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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Lose im Nachverkauf

Katalog Moderne Kunst Teil I » zur Kunstabteilung
Moderne Kunst Teil I Auktion 110, Sa., 2. Dez., 15:00 Uhr


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Kapitel Moderne Kunst Teil I / Modern Art Part I (Lose 8000 - 8359) » Kapitelwahl

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Hauptbild Beschreibung Status
Hack, Klaus
Kleid (körperlos)

Los 8145

Kleid (körperlos)
Öl auf Karton, auf Holz aufgelegt. 1999-2004.
100 x 80,5 cm.
Verso oben links mit Bleistift signiert "Klaus Hack" und datiert.

Malerisches Werk des eigentlich ganz auf Bildhauerei spezialisierten fränkischen Künstlers Klaus Hack. Im Künstlerrahmen. Seine Werke sind nicht nur in bedeutenden Firmensammlungen und Ministerien vertreten, sondern haben auch Einzug gefunden in die Sammlung der Bayerische Staatsgemäldesammlung, dem Museum Kunstpalast, Düsseldorf oder dem Museum Lothar Fischer, Neumarkt/Oberpfalz. Im Künstlerrahmen.

Provenienz: Galerie Ohse, Bremen
Privatsammlung Berlin

Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 2.106)


Nachverkaufspreis
€ 1.500   (US$ 1.755)


Heldt, Werner
Das Fleisch

Los 8149

"Das Fleisch"
Bleistift, leicht gewischt, auf Velin. Um 1922.
28 x 22 cm.
Oben mittig mit Bleistift betitelt und verso bezeichnet mit Seels Inventarnummer "Nr. 242".
Seel 8.

In "unschuldiger Direktheit" und "mit jungenhafter Lust an deftigen Szenen" (vgl. Schmied, S. 24) zeichnet Heldt den Trinker, der, dem Drang seines Fleisches gehorchend, mit ausholender Geste eine neue Bestellung ordert. So tritt Heldt mit seinem Frühwerk - 1922 entstehen seine ersten Arbeiten - in die Fußstapfen seines Freundes und Vorbildes Heinrich Zille, dem er auf seinen Zech- und Zeichentouren durch die Kneipen folgt.

Provenienz: Sammlung Eberhard Seel

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.755)


Nachverkaufspreis
€ 1.000   (US$ 1.170)


Heldt, Werner
Die Waldkonditorei II

Los 8150

"Die Waldkonditorei" II
Bleistift, leicht gewischt, auf Velin. 1929.
31,5 x 24 cm.
Unten links unleserlich mit Bleistift signiert und datiert, unten mittig betitelt und verso mit dem Nachlaßstempel von Eberhard Seel, dort bezeichnet "Nr. 37".
Seel 152.

In Werner Heldts Zeichnungen aus dem Jahr 1929 ist stellenweise ein gewisser Einfluss Utrillos wahrzunehmen. Einen Anklang dessen lässt auch die Zeichnung "Die Waldkonditorei" spüren. "Die Straßen sind leer, die Fenster verschlossen. Diese Welt wirkt verlassen." (W. Schmied, Werner Heldt, Köln 1976, S. 27). Diese einsame Szenerie hält der Künstler mit breiten, weichen Bleistiftlinien fest, der Duktus ist energisch geschwungen und mit kraftvollen Schraffurbündeln durchsetzt.
Am 25.9.1927 schrieb Werner Heldt das titelgebende Gedicht:

Septembersonntagnachmittag (Die Waldkonditorei)

Schwarze Kiefern starren einsam
In den kalten grauen Himmel;
Sandig schmutzig führt der Fahrweg
An den toten Reihen hin.

Müde kalt und leer ich gehe,
Rostge Töpfe ruhn im Graben.
Rostig kommt ein Drahtzaungitter,
Schimmert: Waldkonditorei.

Trete in Konditorladen.
Keine Seele; Uhr tickt hastig.
Sitze müde auf dem Sofa:
Ist hier der Besitzer tot?

Endlich kommt ein schwarzes Fräulein,
Gähnend; ich muss lange warten,
Bis sie mir den Kaffee bringt.

Kuchen? Nein Fräulein, nichts Süßes!
Macht einszwanzig mit Bedienung.
Müde geb ich ihr das Geld.

Müde sitz ich auf dem Sofa,
Hastig tickt die Uhre einsam;
Marmortisch und roter Plüsch.

Provenienz: Sammlung Eberhard Seel

Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.808)


Nachverkaufspreis
€ 1.800   (US$ 2.106)


Heldt, Werner
Calle Mayor de Andraitx

Los 8153

"Calle Mayor de Andraitx"
Kohle, leicht gewischt, auf Ingres-Bütten. Um 1934.
62,8 x 47 cm.
Verso mit Kohlestift signiert "Werner Heldt", betitelt und mit der Nummer "50.".
Seel 270.

Auf Mallorca lebt Heldt in ärmlichen Verhältnissen. Die Hauptstraße seines Wohnortes Andraitx zeichnet er liebevoll, die Fassaden der bescheidenen, etwas schiefen Häuser treffend schattiert. "In Mallorca entstehen seine schönsten Landschaftszeichnungen, Hügel und Hohlwege, dörfliche Straßen und abgelegene Höfe." (Wieland Schmied, Werner Heldt, Köln 1976, S. 31). "In Berlin wie auf Mallorca - in dem Ort Andraitx - formt er zwischen 1929 und 1939 seine Kunst zum Persönlichen aus, unverwechselbar in ihrer sachlichen Poesie der Mehrschichtigkeit des Empfindens." (Diether Schmidt, in: Werner Heldt, Ausst.-Kat. Kunsthalle Nürnberg, S. 82).

Provenienz: Sammlung Siegfried Enkelmann, München


Ausstellung: Kestner Gesellschaft, Hannover 1968, Kat.-Nr. 226
Kunsthalle Nürnberg 1989, Kat.-Nr. 55

Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.808)


Nachverkaufspreis
€ 1.800   (US$ 2.106)


Heldt, Werner
Friedhof bei Andraitx

Los 8154

"Friedhof bei Andraitx"
Bleistift, leicht gewischt, auf Velin. Um 1935.
32,5 x 25,4 cm.
Verso mit Bleistift betitelt und mit dem Nachlaßstempel von Eberhard Seel, dort bezeichnet "Nr. 230".
Seel 326.

Werner Heldt verließ 1933, unmittelbar bei Beginn der Herrschaft der Nationalsozialisten und innerlich bereits auf die "Machtergreifung" vorbereitet, seine Heimat Berlin und flüchtete nach Mallorca. Hier wählte Heldt sich das malerische Städtchen Andraitx als einen seiner Wohnorte. Im Exil entstand eine Reihe typischer Ansichten, meist mit Bleistift gezeichnet. Unsere Zeichnung zeigt den menschenleeren Friedhof von Andraitx mit seinen marmornen Grabmonumenten rechts und links.

Provenienz: Sammlung Eberhard Seel
Sammlung Dr. Irene von Reitzenstein

Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.808)


Nachverkaufspreis
€ 1.800   (US$ 2.106)


Holmead
Contre-jour

Los 8162

"Contre-jour"
Öl auf Leinwand, auf Karton kaschiert. 1960.
61 x 76 cm.
Unten links mit Pinsel in Rot signiert "Holmead", unten rechts in Blau monogrammiert "HP" und datiert, verso nochmals signiert, datiert und betitelt.

Expressive Landschaft in der Dämmerung, dynamisch-pastoser Farbauftrag mittels Spachteltechnik. Kraftvolle Farb- und auch Helldunkelkontraste verleihen der Darstellung ein harmonisches Leuchten. Die bewegten Farbmassen fließen und wirbeln geradezu durch die Komposition, so dass sich die Gegenständlichkeit teilweise auflöst und stattdessen Spontaneität und Großzügigkeit die Darstellung beherrschen.

Provenienz: Privatsammlung Brüssel

Schätzpreis
€ 2.500   (US$ 2.925)


Nachverkaufspreis
€ 2.000   (US$ 2.340)


Kesting, Edmund
Christuskopf

Los 8176

"Christuskopf"
Aquarell, Kohle, Bleistift und Collage auf glatten Japan. Wohl vor 1920.
57,8 x 44 cm.
Unten links mit Bleistift signiert Ed Kesting", verso mit Farbstift in Rot betitelt sowie mit dem Namensstempel des Künstlers.

Bedeutende, ausdrucksstarke und sicherlich frühe Arbeit, in der Kesting in einzigartiger Weise expressionistische und kubistische Formensprache mit Collage vereint. Das vorliegende Werk dürfte ein Vorläufer der nach 1920 entstandenen reinen "Papierklebebilder" sein, die Kesting als "Schnittgraphiken" bezeichnete. Auch das Thema lässt auf eine Entstehung deutlich vor 1920 schließen, zumal 1915 eine Mischtechnik mit dem Titel "Der Dornengekrönte" entstand und bei vielen Künstlern die Christusfigur stellvertretend für das Leiden im Ersten Weltkrieg stand. "Die Einberufung zum Ersten Weltkrieg unterbrach 1916 seinen Studiengang. Kriegserlebnisse veränderten eine ganze junge Künstlergeneration, auch Kesting erhielt von Altersgenossen mehr Wegweisung zum Formulieren seiner Erlebnisse als aus der empfangenen Akademieausbildung. Er faßte die Ereignisse in ekstatischen Linolschnitten, die der Grafik des 'Blauen Reiter' näherstanden als den spröden Langholzschnitten der 'Brücke'; gebündelte oder konzentrierte Lichtstrahlen hoben Gegenstände und Gestalten scharf aus dem umgebenden Dunkel. Die Bildvorwürfe führten vom 'Soldatenleben' zum sozialen Engagement; auf dem Weg vom anklagenden Einzelschicksal zur Systemkritik wurden seine Blätter zunehmend abstrakter, auch begann er zeittypisches Material in erste Collagen einzubeziehen. Kesting war ein Künstler von universalen Ansprüchen. Seinem Drang, die Welt zu ordnen, genügten weder die traditionellen Mittel von Malerei und Grafik, noch deren beschränkte Wirkungsmöglichkeiten." (Heinz Schönemann, in: Edmund Kesting - Malerei, Grafik, Fotografie, Filmmuseum Potsdam, 1983).

Provenienz: Privatbesitz Berlin

Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 7.020)


Nachverkaufspreis
€ 4.000   (US$ 4.680)


Kirchner, Ernst Ludwig
Mädchen mit Hut

Los 8177

Mädchen mit Hut
Kreidelithographie auf weichem Löschpapier. 1908.
33,2 x 40,4 cm (44 x 54,3 cm).
Von Erna Kirchner signiert sowie bezeichnet "Handdruck".
Dube L 61, Gercken 218.

Günther Gercken spricht in seinem Verzeichnis zu Kirchners druckgraphischem Werk von bisher fünf bekannten Exemplaren dieses Druckes. Kirchner arbeitete meist mit Feder, Pinsel oder Kreide direkt auf den Stein und experimentierte auch mit weiteren Techniken. Unter Einbeziehung der Ränder des druckenden Steines, die hier eine locker gebrochene Rahmung bilden und optisch die Fragilität der Zeichnung unterstützen, gelang es Kirchner, aus einer spontan gesehenen Szene eine bleibende Komposition zu formen. Schön nuancierter Druck mit Rand.

Schätzpreis
€ 15.000   (US$ 17.550)


Nachverkaufspreis
€ 13.000   (US$ 15.209)


Klein von Diepold, Julian
Winterlandschaft

Los 8182

Winterlandschaft
Öl auf fester Malpappe.
31,5 x 41,8 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Dunkelrot monogrammiert "KvD", verso signiert "J. Klein v. Diepold".
Nicht bei Lasius.

Eine der seltenen Winterdarstellungen Julian Klein von Diepolds. Aus der hochgradig sensiblen Nuancierung von zarten Braun- und Violettönen entsteht mit breitem, weichem Pinsel in lockerem Duktus eine kühl schimmernde Winterlandschaft. Die weite, verschneite Fläche dominiert die untere Bildhälfte, im Hintergrund rechts leuchtet aus dem Violett eine leicht erhöhte, von der Wintersonne orange gefärbte Burg. Nach erstem Unterricht beim Vater, einem Historien- und Porträtmaler, studierte Klein von Diepold 1886 bis 1888 an der Düsseldorfer Kunstakademie und anschließend bis 1893 an der Akademie für Schöne Künste in Antwerpen, wo er die Zeichen- und Bildhauerklasse besuchte. Intensiv setzte er sich mit der niederländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts und mit dem Impressionismus auseinander. Nach Aufenthalten in Italien und in Paris ließ er sich in Berlin, später auch in Ostfriesland nieder. Klein von Diepold zeigt sich in seiner Motivwahl und der Darstellung von Licht und Wasser deutlich den Impressionisten verbunden. Durch die expressive Pinselführung und die lebhafte Oberflächenwirkung der pastosen Farbe zeigt sein Schaffen eine Nähe zu Lovis Corinth, der ihn in seiner Berliner Zeit 1914-1919 sehr beeindruckte. Verso auf Klebeetikett mit der Nummer "12158".

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.755)


Nachverkaufspreis
€ 1.000   (US$ 1.170)


Klein von Diepold, Julian
Vorfrühling

Los 8183

Vorfrühling
Öl auf Holz.
34 x 23 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Rotbraun monogrammiert "KvD".
Nicht bei Lasius.

Aus pastos aufgetragenen Farbmassen in frühlingshaft-zurückhaltendem Kolorit modelliert Klein von Diepold die - wohl ostfriesische - Landschaft. Die erwartungsvolle Stimmung der Szenerie findet einen Widerhall in der lebhaften Oberflächengestaltung. "Es ist Klein von Diepolds Verdienst, das Charakteristische dieser Landschaft erfaßt zu haben. Neben der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Licht- und Luftverhältnissen und den Helldunkelkontrasten fesselte ihn besonders das wechselnde Erscheinungsbild des Wassers. Sowohl bei den italienischen wie auch bei den ostfriesischen Landschaften spielte die Darstellung des Wassers mit den Lichtreflexen und den Spiegelungen der Landschaft eine entscheidende Rolle. In kaum zu übertreffender Manier gab Klein von Diepold die Trugbilder auf der Wasseroberfläche wieder. In der Wahl seiner Motive, in der intensiven Beschäftigung mit dem Licht und der Darstellung der Luft sowie des Wassers zeigt sich Klein von Diepold deutlich dem Impressionismus verhaftet" (Angelika Lasius, Ostfriesische Landschaft, Julian Klein von Diepold, BLO I, Aurich 1993, S. 221 f.). Verso mit handschriftlicher Numerierung "IIX" und "72.401" sowie mit einem Klebeetikett des Thüringer Ausstellungsvereins bildender Künstler, Zentrale Weimar, dort bezeichnet und betitelt sowie mit der Ortsangabe "Düsseldorf" und der Ausstellungsnummer "573".

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.404)


Nachverkaufspreis
€ 900   (US$ 1.053)



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