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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Katalog Moderne Kunst Teil I » zur Kunstabteilung
Moderne Kunst Teil I Auktion 114, Sa., 30. Nov., 14:00 Uhr


» Gesamter Katalog (Lose 8000 - 8338)

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Kapitel Moderne Kunst Teil I / Modern Art Part I (Lose 8000 - 8338) » Kapitelwahl

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Grosz, George
Interieur einer Dachkammer mit Flaschenzug

Los 8101

Interieur einer Dachkammer mit Flaschenzug
Bleistift auf Bütten. 1922.
21,5 x 28 cm.
Verso mit dem Nachlaßstempel und der Registriernummer "6/12/6".

Vorliegende Skizze fertigte Grosz auf Briefpapier der norwegischen Dampfschiffgesellschaft von Trondheim an. Im Jahr 1922 unternahm er gemeinsam mit dem dänischen Schriftsteller Martin Andersen Nexö eine Reise über Nordnorwegen nach Russland, so dass demnach unsere Zeichnung vermutlich auf dieser Reise entstanden ist. Das charmante, aber schlicht eingerichtete Interieur einer Dachkammer mit Flaschenzug weist durchaus auf eine örtliche Nähe zu einem Hafengebiet hin. Auch die Pfeife, vorne links in der Komposition wiedergegeben, könnte auf einen Hafenarbeiter oder sogar einen Matrosen deuten.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.320)


Nachverkaufspreis
€ 900   (US$ 990)

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Grosz, George
Porträt eines Agitators

Los 8102

Porträt eines Agitators
Pinsel in Schwarz auf China. Um 1923.
59 x 45,7 cm.
Unten links mit Bleistift signiert "Grosz", verso mit dem Nachlaßstempel und der Registriernummer "3/70/4".

Die Hände zu Fäusten geballt, das Kinn energisch vor- und die Augenbrauen zusammengezogen - so beschreibt Grosz mit breiten und kraftvollen Strichen im Seitenprofil einen Redner, der kämpferisch seine Thesen vorträgt. Grosz war ein genauer Beobachter seiner Zeit - der Dargestellte steht charakteristisch für die stimmungsmachenden Agitatoren der Weimarer Republik. Verso eine Skizze in Rohrfeder, "Männerprofil und Frauenrückenakt".

Schätzpreis
€ 3.500   (US$ 3.850)


Zuschlag
€ 6.000 (US$ 6.600)


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Grosz, George
Der Ganove und sein Schatten

Los 8103

Der Ganove und sein Schatten
Rohrfeder in Sepia und Aquarell auf Velin. Wohl 1927.
35 x 24,8 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Grosz", verso mit Farbstift in Rot bezeichnet "11/4 Cass sur".

Bedeutende, schön durchkomponierte Darstellung des bunten Treibens in dem südfranzösischen Rivierahafen Cassis-sur-Mer, wo Grosz sich im Jahr 1927 länger aufhielt. Ganove und Matrose - das sind die zwei zentralen, in leuchtender Farbigkeit aquarellierten Figuren in der Bildmitte. Ganz rechts zeichnet Grosz in Sepia den Schatten des Ganoven: eine fast gleiche Figur, ebenso groß und in derselben Haltung, jedoch nur locker angedeutet, schemenhaft gefasst. Mit kraftvoll und lebendig geführter Rohrfeder entwirft der Künstler links einen Gendarm und hinter ihm zwei männliche Figuren mit Schiebermützen, im Hintergrund ist wohl die Längsseite oder die Reling eines Schiffes angedeutet. Die identische Figur eines Matrosen zeigt eine weitere Zeichnung Grosz', "Matrose" von 1927, vgl. Katalog Galerie Ilse Schweinsteiger, München 1985, Nr. 84. In seinem typischen Zeichenstil, mit vereinfachten Formen und scharf gezogenen Konturen, setzt der Künstler durch den verschachtelten Bildaufbau die Figuren und ihre Handlungen eng zueinander in Beziehung und überlässt dem Betrachter die endgültige Deutung. Die Zeichnung entstand kurz vor der Weltwirtschaftskrise 1929, die den wirtschaftlichen Aufschwung und die kulturelle Blüte der Goldenen Zwanziger Jahre abrupt beendete.
Rückseitig mit der handschriftlichen Nummer "06 (oder UC?)-5-16". Die Zeichnung ist bei Ralph Jentsch unter dieser Nummer registriert.

Provenienz: Galerie Ilse Schweinsteiger München 1977
Privatbesitz München

Literatur: George Grosz, Katalog Galerie Ilse Schweinsteiger, München 1977, Nr. 93 (mit Abb.), dort betitelt "Marseiller Straßenszene" und datiert "1924"

Schätzpreis
€ 15.000   (US$ 16.500)


Zuschlag
€ 19.000 (US$ 20.900)


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Grosz, George
Texasbild für meinen Freund Chingachgook

Los 8104

Texasbild für meinen Freund Chingachgook
Umdrucklithographie auf Japanbütten. 1915/16.
26,9 x 22 cm (40,8 x 28,7 cm).
Signiert "Grosz". Auflage 120 Ex.
Dückers M I, 2.

Blatt 2 aus: "Erste George Grosz Mappe", 1917 herausgegeben vom Verlag Neue Jugend/Der Malik-Verlag, Berlin. Chingachgook ist eine der Hauptgestalten der Lederstrumpf-Erzählungen von James F. Cooper, die zu der bevorzugten Jugendlektüre von George Grosz gehörten. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand.

Provenienz: Galerie Billiet Paris, laut Bleistiftannotationen verso

Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 1.980)


Nachverkaufspreis
€ 1.500   (US$ 1.650)

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Grosz, George
Menschen in der Straße

Los 8105

Menschen in der Straße
Umdrucklithographie auf bräunlichem Japanbütten. 1915.
27,6 x 21,5 cm (40,8 x 28,9 cm).
Signiert "Grosz" und datiert. Auflage 120 num. Ex.
Dückers M 1, 5.
Verso mit dem Nachlaßstempel und der Registriernummer "7/55/2".

Blatt 5 aus: "Erste George Grosz-Mappe", 1917 herausgegeben vom Verlag Neue Jugend/Der Malik-Verlag, Berlin. Was die genauen Unterschiede zwischen den einzelnen Mappenausgaben betrifft, herrscht einige Unklarheit; die Exemplare 1-5 und wohl auch 6-20 wurden auf Kaiserlich Japan gedruckt und signiert. Prachtvoller Druck mit vollem Rand.

Schätzpreis
€ 800   (US$ 880)


Zuschlag
€ 1.200 (US$ 1.320)


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Grosz, George
Bürgerliche Welt

Los 8106

Bürgerliche Welt
Umdrucklithographie auf genarbtem Velin. 1918.
46,5 x 37 cm (53 x 68 cm).
Signiert "Grosz". Auflage 40 num. Ex.
Dückers E 44.

Herausgegeben vom Verlag Hans Goltz, München. Beeindruckendes und authentisches Abbild der Gesellschaft, die nach dem Ende des Ersten Weltkrieges zutiefst verunsichert, zerrüttet und traumatisiert war. Das große Profilbildnis unten rechts ist ein Selbstporträt des Künstlers, der sich als Teil der bürgerlichen Welt versteht. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand, rechts und links mit dem Schöpfrand.

Schätzpreis
€ 2.500   (US$ 2.750)


Zuschlag
€ 3.200 (US$ 3.520)


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Grützke, Johannes
"Madalena Leal de Faria"

Los 8107

"Madalena Leal de Faria"
Öl auf Leinwand. 1993.
205 x 119,5 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Schwarz monogrammiert "J G" und datiert, oben links betitelt und oben rechts bezeichnet "Berlin 1993", verso nochmals mit Pinsel in Braun signiert "Johannes Grützke", datiert und betitelt.

Dargestellt ist die in Berlin lebende portugiesische Mezzosopranistin Madalena Leal de Faria. Zusammen mit Johannes Grützke an der Geige sowie weiteren Teilnehmern begeisterten und verstörten sie aber auch ihr Publikum bei performancehaften Live-Auftritten. Sie war dabei die einzige Profi-Musikerin. In Grützkes Malerei wollen die Figuren auffallen, sie wirken übertrieben, lieben das Pathos und sind nicht abgeneigt gegenüber der großen Geste. "Hartnäckig leugnet er (Grützke), dass seine Sicht der Dinge skurril und verzerrt ist, dass seine Darstellungen satirisch, parodistisch oder auch nur ironisch seien. Er meine durchaus ernst, was er zeige und ausdrücke, und es sei für ihn ein Problem, dass man ihm das nicht glauben wolle. Seine Bildbühne und seine Humoresken erklärt er zur Szenerie des wirklichen Lebens, ja des Menschheitsdramas. Grützke universalisiert sein Menschenbild: 'Ich finde, dass jeder Mensch zum Menschen fähig ist, egal, wie er aussieht, ob nun jämmerlich oder großartig (...), jeder kann die Menschheit immer und überall vertreten' (1992). Noch die exaltiertesten Clownerien seiner Figuren, die tragikomischen Verrenkungen und autistischen Grimassen, die Kopfstände und Saltos sind in seinen Augen anthropologische Ausdrucksformen und Verfassungen, was ihm die Vorbilder aus Manierismus und Barock bestätigen. Freilich lösen sich damit Personen in Rollenträger auf." (Eduard Beaucamp, in: Grützke - Malen ist Denken, Ausst.-Kat. Landesmuseen Oldenburg und Schloss Gottorf 2007, S. 13).

Provenienz: Privatsammlung Nordrhein-Westfalen

Ausstellung: Grützke - Malen ist Denken, Landesmuseen Oldenburg und Schloss Gottorf, 2007, (Kat.-Nr. 34, Abb. S. 81)

Literatur: Grützke - Malen ist Denken, Ausst.-Kat. Landesmuseen Oldenburg und Schloss Gottorf 2007, Kat.-Nr. 34 (Abb. S. 81)

Schätzpreis
€ 15.000   (US$ 16.500)


Zuschlag
€ 13.000 (US$ 14.300)


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Hamilton, Richard
The critic laughs

Los 8108

The critic laughs
Farbiges Fotooffset mit laminierter Oberfläche, mit Collage und Übermalungen sowie Siebdruck auf verso beschichtetem Karton. 1968.
34,3 x 26,5 cm (59,8 x 47,1 cm).
Signiert "R. Hamilton". Auflage 125 num. Ex.
Lullin 68.

Richard Hamilton hegte eine tiefe Bewunderung für das klare, schlichte Design der Braun-Produkte von Dieter Rams, die immer wieder in seinen Kunstwerken auftauchen. Hier ist es eine elektrische Zahnbürste, im Readymade vereinigt mit einem künstlichen Gebiss als Aufsatz, das anfing zu klappern, sobald das Gerät angeschaltet wurde. Die mit glänzender Kunststofffolie laminierte Oberfläche verleiht im Kontrast zu dem matten Weiß des Siebdruckes im Rand der Arbeit den Charakter einer Fotografie. Es entsteht ein Dialog zwischen fotomechanischer und Handarbeit mit Bezügen zu Marcel Duchamp, dessen Retrospektivausstellung Hamilton etwa zeitgleich in der Tate Gallery organisierte. Der Titel der Arbeit erinnert an Jasper Johns' "The critic smiles". Etwas später schuf der Künstler ein Multiple und einen kurzen Film zum gleichen Motiv. Herausgegeben von der Documenta IV Foundation Kassel, gedruckt im Kelpra Studio, London. Das fotografierte Readymade mit elektrischer Zahnbürste und Gebiss entstand in Zusammenarbeit mit Euan Duff. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand. Beigegeben: Eine Farbserigraphie von Günter Fruhtrunk, "Das eine Schwarz", 1963 (Kirchhoff 80.1).

Schätzpreis
€ 3.500   (US$ 3.850)


Nachverkaufspreis
€ 3.000   (US$ 3.300)

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Hartmann, Oluf
Dädalus und Ikarus

Los 8109

Dädalus und Ikarus
Öl auf Leinwand.
58 x 40,5 cm.

Oluf Hartmanns Vater war der berühmte dänische Komponist Emil Hartmann, der das Interesse seines Sohnes für Musik, Literatur und Kunst bereits früh weckte und ihn prägte. Bereits mit 12 Jahren stand fest, dass Oluf Hartmann Maler werden sollte. Das Studium an der Kopenhagener Akademie prägte ihn jedoch weniger als die Zeit an der Kunstnernes Frie Studieskoler bei Kristian Zahrtmann, wo er sich in einem viel radikaleren Künstlerumfeld bewegte. Hartmanns Orientierung an Alten Meistern wie Tintoretto, Tizian, Rembrandt und Goya ist deutlich in seinem Werk zu erkennen, in welchem eher dunklere Töne dominieren. Vermutlich hat er auf Reisen nach Belgien, Italien und Frankreich die Alten Meister eingehend studiert. Die neue Strömung, die sich in Hartmanns Œuvre indessen bemerkbar macht, ist der Vitalismus, der den menschlichen Körper in seiner ganzen Kraft und Schönheit feiert. In unserem Gemälde, das rechts im Bild Dädalus zeigt, wie er sitzend über die Flucht aus dem Labyrinth des Minotauros mittels Flügeln für sich und seinen Sohn Ikarus nachsinnt, liegt der Fokus auf dem Körper von Ikarus. Er präsentiert sich in formvollendeter und durchkomponierter Pracht dem Betrachter als Rückenakt, zentral in der Mitte der Komposition angeordnet. Das Muskelspiel wird vom Licht inszeniert, die Farbflächen lösen sich delikat in verschiedenen tonalen Abstufungen auf. Ein bedeutendes Werk moderner Mythologie eines vielversprechenden Malers, dessen Karriere durch den Tod mit 30 Jahren früh und abrupt beendet wurde.


Provenienz: Nachlassauktion Oluf Hartmann Kopenhagen

Ausstellung: Kunstforeningen, Kopenhagen 1990

Errata: Entgegen dem Beschreibungstext im Printkatalog ist Ikarus der Sohn von Dädalus.

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.400)


Nachverkaufspreis
€ 3.500   (US$ 3.850)

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Hammershøi, Svend
Landschaft mit Bäumen

Los 8110

Landschaft mit Bäumen
Graphit, Kohle, teils in Grün laviert, über Bleistift auf Van Gelder Zonen-Bütten.
75 x 67,4 cm.

Svend Hammershøi, der neun Jahre jüngere Bruder Vilhelm Hammershøis, schlug ebenfalls eine künstlerische Laufbahn ein. 1890 bestand er die Aufnahmeprüfung an der Königlich Dänischen Kunstakademie, zwei Jahre später lernte er bis 1897 an den Kunstnernes Frie Studieskoler (Freie Künstlerschulen) unter Kristian Zahrtmann. Svend malte und zeichnete, doch anders als sein berühmter Bruder, wandte er sich auch dem Kunsthandwerk erfolgreich zu.
Svend stellte in seinen Werken mit Vorliebe Bäume und alte Gebäude mit kulturhistorischer Bedeutung dar. Unsere Zeichnung gibt zwei Bäume wieder, die als Paar einzeln in einer weiten Landschaft stehen. Ihr Geäst und Laubwerk beschreibt Svend in einer nahezu ornamentalen Struktur. Mit den Werken seines Bruders, der ebenfalls zahlreiche Landschaften mit Bäumen schuf, ist die gedämpfte Farbpalette mit grünen, grauen, gelben und braunen Tönen vergleichbar sowie die nebelartige, unwirkliche Atmosphäre. Svend sowie Vilhelm Hammershøis Baumlandschaften sind schwer zuzuordnen, weder den nationalromantischen noch den symbolistischen Strömungen und genau das macht sie so reizvoll.

Provenienz: Privatbesitz Kopenhagen

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.320)


Zuschlag
€ 900 (US$ 990)



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