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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Katalog Moderne Kunst Teil I » zur Kunstabteilung
Moderne Kunst Teil I Auktion 114, Sa., 30. Nov., 14:00 Uhr


» Gesamter Katalog (Lose 8000 - 8338)

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Kapitel Moderne Kunst Teil I / Modern Art Part I (Lose 8000 - 8338) » Kapitelwahl

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Kirchner, Ernst Ludwig
Segelboote bei Fehmarn

Los 8145

Segelboote bei Fehmarn
Holzschnitt auf weichem Japan. 1914.
41,8 x 39-40 cm (61,4 x 43,6 cm).
Schiefler 213, Dube 243 b III.

Im Sommer 1914 reiste Kirchner zum letzten Mal mit Erna Schilling nach Fehmarn und verbrachte dort einen paradiesischen, schaffensreichen Sommer, musste aber hier im Juli/August den Kriegsausbruch erleben und die Insel, die nun kriegsstrategisch von Bedeutung war, plötzlich und verfrüht verlassen. In einem Brief an Gustav Schiefler bedauerte Kirchner das jähe Ende dieser besonders schöpferischen Phase: "Es fiel mir sehr schwer, so plötzlich abzureisen, da ich dieses Jahr vollständig in der Landschaft und dem Leben da oben aufging und fast ohne Bewusstsein zuzugreifen brauchte (...) Die Zusammenarbeit mit der Plastik wird mir immer wertvoller, sie erleichtert mir die Übersetzung der räumlichen Vorstellungen in der Fläche, wie sie mir die große geschlossene Form finden half." (E. L. Kirchner am 23.12.1914 an Gustav Schiefler, zit. nach A. Dube-Heynig, E. L. Kirchner, Graphik, München 1961, S. 52).
Auf der Höhe seiner großzügigen, rhythmisch-dynamischen Ausdrucksweise gestaltet Kirchner die Segelboote bei Fehmarn mit schwungvoll gebogenen Linien und Diagonalen, die die Bildelemente in der Fläche verspannen und ihnen eine räumliche Ordnung verleihen: Die vier großen schwarzen Flächen der Segel bilden, hintereinander aufgereiht, ein beinahe abstraktes geometrisches Muster und zugleich eine von oben links nach unten rechts verlaufende geschwungene Bilddiagonale, die den Blick des Betrachters hinab in das ellipsenförmige Boot mit den fünf Personen lenkt. "Was Kirchner 1914 vorrangig beschäftigte, war eine neue Umsetzung der Wirklichkeit in die Zweidimensionalität. Anders als in seinen Arbeiten der Dresdner Zeit, in denen er zu diesem Zweck auf Schattenbildung verzichtete, geht es ihm jetzt um ein Raumerlebnis, das mit den Mitteln geometrisierender Gestaltungsweise erreicht werden sollte. In dem vorliegenden Holzschnitt vervollkommnet er seine Ausdrucksmöglichkeiten." (M. M. Moeller, Ernst Ludwig Kirchner, Meisterwerke der Druckgraphik, Ausst.-Kat. Berlin 1990, S. 172).
Verso mit dem violetten Nachlaßstempel des Kunstmuseums Basel (Lugt 1570 b), dort mit der Registriernummer "H 213 IV". Im unteren Rand mit handschriftlichen Annotationen und (zweifach) der Numerierung "H 213 IV". Brillanter, tiefschwarzer, in allen Details klar zeichnender Handdruck des dritten und endgültigen Zustandes. Mit allen Veränderungen im Stock, die Dube für diesen Zustand aufführt: die aufgelichteten Flächen des Meeres, das vom Mast getrennte Ende des Vorsegels des vorderen Bootes, die schräg führenden Schnitte im Himmel, der obere Bildrand entfernt. Mit Rand, oben und unten mit breitem Rand, unten und links mit dem Schöpfrand. Gercken verzeichnet eine Gesamtzahl von 31 Exemplaren aller Zustände dieses Blattes. In dieser Druckqualität, vorder- und rückseitig unverpresst und mit herrlichem Relief der Druckfarbe, von höchster Seltenheit.

Provenienz: Sammlung Gustav Gerold Bonn; mit dessen violettem Sammlerstempel verso (nicht bei Lugt)

Schätzpreis
€ 30.000   (US$ 33.000)


Nachverkaufspreis
€ 25.000   (US$ 27.500)

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Klinger, Max
Porträt einer jungen Frau

Los 8146

Porträt einer jungen Frau
Pastell auf graublauem Karton. 1890.
48,4 x 40,4 cm.
Rechts neben der Darstellung mit Kreide in Schwarz monogrammiert "M. K." und datiert.

Jeanette Stoschek und Renate Hartleb erkennen in der Dargestellten die Künstlerin Cornelia Paczka-Wagner, die zur Entstehungszeit des Blattes als Klingers bevorzugtes Modell und mögliche Geliebte in Rom lebte und an einem figurenreichen Graphikzyklus über das Seelenleben der Frau arbeitete. Feine Linien akzentuieren die Gesichtskonturen, während leichte Wischungen die Züge plastisch modellieren. Der Gegensatz zwischen der detaillierten und sensiblen Zeichnung des Gesichts und der energischen Schrift, mit der Klinger das Kleidoberteil mit breiten Kohleschraffuren festhält, lenkt den Betrachterblick auf die im Spannungsfeld zwischen tiefem Ernst und sprühendem Ideenreichtum zu verortende Persönlichkeit der Dargestellten. Der die Porträtierte charakterisierende, ruhevolle Ernst und das Spiel mit Licht- und Farbschattierungen stellt das Bildnis in den Kontext jener gezeichneten und gemalten Frauenporträts, die Max Klinger während seiner römischen Zeit von 1888 bis 1893 vorzugsweise im freien Licht schuf.

Provenienz: Privatsammlung Schweiz
Privatsammlung Norddeutschland

Schätzpreis
€ 3.500   (US$ 3.850)


Nachverkaufspreis
€ 2.800   (US$ 3.080)

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Klinger, Max
Vom Tode, II. Teil

Los 8147

Vom Tode, II. Teil
1 Doppelbl. Titel mit Impressum und 12 Radierungen auf Japan. Lose unter Orig.-Passepartouts in Orig.-Leinenmappe mit Deckelprägung. 1898/1900.
63 x 48 cm.
Erste Ausgabe, Auflage 100 Ex.
Singer 230 III (von IV), 231, 232, 233 VI (von VII), 234 V (von VI), 235, 237 IV (von V), 236 V (von VI), 238 V (von VI), 239 V (von VI), 240 IV (von V) und 241 III (von IV).

"Vom Tode, II. Teil" (Opus XI) hat Klinger am längsten, in einem Zeitraum von 1879 bis 1904 beschäftigt. Geplant als eine Art Fortsetzung des ersten Teils "Vom Tode" entwickelte sich die Folge motivisch in einzelnen Etappen und mit mehreren Veränderungen. Auch technisch wandte sich Klinger, der seinem bildhauerischen Schaffen zunehmend mehr Zeit widmete, von der Radierung ab und dem Stichel zu. Die erste Ausgabe wurde bei Amsler & Ruthardt in Berlin 1898 schließlich verlegt. Die Bildphantasien seiner druckgraphischen Schöpfungen entspringen einer intensiven Auseinandersetzung mit der Philosophie Schopenhauers. Die Umsetzung solcher komplexen Themen wie beispielsweise die allgemeine Vergänglichkeit, die armen Massen sowie die Gipfel der Menschheit im Angesicht des Todes stellte Klinger sich zur Aufgabe. "Diese Folge ist dem inneren und äußeren Leben nach die reichste, die Klinger geschaffen hat (...) Ein Gesang auf die unvernichtbare Hoffnungsfreude des Menschen, auf seine unbesiegbare Spannkraft auch angesichts des Unabweisbaren (...)." (Singer S. 88). Sämtlich prachtvolle, kontrastreiche und vollrandige Drucke.

Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.640)


Zuschlag
€ 5.500 (US$ 6.050)


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Köpcke, Arthur
Continue... (Stücke aus den Jahren 1958 bis 1964)

Los 8149

Continue... (Stücke aus den Jahren 1958 bis 1964)
72 Bl. schwarzer Velinkarton, teils zusammengeheftet, mit Textcollagen, teils handkoloriert. Lose in Orig.-Halbleinenkassette. 1972.
26 x 36 x 3,5 cm (Mappengröße).
Im Impressum signiert "A. Köpcke". Auflage 150 num. Ex.

Vollständiges Exemplar der Normalausgabe von 120 numerierten Exemplaren als Edition Nr. 33, herausgegeben von der Edition René Block, Berlin 1972. Die Mappe enthält auf 72 Blatt 129 sogenannte "pieces", darunter Spiele und Denkaufgaben, in teils handkolorierten collagierten Texten und reproduzierten Bildmotiven als eine Übersicht, eine Art Ideenkartei von Köpckes Arbeiten aus den Jahren 1958 bis 1964. Jedes Blatt trägt in weißer typographischer Schrift auf schwarzem Velin den Titel "you can put each piece as a way of action for the rest of the pieces".

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.320)


Zuschlag
€ 800 (US$ 880)


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Kokoschka, Oskar
Menschenpaar

Los 8150

Menschenpaar
Kreidelithographie in Rötel auf hauchdünnem Japanbütten. 1918.
14,8 x 12,2 cm (25,2 x 17 cm).
Signiert "OKokoschka". Auflage 50 Ex.
Wingler/Welz 131.

Entstanden in einer Auflage von 50 Exemplaren als Frontispiz zu der Vorzugsausgabe von Kokoschkas "Vier Dramen", verlegt bei Paul Cassirer, Berlin. Prachtvoller Druck mit Rand. Sehr selten.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 990)


Nachverkaufspreis
€ 700   (US$ 770)

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Kokoschka, Oskar
Paul Westheim (Kopf)

Los 8151

Paul Westheim (Kopf)
Kreidelithographie auf Bütten. 1923.
25,9 x 30,3 cm (30,5 x 41,3 cm).
Signiert "OKokoschka". Auflage 125 Ex.
Wingler/Welz 162.

Erschienen in dem von Paul Westheim herausgegebenen Sammelwerk "Die Schaffenden", 4. Jg., 3. Mappe, im Euphorion-Verlag, Berlin, mit dessen Prägestempel unten rechts. Prachtvoller Druck mit Rand.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 660)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 440)

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Kokoschka, Oskar
Zwei Mädchen mit Taube

Los 8152

Zwei Mädchen mit Taube
2 (1 farbige) Kreidelithographien auf Velin. 1956.
Ca. 60 x 47 cm (70 x 54 cm).
Signiert "OKokoschka", eines bezeichnet "E.(preuve d')A.(rtiste) XI.", eines Auflage 70 num. Ex.
Wingler/Welz 208.

Zwei Varianten des Blattes: das Künstlerexemplar in Grau, dazu die vierfarbig gedruckte Fassung aus der Auflage von 70 numerierten Exemplaren, verlegt von Beyeler, Basel. Prachtvolle Drucke mit dem wohl vollen Rand.

Schätzpreis
€ 750   (US$ 825)


Zuschlag
€ 500 (US$ 550)


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Kokoschka, Oskar
Schwertlilien mit Rosen

Los 8153

Schwertlilien mit Rosen
Farblithographie auf BFK Rives-Velin. 1969/76.
53,2 x 45,5 cm (75,8 x 56 cm).
Signiert "OKokoschka". Auflage 150 num. Ex.
Wingler/Welz 521.

Die Lithographie entstand 1976 nach einem Aquarell von 1969. Prachtvoller, malerische Werte umsetzender Druck von sechsundzwanzig Steinen, unten mit dem Schöpfrand.

Schätzpreis
€ 2.200   (US$ 2.420)


Nachverkaufspreis
€ 1.800   (US$ 1.980)

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Kolár, Jirí
"Dopis z pòlu nedostupnosti" (Brief aus dem Tei...

Los 8154

"Dopis z pòlu nedostupnosti" (Brief aus dem Teil der Nichtverfügbarkeit)
Umschlag mit collagierten, teils farbigen Offsetdrucken, montiert auf Velin, inliegend Collage/Muchlage auf festem Karton. 1959.
33,2 x 44,8 cm.
Unten rechts auf dem Umschlag und auf der Muchlage jeweils mit Kugelschreiber in Schwarz monogrammiert "JK" und datiert, auf dem Untersatzpapier verso betitelt und mit der Nummer "3162".

Seestern, Schwimmtierchen und Kristall sind kombiniert mit montierten bunten Konfettipünktchen. So gestaltet Kolář auf dem Umschlag eine irritierend-surrealistische Komposition, während inliegend die collagierte Muchlage Ornamente, Architektur und figürliche Elemente bis zur Unkenntlichkeit verzerrt und ein unruhig-buntes Flirren erzeugt.

Provenienz: Sammlung Konrad Balder Schäuffelen (direkt vom Künstler erhalten)

Schätzpreis
€ 800   (US$ 880)


Zuschlag
€ 800 (US$ 880)


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Kolár, Jirí
Milord, Milady - Different? No, Alike!

Los 8155

Milord, Milady - Different? No, Alike!
Rollage auf leichtem Velinkarton. 1964.
29,8 x 22 cm.
Verso auf dem Unterlagekarton mit Feder in Blau monogrammiert "J. K." und datiert.

Dame und Herr lehnen in lässiger Pose aneinander, horizontal in Streifen zerschnitten, miteinander verschachtelt und jeweils die Bilder ihrer vertauschten Köpfe in der Hand haltend. Humorvolle, surrealistische Rollage mit Farboffset-Illustrationen, wohl aus Mode- oder Gesellschaftsjournalen. Kolář spielt hier nicht nur mit den Abbildungen, sondern auch mit Schriftfragmenten.

Provenienz: Sammlung Konrad Balder Schäuffelen (direkt vom Künstler erhalten)

Schätzpreis
€ 750   (US$ 825)


Zuschlag
€ 950 (US$ 1.045)



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