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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Katalog Gemälde Alter und Neuerer Meister » zur Kunstabteilung
Gemälde Alter und Neuerer Meister Auktion 115, Do., 4. Juni, 15.00 Uhr


» Gesamter Katalog (Lose 6000 - 6167)

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Boselli, Felice - zugeschrieben
Markstillleben mit Lamm, Rettichen und Kupferke...

Los 6010

zugeschrieben. Markstillleben mit Lamm, Rettichen und Kupferkessel.
Öl auf Leinwand. 51 x 68,5 cm.



Provenienz: Sammlung Bouckiewitz (Sammlungsetikett verso).

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.400)


Heusch, Jacob de
Weite Flusslandschaft mit rastenden Fischern un...

Los 6011

Weite italienische Flusslandschaft mit rastenden Fischern und bukolischer Staffage.
Öl auf Leinwand. 51,8 x 69,5 cm. Unten auf dem Felsen mittig signiert " JDHeusch f" (Anfangsbuchstaben ligiert).

Jacob de Heusch wurde 1656 in Utrecht geboren und dort von seinem Onkel Willem de Heusch in der Malerei unterwiesen. 1675 reiste er nach Italien und kam nach einem längerem Aufenthalt in Venedig schließlich nach Rom, wo er anlässlich eines Treffens der Künstlervereinigung der Bentveughels dokumentiert ist. An diesem Treffen nahmen junge Kollegen teil, die für eine glänzende Zukunft bestimmt waren, darunter auch Gaspar van Wittel. Laut den Angaben des RKD war sein Bentveughel-Name „Afdruk“ oder „Copia“, da seine Werke bisweilen kaum von seinem Onkel zu unterscheiden waren. Üblicherweise signierte Jacob in derselben Art wie Willem mit einem ligierten Signet vor dem Namen. In Rom wurde seine Landschaftsdarstellung deutlich von Gaspar Dughet und Salvator Rosa beeinflusst und inspiriert. Aber auch die Landschaftsauffassung seines Landsmanns Jan Both findet sich in seinen Gemälden wieder. Als raffinierter Interpret dieser Inspirationsquellen, insbesondere der römischen, war Jacob de Heusch, wie Houbraken in seiner Biografie über den Künstler anmerkt, einer der effektivsten Vermittler für die Landschaftsmaler des beginnende 18. Jahrhunderts. Nach einer Vergnügungsreise, die ihn nach Berlin und Amsterdam führte, stirbt Heusch nach einer geselligen Zusammenkunft mit seinem Bentveughel-Freund Albert van Spiers im Mai 1701 in Amsterdam.

Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 6.600)


Italienisch
Vier Männer im Gespräch bei einer Säule

Los 6012

18. Jh. Vier Männer im Gespräch bei einer Säule.
Öl auf Leinwand, auf Holz aufgezogen. 17,5 x 14,2 cm. Verso in brauner Feder von alter Hand bez. "Salvator Rosa" und "Ilgenait 7/1871 139.", sowie mit schwarzer Feder "nach Salvator Rosa / Rest(auriert) 29.X.1892 [...] Bassus".



Schätzpreis
€ 800   (US$ 880)


Maggiotto, Francesco - nach
Drei Mädchen verprügeln einen jungen Mann

Los 6013

nach. Drei Mädchen verprügeln einen jungen Mann.
Öl auf Leinwand. 13,2 x 19,7 cm.


Schätzpreis
€ 350   (US$ 385)


Niederländisch
Vanitasstillleben

Los 6014

2. Viertel 17. Jh. Vanitas-Stillleben mit Totenschädel, Schleiereule und Fledermaus.
Öl auf Leinwand, doubliert. 55 x 79 cm.

Als dieses enigmatische Stillleben 1929 Hofstede de Groot, dem eminenten Kenner niederländischer Kunst des 17. Jahrhunderts, als Schwarzweißfotografie vorgelegt wurde, war er dazu geneigt, es dem Friesländer Petrus Schotanus zuzuschreiben. Auch wenn die Zuschreibung auf Grundlage motivischer und stilistischer Vergleiche heute nicht mehr haltbar ist und unser Meister vorerst unbekannt bleiben muss, spricht Fred Meijer von einem „most interesting painting of excellent quality that represents seventeenth-century ideas about life and death in an extraordinary manner.“ Dass auch hochqualitative Werke wie das vorliegende anonym bleiben, ist laut Mejier nicht unüblich. Stilistische Eigenheiten wie die Lichtbehandlung, Komposition und Farbskala sprächen für eine Entstehung im zweiten Viertel des 17. Jahrhunderts: Die reduzierte Palette in warmen Brauntönen verbindet der Kunsthistoriker mit Haarlemer Stillleben aus dieser Zeit und besonders mit den monochromen Landschaften der 1630er Jahre.
Für die hohe Qualität des Werks spricht auch die motivisch ungewöhnliche sowie inhaltlich herausfordernde Ikonographie. Grundsätzlich entspricht eine Vielzahl der dargestellten Gegenstände, prominent der Totenschädel und die umgefallene, erlöschende Kerze, der Vanitas-Bildtradition - einem im frühen 17. Jahrhundert in ganz Europa aufkommenden Genre, das die Vergänglichkeit des Lebens thematisch in den Mittelpunkt stellte. Doch wird das Repertoire an kodifizierten Bildgegenständen auf unkonventionelle Weise mit toten und lebendigen Tieren, wie der streng blickenden Schleiereule, der Frösche und der bedrohlich flatternden Fledermaus, bereichert. Ganz anders als in den prunkvollen Stillleben der zweiten Jahrhunderthälfte dominieren auf diesem Werk dem Thema entsprechend niedere Wesen und einfache Gegenstände aus Zinn und Messing.
Obwohl der technisch brillante Künstler nicht den scharfen, klaren Realismus vieler nordalpiner Stillleben suchte, verzichtete er nicht auf die sorgfältige und naturalistische Wiedergabe der Oberflächen. Bestimmend ist allerdings der atmosphärische Gesamteindruck, der von der reduzierten Palette in gedämpftem Graubraun sowie von der weichen, stellenweisen diffusen Malweise evoziert wird. Gesteigert wird dies durch den Verzicht auf die Ausformulierung des Interieurs zugunsten eines ambivalenten Bildraumes - Ambivalenz, die im Hintergrund ihren Höhepunkt findet. Dort, unter der Fledermaus, ragt ein Nagel, mit hauchfeinen Spinnweben behangen aus dem, was eine Wand sein muss. Unmittelbar darüber scheint jedoch eine zweite, schemenhaft angedeutete Fledermaus in nebulöser Ferne zu flattern, was wiederum einen offenen Raum suggeriert. Es ist eine Malerei, die durch Störelemente wie dem rätselhaften Bildraum und dem Sichtbarmachen des Pinselstrichs die „Gemachtheit“ des Gezeigten zu Bewusstsein bringt. Diese Selbstreflexivität spiegelt sich auch in der Wiedergabe der Malutensilien wider. Auf der Palette befinden sich genau jene Farbtöne, die realiter dazu verwendet wurden, um das Werk zu schaffen. Gerade in Verbindung mit der Vanitas-Thematik, kann das Hervorheben der Künstlichkeit des Werks auch affirmativ gedeutet werden: Das Leben vergeht, die Kunst bleibt. Ideen über Vergänglichkeit, Leben, Tod und dem illusorischen Wesen der Malerei verdichten sich hier zu einem malerisch herausragenden und motivisch unkonventionellen Meisterwerk. - Das Gutachten von Fred G. Meijer vom 26. September 2019 ist in Kopie vorhanden.

Provenienz: Sammlung Dr. Alfred Kadisch, Wien (1859-1930).
C. J. Wawra, Wien, Auktion 22.-24. September 1930: "Die Sammlungen Dr. Alfred Kadisch und Eduard Perger", Los 49 (als "Petrus Schotanus", ohne Abb.).
Privatsammlung, Österreich.

Literatur: Seit 1929 am RKD, Den Haag in einer schwarzweiß Photographie dokumentiert.
Auktionskatalog C. J. Wawra, Wien, 22.-24. September 1930: "Die Sammlungen Dr. Alfred Kadisch und Eduard Perger", Los 49.


Schätzpreis
€ 60.000   (US$ 66.000)


Schouman, Martinus
Stürmische See

Los 6015

Stürmische See.
Öl auf Holz. 32,2 x 42,5 cm. Unten links signiert "M Schoumann", verso auf dem Bildträger mit altem Siegellackstempel und einem Klebeetikett der Royal Exchange Art Gallery, London sowie auf dem Rahmen ein altes handschiftl. bez. Etikett "Marine View / Schoumann (Brussels)" und ein Klebeetikett des Künstlerbedarfs "F. Ainley, Preston".


Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.640)


Niederländisch
Flusslandschaft mit Reisenden

Los 6016

um 1700. Zug von Handelsreisenden in einer Flusslandschaft.
Öl auf Kupfer. 21,8 x 29,1 cm. Verso bezeichnet mit der Ziffer "N: 15".


Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.650)


Galerie Bassenge
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Bloemen, Jan Franz van - zugeschrieben
Südliche Landschaft mit Viadukt und Kastell

Los 6017

zugeschrieben. Südliche Landschaft mit Viadukt und Kastell, im Vordergrund Landvolk.
Öl auf Leinwand, doubliert. 95 x 115 cm.

Ein Gutachten von Rodolfo Bargelli, Florenz, vom Juni 1996, das die Autorschaft Jan Franz van Bloemens unterstützt, liegt im Original vor.

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.400)


Rigaud, Hyacinthe - Nachfolge
Bildnis König Ludwig XIV. im roten Ornat mit He...

Los 6018

Nachfolge. Bildnis Ludwig XIV., König von Frankreich und Navarra, im roten Ornat mit Hermelin.
Öl auf Leinwand. 79 x 55,5 cm.

Das bekannteste Werk des französischen Porträtmalers Hyacinthe Rigaud (1649-1743), das in Lebensgröße, in vollem Krönungsornat, prächtig geschmückt den König von Frankreich, Ludwig XIV. preist, gab zahlreichen Nachfolgern Anregung für eigene Darstellungen des Sonnenkönigs. Auch in vorliegendem Gemälde präsentiert uns ein Nachfolger in der Tradition Rigauds den französischen König. Hier jedoch in Nahansicht als Büste wirkt der König unmittelbarer und dem Betrachter weniger entrückt.

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.650)


Ridinger, Johann Elias - Umkreis
Jagdszene

Los 6019

Umkreis. Jagdszene.
Öl auf Leinwand. 98,5 x 135,2 cm.


Schätzpreis
€ 4.500   (US$ 4.950)



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