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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Katalog Moderne Kunst Teil I » zur Kunstabteilung
Moderne Kunst Teil I Auktion 112, Sa., 1. Dez., 15:00 Uhr


» Gesamter Katalog (Lose 8000 - 8370)

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Willig, Heinz
Anja 19

Los 8353

Anja 19
Bronze mit goldbrauner Patina. 2009.
35 x 50 x 22 cm.
Unter der Sitzfläche signiert "H. WILLIG" und datiert sowie mit dem Gießerstempel "Guss Strehle". Auflage 12 num. Ex., bisher nur 2 Exemplare gegossen.

Anja, ein schönes junges Modell, sitzt auf einem schlichten, eckigen Schemel. Die Beine der jungen Frau sind weit gespreizt, so dass sie rechts und links an den Seitenkanten des Hockers aufliegen und nur die Fußspitzen den Boden berühren, ihre rechte Hand stützt sie in der Mitte vor dem Körper auf die Kante des Schemels. Sie beugt sich so weit nach links unten, dass ihre linke Hand auf dem Boden aufliegt und ihr Blick direkt nach unten fällt. Die etwas raue Oberfläche verwandelt das auf die Bronze fallende Licht in ein weiches, samtiges Schimmern. Von allen Seiten gleich schön ist die Plastik, deren komplexes Gefüge von Kompositionslinien jede mögliche Silhouette zu einer Entdeckung werden lässt. Die Balance zwischen stiller Versenkung und Öffnung zur Außenwelt, zwischen Geschlossenheit und Offenheit ist souverän gewahrt.
Heinz Willig schuf bereits 1949 erste plastische Arbeiten. 1951 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin, überwiegend in der Klasse für Bildhauerei bei Ludwig Gabriel Schrieber, der ihm vor allem Constantin Brâncuși und Juan Gris, dann auch Georges Seurat, Oskar Schlemmer und Henri Laurens als Vorbilder vermittelte.
Prachtvoller Guss mit herrlich schimmernder Patina, hergestellt von Otto Strehle, Winhöring.

Schätzpreis
€ 3.000   (US$ 3.419)


Zuschlag
€ 2.100 (US$ 2.394)


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Winter, Fritz
Abstrakte Komposition

Los 8354

Abstrakte Komposition
Aquarell und Pinsel in Schwarz auf handgeschöpftem, schwerem Japan. 1929.
43 x 29,5 cm.
Unten rechts mit Feder in Schwarz monogrammiert "FW" und datiert.

Eindrucksvolle Arbeit aus dem Frühwerk Fritz Winters, entstanden während seiner Studienzeit am Bauhaus in Dessau. Zart und pastellartig verschwimmen die Rot- und Gelbtöne hinter dem ausdrucksstarken Gerüst aus schwarzen, zeichenhaften Formen. Die gesamte Komposition erzielt durch ihre verwischt-verschwommene Malweise einen träumerisch-fließenden Eindruck.
"In der Aquarelltechnik sind wenige Arbeiten vorhanden. Sie stammen alle aus dem Jahr 1928 (...) Der Strich ist bewegt, ausdrucksvoll und nicht sensibel, wie er in einer differenziert angewandten Aquarelltechnik wirken kann. Die Zeichnung ist 'alla prima' in einem Arbeitsgang entworfen, Gelb, Blau oder Rot werden nur schwach kolorierend eingesetzt." (Gabriele Lohberg, in: Fritz Winter. Leben und Werk, München 1986, S. 37).


Provenienz: Sammlung Ströher
Galerie Rudolf, Heidelberg
Privatbesitz Berlin

Schätzpreis
€ 2.500   (US$ 2.849)


Zuschlag
€ 2.600 (US$ 2.963)


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Wool, Christopher
Ohne Titel

Los 8355

Ohne Titel
1 Bl. Impressum und 6 Heliogravüren auf Zerkall-Bütten. Lose in Orig.-Halbleinenmappe. 1997.
65 x 50 cm.
Alle Graphiken verso signiert "Wool" und datiert. Auflage 30 num. Ex.

Auf der Handpresse von Kurt Zein in Wien gedruckt und verlegt von der Portfolio Kunst AG, ebenfalls Wien. Jeweils prachtvolle Drucke mit dem vollen Rand.

Schätzpreis
€ 2.500   (US$ 2.849)


Zuschlag
€ 2.800 (US$ 3.191)


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Zangs, Herbert
Verweißung

Los 8356

[*] Verweißung
Objektcollage. Baumwolle, verweißt mit Dispersionsfarbe auf Hartfaserplatte, montiert in Objektkasten. Um 1978.
34 x 86 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Zangs".
Martelaere 2094.

Charakteristische Arbeit aus der Gruppe der "Verweißungen". Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte Zangs an der Kunstakademie Düsseldorf, u. a. bei Otto Pankok. Gemeinsam mit Günter Grass, den er während des Studiums kennenlernte, war er Türsteher im Lokal Csikós in der Düsseldorfer Altstadt. Grass interessierte sich sehr für Zangs' Kriegserlebnisse und bedachte ihn in der Figur des Malers Lanke in seinem Roman "Die Blechtrommel". Von seinen zahlreichen Künstlerbekanntschaften seien hier nur die mit Joseph Beuys, Adolf Luther, Wols, Lothar Quinte und Albert Camus erwähnt. Insbesondere die ZERO-Künstler sehen in Zangs einen richtungsweisenden Bahnbrecher, der lange vor ZERO neue, verwandte Ausdrucksformen prägt und vorwegnimmt. Ab 1952 entstehen die ersten "Verweißungen", mit denen Zangs geweißte Strukturen und Alltagsgegenstände in Objekten und Collagen verarbeitet, und mit denen er seinen im Krieg gesammelten Eindrücken von den schneebedeckten Flächen Skandinaviens Ausdruck verleiht. Diese Arbeiten wurden erst Jahre später durch Adolf Luther bekannt, mit dem Zangs eng befreundet war und dem er viele Werke schenkte.
Mit Kopie eines Fotozertifikats von Emmy de Martelaere vom 5.1.2016, Nr. 16-01-316, in ihrem Archiv verzeichnet unter der Nummer 2094. Unikat.

Schätzpreis
€ 9.000   (US$ 10.260)


Nachverkaufspreis
€ 8.000   (US$ 9.120)


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Zille, Heinrich
Zille, im Regen zeichnend

Los 8357

Zille, im Regen zeichnend
Kolorierte Lithographie auf JWZanders-Bütten. 1919.
16/28 x 21 cm (39 x 27,5 cm).
Signiert "H. Zille".
Rosenbach 61 b (von c).

Blatt 3 des Zyklus "Zwanglose Geschichten und Bilder", erschienen im Verlag Fritz Gurlitt, Berlin. Eines der bei Rosenbach erwähnten kolorierten Exemplare. Ausgezeichneter Druck mit dem vollen Rand. Mit herrlich leuchtendem Kolorit selten.

Schätzpreis
€ 3.000   (US$ 3.419)


Zuschlag
€ 2.000 (US$ 2.280)


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Zille, Heinrich
Restaurant zum Nussbaum

Los 8358

Restaurant zum Nussbaum
Lithographie auf Bütten. 1919.
25 x 20 cm (39 x 27,8 cm).
Signiert "H. Zille".
Rosenbach 63 b (von c).

Blatt 5 der Folge "Zwanglose Geschichten und Bilder", erschienen im Verlag Fritz Gurlitt, Berlin 1919. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand, rechts und unten mit dem Schöpfrand. Beigegeben: Zwei weitere Lithographien von Heinrich Zille, aus: "Komm, Karlineken, komm!": "Familie auf dem Balkon" und "Sechs Kinder beim Fußballspiel", 1924 (Rosenbach 195 und 207).

Schätzpreis
€ 750   (US$ 854)


Zuschlag
€ 950 (US$ 1.083)


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Zille, Heinrich
Mutta, wat kochste?

Los 8359

Mutta, wat kochste?
Lithographie auf faserigem Velin. 1919.
23,8 x 18,2 cm (37,9 x 27 cm).
Signiert "H. Zille".
Rosenbach 74 c.

Blatt 16 des Zyklus "Zwanglose Geschichten und Bilder", erschienen im Verlag Fritz Gurlitt, Berlin. Ausgezeichneter Druck mit dem vollen Rand.

Schätzpreis
€ 500   (US$ 570)


Zuschlag
€ 900 (US$ 1.026)


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Zille, Heinrich
Bei Tübbecke in Stralow 1875

Los 8360

Bei Tübbecke in Stralow 1875
Lithographie auf JWZanders-Bütten. 1919.
27 x 19 cm (39,2 x 27,5 cm).
Signiert "H. Zille".
Rosenbach 75 b (von c).

Blatt 17 aus dem Zyklus "Zwanglose Geschichten und Bilder". Ausgezeichneter Druck mit dem Rand, rechts mit dem Schöpfrand. Beigegeben: Zwei weitere Lithographien von Heinrich Zille aus "Zwanglose Geschichten und Bilder": "Frau Clara" und "Frauen im Gespräch", 1919 (Rosenbach 69 und 103).

Schätzpreis
€ 600   (US$ 683)


Zuschlag
€ 400 (US$ 455)


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Zille, Heinrich
Spielende Kinder vor einer Roßschlächterei

Los 8361

Spielende Kinder vor einer Roßschlächterei
Kolorierte Lithographie auf JWZanders-Bütten. 1919.
16,7/30,6 x 17 cm (39,5 x 28 cm).
Rosenbach 81 b (von c).

Blatt 23 des Zyklus "Zwanglose Geschichten und Bilder", erschienen im Verlag Fritz Gurlitt, Berlin. Eines der bei Rosenbach erwähnten kolorierten Exemplare. Ausgezeichneter Druck mit dem vollen Rand. Mit herrlich leuchtendem Kolorit selten.

Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 2.052)


Zuschlag
€ 1.600 (US$ 1.823)


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Zille, Heinrich
Damenkapelle bei der Probe

Los 8362

Damenkapelle bei der Probe
Kolorierte Lithographie auf JWZanders-Bütten. 1919.
17,8/26,2 x 19 cm (39 x 28 cm).
Signiert "H. Zille".
Rosenbach 82 b (von c).

Blatt 24 des Zyklus "Zwanglose Geschichten und Bilder", erschienen im Verlag Fritz Gurlitt, Berlin. Eines der bei Rosenbach erwähnten kolorierten Exemplare. Ausgezeichneter Druck mit dem vollen Rand. Mit herrlich leuchtendem Kolorit selten.

Schätzpreis
€ 3.000   (US$ 3.419)


Zuschlag
€ 2.600 (US$ 2.963)



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