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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Lose im Nachverkauf

Katalog Moderne Kunst Teil I » zur Kunstabteilung
Moderne Kunst Teil I Auktion 110, Sa., 2. Dez., 15:00 Uhr


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Kapitel Moderne Kunst Teil I / Modern Art Part I (Lose 8000 - 8359) » Kapitelwahl

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Hauptbild Beschreibung Status
Munch, Edvard
Die Frauen und das Gerippe

Los 8248

Die Frauen und das Gerippe
Kaltnadel auf festem, glattem Velin. 1896.
31,4 x 42,9 cm (42,5 x 55,9 cm).
Signiert "Edv. Munch".
Woll 51 II (von III).

Aus der frühen Auflage, gedruckt von Angerer, Sabo oder Felsing, vor den Überarbeitungen im Skelett, jedoch bereits mit der schwachen Diagonallinie im Bein der linken Frau und der M-förmigen Linie rechts neben dem Kopf der rechten Frau.
Mit einem gewissen Übermut betrachten und erkunden die beiden nackten Frauen das zwischen ihnen stehende Skelett auf seinem Sockel, dessen Befestigungsstange exakt die vertikale Bildmitte markiert. "In spielerischer Weise paraphrasieren "Die Frauen und das Gerippe" das Thema Tod und Eros... Svenaeus zufolge bezog Munch seine Idee 'zu dieser offensichtlich selbstironischen Variation' aus einer Lithographie Gavarnis..., auf der ein junger Medizinstudent seine Freundin mit einem männlichen Skelett konfrontiert. In Bezug auf das Verhältnis von Mann und Frau sei es hier einmal umgekehrt. Die Radierung 'Die Frauen und das Gerippe' zeige deshalb 'das Rätsel des Mannes' aus der Sicht der Frau, den Mann 'als Sphinx und Skelett'". (S. Achenbach, Edvard Munch. Die Graphik im Berliner Kupferstichkabinett, Ausst.-Kat. Berlin 2003, S. 59).
Inmitten der Melancholie, die in Munchs Radierungen dieser Zeit seine Gefühlswelt nach dem Tod seines Vaters widerspiegelt, entsteht also eine Darstellung, die statt Leere und Finsternis, Trauer und Einsamkeit das Todesmotiv dem üppig blühenden Leben unterlegen zeigt.
Verso mit dem braunen Rundstempel "Städtisches Museum Düsseldorf", dort mit Bleistift bezeichnet "Im Tausch abgegeben: Dr. Schleuter 30.11.39". Prachtvoller, herrlich gratiger Druck mit breitem Rand. Äußerst selten.

Schätzpreis
€ 25.000   (US$ 29.250)


Nachverkaufspreis
€ 20.000   (US$ 23.400)


Nitsch, Hermann
Die Architektur des Orgien Mysterien Theaters

Los 8254

Die Architektur des Orgien Mysterien Theaters
Lithographie auf Velin. 1984-89.
106 x 76 cm (122 x 81 cm).
Signiert "Nitsch" und bezeichnet "probe".

Architektonischer Entwurf für Hermann Nitschs Orgien-Mysterien-Theater, einer von ihm erfundenen Mischung aus Konzert, Theater, Performance, Weinverkostung, Selbsterfahrungskurs und Malaktion. Unikat.

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.755)


Nachverkaufspreis
€ 1.200   (US$ 1.404)


Peiffer-Watenphul, Max
Ragusa

Los 8272

"Ragusa"
Aquarell auf Velin. 1926.
30 x 44 cm.
Oben rechts mit Bleistift monogrammiert "M. P. W.", datiert und betitelt.
Nicht bei Watenphul/Pasqualucci.

Peiffer-Watenphul zeichnet den Blick auf die Insel Lacroma (Lokrum) in der kroatischen Adria bei Ragusa. An einer Palme vorbei und über die roten Hausdächer hinweg schaut man weit übers Meer, in dem links die dunkel bewachsene Insel im Abendlicht liegt. 1919 wurde Max Peiffer-Watenphul Schüler am Bauhaus in Weimar. Von Walter Gropius erhielt er die Erlaubnis, in allen Werkstätten zu hospitieren. Er bekam ein eigenes Atelier und besuchte den Vorkurs von Johannes Itten. In diese Zeit fällt der Beginn der Freundschaft mit Oskar Schlemmer, Wassily Kandinsky, Gerhard Marcks, Josef Albers, Paul Klee, Kurt Schwitters und Else Lasker-Schüler. Bis Ende 1923 hatte Peiffer Watenphul seinen Wohnsitz in Weimar. Ab 1920 war er Mitglied im Künstlerbund "Das Junge Rheinland“ in Düsseldorf, befreundet mit Otto Dix, der ihn porträtierte, Werner Gilles, Otto Pankok und Max Ernst. Der Galerist Alfred Flechtheim nahm Max Peiffer-Watenphul unter Vertrag und sicherte ihm so finanzielle Unabhängigkeit. 1926 reiste er mit Maria Cyrenius, einer ehemaligen Mitschülerin am Bauhaus, nach Ragusa. 1927 bis 1931 war er Lehrer für allgemeinen künstlerischen Entwurf an der Folkwangschule in Essen.
Verso ein weiteres Aquarell von Max Peiffer-Watenphul, "Gasse in Ragusa".

Schätzpreis
€ 3.500   (US$ 4.094)


Nachverkaufspreis
€ 2.500   (US$ 2.925)


Peiffer-Watenphul, Max
S. Angelo

Los 8273

"S. Angelo"
Aquarell auf Fabriano-Bütten. 1940.
33,6 x 48,4 cm.
Oben links mit Bleistift signiert "Peiffer-Watenphul", datiert und betitelt.
Nicht bei Watenphul/Pasqualucci.

Seit 1937 reiste Peiffer-Watenphul immer wieder nach Ischia, das ihn zum Malen besonders anregte. Hier zeichnet er den Blick auf Sant'Angelo, den er auch in zahlreichen Bleistiftzeichnungen desselben Jahres festhielt (Watenphul/Pasqualucci Z 172-175). Die menschenleeren Landschaften der Insel erfasst der Künstler in seinen Aquarellen in stiller Helligkeit. Das fein ausbalancierte Bildgefüge zeugt von sensibler Erfassung der räumlichen Dimension der Landschaft. Ohne die Gegenständlichkeit zu verlassen, entfaltet sich in einer durch Licht und Farbe rhythmisierten Weite ein tiefsinniges Bekenntnis zu dieser idyllischen Natur, indem der Künstler nicht nur das Gesehene erfasst, sondern die empfundenen Stimmungen überzeugend wiedergibt.
Charakteristisch für die aquarellierten Ansichten von Ischia ist das Querformat.

Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.808)


Nachverkaufspreis
€ 1.800   (US$ 2.106)


Penck, A.R.
Grafik - Keramik

Los 8274

Grafik - Keramik 1992/1993
Katalog mit zahlreichen unpaginierten Seiten sowie lose beiliegender Kaltnadel auf festem Velin und Keramikobjekt. Roter Leinenband mit Deckelillustration, lose in roter Leinenkassette. 1993.
13,8 x 12,8 cm (27,5 x 23,6 cm, Radierung) bzw. 8 x 6 x 4,5 cm (Keramik).
Die Radierung signiert "ar. penck" sowie in der Kassette nochmals signiert und numeriert. Auflage 100 num. Ex.

Herausgegeben von den Galerien Michael Schultz und Kattrin Kühn, Berlin 1993. Eines von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit beiliegender Radierung und mit dem Keramikobjekt, aus einer Gesamtauflage von 600 Exemplaren.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.053)


Nachverkaufspreis
€ 700   (US$ 819)


Plenkers, Stefan
Abstrahierte Figuren

Los 8276

Abstrahierte Figuren
Acryl auf Spiegelglas. 1996.
113,5 x 97 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Schwarz und Weiß monogrammiert "S P", oben datiert.

Die Sicht von Innen nach Außen verstellt Stefan Plenkers durch eingeschobene Wände, durch halb geschlossene Türen oder ineinander verschachtelte Gemälde. Sie stoßen abrupt aufeinander und verkanten, sodass sich der Betrachter seinen Weg durch das Bild erst suchen muss. Die Motive bringt der Maler dabei mehr und mehr flächig zur Geltung und verknappt sie dabei zusehends. Dieses feine Gespür für die Lineatur verdankt sich seiner langjährigen Beschäftigung mit der Grafik. Von dort aus gelangte Stefan Plenkers zur Malerei.

Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 2.106)


Nachverkaufspreis
€ 1.500   (US$ 1.755)


Pissarro, Camille
Marché à Pontoise

Los 8283

"Marché à Pontoise"
Radierung mit Kaltnadel in Dunkelbraun auf Japan. 1888.
10 x 6,4 cm (18,5 x 14,8 cm).
Betitelt und bezeichnet "cuivre" und "2e état n° 1".
Delteil 75 II (von III).

Einer von nur zwei Abzügen dieses Druckzustandes; es existieren weiterhin lediglich fünf Frühdrucke des dritten Zustandes. Kräftiger, differenzierter Druck mit breitem Rand. Frühdruck, extrem selten.

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.680)


Nachverkaufspreis
€ 3.000   (US$ 3.510)


Rudolph, Wilhelm
Planwagen

Los 8303

Planwagen
Holzschnitt auf Japanbütten. 1923.
29,7 x 29,7 cm (40,7 x 32,7 cm).
Signiert "Wilhelm Rudolph".
Söhn HDO 72717-7.

Kräftiger Druck mit kleinem Rand. Erschienen in einer Auflage von 25 Exemplaren in der Vorzugsausgabe "Die Schaffenden" V. Jahrgang, 1. Mappe, 1924.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 468)


Nachverkaufspreis
€ 250   (US$ 292)


Schad, Christian
Der Prüfer

Los 8304

"Der Prüfer"
Tempera und Feder über Bleistift auf Velin. 1951.
44 x 31,5 cm.
Auf dem Passepartout signiert "Christian Schad", datiert und betitelt.

"Die 1950er Jahre in Deutschland stehen im Zeichen eines tastenden Neuanfangs. In den Ausstellungen werden für eine neue Generation die diffamierten Künstler der Vergangenheit gezeigt, Ansätze für eine neue Malerei sind jedoch, anders als in Frankreich, kaum erkennbar. In Paris werden trotz der eindeutigen Vorherrschaft der "Ecole de Paris", die sich noch bis 1965 behaupten kann, neue Künstler wie Chaissac, Dubuffet, Fautrier, Michaux, Requichot oder Wols zumindest aufmerksam beobachtet. Als offizielle Kunstrichtung angesagt sind die abstrakten amerikanischen Künstler. Christian Schad, mit seinen großen und heute weltberühmten Bildern der 1920er und frühen 1930er Jahre, ist noch immer ein völlig Unbekannter, im Abseits aller zeitlichen Tendenzen. In der Rückbesinnung auf die von Dada verkündeten Freiheiten der Kunst entstehen in der Aschaffenburger Isolierung, sein Berliner Atelier wurde 1944 zerstört, surrealistische Traum- und Albtraumbilder in Tempera und Aquarell als Reaktion auf eine Zeit, die ihn beutelt und mit Krankheit peinigt.
Der Prüfer von 1951 gehört zu den vielleicht fünfzehn relativ großformatigen Arbeiten dieses Jahres, deren Verbleib unbekannt ist. Ein seltenes Blatt von hoher maltechnischer und künstlerischer Qualität in völlig frischer Erhaltung. Dadaistische Einschließungen wie der senkrechte schwarze Pinselstrich bleiben eine Konstante im Werk Christian Schads." (Günter A. Richter).


Provenienz: Atelier des Künstlers
Privatsammlung Süddeutschland

Schätzpreis
€ 7.000   (US$ 8.189)


Nachverkaufspreis
€ 6.000   (US$ 7.020)


Schleime, Cornelia
Hawaii - Tagebuch

Los 8306

Hawaii - Tagebuch
Gouache auf violettem Velin, lose in: "Hawaii - Tagebuch". 92 Seiten in Orig.-Kartoneinband. 2009.
28,9 x 19,5 cm.
Unten mittig mit Pinsel in Weiß signiert "C.M.P. Schleime" und datiert.

Die Gouachen, welche ausschließlich für diese Edition angefertigt wurden, beschäftigen sich thematisch mit allen Arten von Fabelwesen. Von der Galerie Michael Schultz, Berlin, in einer Auflage von 200 Exemplaren herausgegebenes Faksimile des Tagebuchs anlässlich Cornelia Schleimes Hawaii-Reise von Dezember 1998 bis Januar 1999.

Schätzpreis
€ 800   (US$ 936)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 702)



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