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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Katalog Moderne Kunst Teil I » zur Kunstabteilung
Moderne Kunst Teil I Auktion 113, Sa., 1. Juni, 15:00 Uhr


» Gesamter Katalog (Lose 8300 - 8579)

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Kapitel Moderne Kunst Teil I / Modern Art Part I (Lose 8300 - 8579) » Kapitelwahl

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Modersohn-Becker, Paula
Bildnis einer Bäuerin

Los 8470

Bildnis einer Bäuerin
Radierung mit Aquatinta auf Velin. Um 1900.
10 x 14 cm (29,2 x 37,4 cm).
Von der Tochter „Tille“ (Mathilde) Modersohn bezeichnet "f. P. M. B./ O. M.", zudem vom Drucker Otto Felsing signiert.
Werner 6 II b.

Druck des zweiten Zustands, mit den tiefer geätzten Partien, dem aufgehellten Mittelgrund und der korrigierten Nasen- und Rückenlinie. Paula Modersohn-Becker wurde zu diesem Blatt angeregt durch Heinrich Vogelers Radierung "Im Frühling", 1897, in der eine junge Frau im Rechtsprofil dargestellt ist, hinter ihr eine Reihe Birken, rechts und links Seitenleisten mit Blüten. Ganz prachtvoller Druck mit dem vollen Rand.

Errata: Entgegen den Angaben im Printkatalog wurde das Blatt nicht von Otto Modersohn postum für seine Frau bezeichnet, sondern von der Tochter „Tille“ (Mathilde) Modersohn.

Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 2.033)


Zuschlag
€ 3.200 (US$ 3.615)


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Morgner, Wilhelm
Lineare Composition I (Akte)

Los 8471

Lineare Composition I (Akte)
Kreide auf Velin. 1912.
49,5 x 69,8 cm.
Unten mittig mit Kreide in Schwarz monogrammiert "WM" (ligiert) und datiert. Verso mit dem Nachlaßstempel "Morgner Nachl(ass)N(ummer) Tappert" (Lugt 1824a) und der handschriftlichen Nummer "786".

"Das Jahr 1912 sollte für Morgner in vielerlei Hinsicht der Höhepunkt seines auf nur wenige Jahre zusammengedrängten Schaffens werden. In bisher nicht gekanntem Maße setzt er sich in dieser Zeit sowohl geistig als als auch künstlerisch mit der zeitgenössischen Avantgarde auseinander, interessante Ausstellungsbeteiligungen ermöglichen ihm den Anschluss an die internationale Kunstszene, und die Veröffentlichung mehrerer (druck-)graphischer Arbeiten in den beiden wichtigsten expressionistischen Kunstzeitschriften 'Der Sturm' und 'Die Aktion' machen sein Werk erstmals einer überregionalen Öffentlichkeit bekannt. (...) Im Sommer 1912 findet Morgner auf der Kölner Sonderbundausstellung in den Werken seiner Zeitgenossen endlich Bestätigung für sein eigenes künstlerisches Bemühen, erkennt aber zugleich die Schwierigkeiten, denen 'überhaupt alle Leute ausgesetzt' sind, die auf dem Weg zur 'reinen Komposition' 'zu rasch mit zu viel Gewalt' vorwärts wollen." (Katrin Winter, in: Ich und die anderen. Wilhelm Morgner: Zeichnungen des Expressionismus, Ausst.-Kat. Münster 2005, S. 87 u. 90).

Schätzpreis
€ 3.000   (US$ 3.389)


Zuschlag
€ 2.800 (US$ 3.163)


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Mueller, Otto
Fünf gelbe Akte am Wasser

Los 8472

Fünf gelbe Akte am Wasser
Farblithographie auf leicht gehämmertem Bütten. 1921.
33 x 43 cm (41 x 52,8 cm).
Monogrammiert "O. M." Auflage ca. 100 Ex.
Karsch 156 c.

Badende in freier Natur: eines der großen Themen im Schaffen Otto Muellers, während und auch nach der "Brücke"-Zeit. In fröhlicher Lebendigkeit bewegen sich hier die Badenixen freizügig in der Natur. Mueller hatte sich zum Ziel gesetzt, seine Empfindungen mit größtmöglicher Einfachheit auszudrücken; dem entspricht die sich auf wenige Farben konzentrierende Kolorierung seiner Lithographien. Das Blatt "Fünf gelbe Akte am Wasser" entsteht, während Mueller seine Lehrtätigkeit an der Breslauer Akademie im Jahr 1921 mit Besuchen in Schleswig-Holstein unterbricht. Aus leuchtendem Gelb und tiefem Kobaltblau bildet sich der plakative und zugleich harmonische Komplementärkontrast, der die Lithographie bestimmt. Weil Mueller verhältnismäßig selten farbige Drucke schuf, überstrahlt ein so lebendiges Blatt wie "Fünf gelbe Akte am Wasser" große Teile seines graphischen Œuvres. Die drei Farbsteine sind herrlich klar zu erkennen und verdeutlichen den Arbeitsprozess des Künstlers: Der schwarze Zeichnungsstein konturiert zunächst die expressiven Mädchenfiguren, die im Wind bewegte Wasseroberfläche und das Dünengras an der Nordsee. Anschließend füllt ein Flächenstein die Akte mit einer einheitlichen, leuchtend gelben Körperfarbe, unabhängig von ihrer Position im Bild, und schließlich ergänzt der Hintergrundstein ein tiefes Kobaltblau für das dekorativ bewegte Meer.
Nach seiner Ausbildung zum Lithographen in Görlitz beginnt Mueller ein Kunststudium in Dresden und München. 1908 zieht er nach Berlin, wo er mit vielen Künstlern verkehrt, sich aktiv an der Gründung der Neuen Secession beteiligt und 1910 Mitglied der Künstlergruppe "Brücke" wird.
Karsch kennt 55 vollsignierte Abzüge. Die Auflage von etwa 100 unnumerierten Exemplaren entstand für den Hyperion-Verlag (Kurt Wolff). Der zu den Hauptblättern zählende Druck in einem prachtvollen, von drei Steinen in Schwarz, Gelb und Kobaltblau gedruckten, leuchtenden und kontrastreichen Abzug auf dem besonders attraktiven gehämmerten Bütten, mit dem vollen Rand, links und oben mit dem Schöpfrand.

Provenienz: Galerie Thomas München (mit deren Klebeetikett auf der Rahmenrückseite)
Privatbesitz Berlin

Schätzpreis
€ 24.000   (US$ 27.119)


Nachverkaufspreis
€ 18.000   (US$ 20.339)


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Moser, Carl
Der Rosengarten

Los 8473

Der Rosengarten
Farbholzschnitt auf hauchdünnem Japanbütten. 1907.
18,3 x 45 cm.
Unten links mit der gedruckten Signatur und Datierung "C. Moser 07", betitelt und bezeichnet "Original-Farbholzschnitt N 43".
Kirschl HS 56.

Den frühesten bekannten Abzug dieses Blattes druckte Moser 1907, der letzte Kirschl bekannte Abzug trägt die Nummer 295; wobei nach Kirschl die Zahl von Abzügen wohl wesentlich überschritten wurde. Moser bezeichnete alle seine Schnitte als "Farbholzschnitt", obwohl er für die mittel- und großformatigen Drucke wohl meist Linolplatten verwendete. Prachtvoller, farbkräftiger Druck der blattfüllenden Komposition.

Schätzpreis
€ 750   (US$ 847)


Zuschlag
€ 3.600 (US$ 4.067)


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Munch, Edvard
Theatre Progamme: Peer Gynt

Los 8474

Theatre Programme: Peer Gynt
Kreidelithographie auf glattem Velin. 1896.
24,7 x 29,8 cm (25 x 31,8 cm).
Woll 82, Schiefler 74 c.

Ankündigung zur Aufführung von Ibsens Drama in der Pariser Zeitung "La Critique". Der französische Schauspieler, Regisseur und Bühnenbildner Lugné-Poe erhielt das Programm zur freien Verteilung am Théâtre de l'Œuvre. Er machte das Publikum mit den skandinavischen Autoren August Strindberg und Henrik Ibsen vertraut. Klar zeichnender und kräftiger Druck, unten und rechts mit kleinem Rand.

Schätzpreis
€ 3.000   (US$ 3.389)


Zuschlag
€ 2.400 (US$ 2.711)


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Munch, Edvard
Trauernder Akt

Los 8475

Trauernder Akt
Kreidelithographie auf Similijapan. 1908-09.
27,5 x 11,5 cm (29,4 x 13,3 cm).
Signiert "Edv Munch". Auflage 15 Ex.
Woll 316, Schiefler 285.

Vor der Ausgabe von 60 Exemplaren auf weißem Velin. Die Trauer begleitete Munch sein ganzes Leben lang: Als er fünf Jahre alt war, verstarb seine Mutter. Seine ältere Schwester Sophie wurde bereits im Alter von 15 Jahren ein Opfer der Schwindsucht. Ihren Tod hat er wohl nie verwunden. In seinem Werk setzt Munch sich eingehend mit dem Thema auseinander, auch mit den Emotionen der Hinterbliebenen. Vorliegender, trauernder Akt entstand während eines Klinikaufenthalts in Kopenhagen und variiert das Motiv des 1907 in Warnemünde gemalten Gemäldes "Weinender Akt" aus der Serie "Das Grüne Zimmer". Ganz ausgezeichneter, zeichnerische Werte umsetzender Druck mit schmalem Rand. Sehr selten.

Schätzpreis
€ 10.000   (US$ 11.299)


Zuschlag
€ 7.500 (US$ 8.475)


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Nagel, Otto
Die Parochialkirche

Los 8476

Die Parochialkirche
Pastellkreiden auf braunem leichten Karton. 1940.
54 x 42,5 cm.
Unten links mit Bleistift (schwach leserlich) signiert "O. Nagel" und datiert.
Nicht bei Schallenberg-Nagel.

Mit sicheren, schnellen Strichen zeichnet Nagel die älteste evangelische Kirche Berlins, gelegen zwischen der Klosterstraße, der Parochialstraße und der Waisenstraße direkt hinter der alten Stadtmauer. Fieberhaft malte und zeichnete Otto Nagel in diesem Jahr Bilder aus Berlin, in dem sicheren Gefühl, möglichst vieles vor der drohenden Zerstörung durch Bomben noch festhalten zu müssen. Und tatsächlich: 1944 wurden der Turm und der Innenraum der Kirche durch Brandbomben zerstört. Motivisch vergleichbar ist Nagels Zeichnung "Marienkirche" (1940, Schallenberg-Nagel 406). Otto Nagel war 1933 noch zum Vorsitzenden des Reichsverbandes Bildender Künstler Deutschlands gewählt worden, wurde jedoch schon einen Tag später von den Nationalsozialisten aus dem Amt entlassen. Er erhielt Malverbot, seine Werke wurden als "entartet" eingestuft, 1936-1937 wurde er im KZ Sachsenhausen inhaftiert. In der Zeit nach seiner Entlassung entstanden zahlreiche Berliner Stadtlandschaften. Unter dem grau verhangenen Himmel wirken die vereinzelten, dunkel und nur schemenhaft gezeichneten Passanten wie verloren; wie Schatten huschen sie in den Bildrändern die Gehwege entlang. "Das Kolorit dieser Berliner Bilder wird bei sparsamstem Einsatz von Farben durch ein Maximum an Spannung und Differenziertheit erzielt. Es erfährt eine Steigerung, die mehr ist als die Wiedergabe eines momentanen Eindrucks." (Schallenberg-Nagel S. 11).

Schätzpreis
€ 3.500   (US$ 3.954)


Zuschlag
€ 4.200 (US$ 4.746)


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Nagel, Otto
Hof mit Brücken in der Wallstraße

Los 8477

Hof mit Brücken in der Wallstraße
Pastellkreiden auf braunem Velin. 1940.
59 x 27 cm.
Unten links mit Bleistift signiert "Otto Nagel" und datiert.
Schallenberg-Nagel 413.

Mit feinen Wischungen in zurückhaltendem Kolorit zeichnet der Künstler den charakteristischen Hof. Zu der eigentümlichen Hofansicht an der Wallstraße in Berlin Mitte, nahe beim Spreekanal, schrieb Otto Nagel: "Einen der merkwürdigsten Höfe Berlins fand ich in der Wallstraße. Zwei Brücken mit lustigem Eisengeschmiede führten hoch oben quer über den Hof. Für Berlin eine lustig-luftige Angelegenheit. Man freute sich über diese Kuriosität." (Otto Nagel, in: Berliner Bilder, 1955, zit. nach Schallenberg-Nagel, S. 155).

Provenienz: Sammlung Fritz Teppich Berlin
Privatbesitz USA
Privatbesitz Hannover

Ausstellung: Deutsche Akademie der Künste, Berlin 1954
Deutsche Akademie der Künste zu Berlin und Komitee für kulturelle Beziehungen mit dem Ausland, Warschau/Lublin 1955
Nationalgalerie / Deutsche Akademie der Künste, Berlin 1959
Deutsche Akademie der Künste zu Berlin / Ministerium für Kultur und Akademie der Künste der UdSSR, Moskau 1960
Kabelwerk Oberspree / Deutsche Akademie der Künste, Berlin 1964
Rathaus Wedding / Kunstamt Wedding, Berlin 1968

Literatur: Otto Nagel, Berliner Bilder, Berlin 1955, S. 44, Abb. Tafel 7
Gerhard Pommeranz-Liedtke, Otto Nagel und Berlin, Dresden 1964, Abb. Tafel 102
Otto Nagel, Berliner Bilder, Berlin 1970, Abb. Tafel 30
Erhard Frommhold, Otto Nagel, Maler und Werk, Dresden 1972, Abb. Tafel 15
Berliner Bilder von Otto Nagel, Ausst.-Kat. Deutsche Akademie der Künste, Berlin 1954, Abb. S. 83

Schätzpreis
€ 2.500   (US$ 2.824)


Nachverkaufspreis
€ 1.500   (US$ 1.694)


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Nagel, Otto
Hauseingänge in der Friedrichsgracht II

Los 8478

Hauseingänge in der Friedrichsgracht II
Pastellkreiden und Bleistift auf grauem Velin. 1966.
43 x 63 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Otto Nagel".
Schallenberg-Nagel 633.

Nach dem Krieg war von Otto Nagels Werk nur ein Bruchteil erhalten geblieben. Der Künstler griff mit den "Hauseingängen in der Friedrichsgracht" ein Motiv nochmals auf, dem er sich bereits 1941 gewidmet hatte (Schallenberg-Nagel 490 und 491); in einer Reihe von Repliken zu den "Berliner Bildern" versuchte er nach Kriegsende, verlorengegangene Arbeiten zu ersetzen. Ein dichter, weicher Farbauftrag in einer hellen, warmen Tonalität kennzeichnet die späten Pastelle Nagels und trägt auch hier zur atmosphärisch dichten Wirkung der Darstellung bei.

Provenienz: Sammlung Ewald Harndt Berlin
Privatbesitz Hannover

Ausstellung: Rathaus Wedding / Kunstamt Wedding, Berlin 1968

Schätzpreis
€ 2.500   (US$ 2.824)


Zuschlag
€ 1.500 (US$ 1.694)


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Nauen, Heinrich
Abstrakte Blumen I

Los 8479

Abstrakte Blumen I
Aquarell und Feder in Schwarz auf festem Velin. Um 1930.
22,5 x 17,7 cm.
Rechts in der Bildmitte mit Feder in Schwarz signiert "Heinrich Nauen".

Scharfkantig vereinfachte Formen und eine strahlende Farbigkeit kennzeichnen Nauens charakteristische Blumenstilleben. In einem eleganten Schwung füllt der kleine, frische Blumengruß die Blattmitte aus.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 677)


Zuschlag
€ 350 (US$ 395)



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