Bitte Suchbegriffe eingeben:

BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

Language / Lingua / Sprache


Kataloginhalt

Katalog Sonderauktion 'Memento Mori' » zur Kunstabteilung
Sonderauktion 'Memento Mori' Auktion 111, Do., 31. Mai, 16.00 Uhr


» Gesamter Katalog (Lose 6300 - 6417)

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen (art@bassenge.com),
da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

» Kataloge bestellen
» Nur Lose im Nachverkauf

» AGB (als PDF)
» Bieter-Erstanmeldung (als PDF)
» Formular für Gebote (als PDF)
Kapitel Sonderauktion / Special Sale 'Memento Mori' (Lose 6300 - 6417) » Kapitelwahl

... 4 5 6 7 8 9 10 11 12   erste Seiteschneller Rücklaufeine Seite zurückeine Seite weiterschneller Vorlauf

Hauptbild Beschreibung Status
Wandelaar, Jan
Ansichten der Landsitze Burgfeld und Nassenhube...

Los 6360

Ansichten der Landsitze Burgfeld und Nassenhuben mit Wappen und Vanitassymbolen.
Radierung nach einer Zeichnung von J. B. Hoffman. 33,4 x 21,8 cm. 1721.

In einer architektonischen Rahmung hängt im oberen Teil der Darstellung eine Tapisserie mit einer Ansicht eines Landsitzes namens Burgfeld, darunter ein weiterer Landsitz betitelt Nassenhuben. Wahrscheinlich ist damit das heutige Dorf Mokry Dwór südöstlich von Danzig gemeint. In der Mitte befindet sich ein gekröntes Familienwappen in Rollwerkkartusche mit zwei Doppeladlern und zwei pfeilhaltende Greifen. Darunter ein lorbeerbekränzter Schädel mit Fledermausflügeln. Flankiert wird das Wappen von einem Putto mit Lorbeerzweig und einem Skelett, das eine Sichel und eine Sanduhr hält. Berühmtheit erlangt Jan Wandelaar mit seinen zeichnerischen Vorlagen zu Bernhard Siegfried Albinus' Anatomie "Tabulae Sceleti e Musculorum Corporis Humani".

Provenienz: Privatsammlung Spanien.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 708)


Nachverkaufspreis
€ 500   (US$ 590)


Nordalpin
Memento Mori Büste als Wendekopf

Los 6361

wohl 20. Jh. Memento Mori Büste als Wendekopf.
Holz. Höhe mit Sockel 11,5 cm.


Schätzpreis
€ 800   (US$ 944)


Zuschlag
€ 600 (US$ 708)


Galerie Bassenge
» Zoom

Spanisch
Memento Mori: Insignie eines Apothekers

Los 6362

1753. Memento Mori: Insignie eines Apothekers.
Stickerei mit Silberfäden auf braunem Seidendamast. 21,2 x 17,5 cm. Am oberen linken Rand datiert "Añ(o) D(omini) 1753".

Kuriose Stickerei, die wohl die Insignie eines Apothekers darstellt. Ein Hinweis dafür sind die vier Äskulapstäbe rund um den Schädel mit gekreuzten Knochen. Das Stück muss diesem wohl als Zeichen der Dankbarkeit oder zum Gedenken überreicht worden sein. Die Inschrift um den Rand gibt Aufschluss über den Empfänger: "Diole Juan de Calete Añ(o) D(omini) 1753".

Provenienz: Privatsammlung Spanien.

Schätzpreis
€ 2.500   (US$ 2.950)


Zuschlag
€ 2.000 (US$ 2.360)


Spanisch
Reliquiar: Der Schädel Adams auf Golgatha

Los 6363

17. Jh. Reliquiar: Der Schädel Adams auf Golgatha.
Holz, farbig gefasst, Textilfasern und eine Kornähre hinter Glas. 17,5 x 25,5 cm.

Vor dem steinigen Boden des Kalvarienberges ragt plastisch herausgearbeitet der Schädel Adams mit zwei gesplitterten Knochen hervor. Diese konsolenartige Schnitzerei erfüllte wohl eine zweifache Funktion: Einerseits diente sie vermutlich einem Kreuz als Basis, andererseits präsentierte sie die Reliquie, die auch heute noch in Textilfasern eingewickelt erhalten ist. Unmittelbar unter dem Kruzifix hinter Glas platziert, könnte das Reliquiar ein Kreuzpartikel beherbergen, was die eingebundene Kornähre, seit jeher ein Symbol der Eucharistie, erklären würde.


Provenienz: Privatsammlung Spanien.

Ausstellung: Ausst.Kat. La Danse des Morts, Paris, Galerie le Toît du Monde, 2004, S. 83, Kat. 45 (Abb.).

Schätzpreis
€ 1.000   (US$ 1.180)


Zuschlag
€ 1.400 (US$ 1.652)


Monogrammist WM
Skelett auf einem Sockel stehend

Los 6364

Skelett auf einem Sockel in einer Landschaft: von vorne und von hinten gesehen.
Feder in Braun über Spuren von rotem Stift. 28,7 x 18,7 cm. Auf beiden Seiten mit Erläuterungen in latein. Sprache, darunter jeweils monogrammiert "WM" (?, ligiert). Um 1580/90. Wz. Buchstabe K (Süddeutschland, um 1580-90 siehe Piccard online DE8085-PO-28088).

Das Skelett, dessen einzelne Knochen nummeriert wurden und das sich damit als anatomisches Studienobjekt erweist, wird durch die lockere Haltung und das angedeutete Lächeln jedoch seinem Zweck als nüchternes Anschauungsobjekt enthoben. Das Skelett präsentiert sich uns wie ein lebendiger, menschlicher Körper in der Pose einer antiken Statue: In Vorder- und Rückenansicht, mit Stand- und Spielbein auf einem Sockel stehend, dabei entspannt auf eine neben ihm stehende Tafel gestützt. Die Zeichnung erinnert an die anatomischen Illustrationen des menschlichen Körpers in Andreas Vesalius umfassendem Werk De humani corporis fabrica libri septem (1543). Gut möglich, dass sich der uns unbekannte Zeichner von Vesalius „lebendigen“ Skeletten inspirieren ließ.

Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.832)


Nachverkaufspreis
€ 2.000   (US$ 2.360)


Galerie Bassenge
» Zoom

Defehrt, A. J.
Meditierendes Skelett.

Los 6365

um 1780. Meditierendes Skelett.
Radierung. 35,2 x 22,2 cm. Wz. Traube und Fleur-de-Lys.

Die Encyclopédie von Jean Baptiste D'Alembert und Denis Diderot, die die Summe des Wissens ihrer Zeit enthält, ist das wichtigste Werk, zu welchem der vielseitige Kupferstecher und Illustrator A. J. Defehrt Beiträge liefert. Von ihm signierte Radierungen finden sich in den Tafelbänden I-V und VII des Recueil de Planches sur les Sciences, Les Arts Libéraux, et les Arts Méchaniques. Der Textband, der das Kapitel "Anatomie" enthält, erscheint im Juni 1751, der dazugehörige Tafelband mit insgesamt 33 Radierungen zum Thema 1762. Die vorliegende Tafel 2 zählt sicher zu den bekanntesten Illustrationen. Ikonographisch hat sich Defehrt von den Holzschnitten des über 200 Jahre zuvor veröffentlichten, epochalen Werkes De Humane Corporis Fábrica des Andreas Vesalius, anregen lassen. Während dort aber das Skelett noch mit einem Schädel in der Hand gleichsam über den eigenen Zustand zu meditieren scheint, ist es hier durch zahlreiche Buchstaben und Ziffern gleichsam verwissenschaftlicht.

Provenienz: Privatsammlung Spanien.

Ausstellung: Ausst.Kat. La Danse des Morts, Paris, Galerie le Toît du Monde, 2004, S. 112f., Kat. 65 (Abb.).

Schätzpreis
€ 700   (US$ 826)


Zuschlag
€ 500 (US$ 590)


Wandelaar, Jan - nach
Skelett in Rückenansicht

Los 6366

nach. Skelett in Rückenansicht vor einem Sarkophag stehend.
Radierung von Gérard Scotin II, mit altem Kolorit. 56,5 x 41,5 cm. Impensis J. & P. Knapton, London 1747. Wz. Straßburger Lilienwappen mit angehängten Buchstaben LVG (vgl. Churchill 405: Holland 1733).

Prachtvoller Druck mit zartem Kolorit, mit gleichmäßigem Rändchen ringsum. Unauffällige geglättete Mittelfalte, minimale Gebrauchsspuren, sonst in ganz vorzüglicher Erhaltung.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.416)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 944)


Wandelaar, Jan - nach
Skelett vor einer Landschaft stehend

Los 6367

nach. Skelett vor einer Landschaft stehend, während ein Putto ihm den Umhang abnimmt.
Radierung von Charles Grignion I (1717-1810, London), mit altem Kolorit. 57,2 x 39,8 cm. Impensis J. & P. Knapton, London 1747. Wz. Straßburger Lilienwappen mit angehängten Buchstaben LVG und Nebenmarke IV (vgl. Churchill 405-406: Holland 1733).

Wie für vorangegangenes Blatt lieferte auch hier der Niederländer Jan Wandelaar die zeichnerische Vorlage für den Stich, der als Illustration zu Bernhard Siegfried Albinus' Anatomie "Tabulae Sceleti e Musculorum Corporis Humani" diente. Die skelettierten Figuren Wandelaars sollten ideale anatomische Darstellungen sein, wobei Haltung und Proportionen der Skelette denen klassischer Vorbilder entsprechen sollte. Die Landschaftshintergründe bringen einen poetischen Moment in die anatomisch sonst sehr exakte Darstellung und verbindet so die Gedanken an die Natur und deren Vergänglichkeit mit dem idealen Menschsein. Prachtvoller Druck mit dünn aufgetragenem Kolorit, mit gleichmäßigem Rändchen. Geglättete Mittelfalte, minimale Gebrauchsspuren, sonst tadellos.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.416)


Nachverkaufspreis
€ 1.200   (US$ 1.416)


Galerie Bassenge
» Zoom

Bartoli, Pietro Santi
Der Katafalk für die Trauerfeierlichkeiten des ...

Los 6368

Der Katafalk für die Trauerfeierlichkeiten des Duc de Beaufort mit einem Soldaten über einer Pyramide, flankiert von Engeln und getragen von zwei geflügelten Toden und Kriegstrophäen.
Kupferstich und Radierung nach Gianlorenzo Bernini. 42,5 x 31,2 cm. "Petrus Santus Bartol. Sculp Mattiae de Rubeis delin.". 1669. Wz. Lilie im Kreis.

1669 wurde François de Vendôme, Duc de Beaufort, von Louis XIV. damit beauftragt, einen Teil der französischen Flotte zu führen und den Venezianern beizustehen, die von den Türken in Candia auf Kreta bedrängt wurden. Am 25. Juni des Jahres unterlagen die französische und venezianische Flotte, Beaufort wurde getötet und die Insel eingenommen. Doch Papst Clemens IX. stiftete zum Dank für die Kameradschaft des französischen Königs dem heldenhaften Duc de Beaufort einen Katafalk für dessen Totenfeier, den er bei keinem geringerem als Gianlorenzo Bernini in Auftrag gab. Die Trauerfeierlichkeiten fanden im September 1669 in Santa Maria in Aracoeli in Rom statt und wurden in dem von C. Bovius publizierten "Honarii tumuli ac funebris pompae descriptio in exequiarum justis Francisco Vindocinensi duci Belfortio" festgehalten. In diesem Kontext entstand auch die vorliegende Radierung von Pietro Santi Bartoli. Die grundlegende Entwurfszeichnung Berninis wird heute im British Museum verwahrt. Ganz ausgezeichneter Druck mit schmalem Rändchen um die Plattenkante. Horizontale Mittelfalte, dort mit geringen Knitterspuren, zwei horizontale geglättete Knickspuren, minimal fleckig, entlang des weißen Rändchens hinter eine Albumseite montiert, sonst sehr gut.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 531)


Zuschlag
€ 500 (US$ 590)


Nordalpin
Memento Mori Wendekopf

Los 6369

wohl 19. Jh. Memento Mori Wendekopf.
Holz. Höhe mit Sockel 9,2 cm.


Schätzpreis
€ 600   (US$ 708)


Zuschlag
€ 900 (US$ 1.062)



... 4 5 6 7 8 9 10 11 12   erste Seiteschneller Rücklaufeine Seite zurückeine Seite weiterschneller Vorlauf