind dem vorliegenden Blatt im Format nahezu identisch. Allen gemein ist, neben der für Novelli typischen virtuosen Schraffier- und Laviertechnik, eine Einfassungslinie und eine unter der quasi unschuldigen Darstellung zu findende anzügliche Inschrift in venezianischem Dialekt. So lautet der Spruch unseres Blattes frei übersetzt in etwa "Blase und pfeife ein jeder nach seiner Art, der eine nimmt den Mund, der andere seinen Arsch". Die Einfassungslinie lässt vermuten, dass es sich höchstwahrscheinlich um Vorzeichnungen für eine geplante Radierfolge über unzüchtige venezianische Sprichwörter handelt.

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.400)


Nachverkaufspreis
€ 3.000   (US$ 3.300)


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Bison, Giuseppe Bernardino
Eine Bauernhütte mit figürlicher Staffage

Los 6586

Eine Bauernhütte mit figürlicher Staffage.
Feder in Braun, braun laviert, über Graphit. 15,8 x 25,1 cm.

Die in einem schwungvollen, souveränen Duktus ausgeführte Zeichnung mit ihrer markanten Helldunkelwirkung steht gänzlich in der Tradition ähnlicher Studien von Giambattista und Domenico Tiepolo. Wunderbar frisch erhalten.

Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.640)


Nachverkaufspreis
€ 2.000   (US$ 2.200)


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Italienisch
Die Schindung des Marsyas

Los 6587

18. Jh. Die Schindung des Marsyas.
Feder in Braun über schwarzer Kreide, partiell Feder in Grau, auf Bütten, verso: eine weitere Federzeichnung. 18,7 x 28,4 cm. Unten rechts mit einer Zuschreibung an "Piazeta".



Provenienz: Aus zwei bisher unbekannten Sammlungen (Lugt 975 und Lugt 1120a).

Schätzpreis
€ 900   (US$ 990)


Zuschlag
€ 700 (US$ 770)


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Busiri, Giovanni Battista
Flusslandschaft mit Ruine und rastendem Hirtenpaar

Los 6588

Flusslandschaft mit Ruine, rastendem Hirtenpaar und Reiter.
Feder in Braun. 16,4 x 22,6 cm.


Schätzpreis
€ 900   (US$ 990)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 880)


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Guillon-Lethiere, Guillaume
Studienblatt mit drei Frauen

Los 6589

Studienblatt mit drei Frauen.
Schwarzer Stift auf hellgrauem Papier, verso weitere Figurenstudien. 18,2 x 13 cm.

Beigegeben eine weitere Zeichnung des Künstlers mit Figurenstudien.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 660)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 440)



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