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Los 5431 Ramboux, Johann Anton
Doppelportrait des Malers Konrad Eberhard mit s...
Verkauft
5431)

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Doppelportrait des Malers Konrad Eberhard mit seinem Bruder Franz. Lithographie auf Velin. 31,8 x 34,3 cm (Darstellung); 37,5 x 42,3 cm (Blattgröße). 1822. Dussler 1, Winkler 648.2, Norbert Suhr, in: Unter Glas und Rahmen. Druckgraphik der Romantik aus den Beständen des Landesmuseums Mainz und aus Privatbesitz, Mainz 1993, S. 33, Nr. 10 mit Abb.; Giulia Bartrum, in: Wahlverwandtschaften. Eine englische Privatsammlung zur Kunst der Goethezeit, London 2013, S. 176, Nr. 43 mit Abb.; Mitchell B. Frank: Portrait Prints, 1770-1850: Friends and Family, in: The Enchanted World of German Romantic Prints 1770-1850, Philadelphia 2017, S. 193, Anbb. 161.

Das Doppelbildnis der Brüder Konrad und Franz Eberhard ist eines der bezeichnendsten Freundschaftsbilder der deutschen Romantik. Die Beschränkung auf einen neutralen Hintergrund, die knapp angeschnittenen Büsten und die Gesichtszüge sowie der Verzicht auf jegliche Attribute charakterisieren diese Gattung ebenso wie das dichte Aneinanderrücken, das die Zusammengehörigkeit der Brüder verdeutlicht, die Zeit ihres Lebens eng zusammenarbeiteten. Künstlerisch wie technisch ist das Doppelbildnis eine Meisterleistung, Johann Anton Ramboux schafft subtile tonale Abstufungen, die Kreidelithographie schafft dabei nuancierte gräuliche und braune Tonwerte, die in unserem Blatt fein zur Geltung kommen.
Ramboux verbrachte die Jahre zwischen 1816 und 1822 in Rom, wo er im Kreise der Nazarener die Bekanntschaft mit dem Bildhauer und Maler Konrad Eberhard und dessen ebenfalls als Bildhauer tätigen Bruder Franz machte. Noch in Rom fertigte Ramboux ein kleines Doppelportrait dieser beiden Brüder in Öl an, das sich heute im Wallraf-Richartz-Museum in Köln befindet. Gemeinsam verließen Ramboux und die Gebrüder Eberhard die Ewige Stadt im Jahr 1822 und zogen zusammen gen Norden. Auf dieser Reise entstand also die vorliegende Lithographie nach dem exakt gleichgroßen Ölgemälde. In München angekommen, besorgte der Verleger Johann Anton Selb eine sehr kleine Auflage dieses eindrucksvollen Doppelportraits. R. Arnim Winkler konnte 1975 nur zehn Abzüge in deutschen Museen nachweisen, seitdem sind etwa ein halbes Dutzend Blätter in museale Sammlungen hinzugekommen (British Museum London, Landesmuseum Mainz, Philadelphia Museum of Art, Metropolitan Museum of Art New York, The Barber Institute of Fine Arts, Birmingham).
- Prachtvoller, nuancierter und dabei kräftiger Druck mit äußerst fein abgestuften Tonwerten, mit schmalem, an den Seiten mit breitem Rand um die Darstellung. Nur schwach stockfleckig, unten mittig sowie rechts kurzer, kaum wahrnehmbar geschlossener Randeinriss, weitere kleine, kaum wahrnehmbar ausgebesserte Randläsuren, vereinzelt kleine, sehr sorgfältig geschlossene Löchlein meist außerhalb der Darstellung, winzige, unmerkliche Ausbesserungen auf dem weißen Hemdkragen, die obere linke Eckenspitze ausgebessert, sonst im Gesamteindruck ganz vorzügliches Exemplar. Sehr selten, zumal in dieser prägnanten Druckschönheit.

Schätzpreis
€ 25.000   (US$ 28.499)


Zuschlag
€ 85.000
(US$ 96.899)
(GBP 74.800)
(CHF 96.899)



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