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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Katalog Moderne Kunst Teil I » zur Kunstabteilung
Moderne Kunst Teil I Auktion 112, Sa., 1. Dez., 15:00 Uhr


» Gesamter Katalog (Lose 8000 - 8370)

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Kapitel Sammlung / Collection Marguerite Schlüter (Lose 8000 - 8016) » Kapitelwahl

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Hauptbild Beschreibung Status
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Arp, Hans
Ombre d'Orient

Los 8000

Ombre d'Orient
Bronze mit rötlichbrauner Patina. 1961.
15 x 8,5 x 7,5 cm.
Auf der Unterseite signiert "Arp". Auflage 10 num. Ex.
Jinaou 219, Trier 247.

Rudimentär ausgebildete menschliche Formen in an- und abschwellenden Rundungen kennzeichnen den drastisch reduzierten Körper. Konvexe und konkave Kurven wechseln sich ab, die gewellten Konturen bleiben im Fluss und erscheinen als momentaner Zustand in einem fließenden Entwicklungsprozess anthropomorpher Körperlichkeit. Sie scheinen etwas Uraltes, zeitlos Menschliches zu umschreiben. Von der Plastik entstand neben dieser kleinen Stückzahl eine weitere Auflage von 100 Exemplaren. Prachtvoller Guss, entstanden bei Clémenti, mit ausdrucksvoll changierender Patina.

Schätzpreis
€ 4.500   (US$ 5.130)


Zuschlag
€ 8.500 (US$ 9.690)


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Arp, Hans
Ohne Titel

Los 8001

Ohne Titel
Bleistift und Aquarell auf Aquarellpapier.
36,3 x 26,6 cm.
Verso unten links mit Bleistift signiert "Arp".

Vorliegende Zeichnung veranschaulicht deutlich, wie eng die unterschiedlichen Medien - Collage, Relief und Zeichnung - bei Arp miteinander verbunden waren. Die amorphen Formen, die in Bleistift hier ausgeführt sind, erinnern deutlich an die zusammengesetzten, zweiteiligen Reliefs von Arp. Der in unterschiedlichen, warmen Erdtönen ausgeführte Hintergrund verstärkt den Eindruck, Arp umschreibe Naturformen, die sich im nächsten Augenblick wieder verändern und zu neuen Gebilden zusammensetzen können.

Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.735)


Zuschlag
€ 1.900 (US$ 2.166)


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Arp, Hans
Découpage No. 18

Los 8002

Découpage No. 18
Messing. 1961.
18,5 x 12 cm.
Rechts signiert "Arp". Auflage 5 num. Ex.
Rau 684.

"Le Découpage" - das Zerschneiden beschreibt eine Arbeitsmethode von Arp: Seine Reliefs oder insbesondere die Gruppe von Découpagen erscheinen wie aus der Fläche herausgeschnittene Werke, die sich in ihrer Vielzahl von Formvariationen wie die Suche nach einer "Urform" gestaltet. "Als 'work in progress' stellen die Reliefs sich dar, wie so oft nach Formen und Motiven verschiedene Werke im gleichen Jahr, und nach Formen und Motiven einander gleichende Werke in verschiedenen Jahren entstanden. Ein Repertoire der Formen wird in den Reliefs exemplarisch die Voraussetzung zu einer systematischen Arbeit: der Abwandlung eines einzelnen Formelementes und der Kombination, Konstellation oder Konfiguration mehrerer Formelemente" (Bernd Rau, in: Hans Arp. Die Reliefs. Oeuvre-Katalog, Stuttgart 1981, S. XXXXVIII.)

Schätzpreis
€ 3.000   (US$ 3.419)


Zuschlag
€ 2.000 (US$ 2.280)


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Arp, Hans
Flaschenkopf (Tête-bouteille)

Los 8003

Flaschenkopf (Tête-bouteille)
Schwarzer Karton, auf Untersatzkarton montiert. 1950er Jahre.
24 x 15,7 cm.
Unten links mit Bleistift signiert "Arp".

Unsere Papierarbeit geht deutlich auf das Relief "Flaschenkopf" zurück, das Arp aus dem Material Pavatex im Jahre 1956 anfertigte (Rau 526). Die seitlichen Abmessungen auf dem Karton deuten auf eine Übertragung in das Medium des Drucks. Es ist bekannt, dass Arp für den Limes-Verlag in Wiesbaden Vorlagen schuf, nach denen die Illustrationen seiner Gedichtbände entstanden. Er benutzte hierbei zahlreiche Formen, die aus seinen unterschiedlichen Schaffensphasen stammen. So geht das 1956 entstandene Relief des Flaschenkopfes auf eine Zeichnung von 1928 zurück.

Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 2.052)


Zuschlag
€ 5.000 (US$ 5.699)


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Arp, Hans
Die Menschen gleichen den Fliegen

Los 8004

Die Menschen gleichen den Fliegen
Aquarellierter Farbholzschnitt auf altem handgeschöpften Bütten. 1963.
32 x 23,3 cm.
Unten links mit Bleistift signiert "Arp".
Arntz 241 Variante von a (von b).

die menschen gleichen den fliegen
die nicht begreifen
warum sie nicht mit dem kopf
durch das glas der fensterscheibe
in das erlösende licht
gelangen können

Hans Arp, 1963

Eine der bei Arntz erwähnten, mit Aquarell überarbeiteten Varianten. Hier mit seltener Gefälligkeitssignatur. Prachtvoller, herrlich satter Druck in Graublau und Schwarz mit teils darüberliegender Aquarellierung in fein nuancierter und schön leuchtender grün-gelber Farbigkeit, mit dem vollen Rand, oben und rechts mit dem Schöpfrand. Beigegeben: Der signierte Holzschnitt "Palette de Nuage (Große Variante)" von Hans Arp, 1950 (Arntz 135 wohl b von c, nicht auf Bütten).

Schätzpreis
€ 5.000   (US$ 5.699)


Zuschlag
€ 4.000 (US$ 4.560)


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Dienst, Rolf-Gunter
Hommage à Apollinaire

Los 8005

Hommage à Apollinaire
Öl auf Leinwand. 1962.
60 x 50 cm.
Verso zweifach mit Pinsel in Rot signiert "R. G. Dienst" und datiert sowie betitelt und mit Richtungspfeil.

Frühes monochromes Gemälde des Künstlers und Kunstkritikers Dienst, einer der prägenden Vertreter der Konkreten Kunst in Europa. Wiederkehrendes Element in Diensts Malerei ist ein von ihm erfundenes, kalligrafisches Zeichen. Es wirkt wie ein Kürzel, bleibt jedoch inhaltlich leer. Sein Sinn besteht darin, als grafisches Emblem in den malerischen Prozess eingebunden und in variierenden Bewegungsformen aneinandergereiht zu werden. Als Impuls und assoziative Folie dienten literarische Werke, wobei es Dienst nicht darum ging, die Texte zu illustrieren, sondern die von ihnen erzeugten Stimmungen in Bildsprache umzusetzen. 1918 wurde Apollinaires Gedichtesammlung "Calligrammes" veröffentlicht.

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.709)


Zuschlag
€ 3.400 (US$ 3.875)


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Ernst, Max
Probedruck zu "Das Schnabelpaar"

Los 8006

Probedruck zu "Das Schnabelpaar"
Aquatinta auf BFK Rives-Velin. 1953.
23,6 x 18 cm (38 x 27,8 cm).
Signiert "Max Ernst", bezeichnet „Epreuve d’essai“ und gewidmet.
Vgl. Spies/Leppien 56, IV und A IV.

Dieser Probe- oder Arbeitsdruck entstand im Kontext zu Max Ernsts Mappenwerk "Das Schnabelpaar", das insgesamt acht Farbradierungen und ein Gedicht umfasst und 1953 bei Ernst Beyeler in Basel verlegt wurde. Die Gräser und der Mond unserer Aquatinta finden sich in dem Blatt IV des Mappenwerkes überarbeitet und nur noch schemenhaft im Hintergrund wieder. Der in der Literatur bekannte Zustandsdruck A IV ist noch ohne die blaue Aquatinta und ohne das obere Kreissegment sowie mit einer Farbvariante. Vorliegender Druck muß demnach bereits vor dem bekannten Zustandsdruck entstanden sein. Ernst scheint die Drucke oft überarbeitet zu haben, bis er die Endfassungen für jeden einzelnen gefunden hatte. Gewidmet ist unser Blatt der Autorin Thea Sternheim, die am 24. September 1953 in ihrem Tagebuch notierte, dass für das Gedicht "Das Schnabelpaar" Max Ernst noch zwei neue Worte eingefallen wären. Thea Sternheim war mit Marguerite Schlüter, der Verlegerin des Wiesbadener Limes Verlags, befreundet. Sternheim erwähnt in einigen Tagebucheinträgen den Besuch der jungen Marguerite Schlüter auf der Rückreise von Ascona in ihrem Haus. Es handelt sich bei vorliegendem Blatt um ein herausragendes Zeitzeugnis der künstlerischen Kreise und ihrer Verbindungen. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand bzw. mit dem Schöpfrand.
Wir danken Dr. Jürgen Pech für wertvolle Hinweise.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.367)


Zuschlag
€ 1.500 (US$ 1.709)


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Gaitis, Yannis
Vier Figuren in Landschaft

Los 8007

Vier Figuren in Landschaft
Öl auf Leinwand. Um 1965.
65 x 81 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Schwarz signiert "Gaïtis".

Yannis Gaïtis wurde berühmt für seine anonymisierten, zu völliger Gleichförmigkeit abstrahierten Menschen, die für die Uniformität und Sterilität der Massen im gesellschaftlichen Zusammenleben stehen. Unser Gemälde entstand vor dieser Spätphase in seinem Schaffen. Schon hier sind es nicht Individuen, die Gaïtis schildert, sondern nur angedeutete Schemen von Gesichtern, Rundköpfe auf abstrahierten Körpern in Schwarz und Weiß.

Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.735)


Zuschlag
€ 4.000 (US$ 4.560)


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Masson, André
Im Namen der Republik!

Los 8008

Im Namen der Republik!
Gouache über Bleistiftvorzeichnung auf Velin. 1961.
24 x 18,5 cm.
Unten links mit Pinsel in Grau signiert "André Masson".

Entwurf zu Massons Einbandgestaltung für A. F. de Sade, Im Namen der Republik, erschienen beim Limes-Verlag, Wiesbaden 1961. Dieser Entwurf fand für den Umschlag keine Verwendung. Anfangs war Masson vom Kubismus beeinflusst. Er hatte zu Beginn der 1920er Jahre in der Rue Blomet in Paris ein Atelier; sein Nachbar, mit dem er Freundschaft schloss, war Joan Miró. 1924 schloss er sich den Surrealisten an, verließ diese jedoch bald wieder, als die Gruppe um André Breton zerstritten war. Masson ist einer der ersten Maler, die bewussten Zugang zum Irrationalen, Unbewussten suchen. In seinen Werken ist eine existenzielle Unruhe zu finden, welche die beiden Weltkriege und Krisen der Zeit widerspiegelt. Beigegeben: Handschriftlicher Begleitbrief Massons an die Verlegerin Marguerite Schlüter, mit dem der Künstler ihr zwei Entwürfe zur Auswahl schickte, der hier vorliegende auf der Vorderseite des Schreibens zusätzlich skizziert; zudem eine weitere Umschlagzeichnung (Lithographie) Massons für seine eigene Essaysammlung "Eine Kunst des Wesentlichen", hier möglicherweise die kolorierte Druckvorlage, der Band zusätzlich beigegeben, erschienen beim Limes-Verlag Wiesbaden, 1961, sowie eine signierte Lithographie von André Masson.

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.709)


Zuschlag
€ 1.900 (US$ 2.166)


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Picasso, Pablo
Cavalier and horse

Los 8009

Cavalier and horse
Keramikkrug mit farbiger Glasurmalerei und Messergravuren, innen glasiert und bemalt. 1952.
21,5 x 15 x 19 cm.
Auf der Unterseite bezeichnet "Edition Picasso" und "Madoura" sowie dort mit zwei Prägestempeln. Auflage 300 num. Ex.
A. Ramié 138.

Eine lebendige Bemalung in Blau, Rot, Grün und Schwarz verteilt sich harmonisch über die Flächen und Wölbungen des Kruges. "Picassos keramisches Werk baut sich mit seiner Ausdrucksfülle wie ein wunderbares Universum auf (...) In seinem gesamten keramischen Epos hat er immer wieder den köstlichen Frieden des Geistes, die heitere Sanftmut glücklicher Zeiten, die fruchtbare Freude völlig freien Schaffens besungen." (G. Ramié, S. 55/58).

Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 6.839)


Zuschlag
€ 11.000 (US$ 12.539)



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